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Grausige Geschichte einer hochrangigen Chirurgin aus Lübeck https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Der-gescheiterte-Rauswurf,uksh576.html?fbclid=IwAR2rUkkvbsmfNBabq-snqiRiodBEMSnLQX94b1mnCnkIbsfGbdFLguUBuWE
Choranaptyxis
25.05.2020, 20:41
Grausige Geschichte einer hochrangigen Chirurgin aus Lübeck https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Der-gescheiterte-Rauswurf,uksh576.html?fbclid=IwAR2rUkkvbsmfNBabq-snqiRiodBEMSnLQX94b1mnCnkIbsfGbdFLguUBuWE
Das sind ja mal richtig Abgründe... mehr als traurig
:-( das ist eine Katastrophe! (Und passiert sicher öfter als man denkt...)
Kackbratze
25.05.2020, 21:11
Willkommen in der Realität in manchen Kliniken. Die Assistenten bekommen meist nur 50% bzw. die gezielt gestreuten Infos mit und, jetzt im Ernst, wer stellt sich vor einen OA, wenn der Chef was Anderes will...das ist allerdings nicht ausschließlich in Krankenhäusern so, das kann man in jeder Branche beobachten.
Die Peinlichkeit ist das Verhalten der Klinikleitung, die ein so eklatantes Fehlverhalten an den Tag legt, das es einen graust.
Die Peinlichkeit ist das Verhalten der Klinikleitung, die ein so eklatantes Fehlverhalten an den Tag legt, das es einen graust.Echt. Hat gefehlt, als sie krankgeschrieben war?
Wieso will der Professor die OÄ denn so dringend loswerden, dass dem so ne Realsatire nicht zu doof war? :/
FirebirdUSA
26.05.2020, 04:05
Echt. Hat gefehlt, als sie krankgeschrieben war?
Wieso will der Professor die OÄ denn so dringend loswerden, dass dem so ne Realsatire nicht zu doof war? :/
Vermutlich (und das ist reine Spekulation) hat er entweder den Posten geschäftsführender OA einem seiner Günstlinge versprochen oder sie passt fachlich nicht (vielleicht macht sie manche OP anders wie der Chef gerne hätte und darf das natürlich auch als Fachärztin) oder hat ihrem neuen Chef fachlich (zu Recht vielleicht sogar) widersprochen... da wird ein Alphatier dann schnell ungemütlich. Wenn man ehrlich ist haben viele Chefärzte (insbesondere an Unikliniken) die feste Vorstellung nur ihre Meinung ist die Wahrheit und ihr Wort ist Gesetz
FirebirdUSA
26.05.2020, 04:06
Edit: Doppelt
pineapple
26.05.2020, 16:11
Die Reportage kam neulich auch im Fernsehen. Der Chef hatte vor, sein komplettes Team mitzubringen. Ergo mussten die alten gegangen werden ...
Pampelmuse
26.05.2020, 19:44
Das wollte ich auch gerade schreiben. Ist gerade an vielen Unis ja leider fast schon Usus, dass nach und nach das vorbestellende Team "ersetzt" wird. :-kotz Mir tut die Kollegin echt leid. Sie sah in einem anderen Beitrag schon sehr mitgenommen aus. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie hilflos sie sich gefühlt haben muss. :(
Weiß man, was jetzt aus ihrem Job wird? Und was ist mit den anderen Kollegen passiert, die der neue Chef wohl auch loswerden wollte?
Matzexc1
26.05.2020, 19:57
Ich kenne Teile der Lübecker Herzchirurgie mit Stand 2016. Die Oberärzte sind außer der Ärztin neu.
Ein Professor hat mir mal erzählt wie es war mit seinem Chef an eine andere Uniklinik zu gehen. Als sie ankamen war die Stimmung in der Abteilung verheerend, vor allem da die ehemalige Führungsebene eine absolute Ellenbogenmetalität (vor allem den Assistenten gegenüber, gefördert hatte.
Am Ende wurde die halbe Oberarztriege ausgetauscht.
Ich habe schon mehrfach von ähnlichen Geschichten gehört. Und in der Herzchirurgie sind die Egos oft besonders groß. Klar, dass man da keine etablierte Konkurrenz dulden will.
