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Was an den Grünen extremistisch sein soll, musst du echt mal erklären.
Naja und die AFD... Gerade WEIL es dort so wen'ge Flüchtlinge gibt, haben die Leute Angst. Angst vor dem Unbekannten. Ich seh das in der eigenen Familie. Die Dörfler, die nie was mit Flüchtlingen zu tun haben, finden die schlimm.
Feuerblick
05.09.2016, 17:08
Ich habe ca. ein Viertel davon gelesen und habe -wider Erwarten- viel Sinnvolles gefunden.
Naja, dann lies mal den Rest. Da ist einiges an "Back to DDR" verbunden mit "Frauen möglichst an den Herd" (aber bittedanke ohne Kopftuch!), "Ausländer nicht raus aber auch nicht zu uns" und jeder Familie mindestens 3 Kinder plus den üblichen Sinnlos-Versprechungen, die einfach finanziell niemals umsetzbar wären. Man muss allerdings zugeben, dass das MV-Wahlprogramm einiges gemäßigter ausfällt als das, was vor einiger Zeit die AfD BaWü veröffentlich hat.
Das Problem sehe ich bei der AfD gar nicht mal so sehr in der Basis, aber bitte, möchte irgendwr diese affektinkontinente Parteispitze in irgendeinem wichtigen Ministeramt sehen? Das ist ja fast wie mit Trump in den USA. Erst reden, dann denken oder so.
@Pelz: Aber auch in der DDR gab es doch sowas wie "Gastarbeiter", oder? Halt von den lieben sozialistischen Bruderstaaten. Warum hat man dann in einem Ost-Dorf mehr Angst vor Flüchtlingen als in einem West-Dorf?
Und nein, dass die Grünen in eine extremistische Richtung gedrängt werden hier, verstehe ich auch mal gar nicht.
WackenDoc
05.09.2016, 17:15
Ich denke das Problem ist eher, dass viele "Ossis" sich von Hause aus benachteiligt fühlen und viele real finanziell und sozial nicht besonders gut gestellt sind.
Da stellen Flüchtlinge durchaus eine als real gefühlte Bedrohung dar.
Dazu kommt dann noch, dass genau diese Personengruppe, die eh schon Probleme damit hat, dass ihre Probleme (ihrer Meinung nach) nicht ernst genommen werden, auch noch öffentlich diffamiert wird (Bezeichnung als Pack, dumm etc.)- das führt dann auch noch zu einer eigenen Gruppenidentität und treibt in die Arme von denen, die ihre Probleme ernst nehmen.
Also insgesamt nicht soo die Überraschung, dass die AfD in MeckPomm so einen Zulauf bekommen hat.
Feuerblick
05.09.2016, 17:54
Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass wir nicht über die Integration von Flüchtlingen diskutieren müssen, wenn wir es offenbar nicht einmal geschafft haben, seit 1989 unsere östlicheren Mitbürger zu integrieren... *seufz*
Genau dieser Satz trifft aber doch den Kern, Funkel. Es war allen klar, dass wir die "Ossis" (oder sie sich selbst) in den Westen mit allen Werten, Normen etc. integrieren müssen. Warum? Da ist 40 Jahre lang so viel trotz aller Gemeinsamkeiten auseinandergedriftet, dass man doch mal hätte darüber nachdenken können, ob wirklich hier alles toll und drüben so furchtbar schlecht war. Selbst wenn ich der Meinung bin, dass in meinem Leben, egal auf welcher Ebene, etwas schlecht läuft, so mag ich es dennoch nicht unbedingt, wenn mir andere Leute dies immer unter die Nase reiben. Aber genau das passiert ja seit fast 30 Jahren mittlerweile bei diesem Thema. Dass das zu Frust führt insbesondere dann, wenn man auf der Verliererseite steht, klar.
Christoph_A
07.09.2016, 12:12
Weder die AfD noch die Linkspartei sind extremistisch, unappetitlich weit am jeweiligen Rand des politischen Spektrums stehen sie dennoch und beide sind, auf Länge betrachtet, immer dann stark, wenn das Unzufriedenheits- und Protestpotential in der Bevölkerung hoch ist.
War lange die Linkspartei der Hort der ewig Mosernden, Abgehängten und Unzufriedenen, die die Schuld an ihrer persönlichen Misere bei "denen da oben" suchten und fanden, übernimmt nun die AfD immer mehr diese Rolle, was zu einem allmählichen Wählerschwund der Linkspartei und dem, v.a. im Osten jetzt viel beobachteten, Switch von Wählergruppen von einem politischen Rand zum anderen führt. Die Flüchtlingsdebatte ist hier aktuell jedoch eher der Katalysator als die Ursache, davor wars die Eurokrise, die nun im politischen Diskurs eigentlich völlig untergeht und in einem Jahr isses vlt das Haus vom nikolaus. Hauptsache man kann am Status quo mosern und einer obskuren Obrigkeit die Schuld am persönlichen Versagen geben.
