Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Freuden und Leiden der jungen Vorklinik-Studenten
ehem-user-11022019-1151
02.03.2017, 18:13
Im ersten Semester haben wir
- Cell Bio
- MolBio
- Lettisch
- Termi
- 1. Hilfe
- Anatomie
- Philosophie
- Geschichte der Medizin
- Physik
- Chemie
- Wahlfach
2. Semester
- MolBio
- Anatomie
- Histo
- Lettisch
- Latein
- Physik
- Philosophie
- Biochemie
- Geschichte der Medizin
3. Semester
- Anatomie
- Histo
- MiBi
- Genetik
- Physio
- Lettisch
- Psychologie
4. Semester
- Embryo
- Parasitologie und Mibi (getrennte Fächer aber gemeinsame Note am Ende)
- Physio
- Soziologie
- Einführung in die Klinik
Glaub das war alle.
Ach ja, wir haben auch an Weihnachten zwei Wochen frei und Ostern eine Woche und natürlich die normalen Feiertage.
Dass man in Lettland (oder auch Ungarn) mehr lernt / mehr lernen muss, daran zweifle ich nicht. Ich glaub aber gar nicht, dass die vielen freien Monate das Problem sind. Ich denke eher, dass die Klausuren das Problem sind.
Meinst du jetzt mit den Klausuren Deutschland oder Lettland?
Das mit Salzburg finde ich auch gar nicht so schlecht. Aber wenn ich mir vorstelle, dass die unsere Stoffmenge auf 5 Jahre komprimieren, würde ich glaub ich gar nicht mehr schlafen können. ;-)
@ Jana, ich bin so froh, dass wir in Histo nichts in den Colloqs und Examen malen müssen. Das wäre schlimm. Das Auge und das Ohr sind eh immer noch mein persönliches Grauen....
Ich melde mich dann, wenn mein Histoband raus ist ^^ muss ja irgendwie mein Studium finanzieren.
Das Auge und das Ohr sind eh immer noch mein persönliches Grauen....
Whhaaat? Die fand ich am einfachsten zu zeichnen :D
Choranaptyxis
02.03.2017, 18:50
@pixel Retina zu zeichnen in 15 min verdrängt man offensichtlich viel zu schnell :-))
ehem-user-11022019-1151
02.03.2017, 18:58
ich mag das einfach nicht, weder in Histo noch in Anatomie.
Außerdem kann ich das Augenlid nicht malen.
Das ist das Problem :)
Mein persönliches Highlight ist übrigens die Lunge :) (sorry für die schlechte Qualität)
30492
Ich meinte die Klausuren in Deutschland. Die sind das Problem. (Genauer: eines von vielen Problemen.)
Ich musste das Augenlid zum Glück noch nie zeichnen :-p Ich halte es da eher mit Pablo Picasso :-)) :-p
Deine Zeichnung ist ganz wunderbar! :-love
ehem-user-11022019-1151
02.03.2017, 20:00
Ja, das ist der Vorteil bei uns. Das kontinuierliche lernen hat auch seine Vorteile :)
Aber hat jede Uni so seine Stärken und Schwächen. Ich muss immer noch darüber staunen, wie ich es in Physik geschafft habe 9/10 zu bekommen :D
Das Augenlid war echt doof, sei froh, dass du das nicht malen musstest.
danke davo, saß auch fast über ne Stunde dran :) ich meinte auch eher die fotoqualität :D
Choranaptyxis
02.03.2017, 20:34
@Cantabile, das ist shcon schöner als bei mir es je war :D Meine Zeichnungen waren darauf ausgelegt, in 10min fertig zu sein plus Funktionsbeschreibung. Da leidet die Schönheit deutlich! Augenlid war im Examen auch dabei, war echt voll das Blatt. Aber Dinge wie cortex waren auch schlimm. Ach ja, die Histo-Zeiten...
@Cantabile:
Also habt ihr im Vergleich zu D (wahrscheinlich deutlich) mehr Bio, Philosophie, Geschichte, Latein (zusätzlich zu Termi?), Lettisch und Mibi. Gut, das muss natürlich auch irgendwo zeitlich hin passen :-D
Deine Zeichnung ist übrigens klasse! :o sogar in Farbe!
