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Haffi
16.02.2023, 18:12
Fotografieren ist zum Lernen sehr gut: Unklare Effloreszenz fotografieren -> Überweisung zum Hautarzt und dann aus dem Bericht des Dermatologen unter Rückgriff auf die Fotodokumentation lernen.

Ein durchschnittlicher niedergelassener Dermatologe hat um die 80 bis 100 Patientenkontakte am Tag. Ich habe in einer Großstadt mit zig Dermatologen noch nicht von einem einzigen einen schriftlichen Befund erhalten und würde mir auch nicht anmaßen, einen solchen einzufordern.

Speranza100
16.02.2023, 18:25
Ich bitte meine Patienten, wenn ich sie weiter schicke, mir die (Verdachts-)Diagnose des Dermatologen hinterher mitzuteilen. Das machen erstaunlich viele per Email an die Praxisadresse, vor allem die Jüngeren.

Harvey
16.02.2023, 21:36
Ich muss am Ende des Quartals etliche Listen auf Vollständigkeit für die Abrechnung überprüfen. Ich habe das Gefühl, dass es nicht unbedingt ärztliche Aufgabe ist

Die Abrechnungslisten am Ende des Quartals durchzugehen ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Praxis. Entweder gibt es dafür sehr fitte, sehr eingearbeitete MFAs, eigentlich ist es aber so wichtig, dass es quasi Chefin-Chef-Sache ist - da geht es um viel Geld.
Vermutlich wird diese Arbeit gerade auf die „abgewälzt“ und man kann nur hoffen dass deine Chefin oder Chef nochmal drüber guckt. Aber diese Arbeit ist unglaublich wichtig wenn du mal deine eigene Praxis haben solltest. Zudem kann man bei diesem Durchgehen zumeist noch einmal die Patienten rekapitulieren - fehlte eine Gesprächsziffer vielleicht, fehlt eine Diagnose zu einem neu verordneten Medikament, andere Dinge die untergegangen sind…

Ines-Lucia
17.02.2023, 14:54
@lululu95 Es ist wie du sagst.
Meine Empfehlung aus dem ersten Thread bleibt die gleiche.
Schon nach einer anderen Praxis umgeschaut?

Ines-Lucia
17.02.2023, 14:55
Ein durchschnittlicher niedergelassener Dermatologe hat um die 80 bis 100 Patientenkontakte am Tag. Ich habe in einer Großstadt mit zig Dermatologen noch nicht von einem einzigen einen schriftlichen Befund erhalten und würde mir auch nicht anmaßen, einen solchen einzufordern.

Dermatologen können, sollen und müssen wie jeder andere Facharzt auch einen Brief mit Diagnose und Therapieempfehlung schreiben.

Dr.Wilson
24.02.2023, 18:30
Besser spät als nie - danke für eure Antworten :) Ihr habt schon Recht, was die Dermatologie angeht, dann versuche ich mir die selbst anzueignen. Werde nach Innere nun erstmal Pädiatrie machen und dann evtl. Chirurgie und Orthopädie, danach geht's in die Hausarztpraxis.

Relaxometrie
11.03.2023, 09:51
Wie geht Ihr (Hausärzte; Antworten anderer Fachgruppen sind natürlich auch willkommen :-)) ) mit Patienten um, die beginnende kognitive Defizite haben, alleine wohnen und keinerlei Angehörige/ Freunde haben? Ich hatte gestern einen solchen Patienten, der zum DMP Diabetes kam: 84 Jahre alt, hat noch eine gute Fassade, auf die ich auch zunächst "reingefallen" (Anführungsstriche, weil der Pat. das ja nicht absichtlich gemacht hat) bin. Im Laufe des Gesprächs kam aber raus, dass er die Medikamenteneinnahme nicht mehr zuverlässig hinbekommen zu scheint. Habe letztlich Pflegegrad, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht angesprochen, was alles nicht exisitert. Wir haben dem Patienten dann erstmal den Auftrag gegeben, bei seiner Krankenkasse anzurufen und Geld für eine Haushaltshilfe und Behandlungspflege zum Stellen der Medikamente zu beantragen (muss das selbst nochmal nachlesen, was da erstmal ohne Pflegegrad an Geld/ Leistungen möglich ist). Außerdem haben wir ihm unseren Vordruck einer Patientenverfügung mitgegeben und gesagt, dass wir das bei einem weiteren Termin zusammen ausfüllen könnten. Eine Vorsorgevollmacht ist in dem Setting letztlich ja nicht sinnvoll, weil es niemanden gibt, den er da einsetzten kann. Muss man in einem solchen Fall also alles laufen lassen, bis dann mal eine gesetzliche Betreuung eingesetzt wird, oder kann man das für den Patienten irgendwie smoother gestalten?
Wenn ein Patient jegliche Hifsmöglichkeiten ablehnt, muss man ihn natürlich gewähren lassen. Aber bei kooperativen Patienten kann man trotz sozialer Isolation vielleicht die ein oder andere Hilfe implementieren.

davo
11.03.2023, 15:28
Pflegegrad ist sicher sinnvoll. Aber manchmal reichen IMHO auch noch einfachere Varianten - wenn es tatsächlich nur um die Medikationseinnahme geht (und unter der Annahme, dass der Pat. kein Insulin hat), könnte ja auch einfach die Apotheke die Wochenmedikation vorbereiten.

abcd
11.03.2023, 20:10
Gibt es echt Apotheken, die Wochenmedikation vorbereiten?

anignu
12.03.2023, 02:14
ja, vor allem für Altenheime machen das manche Apotheken. Ich kenn das als eingeschweißte zusammenhängende Plastiktütchen, wie wenn man die kleinen Gummibärl-Tüten aneinanderhängt, in denen dann die losen Tabletten sind und mit Aufdruck außen für Tag und Uhrzeit.

