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Frisko
29.11.2023, 13:33
Situation ist folgende.
Wir sind zu zweit, perpektivisch in ein paar Jahren auch zu dritt.
Kollegin ist Fachärztin für Allg.Med und aktuell auf den zweiten Sitz eines niedergelassenen Kollegen angestellt. Dieser ist mittlerweile 76 Jahre alt und über den Rand seiner Kraft raus.
Ich bin aktuell noch im Krankenhaus angestellt, habe jetzt aber ein Stellenangebot für das kommunale MVZ vor Ort in der Stufe II/6 nach VKA.
Wir wollen eine Gemeinschaftspraxis eröffnen, haben beide Häuser und Familie, d.h. wir wollen beide verdienen, uns aber auch nicht umbringen vor Arbeit. Arbeitsscheu sind wir beide nicht, beide in etwa die gleiche Ausbildung, waren auch im gleichen Haus aber nicht gleichzeitig. Im Ort wird jetzt ein Ärztehaus gebaut, für das die Kollegin bereits nach ausreichendere Beratung einen Mietvertrag abgeschlossen hat. Fertigstellung wahrscheinlich im 3. Quartal 2025. Bis dahin müssen wir also noch überbrücken.

Der hochbetage Kollege will seinen Sitz natürlich verkaufen. Ein gutes Angebot von dem o.g. MVZ hat er vor ein paar Jahren abgewiesen. Er will für den Sitz einen niedrigen sechsstelligen Betrag. De facto kriegt der Käufer dafür aber nur ein (sehr gutes) Punktevolumen. Weder die Immobilie, noch Inventar der Praxis sind tauglich, nochmal umzuziehen.

Und jetzt fragen wir uns natürlich: was machen wir jetzt?
Ich will den Sitz nicht kaufen. Auch wenn das Punktevolumen gut ist, wir haben mehr als sieben freie Sitze in unserem Gebiet, Patient*innen gibt es genug, perspektivisch in den nächsten Jahren noch mehr, da Durchschnittsalter der HÄ bei über 65 Jahren.

Anstellung auf ihren Sitz und Übernahme des Sitzes durch die Kollegin bei Weiterbschäftigung durch den Praxisinhaber ginge nur, wenn wir selbst ein MVZ gründen würden. Will der Inhaber nicht.
Wenn der Inhaber gesundheitlich gar nicht mehr kann, stellt sich die Frage, ob meine Kollegin den Sitz dann übernimmt und mich auf den zweiten Sitz anstellt. Wiederum die Frage, ob der Inhaber die Sitze dann zum Marktpreis (0 Euro) rausgibt. Ausschreiben darf er den Sitz nicht.
Sicherstellungsassistent ist zeitlich begrenzt, glaube auf 1-2 Monate, finanziell kommen wir da schon aus, danach trennen sich die Wege aber wieder bis zur eigenen Praxis.

Ich tendiere zu der Lösung: Sicherstellungsassistent für einen Monat, danach Beschäftigung im MVZ. Wenn Praxisinhaber zwischen heute und 2025 wirklich rausmuss, neue Verhandlungen bzgl der Sitzübernahme.

Trenn
29.11.2023, 14:12
Super interessante Konstellation, wo es so viele variablen gibt die man nicht gut abschätzen kann. Vielleicht dann doch einfach nach dem Bauchgefühl gehen. Du bist schon lange genug "in game", dass du es unbewusst schon abschätzen kann, ob es mit der "Kollegin fürs Leben" passt.

1-2 Monate zusammen in einer Konstellation als Angestellter/Praxisinhaber (Senior geht sofort raus, wenn du als Sicherstellungsassistent rein kommst?) oder Angestellter/Angestellter (Senior bleibt drin, stellt euch beide ein) erzeugt doch eine ganz andere Dynamik als wenn ihr Partner auf Augenhöhe seid. Ich denke nicht, dass 1-2 Monate Sicherstellungsassistenz dir irgendwie mehr bringt. Du kommst in ein neues Team, möglicherweise neue PVS, muss dich anlernen lassen etc. Da bist du so oder so der junior, die Kollegin dir (an-)weisungsbefugt. Und 1-2 Monate lang kann man auch die Zähne zusammen beißen und nicht das Arschloch raushängen lassen. Du bist aber in der glücklichen Position, dass Kassensitze frei sind. Ein Sitz aus einer BAG rauslösen, weil es menschlich nicht passt ist schwer, aber du hättest noch die Option deinen BAG-Sitz zurück zu geben und einen eigenen zu beantragen (vorher alles gut mit der KV absprechen).

