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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IMPPeachment - Wir danken ab! *Stex F2020*



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akur
17.03.2020, 12:28
warum so reagieren? ist doch klar, dass sich alle sorgen machen und gerne wissen würden wie der stand ist. mir fällt es nämlich schwer, mich aufs lernen zu konzetrieren in der ungewissheit. aber herzlichen glückwunsch, dass du das so locker nimmst. aber tu dir doch selber einen gefallen und lass das augenrollen und konzentrier dich doch dann tatsächlich aufs lernen.
und die mundpropaganda verteilen nicht wir, sondern die unis, die alle was anderes sagen.

Dogs4Life
17.03.2020, 12:55
kellyclark ist ein richtiger Held...keiner hier proklamiert irgendwelche absurden Dinge, sondern gibt nur die Dinge weiter, die die Uni sagt.

Außerdem wird hier erstmal gar nichts zurückgebaut, sondern sollte demnächst eher noch weiter verschärft werden (im Sinne von kompletter Ausgangssperre), um das weiter einzudämmen. Wenn man sich die Entwicklung anschaut und bemerkt, dass Deutschland ein paar Tage hinter den Nachbarländern mit allen Maßnahmen ist, kann man sich schon ein ganz gutes Bild machen, wie es weiter verläuft.

Und vllt kannst du es locker nehmen und weiter mit den Augen rollen, aber ich glaube, dass es einige Studentengruppen gibt, die durch das Ganze wirklich beim Lernen beeinträchtigt sind und somit gerne eine Rückmeldung vom impp hätten, wie es denn so weiter aussieht.

Cefadroxil
17.03.2020, 12:58
Wir sollten mal die Kirche im Dorf lassen und uns nicht selbst an die Gurgel gehen. Bei uns M2lern liegen die Nerven blank und von einer objektiv "normalen" Vorbereitung kann einen Monat vor dem Examen wohl niemand mehr sprechen.

Eine Rückmeldung des IMPP wäre wirklich nicht verkehrt, wobei ich bezweifle, dass die in irgendeiner Form mit dem Examen auf uns und unsere Situation eingehen werden.

Niko123
17.03.2020, 13:10
Beim LPA Düsseldorf gabs heute zumindest folgendes:
https://www.brd.nrw.de/gesundheit_soziales/pdf/Aktuelle-Ausnahmeregelungen-Corona.pdf

Carina_B
17.03.2020, 13:42
Interessant zu lesen, dass nicht nur meine Uni so ein Chaos verbreitet. Klar wir sind alle momentan in einer Ausnahmesituation und sicher alle durch das Lernen und den Druck doppelt und dreifach "sensibel".

Ich finde es einfach nur unverantwortlich, dass unsere Fachschaft auf Zwang dieses Staatsexamen durchführen will. Ich kann seit Tagen nicht normal weiter lernen - die Bibliotheken sind komplett geschlossen - ich habe keine Möglichkeit an den Präsenzbestand zu gelangen oder noch Bücher auszuleihen (hier kam die Schließung innerhalb von 2 Tagen wahnsinnig plötzlich). Die Chancengleichheit bezogen auf die Jahrgänge davor ist einfach nicht gegeben.

Von der Bundesregierung wird verständlicher Weise auf die Reduzierung des sozialen Lebens aufs Minimum gefordert. Und dann soll ich in 4 Wochen mit >50 Leuten in einem Raum 3 Tage verbringen? Mal davon abgesehen, dass wir nicht nur uns Studenten in Gefahr bringen, sondern auch die Aufsichtspersonen.
Daher absolutes Unverständnis, dass das Examen wahrscheinlich nicht verschoben wird

Ich verstehe auch, dass die Krankenhäuser "neue" PJler brauchen - aber dann kommen diese halt 1 Monat später oder so.

Cefadroxil
17.03.2020, 13:51
Interessant zu lesen, dass nicht nur meine Uni so ein Chaos verbreitet. Klar wir sind alle momentan in einer Ausnahmesituation und sicher alle durch das Lernen und den Druck doppelt und dreifach "sensibel".

