Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfung gegen Corona- ja oder nein?
Naja, Genesene haben ja irgendwann mal ne Nachricht über ihr positives Testergebnis mittels QR-Code bekommen ;-). Wenn das nicht zählt, weiß ich es nicht. Zumindest reichte dem Gesundheitsamt dies als Information, um weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Naja, ich muss sagen, dass ich die Gleichstellung von ehemals positiv getesteten kritisch sehe. Meine Schwiegermutter in spe hatte Mitte Dezember eine positive PCR (Screening durch den AG) bei völliger Symptomlosigkeit. "Damals" wurde während der Quarantäne nicht nochmal getestet, also hat sie einfach die 14 Tage abgesessen und fertig. Im Februar hat sie dann aus Interesse mal AKs bestimmen lassen und hatte keine. Darf jetzt aber trotzdem nicht geimpft werden, aber soll gleichzeitig einem vollständig geimpften Menschen gleichgestellt werden? Zumal ich das jetzt schon öfter gelesen habe, dass die Leute mit wenig Symptomen eher wenig bis keine AK entwickeln. Ist man sich da wirklich so sicher mittlerweile, dass auch die 6 Monate immun sind?
@Elite RDH: Du hast die Krankenhäuser und Arztpraxen vergessen und ja, ich meine das durchaus ernst. Nicht auf Corona bezogen sondern allgemein verstehe ich nicht, wie man ohne relevante Impfungen im medizinischen Setting arbeiten kann.
Relaxometrie
03.05.2021, 19:41
Ist man sich da wirklich so sicher mittlerweile, dass auch die 6 Monate immun sind?
Ich verstehe Deine Bedenken und teile sie. Allerdings wird bei der Antikörpertestung ja nur die humorale Immunität getestet. Es wäre interessant, ob diejenigen, die nach einer Covid-19-Erkrankung keine ausreichenden Antikörper (mehr) haben, vielleicht eine sehr gute zelluläre Immunität entwickelt haben, und wie gut man in diesem Fall (wenig Antikörper/ sehr gute T-Zell-Immunität) vor einem symptomatischen Verlauf geschützt ist.
Die IgA-Antikörper, die ja wohl eh schnell verschwinden, sind bei generellem Antikörpermangel wohl auch nicht mehr ausreichend vorhanden.
Relaxometrie
03.05.2021, 19:45
@Elite RDH: Du hast die Krankenhäuser und Arztpraxen vergessen
Ich habe den Beitrag von Elite RDH als puren Zynismus verstanden. Lohnt demnach nicht, drauf einzugehen.
Ich verstehe Deine Bedenken und teile sie. Allerdings wird bei der Antikörpertestung ja nur die humorale Immunität getestet. Es wäre interessant, ob diejenigen, die nach einer Covid-19-Erkrankung keine ausreichenden Antikörper (mehr) haben, vielleicht eine sehr gute zelluläre Immunität entwickelt haben, und wie gut man in diesem Fall (wenig Antikörper/ sehr gute T-Zell-Immunität) vor einem symptomatischen Verlauf geschützt ist.
Die IgA-Antikörper, die ja wohl eh schnell verschwinden, sind bei generellem Antikörpermangel wohl auch nicht mehr ausreichend vorhanden.
Ja, dass es diese Überlegungen gibt weiß ich, aber Überlegungen dazu reichen imo nicht aus. Dazu muss es Studien geben, sonst laufen wir am Ende doch sehenden Auges in die nächste Welle.
bzgl Elite: Dessen war ich mir bewusst ;)
Relaxometrie
03.05.2021, 20:01
Ja, dass es diese Überlegungen gibt weiß ich, aber Überlegungen dazu reichen imo nicht aus. Dazu muss es Studien geben, sonst laufen wir am Ende doch sehenden Auges in die nächste Welle.
Auf jeden Fall reichen "Überlegungen" nicht aus.