Betrachten wir das nochmal vom finanziellen her. Der Kollege will für sein "Lebenswerk" eine unrealistische Wertschätzung, Praxisinventar ist nichts mehr wert, aber was ist mit dem Team? Sind sie gut eingespielt? Verah, Näpa? Wie hoch ist der Umsatz oder Gewinn der Praxis für einen Kassensitz? Wenn du sagst, dass der Punktwert gut sei, gehe ich mal vom überdurchschnittlichen Gewinn aus (wenn Median 173 gehen wir mal von 175 aus). Im Vergleich kriegst du 124 in dem MVZ (mit Arbeitgeberanteil). Dh. in 1,5 Jahre wäre das eine Differenz von 75, wenn ihr ihm zusammen 45 zahlt (deine Kollegin müsste ja auch mitkaufen, ihr zahlt so viel, wie er steuerfrei mitnehmen kann) hast du auch wirtschaftlich keine größere Nachteile. Umziehen könnt ihr dann, sobald das Ärztehaus fertig ist. Wer sagt, denn, dass das Ärztehaus bis Q3/25 fertig ist? Wenn ich mir die Bauprojekte hier so anschaue, habe ich eher Bedenken.

Hast du Möglichkeiten, dich fachlich im MVZ weiter zu entwickeln? (e.g. Kollegen mit anderem Schwerpunkt, der dich ein bisschen anleiten kann) Dich auszuprobieren? Muss du erst das ambulante System kennen lernen, damit du später "auf Augenhöhe" mit der Kollegin agieren kannst? Wenn das nicht der Fall ist, stehst du mit der früheren Niederlassung am Ende besser finanziell da.

nappy
29.11.2023, 14:15
Würde mir den Monat als Sicherstellung sparen - was will man da mitnehmen? Die praxi ist ja nicht mal die deiner Kollegin.
Ob man bei Gruppe 2 Stufe 6 sich den Stress später einer Niederlassung antun will ��.
Hört sich doch alles sehr solide an. Du wirst selber wissen dass es immer wieder Praxen gibt die zerbrechen- viele halt auch nicht.
Mit den Sitzen von dem alten Kollegen wäre ich ganz entspannt- macht beide gute Arbeit und die Leute kommen automatisch mit in eure neue Praxis auch ohne eine Übernahme und man kann noch ggf schön Förderung für eine praxisgründung bekommen ( schon informiert?). Würde nur das Personal der Praxis rechtzeitig an bzw abwerben

davo
29.11.2023, 14:31
Wow, da gibts wirklich sehr viele Unbekannte.

Trenn hat IMHO die wichtigsten Punkte angesprochen.

Der wesentliche Punkt ist IMHO, dass es ja noch gar nicht ihre Praxis ist. Und wenn es in dem Gebiet ohnehin so viele freie Sitze gibt, würd ich mir da keinen unnötigen Stress machen.

Frisko
29.11.2023, 14:51
Danke für die Rückmeldungen!

Das Team ist ein Problem. Keine VERAH, keine NäPA, alteingesessen und mit recht üppigen Verträgen ausgestattet. Wir haben schon mal vorgefühlt zwecks Änderungen, z.B. auch HZV, stieß eher auf nicht so viel Begeisterung. Selbst Vorschläge zu regelmäßigen praxisinternen Fortbildungen (kenne ich aus den Weiterbilderpraxen, z.B. einmal pro Monat 90 Minuten FB in der Mittagspause, dafür 2 Tage Extra-Urlaub bei Teilnahme) wurden eher nicht für so gut befunden.

Wir hatten gestern ein Gespräch mit der KV, leider konnten die uns den Vergleich nicht darstellen, zwischen Einkommen bei Übernahme und Einkommen bei neuer Niederlassung. Was ich beunruhigend fand: bei Übernahme des Sitzes haben wir wohl zwei Quartale Zeit, das Punktevolumen zu erreichen, danach werden wir runtergestuft. Die Kollegin hat bereits nach einem Jahr Anstellung ihr Punktevolumen erreicht, bzw. leicht übertroffen. Sprich: der Kollege müsste ja jetzt weiter wie verrückt arbeiten, um das Volumen zu halten. Das schafft der aber gar nicht mehr.