Ich finde es einfach nur unverantwortlich, dass unsere Fachschaft auf Zwang dieses Staatsexamen durchführen will. Ich kann seit Tagen nicht normal weiter lernen - die Bibliotheken sind komplett geschlossen - ich habe keine Möglichkeit an den Präsenzbestand zu gelangen oder noch Bücher auszuleihen (hier kam die Schließung innerhalb von 2 Tagen wahnsinnig plötzlich). Die Chancengleichheit bezogen auf die Jahrgänge davor ist einfach nicht gegeben.

Von der Bundesregierung wird verständlicher Weise auf die Reduzierung des sozialen Lebens aufs Minimum gefordert. Und dann soll ich in 4 Wochen mit >50 Leuten in einem Raum 3 Tage verbringen? Mal davon abgesehen, dass wir nicht nur uns Studenten in Gefahr bringen, sondern auch die Aufsichtspersonen.
Daher absolutes Unverständnis, dass das Examen wahrscheinlich nicht verschoben wird

Ich verstehe auch, dass die Krankenhäuser "neue" PJler brauchen - aber dann kommen diese halt 1 Monat später oder so.



Ich bezweifle, dass das Examen 4 Wochen später stattfinden würde. Aber das ist nur meine Meinung.
Die Examina der Juristen in Niedersachen wurden bereits abgesagt und auf unbekannte Zeit verschoben.

FrankWhite
17.03.2020, 14:02
Solidarität in Krisenzeiten? Fehlanzeige, auch unter uns Medizinstudenten. Der BVMD mit seiner weichgespülten Kommunikationspolitik enttäuscht.

Man macht sich stark für eine reguläre Umsetzung des schriftlichen Examens? Viele Kommilitonen haben aus gegebenem Anlass keinerlei Möglichkeiten auf ihre gewohnte Infrastruktur zurückzugreifen, wie bspw. die eigenen Wohnräume, die bedingt durch in Quarantäne- gesetzte Untermieter/Mitbewohner zur Sperr- und Tabuzone geworden sind. Viele können und wollen jedoch nicht in ihre (Groß)- Elternhäuser zurückkehren, um eben kein unnötiges Risiko für die teils älter- semestrigen, teils auch multimorbiden Eltern, darzustellen.

Einige stehen seit vergangener Woche mit dem Rücken zur Wand und leben fortan auf Koffern, um von einer Couch zur nächsten zu surfen. Und nein, AirBnB und Co. bleiben finanziell für viele nicht stemmbar. So kann ich bspw. nicht mehr meinem Nebenjob nachgehen, weil für elektive OPs Studenten nicht mehr zugeteilt werden.

Es wird falsch kommuniziert. Und falsch priorisiert. Eine Verschiebung des schriftlichen STEX M2 um 10-14 Tage wäre eine faire Maßnahme, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Oder kollidiert dies mit geplanten Weltreisen nach Thailand und Co., um vor dem PJ nochmal richtig die Sau rauszulassen oder sich selbst und seine innere Mitte zu finden?

Ich werde das STEX sicherlich bestehen, werde aber in diesen nachdenklich stimmenden Zeiten immer mehr zum Misanthropen.

S.Pearce
17.03.2020, 14:23
für euch nicht sonderlich relevant, aber die M1 Kandidaten haben bis heute nicht einmal eine Aussage. Man befindet sich im Austausch mit den Ministerien. gut, passt aber auf das der Kaffee nicht kalt wird.
Einige haben aktuell Prüfung, spätestens nächste Woche wirds dann aber Ernst. Was soll das?! Wieso sagt man das nicht genauso ab wie jede andere Prüfung. Müssen wir im M1 bereits beweisen dass wir Stressresistent sind bis zum geht nicht mehr, auch ohne Lernressourcen bestehen? Gnade darf man (zumindest an meiner Uni) sowieso nicht erwarten.

Schade dass die Situation so ist und sich Studenten in Nicht-Systemrelevanten Fächern entspannt zurück lehnen dürfen. Seit Freitag wohlgemerkt.