Zum Studium in 5 Jahren bin ich geteilter Meinung. Einerseits ist es natürlich nett früher fertig zu sein, andererseits studiert man (in der Regel) nur einmal im Leben und so viel Freizeit hat man wahrscheinlich nie wieder ;-) (Außerdem kann ich mir 22/23 Jährige Absolventen wirklich schwer als ernstzunehmende Ärzte vorstellen :-wow )
Das mit den fünf Jahren war eh nur ein Bonus für mich persönlich. Bei jedem "normalen" Studenten versteh ich's eh, wenn er NICHT schnell fertig werden will :-)) Manche meiner Kommilitonen werden so langsam nervös, und versuchen schnell noch ein Auslandssemester, ein Urlaubssemester usw. zu planen :-)) :-p Mir gings primär um die Tatsache, dass man (glaube ich zumindest) kontinuierlicher geprüft wird, kontinuierlicher lernen muss. Alle sechs Monate sich zwei bis drei Wochen lang das Hirn zuzudröhnen ist einfach kontraproduktiv, aber fast jeder macht es so, eben weil es funktioniert. In Wien ist es noch viel extremer, dort reicht sogar einmal im Jahr.
Zum ernstnehmen: ich hatte als Patient (wie es halt so ist :-))) jetzt schön öfters Ärzte, die aussahen wie Kinder :-p Aber ich fand die immer völlig adäquat. Ich glaube da tatsächlich, dass die "Reife" automatisch mit der Tätigkeit kommt. Sobald man Verantwortung übernehmen muss, reift man auch schnell. Geht gar nicht anders.
Matzexc1
03.03.2017, 07:04
Ich bin zwiegespalten. Ich genieße die Möglichkeiten die der Studentenstatus bringt, werde aber sehr froh sein wenn es nächstes Jahr ins PJ geht.
Das hängt aber auch damit zusammen das ich am tropf meiner Eltern hänge und endlich das machen will worauf ich 6 jahre lang gewartet habe
Ich habe meinen Lebensstandard fürs Studium sehr stark eingeschränkt. Kombiniert mit der Tatsache, dass ich vor dem Studium den Lebensstandard eines AA am Ende der WB hatte, war das schon eine ziemliche Umstellung. In der Vorklinik fand ich das gar nicht so schlimm, aber so langsam merke ich, dass ich wieder arbeiten und "normal" leben möchte :-)) Das hängt auch damit zusammen, dass ich so langsam merke, dass ich medizinisch immer mehr weiß und kann, und deshalb immer mehr so richtig Bock auf die Arbeit habe. Vor allem während der Famulaturen. Während des Semesters bin ich dann wieder eher im Studentenmodus :-)) :-p
Ich find studieren massiv scheiße (allgemein, unabhängig vom Fach) und wäre lieber gestern als morgen fertig.
Diese Sache mit dem 5 Jahren Studium und den kontinuierlichen Prüfungen würde mich aber noch mehr nerven.
Einen Tod muss man halt sterben ;-)
Ach jaa, das liebe Geld.. Ich bin sehr froh, dass meine Eltern mir aushelfen, aber wenn ich sehe, wie mein Freundeskreis aus meinem ehemaligen Studiengang jetzt langsam anfängt Geld zu verdienen, während ich jeden Euro zweimal umdrehe, obwohl ich den Bachelor fertig habe :-oopss Na ja, man nimmt alles in Kauf :) Ich würde zu gerne nebenbei arbeiten, aber im Moment ist das echt gaar nicht drinnen.
Unser Semester hat schonwieder angefangen, das erste Modul ist Biochemie inkl. Übungen und Praktika. In 4 Wochen ist dann schon wieder Klausur :D Gleichzeitig hab ich "Famulaturlizenz", das sind 4 Termine, die relativ aufwendig vorbereitet werden müssen, aber es ist natürlich schon interessant :) Wir dürfen dann schon nach dem ersten Jahr famulieren, aber ich muss unbedingt bestehen.. Habe einen Platz am Unfallkrankenhaus hier in Graz, ich bin mal gespannt :) Super viel machen werde ich wohl nicht, aber Blut abnehmen, bisschen assistieren, Arbeitsabläufe kennenlernen, Aufnahmen und so wohl.
@Cantabile: Ab wann darf man eigentlich in Riga famulieren?
Das mit dem Geld ist so ne Sache, das ist wahr. Zum Glück kriegen die meisten meiner Freunde (aus dem Abi) langsam auch kalte Füße im Master und schieben noch Auslandssemester, Praktika und co. dazwischen, sodass ich akuell noch nicht die ärmste im Freundeskreis bin :-oopss Zumindest mein Freund ist bald fertig und kann mich dann erstmal ein wenig finanziell entlasten. Davo du bist Zweitstudent aus der Wiwi (sogar promoviert?) oder verwechsle ich da gerade was? Da kann ich das definitiv nachvollziehen, dass du bald mal fertig werden möchtest :-)
Ich finde das "nur auf Klausuren/Testate" lernen auch nicht optimal. Im Biostudium hatten wir in fast jedem Praktikum Ab-/Antestate, Übungsblätter etc.. Jetzt kann man quasi das ganze Semester gar nichts machen solange man dann am Ende Leistung bringt. Wobei ich dann lieber mehrere kleine Klausuren (wir haben z.B. Module von 3-4 Wochen) hätte als noch mehr Testate und dann noch eine große Klausur.
