Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Breaking News



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 [185] 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298

Evil
20.01.2017, 17:47
Ja und? Das sieht in Berufsverbänden, Qualitätszirkeln, Standesorganisationen und Sportvereinen ganz genauso aus. Und das eigentlich schon immer. Von daher hattest Du früher auch keine Wahlmöglichkeit :-nix

Kackbratze
20.01.2017, 18:16
Ich dachte ich hätte sie. Und wir dachten, wir hätten die Chance etwas zu verändern.
Aber BTT, in ein paar Minuten haben die Amerikaner einen neuen Präsidenten.

eny
21.01.2017, 08:36
Dann stellt sich doch die Frage, warum andere sich durchgesetzt haben, wenn das der Sinn einer Demokratie sein soll. Was haben da für Mechanismen gewirkt? Wer bietet Hand bzw. unterstütz es?
Oder ist das alles gar keine Demokratie? Würde es nicht darum gehen, solange zu diskutierenn bis eine Einigung da ist, statt dass die Mehrheit die Minderheit einfach überstimmt?

Im übrigen steht nirgendwo geschrieben, dass die etablierten Parteien das Gelbe vom Ei sein sollen, sonst hätten Kräfte wie die AfD nicht so einen Zulauf, das dürfte ja wohl klar sein.
Nur, sind die Ausfälle der etablierten im Vergleich zur (Un)kultur, die losgeht, sollten Kräfte wie die AfD und dergleichen die Mehrheit bekommen im besten Fall lächerlich.
Ausserdem habe ich so meine Zweifel, dass ausgerechnet die Exponenten der AfD in der Lage sein sollten, die Herausforderungen der heutigen Zeit tragfähig zu lösen.

Evil
21.01.2017, 17:38
Die genaue Aussage dieses Postings hab ich jetzt nicht verstanden.
Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Was sein das alles? (frei nach Helge Schneider)

eny
22.01.2017, 09:47
Das kannte ich nicht von Helge Schneider, aber er bringt es vereinfacht gesehen auf den Punkt.

Kackbratze
22.01.2017, 10:17
Dann stellt sich doch die Frage, warum andere sich durchgesetzt haben, wenn das der Sinn einer Demokratie sein soll. Was haben da für Mechanismen gewirkt? Wer bietet Hand bzw. unterstütz es?


Die Vorschläge die gemacht wurde, wurden von Leuten gemacht, die nicht genug Support hatten, so dass auf einer weiteren Ebene, ausserhalb der Faktenebene, der Vorschlag von der Konkurrenz diskreditiert wurde.



Oder ist das alles gar keine Demokratie? Würde es nicht darum gehen, solange zu diskutierenn bis eine Einigung da ist, statt dass die Mehrheit die Minderheit einfach überstimmt?

Es kam nie zu einer Abstimmung, der Vorschlag wurde quasi irgnoriert und abgelehnt.
Die Abstimmung später zum gleichen Thema wurde dann durchgeführt, da sie von jemand Anderen, der das Gleiche vorher abgelehnt hatte, angesetzt wurde.


Würde es nicht darum gehen, solange zu diskutierenn bis eine Einigung da ist, statt dass die Mehrheit die Minderheit einfach überstimmt?

Demokratie ist NICHT primär die Suche nach dem Konsens, Demokratie ist die Entscheidung der Mehrheit. Konsens muss erst gesucht werden, wenn eine Entscheidung nicht gefunden werden kann, nicht vorher. Warum versteht das Niemand? Wir leben in diesem System, und die wenigsten Entscheidungen bedürfen, wenn die regierende Mehrheit sich mal auf die Grundsätze des Systems berufen würde, NICHT aus Konsens für Randgruppen, Vollidioten und Querschiesser, sondern aus der Mehrheitsentscheidung.
Wenn entsprechende Randgruppen Entscheidungen in ihrem Sinne wollen, können sie die gleichen Wege gehen, wie jeder Andere in diesem System auch. Das passiert aber nicht, weswegen dieses System langsam aber sicher in sich implodiert.
Diejenigen, die die Mehrheit gestellt haben, fühlen sich nicht repräsentiert, weswegen sie sich abwenden. Die Randgruppen, die sich mal repräsentiert sehen und mal nicht, machen noch mehr Rabatz, weil sie wieder die erste Geige spielen wollen, mit der Begründung, dass sie das ja schonmal durften und die Politiker verbrennen den letzten Respekt den sie mal hatten, indem sie von der Regierungsbank zu den Firmen wechseln, die sie vorher in der Gesetzgebung gefördert haben, aber behaupteten, genau das nicht getan zu haben. Parallel werden "Wahlen" durchgeführt, bei denen der Kandidat und Sieger schon vorher feststehen (Bundespräsident, EU-Ratsvorsitzender), so dass dabei auch gezeigt wird, dass "Abstimmung und Demokratie" absolut nicht mehr stattfinden.
Niemand erwartet einen perfekten Politiker (sowas generiert nur Bigotterie, wie wir sie gerne in der BLÖD nachlesen), aber zumindest Fehlermanagement sollte man beherrschen und daraus Konsequenzen ziehen.


