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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfung gegen Corona- ja oder nein?



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Christoph_A
15.04.2021, 21:20
Ich hatte dazu mal ein Paper verlinkt... Spike-Protein...

So siehts wohl aus.

Relaxometrie
15.04.2021, 21:28
Oh, ist da jemand betroffen, weil es nicht so läuft wie vorgestellt? Langweilig ist lediglich Dein Rückzugsgefecht in der Verteidigung falscher Entscheidungen der STIKO.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/nebenwirkung-hirnvenenthrombose-bei-mrna-impfstoff-fast-so-haeufig-wie-bei-astrazeneca-10020692
Tolle Quellenangabe.

Dann komme ich jetzt hiermit. Ist zwar genau so schlecht, wie Deine Quellenangabe. Sagt aber das Gegenteil aus. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/preprint-zu-covid-impfungen-und-hirnthrombosen-riskante-rechenspiele-a-87c5384c-aef0-42ef-a82e-b369e4b05c96)
Das war's jetzt, was ich auf Deine Postings antworte. Du bist auf Ignore und dort gut aufgehoben.

Christoph_A
15.04.2021, 21:37
Fragwürdiges Diskussionsverständnis in 3,2,1.....schon komisch, wie dünnhäutig manche Menschen werden können, nur weil ihnen was nicht passt.
Egal, interessant wirds die nächsten Tage und Wochen, was da noch so an der Impffront passiert. Ist halt ein sehr dynamischer Prozess und daher auch hochvolatil. Umso mehr sollten Schnellschüße, wie gegen AZ, vermieden werden und der Nutzen der Impfungen in den Vordergrund rücken.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123013/Risiko-von-Sinusvenenthrombose-nach-COVID-19-viel-hoeher-als-nach-Impfung

habichnicht
16.04.2021, 07:51
Vergangenen Freitag (also etwa zeitgleich mit der Publikation des Artikels der deutsch-österreichischen Autorengruppe zu diesem Thema) hat das NEJM eine Publikation einer norwegischen Autorengruppe über fünf norwegische Fälle mit „vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia (VITT)“ veröffentlicht, bei denen die Autoren einen kausalen Zusammenhng mit dem AZ-Impfstoff vermuten

Die norwegische Zeitschrift „Klassenkampen“ hat (gestern oder schon früher?) in einen Artikel geschrieben, einer der Autoren, ein Hämatologe der Osloer Uni, habe in den letzten fünf Jahren eine Million NOK (pi mal Daumen aktuell etwa 100 000 Euro) von Pfizer erhalten, aber dies in der Publikation nicht angegeben:

https://klassekampen.no/utgave/2021-04-15/opplyste-ikke-om-pfizer-honorar
Der Text ist nur für zahlende Leser zugängig, aber der NRK hat das gestern sehr ausführlich aufgegriffen:

https://www.nrk.no/norge/publiserte-artikkel-om-biverknadane-av-astrazeneca-_-har-tatt-imot-honorar-fra-konkurrentane-1.15456496
(https://www.nrk.no/norge/publiserte-artikkel-om-biverknadane-av-astrazeneca-_-har-tatt-imot-honorar-fra-konkurrentane-1.15456496)
Soweit ich das mit meinen spärlichen Norwegischkenntnissen verstehe, sagt der angegriffene Hämatologe dazu, das sei sicher unglücklich gelaufen und begründet seinen Verzicht auf das Nennen der Gelder von Pfizer damit, er habe keinen Interessenskonflikt gesehen, weil es keine Publikation einer Medikamentenstudie sei, sondern nur case reports.

Die Publikation im NEJM soll nun um die Angabe der Pfizerzuwendungen ergänzt werden.

Publikation vom 9.4.2021 im NEJM: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2104882

NRK vom 9.4.2021 über diesen NJEM-Artikel:

https://www.nrk.no/tromsogfinnmark/norske-forskere-med-gjennombrudd_-_-far-betydning-for-fhis-avgjorelse-om-astrazeneca-1.15450334

anignu
16.04.2021, 14:54
Sowas ist doch einfach nur dumm. Statt dass man einfach hinschreibt "hab Geld von ... erhalten" lässt man sich durch weglassen später vorwerfen man würde was vertuschen. Hätte er es hingeschrieben hätte es niemanden interessiert.

FirebirdUSA
16.04.2021, 17:20
Tolle Quellenangabe.