Und dass wir jetzt nach gewissen Lockerungen wieder einen Anstieg der Fallzahlen sehen werden, halte ich nicht für ausgeschlossen. Hoffentlich wird es keine relevant hoher Anstieg der Zahlen. Aber vermutlich laufen die Öffnungsschritte jetzt teilweise überstürzt und konzeptlos. Parallel dazu könnte es sein, dass die Immunreaktion der sehr früh geimpften Personen -insbesondere die "vulnerable Gruppe"- schon wieder nachlässt. Ich glaube, die nächsten Monate werden richtig ungemütlich, was die Kakophonie an Forderungen und Meinungen angeht und bin sehr froh, dass ich mich auch ohne Urlaubsreise wohl fühle und das Gezetere in großen Teilen abprallen lassen kann.
bzgl Elite: Dessen war ich mir bewusst ;)
Ok :-)
Hoppla-Daisy
03.05.2021, 20:12
Das Risiko mit dem Testzentrum ist wirklich dramatisch. Es wäre eine Tragik, wenn man als junger Mensch bei einem so wichtigen Job schwer erkrankt. Das ist auch systemrelevant. Wenn alle Mitarbeiter erkrankt wären oder als ungeimpfte Kontaktperson in Quarantäne müssen: wer sollte dann flächendeckend testen? Wie können wir dann auf unsere Zahlen vertrauen? Am Ende öffnen wir unser Land wieder und es gibt viel zu viele unentdeckte, asymptomatisch infizierte. Das ist dann eine Gefahr für alle, die nach einer Ansteckung auch wirklich relevant erkranken. Wer kann so etwa verantworten? Deswegen meiner Meinung die Impfpflicht für alle systemrelevanten Bereiche: Gesundheitsämter, Testzentren, RKI und Ministerien.
Auch wenn mir der Glaube fehlt, dass du das ernst gemeint haben könntest....
Meine Tochter hatte Covid im Januar und laboriert noch immer ordentlich an den Folgen und darf dann jetzt auch mal zum Kardiologen, weil sie bei der kleinsten Anstrengung höchst tachykard wird. Als Leistungssportlerin, by the way. Dazu ausgeprägte Fatigue, ihr Hashimoto hatte einen krassen Schub bekommen. Sie war zuvor sehr gut eingestellt mit ihren Schildkrötenhormonen. Dann plötzlich Gewichtszunahme von 10 kg in noch nicht einmal vier Wochen. Von der Schilddrüse ist quasi seit der letzten Kontrolle vor einem Jahr eigentlich nix mehr da.
Wie auch immer du das also gemeint haben magst. Solange meine Tochter im Testzentrum (ja, systemrelevant!) arbeitet (im Übrigen als einzige Einnahmequelle, da sie ihren gut bezahlten Nebenjob aufgrund von Corona verloren hat) und nicht klar ist, ob sie ausreichend AK hat, bekommt sie den AK-Test und dann ggf. ihre Impfung früher als sechs Monate nach Infektion. Solange also nicht klar ist, ob und wie lange die Immunität anhält, würde ich unter keinen Umständen eine erneute Infektion riskieren.
Feuerblick
03.05.2021, 20:31
@Kandra: Deine Bedenken teile ich absolut!
ehem-user-02-08-2021-1033
03.05.2021, 20:53
*doppelt*
roxolana
03.05.2021, 21:00
@Daisy: Es gibt übrigens anekdotische Berichte, leider bisher ohne Studie, dass Long Covid nach Impfung oft besser wird - wäre vielleicht für deine Tochter interessant. Und in vielen anderen Ländern gibt es diese 6-Monate-Regel gar nicht. Ich würde mich persönlich nicht ungeimpft ins Testzentrum stellen, zumal man ja mittlerweile weiß, dass die Immunität nach Impfung i.d.R. stärker als nach Infektion ist.
Hoppla-Daisy
03.05.2021, 21:05
Deswegen haben wir ja gerade eben den AK-Test bestellt ;-). Dann muss sie sich von der Mami mal Blut abnehmen lassen, wir schicken das ein - und dann sind wir schlauer. Aber - und das ist eigentlich das Wichtigste an der ganzen Sache - man hat zudem auch noch einen Beweis dafür, dass man JETZT die Impfung braucht und nicht erst in zwei Monaten. Wenn sie Kanonenfutter für's Testzentrum brauchen, sollen sie auch sicherstellen, dass das Personal geimpft wird. Und da kam natürlich direkt die Aussage "ätschibätsch, die sechs Monate sind bei Ihnen aber noch nicht rum!". *eyesroll*
Wenn die anekdotischen Berichte sich auch hier bewahrheiten sollten, wäre das sehr schön :-).
ehem-user-02-08-2021-1033
03.05.2021, 21:15
Ich habe den Beitrag von Elite RDH als puren Zynismus verstanden. Lohnt demnach nicht, drauf einzugehen.
Ohne Inzidenz-Werte und deren Auswertung funktioniert das Management der Abwehrmaßnahmen nicht. Das ist ist nicht zynisch, sondern die Realität.
Die Nachverfolgung asymptomatisch infizierter verhindert eine weitere Verbreitung.
