Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfung gegen Corona- ja oder nein?
Auf jeden Fall sobald möglich. Ich sehe das momentan als einzige Möglichkeit diese Schei$$e in den Griff zu bekommen.
Und als Notarzt/Anä/Intensiv bin ich Gruppe I
GelbeKlamotten
24.12.2020, 23:26
Wenn ich voraussichtlich so in einem Jahr dran bin und bis dahin keine wesentlichen Komplikationen und Schäden bekannt geworden sind, werde ich mich wahrscheinlich impfen lassen. Wäre ich jetzt schon dran, würde ich es nicht machen.
cartablanca
25.12.2020, 08:58
Nein werde ich nicht. Weil ich die Strategie der Regierung ablehne. Es gibt eine begrenzte Menge Impfstoff. Gebt diesen Impfstoff erstmal bitte der Zielgruppe Ü60, die zu 93 % die Toten der Corona Pandemie ausmacht.
MissGarfield83
25.12.2020, 09:46
Nein werde ich nicht. Weil ich die Strategie der Regierung ablehne. Es gibt eine begrenzte Menge Impfstoff. Gebt diesen Impfstoff erstmal bitte der Zielgruppe Ü60, die zu 93 % die Toten der Corona Pandemie ausmacht.
Ob du mit nem COVID auch noch so altruistisch veranlagt bist?
Wie ist das denn bei bereits durchlaufener Infektion? Wird vorher geprüft, ob die Immunität noch vorhanden ist? Oder einfach nur nach Gruppen geschichtet drauflos geimpft?
Relaxometrie
25.12.2020, 19:19
Weil ich die Strategie der Regierung ablehne.
Hast Du die drei Kategorien, die es in der Impfreihenfolge gibt, überhaupt gelesen?
WackenDoc
25.12.2020, 20:21
Nach durchgemachter Infektion ist die Impfung aktuell nicht empfohlen. Wie mit dieser Gruppe später, wenn genug Impfstoff vorhanden ist, dass nicht mehr priorisiert wreden muss, umgegangen wird, wird man sehen. Je nach dem wie sich das Ganze entwicckelt, braucht man ja vermutlich für den ein oder anderen Anlass (z.B. Flugreisen) einen Immunitätsnachweis.
Melina93
25.12.2020, 20:32
Aktuell sehe ich für mich keinen Anlass mich impfen zu lassen. Grundsätzlich sehe ich die Impfung noch etwas kritisch, da politisch gewollt viel zu früh auf den Markt geworfen und das Ganze nicht zu 100% objektiv abgelaufen sein kann. Außerdem sehe ich aktuell eine potenzielle Infektion mit Covid 19 als nicht gefährlicher an als die Impfung mit etwaigen Spätfolgen, sodass ich erst einmal abwarten würde.
Spannend wird es auf jeden Fall wie und ob es zu einer Impfpflicht kommt. Wenn dann ja eher zu einer indirekten. Würde sicher auch massive Klagen nach sich ziehen und eine völlig neue Dimension der Impfdebatte starten.
Da sich ja vermutlich irgendwann alle impfen lassen können, die wollen und sich damit schützen können, wäre das vielleicht Argument genug gegen die Impflicht. Schließlich kann dann jeder selbst entscheiden, ob bzw welchem Risiko er sich aussetzt.
Feuerblick
25.12.2020, 20:43
Das ist so nicht richtig. Stichwort Herdenimmunität und Schutz derjenigen, die eben nicht geimpft werden können. Es kann eben nicht jeder frei entscheiden, ob er sich impfen lässt...
Relaxometrie
25.12.2020, 20:56
Wo stehen eigentlich Klinikärzte, die nicht überwiegend auf ITS/ in der Notaufnahme/ mit onkologischen Patienten arbeiten und keine besonders aerosolgefährdeten Tätigkeiten ausüben, in der Reihenfolge der Priorisierung? Die Stiko hatte ja sechs Kategorien vorgeschlagen; die Priorisierung der Bundesregierung sieht aber drei Stufen vor, nämlich höchste, hohe und erhöhte Priorität (klick (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_-_De_Buette.pdf)).