Zum ernstnehmen: ich hatte als Patient (wie es halt so ist :-))) jetzt schön öfters Ärzte, die aussahen wie Kinder :-p Aber ich fand die immer völlig adäquat. Ich glaube da tatsächlich, dass die "Reife" automatisch mit der Tätigkeit kommt. Sobald man Verantwortung übernehmen muss, reift man auch schnell. Geht gar nicht anders.
Damit hast du warscheinlich recht :-) Bisher habe ich auch einfach primär mit "älteren" Ärzten zu tun gehabt. Ich werde zwar erst mit Ende 20 fertig sein, aber ich werde wohl auch dann noch regelmäßig gefragt werden, ob ich gerade mein Schulpraktikum mache :-)) (So passiert in jedem KPP bisher. In den Nachtdiensten kommt auch meistens ein vorsichtiges "sag mal, wie alt bist du eigentlich?". Dafür ist ja die Voraussetzung 18+ ...) Hoffentlich sehe ich dann auch seriös aus :-blush.
Bzgl. Zweitstudium: da hast du dich völlig richtig erinnert :-))
Bzgl. Alter: ich weiß natürlich nicht, welchen Eindruck Patienten auf einen machen, wenn man jünger ist, aber bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass es manchmal (aber eigentlich recht selten) Patienten gibt, denen man richtig ansieht, dass sie "unzufrieden" / "beängstigt" sind, sobald man sagt, dass man Student ist (klingt jetzt etwas übertrieben, aber du weißt schon, was ich meine). Aber sobald sie dann merken, dass man medizinische Dinge gut erklären kann, dass man eine ordentliche Anamnese und Untersuchung machen kann, etc., sehen sie gleich wieder sehr zufrieden aus. Als neuer und/oder junger Arzt / Student hat man halt eine gewisse Bringschuld, und muss manchmal erst einmal zeigen, dass man auch etwas drauf hat. (Nicht nur gegenüber den Patienten, sondern auch gegenüber den (anderen) Ärzten und dem nichtärztlichen Personal.) Aber das ist ja eigentlich völlig menschlich, und sollte man den Patienten nicht übel nehmen. Man kann ja dazusagen, dass man sie dann dem Facharzt/Oberarzt vorstellen wird um die Therapie zu planen, etc. Solange man weiß, was man kann und was nicht, und entsprechend handelt, ist alles gut.
Choranaptyxis
04.03.2017, 08:19
@davo ich oute mich auch mal als jemand, der bei jüngeren Ärtzen erstmal skeptisch ist und genau hinschaut. Aber wie du gesagt hast, solange sich niemand überschätzt und gute Arbeit leistet, ist es mir dann egal, weil ich selbst auch irgendwann hoffentlich an der gleichen Stelle bin. Hatte es allerdings auch erst vor kurzem, dass ein junger Arzt nach ein, zwei Rückfragen so unsicher war, als wäre er noch Student. Da hielt meine Skepsis dann an.
@aminemo ich hoffe, ich bin nicht total falsch informiert, aber in Dtld famulieren können wir auch nach dem 4.Semester, weil wir dann das physikumsäquivalent haben. Für Riga ist das allerdings nicht erforderlich, sonder dann eher für einen evtl Wechsel nach Dtld.
ehem-user-11022019-1151
04.03.2017, 12:32
@Cantabile: Ab wann darf man eigentlich in Riga famulieren?
Wir haben das ganz klassisch in Vorklinik/Klinik.
Famulaturen haben wir hier nicht, sondern man ist ab dem 5. Semester ausschließlich in den Kliniken und macht Unterricht dort in den Kleingruppen (zu den ganzen VL natürlich, die dann nicht am Krankenbett sind ;-))
Famulaturen in Deutschland sind für uns, wie Jana gesagt hat, ab dem 5. Semester nach dem Physikum möglich.
Davo du bist Zweitstudent aus der Wiwi (sogar promoviert?)
Oha, das wusste ich nicht mal. Das war dann bestimmt eine sehr große Umstellung.
Was das Histobild angeht. Es geht nicht nur darum, dass es in Farbe ist, es muss in der richtigen Farbe sein ;-) haha!