...und um den Bogen zu "meiner Jugend" zu ziehen...wenn es zur Abstimmung gekommen wäre und der Vorschlag abgelehnt worden wäre, wäre das ok gewesen. Mit sowas kannten wir uns aus, mal gewinnt man, mal verliert man, aber nicht zum Spiel zugelassen zu werden und dann zuschauen zu müssen, wie die eigenen Spielzüge anderer Leute Karrieren sinnentleert pushen...Danke. Dann lieber aufrecht stehend weggehen und Wissen, dass man ein Rückgrat hat.

Evil
22.01.2017, 12:07
Diejenigen, die die Mehrheit gestellt haben, fühlen sich nicht repräsentiert, weswegen sie sich abwenden.
Dass sich die Mehrheit wirklich abwendet, dessen bin ich mir nicht so sicher. Diejenigen, die sich abwenden, erscheinen aber durch die sozialen Medien unheimlich laut und präsent, was natürlich sehr beeindruckend wirkt. Und darin sehe ich den Unterschied zu früher, Leute wie Trump haben durch Facebook und Twitter Vorteile, weil sie das zu nutzen verstehen. Ich hoffe, dieser Vorsprung hält nicht mehr allzu lang.

Kackbratze
22.01.2017, 13:07
Dass sich die Mehrheit wirklich abwendet, dessen bin ich mir nicht so sicher.

Die Wahlbeteiligungen der letzten Jahre zeigen in eine andere Richtung. Und die, die wirklich mobilisiert werden, sind diejenigen, die die Randparteien wählen. Sei es aus Protest, sei es aus Überzeugung. Die "Stammwähler" gehen jedenfalls nicht mehr vor die Tür am Wahltag.

eny
23.01.2017, 06:23
Demokratie ist NICHT primär die Suche nach dem Konsens, Demokratie ist die Entscheidung der Mehrheit. Konsens muss erst gesucht werden, wenn eine Entscheidung nicht gefunden werden kann, nicht vorher. Warum versteht das Niemand? Wir leben in diesem System, und die wenigsten Entscheidungen bedürfen, wenn die regierende Mehrheit sich mal auf die Grundsätze des Systems berufen würde, NICHT aus Konsens für Randgruppen, Vollidioten und Querschiesser, sondern aus der Mehrheitsentscheidung.


Das mag die Demokratie sein, wie sei aktuell praktiziert wird, was aber noch lange nicht heissen muss, dass es die eigentliche Demokratie sein soll oder die richtige Form.
Es sind aktuell immer mehr unzufrieden, was die jetzige Situation offensichtlich nicht mehr abfangen kann. Ob es die richtige Lösung sein soll, aus Protest AfD zu wählen, weiss ich nicht, ob es besser ist, nicht zur Wahl zu gehen, auch nicht.
Ob alle unzufriedenen als Rechte/Spinner/Querulanten etc. abgebügelt werden müssen, ist auch eine andere Frage, da wäre mit etwas Willen mit einigen wohl noch ein Konsens zu finden, aber halt nicht nur von oben herab.

Christoph_A
24.01.2017, 18:04
Ohohoh, SPD. Wenn jetzt nicht mal mehr der Schnitzel Sigi Lust auf Kanzler hat, ganz pöse. Jetzt soll das alte Schlachtross aus Würselen den Bock umstoßen, im Grunde ja ein honoriger Mann, aber als Kanzler? Nö, Danke. Andererseits nicht blöd von den Führungsgenossen. Die nä Wahl ist eh nicht zu gewinnen, dann lieber jemand Alten verbrennen lassen, um sich dann erst 2021, wenn Mutti weg is, mit besseren Chancen auf die Kanzlerschaft, zu versuchen.

Feuerblick
24.01.2017, 18:31
Ich glaube gar nicht, dass das der Gedanke ist. Ich denke mal, Gabriel war klar, dass er bei seinen momentanen Beliebtheitswerten keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt. Und bevor er gar kein Amt mehr hat und zur Ausschussware wird, hat er sich lieber das Amt des Außenministers unter den Nagel gerissen. Die Kanzlerkandidatur ist doch nur so ne Alibi-Veranstaltung, wenn man bedenkt, wie die SPD darsteht. So hat er sich geschickt aus der Schusslinie gezogen, muss kein Scheitern als Kanzlerkandidat rechtfertigen und gut isses.