Wir haben ja gestern nur die KV-Zahlen gesehen. Da waren die ganzen Privatgeschichten ja nicht mit drin, die kommen on top. Ich hoffe eigentlich schon, dass es irgendwann mehr sind als die VKA Tarife.

Trenn
29.11.2023, 15:18
Unter solchen Umständen macht das Probearbeiten erst recht keinen Sinn. Ihr werdet zusammen gegen die MFAs und den alten Chef arbeiten und könnt euch gar nicht besser kennen lernen.

Also hat die Praxis insgesamt wenig wert, Sitz nix wert, Team wenig motiviert, Inventar nix wert, ich nehme an die EDV ist auch nicht volldigitalisiert, die E-Rezepte funktionieren reibungslos etc. Einziger Vorteil wäre, dass man in den ersten Quartalen mehr einnehmen kann als bei einer Neugründung. Ist euer Gebiet unterversorgt? Gibt es schon Förderungen wie nappy meinte? Mal mit dem Thema Unterstützung für eine Existenzgründung durch die Bundesagentur für Arbeit beschäftigt?

Unter den o.g Umständen würde ich an deiner Stelle den MVZ-Job annehmen (wenn der Vertrag keinen Konkurrenzklausel enthält (kenne das bei BAG-Verträgen, kein Plan ob bei MVZ-Vertragen sowas existieren darf)), ggf. noch eine Zusatzbezeichnung in der Zeit erwerben und die Augen und Ohren offen halten für ein (Praxis-)Team zur Übernahme. Du wirst deine zukünftige Praxis volldigitalisiert und modernem PVS starten wollen, da müssen die Leute lernfähig und -begeistert sein.

Frisko
29.11.2023, 15:24
Das bestätigt mein Gefühl, Trenn.

Existenzgründung ist nochmal ein gutes Stichwort, da gucke ich noch mal. Kleiner Tropfen aber auch nicht wenig Geld: für neue Niederlassungen gibt es wohl auch Geld für die Kinder, immerhin 400 Euro pro Monat und Kind.

Das mit der Konkurrenzklausel muss ich nochmal gucken. Es ist wie gesagt ein kommunales MVZ, das über die Ärztegenossenschaft läuft. Die haben, zumindest vordergründig, die Versorgung insgesamt im Auge und freuen sich über jeden, der vor Ort bleiben will.
Wir sind lt. KV noch nicht unterversorgt, gehören aber zu einem größeren KV-Gebiet, wo die meisten Sitze in die größere Stadt ziehen. Vor Ort gehen jetzt zwei der HÄ in Ruhestand, kenne mindestens drei Kollegen die über 70 Jahre alt sind.

hebdo
30.11.2023, 14:33
Ich habe eine Frage zu den Dokumenten medizinischer Geräte in der Praxis.
Brauche ich für alle elektronischen Geräte eine Herstellereinweisung? Sonogerät leuchtet mir ein aber auch für
- LZ-Blutdruckmessgeräte
- Monitor mit RR und SpO2 (wird eigentlich nur zur RR Messung verwendet)
- 12 Kanal Ruhe-EKG
- Patientenwaage
- Zentrifugen
- Mikroscope

Das würde je bedeuten, wenn ich mir ein neues 12-Kanal Ruhe EKG im Versandhandel bestelle auch gleich eine Schulung buchen müsste

Kandra
30.11.2023, 17:38
Theoretisch brauchst du mindestens für Monitor und EKG eine Einweisung, praktisch weiß jeder selbst wie das läuft.

Frisko
09.12.2023, 16:06
Vielleicht nochmal ein kleines Update zu meiner oben geschilderten Situation.

Wir hatten letzte Woche ein Gespräch mit dem Praxisinhaber. Der Vorschlag ist aktuell, mich für eine gewisse Zeit als Entlastungsassistenten anzustellen (wir kommen halt von dem Gedanken, zumindest mal eine gewisse Zeit Tür an Tür zu arbeiten nicht weg). In Schleswig Holstein (oder auch überall sonst?) sind das wohl iwas bei 6 Monaten.
Für danach war gestern der Vorschlag des Inhabers, könnte man ja zur Not auch mit drei Sitzen weitermachen. Das hat mich dann gestern doch etwas überrollt, weil ich das Gefühl habe, dann haben wir ja irgendwie die Praxis doch "übernommen". Und am Ende wird dann die Rechnung aufgemacht. Komisches Gefühl. Und bestätigt wieder: Praxen sind merkwürdige Verhandlungspartner. Es wird eingeladen, ohne einen wirklichen Plan zu haben, was man dem Bewerber denn nun anbietet. Das ich als Facharzt mit Anfang 40 vielleicht auch etwas Perpektive über den Tellerrand brauche. Passiert mir zum wiederholten Male.

