Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Kliniksstudenten
ich denke es kommt wirklich ganz darauf an wie geschickt die unis die praxis integrieren, sofern das so frühzeitig geschieht wie in unserem modellstudiengang (schon ab dem ersten semester - und im physikumsäquivalent haben wir dann auch einen praktischen part/osce, in welchem bereits erste klinische basisfertigkeiten abgeprüft werden). wir haben ebenfalls module nach organ(sytem)en, und da wird dann echt alles unterricht: grundlagen wie zb. kliche/mibi (beides sehr fallbezogen, auch mit unterricht am krankenbett), patho, radio, pharma etc.pp immer passgenau zum jeweiligen thema zugeschnitten. gleichzeitig wird bekannter stoff in den zahlreichen seminaren/uaks/bp vorausgesetzt/stetig repitiert... dafür haben wir aber auch jetzt im 9. semester (wo die meisten fast scheinfrei sind) noch die basics (kliche, patho und co) - thema lernspirale und so :)
habt ihr das 10. semester eigentlich auch komplett für die hex-vorbereitung geblockt, sofern ihr keine blöcke/module schieben musstet? oder wie ist das an anderen unis so organisiert?
beim thema famulaturen bin ich echt zwiegespalten. ich denke eher, dass für die kleineren klinischen fächer im mittel schon sehr spezielles wissen vonnöten ist (auge zb. würde ich definitiv erst nach dem block/modul machen, uro/hno könnte man dagegen ggf. vorziehen, sofern es ein kleines haus mit überschaubarem spektrum ist), um von der famu auch wirklich profitieren zu können. deshalb empfehle ich allen, die zumindest ein bisschen was für chirurgie übrig haben, zunächst eine famu in der vac bzw. uc/ortho (kleine bis mittlegroße abteilung, keine uni) - sehr wenig pharma, man kann sich gut auf die schwerpunkte der jeweiligen abteilungen vorbereiten und lernt v.a. in zna und op eine menge praktischer skills zu beginn :)
innere würde ich dann empfehlen, wenn man ein kleines haus mit feld-wald-wiesen klientel in aussicht hat (also v.a. gastro-pats), weil man sich da ebenfalls gut einlesen kann :) thema hausarzt sehe ich wie davo, sofern man was draus mitnehmen will.
@Jana:
Psychiatrie waren bei uns 24 Einheiten Vorlesung auf sehr variablem Niveau. Das, was man dort gelernt hat, kann man sich problemlos an einem Tag mit einem Kurzlehrbuch beibringen. Auch Anästhesiologie (bei uns 26 Einheiten Vorlesung), Auge (bei uns 20 Einheiten Vorlesung), HNO (bei uns 28 Einheiten Vorlesung) und Uro (bei uns 14 Einheiten Vorlesung) haben in D nur einen sehr geringen Stundenumfang, ist also auch kein Problem sich das selbst vor der Famulatur selbst beizubringen. Viele klinische Fächer werden im Studium nur in sehr, sehr geringem Ausmaß behandelt, das ist in D nicht anders. Aber alles was sehr umfangreich ist, wie Allgemeinmedizin, Innere oder Pädiatrie, würde ich nach Möglichkeit so spät wie möglich machen.
Irgendwas sinnvolles wirst du sicher finden.
Rein interessehalber: Wo in den USA warst du? Und du planst anscheinend nicht, nach D zurückzukommen?
@sheep:
Wir werden im 10. Semester wahrscheinlich am 22. Juni die letzte Klausur haben, um mehr Zeit für die HEX-Vorbereitung zu haben.
Choranaptyxis
29.10.2017, 10:16
Was sinnvolles finde ich klar, ich möchte aber auch etwas interessantes machen und vor allem für später ausloten, damit ich nach dem Studium möglichst schlau dastehe.
