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das mit dem auf jeden fall draufhalten hat sich der arme fahrzeugfuehrer, der die schauspielerin ueber den haufen genagelt hat bestimmt auch vorher gesagt... und siehe da: es hat geklappt.
ehec.
ehemalige Userin 24092013
10.06.2005, 13:02
Fein...am Ende gehts ja darum, drauf zu halten, um am Ende nicht noch mehr Personen zu gefährden oder nen schnellen Tod zu bescheren.
Aber mal angenommen, plötzlich steht ein Mensch auf der Strasse?
( unabhänging von dieser igelrettenden Schauspielerin )
Was tun? Ausweichen und ein Leben retten? Oder draufhalten und andere verdammt doll gefährden bis zum mehrere dabei drauf gehen lassen?
Eine vielleicht dumme Frage, aber trotzdem lohnt es mal drüber nach zu denken.
nightingale
10.06.2005, 13:11
Wie soll man das im Dunkeln auch so schnell unterscheiden? Ich finde die "Draufhalten"-Mentalität gerade deshalb ziemlich gefährlich.
@Kaddel: Natürlich kann es auch umgekehrt sein, dass man gerade beim Ausweichmanöver mehr Personen gefährdet!
Ziemlich schwierige Situation.
Es kommt natürlich auf das Tier an. ....Man sollte sich aber versuchen vorher mental darauf einzustellen.
Also aus direkt eigenem Erfahren kann ich sagen, dass mein Ausweichen jedesmal rein reflektorisch erfolgte. Eh ich begriff, dass dieses ETWAS durch Hakenschlagen vor meinem Scheinwerfer bereits wieder ausser Gefahr war, hatte ich schon einen Schlenker gemacht. Und ich sah schon in die angsterfüllten Augen von Reh, Fuchs und Feldhasen.
So wie Kaddel es schon angedeutet hat, denke ich dass wir hier von einer reflexartigen Reaktion reden. Da ist mit "mental" draufeinstellen nichts zu machen! Man könnte die Situation nur so oft wiederholen, dass man den neuen Reflex, nämlich das DRÜBERFAHREN, als Reaktions-Bewegungsmuster erlernt hat. Nur welches Tier würde sich dafür schon zur Verfügung stellen - zumal es bei Erfolg stirbt :-)) .
Ab einer gewissen Größe des Tiers ist es egal - löst reflektorisch bremsen aus! Schliesslich funktioniert das auf der Autobahn mit herumfliegenden Plastiktüten auch ganz gut!
Feuerblick
10.06.2005, 14:43
*kopfschüttel* Hatte von euch Theoretikern schon mal jemand einen Wildunfall? Vielleicht mit einem Reh? Aus eigener (mehrfacher) Erfahrung kann ich euch sagen, daß
1. man keine Zeit hat, sich irgendwie auf irgendwas einzustellen, weil die Viecher nicht 200m vor dem Auto auf die Straße rennen sondern DIREKT davor
2. die Entscheidung "draufhalten" vom instinktiven Bremsen ausgelöscht wird
3. so ein Vieh ganz ordentlich Schaden am Auto verursacht, ich also auch heute NICHT draufhalten würde, wenn ich Zeit und Gedanken für eine solche Entscheidung hätte.
Außerdem: Ja, es ist irgendwie merkwürdig, daß man ein herannahendes Auto nicht bemerkt, aber wer weiß, wie dieser Fahrer gerast ist? Und wie die Unfallstelle war? Vielleicht unübersichtlich? Dunkel?
Ich finde es toll, wenn jemand ein Tier zu retten versucht, solange derjenige das Nutzen-Risiko-Verhältnis gescheit einschätzt. Wir kennen die Situation dort nicht. Wie auch immer... tragisch ist es auf jeden Fall!
3. so ein Vieh ganz ordentlich Schaden am Auto verursacht, ich also auch heute NICHT draufhalten würde, wenn ich Zeit und Gedanken für eine solche Entscheidung hätte.Es geht ja auch darum, draufzuhalten anstelle von "wildes Ausweichmanöver starten"!
