Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Kliniksstudenten
Miniwini
11.10.2016, 12:02
Ich finde den Kittel schon schön. Man kann soviel Sachen da reintun ;-) Wo sonst sollte ich mein Arzneimittel pocket reintun? Oder das Notizbuch, oder den Reflexhammer, Stethoskop (ok das könnte man ja umhängen) usw. ...?
Außerdem ist es manchmal tatsächlich noch als "Statussymbol" wichtig. Ohne Kittel lässt mich so ganz spontan keiner Blutabnehemn oder auch in der Notraufnahme ist das eine ganz Sache, wenn ich da mit Kittel ankomme. Da fragt keiner im Schockraum, ob ich mich verlaufen habe, sondern drückt mir den Konsilschein in die Hand :D
Man sei einfach männlich, mehrere Köpfe größer als die Assistenz-/ Ober-/ Chefärztin und werde ohne Statussymbol grundsätzlich für den Arzt des Vertrauens gehalten. Ganz gleich ob bei Blutentnahme oder als desinteressierter bystander in der Visite.
Miniwini
11.10.2016, 12:51
Man sei einfach männlich, mehrere Köpfe größer als die Assistenz-/ Ober-/ Chefärztin und werde ohne Statussymbol grundsätzlich für den Arzt des Vertrauens gehalten. Ganz gleich ob bei Blutentnahme oder als desinteressierter bystander in der Visite.
Dann hab ich sowohl beim Geschlecht, als auch mit der Größe verkackt :D
Differenzialdiagnose
11.10.2016, 13:19
Was sind richtige Unikliniken?
Die richtig hygienisch arbeiten.
Bei uns trägt das Gros der Ärzte Kasacks bzw. kurze Kittel mit kurzen Ärmeln.
Diese Standardkittel finde ich richtig ekelhaft. Habe sie in der Famulatur wo's ging auch nicht getragen.
Ich finde den Kittel schon schön. Man kann soviel Sachen da reintun ;-) Wo sonst sollte ich mein Arzneimittel pocket reintun? Oder das Notizbuch, oder den Reflexhammer, Stethoskop (ok das könnte man ja umhängen) usw. ...?
Stethoskop hängt am Beatmungsgerät und Smartphone kommt in die Hosentasche, was brauch ich mehr :D
Absolute Arrhythmie
11.10.2016, 14:58
In einen Kasack mit zwei Taschen passt genau soviel rein wie in einen Kittel.
Ich fühle mich im Kasack auch wohler.
Arrhythmie
11.10.2016, 15:22
Im Pflegepraktikum vor knapp 10 Jahren haben mich komischerweise alle neuen Patienten immer sofort für eine Ärztin gehalten. Trotz dass ich keinen Kittel hatte. Kann also nicht am Geschlecht und der Größe liegen :-oopss Vielleicht am Patientenklientel? (War Unfallchirurgie) *lach*
Mal sehen wie das jetzt wird.
Ansonsten hab ich immer nur OP Zeug an beim Arbeiten. Weiß noch gar nicht wie es sich so richtig mit Kittel anfühlt, hihi. Nur selten angehabt bisher und wenn dann immer nur unpassende und den Ärzten hinterhergerannt so dass man sicher gesehen hat dass ich der bzw. die Kleinste aller Wasserträger(innen) war.
Heerestorte
11.10.2016, 15:32
Ich habe fast mal einen Pädiater aus einem Bereich hinauskomplimentiert, in dem nur med. Personal sein sollte, weil er zivile Kleidung trug.
Habe aber in letzter Sekunde zum Glück das Namensschild am Hemd gesehen :D
Mein BOGY (https://de.wikipedia.org/wiki/Berufs-_und_Studienorientierung_an_Gymnasien)(da war ich zarte 16) habe ich damals in der Chirurgie des lokalen Krankenhauses gemacht. Habe einen Kittel bekommen und war auch einen Tag in der Ambulanz.
Steh so rum und starre Löcher in die Luft, da zieht mich plötzlich eine Assistenzärztin am Ärmel in den Schockraum, hängt ein Röntgenbild an den Lichtkasten:
"Ich muss Sie mal konsultieren. Sehen Sie da auch einen Haarriss?"
"Ähm, ich gehe noch zur Schule..."
"Was? Ach Sie sind kein Medizinstudent?"
"Nein. Noch n..."