Oder soll man aus der Auflistung schließen, dass alle Klinikärzte in die erste Kategorie gehören?
Melina93
25.12.2020, 21:01
Das ist so nicht richtig. Stichwort Herdenimmunität und Schutz derjenigen, die eben nicht geimpft werden können. Es kann eben nicht jeder frei entscheiden, ob er sich impfen lässt...
Kommt auf den Impfstoff an. Herdenimmunität ist nicht immer notwendig.
Mal abgesehen davon, dass die einem auch nicht so viel hilft wenn wir alle simultan in den nächsten Dekaden potenzielle Spätfolgen haben.
Da kann man mich meinetwegen für ans Kreuz schlagen. Aber so altruistisch bin ich dann auch nicht, dass ich für eine mutmassliche Herdenimmunität erst einmal leichtfertig meine sicher aktuell vorhandene Gesundheit aufs Spiel setze. Da muss schon noch mehr kommen als das als Argument, sorry not sorry -.-
Feuerblick
25.12.2020, 21:24
Dann wünsche ich dir von Herzen, dass du nie an Covid erkrankst und dessen Spätfolgen erlebst. Denn dass es die gibt, DAS ist sicher. Während es bei der Impfung eben nicht sicher ist, dass es so etwas gibt.
Bonnerin
25.12.2020, 21:50
Nach durchgemachter Infektion ist die Impfung aktuell nicht empfohlen. Wie mit dieser Gruppe später, wenn genug Impfstoff vorhanden ist, dass nicht mehr priorisiert wreden muss, umgegangen wird, wird man sehen. Je nach dem wie sich das Ganze entwicckelt, braucht man ja vermutlich für den ein oder anderen Anlass (z.B. Flugreisen) einen Immunitätsnachweis.
Hier wäre dann die Alternative vermutlich alte, positive PCR (man muss es ja eh nachgewiesenermaßen gehabt haben um nicht geimpft zu werden) in Kombi mit frischer, negativer PCR. Denke auch nicht, dass Verreisen mit Impfung ohne eine zusätzliche negative PCR möglich sein wird auf längere Sicht.
@Melina93: Die Wahrscheinlichkeit, von der Impfung Spätschäden zu erlangen ist vermutlich deutlich geringer als drauf zu hoffen, dass man bei eventueller Covid-Infektion einen maximal milden Verlauf hat und danach keinerlei Spätfolgen hat.
@Melina93: Die Wahrscheinlichkeit, von der Impfung Spätschäden zu erlangen ist vermutlich deutlich geringer als drauf zu hoffen, dass man bei eventueller Covid-Infektion einen maximal milden Verlauf hat und danach keinerlei Spätfolgen hat.
Ganz genau. Woher nur diese ganze Impfskepsis ohne gute Daten? Wollen wir nicht alle, dass Covid mal vorbei ist? Oder lieber immer wieder Lockdown-->Öffnen-->Lockdown-->Öffnen->>Lockdown-->Öffnen
Günni Gürtelrose
26.12.2020, 01:19
Ich hab eine Weile hin und her überlegt, da ich die Veröffentlichungen zu den Impfstoffen noch nicht befriedigend fand, habe mich aber jetzt trotzdem entschieden, mich impfen zu lassen, sobald es möglich ist.
Finde es nochmal ganz interessant, wo ich eingeteilt werde, denn ich arbeite gelegentlich in der Notaufnahme und wir haben gelegentlich jemand positiven auf Station, aber halt nicht regelmäßig.
Günni Gürtelrose
26.12.2020, 01:20
Ich hab eine Weile hin und her überlegt, da ich die Veröffentlichungen zu den Impfstoffen noch nicht befriedigend fand, habe mich aber jetzt trotzdem entschieden, mich impfen zu lassen, sobald es möglich ist.
Finde es nochmal ganz interessant, wo ich eingeteilt werde, denn ich arbeite gelegentlich in der Notaufnahme und wir haben gelegentlich jemand positiven auf Station, aber halt nicht regelmäßig.
