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Confused.
27.02.2018, 17:43
Ich bin bei der FF und kann dazu vllt. etwas beitragen: Grundsätzlich ist es so, dass man als freiwilliger Feuerwehrmann/frau immer zu einem Einsatz kommen muss, sofern in der Nähe. Auf dem Dorf bzw. in Gebieten mit weniger Einsätzen setzt sich natürlich niemand hin und wartet stumpf bis was passiert. Wer dann da ist, ist da und wer grade auf einem Geburtstag ist, der feiert eben weiter.
In Leipzig, dort wo ich aktiv bin (momentan natürlich nicht :-lesen), ist es so, dass wir ein Bereitschaftssystem haben. Macht auch Sinn bei ca. 300-400 Einsätzen im Jahr. Das heißt, dass wir wie bei der BF 3 Dienstgruppen haben in denen jeweils 8-10 Leute eingeteilt sind die dann an bestimmten Tagen zu Hause bzw. sich in der Nähe der Wache aufhalten müssen um das ausrücken zu gewährleisten. Das muss innerhalb von 8 Minuten passieren aber das ist schon Maximum. Heißt, in der Zeit kann man keine allzu großen Aktivitäten unternehmen. Entlohnung gibts dafür nicht. Wie es der freiwillige aus dem Bericht geschafft hat, zu dem Urteil zu kommen ist mir ein Rätsel. Bei Eintritt unterschreibt man einen Schriebs, wo man sich dazu bereit erklärt das ganze ohne Gegenleistung zu machen (vllt. nicht in Belgien, wer weiß).
Autolyse
27.02.2018, 20:32
Für die Zeit des Bereitschaftsdienstes gab es eine Vergütung für den Freiwilligen. Das Unionsrecht kennt einen autonomen Arbeitnehmerbegriff (Tatsächliche Arbeitsleistung + weisungsgebunden + Vergütung = Arbeitnehmer), für den die Einstufung des nationalen Rechts irrelevant ist.
belanglosigkeiten
28.02.2018, 10:28
Möchte mit meiner Frage hier nicht den Rahmen sprengen, aber weil es thematisch halbwegs passt: Ich arbeite neben dem Studium in einem KH, wo ich ab März nun auch Rufdienste mache. Typische Zeit wäre 10-20 Uhr, wobei ich innerhalb von 60 Minuten da sein soll. Soweit, so gut. Aber in welcher Zeit darf ich dann arbeiten? Angenommen, ich werde erst nachmittags reingerufen, ist mein Feierabend dann trotzdem fest 20 Uhr oder dürfen die mich dann auch länger da behalten? (Also, von Akutsituationen mal abgesehen, werde mich sicher nicht aus dem laufenden Schockraum verpissen, nur weil es kurz nach 8 ist.)
kartoffelbrei
28.02.2018, 22:22
Eigentlich hast du Feierabend, wenn dein Rufdienst endet.
vanilleeis
01.03.2018, 14:39
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/grippewelle-2018-erreicht-neuen-hoehepunkt-ueber-35000-neuerkrankungen-in-einer-woche-aid-1.7428544
War die Karte in den Vorjahren eigentlich auch mal so rot? Ich kann mich auf jeden Fall nicht dran erinnern. Spiegelt aber sehr gut den momentanen Arbeitsalltag dar
Kackbratze
01.03.2018, 16:16
Bei uns sterben die jungen Leute und postoperative Patienten sind bei der PCR positiv, nachdem wir alle anderen Ursachen für den schlechten postoperativen AZ ausgeschlossen haben.
Alle krank und das Team fällt nach und nach auch aus.
Sebastian1
01.03.2018, 17:00
Ich hatte in den letzten Jahren auch mehrfach sehr kranke Influenzapatienten auf ITS und auch Todesfälle. Auch junge Leute, auch Kinder. Und die von KB angesprochene Ausdünnung der Teams zieht sich hier auch durch alle Abteilungen. Und gleichzeitig bekommt man im Rettungsdienst seit 2 Wochen nirgendwo mehr offene Betten gemeldet (und fährt die Patienten dann eben in die vollen Häuser...)
Relaxometrie
01.03.2018, 18:33
War die Karte in den Vorjahren eigentlich auch mal so rot?
Hier kann man sich die Karten der Vorjahre ansehen. (https://influenza.rki.de/MapArchive.aspx) Ich habe nicht jedes Jahr angeklickt; habe aber beim Ansehen von ein paar Jahren keins gefunden, in dem eine so rote Karte vorlag.
Allerdings sind das ja, wenn ich die Karte richtig verstehe, nicht alles Influenzafälle, sondern alle ARE (akut respiratorische Erkrankungen), die aus den Sentinel-Praxen gemeldet wurden.
vanilleeis
01.03.2018, 18:57
Du hast schon Recht, das sind die ARE insgesamt, aber laut Wochenbericht wird wohl hauptsächlich Influenza nachgewiesen, alle anderen Erreger nur sporadisch
WackenDoc
01.03.2018, 19:25
Wird bei den Meldungen noch zwischen ARE und ILI unterschieden?
