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jijichu
07.03.2018, 08:48
@KB - wenn sich die AfD nicht klar und deutlich von ranghohen Mitgliedern, die bei öffentlichen Auftritten den Hitlergruss zeigen (was von der deutschen Justiz trotz allem nicht weiter verfolgt wurde, zumindest wurde in den Medien nichts darüber berichtet), distanziert, dann hat sie was mit der NSDAP zu tun....

Generell stimme ich Dir zu, dass eine Demokratie Parteien auf dem "außen-Spektrum" aushalten können muss, aber Anstiftung b.z.w. mangelnde Distanzierung von Volksverhetzung darf nicht toleriert werden. Das empfinde ich als äußerst schwierig. Das die großen Volksparteien in den letzten Jahren relativ rat-und tatlos zugesehen haben, ist ein Unding. Protestwahl wäre auch die FDP gewesen - ich unterstelle nicht allen AfD Wählern, dass sie rassistisch, rechts oder ausländerfeindlich sind. Aber eine gewisse Nähe an diesen Einstellungen - bewusst oder unbewusst - kann meinem empfinden nach nicht abgestritten werden. So einfach können wir es uns in diesem Land mit dieser Geschichte nicht machen. Just my 2 cents.

Lava
07.03.2018, 10:33
Inzwischen ist es meine politische Überzeugung, dass wir nicht weniger Regulierung brauchen, sondern mehr, wenn das Schiff (=Menschheit) nicht untergehen soll.

Wie sagte Lindner neulich noch so schön? Wir bräuchten jetzt keine Regulierungen und Planwirtschaft, was Diesel und Verbrennungsmotoren angeht, sondern wir sollten der Selbstregulierung der Wirtschaft überlassen? Schöne Idee. Haben uns nicht Profitgier und Blindheit genau dahin geführt, wo wir jetzt sind? Es gibt keine Moral ist der Wirtschaft. Wenn es die gäbe, sähe die Sache vielleicht anders aus.

Brutus
07.03.2018, 11:27
Aber Lava, um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Du kannst nicht heute erzählen, dass man sich doch bitte saubere Diesel kaufen solle, weil man sonst die selbstgesteckten CO2-Ziele nicht erreichen kann, um dann 2-3 Jahre später den gleichen Leuten zu erzählen, dass sie doch bitte jetzt sofort die Autos verschrotten lassen sollen, weil sie JETZT ach so böse sind!
Unverschämt fand ich die Pressekonferenz vom Verkehrsminister in BW, der ernsthaft meinte, dass die Anwohner jetzt wohl mal gucken müssten, ob sie eine Nachrüstmöglichkeit hätten. Wenn nicht... Tja, dann solle man sich doch überlegen ein E-Auto zu kaufen.
HALLO? Die haben sich z.T. vor wenigen Jahren für teuer Geld ein Auto gekauft. Und jetzt sollen sie damit nicht mehr fahren dürfen? Und sollen sich für noch teurer Geld ein E-Auto kaufen? Ich glaube, es hackt! :-kotz

Evil
07.03.2018, 11:27
@KB - wenn sich die AfD nicht klar und deutlich von ranghohen Mitgliedern, die bei öffentlichen Auftritten den Hitlergruss zeigen (was von der deutschen Justiz trotz allem nicht weiter verfolgt wurde, zumindest wurde in den Medien nichts darüber berichtet), distanziert, dann hat sie was mit der NSDAP zu tun....
Mit der Argumentation ist die Linke aber auch nach wie vor mit der SED verknüpft. Man möge doch ranghohe Politiker der Linkspartei über die Toten an der Berliner Mauer befragen...

Lava
07.03.2018, 14:30
Aber Lava, um bei Deinem Beispiel zu bleiben: [...] Ich glaube, es hackt! :-kotz

Ich sage ja nicht, dass das ein kluges Vorgehen ist! Immerhin bin ich ja selber betroffen mit einem Euro 5 Diesel, der nicht mal von einem deutschen Hersteller ist. Das Handeln mit der Dieselaffäre ist schon ziemlich kopflos. Die Autoindustrie hat aber auch ihren Teil dazu beigetragen, dass bestimmte Informationen zur Schädlichkeit der Abgase, die schon vor Jahren vorlagen, zurückgehalten wurden. Da wurde geradezu vertuscht. Man hätte ja auch anders reagieren und schon vpr 5 oder 10 Jahren mal anfangen können, seine eigene Produktpalette etwas auf Vordermann zu bringen. Aber nee, wir bringen Jahr für Jahr noch ein SUV Modell heraus, lässt sich ja so prima Geld verdienen damit. :-(
Wir müssen jetzt ein Konzept für den Verkehr der nächsten 100 Jahre entwerfen. Ob das jetzt E-Autos sein werden oder vielleicht doch die Brennstofzelle, oder vielleicht wird es auch gar keine privaten Autos mehr geben, sobald Autos autonom fahren können, weiß ich nicht. Aber man muss da endlich größer denken als "wir sperren die Hauptstraße in Musterstadt für Diesel von 7 bis 17 Uhr".

Brutus
13.03.2018, 15:00
R.i.P. Kapitän Siegfried Rauch!

Lava
13.03.2018, 15:20
Und bye bye Rex Tillerson. Der hat sie doch nicht mehr alle, der Trump...

Brutus
13.03.2018, 17:25
^^ Mich wundert, dass den noch niemand auf einen russischen Tee eingeladen hat. ;-)

Feuerblick
14.03.2018, 04:35
RIP Stephen Hawking

Muriel
14.03.2018, 05:29
Huch...

