Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfung gegen Corona- ja oder nein?
Wenn du einem 80-Jährigen mit einer Lebenserwartung von 2 Jahren für 2 Jahre komplett verbietest, seine Familie zu sehen, dann tust du ihm damit nicht zwangsläufig einen Gefallen, auch wenn du sein Erkrankungsrisiko senkst.
Da steckt viel zu viel Wahrheit drin...
Tatsache ist: der Mensch ist ein Rudeltier. Er braucht einfach auch andere Menschen. Oder machen wir es anders rum. Ich brauche auch andere Menschen. Ich vermisse meine Freunde, die Gespräche, die Grillabende, die Treffen, das Teilen von Erinnerungen und der Austausch mit Leuten die ähnliche Interessen haben und einen immer wieder inspirieren. Und nein, Videokonferenzen und Telefonate sind nicht das Selbe.
Diese Treffen sind einfach mal das was das Leben irgendwo lebenswert machen, zumindest in meiner Welt. Diejenigen die das nicht brauchen können gern in die Einsiedelei gehen, ich will mich wieder mit meinen Freunden treffen. Von meiner Seite her daher: Impfung so bald wie möglich und dann rotten wir diese A...-Erkrankung aus.
Thomas24
27.12.2020, 21:46
Skepsis ist nie fehl am Platz. Aber Skepsis bedeutet nicht, dass man alles, was der Staat macht, grundsätzlich verdammen muss, egal wie es konkret ausgestaltet wird :-p
Auch der Vergleich mit anderen Industrieländern fällt beim Epidemiemanagement insgesamt ziemlich gut aus.
Wenn die Benchmark US/UK, Westeuropa usw. Ist: ja. Im Vergleich zu Taiwan, Japan usw. Naja, da gibt es keinen Grund mit stolzgeschwellter Brust auf die eigenen Leistungen zu verweisen, auch wenn das Spahn und co sicher anders sehen. Aber back to topic.
Thomas24
27.12.2020, 21:51
https://www.welt.de/wirtschaft/article223302550/Lufthansa-Gehaelter-Umgang-mit-Steuerzahlergeld-ist-schwer-vermittelbar.html#Comments
Hier - auch geil. Für diejenigen, die die 120-150 Euro /Stunde für Impfärzte kritisiert haben.
Man muss auch gönnen können...
Ist es bei Euch in den Kliniken schon los gegangen mit den Impfungen für das gefährdete Personal? Bei uns gibt es noch nicht mal irgendeine Info, es gab auch im Vorfeld nichts dazu.
Bei uns wird seit gestern geimpft.
Feuerblick
28.12.2020, 13:59
Am hiesigen Uniklinikum wird seit heute geimpft.
Bei uns hab ich diesbezüglich bisher noch nichts gehört. Gab zumindest heute kein E-Mail.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html
Täglicher Stand der Impfungen pro Bundesland. Sieht so aus als wären einige vorbereitet gewesen, andere eher nicht so.
Der Gatte hat einen ca dreistündigen Telefonmarathon diesbezüglich heute hinter sich. Quintessenz: Vier verschiedene Stellen (Kreis, KV, Land und letztes habe ich vergessen) schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu, es weiß keiner irgendetwas über Impftermine/-priorisierung und auch zur Nachfrage, was denn aus dem abgebenen Angebot zur Mithilfe in Impfzentren nun so wird, ob und wann und wer sich da mal melden könnte,gobt es keine Antwort. Läuft.
KV Westfalen Lippe ist da irgendwie besser organisiert...
Das wünsche ich Euch sehr ;) Denn das hier ist an Peinlichkeit und Kopfschütteln nicht mehr zu überbieten.
Das wünsche ich Euch sehr ;) Denn das hier ist an Peinlichkeit und Kopfschütteln nicht mehr zu überbieten.
Für die eigene Impfung nützt mir das ja auch nix, da ich in Nordrhein arbeite. Aber die Informationen waren schon sehr spärlich, als ich versucht habe heraus zu bekommen, wie das wäre, wenn ich mich beim Impfen beteiligen würde unter welchen Bedingungen.
Eine befreundete Kollegin versucht mich gerade zu überreden mit ihren zusammen in WL zu Impfen. Da scheint die Abwicklung recht unproblematisch zu verlaufen.
Ich hab 2 Impftermine im hiesigen Impfzentrum ergattert. Gleich am ersten Tag^^. Bin gespannt ob und wie das alles läuft.
Zur Mitarbeit und diesbezügliche Detailinfos weiß bisher niemand was. :-nix
Für die eigene Impfung nützt mir das ja auch nix, da ich in Nordrhein arbeite. Aber die Informationen waren schon sehr spärlich, als ich versucht habe heraus zu bekommen, wie das wäre, wenn ich mich beim Impfen beteiligen würde unter welchen Bedingungen.
Eine befreundete Kollegin versucht mich gerade zu überreden mit ihren zusammen in WL zu Impfen. Da scheint die Abwicklung recht unproblematisch zu verlaufen.
Impfende Ärzte in WL können sich direkt selber impfen. Und als mobiles Team für Altenheime ist man relativ frei in der Organisation.
Die Frage wäre halt, ob die mich als Arzt, der in Nordrhein arbeitet, generell in WL impfen lassen und dafür wäre die eigene Impfung für mich eh Voraussetzung.