Dann komme ich jetzt hiermit. Ist zwar genau so schlecht, wie Deine Quellenangabe. Sagt aber das Gegenteil aus. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/preprint-zu-covid-impfungen-und-hirnthrombosen-riskante-rechenspiele-a-87c5384c-aef0-42ef-a82e-b369e4b05c96)
Das war's jetzt, was ich auf Deine Postings antworte. Du bist auf Ignore und dort gut aufgehoben.

Ehrlich gesagt kann ich die Argumente von Spiegel mit dem preprint Artikel nachvollziehen.

Relaxometrie
16.04.2021, 19:13
Ehrlich gesagt kann ich die Argumente von Spiegel mit dem preprint Artikel nachvollziehen.
Ich auch. Mit "schlechter" Quellenangabe meinte ich nur, dass weder Christoph_A, noch ich, wirklich gute wissenschaftliche Quellen zitiert haben.

mbs
17.04.2021, 20:13
Was haltet ihr davon es einfach bei einer Impfung zu belassen wenn man Astra Zeneca bekommen hat und leider familiär bedingt ein erhöhtes Thromboserisiko aufweist? Man hat dann wohl 70% Impfschutz erreicht. Ein anderer Impfstoff als Zweitimpfung wäre natürlich super, wird momentan aber vom AG nicht zur Verfügung gestellt. Man bekommt immer nur die Rückmeldung dass es unklar sei wie es weitergehen soll.

WackenDoc
17.04.2021, 20:29
Ähm der Pathomechanismus einer familiären Thrombophilie und der Immunreaktion auf AZ-Impfstoff (gibt irgendeinen Fachbegriff dafür, den ich vergessen habe) ist doch komplett unterschiedlich.

Relaxometrie
17.04.2021, 20:38
gibt irgendeinen Fachbegriff dafür, den ich vergessen habe
Du meinst "Vakzine-induzierte prothrombotische Immunthrombozytopenie" (VIPIT), oder?

WackenDoc
17.04.2021, 20:42
Ja genau. Donnerstag in einer Fortbildung zum ersten Mal gehört.

Relaxometrie
17.04.2021, 20:42
Was haltet ihr davon es einfach bei einer Impfung zu belassen wenn man Astra Zeneca bekommen hat und leider familiär bedingt ein erhöhtes Thromboserisiko aufweist?
Wie WackenDoc schon schrieb: anderer Mechanismus, AZ-Impfung wäre auch bei Dir möglich.

Da ich aber vermute, dass Du jünger als 60 Jahre bist, lautet die bisherige Empfehlung für Deine Zweitimpfung: Biontech.
Diese Empfehlung der STIKO ist allerdings nicht "unklar", sondern eindeutig formuliert. Wenn Du möchtest, kannst Du allerdings als Zweitimpfung AZ bekommen. Steht auch völlig ungeheimnisvoll in den STIKO-Empfehlungen.

Relaxometrie
17.04.2021, 20:45
Ja genau. Donnerstag in einer Fortbildung zum ersten Mal gehört.
Ich habe auch schon eine etwas andere Buchstabenkombination für dieses Krankheitsbild gelesen; die bekomme ich jetzt aber nicht mehr auf die Reihe. Hat aber das gleiche gemeint.

Günni Gürtelrose
17.04.2021, 20:45
Wenn dein Arbeitgeber es nicht anbietet, dann mach dir doch einen Termin im Impfzentrum. Dort bekommst du dann gemäß STIKO 12 Wochen nach AZ-Impfung einen mRNA-Impfstoff.

Espressa
17.04.2021, 22:21
Und was gibt man nun am besten Schwangeren?
Wenn es ein anderer Mechanismus ist, „stört“ dann die durch die Schwangerschaft erhöhte Thromboseneigung auch nicht?

habichnicht
18.04.2021, 06:25
Ich habe auch schon eine etwas andere Buchstabenkombination für dieses Krankheitsbild gelesen; die bekomme ich jetzt aber nicht mehr auf die Reihe. Hat aber das gleiche gemeint.

Meinst Du VITT?

In diesem Editorial vom 16. April 2021 (DOI: 10.1056/NEJMe2106315) zum Thema "SARS-CoV-2 Vaccine–Induced Immune Thrombotic Thrombocytopenia (https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2106315?query=recirc_curatedRelated_article)" verwendet das NEJM die Abkürzung VITT.

Ich meine, das vorher schon irgendwo gesehen zu haben.