Dr.Wilson
17.03.2020, 17:32
Also Freiburg hat jetzt ne Rundmail an die ganze Universität geschickt, in der es heißt:

Konsequenz dieser Situation ist,

- dass der Lehr- und Prüfungsbetrieb vorerst bis einschließlich 19. April 2020 ausgesetzt wird. Dies betrifft auch alle lehramtsbezogenen Abschlussprüfungen in den Staatsprüfungen sowie alle weiteren Staatsexamina (inkl. Pharmazie und Medizin). Für abgesagte Lehrveranstaltungen wird die Universität ein digitales Angebot zur Verfügung stellen, soweit dies möglich und nötig ist.

Sowas in der Art geisterte heute morgen schon auf der Homepage und in den sozialen Netzwerken rum, wurde aber auf der Homepage einige Zeit später durch "mündlich-praktische Prüfungen" ersetzt, sodass ich jetzt nicht weiß, ob sie das in der Mail jetzt nur wieder vergessen/doof formuliert haben oder ob es wirklich endgültig abgesagt wurde. Mir geht dieses Hin und Her dermaßen auf den Keks. :-keks

davo
17.03.2020, 17:40
Auf der Uniseite steht nichts dergleichen, da steht ganz eindeutig, dass die Situation bei den Staatsexamen noch nicht geklärt ist:

https://www.uni-freiburg.de/universitaet/corona/sofortmassnahmen

Ich würde einfach ganz normal weiterlernen. Ihr verschwendet da IMHO ziemlich viel potenzielle Lernzeit mit Gedankenspielen, die euch nicht weiterbringen.

cisternachyli
17.03.2020, 17:45
Die Uni Freiburg kann sich da aufführen wie sie will. Sie hat schlicht und einfach keine Befugnisse darüber zu entscheiden. Das M2 ist Länder/LPA-Sache.

Zaphir
17.03.2020, 18:26
Die Uni Freiburg kann sich da aufführen wie sie will. Sie hat schlicht und einfach keine Befugnisse darüber zu entscheiden. Das M2 ist Länder/LPA-Sache.

Zumal manche LPAs meinen, das sei IMPP Sache und viceversa

Naja: Morgen soll angeblich ne Videokonferenz der Bundesländer stattfinden, wo das Thema der Sex "höchstwahrscheinlich" besprochen wird.

Leolinaa03
17.03.2020, 20:27
Jetzt mal eine Frage zu der ganzen Diskussion. Vllt stehe ich da auch auf dem Schlauch, aber irgendwie macht das für mich alles keinen Sinn.
Das Stex soll nicht stattfinden wegen ggf erhöhter Infektionsgefahr, also dass wir uns untereinander anstecken könnten und das Virus dann aus dem Prüfungssaal raus weiter verbreiten - richtig?
Aber jetzt ist doch die Rede davon dass wir alle in den KH, Gesundheitsämtern & Arztpraxen aushelfen & unterstützen sollen. (zumindest bei uns an der Uni und auch bspw in diesem Artikel https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-so-will-deutschland-krankenhaeuser-aufruesten-a-9df0f9c6-7a4b-47f4-9037-f33407ea1a67?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpP YDCQgO1dEMph) . Was natürlich auch richtig so ist und ich 100% unterstütze!

Allerdings verstehe ich es nicht, weil das für mich im Rückschluss heißt, dass das Infektionsrisiko beim stex zu hoch ist, aber fürs Aushelfen niedrig genug? Ich meine wenn ich irgendwie im KH/ Praxis aushelfe bin ich doch einem 100x höheren Infektionsrisiko ausgesetzt und bewege mich danach auch im öffentlichen Raum (Bahn, Familie usw) UND gefährde noch dazu weitere Studenten, Mitarbeiter, Patienten im direkten Arbeitsumfeld.
Wie ist da bitte das Stex gefährlicher? Ich meine wenn alle 3 Meter auseinander sitzen, sich die Hände vorher desinfizieren und meinetwegen noch am Eingang Fieber gemessen wird kann ich mir nicht vorstellen, dass das dramatischer ist.

Vllt mach ich da auch nen Denkfehler, aber mir erscheint die ganze Absage Debatte so paradox wenn wir dann eh alle in den absoluten Infektions-Bereichen eingesetzt werden sollen?
Kann mich jmd aufklären?

FuchsiBuchsi
17.03.2020, 20:46
Ich schließe mich deinen Fragen an.