Ich war 1 Jahr in Kentucky, 1 Semester in Texas, die Konservative Schiene pur :D USA nur noch als Urlaubsland, leben nie, aber der Kultureinblick hatte auf alle Fälle was, die Zeit möchte ich auch nicht missen, zumal es dank Sportstipendium nen tollen Tagesablauf mit ca 3h Sport teils waren, das hätte ich am liebsten wieder :)
Nach Deutschland möchte ich lieber gestern als heute zurück. Ich hasse es die meiste Zeit hier zu sein und ärgere mich maßlos über mich selber, nicht mehr in der Schule getan zu haben. Mein komplettes Jahr (nicht Semester) besteht mit mir aus 12 Studenten, nach 2 Jahren aufeinanderhocken (bei uns ist eig alles Pflicht, maximal eine Vorlesung nicht) reicht es, zumal bei uns Zweckgemeinschaft sehr treffend ist, da gönnen einem nicht viele was. Oft nur, warum hat der ne bessere Note etc. Realistisch betrachtet ist es aber eher unwahrscheinlich, dass ich einen Platz bekomme, sodass ich hier planen muss, auch wenn mich der Gedanke an 3,5 Jahre hier eher depressiv werden lässt.
Absolute Arrhythmie
29.10.2017, 10:26
Ich werde Anfang August neun Klausuren schreiben :-kotz
Hier gibt's keine Extrawurst im Examenssemester.
@Jana:
Alles klar. Mit "sinnvoll" habe ich durchaus auch sinnvoll für die eigene Medizin-Zukunft gemeint :-))
@AA:
Das ist heftig. Hab von dem antizyklischen Problem gelesen...
Trotz der eher theoretischen Inhalte versucht meine Uni auch in Mibi (Infektio kommt im 6./7.), KliChe und co. das Wissen immer direkt anhand realer Patientenfälle zu erläutern. Das KliChe Praktikum ist jetzt fast vorüber und war wirklich sehr gut strukturiert (immer halb Theorie und halb Besprechung/Knobeln mit Patientenakten aus dem Herz- und Diabeteszentrum die das Praktikum bei uns ausrichten). Ansonsten greifen z.b. die Mibi/Viro, Pharma, Patho und KliChe Vorlesungen immer wieder einander auf und sind thematisch teilweise auch abgestimmt. Keine Ahnung wie das an anderen Unis organisiert ist, aber wir haben jetzt im 5. auch noch andere Grundlagenkurse wie Impfen (läuft über Prävention) oder Blutentnahme/PVK (läuft über Hygiene) und zusätzlich ein sehr gutes SkillsLab. Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich sehr zufrieden.
@Jana: Ich kann mir vorstellen wie ätzend es ist wenn man so lange Zeit in einer so kleinen Gruppe zusammen ist wenn man nicht gerade Freunde fürs Leben gefunden hat. Aber eventuell klappt es ja noch früher oder später mit einem Klinikplatz in D!
@Sheep: ich habe meinen Platz damals in HH bekommen und auch überlegt nach Düsseldorf zu gehen (ebenfalls stark modularisierter Modellstudiengang), aber ich denke für mich persönlich war es eindeutig die bessere Entscheidung in einem Regelstudiengang zu studieren. Ich hake die Dinge lieber nacheinander ab als immer alles nur Häppchenweise serviert zu bekommen und hätte es wohl eher als einschüchternd empfunden zu früh zu viel Patientenkontakt zu haben. Außerdem würden mich die ständigen OSCEs und mündlichen Prüfungen in HH in den Wahnsinn treiben (no offense :-oopss ).
Die letzten 1,5 Semester sind bei uns nur noch Blockpraktika sodass man keine Klausuren mehr hat und die Examenssemester (also 4. und 10.) enden immer früher (~Mitte Juni).
@Sheep: ich habe meinen Platz damals in HH bekommen und auch überlegt nach Düsseldorf zu gehen (ebenfalls stark modularisierter Modellstudiengang), aber ich denke für mich persönlich war es eindeutig die bessere Entscheidung in einem Regelstudiengang zu studieren. Ich hake die Dinge lieber nacheinander ab als immer alles nur Häppchenweise serviert zu bekommen und hätte es wohl eher als einschüchternd empfunden zu früh zu viel Patientenkontakt zu haben. Außerdem würden mich die ständigen OSCEs und mündlichen Prüfungen in HH in den Wahnsinn treiben (no offense :-oopss ).