GelbeKlamotten
26.12.2020, 02:47
Ganz genau. Woher nur diese ganze Impfskepsis ohne gute Daten? Wollen wir nicht alle, dass Covid mal vorbei ist? Oder lieber immer wieder Lockdown-->Öffnen-->Lockdown-->Öffnen->>Lockdown-->Öffnen
Genau aus dem Grund resultiert die Skepsis: Weil es noch keine guten Daten gibt.
Wenn ich Ü60 mit relevanten Vorerkrankungen wäre, würde ich mich sofort impfen lassen. Und spätestens wenn alle Hochrisikogruppen geimpft sind, sind jegliche weiteren Lockdowns sowieso überflüssig.
Bei einer nachgewiesenen Sterblichkeit von < 0,1% unter Nicht-Risikopatienten könnte man dann die Pandemie einfach durchlaufen lassen und hätte wohl ähnliche Konsequenzen wie bei einer Grippewelle.
Wenn man von 30 Mio. Deutschen mit relevanten Risikofaktoren ausgeht, die sich impfen lassen, dann würde bereits bei zusätzlich 20 Mio. Infizierten aus der Nicht-Risikogruppe eine Herdenimmunität einsetzen. Dann hätten wir statistisch etwa 20.000 Tote. Weniger als in der Grippewelle 2017/18. Und damals wäre auch keiner auf die Idee gekommen, sich auf gut Glück mit irgendeinem experimentellen mRNA-Gebräu impfen zu lassen.
Bonnerin
26.12.2020, 06:33
Jo, da ist aber schon das nächste Problem. In der Presse gibt es ja nur 2 Verlaufsarten von Covid: ICU + Tod oder eben milder Verlauf + problemlose Heilung. Dem ist halt aber nun mal nicht so. Teilweise haben sogar Patienten, die eine asymptomatische Infektion haben plötzlich kardiologische Probleme oder beim Röntgen/in der Lufu erkennbare Lungenveränderungen.
Wenn man jung und gesund ist wird man aller Vorraussicht nach nicht an Covid sterben. Aber man sollte sich Gedanken darüber machen, wie man mit eventuellen Langzeitfolgen auch bei mildem Verlauf leben möchte/kann. Es muss ja noch nicht mal persistierende Dyspnoe sein, auch ein langfristiger Geruchs-/Geschmacksverlust bringt Probleme mit sich.
Eben... schon allein ein langfristiger Geschmacksverlust wäre für mich persönlich ein enormer Verlust an Lebensqualität. Kenne auch einen, Ende 20 und zuvor 100% gesund, der jetzt seit zwei Monaten zwar nicht mehr infektiös ist, zwar keine Dyspnoe hatte und hat, aber den ganzen Tag vor sich hinhustet... auch nicht unbedingt erstrebenswert. Die meisten sind wohl asymptomatisch, aber trotzdem muss man die Erkrankung ja nicht haben.
Auch eine Hepatitis-B-Infektion verläuft, wenn ich mich richtig erinnere, meist asymptomatisch, trotzdem ist es nicht sinnvoll, sich nicht impfen zu lassen :-p
ehem-user-02-08-2021-1033
26.12.2020, 08:09
Es muss ja noch nicht mal persistierende Dyspnoe sein, auch ein langfristiger Geruchs-/Geschmacksverlust bringt Probleme mit sich.
Jetzt möchte ich allen Wohlstands-Kids nochmals eine Mitteilung geben: Ihr werdet auch trotz Konsum irgendwann krank und sterben.... Vielleicht nicht an Corona... Aber das ist die letzte Ereigniskarte in dem tollen Spiel, das sich Leben nennt.
Ich kann da aus Erfahrung reden. Bin dem Tod schonmal von der Schippe gesprungen. War ne 50:50 Chance...
Krass und mega bekloppt finde ich immernoch die Verteilung der Impfstoffe. Wir sollten erst alle Alten und Hochrisikopatienten impfen. Dann können wir Kids drankommen.
Alles andere ist einfach nur peinlich und echt unter aller Kanone.
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