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McDübel
21.04.2013, 16:55
@McDübel: Ohne die Hilfe der Bevölkerung von Boston hätte die Polizei und das FBI niemals die Täter so schnell gefunden. Das ging nur weil die ganze Stadt die Nachrichten verfolgte und die Polizei bis zum Ergreifen des zweiten Täters unterstützte. Die Identifikation der Personen ging nur mit deren Hilfe. Das war ein riesenglück.


??? Verstehe deine Argumentation nicht. Immerhin konnten die Nachrichtensender ja ein Foto der beiden, aufgrund der Videoaufzeichnungen, veröffentlichen. Hätten die das nicht gehabt, hätte die Bevölkerung auch nicht mithelfen können... Oder was meinst du genau?

Gast26092018
21.04.2013, 17:33
Nein, weil du meintest, dass man durch mehr Videoüberwachung hierzulande auch bei kleineren Delikten (Überfälle, Schlägereien etc.) die Täter schnell finden kann. Aber das Ereignis in Boston war ein Terrorakt und man hatte die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt, da war die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen, die diese Täter kennen, die Aufnahmen sehen größer. Bei kleineren, regionalen Delikten ist es eher unwahrscheinlich einen Täter so schnell zu finden. Das war ein Ausnahmezustand, es ging hier um die nationale Sicherheit.

McDübel
21.04.2013, 18:27
Bei kleineren, regionalen Delikten ist es eher unwahrscheinlich einen Täter so schnell zu finden. Das war ein Ausnahmezustand, es ging hier um die nationale Sicherheit.

Nnja. Hab ich irgendwo behauptet, dass man regionale Delikte (bei vermehrter Videoüberwachung) auch innerhalb von 2 Tagen aufklären kann? Nein! Aber ich denke, dass man sicherlich einen schnellerEN (!) Fahndungserfolg aufweisen kann/könnte, wenn man wenigstens ein Foto vom Täter hat, als wenn man komplett im Dunkeln tappt...:-nix

Sebastian1
21.04.2013, 19:58
Auja, und wo wir schon dabei sind, lasst uns doch auch direkt die Vorratsdatenspeicherung auf unbegrenzte Zeit einführen, wir haben schliesslich nichts zu verbergen. Und am besten überwachen wir nicht nur die öffentlichen Plätze, sondern auch alles andere. Zum Wohle der Freiheit. Und lasst uns ganz schnell härtere Strafen einführen, weil das nachweislich etwas bringt. Am besten die Todesstrafe. :-keks....

Diese Reflexe finde ich echt beängstigend, da werden mal eben juppheidi Bürgerrechte bedenkenlos beiseite geschoben, weil es einen Anschlag gegeben hat.... wieviele Anschläge sind denn durch Überwachung zB in UK oder USA verhindert oder aufgeklärt worden? Wieviele andere Verbrechen? Und ist das die Einführung einer staatlichen/polizeilichen/privaten Sicherheitsdienstleistern anvertrauten Überwachung wert?

McDübel
21.04.2013, 21:07
Diese Reflexe finde ich echt beängstigend, da werden mal eben juppheidi Bürgerrechte bedenkenlos beiseite geschoben

Gegenfrage: Hab ich als Bürger kein Recht auf (verbesserte) Sicherheit(smaßnahmen) in meiner Stadt?



wieviele Anschläge sind denn durch Überwachung zB in UK oder USA verhindert oder aufgeklärt worden? Wieviele andere Verbrechen?

Ja, hast du Zahlen? Fänd ich wohl ganz interessant...denn was wir hier tun, ist einfach mal ins Blaue zu schießen, ohne wirklich Zahlen parat zu haben...


