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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfung gegen Corona- ja oder nein?



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mbs
29.12.2020, 20:43
Soweit ich weiß werden die Kosten der Gesundheitsversorgung nicht von der Mehrwertsteuer finanziert.

Abgesehen davon dürften die finanziellen Folgen in der zweiten Welle deutlich weniger schlimm sein, weil nicht mehr so viele Betten frei gehalten werden müssen, sondern regional differenzierter und stärker am tatsächlichen Bedarf orientiert Entscheidungen getroffen werden konnten. Vermutlich ist das Problem eher der Jahresabschluss, davor war es eben nicht so stark in der Bilanz sichtbar.

Günni Gürtelrose
29.12.2020, 23:35
So. erste Impfung hinter mir..

Und, wie gehts?

Bei uns im Krankenhaus soll es im Januar losgehen, wann genau, weiß aber keiner. Wer von uns Interesse hat, kann sich aber schon mal anmelden.

crossie
30.12.2020, 07:36
Bei uns in Sachsen gibt es gerade mal drei mobile Impfteams, die im Einschicht-System die Heime abklappern. Impfzentren sind allesamt noch zu und sollen "im Laufe des Januars" geöffnet werden. Eine Terminvergabe-Infrastruktur gibt es noch nicht. An den ersten zwei Tagen wurden 800 Impfdosen verimpft.
Wie kann man nur so schlecht vorbereitet sein?!

An meiner Klinik wurde dann gestern auch schon angefangen zu erfassen, wer sich denn überhaupt impfen lassen möchte. Nächste Woche soll es dann irgendwie losgehen.

tarumo
30.12.2020, 07:58
Soweit ich weiß werden die Kosten der Gesundheitsversorgung nicht von der Mehrwertsteuer finanziert.


Der vorgeschriebene (im Idealfall 50%) Investitionskostenzuschuss der Kommunen bzw. Länder für Krankenhäuser wird sicherlich nicht ausschließlich aus den Erlösen von Anwohnerparkausweisen finanziert. Und für die Millionenverluste, die ein Drittel der kommunalen und staatlichen (Uni-)Kliniken schreibt, steht auch der Steuerzahler gerade. Uniklinik und überhaupt medizinsche Fakultät ist auch ein gutes Stichwort, wer finanziert die nochmal und mit welchen Geldern?
Das einzige, was sich komplett autark finanziert (von Ausnahmen wie mietfreie Praxisgründung etc. abgesehen) ist der ambulante Sektor. Alles, mit was die KVen so bezuschussen und "locken", sind zu 100% einbehaltende Honorare.

Choranaptyxis
30.12.2020, 08:30
Ich tippe, ich kenne die Antwort, aber was passiert mit "üriggebliebenen" Impfdosen? Es wird ja wohl nicht immer in 5-er Schritten aufgehen. Und wenn z.B. 38 Leute geimpft werden müssen, werden die restlichen 2 Dosen verworfen?

Kandra
30.12.2020, 08:33
Ich tippe, ich kenne die Antwort, aber was passiert mit "üriggebliebenen" Impfdosen? Es wird ja wohl nicht immer in 5-er Schritten aufgehen. Und wenn z.B. 38 Leute geimpft werden müssen, werden die restlichen 2 Dosen verworfen?

Also bei uns in der Gegend werden die übrig gebliebenen Dosen an das impfende Personal oder wer sonst noch gerade da ist verimpft. Weggeworfen wird da nix.

Feuerblick
30.12.2020, 08:35
Letztlich wäre das Problem ja (wenn es denn mal losgeht mit der Terminvergabe) elegant dadurch zu lösen, dass man nur zahlenmäßig passende Termine vergibt. Wenn ich nur fünf Fläschchen á fünf (naja sechs) Dosen vorrätig habe, dann darf ich halt nur 25 Menschen (okay, 30 wenn das Team eingespielt ist und sechs Dosen rausbekommen) einbestellen.

Choranaptyxis
30.12.2020, 08:42
Also bei uns in der Gegend werden die übrig gebliebenen Dosen an das impfende Personal oder wer sonst noch gerade da ist verimpft. Weggeworfen wird da nix.

finde ich ne gute Lösung, selbst wenn es dann "niedrig priorisierte" sind, hauptsache irgendjemand bekommt sie.