Auf dem Personal-Datenblatt für Ärzte gibt es ausdrücklich zum Ankreuzen den Punkt "Mitglied der KVWL ja/nein"
Jukka666
29.12.2020, 15:37
So. erste Impfung hinter mir..
https://www.welt.de/wirtschaft/article223302550/Lufthansa-Gehaelter-Umgang-mit-Steuerzahlergeld-ist-schwer-vermittelbar.html#Comments
Hier - auch geil. Für diejenigen, die die 120-150 Euro /Stunde für Impfärzte kritisiert haben.
Tja, den letzten beißen die Hunde. Krankenhäuser können die Gehälter nicht mehr zahlen
https://www.rnd.de/politik/fehlende-gelder-in-kliniken-bei-krankenhaus-mitarbeitern-drohen-engpasse-bei-den-gehaltszahlungen-7WOFZHNQCBHTJDQLZBI6JZB5E4.html
Und während die Lufthansapiloten bzw. deren Gewerkschaft in guten Zeiten nicht nur erkleckliche Gehälter, sondern auch vertragliche bindene Aufstockungen des Kurzarbeitergelds verhandelt haben (der Lufthansa-Geschäftsführung macht das jetzt sicher keinen Spaß, aber pacta sunt servanda, auch wenn sie nur für Vulkanausbrüche und Co. gedacht waren) dürfen die MB-Schlafschafe jetzt um ihre Gehaltszahlungen fürchten. Kurzarbeitergeld gibt es bei maximaler Auslastung sicherlich keins und was die prompt abgegebene Garantie von Jens Spahn wert ist, wird sich zeigen.
Ein wenig Ursachenforschung ist sicher nicht verkehrt: 1) wenn die Patienten statt COVID eine neue Hüfte bekommen hätten, dann hätten die KH sicher keine Schwierigkeiten, also ein völlig verkorkstes DRG-System per ordre de mufti
und 2) gibt es dann noch ein parasitäres System, daß Milliarden gespart hat, alleine durch die reduzierten Arztkontake im Frühjahr und jetzt, aber schon in guten Zeiten 80% der Einnahmen dem Gesundheitssystem entzogen hat und in der Krise selbstverständlich nicht nur keine Impfungen, sondern auch keinerlei Hygienemehrkosten und Zuschläge (im Gegensatz zur PKV übrigens) übernehmen will. Selbst sparen ist diesem System natürlich fremd und über Kurzarbeit, gefährdete Gehaltszahlungen oder gar Entlassungen innerhalb dieses fast zum 100% im homeoffice "solidarisch und gerechten Systems" wird man nichts- genausowenig wie in den letzten Jahren- hören. Jede Wette.
Wenn es "solidarisch und gerecht" ist, in der größten Pandemie der letzten 100 Jahre die Beschäftigungssituation im Gesundheitswesen an diejenige im Tourismus oder Gastronomie anzukoppeln- nun ja. Alle anderen dürfen gerne noch mal die Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens und die hierzu in den letzten Jahren hier im Forum mannigfaltig abgegebenen Kommentare überdenken.
PS: "Nicht-mehr-Gehälter-zahlen-können" hört man weder aus dem vielgescholtenen NHS noch aus den USA. Oder von unseren südlichen, westlichen oder nördlichen Anrainerstaaten. Soweit zum Thema "hier ist alles besser".
PPS: In Anbetracht der Gesamtsituation dürfte für merkbare Verbesserungen in den nächsten Tarifverhandlungen der Zug abgefahren sein. Gut, daß die aktuellen Tarifverhandlungen nur kurze Laufzeiten vorsahen*ironie off* Der Luftverkehr wird 2023 oder 2024 aber laufen wie zuvor, oder sogar noch besser, wegen Nachholbedarf.
Hey, alles easy. Die Krankenkassen-Zusatzbeiträge verdoppeln sich doch schonmal annähernd flächendeckend. Und die Uhr tickt ja auch, bis der erste Politiker die Verdopplung der Mehrwertsteuer als anternativlos postuliert. Darf nur keiner sein, der danach noch gewählt werden will, aber durchboxen werden's andere dann trotzdem.
Hey, alles easy. Die Krankenkassen-Zusatzbeiträge verdoppeln sich doch schonmal annähernd flächendeckend. Und die Uhr tickt ja auch, bis der erste Politiker die Verdopplung der Mehrwertsteuer als anternativlos postuliert. Darf nur keiner sein, der danach noch gewählt werden will, aber durchboxen werden's andere dann trotzdem.
Na ja, die böse Überraschung kommt nach der Wahl. Daß die politisch bestens vernetzten Krakenkassen niemalsnie Personal entlassen haben und auch nie werden, sondern auch noch 2020 aufgestockt haben- die Tabelle hatte ich ja schon verlinkt.
Währenddessen lachen die etablierten Lufthansa-Piloten, die aktuell mit ihrem staatlich garantierten üppigsten Kurzarbeitereinkommen und mit wenig bis gar keiner (A 380) Arbeit auskommen, die sich kaputtarbeitenden, neuerdings ebenfalls von staatlich garantierten Zahlungen abhängige MB-Schlafschafe mit "ihren weniger-als-IG-Metall-Durchschnitt-Tarifen" aus.
Tja, man hätte in den guten Zeiten was ändern können. Der point of no return ist aber vorbei. So simple...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.