Anne1970
12.03.2023, 10:12
Es gibt die sogenannte „Behandlungspflege“, die kann auch ohne Pflegegrad verordnet werden. Dann kommt der Pflegedienst zur Medikamenten-Gabe. Wäre natürlich gut, die Medis auf 2Gaben/Tag anzuordnen. Ordne ich bei Entlassungen aus der Klinik nach Hause manchmal an. OAK und Antiepileptika sollten ja in 12h-Abstand (bzw.24h) gegeben/ eingenommen werden.

Relaxometrie
12.03.2023, 19:39
Es gibt die sogenannte „Behandlungspflege“


Wir haben dem Patienten dann erstmal den Auftrag gegeben, bei seiner Krankenkasse anzurufen und Geld für eine Haushaltshilfe und Behandlungspflege zum Stellen der Medikamente zu beantragen
:-))

..

JohaSaStu
01.04.2023, 17:17
Hallo in die Runde,

ich bin nicht sicher ob ich mit meinem Anliegen hier richtig bin, finde jedoch auch kein anderes, passenderes Forum :-)
Ich werde im Juni die FA Prüfung Allgemeinmedizin ablegen, bin allerdings neu in der Stadt (Düsseldorf) und suche nun einen Lernpartner zur Prüfungsvorbereitung. Eine JADE Gruppe gibt es hier leider nicht. Habt ihr eine Idee, einen Tipp wo ich wohl am Besten nach einem solchen Lernpartner suchen kann?
Danke und liebe Grüße!

Sabine

Speranza100
02.04.2023, 07:07
Hallo Sabine es gibt eine JADE Gruppe NRW Allgemeinmedizin Süd, auch eine Lerngruppe. Vielleicht da mal anfragen? Ich kann dich da auch einladen wenn du mir (per PN?) deine Handynr gibst. (ist bei Signal)
Ansprechpartnerin ist sonst Gwen Rabe (ist Kölner Raum, aber es sind auch welche aus Düsseldorf dabei soweit ich weiß)
Viele Grüße

alphamethyldopa
17.04.2023, 14:00
Weiterbildung Allgemeinmedizin als Quereinsteigerin - was lernt man alles in den 24 Monaten?

Servus in die Runde!
Als Fachärztin Anästhesie kam ich kürzlich auf die Idee, den Allgemeinmediziner zu machen. Gründe gibt es viele, aber vorrangig wollte ich sehen, was außerhalb der Klinik medizinisch möglich ist. Denn ich bin also noch nicht DIE Ärztin die ich sein möchte. Ich will mich halt mit allem so bissl auskennen.

So meine Frage - was lernt man in den zwei Jahren überhaupt? Kann man schallen lernen - nicht nur FAST, was ich schon in etwa kann, sondern auch organbezogen?
Macht man Wundversorgung, betreut man da auch chronische Wundpatienten?

Ich habe spontan über Notarztkontakte ein Vorstellungsgespräch in einem großen MVZ abgemacht, habe aber so keinen im Freundeskreis, der Allgemeinmedizin macht. Und so weiß ich nicht, worauf ich mich einstelle.

Danke und liebe Grüße,
alpha

dissection
23.04.2023, 20:55
Hi zusammen, können mir sowohl Praxisinhaber als auch in Ausbildung befindliche Ärzte sagen was ich als angestellter Facharzt für Innere in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner so verlangen könnte? Bin in Uni-Innerer ganz gut und nicht langsam, das muss natürlich nichts für eine Hausarztpraxis bedeuten wo ich viele Krankheitsbilder noch nicht so oft gesehen habe. Bin gerade am eruieren ob das ein Weg für mich ist. Danke!

nappy
24.04.2023, 13:08
Hi zusammen, können mir sowohl Praxisinhaber als auch in Ausbildung befindliche Ärzte sagen was ich als angestellter Facharzt für Innere in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner so verlangen könnte? Bin in Uni-Innerer ganz gut und nicht langsam, das muss natürlich nichts für eine Hausarztpraxis bedeuten wo ich viele Krankheitsbilder noch nicht so oft gesehen habe. Bin gerade am eruieren ob das ein Weg für mich ist. Danke!

Gab es neulich einen ausführlichen Thread zum Thema Gehalt in der Allgemeinmedizin.
Denke es kommt vor allem darauf an wo du suchst und wie groß der Mangel dort ist.
Ein Facharztgehalt kann schon drin sein - alleine die Förderung beträgt aktuell 5400 Euro. Hab auch schon von Summen die darüber hinausgehen gehört für Fachärzte in Weiterbildung Allgemeinmedizin

allgemeinerArbeitsmediziner
24.04.2023, 20:52
Kommt auch ganz auf das Verhandlungsgeschick und die Region an. Hier wird beinahe in jeder Praxis nur die Förderung bezahlt (geizig af). Kenne auch eine Fachärztin die mit 5000€ abgespeist wurde...

ehem-user-19-05-2025-1430
25.04.2023, 03:15
Ich bekomme als WBA im 4. Jahr 300 Euro über Tarif kommunale Krankehäuser entsprechend der Alterstufe....allerdings bei einer 3.5 Tage Woche... also wenn man die Arbeitszeit betrachtet deutlich über Tarif.
Natürlich ist das Gehalt nicht der wichtigste Faktor in der Ausbdilung, allerdings würde ich im Anbetracht der Höhe der Förderung niemals unter Tarif arbeiten, fände ich auch unsympathisch von der/dem Praxisinhaberin...

medizinfreund
28.04.2023, 23:58
Habt ihr bei euren Bewerbungen für den stationären internistischen Ausbildungsabschnitt euer Ziel FA/FÄ Allgemeinmedizin kommuniziert, falls es schon feststand?