Trenn
09.12.2023, 17:59
Oder einfach aussitzen, sobald du einen BAG-Sitz hast. Wenn ihr es nicht schafft, den Umsatz um Faktor 1,5 zu steigern, wird auch niemand neues dort einsteigen wollen und dem Senior den Sitz abkaufen. Aber so erfahren wie er ist, wird er bestimmt eine fixe Ablöse im BAG-Vertrag schreiben und ihr könnt doch nicht aussitzen. Doch bevor ihr euch auf was konkretes einigen könnt, werden die Anwälte bemüht. Da sind nur läppische 5000€ (netto versteht sich) für die Rohversion des BAG-Verstrages fällig, um am Ende sich doch nicht einig werden zu können. Dabei wollte man Allgemeinmedizin machen, da es doch so einfach sei, eine eigene Praxis zu bekommen und endlich "anzukommen". Bevor die Kinder in kritischeren Lebensphasen doch noch mal die Schule wechseln müssen. I feel you, bro!

ehem-user-19-05-2025-1430
10.12.2023, 10:55
Ist bei euch kein Hausarztmangel mit freien Sitzen etc? Wenn der alte Inhaber n rad abhat dann einfach abhaken wo anders gucken.

Der preis einer ablöse berechnrt sich aus immobilie+interieur+ideeler wert.

Der idelle wert beträgt in einem mangelgebiet(90% von Deutschland) exakt 0 Euro, die Immobilie bei Miete ebenso 0 Euro.
Also hat er vor 2 Jahren designermöbel ubd n 50k ultraschallgerät gekauft, dann kann er gerne was haben dafür. Sonst siehe oben ;)

Kein overthinking. Einfach denken :) viel Erfolg!

Frisko
10.12.2023, 11:14
Doch, den Hausärztemangel haben wir natürlich. Wir haben im Einzugsgebiet gerade 7,25 freie Sitze, der "Leistungsträger" des kommunalen MVZ ist ein 85-jähriger, der da auf Honorarbasis einspringt. Durchschnittsalter der Niedergelassenen irgendwo bei Ende 60.

Ist auch meine Meinung. Ich will dem dafür 0,00 Euro zahlen. Nix Designermöbel, nix Ultraschall.

Teevee
12.12.2023, 10:34
Hallo an die Runde,
Mal eine Frage an die AllgemeinmedizinerInnen von einem fachfremden, aber wechselinteressierten Kollegen:

Wie ist (als Angestellter aber auch als Praxisinhaber/-teilhaber) der Freizeitwert und die Work-Life-Balance im hausärztlichen Bereich? Wenn man jetzt nicht nur die Vor-Ort-Zeiten in der Praxis, sondern auch die Bürotätigkeiten etc drumherum miteinbezieht. Als Inhaber kann man ja vermutlich die Arbeitszeiten ausweiten oder enger takten, da gibt es besitmmt unterschiedlichste Einstellungen dazu. Aber mal davon ausgegangen, dass am Ende netto ein Einkommen im oberen OA-Bereich bzw gut darüber überbleiben soll, wie verträgt sich die Tätigkeit mit Freizeit und Privatleben?

Würde mich sehr über Feedback und Erfahrungen freuen :)

ehem-user-19-05-2025-1430
14.12.2023, 18:49
Hallo an die Runde,
Mal eine Frage an die AllgemeinmedizinerInnen von einem fachfremden, aber wechselinteressierten Kollegen:

Wie ist (als Angestellter aber auch als Praxisinhaber/-teilhaber) der Freizeitwert und die Work-Life-Balance im hausärztlichen Bereich? Wenn man jetzt nicht nur die Vor-Ort-Zeiten in der Praxis, sondern auch die Bürotätigkeiten etc drumherum miteinbezieht. Als Inhaber kann man ja vermutlich die Arbeitszeiten ausweiten oder enger takten, da gibt es besitmmt unterschiedlichste Einstellungen dazu. Aber mal davon ausgegangen, dass am Ende netto ein Einkommen im oberen OA-Bereich bzw gut darüber überbleiben soll, wie verträgt sich die Tätigkeit mit Freizeit und Privatleben?

