Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dein 1. Dienst....



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 [15] 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

Dr. Julius Hibbert
05.07.2008, 04:11
Schreibt mal wieder was, ich will weiterlesen!

Lilo 80
08.07.2008, 07:40
Hi! Könnt Ihr mir ein Buch zur Vorbereitung auf den ersten Dienst in der Inneren empfehlen? Fange im August an zu arbeiten und nach 4 Wochen soll es mit begleiteten Diensten los gehen und denn auch ziemlich schnell alleine.
Habe da zwei verschiedene Bücher gefunden. Rufbereit im Nachtdienst und eins aus der Reihe Klinikleitfaden. Könntet Ihr davon eins empfehlen oder sind solche Bücher eher überflüssig?
LG Lilo

Leelaacoo
10.07.2008, 10:47
Viel wichtiger als die Bücher ist die Telefonliste und ein nettes Mitbringsel für die Ambulanzschwestern :-)) Dann läuft der Laden schon irgendwie...(hab auch mal heimlich gegoogle-t am Anfang...hehe).

Und abschieben (klingt fies, aber man gewinnt Zeit für seine anderen Patienten)...ach, es kribbelt am Arm...moment, ich ruf mal den Neurologen dazu...(böse wirds aber, wenn der dann tatsächlich cMRT und LP will...das steigert den Zeitaufwand hinterher enorm).

Schlimme Dinge sind eher selten, meistens haben (zumindest bei uns) die Leute nur kéine Lust, zu üblichen Zeiten den Niedergelassenen aufzusuchen. Nach Blutentnahme, EKG und der Warterei ist dann alles nur halb so schlimm...und einen STEMI oder Apoplex übersieht man (hoffentlich) nicht so schnell.

Also toi toi und ruhig Blut, im Zweifel eben aufnehmen und OA draufschauen lassen.

LG Lee

Grombühlerin
10.07.2008, 16:15
ich fand mein selbstgeschriebenes Büchlein am wichtigsten, da hab ich mir reingeschrieben, was man bei den üblichen Notfällen so macht, außerdem alle wichtigen Telefonnummern.

Wenn im Tagdienst z.B. ein Patient mit TAA kam hab ich geguckt, was der Kollege gemacht hat und mir die Therapie aufgeschrieben. Wenn es kein Mecker vom OA gab natürlich :-)

Sooooo viele Krankheiten gibts ja auch nicht, also gibts schon aber in der internistischen Notaufnahme sinds ja doch fast immer die gleichen Sachen.

Luftnot, Herzschmerzen, Herzrasen, Kribbeln und Lähmungen, Schwindel, Bauchschmerzen, Harnwegsinfekt, Atemwegsinfekt, Vollsuff und nicht zu vergessen AZ-Verschlechterung!!!

farina
10.07.2008, 17:05
Hi! Könnt Ihr mir ein Buch zur Vorbereitung auf den ersten Dienst in der Inneren empfehlen?

Ein hilfreiches Buch für die Innere- auch zu gebrauchen im Dienst, bei der tgl. Arbeit auf Station oder in der Aufnahme- ist m.E. das Thieme Exemplar: Checkliste IM.
In der Aufnahme findeste vll. nicht die Zeit, weil ja doch alles recht rasch geht, aber zum Nachlesen und Vorbereiten ist es toll.
Die o.g. Vorschläge sind sinnvoll.
Eigenes Nachschlagewerk basteln mit den wichtigsten(häufigsten) Aufnahmediagnosen, den dazugehörigen Anforderungen (Rö, Labor, BGA, Infusion etc.) und Therapieplänen wie das Haus, in dem Du arbeitest, sie vorsieht ( z.B. welche Antibiose in welcher Dosierung bei welchem Krankheitsbild) das hilft ungemein (Bedarfsmedikation , Physiotherapie, ´Nüchtern or not´ nicht vergessen).
Habt ihr einen Extra Intensivdoc oder macht das der Diensthabende auch mit?
Dann den kennenlernen oder zuvor mal anklingeln... meistens helfen die ganz gerne mit Auskünften weiter, bevor du den OA rufst... ebenso das Pflegepersonal (Tipp mit Naschis ist nicht schlecht)
Nur Mut. Es stimmt echt: zumeist kommen harmlose Patienten in die Aufnahme, die "nur mal draufschauen lassen" (" Habe die Beschwerden schon eine Woche, mein Hausarzt ist im uUrlaub" etc.) wollen. Nervig, aber zum Anfang gut, weil´s das Nervenkostüm beruhigt. EKG, ggf. Rö-Thx oder Abdomenübersicht anfordern, Labor angucken, ggf U-status und dann Salbe, Schmerztbl., was zur Beruhigung rezeptieren. Auch orale Antibiotika gehen raus.
Dienst zu haben und die Stationen versorgen zu müssen ist meist noch einfacher: Da kann man dann ja im Krankenblatt und in der Kurve nachlesen, was die behandelnden Kollegen schon alles gemacht haben, resp. findet Hinweise für die Symptome XY, die gerade aufgefallen sind.
Oft fehlen die Marcumarangabe, eine Bedarfsmed für die Nacht oder zur Beruhigung ( am besten fragt man da auch zuvor die Kollegen , was üblicherweise aufgeschrieben wird und notiert sich das in seinem Privatlehrbuch)

Ist alles halb so schlimm.