WackenDoc
15.03.2018, 20:40
https://www.psiram.com/de/index.php/Johann_Loibner

Nach Hamer und dem Honigmann ist ein dritter großer Spinner gestorben.

Naja- man soll ja über Tote nur Gutes sagen: Gut dass auch er tot ist.

vanilleeis
07.04.2018, 16:10
Tote und verletzte in MS: https://m.bild.de/news/inland/news/news-eilmeldung-muenster-55320884.bildMobile.html

WackenDoc
07.04.2018, 18:24
War gerade wegen einem anderen Thema auf der FB-Seite der CDU- da tobt der blanke Hass. Ich glaube, was Radikalisierung der Gesellschaft angeht, kommt noch einiges auf uns zu.

Es wahr übrigens wohl kein Terroranschlag, sondern die Tat eines psychisch kranken Deutschen.

Shizr
17.04.2018, 17:48
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/massive-kritik-an-geplantem-psychiatriegesetz-in-bayern-15546950.html

Wird es nicht allmählich mal Zeit, die CSU vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen?

Mit ihrem neuen Polizeigesetz geben sie sich die Generalvollmacht, Leute ohne konkreten Verdacht und ohne Verfahren beliebig lange einzusperren, und jetzt wollen sie psychisch kranke zwangsregistrieren und ohne auch nur abstrakten Verdacht unter Polizeiaufsicht stellen?
Aber neeeeeeein, stigmatisieren wollen sie natüüüüüürlich nicht!

Kackbratze
17.04.2018, 17:54
Es wird der Weg geebnet für eine Gesellschaft vor der immer wieder gewarnt wird.

Autolyse
17.04.2018, 19:16
Die Rechtssache Egenberger (http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=201148&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1) ist vom EuGH entschieden worden. Das dürfte der Anfang vom Ende der zwingenden Konfessionszugehörigkeit in verkündungsfernen Funktionen der Kirche sein.

Relaxometrie
17.04.2018, 19:30
Das dürfte der Anfang vom Ende der zwingenden Konfessionszugehörigkeit in verkündungsfernen Funktionen der Kirche sein.
Dein Wort in dessen Gehörgang, an den ich nicht glaube.
Ich habe bisher nur in den üblichen online-Zeitungen über das Urteil gelesen und war einerseits erfreut, andererseits wirkt das Urteil aber auch ziemlich schwammig.
Glaubst Du, daß sich für Ärzte, die aus der Kirche ausgetreten sind und deswegen keine Stelle an einem Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft bekommen (mir 3x passiert; jedesmal, nachdem ich schon entweder die Einladung zum Vorstellungegespräch hatte, oder dieses sogar schon positiv verlaufen war), durch das Urteil etwas ändert?

Sebastian1
17.04.2018, 19:56
Durchaus, da kein Auftrag zur Verkündigung.

Shizr
17.04.2018, 20:00
andererseits wirkt das Urteil aber auch ziemlich schwammig.
Schon.

Aber ein Fortschritt ist es nichtsdestoweniger. Weil die bislang außerordentlich willkürliche Praxis der kirchlichen Arbeitgeber, wie konsequent sie mit sowas umgehen, damit zumindest ein bisschen gerichtlich überprüfbar wird.



Langfristig muss natürlich der "Dritte Weg" der Kirchen aus dem Arbeitsrecht verschwinden. Auch an kirchlichen Arbeitgebern muss es reguläres Arbeitsrecht inklusive echter Mitarbeitervertretungen und Tarifverhandlungen geben.
(Natürlich gibt es in den Kirchen Positionen, die zwangsläufig nur dann glaubhaft besetzt sind, wenn der Stelleninhaber die "korrekte" Konfession hat. So wie Parteien usw. auch. Aber aktuell haben kirchliche Arbeitgeber viel zu viele völlig sinnfreie Sonderrechte, und das gehört nachhaltig überarbeitet.)

Relaxometrie
17.04.2018, 20:27
Durchaus, da kein Auftrag zur Verkündigung.

Bei meiner letzten Bewerbung in einem kirchlichen Haus habe ich die Reißleine direkt gezogen, als ich vorab schonmal einen Personalbogen bekommen habe, den ich ausgefüllt zum Vorstellungsgespräch mitbringen sollte. In dem Bogen wurde nach der Konfession gefragt. Bevor ich zum Vorstellungsgespräch gefahren bin, habe ich im Personalbüro angerufen, gesagt, daß ich bei Konfession "keine" schreiben würde und gefragt, ob das ein Problem werden würde. Die Personaldame hat mich daraufhin mit einem mir unbekannten Herrn verbunden (der sich hinterher, als ich nachgelesen habe wer das denn war, als Geschäftsführer des Gesamtkonzerns, zu dem drei Kliniken im Umkreis gehören, entpuppte), der sagte, daß man mich nicht einstellen könne, wenn ich aus der Kirche ausgetreten sei. Daraufhin habe ich die Bewerbung dann zurückgezogen.
(Das war jetzt die Kurzfassung des Gesprächs.)

Ich hätte ja jetzt wirklich Lust, mich nochmal dort zu bewerben und auf dem Personalbogen bei der Frage nach der Konfession zu schreiben:
"Da ich laut zukünftigem Arbeitsvertrag keinen Auftrag zur Verkündigung haben werde, ist die Frage nach meiner Konfession nicht relevant und nach aktuellem Urteil auch nicht rechtmäßig."
Daß ich nach dem Absenden eines solchen Personalbogens dort selbst nicht mehr arbeiten wollen würde, ist ja klar.