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Schöne *******. Ich hätte da keine Skrupel das Krankenhaus zu verklagen.
@milz: Auf diese Idee wäre meine Oma nie gekommen. Meine Mutter hat zwar daran gedacht, sich dann aber dagegen entschieden, weil es meiner Oma vermutlich nur noch mehr geschadet hätte. Von einem Schmerzensgeld hätte sie nichts gehabt. Das hätte an ihrem Zustand nichts geändert und sie hätte sich nur fürchterlich aufgeregt, wenn sie als Zeugin oder Klägerin (hab keine Ahnung, wie sowas geht) hätte vor Gericht antreten müssen.
Und außerdem hatte meine Oma keine Rechtsschutzversicherung.
Der CA der BG-Unfallklinik hat zu meiner Mutter gesagt, es sei ein schwerer Kunstfehler, einer so relativ jungen, vor dem Unfall noch mobilen Patientin eine solche Prothese einzusetzen. Das sei allenfalls bei bettlägerigen (alten) Leuten vertretbar, die sich schon vorher kaum noch bewegt hätten, z. B. bei bettlägerigen Patienten aus einem Pflegeheim.
Das ist so sicherlich FALSCH (ob der CA die andere Klinik schlecht machen wollte?).
Was Deiner Oma da implantiert wurde, war eine sogenannte Duokopfprothese oder auch auch FEP (FemurEndoProthese).
Bei Femurfrakturen, die nicht kopferhaltend operiert werden können (und das war bei dieser Fraktur schlecht möglich), ist eine Duokopfprothese Standard, man macht da bei Patienten in dem Alter OHNE fortgeschrittene Hüftgelenksarthrose keine TEP, zu einen, weil das OP-Risiko deutlich höher ist (immerhin sägst Du auch den Hüftknochen auf, außerdem dauert die OP länger) und zum anderen haben diese Prothesen eine durchschnittliche Lebensdauer von 15-20 Jahren. Eine TEP auszutauschen ist aber schwieriger und riskanter, als eine Duokopfprothese in eine TEP umzuwandeln.
Abgesehen davon ist eine Duokopfprothese im Gegensatz zu einer TEP sofort voll belastbar. Es genört aber normalerweise eine anständige Reha dazu.
Was bleibt, ist die Prothesenlockerung... aber das Risiko besteht bei jeder Prothese. Eine Klage hättet Ihr mit Sicherheit verloren.
...(ob der CA die andere Klinik schlecht machen wollte?).Das hatte der bzw. seine Klinik nicht nötig.
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Nachtrag vom 20.8.07:
Das ist FALSCH.......Was Deiner Oma da implantiert wurde, war eine sogenannte Duokopfprothese
NEIN!! Meine Oma hatte KEINE Duokopfprothese!!! Bei ihr ist der künstliche Gelenkkopf mit der natürlichen Pfanne DIREKT in Kontakt gekommen.
Bei einer Duokopfprothese wird der direkte Kontakt zwischen dem künstlichen Gelenkkopf und der natürlichen Gelenkpfanne durch eine Kopfschale verhindert. Dadurch soll die natürliche Gelenkpfanne vor Schäden geschützt werden. Ohne eine solche Schale scheuert der künstliche Kopf bei jeder Bewegung an der natürlichen Pfanne, wodurch diese geschädigt und letzten Endes zerstört werden kann.
Genau das, was bei der Duokopfprothese durch die Kopfschale verhindert werden soll, ist bei meiner Oma passiert. Und weil es vorauszusehen war, hat der CA dieser BG-Klinik die Verwenung dieser Prothese bei meiner Oma als Kunstfehler bezeichnet. Es war eine falsche Indikation.
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Die Geschichte ist vor 25 Jahren passiert und damals (wie heute!) waren Prothesen wie die, die meiner Oma implantiert worden war, für einen solchen Fall kein Standard, weil dieser Prothesentyp bei Belastung sehr schnell zu Schäden an der natürlichen Gelenkpfanne führt.