Würde mich sehr über Feedback und Erfahrungen freuen :)

Vorab: Bin am Ende der Weiterbildung drufte aber schon in ein paar Bücher gucken und war in 2 Praxen als WBA und in 2 als Student.

Was ich bisher so mitbekommen habe ist das tolle an der Allgmeinmed dass man reich werden kann bei einer 80h Woche (Landarzt der mir seinen Pool zeigt), aber auch gechillt mit 3-4 Tage Woche und 35h locker auf ein Oberarztgehalt (Stadtarzt mir 3 Tage Woche) kommen kann. Also da ist für jeden was dabei. Das ist im Gegensatz zu anderen Fächern wo man ranklotzen muss wie blöd weil man entweder hohe Einstiegskosten hat (bei 1 Mio Praxiseinstiegskosten ist Teilzeit nicht so) oder hohe laufende Kosten oder beides hat schon ein Vorteil. Gibt natürlich auch in anderen Fächern so Teilhabermöglicheit wo es chillig ist, aber oft halt auch nicht... Ist halt Selbständigkeit bzw. mit Möglichkeit zur Selbstausbeutung. Der Bedarf ist meist so hoch dass man immer weiter machen kann....man sollte also schon wissen was man will :)

Fr.Pelz
14.12.2023, 19:34
Ich bin Angestellte in einer Gemeinschaftspraxis und hab recht angenehme Arbeitszeiten (32-35h vor Ort) und ein angenehmes Gehalt (In dem anderen Thread wurde ja ein Brutto-.Gehalt von 6700 besprochen, da liege ich deutlich drüber). Dementsprechend ist die Work-Life-Balance auch deutlich besser als in der Klinik, vor allem wegen den fehlenden Diensten (mache vielleicht 5 KV-Dienste im Jahr und da darf man ja im eigenen Bett schlafen! :-D ) und der besseren Planbarkeit. Dazu kommt, dass ich als Angestellte eben auch nur wenig Bürokram machen muss, das schaffe ich meist in der Sprechstunde, wenn mal ein Patient nicht kommt.

Immerweiter90
15.12.2023, 08:34
Wie viele von euch hat die Zusatzbezeichnung Diabetologie? Wie sinnvoll ist sie als HA zu haben, bringt sie viel? Kann man viel mehr abrechnung im Vergleich zum "normalen HA" mit DMP? Ich behandle gerne Diabetes Patienten aber möchte nicht nur Diabetes behandeln. Was habt ihr für Erfahrungen?

SusiSorgenlos
16.12.2023, 06:35
Ich arbeite als Allgemeinmedizinerin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Ich denke, die Zusatzbezeichnung Diabetologie bringt einem alleine nicht viel.
Die Dinge, die man abrechnen können, hängen mit der Schwerpunktpraxis zusammen und für die braucht man ja Schulungskräfte etc.

Teevee
16.12.2023, 07:50
Ich bin Angestellte in einer Gemeinschaftspraxis und hab recht angenehme Arbeitszeiten (32-35h vor Ort) und ein angenehmes Gehalt (In dem anderen Thread wurde ja ein Brutto-.Gehalt von 6700 besprochen, da liege ich deutlich drüber). Dementsprechend ist die Work-Life-Balance auch deutlich besser als in der Klinik, vor allem wegen den fehlenden Diensten (mache vielleicht 5 KV-Dienste im Jahr und da darf man ja im eigenen Bett schlafen! :-D ) und der besseren Planbarkeit. Dazu kommt, dass ich als Angestellte eben auch nur wenig Bürokram machen muss, das schaffe ich meist in der Sprechstunde, wenn mal ein Patient nicht kommt.

Ja, den Beitrag habe ich gelesen. 6700 ist ja gerade mal Assistentenstufe nach Tarif…
OA Stufe sollte auf jeden Fall drin sein als fertiger FA. Darf ich fragen, wie das bei dir ist?

Fr.Pelz
16.12.2023, 12:02
Das ist ja immer schwer zu vergleichen, ich bin ja Quereinsteigerin, habe also schon einen Facharzt und kann dementsprechend recht selbstständig arbeiten. Mein Grundgehalt bei Abdeckung aller Sprechzeiten (30h) plus durchschnittlich 2 Hausbesuche täglich ohne Dienste beträgt 10000 Euro brutto. Ländlich, es gibt eine VERAH und ich mache wie gesagt, wenig Schreibkram.