Reflex
18.04.2021, 07:07
Was haltet ihr davon es einfach bei einer Impfung zu belassen wenn man Astra Zeneca bekommen hat und leider familiär bedingt ein erhöhtes Thromboserisiko aufweist? Man hat dann wohl 70% Impfschutz erreicht. Ein anderer Impfstoff als Zweitimpfung wäre natürlich super, wird momentan aber vom AG nicht zur Verfügung gestellt. Man bekommt immer nur die Rückmeldung dass es unklar sei wie es weitergehen soll.

Es ist echt faszinierend, dass Du die selbe Frage bereits vor 10 Tagen gestellt hast und Du augenscheinlich immer noch nicht in der Lage bist die Inhalte dieses Threads zu lesen und zu verstehen, obwohl einige hier fundierte Inhalte zu dem Thema bereits gepostet haben. Generation-Facebook und zu faul sich selbstständig zu informieren?

Reflex
18.04.2021, 07:27
Und was gibt man nun am besten Schwangeren?
Wenn es ein anderer Mechanismus ist, „stört“ dann die durch die Schwangerschaft erhöhte Thromboseneigung auch nicht?

Eine immunologische Antwort fällt bei Schwangeren insgesamt ja eher geringer aus. Ich würde daher bei AZ eher ein geringeres Risiko einer ITP erwarten. Aber Daten wird es dafür nicht geben.

Aufgrund der laufenden Studien und bislang veröffentlichten Daten gehe ich aber davon aus, dass wahrscheinlich für Kinder und Schwangere vermutlich dann irgendwann mRNA Impfstoffe zugelassen werden.

ehem-user-02-08-2021-1033
18.04.2021, 07:49
Meinst Du VITT?

In diesem Editorial vom 16. April 2021 (DOI: 10.1056/NEJMe2106315) zum Thema "SARS-CoV-2 Vaccine–Induced Immune Thrombotic Thrombocytopenia (https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2106315?query=recirc_curatedRelated_article)" verwendet das NEJM die Abkürzung VITT.

Ich meine, das vorher schon irgendwo gesehen zu haben.


In dem Artikel wird davon berichtet, dass die Komplikation relativ selten ist. Es wird aber auch berichtet, dass solche Fälle bei mRNA Impfung auch auftraten. Man schreibt dort auch, dass man sich dennoch nicht so ganz sicher ist, was nun der genaue Pathomechanismus ist, insbesondere ob die Virushülle oder das Spike-Protein schuld sind.
Zusammenfassend: Man hat noch keine Ahnung.

Zu der Frage der angeborenen Thromboseneigung und der Impfung. Statistisch gesehen ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines von zweier statistisch unabhängiger Ereignisse gleich deren Summe. Auf gut deutsch: Wenn man Angst vor einer Thrombose hat, sowie ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose hat, und etwas auch durch einen anderen Pathomechanismus Thrombosen erzeugt, dann wird man in Summe ein höheres Risiko haben. Eine Effektmodifikation ist dann anzunehmen, wenn die Risikofaktoren miteinander interagieren. Die Interaktion kann das Risiko erhöhen aber auch verringern.

Um es zu sagen: es gibt hierzu wissenschaftlich gesehen vermutlich keine valide Aussage.

Die Kirsche auf der Sahnetorte des Unwissens ist es dann, sich Gedanken über den richtigen Impfstoff für Schwangere zu machen.
Ich frage mich, warum wir uns mit Embryotox immer den Kopf zerbrochen haben.

Espressa
18.04.2021, 08:29
Die Kirsche auf der Sahnetorte des Unwissens ist es dann, sich Gedanken über den richtigen Impfstoff für Schwangere zu machen.
Ich frage mich, warum wir uns mit Embryotox immer den Kopf zerbrochen haben.

Nicht gleich so gehässig.
Hier ist einerseits vorgesehen, Schwangere zu impfen.
Andererseits kann sich meine Altersgruppe freiwillig für eine AZ-Impfung anmelden.
Da darf man sich durchaus Gedanken zum Thema machen. In früheren Artikeln wurden Vektorimpfstoffe noch eher für Schwangere anbedacht, weil deren Mechanismus immerhin nicht so neu ist wie der der mRNA-Impfungen.

https://www.tageblatt.lu/headlines/impfempfehlung-prioritaet-fuer-schwangere-in-phase-fuenf/

https://www.wort.lu/de/politik/astrazeneca-auf-freiwilliger-basis-ab-30-6079ac40de135b9236d2e383

Und ja, älter, stand aber zur Diskussion:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/auch-astra-zeneca-impfstoff-kann-bei-schwangeren-verimpft-werden-123660/