Hier mal ein Artikel über die öffentliche Videoüberwachung in Mannheim: http://www.sicherheit.info/SI/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/2103362?Open&SessionID=4547951-213507

Brutus
21.04.2013, 21:20
Auja, und wo wir schon dabei sind, lasst uns doch auch direkt die Vorratsdatenspeicherung auf unbegrenzte Zeit einführen, wir haben schliesslich nichts zu verbergen. Und am besten überwachen wir nicht nur die öffentlichen Plätze, sondern auch alles andere. Zum Wohle der Freiheit.
Jaaaaaa. Am Besten auch alle Wohnräume, vor allem Schlafzimmer und Basezimmer mit Videokameras ausrüsten... :-))

Diese Reflexe finde ich echt beängstigend, da werden mal eben juppheidi Bürgerrechte bedenkenlos beiseite geschoben, weil es einen Anschlag gegeben hat.... wieviele Anschläge sind denn durch Überwachung zB in UK oder USA verhindert oder aufgeklärt worden? Wieviele andere Verbrechen? Und ist das die Einführung einer staatlichen/polizeilichen/privaten Sicherheitsdienstleistern anvertrauten Überwachung wert?
Quatsch! Am Besten streamt man o.g. Kameras öffentlich ins Web. Dann kann jeder aktiv Verbrechen verfolgen... Und außerdem kann man bedenkenlos Youporn et al abschalten... :-))

McDübel
21.04.2013, 21:30
Ach Herrje....na dann diskutiert mal alleine weiter...

Kandra
22.04.2013, 06:15
Gegenfrage: Hab ich als Bürger kein Recht auf (verbesserte) Sicherheit(smaßnahmen) in meiner Stadt?


Würdest du wirklich mehr Kameras einfach einer erhöhten Polizeipräsenz vorziehen? Ich nicht. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass sich eine etwas angespannte Situation in einer UBahn oder SBahn (noch weit entfernt von bedrohlich, aber wenn irgendwo leicht aggressive Betrunkene rumhampeln, fühlt sich Rest halt nicht mehr so ganz wohl) sofort in dem Moment beruhigt hat, in dem eine Sicherheitsstreife oder auch nur ein einzelner Polizist in Uniform, der nach Hause fährt, den Zug betreten hat. Die 15 Kameras an der Decke konnten das vorher nicht bewirken.
Mir wären mehr Polizeistreifen 10mal lieber, als die 50. Kamera an irgendeiner Straßenecke, vor der sowieso niemand sitzt und die halt dann ausgewertet wird, wenn mal wieder was passiert ist.

Gesocks
22.04.2013, 10:03
Dübel, Überwachungskameras sind nicht wirksam, auch nicht auf relative Kleinkriminalität. Weiter oben schon erwähntes (aber nicht ausgeführtes) Beispiel ist London, wo die Kriminalität sich trotz Überwachungsapparat nicht grundsätzlich verringert, sondern verlagert hat, Überwachungskameras gewissermaßen sogar noch Disparitäten fördern.
Dafür in Privatsphäre und informationelles Selbstbewusstsein einzugreifen ist falsch - man muss nicht mal ein ganzes 1984 an die Wand malen.

Bzgl. Effektivität der Datenauswertung muss man "der Fairness halber" sagen, dass es gut funktionierende automatische Software zur Personenerkennung, Gefahren- und Verhaltensanalyse etc gibt. Der Schritt von der flächendeckenden Installation von Überwachungskameras zum flächendeckenden Einsatz solcher Software ist allerdings klein. Womit wir dann bei Datenschutz, Unschuldsvermutung und Verhalten im öffentlichen Raum knapp vorm GAU angelangt wären.

McDübel
22.04.2013, 16:10
Dübel, Überwachungskameras sind nicht wirksam, auch nicht auf relative Kleinkriminalität. Weiter oben schon erwähntes (aber nicht ausgeführtes) Beispiel ist London, wo die Kriminalität sich trotz Überwachungsapparat nicht grundsätzlich verringert, sondern verlagert hat, Überwachungskameras gewissermaßen sogar noch Disparitäten fördern.
Dafür in Privatsphäre und informationelles Selbstbewusstsein einzugreifen ist falsch - man muss nicht mal ein ganzes 1984 an die Wand malen.