ARE ist zur Zeit unabhängig von Influenza übel.
Bei uns sind 40% des Teams krank geschrieben. Die Anzahl der Studenten, die eine Sportbefreiung brauchen, reisst nicht ab- eigentlich könnte man den Sport mal 2 Wochen aussetzen, das wäre effizienter. Die anderen sind halt komplett krank geschrieben. Ich hab in meiner ganzen Karriere noch keine Myokarditis live gesehen- dieses Jahr zwei junge Frauen damit.
Viele Bewerber brauchen neue Termine für die Ergo weil sie Rüsselseuche haben.
Und bei den Kindern geht wohl zusätzlich Magen-Darm rum.
Letzte Woche waren bei uns bis Mittwoch sieben MFAs krank, bis zum Ende der Woche dann neun, die letzte habe ich Freitag morgen postwendend nach Hause geschickt. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, wollte nicht auch noch fehlen und stand mit dicken Klüsen und hochroter Birne fiebrig vor mir. Irgendwie ging es auch so, aber schön ist anders.
Feuerblick
01.03.2018, 19:31
Selbst bei uns, die wir ja keinen Patientenkontakt haben, war in den letzten Wochen fast jeder mal richtig krank...
Hoppla-Daisy
01.03.2018, 19:44
Ich war dann in diesem Winter ja zum zweiten Mal dran. Montag war noch soweit alles okay. Lediglich meine Nase meinte, plötzlich laufen zu müssen. In der Nacht zu Dienstag hab ich unter meiner dicken Daunendecke gefroren wie Sau und richtig geraselt. Am Dienstag Morgen hab ich mich schließlich krank gemeldet, weil gar nix mehr ging. Von jetzt auf gleich meeeeeegafette Halsschmerzen, Kopfschmerzen, total schlapp, zwar kein Fieber, aber allgemeines Krankheitsgefühl. Zwei Tage bin ich jetzt zuhause geblieben. Heute musste ich zu einem Seminar, das für meine Arbeit wichtig ist, aber nur einmal im Jahr stattfindet. Morgen geht's zurück zur Arbeit, Samstag Dienst. Ich bin gespannt. Mein Hals fühlt sich noch immer an wie mit Rasierklingen gebürstet :-((
Choranaptyxis
01.03.2018, 19:49
Bei uns wurden die Notaufnahmepraktika abgesagt, weil das eine Uniklinikum Grippenquarantäne verhängt hat und nur noch absolut notwendige Leute Patientenkontakt haben dürfen. Und selbst vor der kompletten Quarantäne war es entweder Impfung oder Mundschutz.
tragezwerg
01.03.2018, 19:52
Hier ist zusätzlich zum hohen Krankenstand bei der Arbeit auch noch Betreuungsnotstand, weil die Kitas so viele kranke Erzieher haben. Meine Tochter ist seit gestern zuhause, weil ihre Gruppe aktuell geschlossen ist.
vanilleeis
01.03.2018, 19:54
Wobei ich diese Woche bei uns (NRW) das Gefühl habe, dass der Scheitelpunkt erreicht ist
Hoppla-Daisy
01.03.2018, 19:55
Bin mal gespannt, wie es morgen in der Abteilung/dem Haus aussieht. Da sind seit Montag wohl etliche Krankmeldungen reingekommen. Die Isozimmer nehmen überhand. Und es werden schon Flurbetten eingerichtet :-((
Rhiannon
01.03.2018, 20:05
Bei uns ist die Innere und die ITS vollkommen überlastet. Bei gleichzeitigem Personalnotstand.
Unsere Abteilung ist auch maximal dezimiert, gleichzeitig scheint plötzlich das gesamte Umland gleichzeitig Kinder zu kriegen und unsere Wöchnerinnenstation ist auch gezwungen einzuschieben.
Und im OP ist täglich Minimum ein Saal geschlossen, weil weder die Anästhesie noch die OP-Pflege noch genug Leute gesund vor Ort hat.
Hijadelaluna
01.03.2018, 20:25
Aufgrund der Anästhesie gibt's bei uns keine Gastros mehr.
Wir haben ein paar echt kranke Kleine <4 Monate/ oder mit Grunderkrankung. Einige Influenza A, die mit Thrombozytopenie um 100 einhergehen und eben Luftwegsinfekte mit Gastroenteritis und Trinkverweigerung.. ich hab das Gefühl, es erwischt sie momentan härter als letztes Jahr. Haben aber noch nicht das Wäschezimmer und die beiden Aufnahmezimmer belegt :P
Neugeborene haben wir so wenig, dass ich mich schon vor der nächsten Welle fürchte...
Weidel Kicking Things.... lustoger Spott über die AfD oder Werbung für selbige?
(Ich finds megalustig)
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