LG

alley_cat75
10.07.2008, 19:03
Könnt Ihr mir ein Buch zur Vorbereitung auf den ersten Dienst in der Inneren empfehlen?

Ich habe mir ebenfalls vor meinem 1. Dienst ein kleines Buch gebastelt mit den wichtigsten to do`s. Auf der 1. Seite stehen die Telefonnummern. :-)) Viel wichtiger als Bücher und Notizen, und da stimme ich meinen Vorrednern zu, sind gute Beziehungen zum Pflegepersonal und den anderen diensthabenen Kollegen im Haus. Wir rufen uns oft gegenseitig an und fragen um Rat. In der Chirurgie arbeiten einige Kollegen, die in Richtung Allgemeinmedizin gehen - ungemein praktisch. Ganz wichtig natürlich der Hintergrund. Unsere kann man immer nerven. Und dann habe ich auch schon das eine oder andere gegoogelt, vor allem bei irgendwelchen exotischen Sachen.

Persephone
10.07.2008, 21:38
Ich hatte auch mein Buch. Im ersten Dienst ist der Hintergrund "durch Zufall" ;-) noch bi 20.30h im Haust gewesen. Die ZA-Schwestern waren super, haben mich auf eine sehr angenehme Art wieder runter geholt, wenn alles zuviel wurde, oder wenn ich ne Situation irgendwie falsch eingeschätz habe und nebenbei hatte ich die Checkliste, in die ich auch weiterhin noch gerne schaue. Mit den Chirurgen hängts immer davon ab wer denn Dienst hat, aber die meisten kann ich immer kurz mal mit drauf schauen lassen, um ne zweite Meinung zu bekommen. Bei uns sind auch viele Allgemeinmediziner, zT auch mit Notarztausbildung. Das ist super :-top !!!

Lilo 80
11.07.2008, 11:57
Danke für die Tips! Werde gleich in der ersten Woche anfangen mir so ein Heft zu machen! Wäre ich nach 2 -3 Wochen wohl auch drauf gekommen ;-)
Ist schon aufregend, wenn man weiß, dass man nach 2 Monaten alleine Dienste machen soll. Aber es ist wohl auch ein Anästhesist für die Intinsiv da und ne Neuro gibts auch noch. Ich setzte einfach darauf, dass ich zu Anfang ganz viel lerne!

alley_cat75
11.07.2008, 12:48
Eigentlich (mit wenigen Ausnahmen) machen mir Dienste Spaß. Man kommt auch mal mit den Kollegen der anderen Fachrichtungen in Kontakt, vor allem in der Notaufnahme und im Haus ist es doch insgesamt ruhiger als am Tage. Für Dein Notizbüchlein empfehle ich Dir, ein bisschen Geld zu investieren. Moleskine. Soll ja eine Weile halten. Ein normales geklebtes Heft wird schnell in Tausend Stücke zerflettern.

Titanus
17.08.2008, 22:29
Ich habe gerade meinen ersten Dienst - zwei Wochen nach Arbeitsbeginn, haben gerade ein wenig Personalmangel ;-) Bin der einzige Arzt in einem Außenhaus, aber zum Glück kommen nur kleine Verletzungen rein und die Stationen sind nur halb belegt. Außerdem unterstützen mich die Schwestern gut. Würde jetzt noch was schwerwiegenderes kommen, müßte ich wohl einen der diensthabenden Ärzte im Haupthaus oder den Hintergrund anrufen. Bin echt froh, daß es (bis jetzt) echt ruhig geblieben ist :-)

Moorhühnchen
17.08.2008, 22:34
Hey, na dann viel Glück, daß alles ruhig bleibt!! :-top
Welches Fach denn? Innere?