Die letzten 1,5 Semester sind bei uns nur noch Blockpraktika sodass man keine Klausuren mehr hat und die Examenssemester (also 4. und 10.) enden immer früher (~Mitte Juni).
der superfrühe pat-kontakt hat aber genauso seine vorteile, ebenso wie die zahlreichen mündlichen prüfungen/osces (da entwickelt sich mit der zeit auch definitiv ne gewisse routine).
hamburg organisiert zb. schon ganz früh u-/anamnesekurse bzw. generell praktika zur gesprächsführung (verschiedene techniken/inhaltliche schwerpunkte) mit schauspielpats, sodass man nie unvorbereitet auf station geht. und das feedback der dozenten ist eigentlich durchweg positiv. die, die noch die hamburger regelstudiengängler unterrichtet haben, sagen oft ganz klar, dass wir in vielen bereichen deutliche wissensvorsprünge haben und in vielerlei hinsicht einfach auch schon weit souveräner agieren als jemand, der oft erst nach dem 5. semester wirklich mit pats in kontakt kam.
am ende kann natürlich jeder für sich entscheiden, was seinem naturell eher liegt. klar :)
Das Problem ist halt, dass Dozenten an einer Modellstudiengang-Uni natürlich immer geneigt sein werden zu sagen, dass ein Modellstudiengang (und zwar insbesondere der eigene! :-p) am besten ist :-p Solche Aussagen würde ich immer auch im Kontext der Reduktion kognitiver Dissonanz sehen. Das soll keine Kritik an Modellstudiengängen sein, aber oft verdeckt leider zu viel Stolz auf die eigenen Entscheidungen eine rationale Analyse des Istzustandes. Das ist bei uns ganz genauso.
Ich würde manchmal gerne wissen, was anders gewesen wäre / wäre, wenn ich stattdessen in Aachen (habe ich damals ernsthaft in Erwägung gezogen) oder Hannover (fand ich damals auch recht interessant, aber war mir aufgrund der alten Grenzwerte zu riskant) studieren würde. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass nur die wenigsten Studenten beide Welten kennenlernen dürfen ;-)
OSCEs, Schauspielpatienten, Anamnesekurse usw. gibts heute ja wahrscheinlich an jeder deutschen Uni, aber das Timing, die konkrete Durchführung, die Reihenfolge und die Stimmigkeit des Gesamtkonzeptes variieren sicher sehr stark.
Ich frage mich dann aber auch immer (und das soll jetzt in keinster Weise als Kritik gemeint sein!) ob es dann hinten raus wirklich einen Unterschied macht? Die Routine kommt doch wahrscheinlich bei jedem und ob es dann einen Unterschied macht ob ich ab dem 1. oder erst ab dem 5. regelmäßigen ("ärztlichen") Patientenkontakt hatte? (Das ist jetzt einfach nur laut von mir gedacht, es würde mich wirklich interessieren).
Wir hatten auch schon ab dem ersten Semester Anamnese- und Untersuchungskurse (war dann eben "offiziell" EKM/BFE) und (gute) Kommunikationskurse im Rahmen von PsychSoz, aber wirklich etwas damit anfangen konnten wir häufig erst gegen Ende der Vorklinik. Aber da müsste man wahrscheinlich wirklich jemanden beide Systeme durchlaufen lassen und auch da gibt es ja wieder Riesenunterschiede zwischen den Unis... ich finde es zumindest sehr gut, dass man eben die Wahl hat, je nachem welches System einem mehr liegt :-)
Ja, vielleicht macht es wirklich keinen Unterschied. Keine Ahnung. Ich würd es selbst gern wissen :-)) Dass man die Wahl hat ist gut, da gebe ich dir Recht.
ich hab zwei kommilitonen, welche vor einigen jahren mal mit medizin (vk in münster und hamburg) angefangen haben - und dann aus unterschiedlichen (privaten) gründen beide das physikum nicht ablegen konnten. und beide sagen ganz klar, dass die "vorklinik" (1. lernspirale), so wie sie momentan am uke existiert, um ein vielfaches angenehmer zu bewältigen sei.