"Ja gut, dann vergessen Sies"
Und genauso schnell wie sie kam, war sie auch wieder weg :-))
Ich weiß jetzt nicht ob sie mich auch direkt gefragt hätte, wenn ich keinen Kittel angehabt hätte,
aber ich denke schon, dass der Kittel dazu beigetragen hat. In der Situation war mir das eher unangenehm :D
Ich wurde letztens in Anwesenheit der Notärztin (die gut sichtbar Notarzt auf dem Shirt stehen hatte) für die Notärztin gehalten. Das war mir auch ein bisschen unangenehm :-oopss
Brauchte bisher auch noch keinen Kittel um die Leute von meinem "Status" zu überzeugen, in Kasaks hat mir bisher auch jeder geglaubt. Trotzdem weiblichem Geschlecht und 1,63 m.
Mit Ausnahme von U-Kurs habe ich noch nie einen Kittel tragen müssen und da bin ich dann immer mit einer Horde anderer Studenten hinter einem Arzt hergetappelt und war ganz klar als Wasserträger zu identifizieren, wir Arrhythmie so schön sagt ;-)
crazykid33
12.10.2016, 10:44
Ich arbeite als Hiwi im Blutabnahmedienst und trage dabei auch Kittel.
Bei mir ist es sehr durchwachsen, die Hälfte glaubt daran, dass man Ärztin sei, ein Teil, dass man wohl Student sein müsse ("Blutabnehmen tut man ja nur bis man es kann....Sie können es also noch nicht" <- bestes Zitat :D :D )
und ein Teil (vorallem ältere Männer) halten mich penetrant für eine Schwester.
Bin aber auch w und 1,68m groß. Das kanns natürlich auch sein.
Melina93
12.10.2016, 10:51
Für ältere Patienten ist man als Frau doch immer die Schwester- mit oder ohne Kittel ist hier dann auch egal :)
Matzexc1
12.10.2016, 11:04
Für ältere Patienten ist man als Frau doch immer die Schwester- mit oder ohne Kittel ist hier dann auch egal :)
Sprach einst eine ältere Patientin zu einer Fachärztin für Unfallchirurgie(32, 1,70m groß):
"Und wenn sie groß sind wollen sie dann Schwester werden?" "Ich hab sie gestern operiert, ich bin über das Schwester-sein hinaus"
Melina93
12.10.2016, 11:38
Sprach einst eine ältere Patientin zu einer Fachärztin für Unfallchirurgie(32, 1,70m groß):
"Und wenn sie groß sind wollen sie dann Schwester werden?" "Ich hab sie gestern operiert, ich bin über das Schwester-sein hinaus"
Herrlich :D :D
Arrhythmie
13.10.2016, 08:52
Ich frag es jetzt mal hier weil ich so einen ähnliches Topic schonmal gesehen habe, gerade nicht finde und es auch meine Fragen nicht ganz beantwortet... Hoffe das ist ok.
Es geht um die erste Famulatur.
Meine Interessen liegen im Bereich Anästhesie und auch eindeutig bei den chirurgischen Fächern (außer Gyn und Unfall/Ortho). Ich mag den Op :-)
Im speziellen bin ich hier bisher mit Verbrennungen und rekonstruktiven Geschichten in Berührung gekommen, mit Neurochirurgie, und ein bisschen Allgemeinchirurgie, aber auch mit Trauma/Ortho (deshalb weiß ich auch dass es echt nicht mein Ding ist).
Das ist jetzt seit Jahren so (die Interessenlage) - ich will aber nicht ganz ausschließen dass sich das noch ändert. Ich hab schon mehrfach hospitiert und stehe auch regelmäßig durch meinen Assistenz-Job und andere Möglichkeiten die ich wahrnehme mit im Op (als Springer) oder auch am Tisch zur Assistenz. Macht mir soweit Spaß.
Jetzt frage ich mich wo ich meine erste Famulatur verbringen soll. Eigentlich hab ich echt Lust auf Anä aber ich hab ja überhaupt keine Ahnung... Und vielleicht ist es besser das erstmal aufzusparen? Weil es für mich auch wichtig ist, denn ich sehe das Problem schon kommen dass ich mich nicht zwischen einem chirurgischen Fach und Anä entscheiden kann. Andererseits will ich auch nicht zu festgelegt sein. Allgemeinchirurgie weiß ich nicht ob es so sinnvoll ist, muss ich ja im PJ sowieso machen und Haken halten kann ich schon und mache das regelmäßig bei den Unfallchirurgen/Orthos... Allgemeinchirurg werd ich glaub auch eher nicht...
Diese Hausarztfamulatur ist ja auch Pflicht, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. Aber hier hab ich auch NULL Plan und bis auf `nen Verband abnehmen oder machen kann ich ja schlichtweg nix - da sollte ich doch auch erstmal die Untersuchungskurse abwarten, damit ich dann auch zu etwas brauchbar bin oder?
Radio hab ich auch überlegt, aber nicht weil ich jetzt das mega Interesse hab (glaub nicht dass ich mal Radiologin werde...) aber weil ich ja auch mal irgendwann was auf Bildern erkennen will...