Wenn ich die Leute, die messen, die Leute die Handeln und die Leute, die steuern nicht zur verfügung habe, dann funktioniert das gesamte Management nicht. Deswegen sind diese Bereiche der Organisation systemrelevant.
Das ist nicht zynisch, sondern Grundsatz der Führungslehre. Und wenn uns diese Pandemie eines gelehrt hat, dann wie wichtig gute Führung ist und wie wichtig es ist asymptomatische Träger vor dem nächsten Superspreader Event zu identifizieren.
Nenne es gerne zynisch. Dann hast du die Lehren dieser Pandemie aber nicht verstanden.
Relaxometrie
03.05.2021, 22:25
Da ich nicht die einzige war, die Deinen Text nicht zu interpretieren wusste (also, ob er ernst/ zynisch/ oder ins Lächerliche gehend gemeint war), ist er vermutlich tatsächlich missverständlich ausgedrückt.
Anne1970
04.05.2021, 01:54
Ja, dass es diese Überlegungen gibt weiß ich, aber Überlegungen dazu reichen imo nicht aus. Dazu muss es Studien geben, sonst laufen wir am Ende doch sehenden Auges in die nächste Welle.
bzgl Elite: Dessen war ich mir bewusst ;)
Bei uns im Haus nehmen wir zum Thema an einer groß angelegten Studie teil. Da werden zelluläre und humurale AK von Genesenden und Geimpften detektiert und verglichen. Und dies wiederholt zu mehreren Zeitpunkten.
Bei uns im Haus nehmen wir zum Thema an einer groß angelegten Studie teil. Da werden zelluläre und humurale AK von Genesenden und Geimpften detektiert und verglichen. Und dies wiederholt zu mehreren Zeitpunkten.
Finde ich sehr gut! Weißt du, wann hier erste Auswertungen geplant sind?
ehem-user-02-08-2021-1033
04.05.2021, 06:36
Da ich nicht die einzige war, die Deinen Text nicht zu interpretieren wusste (also, ob er ernst/ zynisch/ oder ins Lächerliche gehend gemeint war), ist er vermutlich tatsächlich missverständlich ausgedrückt.
Also das ist das wissenschaftliche 1x1 der Pandemie Bekämpfung. Das als zynisch oder lächerlich zu bezeichnen... harter Tabak... Gegenüber den Geschädigten der Pandemie. Es ist eine ernste Lage... Aber ich gebe zu: Unmissverständliches formulieren will gelernt sein.
Im Kontext von Einzelfällen kann das dann natürlich immer zu Missverständnissen führen (in alle Richtungen).Aber darum gibt es vermutlich auch immer die entsprechenden Kommunikationsexperten (z.B. Pressesprecher in den Ministerien). Vieles erscheint in der heutigen Zeit ja missverständlich, alarmierend oder gar polarisierend. Da ist dann auch professionelle Kommunikation wichtig. Das gelingt mir nicht immer. Dafür: Entschuldigung.
habichnicht
04.05.2021, 06:43
@Elite RDH: Ich habe einige Deiner Beiträge der letzten Tage als ironisch/ sarkastisch/ ... empfunden, möchte das aber nicht diskutieren.
@daisy: Welchen test hast du denn bestellt? Den von doccheck? :-)) da reicht das Blut aus der fingerbeere, da kann man den stauschlauch im Schrank lassen ;-)
ehem-user-02-08-2021-1033
04.05.2021, 06:58
@habichnicht Das musst du nicht diskutieren. Aber wir sind uns hoffentlich einig: diese Pandemie in ihrer Gesamtheit aber auch ihrer Einzelfälle ist nicht lustig. Witze mache ich deswegen sicher nicht. Es ist leider sehr ernst.
ehem-user-02-08-2021-1033
04.05.2021, 07:00
@daisy: Welchen test hast du denn bestellt? Den von doccheck? :-)) da reicht das Blut aus der fingerbeere, da kann man den stauschlauch im Schrank lassen ;-)
Mein Problem an den Fingerpiks Geschichten ist: es kommt zu wenig Blut bei mir... Hab es dann i.v. abgenommen und draufgetropft.
Klappt also nicht bei jedem.
Espressa
04.05.2021, 07:27
Mein Problem an den Fingerpiks Geschichten ist: es kommt zu wenig Blut bei mir... Hab es dann i.v. abgenommen und draufgetropft.
Klappt also nicht bei jedem.
Halte ich für ein Gerücht. Wie kann man denn nicht bluten wenn da beherzt reingepiekst wird?
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