angefangen beim ganzheitlichen ansatz (wo eben - wie gesagt - nicht mehr alles ganz krass nach fächern getrennt ist, sondern fächerübergreifend ineinander verzahnt gelehrt wird), über den frühen patientenkontakt (man weiß immer sofort, wofür man sich den ganzen brainfuck gerade antut, statt den kram erst viele semester später zb. im innere block abrufen zu müssen - und ich denke schon, dass es unterm strich für den lernprozess günstiger ist, bestimmte dinge über jahre hinweg = semester 1-9 immer wieder zu trainieren/wiederholen - anstatt am ende des studiums ganz konserviert vom einen ins bp zu "hetzen"). ganz abgesehen davon, dass das ganze prüfungssystem in meinen augen sehr viel studentenfreundlicher ist (thematisch gemischte/ganzheitliche klausuren, sehr viele mündliche prüfungen/osces, statt sich für das impp in die depression zu kreuzen ;))... dann die tatsache, dass man sich bei den nawis aufs wesentliche fokussiert, viele für die medizinische lehre eher unnütze theme aussortiert hat etc.pp. -> mehr zeit für unterricht am patienten ;)
ab dem 3./4. semester hat man eigentlich keine woche mehr uni, ohne wenigstens 2-3 tage/woche für ein paar stunden auf station zu sein - und ab dem 5. semester überwiegt die praxis ggü. dem rein theoretischen unterricht dann schon absolut deutlich.
klar, unterricht mit simpats ist an und für sich nix spektakuläres mehr. aber das timing ist eben ein völlig anderes. sprich wir lernen irgendeine technik am simpat und gehen dann eben auch ganz zeitnah zu den patienten und nicht erst ein paar semester später. vom reinen fachwissen her relativiert es sich natürlich in den höheren semestern irgendwann schon, denke ich.
Klingt auf jeden Fall sehr interessant. Vor allem weil einem diese konkrete Durchführung als Außenstehendem sonst verschlossen bleibt. Auch wenn der Hauptfokus ja nicht sein sollte, dass es "angenehm zu bewältigen" oder "studentenfreundlich" ist, sondern dass man möglichst viel lernt. Ich fand unsere Nawis im Rückblick nicht besonders belastend, aber von Anatomie oder Physiologie zehre ich nach wie vor immer wieder - habe also definitiv keinen Vorklinik-Schock.
Man sollte IMHO auch nicht vergessen, dass auch jeder Regelstudiengang eine "Lernspirale" bietet: Im 2. Semester hatten wir die Anatomie der Niere, im 3. Semester die Physiologie der Niere, im 5. Semester hatten wir HWI, Pyelonephritis, usw. in Mibi, im 6. Semester hatten wir die Urologie-Vorlesung, den Sonokurs, Diuretika uvm. in Pharma, Nieren-relevante Laborwerte in Klinischer Chemie, im 8. Semester Elektrolyt- und Wasserhaushalt uvm. in Klinischer Pharmakologie, im 9. Semester haben wir drei Tage ganztags Uro-Praktikum, im 10. Semester dann sicher auch den einen oder anderen Uro-Fall im Rahmen von KPK... also wenn unsere Universität eine gute PR-Agentur hätte, könnte sie da von einer ganz wunderbaren Lernspirale schreiben :-)) :-p Regelstudiengang bedeutet ja nicht Vorlesung, Praktikum, Ende Gelände.
Das mit den mündlichen Prüfungen klingt allerdings wirklich sehr sinnvoll. Bei uns wird in der Klinik leider auf eine sehr sinnlose Art geprüft.