Letztlich wäre das Problem ja (wenn es denn mal losgeht mit der Terminvergabe) elegant dadurch zu lösen, dass man nur zahlenmäßig passende Termine vergibt. Wenn ich nur fünf Fläschchen á fünf (naja sechs) Dosen vorrätig habe, dann darf ich halt nur 25 Menschen (okay, 30 wenn das Team eingespielt ist und sechs Dosen rausbekommen) einbestellen.

Bliebe aber das Problem, dass z.B. auf einmal bei einer Person evtl doch ne KI besteht oder ähnliches, und dann doch wieder einer nicht geimpft werden darf und es wieder ungerade wird.

DieCaro
30.12.2020, 09:45
finde ich ne gute Lösung, selbst wenn es dann "niedrig priorisierte" sind, hauptsache irgendjemand bekommt sie.

Das wurde uns (BaWü) strikt untersagt. Es darf niemand außerhalb der RK1 geimpft werden.
Im Nachbarlandkreis hat nämlich der leitende Impfarzt am zweiten Tag mal sein gesamtes Praxisteam zum Impfen einbestellt...
Momentan werden, wenn noch Dosen übrig sind, Rettungsdienstmitarbeiter kurzfristig einbestellt und geimpft.

[QUOTE=Choranaptyxis;2175086]Bliebe aber das Problem, dass z.B. auf einmal bei einer Person evtl doch ne KI besteht oder ähnliches, und dann doch wieder einer nicht geimpft werden darf und es wieder ungerade wird.

Meine Erfahrung: In den Altenheimen fallen 50% der gemeldeten Impfwilligen heraus. Entweder war der Anamnesebogen nicht vollständig, das Alter stimmte nicht ("Ja, der ist erst 78, aber er ist doch schwer krank...") oder die Unterschrift des gesetzlichen Betreuers fehlte.

Choranaptyxis
30.12.2020, 10:39
Das wurde uns (BaWü) strikt untersagt. Es darf niemand außerhalb der RK1 geimpft werden.
Im Nachbarlandkreis hat nämlich der leitende Impfarzt am zweiten Tag mal sein gesamtes Praxisteam zum Impfen einbestellt...
Momentan werden, wenn noch Dosen übrig sind, Rettungsdienstmitarbeiter kurzfristig einbestellt und geimpft.

Rettungsdienst finde ich gut, das andere ist mehr so á la "geht einfach nicht". Das kann man nicht so rechtfertigen (außer mit Vetternwirtschaft), wohingegen wenn man die 79-jährige, die im Februar 80 wird, impft, vermutlich das jeder verstehen könnte. Auf Abruf aber ne handvoll Leute einbestellen können ist natürlich super.


Meine Erfahrung: In den Altenheimen fallen 50% der gemeldeten Impfwilligen heraus. Entweder war der Anamnesebogen nicht vollständig, das Alter stimmte nicht ("Ja, der ist erst 78, aber er ist doch schwer krank...") oder die Unterschrift des gesetzlichen Betreuers fehlte.

Mit ner gewissen Quote hatte ich gerechnet, 50% finde ich schon arg happig. Wegen so etwas Banalem wie Unterschrift Betreuer natürlich noch trauriger, aber hey, warum sollte ausgerechnet bei so etwas das ganze glatt laufen.

Thomas24
30.12.2020, 10:46
So banal ist das nicht. Ohne Unterschrift des Betreuers, hat der Impfling nicht nachweisbar in die Impfung eingewilligt. Und da der Patient unter gesetzlicher Betreuung steht, kannst du nicht einfach behaupten, dass Er/Sie durch sein Erscheinen schon konkludent seinen Impfwillen bekundet hat. Und zack bewegen wir uns schon im Bereich einer Körperverletzung. Wo kein Kläger, da kein Richter - schon klar, aber wenn was sein sollte, wär's blöd.

Choranaptyxis
30.12.2020, 10:53
So banal ist das nicht. Ohne Unterschrift des Betreuers, hat der Impfling nicht nachweisbar in die Impfung eingewilligt. Und da der Patient unter gesetzlicher Betreuung steht, kannst du nicht einfach behaupten, dass Er/Sie durch sein Erscheinen schon konkludent seinen Impfwillen bekundet hat. Und zack bewegen wir uns schon im Bereich einer Körperverletzung. Wo kein Kläger, da kein Richter - schon klar, aber wenn was sein sollte, wär's blöd.