Für das Stex könnte man mehr Hörsäle buchen und die Leute noch weiter auseinander setzen. Die Aufsicht muss nicht zwingend med. Personal leisten und mit entsprechenden Hinweisen bin ich mir sehr sicher, die Studenten können auch mal auf den üblichen Smalltalk vor der Prüfung draußen verzichten und zivilisiert mit Abstand eintreten. An Hörsälen sollte es nicht mangeln durch ausfallende Vorlesungen.

Beim Physikum waren zwischen mir und meiner Nachbarin 4 freie Plätze. Ebenso die Reihe davor frei. Herrlich war das. Endlich Platz für alle Stifte, Getränke und Essen. :-love

Warum man das jetzt nicht ausbauen kann, ich versteh es nicht.

xenopus laevis
17.03.2020, 21:20
Ach das ist simpel! Das eine machst du aus Nächstenliebe und das andere ist reines Privatvergnügen. :-)

Dogs4Life
17.03.2020, 21:50
Jetzt mal eine Frage zu der ganzen Diskussion. Vllt stehe ich da auch auf dem Schlauch, aber irgendwie macht das für mich alles keinen Sinn.
Das Stex soll nicht stattfinden wegen ggf erhöhter Infektionsgefahr, also dass wir uns untereinander anstecken könnten und das Virus dann aus dem Prüfungssaal raus weiter verbreiten - richtig?
Aber jetzt ist doch die Rede davon dass wir alle in den KH, Gesundheitsämtern & Arztpraxen aushelfen & unterstützen sollen. (zumindest bei uns an der Uni und auch bspw in diesem Artikel https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-so-will-deutschland-krankenhaeuser-aufruesten-a-9df0f9c6-7a4b-47f4-9037-f33407ea1a67?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpP YDCQgO1dEMph) . Was natürlich auch richtig so ist und ich 100% unterstütze!

Allerdings verstehe ich es nicht, weil das für mich im Rückschluss heißt, dass das Infektionsrisiko beim stex zu hoch ist, aber fürs Aushelfen niedrig genug? Ich meine wenn ich irgendwie im KH/ Praxis aushelfe bin ich doch einem 100x höheren Infektionsrisiko ausgesetzt und bewege mich danach auch im öffentlichen Raum (Bahn, Familie usw) UND gefährde noch dazu weitere Studenten, Mitarbeiter, Patienten im direkten Arbeitsumfeld.
Wie ist da bitte das Stex gefährlicher? Ich meine wenn alle 3 Meter auseinander sitzen, sich die Hände vorher desinfizieren und meinetwegen noch am Eingang Fieber gemessen wird kann ich mir nicht vorstellen, dass das dramatischer ist.

Vllt mach ich da auch nen Denkfehler, aber mir erscheint die ganze Absage Debatte so paradox wenn wir dann eh alle in den absoluten Infektions-Bereichen eingesetzt werden sollen?
Kann mich jmd aufklären?

Geht um folgende Dinge:

1. Manche Leute erkranken tatsächlich und haben Symptome - auch bei jungen Menschen sind schwere möglich - und können zum Teil nicht lernen. Klar, kann man dann argumentieren, dass das auch bei einer normalen Grippe passieren könnte, aber das Risiko hat sich mit dem Virus leider vervielfacht, was man nicht mehr aus Acht lassen kann.

2. Aufgrund der Ausnahmezustände können einige Studenten diesen Monat kaum/gar nicht lernen. Studierende Eltern, Studenten mit erkrankten Angehörigen, generell aufgrund der Wohnsituation, etc. haben es manche nicht leicht und sind mMn somit benachteiligt.
Und da so ziemlich alle anderen Examina ausfallen, warum von den Medizinstudenten da etwas anderes erwarten (außer das Examen wird angepasst).

3. Selbst bei rigorosen Sicherheitsmaßnahmen bei der Prüfung bezüglich Infektionsvermeidung - die 100% sowieso nicht von allen eingehalten werden - besteht noch immer ein hohes Risiko, sollte jemand infektiös sein, das Virus weiterzugeben aufgrund der hohen Infektiösität. Da helfen auch keine paar Stühle Abstand, wenn zB jemand sich draußen noch die Hand gibt, die gleiche Toilette benutzt, jmd vllt beim Vorbeilaufen anhustet, etc.