Bei meiner Oma hat der Prothesenkopf innerhalb eines Jahres die natürliche Pfanne zerstört. (Knorpel komplett weg, Knochen nur noch hauchdünn.)
Der CA dieser BG-Klinik hatte dazu gesagt, solche Prothesen, dürften eigentlich nur bei wenig mobilen oder bettlägerigen Patienten (z. B. aus Heimen) verwendet werden, aber nicht bei einem vor dem Unfall noch fitten 65-jährigen Patienten.
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(http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/sslcme.asp?id=49467)
Ok, vor 25 Jahren sah das sicherlich anders aus.
Und nein, auch eine Duokopfprothese muß komplett ausgetauscht werden. Aber, und das ist entscheidend, das Acetabulum ist dabei noch nicht operiert worden. Nach jeder TEP wird das Acetabulum dünner, so daß ein TEP-Wechsel in jedem Fall schwieriger ist als die Entnahme einer FEP.
Moderne Hüftprothesen werden zementfrei implantiert und halten dabei mindestens genausogut wie zementierte. Aber eine Prothesenlockerung kann immer auftreten, das gehört zu den Risiken leider dazu.
Ja, der Zement/das Zementieren und Alternativen zum´Zementieren waren damals ein aktuelles Forschungsthema. Jemand hatte auch die Idee gehabt, eine Prothese mit einschraubbarem Schaft zu entwickeln. Er hatte sich überlegt, dass durch die Belastung/der Druck auf den Femurknochen an den Kontaktstellen zwischen 'Schraube' und 'Gewinde' der Knochen zur Bildung neuen Knochengewebes angeregt werden müsste und so der Schft fest einwachsen könnte. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht.
Hab gerade gesehen,dass es die Duokopfprothese Anfang der achtziger Jahre doch schon gegeben hat:
http://www.springerlink.com/content/a5254q6317706024/
Edit.:
Dort (Seite 13) steht sogar, die bipolare Prothese sei bereits 1964 entwickelt worden:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=962764698&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=962764698.pdf
öhm... nur mal so... gehört das nicht in die Fachsimpelei hier? :-blush
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Monas_Pseudo
21.08.2007, 12:33
Drei Berliner Orthopäden haben im Sankt-Hedwig-Krankenhaus in Mitte fast ein Jahr bei 47 Patienten Knieprothesen falsch – nämlich unzementiert – eingesetzt. [.....]
Alle drei Orthopäden hatten die englischsprachige Schrift auf den Prothesenverpackungen im Hedwig-Krankenhaus falsch übersetzt. „Non-modular cemented“ hatten die Mediziner fälschlicherweise als „unzementiert“ übersetzt und falsch implantiert. Alle drei Kassenärzte haben auf ihren Informationsseiten bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) unter der Rubrik „Aktive Sprachkenntnisse“ den Vermerk „Englisch“.
http://www.welt.de/berlin/article1120971/Knie-Operateure_wollen_nicht_reden.html
gerade eben:
ARD "Brennpunkt" (:-))):
"Waldbrände in Griechenland"
Ben Becker im KH :-(( (http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,502180,00.html)
Falsche Ärztin praktiziert in Hamburger Klinik (http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/313/130088/)
docmoechtegern
31.08.2007, 09:02
Peinlich (http://www.blick.ch/news/ausland/aerzte-verlieren-kopf-70263) :-oopss
kardiologin bei kardiologenkongress gestorben :-((
hier (http://www.diepresse.com/home/panorama/oesterreich/327442/index.do?direct=327442&_vl_backlink=/home/panorama/oesterreich/327123/index.do&selChannel=)
Nachricht über meiner: Krizzeldingsbums existiert noch. :-))
LG,
Ally
OT:
klar tu' ich das :-))
habe eine fast einjährige forums-non-spam pause eingelegt.....
wärend dessen habe ich natürlich immer brav mitgelesen und im 3 word sory thread mitkopiert :P
@goeme: DANKE! :D ich hab das mit dem verlinken gestern irgedwie nicht hinbekommen, obwohl ich es genauso hinschreiben wollte, wie's jetzt da steht :-))
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