Diesen Artikel hab ich auch gelesen ;-)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/videoueberwachung-der-liebe-grosse-bruder-a-192255.html


@Kandra: Mehr Polizeipräsenz fänd ich gut! Wenn da momentan nur nicht dieser Stellenabbau wäre...


Und um das mal klar zu stellen, ich bin sicher kein Befürworter eines totalen Überwachungsstaates! Auch, wenn mir das hier gerne unterstellt wird...so zumindest mein Eindruck...

Was mir aber auch noch aufgefallen ist, offensichtlich scheint die Prävention hier einen deutlich höheren Stellenwert zu haben, als die Aufklärung... Logisch, denn wer wird schon gerne Opfer... Aber auch eine höhere Polizeipräsenz stellt eben auch keine 100%ige präventive Maßnahme dar... Die Aufklärung einer Straftat erachte ich folglich für ebenso wichtig...so stellt sie doch indirekt in gewisser Weise eine Prävention gegen Folgestraftaten dar...

Ein gesunder Mix aus Videoüberwachung und Polizeipräsenz wäre m.M.n. optimal + Einhaltung der Datenschutzbestimmungen, die damit beginnen, dass auf Kameras durch entsprechende Schilder hingewiesen wird...und das diese eben auch nur an gefährlichen Stellen angebracht und nicht ganze Fußgängerzonen damit ausgestattet werden + die Verwendung bei größeren Veranstaltungen...

Gesocks
23.04.2013, 00:21
Diesen Artikel hab ich auch gelesen ;-)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/videoueberwachung-der-liebe-grosse-bruder-a-192255.html [...]
Und ...? - geht doch exakt in die gleiche Richtung, oder nicht?

[...] Was mir aber auch noch aufgefallen ist, offensichtlich scheint die Prävention hier einen deutlich höheren Stellenwert zu haben, als die Aufklärung... Logisch, denn wer wird schon gerne Opfer... Aber auch eine höhere Polizeipräsenz stellt eben auch keine 100%ige präventive Maßnahme dar... Die Aufklärung einer Straftat erachte ich folglich für ebenso wichtig...so stellt sie doch indirekt in gewisser Weise eine Prävention gegen Folgestraftaten dar... [...]Von ständiger Polizeipräsenz halte ich genauso wenig, der Effekt ist der gleiche einer Überwachungskamera, die Probleme sind auch die gleichen. Angemessene Polizeiverfügbarkeit wäre ganz schön. Ich habe selbst nie in Problemvierteln gehaust, mir aber von Bekannten, Ex-Frankfurtern erzählen lassen, dass die bei häuslicher Gewalt ("N'Abend, in der Nachbarwohnung wird grad die Frau aufs übelste verdroschen.") überhaupt nicht mehr ausrücken.
@Aufklärung vs. Prävention: Argumentationskarussel - die Kriminalität wird weder aufgeklärt noch verhindert; sie verlagert sich.

McDübel
23.04.2013, 14:08
Von ständiger Polizeipräsenz halte ich genauso wenig, der Effekt ist der gleiche einer Überwachungskamera, die Probleme sind auch die gleichen.

Woher nimmst du eigentlich diese Überzeugung/Erkenntnis?



Angemessene Polizeiverfügbarkeit wäre ganz schön. Ich habe selbst nie in Problemvierteln gehaust, mir aber von Bekannten, Ex-Frankfurtern erzählen lassen, dass die bei häuslicher Gewalt ("N'Abend, in der Nachbarwohnung wird grad die Frau aufs übelste verdroschen.") überhaupt nicht mehr ausrücken.

Kann ich gar nicht so recht glauben...das wäre ja massiv unterlassene Hilfeleistung...:-nix



@Aufklärung vs. Prävention: Argumentationskarussel - die Kriminalität wird weder aufgeklärt noch verhindert; sie verlagert sich.

Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es keine Verbrechensaufklärung, aufgrund der Auswertung von Videomaterial gibt...?

Und zum "Verlagerungsproblem": Dazu kommt es mit Sicherheit. Davon bin ich auch überzeugt. Aber generell? Zumindest liest es sich laut Link, den ich ein paar Seiten zuvor gepostet hatte, anders... Wie hoch der Wahrheitsgehalt hier nun wirklich ist...keine Ahnung! :-nix

[/QUOTE]70 Prozent weniger Fallzahlen

Die Videoüberwachung hat in den Jahren seit ihrer Einführung nach Einschätzung der Verantwortlichen zu einer erheblichen Reduzierung der Straftaten in den überwachten Gebieten beigetragen. So hat es an einem Kamerastandort eine Senkung der Fallzahlen um über 70 Prozent gegeben.

Bemerkenswert ist, dass es keine Verdrängungseffekte in nicht kameraüberwachte Gegenden gegeben hat: Die Fallzahlen für das Stadtgebiet Mannheim sind insgesamt gefallen. Dass die Ergebnisse so positiv ausfallen, liegt auch vor allem an den sehr niedrigen Interventionszeiten der Polizei, die bei etwa 2,5 Minuten nach der Alarmierung liegen. Die Videoüberwachung lässt außerdem einen effektiveren Einsatz der Kräfte zu, wobei die Kameras die Polizei auf der Straße nicht ersetzen können oder sollen, sondern die Einsatzkräfte lediglich unterstützen.

Dass das Mannheimer Modell erfolgreich ist, zeigt sich daran, dass mittlerweile von den ursprünglichen acht Kameras nur noch zwei im Einsatz sind. Die anderen sind deaktiviert, können im Bedarfsfall aber jederzeit wieder zugeschaltet werden.[/QUOTE]


Und jetzt mal ganz allgemein gefragt...glaubt ihr, dass ein Staat gänzlich ohne Kameras auskommen kann?


Und wie schaut es aus mit der Nutzung von sozialen Netzwerken? Facebook...is ja der Renner... Heute schon das Profil-Foto geändert? Oder die neusten Urlaubsfotos hochgeladen? Soll ja schließlich jeder wissen, dass man vor kurzem in Absurdistan gewesen ist...

Wir selbst machen uns doch alle "freiwillig" zu den größten Datenlieferanten unter der Sonne! :-nix Damit will ich jetzt natürlich nicht sagen, dass man deswegen nun ruhig Kameras ohne Ende anbringen darf, frei nach dem Motto: Nu is auch egal. Nein! Ganz sicher nicht! Aber dieser "Aufschrei" hier nach Datenschutz ist irgendwie auch ein Stück weit komisch...

Und warum regt sich eigentlich niemand über die Kameras in den Parkhäusern auf? Bankautomaten?


Überrascht war ich übrigens auch, als ich das hier gelesen habe: https://netzpolitik.org/2012/ebook-lesen-oder-gelesen-werden/

Das wusste ich z.B. auch nicht. Gut, ich hab selbst auch kein Kindle. Aber schon krass...

[/QUOTE]Dass Amazon mit seinem eBook-Reader Kindle seine Kunden überwacht ist kein Geheimnis. Um Kindle nutzen zu können müssen die Kunden darin einwilligen, dass Amazon Daten über das Leseverhalten erhebt. Gespeichert und ausgewertet werden die Lesezeichen, die Markierungen, Anmerkungen und Notizen, sowie die letzte Seite die gelesen wurde. Auf dem Kindle kann man sich anzeigen lassen, welche Stellen andere Nutzer hervorgehoben haben – auf der Amazon Webseite kann man sich die am häufigsten markierten Stellen ansehen. Was sie sonst noch alles mit den Daten anstellen verrät Amazon nicht.[/QUOTE]


Ein sehr, sehr weites Feld...dieser Datenschutz(missbrauch)...:-nix

Gesocks
23.04.2013, 17:46
Woher nimmst du eigentlich diese Überzeugung/Erkenntnis? [...]
Überzeugung: Es macht in dem Zusammenhang keinen grundsätzlichen Unterschied, ob die Beobachtung durch einen Polizisten oder eine Überwachungskamera stattfindet.