Dann mußt Du jetzt auch Deine "Semester"zahl editieren... :-))

Titanus
18.08.2008, 18:44
Unfallchirurgie. Aber in dem Haus ist man im Dienst auch für die Innere Abteilung zuständig... Konnte gestern sogar durchschlafen :-)

pampers
01.09.2008, 20:10
eieiei, ich habe vielleicht Bammel vor meinem ersten Dienst...nach zwei Monaten für das ganze Haus Internist zu sein, oje. Wehe, da passiert etwas :-nix
wahrscheinlich kann ich gar nicht denken vor Aufregung :-keks

pieks
01.09.2008, 23:03
Hi pampers ,


ich glaube das geht/ginge jedem so ...
Und ich denke, etwas Sorge bleibt bei jedem noch so "alten Hasen" nach dem x-ten Dienst .... ;-)


Sag Dir immer: "Zweifle nicht an dem der sagt er hat Angst, sondern habe Angst vor dem der sagt er kennt keine Zweifel"..

(weiß nicht ob das genau so hieß und leider auch net vom wems gesagt/geschreiben wurde -> vielleicht weiß das jemand?? :-blush )

Morgen, wenn der Frühdienst kommt, bist zu sicher müde aber erleichtert :-top

Gruß pieks

Urofan
02.09.2008, 09:30
Ich muss mich auch mal melden und allen bisschen Mut machen. Ich durfte nach 1 Monat meinen 1.Dienst machen und dann auch gleich 5 Dienste innerhalb von 2 Wochen. Das war zwar hart, aber ich lebe noch :-dance
Irgendwie schafft man es doch da heil rauszukommen - sich vorher 1000 Gedanken zu machen ist zwar normal, bringt aber nichts. Augen zu und durch ! :) BTW:heute kam ich aus meinem 11.Dienst heim - nach 2,5 Monaten im Job.

Werwolf
04.09.2008, 11:23
Hi pampers ,


ich glaube das geht/ginge jedem so ...
Und ich denke, etwas Sorge bleibt bei jedem noch so "alten Hasen" nach dem x-ten Dienst .... ;-)


Sag Dir immer: "Zweifle nicht an dem der sagt er hat Angst, sondern habe Angst vor dem der sagt er kennt keine Zweifel"..

(weiß nicht ob das genau so hieß und leider auch net vom wems gesagt/geschreiben wurde -> vielleicht weiß das jemand?? :-blush )

Morgen, wenn der Frühdienst kommt, bist zu sicher müde aber erleichtert :-top

Gruß pieks

Erich Fried

tine74
06.09.2008, 20:27
So, mein erster Dienst naht am Mittwoch - nach 6 Wochen. Allerdings habe ich alle PJ-Tertiale in dem Haus gemacht, von daher kenne ich es wenigstens.
Ich mache unfallchirurgische Dienste und bin dann mit einem Kollegen aus der Allgemeinchirurgie (gottseidank ein sehr netter und erfahrener Kollege) für die komplette chirurgische Ambulanz, die Stationen der Allgemein-, Unfall-, Gefäß- und orthopädischen Chirurgie (da arbeite ich zur Zeit) verantwortlich...

mich gruselts echt ein wenig, vor allem vor der Ambulanz (hab ich zur Zeit tagsüber nix mit zu tun) und der Gefäßchirurgie...

Und bei meinem Glück kommt mindestens ein Polytrauma und eine fiese Nachblutung in der Gefäßchirurgie :-dagegen

tine74
11.09.2008, 20:20
So, alles ging gut, hab unmengen EKs angehängt, Treppenstürze gesehen und wieder heimgeschickt (ich war die Königin der Salbenverbände) und konnte sogar 4 Stunden schlafen (in denen ich stündlich auf das Handy schaute, ob es funktioniert).

Praktisch ist, dass ich fast direkt nebem dem KH wohne und mein Diensthandy bis dorthin reicht - da konnte ich im eigenen Bett liegen und mußte nicht im ekeligen Dienstzimmer nächtigen.

Ich denke, es war ein richtiger Anfängerdienst - so wirds wohl nicht bleiben, aber zum einstimmen war es gut!

apple
11.09.2008, 20:26
Cool, im eigenen Bett schlafen, das würde ich heute Nacht auch bevorzugen :-? Obwohl unser Dienstarztzimmer keineswegs eklig, sondern eher luxuriös mit Bad, PC und großem TV und relativ bequemem Bett ist :-) Wenn nur dieses blöde Handy nicht immer auf dem Nachtschränkchen liegen würde ... ;-)

Edit: Ich vergaß die Mikrowelle, nur Kühlschrank fehlt noch :-D

tine74
11.09.2008, 20:35
ne, bei uns sind die Dienstzimmer im alten Schwesternwohnheim (außer die der Neurochirurgen, diese Dienstzimmer liegen nämlich über meine Wohnung ;) ). Fensterdichtungen undicht - man hört jedes Tatütata. Klo auf dem Flur, Fernseher? Nix... un nen Kühlschrank hats auch nicht..

Ist schon Luxus mit meiner Wohnung so nah :)