Die wahre Gefahr liegt nämlich darin, daß man dann am nächsten Baum (und davon gibt es nunmal erfahrungsgemäß an Wildwechseln eine Menge!) oder im Gegenverkehr landet und im schlimmsten Fall selber schwer verletzt oder gar tot ist - somit geht es hier weniger um den Schutz von Tieren oder irgendwelchen Werten, sondern schlicht und einfach um Selbstschutz!
So sieht es übrigens auch die Polizei: Link. (http://www.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=109635)
R.
Feuerblick
10.06.2005, 15:00
Jupp, das ist mir wohl bewußt (auch wenn die Fahrschule lange her ist)... allerdings ist auch das Draufhalten nicht wirklich ungefährlich... :-top
ehemalige Userin 24092013
10.06.2005, 15:24
Eben! Ich hätte keine Lust, mich mit nem Keiler an zu legen.
Feuerblick
10.06.2005, 15:33
*grins* Mit meinem Auto vergeht einem die Lust an Konfrontationen mit großgewachsenem Haarwild auch spontan... Ich mag keine Riesenviecher auf meinem Schoß! :-))
netfinder
10.06.2005, 17:06
jedenfalls kann ich mir trotz allem unbekanntem kaum vorstellen, dass der Autofahrer sie auch überfahren haette, wenn die junge Dame mit Vorsicht vorgegangen waere, weil man nachts schnell heranbrausende Autos normalerweise doch wahrnimmt.
Die Sache mit dem Igel ist tragisch
wiethooo? dem gehts doch gut....
ehec
ehemalige Userin 24092013
10.06.2005, 17:21
@ ehec: :-D
zotteltroll
10.06.2005, 18:15
Also du setzt ein Menschenleben mit einem Tierleben gleich?
Es ging dabei um deine Argumentation, dass das einzelne lebende Wesen im großen Kontext eine derartig untergeordnete Rolle spielt, dass eine Rettung sinnlos ist.
Bei allem Respekt, selbst wenn wir verständlicherweise das Leben eines Menschen höher werten als das eines Tieres: Das Sterben eines einzelnen Menschen ist auch unbedeutend, wenn wir das "große Ganze" ins Auge fassen.
Das einzelne Leben aus dem Auge zu verlieren bzw. angesichts umfassender Erfahrungen zu vernachlässigen ist sowohl bei einem einzelnen Tier als auch bei einem einzelnen Menschen nicht vertretbar.
:-meinung
Verzeihung, wenn dich mein "besch****" beleidigt hat. Das lag nicht in meiner Intention.
Mal ehrlich, Leute: jeden Tag sterben mehrere Menschen auf deutschen Straßen, und keine Sau hier im Forum macht deshalb einen Thread auf...
...außerdem passieren auch noch solche (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359915,00.html) Dinge, die ich persönlich für tragischer halte...
...da frage ich mich doch, wo hier die Schwerpunkte gesetzt werden. :-nix
netfinder
11.06.2005, 00:05
ja, aber das is so weit weg und der Igel, der wäre ja in Deutschland ueberfahren worden. Da ist schon ein gewaltiger Unterschied!
netfinder
[QUOTE=zotteltroll] Das einzelne Leben aus dem Auge zu verlieren bzw. angesichts umfassender Erfahrungen zu vernachlässigen ist sowohl bei einem einzelnen Tier als auch bei einem einzelnen Menschen nicht vertretbar [QUOTE]
ok, ok... jedes leben auf dieser welt ist also gleich viel wert, hab ich das richtig verstanden?
[QUOTE=zotteltroll] Das Sterben eines einzelnen Menschen ist auch unbedeutend, wenn wir das "große Ganze" ins Auge fassen. [QUOTE]
...aber wenn wir dann das grosse ganze betrachten, dann nicht mehr? hab ich das richtig verstanden? mal ganz abgesehen davon, dass eine solche betrachtungsweise bei igeln, wuemern, schnecken, muecken, schmeissfliegen, rindern, froeschen (sorry, koenig), schweinen, huehnern, etc., durchaus legitim ist, stellt sie sich bei uns doch etwas anderes dar. wenn ein mensch stirbt, ist das etwas anderes eine achtlos an der wand zerklatschte kakerlake.
jedes tierische, nicht-menschliche leben ist fuer mich weniger wert als das meiner gattung, oder wie auch immer die dafuer korrekte biologische bezeichnung lauten mag :-)
ehec.