Hoppla-Daisy
24.01.2017, 19:43
Ich wär mir da nicht so sicher, dass Martin Schulz keinen guten Kanzlerkandidaten darstellt. (Bis jetzt noch) ein aufrechter Mann, der es der CDU gewiss nicht leicht machen wird

Sebastian1
24.01.2017, 20:20
Wie Funkel denke ich auch grade am ehesten: Gabriel ist zu schlau, um auf ein verlorenes Pferd zu setzen (also die eigene Kandidatur). Lieber jemand anderen vorlassen, damit einen Konkurrenten aus dem Weg räumen, und selbst schön das ansehnliche Amt des Außenministers machen. Man muss Gabriel nicht mögen, aber doof isser nich.

Kackbratze
24.01.2017, 21:57
Schulz wird die SPD nicht aus dem Umfragetief herausziehen können. Ein EU-Politiker soll die Skepsis gegenüber der EU überwinden? Unwahrscheinlich.

Das Gesicht mag ein Neues sein, die fehlenden Ideen bleiben, oder womit will sich die SPD von den anderen etablierten Parteien absetzen?
Mindestlohn? Schon durch.
EU? Hat kaum noch jemand Interesse dran.
Soziale Marktwirtschaft? Glaubt man irgendwie eher den Linken, dass die sowas wollen würden. Ansonsten kann Angie das auch.
Flüchtlingskrise und Sicherheitspolitik? Wurde schon in der Regierung verbockt, da kann keine neue zündende Idee kommen die glaubhaft wäre

Ich sehe kein Merkmal an dem man sagen kann "das ist die SPD die ich wählen würde"...Agenda2010 wäre da noch was, aber das hat ja den Arbeitnehmern etwas weniger geholfen.

Christoph_A
25.01.2017, 07:53
@ Daisy: Der Mann ist integer, gar keine Frage. Aber mit dem Charme eines Staubsaugervertreters ausgestattet und dazu mit dem Image des klassischen EU Bürokraten a la Juncker versehen. Ne, zum Kanzler wird das sicher nicht reichen, aber zu nem netten Posten in der GroKo reloaded auf jeden Fall. Und die jungen "Hoffnungsträger/-innen" verbrennen sich, wie gesagt, nicht die Pfoten.

Feuerblick
25.01.2017, 17:03
Welche jungen Hoffnungsträger denn bitte?

Ich denke, dass der Mann sicher nicht gewinnen kann, aber er wird seinen Zweck, so einige Protestwähler, die keinen Bock mehr auf Mutti, aber noch ein zu aktives Gewissen für die AfD haben, auf die Seite der SPD zu ziehen.

Christoph_A
25.01.2017, 17:45
@Feuerblick: Deshalb hab ich die ja in "..." gesetzt. Und bitte ordentlich gendern, es heißt Hoffnungsträger/-innen, soviel Zeit muß sein.
Ausgerechnet Mr. EU himself soll Protestwähler an die SPD binden, das ist, sagen wir mal, ne steile These.
Denke eher, er als trockener Alki aus kleinen Verhältnissen mit "Arbeiteraura" soll die klassische SPD Klientel erreichen, was man dem "Salonsozen" Gabriel nicht mehr zutraute.

Feuerblick
25.01.2017, 17:55
Nee, das halte ich nun wieder für eine gewagte These, dass Mr. EU himself (und die EU steht für die meisten Leute doch für überflüssige Beschlüsse) dieses Klientel ranholt.
Und nein, ich gendere nicht ordentlich... ich kann sogar damit leben, dass es keinen BürgerInnen-Steig gibt sondern nur einen Bürgersteig :-))

Matzexc1
25.01.2017, 18:14
@Feuerblick: Deshalb hab ich die ja in "..." gesetzt. Und bitte ordentlich gendern, es heißt Hoffnungsträger/-innen, soviel Zeit muß sein.
Ausgerechnet Mr. EU himself soll Protestwähler an die SPD binden, das ist, sagen wir mal, ne steile These.
Denke eher, er als trockener Alki aus kleinen Verhältnissen mit "Arbeiteraura" soll die klassische SPD Klientel erreichen, was man dem "Salonsozen" Gabriel nicht mehr zutraute.

Es gibt in Stockholm auch das gendergerechte Schneeräumen. Brachte nur was für die OP zahlen der traumatologen

Ich glaube eher das Gabriel keine Lust hat auf verlorenem Posten aufzutreten.

Miss_H
25.01.2017, 19:18
Eilmeldung: Trump ordnet Mauerbau an Grenze zu Mexiko an

:-kotz:-kotz:-kotz