Bei uns sind die Fächer ebenfalls thematisch verknüpft (siehe: http://medizinstudium.ruhr-uni-bochum.de/medidek/pict/irm_gross.png), sodass wir z.B. parallel Respirationstrakt in Anatomie und Physiologie durchnehmen und dazu noch COPD in PsychSoz oder Verdauung/GI-Trakt parallel in BC, Anatomie in Physio, dazu dann jeweils passend POL, EKM/BFE mit den Standarduntersuchungen etc., die Klausuren bzw. Fächer an für sich sind allerdings trotzdem noch getrennt. Im Allgemeinen haben die Bemühungen klinische Bezüge in der Vorklinik herzustellen in den letzten Jahren auch in den Regelstudiengängen massiv zugenommen. Wir nehmen ja auch im RS nicht nur z.B. die Niere im Normalzustand durch, sondern auch direkt die wichtigsten Diuretika, Normalwerte der wichtigsten Elektrolyte und was bei Erhöhung/Erniedrigung passiert (und wie es dazu kommen kann), die wichtigsten Erkrankungen in Anatomie etc. Zumindest ich habe mich eher selten gefragt warum ich bestimmte Dinge gerade lerne da eigentlich immer direkt der Bezug zur Klinik hergestellt und erklärt wurde warum und für welche Erkrankungen das später wichtig ist. Klar hatten wir dann nicht direkt den Patienten im Nachbarzimmer, aber ein gewisser Rundumschlag durch die relevanten Bezüge war immer vorhanden.
Das soll jetzt aber auch hauptsächlich zur Erklärung dienen wie es bei uns abläuft und kein Modell-bashing sein :-) Ich denke besonders das Physikum (zumindest der IMPP-Teil) und die Prüfungsformen (10 Klausuren in ein paar Tagen, die hauptsächlich aus Altfragen bestehen...) könnten sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden. Und auch das Prinzip der Lernspirale leuchtet mir ein und ich sehe definitiv die Vorzüge. Ich denke nur nicht unbedingt, dass es etwas für mich persönlich wäre, da ich die Fächer lieber einzeln abschließe. Dementsprechend bin ich mit meiner Studienorganisation sehr zufrieden, wobei ich dazu auch sagen muss, dass Bochum bis 2011/2012 parallel einen Regel- und Modellstudiengang laufen hatte, die beide sehr ausführlich evaluiert wurden und dann 2013 zum aktuell existierenden Reformstudiengang zusammengelegt wurden (der auf dem Papier aber Regelstudiengang ist). Seitdem wird weiterhin stetig verbessert und verändert. Mit den älteren sehr streng getrennten Regelstudiengängen hat er also wahrscheinlich sowieso nicht mehr allzu viel gemein.
Und auch zwischen den Modellstudiengängen scheint es da ja massive Unterschiede zu geben. Köln z.B. wirkt auf mich sogar noch stärker "regelhaft" als unser Modell (jedes Semester ein Fach streng getrennt, "Modell" hauptsächlich über Extramodule) während mir die Charité oder Witten viel zu stark reformiert und POL-orientiert wären. Hamburg, Hannover oder Aachen scheinen da eher einen guten Mittelweg zu gehen. Düsseldorf hatte 2015 hauptsächlich noch die Problematik der "Kinderschuhe", dass vieles eben noch chaotisch und unstrukturiert war (eine Freundin berichtete z.B. von dem Problem, dass man in den Klausuren alle Fächer anteilig an Fragen entsprechend des Moduls verteten hat und diese erst zum Ende des Studienabschnittes zusammengezählt werden, sodass Freunde von ihr teilweise kurz vor dem 2. Stex standen und noch Gesamtklausuren zu KliChe oder Immuno nachholen durften, da in den meisten Klausuren nur 1-2 Fragen dazu vertreten waren).
Aber das wird auch langsam alles ziemlich arg OT :-blush der Erfahrungsaustausch ist trotzdem immer wieder super interessant. Vor allem wie stark die Unterschiede zwischen den Unis trotz identischer Approbationsordnung doch sind :-)
Ich denke besonders das Physikum (zumindest der IMPP-Teil) und die Prüfungsformen (10 Klausuren in ein paar Tagen, die hauptsächlich aus Altfragen bestehen...) könnten sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden. (...) Aber das wird auch langsam alles ziemlich arg OT :-blush
Gerade in diesem Thread ist eigentlich nichts OT :-)) :-p
Das schriftliche Physikum fand ich schon in Ordnung. Aber wenn ich mir unsere Klinik-Klausuren so anschaue (die so ähnlich wie eure zu sein scheinen), dann bin ich echt froh, dass es ein deutschlandweit einheitliches Hammerexamen gibt :-)) :-p
Und auch zwischen den Modellstudiengängen scheint es da ja massive Unterschiede zu geben. Köln z.B. wirkt auf mich sogar noch stärker "regelhaft" als unser Modell (jedes Semester ein Fach streng getrennt, "Modell" hauptsächlich über Extramodule) während mir die Charité oder Witten viel zu stark reformiert und POL-orientiert wären. Hamburg, Hannover oder Aachen scheinen da eher einen guten Mittelweg zu gehen.