Es ging dabei um deine Argumentation, dass das einzelne lebende Wesen im großen Kontext eine derartig untergeordnete Rolle spielt, dass eine Rettung sinnlos ist.
Bei allem Respekt, selbst wenn wir verständlicherweise das Leben eines Menschen höher werten als das eines Tieres: Das Sterben eines einzelnen Menschen ist auch unbedeutend, wenn wir das "große Ganze" ins Auge fassen.
Das einzelne Leben aus dem Auge zu verlieren bzw. angesichts umfassender Erfahrungen zu vernachlässigen ist sowohl bei einem einzelnen Tier als auch bei einem einzelnen Menschen nicht vertretbar.
:-meinung
Verzeihung, wenn dich mein "besch****" beleidigt hat. Das lag nicht in meiner Intention.
Ja, war auch meine Kernaussage.
Wenn es um den Fortbestand der Menschheit geht, dann stimme ich dir zu.
Unsere Gesellschaft hält es aber. Durch den Kapitalismus (der unsere Gesellschaft wiederspiegelt) wird an vielen Enden gespart und somit keine maximale, umfassende Sicherheit für jedweges Leben garantiert.
Ich halte es für einen Tropfen auf den heißen Stein, wenn man einzelne Tier explizit und direkt retten will (z.B. durch solche "aussteig Aktionen").
Keine Sorge, hast mich nicht beleidigt. Denke aber in einer sachlichen Diskussion gehören solche Sachen nicht rein, auch wenn man schon emotional aufgewühlter sein kann. ;-)
...aber wenn wir dann das grosse ganze betrachten, dann nicht mehr? hab ich das richtig verstanden? mal ganz abgesehen davon, dass eine solche betrachtungsweise bei igeln, wuemern, schnecken, muecken, schmeissfliegen, rindern, froeschen (sorry, koenig), schweinen, huehnern, etc., durchaus legitim ist, stellt sie sich bei uns doch etwas anderes dar. wenn ein mensch stirbt, ist das etwas anderes eine achtlos an der wand zerklatschte kakerlake.
jedes tierische, nicht-menschliche leben ist fuer mich weniger wert als das meiner gattung, oder wie auch immer die dafuer korrekte biologische bezeichnung lauten mag
So ähnlich sehe ich das auch. Es ist evolutionär höherwertiges Leben und deshalb wertvoller. Nichtsdestotrotz ist es unschön, wenn ein Leben ausgelöscht wird - egal welcher Gattung.
Eben bei yahoo: "Seife aus Berlusconis abgesaugtem Fett hergestellt"
Na endlich!
Eben bei yahoo: "Seife aus Berlusconis abgesaugtem Fett hergestellt"
Na endlich!
Kam gestern auch schon in einer Zeitung (war glaube ich die Welt).
Es ist "ein Stück", hat aber nix mit dem Thread zu tun. :-nix
Waschen will ich mich damit trotzdem nicht. :-))
Aber mit der "Dummheit" hast du schon recht. Ein Auto zu übersehen ist schon ein starkes Stück!
naja!! daß das nun leichtsinnig war, will ich ja gar nicht bestreiten ABER: es war halt v.a. ein tragischer Unfall. Das Auto wird ja nicht mit 15 kmh um die Ecke geschlichen und langsam auf sie zugerollt sein. Sondern: es war Nacht, das Auto ist auf ner Land-/Bundesstraße auch ein wenig schneller gewesen. vermutlich! Und sie wollte nun mal den Igel retten, da hat sie nicht so drauf geachtet. Einfach ziemlich unglücklich gelaufen!
Ich würde vermutlich auch entweder den Igel retten oder zumindest ganz stark darüber nachdenken.
Hab auch schon mal morgens um fünf auf ner Landstraße für nen Fuchs ne Vollbremsung gemacht, der stand nämlich neben seinem schon tot gefahrenen Partner. Total bescheuert, aber ich hatte schon gebremst, bevor ich drüber nachdenken konnte.
Irgendwie muß man halt doch irgendwie versuchen, vorsichtig zu sein.
Aber wieviel Leute sind auch schon auf Autobahnen überfahren worden, weil sie anderen zur Hilfe eilen wollten --weil sie in dem Moment nur dieses Eine im Kopf hatten.
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