4. In der Klinik heißt es nicht unbedingt, dass man mit Infektiösen arbeiten muss oder überhaupt mit Patienten in Kontakt kommen muss. Es gibt Verwaltungsaufgaben, Hotlines, Arbeit im Labor und vieles mehr, das anfällt und ggf. von neu Eingearbeiteten übernommen werden kann, damit fachlich qualifizierteres Personal wichtigeren Aufgaben nachgehen kann.

5. Selbst wenn mit Patienten zusammengearbeitet wird, gibt es in der Klinik deutlich mehr Schutzmaßnahmen, die man einhalten kann, um eine Infektion zu verhindern.

Das wären so die Gründe, die mir so jetzt direkt einfallen würden..gibt bestimmt noch mehr. Ist natürlich mies für euch. Ich denke, dass das LPA/IMPP euch da einfach so schnell wie möglich Auskunft erteilen sollte, damit ihr euch dementsprechend vorbereiten könnt.

Wir brauchen einfach den Komplettshutdown, sonst artet es hier wahrscheinlich nicht ungleich Italien/Spanien aus und da muss das einfach für alles gelten, das nicht höchste Priorität hat. Und da das Examen niemanden fachlich qualifizierter macht, macht es vermutlich für die Ministerien keinen Unterschied, wenn ihr dieses 1-2 Monate später macht und jetzt aushelft, wo wirklich Not am Mann ist.

Aber das ist meine Meinung, kann mich natürlich auch vollkommen irren.

Bonnerin
18.03.2020, 06:00
Bis das LPA ganz offiziell was anderes sagt würde ich vom Stattfinden des Examens klar ausgehen.

Es geht hier nicht um die Sperrung von Spielplätzen ect. Und auch nur bedingt um irgendeine Eindämmung.

Es besteht ein grundlegendes Systeminteresse daran, dass M2 und M3 durchgeführt werden.

Man sieht es ja schon grob an den Vorab-Einteilungen der Pläne, Studierende zu verpflichten:

- hilfspflegerisch (vermutlich Vorklinik)
- pflegerisch (vermutlich Klinik)
- organisatorisch (am ehesten Vorerfahrung in Verwaltung, Risikogruppen ect.)
- hilfsärztlich (hier klar PJ)

Die können das Stex auch mit nur 20 Leuten im Saal schreiben zur Minimerung. Das ist halt Not kennt kein Gebot mal genau andersrum...
Wie gesagt, mir geht es ja mit der Sorge um den Abschluss nicht anders. Aber bis zu einer offiziellen etwaigen Absage muss alles laufen wie geplant.

rtb23
18.03.2020, 07:09
Geht um folgende Dinge:

1. Manche Leute erkranken tatsächlich und haben Symptome - auch bei jungen Menschen sind schwere möglich - und können zum Teil nicht lernen. Klar, kann man dann argumentieren, dass das auch bei einer normalen Grippe passieren könnte, aber das Risiko hat sich mit dem Virus leider vervielfacht, was man nicht mehr aus Acht lassen kann.

2. Aufgrund der Ausnahmezustände können einige Studenten diesen Monat kaum/gar nicht lernen. Studierende Eltern, Studenten mit erkrankten Angehörigen, generell aufgrund der Wohnsituation, etc. haben es manche nicht leicht und sind mMn somit benachteiligt.
Und da so ziemlich alle anderen Examina ausfallen, warum von den Medizinstudenten da etwas anderes erwarten (außer das Examen wird angepasst).

3. Selbst bei rigorosen Sicherheitsmaßnahmen bei der Prüfung bezüglich Infektionsvermeidung - die 100% sowieso nicht von allen eingehalten werden - besteht noch immer ein hohes Risiko, sollte jemand infektiös sein, das Virus weiterzugeben aufgrund der hohen Infektiösität. Da helfen auch keine paar Stühle Abstand, wenn zB jemand sich draußen noch die Hand gibt, die gleiche Toilette benutzt, jmd vllt beim Vorbeilaufen anhustet, etc.