Was die Grünen betrifft, so vertreten sie teilweise mit missionarischem Eifer ihre doch sehr kruden Theorien (bestes Beispiel hier der Zwangsgrünzeugverkostungstag aka veggie day), aber im Grunde sind sie doch eine demokratische Partei, die mittlerweile, siehe grüne Wirtschaftspolitik, im linksliberalen Spektrum verordnet werden kann. Wenn man so will, sind die grünen eine Art Öko FDP für besserverdienende latte Machiato Muttis, aber sicher keine Extremisten. der vergleich mit der widerwärtigen braunen Brühe der NPD hinkt hier doch gewaltig.
Im Endeffekt wird die AfD wohl nicht untergehen wie die Piraten, aber sicher auch nicht ewig in den Prozentsphären wie jetzt aktuell schweben. Die CDU hat einfach den uralten Leitsatz von FJS nicht mehr beherzigt, daß rechts der Union keine politische Macht erstarken darf. Die is jetzt da und leider gekommen um zu bleiben.
Fazit der ganzen Wahl für mich: Much adoe about nothing.
Stephan0815
07.09.2016, 15:17
Wie schon gesagt, ich sehe die Grünen in einem gänzlich anderen Licht.
Deren jüngster Hang dazu, den Menschen vorschreiben zu wollen, was man essen soll oder ob man Fahnen zur Fussball-EM schwenken darf oder deren äußerst liberale Einstellung zur Drogenpolitik, inclusive Bundestagsabgeordneten, die nach dem Methfund einfach weitermachen können, wie bisher, lassen diese Partei radikal und grundgesetzfeindlich erscheinen (von deren Einstellung zur Pädophilie mal ganz zu schweigen).
Und extremistisch ist sie deswegen, weil ihre Führungspolitiker auf Demonstrationen hinter dem Schwarzen Block hinterherlaufen, wo lauthalts "Deutschland, verrecke!" gerufen wird. Antifa und Konsorten würde ich schon als Linksextremisten bezeichnen und die Grünen sympathisieren mit denen.
Zur AfD erspare ich mir weitere Worte, dafür kenn ich mich zu wenig aus.
Und NPD ist dasselbe, wie Grüne, nur rechts herum.
FirebirdUSA
08.09.2016, 19:15
Die Grünen hier in BW sind der CDU näher als dem linken Spektrum. "Grüne FDP" trifft es ganz gut...
Wie schon gesagt, ich sehe die Grünen in einem gänzlich anderen Licht.
Deren jüngster Hang dazu, den Menschen vorschreiben zu wollen, was man essen soll oder ob man Fahnen zur Fussball-EM schwenken darf oder deren äußerst liberale Einstellung zur Drogenpolitik, inclusive Bundestagsabgeordneten, die nach dem Methfund einfach weitermachen können, wie bisher, lassen diese Partei radikal und grundgesetzfeindlich erscheinen (von deren Einstellung zur Pädophilie mal ganz zu schweigen).
Und extremistisch ist sie deswegen, weil ihre Führungspolitiker auf Demonstrationen hinter dem Schwarzen Block hinterherlaufen, wo lauthalts "Deutschland, verrecke!" gerufen wird. Antifa und Konsorten würde ich schon als Linksextremisten bezeichnen und die Grünen sympathisieren mit denen.
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Naja die Pädophilie-Sache ist ein alter Hut, wurde aufgearbeitet und durchgekaut.
Essen: es ist erwiesenermaßen besser für den Planeten und damit für die Allgemeinheit, auf Fleisch zu verzichten. Die Fleischproduktion ist für mehr C02-Ausstoß verantwortlich als der gesamte Transportsektor zusammen! Von daher ist es noch SEHR harmlos, einen Veggie-day zu fordern, es wird schließlich niemand gezwungen, in der Kantine zu essen. Aber man kann das natürlich auch leugnen und einfach weiter enormen Raubbau am Planeten betreiben, "weils schmeckt".
Aber die einzige Partei, die mal, sehr moderat darauf aufmerksam macht, zu verteufeln ist echt quatsch. Vielleicht solltest du dich einfach mal mit der Materie beschäftigen, statt den Überbringer der schlechten Nachricht zu kritisieren.
Das mit den Drogen ist mir ziemlich egal. Drogenabhängige schaden sich hauptsächlich selbst. Wenn sie das nicht mehr wolen, gibt es Hilfsangebote zum Entzug. Das was anderen schadet ist die Beschaffungskriminalität und die könnte man mit einer Legalisierung zumindest abmildern.