Ganz genau so sehe ich das auch. Aachen habe ich in die engere Wahl gezogen, Hannover hätte ich bei etwas sanfteren Auswahlgrenzen ebenfalls in die engere Wahl gezogen. Über Hamburg habe ich mich nicht näher informiert, da ich nicht verarmen wollte, aber nach dem was sheep geschrieben hat würde es für mich auch in die engere Wahl fallen.
Düsseldorf hatte 2015 hauptsächlich noch die Problematik der "Kinderschuhe", dass vieles eben noch chaotisch und unstrukturiert war (eine Freundin berichtete z.B. von dem Problem, dass man in den Klausuren alle Fächer anteilig an Fragen entsprechend des Moduls verteten hat und diese erst zum Ende des Studienabschnittes zusammengezählt werden, sodass Freunde von ihr teilweise kurz vor dem 2. Stex standen und noch Gesamtklausuren zu KliChe oder Immuno nachholen durften, da in den meisten Klausuren nur 1-2 Fragen dazu vertreten waren).
Eigentlich krank, dass man so mies organisiert sein kann. Manchmal fehlt es wirklich komplett an vorausschauendem Handeln.
der Erfahrungsaustausch ist trotzdem immer wieder super interessant. Vor allem wie stark die Unterschiede zwischen den Unis trotz identischer Approbationsordnung doch sind :-)
Ich finde das extrem beruhigend. Ich fände es schrecklich, wenn es da in so einem großen Land nur Einheitsbrei gäbe.
Ich vermute, dass man die Modellstudiengänge nur im historischen Kontext verstehen kann. Bei meinem Blockpraktikum Allgemeinmedizin haben mir zwei der Praxisinhaber erzählt, dass sie wirklich nur MC-Klausuren hatten, und absolut null Praxis. Vor diesem Hintergrund versteht man dann vielleicht besser, warum die Modellstudiengang-Unis nach wie vor so stolz auf ihre Studiengänge sind. Selbst den jungen angestellten Arzt hat die Tatsache, dass man in Anatomie lernt, wie man nach Hochstetter i.m. injiziert, total verwundert.
Gerade in diesem Thread ist eigentlich nichts OT :-)) :-p
Das schriftliche Physikum fand ich schon in Ordnung. Aber wenn ich mir unsere Klinik-Klausuren so anschaue (die so ähnlich wie eure zu sein scheinen), dann bin ich echt froh, dass es ein deutschlandweit einheitliches Hammerexamen gibt :-)) :-p
Stimmt eigentlich auch wieder :-D
Nä, das schriftliche Physikum habe ich eigentlich nur als sinnloses Bulimielernen irgendwelcher Fakten empfunden, die außer dem IMPP sowieso niemals wieder jemanden interessieren... das mündliche war da noch deutlich "ganzheitlicher". Das 2. Stex und der Großteil der Klinik kommt ja erst noch ;-) mal sehen was ich in drei Jahren dazu sage. (Die Prüfungen in der Klinik sind laut den höheren Semestern aber wohl nicht der Rede wert :-oopss )
Eigentlich krank, dass man so mies organisiert sein kann. Manchmal fehlt es wirklich komplett an vorausschauendem Handeln.
Ja, die Düsseldorfer Klinik bekleckert sich an vielen Stellen nicht gerade mit Ruhm wenn ich meiner Freundin da Glauben schenken darf. Aber keine Ahnung wie es da mittlerweile aussieht (sie hat noch im Regelstudiengang angefangen und wurde dann ab dem 7. Semester "zwangsumgesiedelt").