4. In der Klinik heißt es nicht unbedingt, dass man mit Infektiösen arbeiten muss oder überhaupt mit Patienten in Kontakt kommen muss. Es gibt Verwaltungsaufgaben, Hotlines, Arbeit im Labor und vieles mehr, das anfällt und ggf. von neu Eingearbeiteten übernommen werden kann, damit fachlich qualifizierteres Personal wichtigeren Aufgaben nachgehen kann.

5. Selbst wenn mit Patienten zusammengearbeitet wird, gibt es in der Klinik deutlich mehr Schutzmaßnahmen, die man einhalten kann, um eine Infektion zu verhindern.

Das wären so die Gründe, die mir so jetzt direkt einfallen würden..gibt bestimmt noch mehr. Ist natürlich mies für euch. Ich denke, dass das LPA/IMPP euch da einfach so schnell wie möglich Auskunft erteilen sollte, damit ihr euch dementsprechend vorbereiten könnt.

Wir brauchen einfach den Komplettshutdown, sonst artet es hier wahrscheinlich nicht ungleich Italien/Spanien aus und da muss das einfach für alles gelten, das nicht höchste Priorität hat. Und da das Examen niemanden fachlich qualifizierter macht, macht es vermutlich für die Ministerien keinen Unterschied, wenn ihr dieses 1-2 Monate später macht und jetzt aushelft, wo wirklich Not am Mann ist.

Aber das ist meine Meinung, kann mich natürlich auch vollkommen irren.
Ein bisschen aufpassen muss man trotzdem. Eine Kommilitonin arbeitet als OP Schwester und wurde jetzt (über den Termin ihrer mündlichen M1 Prüfung) in häusliche Quarantäne gesteckt, weil sie einen positiven Patienten operiert hat. Im OP trägt man ja eigentlich eh schon sehr viel Schutzkleidung und Co, deswegen möchte ich nur darauf hinweisen, dass das durchaus blöd ausgehen kann

Cefadroxil
18.03.2020, 07:19
Das die Regierung daran Interesse hat, uns angehende Mediziner das Examen schreiben zu lassen ist klar. Nur versorgt man uns mehr oder weniger gut mit Informationen bzgl der anstehenden Examina. Es gibt Kommilitonen, die sich aktuell in Bayern und NRW aufhalten, um sich bei den Eltern in Ruhe vorzubereiten und die sitzen auf gepackten Koffern, um ggf. an ihre Unistädte zurückzufahren, da man mittlerweile über Ausgangssperren nachdenkt.

Die Prüfungsvorbereitungen könnten unglücklicher in meinen Augen nicht sein. An keinem geht die aktuelle Lage spurlos vorbei und von uns erwartet man, dass wir in den Examina performen, als wäre nie was gewesen.

Leolinaa03
18.03.2020, 07:56
Klar ist das jetzt die absolut beschissenste Zeit das Examen zu schreiben. Für alle Beteiligten.
Aber mal im Ernst seid ihr jetzt alle heiß drauf Monate zu warten und nicht zu wissen wann die Lage es erlaubt, dass man schreibt und auch was das PJ und ggf geplante Tertiale in anderen Städten usw angeht?
Ich sehe es ja ein, dass es momentan nicht wirklich zu realisieren ist, dass das STEX stattfindet und bin mir eig auch 95% sicher, dass es im Laufe der Woche gecancelt wird. Ich hoffe nur man setzt sich dafür ein, dass wir dann alle dennoch ins PJ starten können unsere Plätze da behalten und dann eben zum nächstmöglichen Zeitpunkt das Examen nachholen. Klar ist dann die Vorbereitung auch nicht geil, aber für viele ist es eben auch keine gute Option jetzt auf ungewisse Zeit alles nach hinten zu schieben. Da hängen ja auch finanzielle Planungsunsicherheiten dran.. ich kann aktuell weder einem Nebenjob nachgehen aufgrund der Unsicherheiten, noch erhalte ich dann PJ Gehalt.. gerade für Leute deren Familien eben durch Corona zusätzlich noch in finanzielle Notlagen kommen frage ich mich wie das gehen soll.

und auf dem Wege würden wir dort unterstützen wo wir gebraucht werden & sind alle schon durch die Pj Plätze zugeteilt. Das wäre organisatorisch auch am einfachsten. Fallen wir jetzt alle in den Kliniken weg ist das doch auch keine gute Lösung ...