Meinte mit banal nicht, dass es nicht wichtig ist, sondern dass die Erforderlichkeit derselben ja offensichtlich ist. Und dass es an so etwas vermeidbarem (im Gegensatz zum Ausschluss wegen bestimmter VE, die vlt nicht ganz klar waren) scheitert ist doch das miese dabei.

Thomas24
30.12.2020, 10:56
Meinte mit banal nicht, dass es nicht wichtig ist, sondern dass die Erforderlichkeit derselben ja offensichtlich ist. Und dass es an so etwas vermeidbarem (im Gegensatz zum Ausschluss wegen bestimmter VE, die vlt nicht ganz klar waren) scheitert ist doch das miese dabei.

Tja, willkommen im echten Leben, wo die linke Hand nicht weiß, was der rechte Fuß macht. Ist ja oft im klinischen Alltag so, dass banale Dinge unerfreuliche Konsequenzen haben.

davo
30.12.2020, 11:05
Wegen so etwas Banalem wie Unterschrift Betreuer natürlich noch trauriger, aber hey, warum sollte ausgerechnet bei so etwas das ganze glatt laufen.

Dann darfst du echt NIE in einer Psychiatrie arbeiten :-)) Da gibt es andauernd riesige Verzögerungen durch Betreuer. Manchmal einfach weil jeder Schritt zusätzliche Schritte erfordert, manchmal weil sie kaum erreichbar sind, manchmal weil sie selbst bizarre medizinische Vorstellungen haben...

Deshalb ist 50% IMHO subjektiv eine echt gute Quote :-))

Choranaptyxis
30.12.2020, 11:20
Dann darfst du echt NIE in einer Psychiatrie arbeiten :-)) )

Keine Angst, habe ich nicht vor ;-) Mir haben die 2 Explorationen damals im Unterricht gereicht, um zu erkennen, dass ich zwar ganz akzeptabel darin bin, aber das nicht meine Welt ist.

Wobei ich ein Praktikum in einer Beratungsstelle für Betreuungen gemacht habe (allerdings in der Mittelstufe), die waren mMn relativ "schnell" und gut erreichbar, kann aber auch mein subjektiver Eindruck damals gewesen sein :D

Reflex
30.12.2020, 11:45
Ich tippe, ich kenne die Antwort, aber was passiert mit "üriggebliebenen" Impfdosen? Es wird ja wohl nicht immer in 5-er Schritten aufgehen. Und wenn z.B. 38 Leute geimpft werden müssen, werden die restlichen 2 Dosen verworfen?

Bei uns wurde kurzfristig dann Personal der Feuerwehr geimpft.

Jukka666
30.12.2020, 12:24
Und, wie gehts?

Also so wie jetzt hat mir der Arm noch nie nach einer Impfung wehgetan, aber das hat wahrscheinlich nichts mit dem Stoff an sich zu tun, glaube ich jetzt mal. :-)

Ich bin müde das kann ich sagen, echt unfassbar müde. ;-)

roxolana
30.12.2020, 12:31
Ich habe gehört, dass vor allem die 2. Impfung es in sich hat. In den USA wird wohl daher empfohlen, die 2. Impfung so zu legen, dass man die nächsten Tage nichts anstrengendes zu tun hat...

nie
30.12.2020, 17:20
Meinte mit banal nicht, dass es nicht wichtig ist, sondern dass die Erforderlichkeit derselben ja offensichtlich ist. Und dass es an so etwas vermeidbarem (im Gegensatz zum Ausschluss wegen bestimmter VE, die vlt nicht ganz klar waren) scheitert ist doch das miese dabei.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie oft ich in den letzten Tagen in der ZNA Bandansagen von gesetzlichen Betreuern am Telefon hatte, die mir mitteilen, dass das Betreuungsbüro von 21.12. bis 4.1. nicht besetzt ist und man sich ab dem 5.1. nochmal melden soll... machste halt nichts, hat ja keiner eingewilligt. Manches kriegt man dann halt unter dem Aspekt lebensbedrohlicher Notfall geregelt aber Impfen gehört da halt nicht dazu.


Hier scheint es aber auch so eine „Resteverimpfung“ zu geben. Regulär wird hier in der Klinik noch nicht geimpft aber man konnte sich in eine Liste eintragen falls „spontan“ Impfstoff kommt.

tragezwerg
30.12.2020, 17:52
Hier wird auch spontan die "wir wollen geimpft werden"-Liste durchtelefoniert wenn nachmittags was übrig bleibt.