Ich finde das extrem beruhigend. Ich fände es schrecklich, wenn es da in so einem großen Land nur Einheitsbrei gäbe.
Ich vermute, dass man die Modellstudiengänge nur im historischen Kontext verstehen kann. Bei meinem Blockpraktikum Allgemeinmedizin haben mir zwei der Praxisinhaber erzählt, dass sie wirklich nur MC-Klausuren hatten, und absolut null Praxis. Vor diesem Hintergrund versteht man dann vielleicht besser, warum die Modellstudiengang-Unis nach wie vor so stolz auf ihre Studiengänge sind. Selbst den jungen angestellten Arzt hat die Tatsache, dass man in Anatomie lernt, wie man nach Hochstetter i.m. injiziert, total verwundert.
Stimmt schon ;-)
Die Ärztin in meiner BFE-(Hausarzt)Hospitation war ebenfalls ziemlich erstaunt darüber was ich nach dem 3. Semester schon kannte. Sie meinte, dass es bei ihr damals wirklich gar keine klinischen Inhalte in der Vorklinik gegeben hatte. Noch nicht mal die gängigsten Pathologien.
Rahmspinat
30.10.2017, 23:19
Bin seit meiner letzten Woche mit der letzten Famulatur fertig. War bis dahin extrem überzeugt davon, Innere machen zu wollen. Hab aber mittlerweile echt Zweifel, was zu mir passen könnte. Naja, vielleicht kommt mir beim Stexlernen die Erleuchtung :D
Weshalb die Zweifel, wenn ich fragen darf?
Ich bin total unschlüssig, ob ich im März-April noch eine Famulatur machen soll. Hab eine nette Rehaklinik direkt an einem großen Skigebiet gefunden, da könnte ich die ganze internistische, neurologische und orthopädische Untersuchung und Diagnostik optimieren, ein paar baby steps in Sachen Stationsbetrieb erlernen. Und am Wochenende skifahren :-p Aber gleichzeitig hätte ich dann nur noch vier Tage frei, bevor Sommersemester und HEX kommen. Schwiiierig.
Wann willst du die Famulatur denn sonst machen?
Gar nicht. Wär rein zum Spaß. Hab meine vier Monate schon seit März beisammen.
(Wär auch finanziell ein Nullsummenspiel.)
Auch wenn der Hauptfokus ja nicht sein sollte, dass es "angenehm zu bewältigen" oder "studentenfreundlich" ist, sondern dass man möglichst viel lernt. Ich fand unsere Nawis im Rückblick nicht besonders belastend, aber von Anatomie oder Physiologie zehre ich nach wie vor immer wieder - habe also definitiv keinen Vorklinik-Schock.
das eine schließt das andere ja nicht aus. studentenfreundlich bedeutet für mich bspw., dass manche für medizin völlig irrelevanten inhalte (wie die absolut medizinfernen physik-pflichtpraktika am institut für physik) komplett rausgekürzt wurden - physik bedeutet seit imed wirklich "medizinphysik" (neben einigen physikalischen basics v.a. röntgenphysik/strahlenschutz) - und nicht, dass ich über 3/4 wochen lang ganztägig irgendwleche kugeln von schiefen ebenen rollen lasse, um mir den käse anschließend noch mathematisch zu erschließen. ebenso wurde chemie auf das reduziert, was für das verständnis der bc vonnöten ist -> mehr zeit für physio/bc praktika und v.a. patientenunterricht :)
rahmspinat, ich glaube das ist gar nix ungewöhnliches ;) wann schreibst du denn hex, schon im frühjahr? oder erst h18? vllt. hilft sonst ja noch ne weitere famu oder die eine oder andere hospi bei der entscheidungsfindung... ich werd deshalb im frühjahr auch nochmal ein paar wochen in die strahlentherapie reinschnuppern, obwohl mein famu-soll längst erfüllt ist. hab auf die art schoon so einige fächer neben dem chirurgischen spektrum für mich entdecken können :)
kommt von euch eigentlich wer im november zum radio kongress ruhr? http://radiologiekongressruhr.de/
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