Christoph_A
27.05.2020, 11:01
Ist ja beileibe nix Neues, erstaunlich ist an der ganzen Geschichte nur, dass sich endlich jemand erfolgreich gewehrt hat. Bisher kamen die meisten Neuchefs mit ihren Austauschprogrammen eigentlich in allen Fällen, die ich kenne, durch, beziehungsweise haben die betreffenden Altkollegen freiwillig die Flucht, teils auch unterstützt per goldenem Handschlag durch die Verwaltungen, ergriffen.
Kackbratze
27.05.2020, 11:07
Ein goldener Handschlag ist manchmal lohnenswerter als Martyrium. Schlaue Verwaltungen geben einem so die Hand, dass es keine Unzufriedenen gibt.
Colourful
27.05.2020, 11:43
Aber die waren halt nicht schlau. Und der Chef ist halt ein ordentliche Narzisst. Gehört sich wohl so als Chef der Herzchirurgie.
Christoph_A
27.05.2020, 12:30
Aber die waren halt nicht schlau. Und der Chef ist halt ein ordentliche Narzisst. Gehört sich wohl so als Chef der Herzchirurgie.
Da ist was dran. Allerdings sind gerade in der Herzchirurgie viele Sonnenkönige Freunde des Weglobens mit goldenem Handschlag, da dann im Umkreis von 200km viele ergebene Unterkönige "minderwertigen" Abteilungen vorstehen, die den großen Meistern gerne und willfährig Patienten zuschustern, um sich in deren Gunst sonnen zu können.
Daher hat mich das Vorgehen dieses Chefarztes doch gewundert, allerdings, wer in Oxford rumgegeistert ist, sollte einen nicht negativ überraschen können.....
pineapple
27.05.2020, 18:48
Sie arbeitet wieder in dem KH, allerdings an anderer Stelle und nicht mehr in der Herzchirurgie. Die Stelle war dann weg.
Mir tut sie auch Leid, sie wurde behandelt und überwacht wie eine Kriminelle
Das wollte ich auch gerade schreiben. Ist gerade an vielen Unis ja leider fast schon Usus, dass nach und nach das vorbestellende Team "ersetzt" wird. :-kotz Mir tut die Kollegin echt leid. Sie sah in einem anderen Beitrag schon sehr mitgenommen aus. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie hilflos sie sich gefühlt haben muss. :(
Weiß man, was jetzt aus ihrem Job wird? Und was ist mit den anderen Kollegen passiert, die der neue Chef wohl auch loswerden wollte?
Pampelmuse
28.05.2020, 20:13
Für mich fühlt sich das trotzdem falsch an: der Chef ist sie trotzdem losgeworden und sie arbeitet nicht mehr in dem Fach, für das sie viel Energie und Lebenszeit geopfert hat.
Natürlich ist das falsch! Daß in medizinischen Abteilungen neue Chefs wie die Leitwölfe im Wolfsrudel erstmal sämtliche potentiellen Rivalen wegbeißen und kaltstellen, ist ein Anachronismus, der Akademikern unwürdig sein sollte, völlig unabhängig vom Geschlecht.
Leider wird die Menschheit ihre animalischen Vorgehensweisen auf absehbare Zeit nicht wirklich ablegen, aber bis zur UFP haben wir ja noch 140 Jahre...
Ich finde wirklich erschreckend an dieser Geschichte, dass offensichtlich der Klinikumsvorstand diese persönliche Vendetta des neuen Chefs mitgetragen hat und offenbar auch weiter mitträgt, obwohl denen doch auch spätestens zum Prozess klar geworden sein muss, dass das keine ernsthaften fachlichen Gründe haben kann.
Und bis zum Beweis des Gegenteils finde ich es gleichsam erbärmlich, dass der Aufsichtsrat da auch die Zähne nicht auseinander kriegt.
Sie arbeitet wieder in dem KH, allerdings an anderer Stelle und nicht mehr in der Herzchirurgie. Die Stelle war dann weg.
Wobei da das letzte Wort noch nicht gesprochen sein dürfte. In dem Artikel (oder der Fortsetzung) steht ja, dass sie derzeit auf der Intensivstation eingesetzt ist, was jedoch nicht dem Urteil des LAG entspricht...
Fortsetzung folgt also noch. Man darf gespannt bleiben.
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