Was das "jüngere Ärzte" angeht. War zwar nie eine sehr junge Ärztin, aber dafür eine sehr junge Rettungsassistentin. Und es ist im Schnitt nicht immer einfach. Meistens stand ich einfach drüber und wenn es darauf ankam, haben die meisten Leute gemerkt, wer das Sagen hat. Ist zwar manchmal schwierig, wenn man gefragt wird, ob man denn wirklich Auto fahren kann und so. :D
Ich glaube eh, dass es sehr subjektiv ist, wie jung einer eingeschätzt wird. Dann kann die Ärztin mit 1,55 und 5 Jahren Berufserfahrung auch für eine Studentin eingeschätzt werden, während der bärtige 20-jährige KPPler der Oberarzt ist ;-)
Ich wollte übrigens Bescheid geben, dass ich mich für die nächste Zeit hier mal entferne. Wer mich sucht, findet mich zwischen Salmonellen, Chlamydien, Marfan Syndrom und allen möglichen Arterien schön eingebettet in Histo-pink- und lila :)
Ihr wisst ja, wie ihr mich erreichen könnt, byeee :-winky
Bzgl. Zweitstudium: da hast du dich völlig richtig erinnert :-))
Yeah :-stud
@Rest: Danke für die Motivation ;-) ich bin echt mal gespannt, wie es dann in der Klinik so wird. Ich arbeite im Moment in der Pädiatrie. Da vertrauen die Patienten mir in der Regel, aber die halten mich meistens auch nicht für 16 :-D
Was das Histobild angeht. Es geht nicht nur darum, dass es in Farbe ist, es muss in der richtigen Farbe sein ;-) haha!
Da lob ich mir doch meine Bleistiftzeichnungen :-wow
Ist zwar manchmal schwierig, wenn man gefragt wird, ob man denn wirklich Auto fahren kann und so. :D
Ich glaube eh, dass es sehr subjektiv ist, wie jung einer eingeschätzt wird. Dann kann die Ärztin mit 1,55 und 5 Jahren Berufserfahrung auch für eine Studentin eingeschätzt werden, während der bärtige 20-jährige KPPler der Oberarzt ist ;-)
Story of my life ;-) Zu Karneval erst wurde mein Freund "subtil" vom Securitymensch gefragt, ob ich denn schon 18 wäre. Er darauf "äh, die ist heute 25 geworden". War dem Mann sichtlich peinlich :-)) Aber immernoch besser als umgekehrt. Scheint aber allgemein ein Problem von Frauen unterhalb der 1,65 zu sein. Viele meiner Freundinnen werden regelhaft noch nach dem Ausweis gefragt, sei es in Clubs oder an der Kasse beim Bier (!!) kaufen.
Ich wollte übrigens Bescheid geben, dass ich mich für die nächste Zeit hier mal entferne. Wer mich sucht, findet mich zwischen Salmonellen, Chlamydien, Marfan Syndrom und allen möglichen Arterien schön eingebettet in Histo-pink- und lila :)
Ihr wisst ja, wie ihr mich erreichen könnt, byeee :-winky
Sehr poetisch :-)) Viel Erfolg und komm heil wieder!
@Cantabile: Viel Spaß mit der Histologie!!! :-top Freu mich schon auf deine Zeichnungen ;-)
@Migole: Ich glaube, dass dir die Klinik gefallen wird. Ich fand schon im 1. klinischen Semester so Sachen wie Patho ziemlich cool (obwohl jenes Semester noch sehr starkes Vorklinik-Feeling hatte), und im 2. klinischen Semester hatten wir dann mit Labormedizin und Pharma zwei wirklich wichtige und extrem faszinierende "Brückenfächer" Vorklinik-Klinik, und auch die ersten "wirklichen" klinischen Fächer (z.B. Urologie). Die Famulaturen waren/sind für mich immer ein besonderer Moment der Freude. Der klinische Unterricht variiert sehr stark, manches ist sehr interessant, manches eher nicht so, manches ist extrem gut gemacht, vieles eher so meh. Aber die Famulaturen waren wirklich jedes einzelne Mal genial. Wie Urlaub :-)) Hab deshalb schon zwei zusätzliche gebucht... komm dann also insgesamt auf mindestens sechs Monate :-blush:-))
Hach jetzt schwärm hier nicht so rum :-)) ich muss doch vorher noch durchs Fiiiiiesikum :-oopss
Ich freue mich tatsächlich auch schon auf Patho (wahrscheinlich als einzige in meinem Semester) und mache übernächste Woche auch mein Wahlfach (zwei Tage) da. Ich hoffe ja insgeheim, dass ich eine Obduktion miterleben kann (eine Freundin hatte Glück und an beiden Tagen eine gehabt) :-wow als erste Famulatur geht's dann höchstwahrscheinlich in die Rechtsmedizin höhö. Aber ich freue mich auch schon sehr auf die ersten Kontakte mit lebenden Patienten abseits der Pflege.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich extra Famus mache. Wann bekommt man denn sonst mal die Möglichkeit sich so unkompliziert verschiedene Fächer anzusehen? :-) (Und vielleicht habe ich ja auch Glück und die HA-Famulatur fällt für uns weg und die Wahlfamulatur kommt wieder)
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