Drogen sind sehr viel ungefährlicher als Fleischkonsum.
Und wenn die Grünen wollen würden, dass "Deutschland verreckt" wie du ja implizierst, wäre sie sicher keine etablierte Partei.
Was die AFD-Fratzen mit ihren Schlägertrupps auf den Wahlpartys (!) allerdings wollen, ist eher extremistisch.
Stephan0815
08.09.2016, 22:03
Aber die einzige Partei, die mal, sehr moderat darauf aufmerksam macht, zu verteufeln ist echt quatsch. Vielleicht solltest du dich einfach mal mit der Materie beschäftigen, statt den Überbringer der schlechten Nachricht zu kritisieren.
Einfach mal das Grundgesetz durchlesen würde helfen. Diese "moderate" Partei, die offensichtlich null Ahnung davon hat, fordert ständig neue Sachen zu verbieten oder, ihrer Meinung nach, "schlechte Angewohnheiten oder Meinungen" zu verbieten.
Und da denke ich nicht, dass ich den "Überbringer schlechter Nachrichten" dafür an die Wand nagele, dass er Blödsinn als Wahrheit verkauft. Wenn es um Ernährung geht, wird ja zur Zeit auch viel Unsinn alls Positiv verkauft - vegane Ernährung zum Beispiel.
Was die AFD-Fratzen mit ihren Schlägertrupps auf den Wahlpartys (!) allerdings wollen, ist eher extremistisch.
Ja, da hab ich leider noch keine Schlägertrupps mitbekommen, aber diese "Antifaschisten" der Antfia zünden gerne mal Fahrzeuge oderGebäude von Menschen an, die damit überhaupt nichts zu tun haben.
Oder werfen Torten auf Menschen - gefrorene Torten können auch mal gut nen Menschen umbringen.
Die Extremisten beider Seiten stehen sich in nichts nach. Aufgrund der Sache mit dem Veggie-Day die Grünen zu einer grundgesetzverstoßenden und somit verfassungsfeindlichen Partei abzustempeln ist ... faszinierend :-D
Christoph_A
09.09.2016, 10:24
Wobei ich es auch süß finde, wie man den Bevormundungsmist der Ökotruppe auch noch als moderat und minimal betrachten kann. Das war nichts anderes als ein gewollter Eingriff in die persönliche Freiheit aus gesinnungstechnischen Gründen und wäre ihnen sowieso spätestens in Karlsruhe um die Ohren geflogen. Aber, wie gesagt, mit Extremismus ham die Grünen nix am Hut, eher mit ökogisch verbrämtem Gouvernantentum. Und das ist höchstens unappetitlich und unwählbar für mich, aber im normalen poltischen Spektrum angesiedelt. Eine Demokratie besteht aus verschiedenen Meinungen, das macht ihre Vielfältigkeit aus.
Die vegane Debatte habe ich mal abgekoppelt. http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=95663&p=1951132#post1951132
Gast26092018
12.09.2016, 19:45
Oh, jemine :( Was ist mit Hillary? Ich habe Angst, dass die Russen sie vergiften oder anstecken, damit Trump das Rennen für sich entscheiden kann:-((
Hillary ist einfach schon alt, mit fast 70 darf man auch mal eine Lungenentzündung haben. Ob man mit fast 70 noch Präsident/in werden muss, ist ne andere Frage. Aber Trump ist ja auch nicht jünger.
Feuerblick
12.09.2016, 20:02
Naja, als Papst wäre sie mit 70 fast noch zu jung :-))
Hillary ist einfach schon alt, mit fast 70 darf man auch mal eine Lungenentzündung haben. Ob man mit fast 70 noch Präsident/in werden muss, ist ne andere Frage. Aber Trump ist ja auch nicht jünger.
Trump ist doch bereits 70, also älter.
Und über den gesundheitlichen Zustand lässt er ja auch nix raus.
Gast26092018
12.09.2016, 20:24
Das will er aber bald. Aber blicken wir mal zurück: viele amerikanische Präsidenten waren krank in Amtszeit Kenedy, Roosevelt, Eisenhower, Johnson, Reagon...sie haben versucht es zu verbergen
Feuerblick
12.09.2016, 20:27
Ja, und? Ist wie bei normalen Menschen auch. Die meisten Menschen mit chronischen Krankheiten, die sich leitende Personen erarbeitet haben, werden das nicht an die große Glocke hängen. Warum auch? Als Staatsoberhaupt unter Umständen sogar eher kontraproduktiv. Oder ist es so ungewöhnlich, dass man als chronisch Kranker eine Führungsposition haben möchte?
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