[...] Kann ich gar nicht so recht glauben...das wäre ja massiv unterlassene Hilfeleistung...:-nix [...]Vielleicht läuft das bei Notrufen, die ja schätzungsweise aufgezeichnet werden, anders - weiß ich nicht. "Meiner Quelle" vertraue ich da, argumentativ drauf stützen will ich mich aber auch nicht, der Vorschlag (mehr Polizeiverfügbarkeit) ist unabhängig vom Überwachungsproblem.

[...] Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es keine Verbrechensaufklärung, aufgrund der Auswertung von Videomaterial gibt...? [...]Dafür gibt's nach derzeitiger britischer Praxis zwar Anhaltspunkte (1,000 CCTV cameras to solve just one crime, Met Police admits (Telegraph) (http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/crime/6082530/1000-CCTV-cameras-to-solve-just-one-crime-Met-Police-admits.html), Tens of thousands of CCTV cameras, yet 80% of crime unsolved (Standard) (http://www.standard.co.uk/news/tens-of-thousands-of-cctv-cameras-yet-80-of-crime-unsolved-6684359.html), in Deutschland rangiert man ohne flächendeckende Überwachung bei über 50 % (Polizeiliche Kriminalstatistik 2011, BKA (http://www.bka.de/nn_205960/sid_DDFC2054B82F4B0CD283C6E0E0E50DBC/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/pks__node.html?__nnn=true)), will ich aber tatsächlich nicht.

Entscheidend ist mir die Tatsache, dass postulierte Verbrechensaufklärung keinen Eingriff in die Privatsphäre legitimiert ("Entschuldigen Sie die Missachtung Ihrer informationellen Selbstbestimmung im öffentlichen Raum - wir planen, hier zukünftig Verbrechen aufzuklären.").

[...] Und zum "Verlagerungsproblem": Dazu kommt es mit Sicherheit. Davon bin ich auch überzeugt. Aber generell? Zumindest liest es sich laut Link, den ich ein paar Seiten zuvor gepostet hatte, anders... Wie hoch der Wahrheitsgehalt hier nun wirklich ist...keine Ahnung! :-nix [...]Wie gesagt: In GB funktioniert's offenbar nicht (Videoüberwachung reduziert Kriminalität nicht (heise.de), [url=https://www.cctvusergroup.com/downloads/file/Martin%20gill.pdf]Assessing the impact of CCTV (Home Office Research, Development and Statistics Directorate) (http://www.heise.de/tp/artikel/19/19543/1.html)]).

[...] Und jetzt mal ganz allgemein gefragt...glaubt ihr, dass ein Staat gänzlich ohne Kameras auskommen kann? [...]Ohne stationäre polizeiliche Kameras - Ja, glaube ich.

[...] Wir selbst machen uns doch alle "freiwillig" zu den größten Datenlieferanten unter der Sonne! :-nix Damit will ich jetzt natürlich nicht sagen, dass man deswegen nun ruhig Kameras ohne Ende anbringen darf, frei nach dem Motto: Nu is auch egal. Nein! Ganz sicher nicht! Aber dieser "Aufschrei" hier nach Datenschutz ist irgendwie auch ein Stück weit komisch... [...]Die Freiwilligkeit macht den fundamentalen Unterschied.


[...] Und warum regt sich eigentlich niemand über die Kameras in den Parkhäusern auf? Bankautomaten? [...]Die Hardliner machen das durchaus. Für mich spielt's keine "informationell relevante Rolle", nach geltendem Recht bei nicht-intimen, zeitlich abzugrenzenden Zwecktätigkeiten aufgezeichnet werden zu dürfen.

