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vanilleeis
18.10.2018, 20:38
Ach komm, kein Arzt spritzt erst sich selber und dann den Pat mit der gleichen Kanüle. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen

WackenDoc
18.10.2018, 20:42
Es sei denn, er ist sehr, sehr krank im Kopf.

Aber in welchem Zusammenhang soll er das gemacht haben? Medikament für Patienten aufgezogen, in nem ruhigen Eck einen Teil davon sich selber gespritzt und den Rest für den Patienten?

Sebastian1
18.10.2018, 21:22
Habe leider schon Kollegen mit Opiatabhängigkeit erlebt, wo wirklich raffinierte Ideen zum Eigenkonsum an den Tag gelegt wurden, bis die Nummer dann irgendwann aufgeflogen ist und retrospektiv einige Ereignisse ziemlich logisch erklärt hat. Und das war Junkieverhalten. Von daher schliesse ich da nix aus. (In dem betreffenden Fall hat erst die Kripo den entsprechenden Kollegen erwischt und eine Approbation hat er nicht mehr...)

Colourful
19.10.2018, 06:34
Das ist wirklich krass.

nie
19.10.2018, 08:21
Ich hatte leider auch schon so Fälle im Kollegenkreis und deshalb wundert mich da gar nichts mehr. Da hat sich auch so einiges merkwürdiges erklärt als plötzlich die Kripo auf der Matte stand...

roxolana
19.10.2018, 09:14
Habt ihr schon von dem Fall hier (https://www.christmann-law.de/neuigkeiten-mainmenu-66/834-niedergelassenem-arzt-wird-approbation-entzogen-weil-er-ohne-anaesthesist-operierte-und-danach-die-notwendige-verlegung-der-patientin-ins-krankenhaus-verzoegerte-vg-berlin-17-01-2018.html) gehört?

Echt unglaublich, was es für Pfuscher gibt. :-(

Meuli
19.10.2018, 09:30
:-((:-((:-(( Da wird einem angst und bange ... :-kotz

Feuerblick
19.10.2018, 10:02
Das Schlimmste daran ist ja: Der Typ hat absolut fahrlässig gehandelt, schiebt aber die Schuld auf andere statt wenigstens einzusehen, welchen Bockmist er gebaut hat. Der sollte in seinem Leben nicht mal mehr ein Küchenmesser in die Hand nehmen dürfen :-wand

Fr.Pelz
19.10.2018, 10:46
"Nachdem bei fünf Patienten der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth Hepatitis C festgestellt wurde, wird in Krankenhauskreisen über eine Drogenabhängigkeit des verdächtigten Narkosearztes spekuliert. Denkbar wäre, dass die Patienten über Spritzen angesteckt wurden, die der Anästhesist zuvor bei sich selbst verwendet haben könnte." (br.de, 18.10., https://www.br.de/nachrichten/bayern/hepatitis-c-infektionen-geruechte-ueber-drogensucht-des-arztes,R6p5hx6)

Steht aber nicht dabei, wer das für denkbar hält... :-))

Ich finde das auch super unwahrscheinlich. Kanülen sind doch nun wirklich nirgends abgezählt... Vielleicht doch eher Sexualkontakte?

Feuerblick
19.10.2018, 10:59
Zumal ich mich ja frage: Wie oft nutzt ausgerechnet ein Anästhesist Kanülen? Er wird ja wohl kaum Viggos an sich selbst und dann an anderen eingesetzt haben? Oder seine Kanülen zum Medikamentenaufziehen? Klingt für mich bisher doch ziemlich konstruiert.

vanilleeis
19.10.2018, 12:33
Ich finde das auch super unwahrscheinlich. Kanülen sind doch nun wirklich nirgends abgezählt... Vielleicht doch eher Sexualkontakte?

Mit 5 Patienten? Das finde ich mindestens genauso unwahrscheinlich, bzw. gruselig

Sebastian1
19.10.2018, 12:36
Der verlinkte Fall weiter oben ist allerdings ganz schön heftig...

vanilleeis
19.10.2018, 13:00
Der verlinkte Fall weiter oben ist allerdings ganz schön heftig...

Das sag ich Dir. Den sollte man eigentlich mal psychiatrisch begutachten lassen, wenn das wirklich alles stimmt

Choranaptyxis
19.10.2018, 13:12
Hat der echt geglaubt, jemand nimmt ihm ab, dass er keinen Fehler gemacht hat und alles dann an den Fehlern der Klinik lag? Ich meine, die Ausreden sind ja allesamt so hanebüchen, da muss doch jeder Verteidiger sagen, geben sie alles zu und hoffen sie auf Strafmilderung.

agouti_lilac
19.10.2018, 16:23
Ein Anästhesist sei während des Eingriffs verfügbar gewesen, denn der mit einem Anästhesisten bestückte Notarztwagen der Berliner Feuerwehr sei in der Suarezstraße stationiert und hätte die Praxis damit innerhalb von drei Minuten Fahrzeit erreichen können. Er sei indes nicht benötigt worden.