Ok, hab es mir grad nochmal durchgelesen, es klingt zu negativ. Ich hab natürlich an fast allen Fächern irgendwie Interesse - nicht dass es falsch rüberkommt- es geht mehr um das was ich mir später für mich vorstellen kann. Und bisher kann ich mir Radiologie und Innere und sowas nicht so gut vorstellen.
Sorry falls das hier der falsche Rahmen ist für meine Überlegungen. Aber freue mich auf ein paar Denkanstöße.
Absolute Arrhythmie
13.10.2016, 09:01
Hi,
Vielleicht findest du ja in diesen relativ aktuellen Threads ein paar Anregungen:
http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=91795
http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=95155
Und ja, Hausarztfamulatur ist Pflicht, ich hab mir die bis jetzt aufgehoben in der Hoffnung nach dem Innere-Semester etwas mehr dort mitnehmen zu können.
Arrhythmie
13.10.2016, 09:02
Ahja danke. Hätt ich auch mal selber gescheit Suchen können :-blush
Vielleicht will trotzdem noch zusätzlich jemand was schreiben. Wenn nicht kein Problem! Ich les mal die anderen Topics so lange...
Grundsätzlich glaube ich, dass sich Anästhesiologie, Radiologie und Chirurgie relativ gut für eine "frühe" Famulatur ohne großes Klinik-Wissen eignen. Von Anästhesiologie und Radiologie lernt man im Studium echt nicht sehr viel. (Habe beide Fächer schon hinter mir :-top) Wenn dich diese Fächer interessieren würden, dann würde sich das für eine frühe Famulatur glaube ich echt gut eignen. Innere und Hausarzt würd ich definitiv erst später machen.
Bei NCH (oder auch plastische Chirurgie) hättest du vielleicht den Vorteil, dass du davon (vermutlich) am wenigsten Erfahrungen aus deiner Berufstätigkeit hast, und dass es im Studium kaum vorkommt, weshalb du gegenüber erfahreneren Famulanten kaum einen Nachteil hättest. Aber auch von UCH oder ACH lernt man im Studium nicht wahnsinnig viel. Ein Wochenende Amboss, und du bist auf einem ähnlichen Stand.
Arrhythmie
13.10.2016, 09:13
Danke davo.
Das Thema kam jetzt deshalb auf, weil mich gestern mein Partner gefragt hat bzw. das Thema aufkam und er dann meinte -naja- dann mach halt Hausarztfamulatur direkt, dann ist die schonmal erledigt. Woraufhin ich dann meinte... hmmm... Nicht so geschickt vielleicht. Weil ich dann noch nicht alle U-Kurse hatte und Pharma auch nur ein Semester. Anä meinte er soll ich eher später machen.
Naja. Keine Ahnung. Im Zweifel mach ich das was ich eh schon kenne erstmal um Sicherheit zu bekommen. Und so Zeug was ich noch nie gesehen hab -würd zB gern mal Herz-Thorax Chirurgie kennen lernen- wenn auch nur, um es auszuschließen. Da weiß ich halt auch nicht wann man das noch reinpackt. Man will ja irgendwie auch nix "eventuell in Frage kommendes" verpassen. Es gibt halt wirklich viele Fächer wo ich vermutlich komplett falsche Vorstellungen von habe und sie vielleicht deshalb eher uninteressant auf mich wirken.
Aber in 4 Monaten kann man halt auch echt nicht alles machen.
Prinzipiell ist es halt so dass ich nicht noch 10x später wechseln kann weil ich keine 20 mehr bin...
Hausarzt würd ich echt nicht bald machen. Ich hab jetzt Labormedizin, Pharma und das Blockpraktikum Innere Medizin hinter mir, und würd die Hausarztfamulatur noch immer nicht machen. Erst nach dem Innere-Semester halt ich das für sinnvoll. Da braucht man echt einiges an Vorwissen, und einiges an Wissen muss sich miteinander verknüpft haben.
Ich glaube, dass eine Ambulanz-Famulatur in der Chriurgie ganz interessant für dich sein könnte. Denn OP-Erfahrung hast du ja anscheinend genug, und in einer Ambulanz-Famulatur könntest du relativ schnell ohne großes Vorwissen einiges lernen zum Thema Wundversorgung, Untersuchung, usw. Da lernt man dann sicher auch etwas "chirurgische Radiologie". Ich fand meine Ambulanz-Famulatur in der UCH sehr hilfreich. Allerdings wärs da sinnvoll, vorher nachzufragen, ob Anästhesiologie bei euch als ambulant oder als stationär zählt - nicht dass du dann Anästhesiologie als fünften Monat zusätzlich machen müsstest.
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