McDübel
23.04.2013, 18:42
Überzeugung: Es macht in dem Zusammenhang keinen grundsätzlichen Unterschied, ob die Beobachtung durch einen Polizisten oder eine Überwachungskamera stattfindet.

Naja...so ein Polizist hat ja im Allgemeinen dann doch eine Waffe im Holster und könnte diese zur Not auch einsetzen...dann kann so ein Polizist auch rennen, wenn er müsste und somit die Verfolgung aufnehmen...und er kann sprechen, um so gewisse Situationen evtl. entschärfen zu können... All das kann (soweit ich weiß) eine Kamera nicht...



Die Freiwilligkeit macht den fundamentalen Unterschied.

Aber kommt bei beiden Aktionen/Aktivitäten, freiwillig oder nicht, hinten nicht trotzdem Schei3e raus? Also genau das, was du ja eigentlich auch anprangerst? Ein eventueller Datenmissbrauch/Eingriff in die Privatsphäre?


Es ist und bleibt ein schwieriges Thema...;-)

milz
01.05.2013, 08:41
Kann man das glauben? Und das in einem Bildungsministerium / Lehrerfortbildungsinstitut ?

Warum müssen die Verantwortlichen nie dafür finanziell gerade stehen, ggf. via Berufshaftpflichtversicherung?

Eine Rüge gab's vom Landesrechnungshofs, ganz toll, der Steuerzahler ist trotzdem der Dumme.

Warum wird die Steuergeldverschwendung im großen Stil (dazu zähle ich auch "überraschende" Kostenexplosionen und Pfusch, siehe Berliner Flughafen) immer wieder hingenommen, während die Kassiererin im ALDI dafür gerade stehen muss, wenn abends in der Kasse was fehlt? Ich begreif's nicht.


Ein Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern entsorgt 170 teils neue Rechner, weil sie mit Schadsoftware infiziert waren. Kosten: 187.300 Euro. Nun rügt der Landesrechnungshof das chaotische Vorgehen.

http://www.stern.de/digital/computer/teures-unwissen-ministerium-verschrottet-170-rechner-wegen-virenbefall-2004563.html

McDübel
01.05.2013, 10:54
Und mir geht so langsam diese kranke Platzvergabe beim NSU-Prozess auf die Nüsse! Jetzt wird wieder ein Platz neu verlost, weil er zuvor falsch vergeben worden war. Was für ein Theater! Das kann doch echt nicht angehen! :-wand

Kandra
01.05.2013, 12:17
Ich fands sehr amüsant wie die Süddeutsche etc rumgeheult haben, weil sie in dem Losverfahren, dass sie ja alle unbedingt wollten, keinen Platz bekommen haben. Das Windhundverfahren war nicht recht, auch wenn ich bis heute nicht verstehe wieso , und das Losverfahren passt ihnen jetzt auch wieder nicht. Vielleicht sollte der Richter einfach überhaupt keine Plätze für die Presse reservieren und es kommen einfach die 100 Leute rein, die sich als erstes angestellt haben und Punkt.

Muriel
01.05.2013, 16:46
Cool, vier Nächte vorher dort campieren wie bei Take That früher :-love

Nein, ich war nie auf einem TT-Konzert ;-)

Sebastian1
01.05.2013, 17:00
Warum man nicht einfach allen gerecht wird und den Prozess entsprechend in andere Räume videoüberträgt, verstehe ich auch nicht. Dass so etwas hervorragend funktioniert sollte zB der Breivik-Prozess in Norwegen gezeigt haben. Aber das ist natürlich auch hinterm Mond ;-)

Absolute Arrhythmie
01.05.2013, 17:16
Warum man nicht einfach allen gerecht wird und den Prozess entsprechend in andere Räume videoüberträgt, verstehe ich auch nicht. Dass so etwas hervorragend funktioniert sollte zB der Breivik-Prozess in Norwegen gezeigt haben. Aber das ist natürlich auch hinterm Mond ;-)

Immer diese komischen Skandinavier mit ihren seltsamen Ideen!