Wtf... :-notify:-notify:-notify

lio
19.10.2018, 17:47
Ich finde das auch super unwahrscheinlich. Kanülen sind doch nun wirklich nirgends abgezählt... Vielleicht doch eher Sexualkontakte?
Kanülen vielleicht nicht, aber der BTM-Inhalt der Spritze halt schon. Auch wenn man die Kanüle wechselt, der Spritzeninhalt ist durch Rücklauf kontaminiert. So haben sich schon zig Leute bei Reihenimpfungen infiziert.
Unser Infektiologen meinten immer, dass Hep C faktisch nicht über Sexualkontakte übertragen werden kann.

LasseReinböng
22.10.2018, 22:50
Wurde hier eigentlich schon der neuste Knochensäge-Event in Istanbul diskutiert ??!

Autolyse
25.10.2018, 18:23
^^Und ich hoffe, dass ich das noch erleben werde!

Es sieht gut aus.
Das BAG hat heute erwartungsgemäß den Fall Egenberger (https://www.zeit.de/news/2018-10/25/urteil-strengere-regeln-fuer-kirchen-als-arbeitgeber-181024-99-512364) entschieden und damit - endlich - die Axt ans kirchliche Arbeitsrecht gelegt. Der Fall Adamek ist noch nicht terminiert, aber damit erwartungsgemäß vorgezeichnet.

Moorhühnchen
25.10.2018, 19:00
Der Kläger hat am 10. August 2015 Klage erhoben. Er bezieht sich auf sein Vorbringen im Rahmen des Verwaltungsverfahrens und trägt unter anderem vor, die einzig wahren und kausalitätstechnisch vom Geschehen in seiner Tagesklinik völlig abgekoppelten Ursachen für den späteren Tod der Frau S. seien im Sankt Gertrauden-​Krankenhaus gesetzt worden. Dort habe sie zwei weitere Herzstillstände erlitten, die völlig unzureichend dokumentiert worden seien. Es sei eine Sepsis gesetzt worden, die tagelang völlig unzureichend behandelt worden sei und schließlich zum Tod geführt habe. Darüber hinaus sei eine massive Diazepam-​Vergiftung gesetzt worden, es seien grobe Fehldiagnosen hinsichtlich der Schädel-​CTs getroffen und es sei eine hirntötende, aber organerhaltende spenderzentrierte Therapie begonnen worden. Hieran sei die Patientin gestorben, nicht an dem schicksalhaften Herzstillstand in seiner Tagesklinik oder aufgrund der Zeitdauer bis zur Verlegung ins Krankenhaus. Die Einzelheiten dieses völligen Versagens des Krankenhauspersonals könnten den Akten des Landgerichts Berlin in dem vom Ehemann der Patientin gegen den Kläger geführten Arzthaftungsverfahren (35 O 265/08) entnommen werden. Danach bestünden tiefgreifende Zweifel an den Feststellungen im Strafverfahren. Insgesamt stelle der deutsche Strafprozess kein rechtsstaatliches Verfahren dar. Der Begriff der Unwürdigkeit entstamme einem Standesdünkel und sei nicht mehr zeitgemäß; die Vorschriften über den Approbationswiderruf verstießen insoweit gegen die verfassungsrechtlich garantierte Berufsfreiheit. Dies sei in einem konkreten Normenkontrollverfahren festzustellen. Er sei auch nicht unzuverlässig. Zwischen den im genannten Zivilrechtsstreit zu Wort gekommenen Gutachtern sei streitig, ob eine sofortige Verlegung der Patientin ins Krankenhaus notwendig gewesen wäre. Selbst wenn insoweit ein ärztlicher Fehler vorliegen sollte, handele es sich jedenfalls um ein erstmaliges Verhalten, für das er subjektiv sehr gute Gründe angegeben habe.

"Unwürdig" ist genau das richtige Wort. Sowas Geisteskrankes hab ich ja tatsächlich noch nie gehört... da ist der Pfleger aus Delmenhorst ja ein wahrer Engel dagegen gewesen.

Brutus
25.10.2018, 19:21
Es sieht gut aus.
Das BAG hat heute erwartungsgemäß den Fall Egenberger (https://www.zeit.de/news/2018-10/25/urteil-strengere-regeln-fuer-kirchen-als-arbeitgeber-181024-99-512364) entschieden und damit - endlich - die Axt ans kirchliche Arbeitsrecht gelegt. Der Fall Adamek ist noch nicht terminiert, aber damit erwartungsgemäß vorgezeichnet.
Naja, die EKD hat ja schon den Gang vors Verfassungsgericht angedeutet. Und es geht ja in dem Fall nur um den Eintritt in die Firma Kirche. Was ist denn, wenn Du schon dort arbeitest und aus der Kirche austrittst? Dürfen sie Dir dann trotzdem kündigen? :-nix