Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Kliniksstudenten
ehem-user-11022019-1151
09.11.2017, 16:39
Wir mussten in Histo auch zeichnen. In bunt. Schwarz-weiss wurde moniert. Alles wurde kontrolliert. Jemand hatte ein Bild vergessen und man musste es nachreichen....
:-kotz
Gibts also auch hier in D.
Ihr armen! Kann ich absolut nachvollziehen!:(
Choranaptyxis
09.11.2017, 17:25
Wechseln geht nicht so einfach, außer mit Verlust von 1-2 Semestern, da die Studiengänge einen unterschiedlichen Aufbau haben, für Ungarn noch extra ungarisch lernen, da mangelt es mir an Enthusiasmus.
Einfacher denke nicht, anders würde ich sagen. Manchmal mehr Details als in Deutschland, manchmal weniger. Da die Testformen auch häufig nicht MCQ sondern open question sind bzw noch häufiger in der Vorklinik bzw jetzt immer noch oft genug mündlich, ist das Lernen natürlich anders.
wie siehts eigentlich nach dem examen in lettland/anderen eu-ländern aus - könnte ihr euch anschließend problemlos in DE approbieren lassen/praktizieren? oder gibt es da (trotz eu) bürokratische hürden, welche es zu überwinden gilt? hab mich mit dem thema nie näher beschäftigt, sry :-oopss
Ganz so schlimm ists dann doch nicht ;-)
Ich gebe mein Wunschfach an und 3 Wunschkliniken. Eine von den Kliniken wirds dann auch werden. In meinem Fall bin ich auch recht zuversichtlich, dass ich meinen Erstwunsch bekomme.Bei so Fächern wie Anästhesie wird sich wohl noch ein Plätzchen für jeden PJler finden. Schwierig wirds halt eher in so Fächern wie z.B. Derma. Da gibts oft mehr Bewerber als Plätze und man muss halt einen Plan B (und C) angeben, wenn man den Derma-Platz nicht bekommt (wird gelost, wenn ich das richtig verstanden hab.)
Aber das wird doch in HH auch nicht anders ablaufen als im Rest von Deutschland?!
nö, wir können uns bei den allermeisten lehr-khs direkt um nen platz in der wunschabteilung bewerben - und selbst innerhalb der uniklinik gibt es abteilungen, welche ihre plätze nicht zentral vergeben. manche plätze/einen teil der kapazitäten kann man jedoch wirklich erst innerhalb einer bestimmten frist (frei) wählen - und wer nicht wählt/wählen mag, der wird halt auf freie plätze verteilt. hab meine pj plätze für die zeit nach dem hex18 gsd schon fix und bin auch ganz glücklich drüber :)
Choranaptyxis
10.11.2017, 08:23
Approbation wird erteil, da es EU ist und der Sprachnachweis ja kein Thema ist :D
Wobei die Zahnis mal das Problem hatten, dass hier in Lettland Approbation und Examen zusammenhängen, und die deswegen erst C1 Sprachnachweis Lettisch erbringen sollten, bevor das Staatsexamen gemacht werden durfte oder die Urkunde dafür ausgestellt wurde, ganz genau weiß ich es nicht. Das wurde aber jetzt geändert.
Wir mussten in Histo auch zeichnen. In bunt. Schwarz-weiss wurde moniert. Alles wurde kontrolliert. Jemand hatte ein Bild vergessen und man musste es nachreichen....
:-kotz
Gibts also auch hier in D.
Bunt zeichnen ist in Histo aber Mist... sind ja nur Färbungen. Bei uns wurde buntes Malen angekreidet...
Wir waren n damals Gott sei Dank der erste Jahrgang, der die Zeichnungen nicht mehr abgeben musste :-oopss
Wir mussten auch in bunt zeichnen und theoretisch hätten wir sogar anhand unserer Zeichnungen im Testat abgefragt werden können ^^
Edward T. Hunter
10.11.2017, 20:21
Bei uns wurden die Zeichnungen begutachtet, wenn man in einer mündlichen Prüfung auf der Kippe stand. Erinnere mich noch an recht viele Zahnis, die nicht gezeichnet haben und deswegen durchgefallen sind.
MsLifeunderRock
10.11.2017, 22:37
Ich hatte auch bisher immer den Eindruck, dass Jana und Cantabile in Riga schon ein anspruchsvolleres Studium machen als ich hier in D. Allein diese wöchentlichen Prüfungen :-kotz
Ich bin irgendwie im Tief. Uni macht mir aktuell einfach überhaupt keinen Spaß. Eigentlich hab ich mich gefreut, weil endlich mal die "richtigen" Fächer (also Innere und Chirurgie) kommen, aber bisher nehme ich kaum was mit und meine guten Vorsätze in die Vorlesungen zu gehen, werden wieder über Board geworfen. Bisher werden aber auch hauptsächlich zig Studien vorgestellt, welches Medikament bei welcher Mutation in welcher Kombination am besten hilft, ohne die Wirkung oder die zugrunde liegende Erkrankung richtig zu erklären.
Diamant22
11.11.2017, 08:16
Anspruchsvoll ist aber nicht gleich "gute Ausbildung". Keine wöchentliche Test zu haben ist Mega gut. Obwohl man in der deutschen vorklinik ja auch Testate hat, die wiederum deutlich härter waren als diese mimi Test in Riga. Hab selbst ein Jahr vorklinik in Deutschland absolviert und die Prüfungsseminare in Biochemie waren der Horror Aber auf jeden Fall ist es natürlich alles individuell, fragt man 100 Leute wird man auch 100 Meinungen bekommen :) die neuen an meiner Uni jetzt, sind aber alle der Meinung, dass die deutschen Studenten deutlich mehr wissen in den Seminaren haben als die aus Osteuropa. Ich find das studiensystem hier in Deutschland einfach effektiver, selbst ein Prof in Riga hat uns damals gesagt, dass wir unbedingt nach Deutschland wechseln sollen.. was in dem Moment etwas doof kam, weil ja alle nach Deutschland sowieso wollten und er einfach gesagt hat, dass er es dort deutlich besser fand aber wir halt in Riga festsaßen:-notify Aber wie gesagt, jeder hat da seine eigene Erfahrungen gemacht :) es gibt auch viele die Riga total mögen! Was auch berechtigt ist, aber ich war dort einfach mit allem sehr unglücklich :-nix
Mündliche Prüfungen (und/oder Antestate wie in der Vorklinik) in den klinischen Fächern wären IMHO echt ein Segen. Man müsste viel mehr lernen, aber man würde auch viel mehr lernen. Die MC-Fixiertheit in Deutschland ist nicht sehr effektiv - führt dazu, dass man viele isolierte Details lernt (bzw. oft nur Altfragen auswendiglernt) aber kaum logisch denken kann, kaum die Zusammenhänge versteht. Sehr viele meiner Kommilitonen halten das MC-System für schwachsinnig - es wird immer wieder Kritik daran geübt. Aber es ist halt sehr bequem - und zwar für beide Seiten. Deshalb wird sich so schnell nichts dran ändern.
Das Praktikumssemester ist ganz okay bisher, aber von der Lehre her natürlich äußerst variabel. Die Atmosphäre hat sich geändert - man spürt, dass das Ende naht :-p
Differenzialdiagnose
11.11.2017, 12:06
Selbst von den Antestaten oder mündlichen Prüfungen habe ich wieder das meiste vergessen.
Wirklich nachhaltiges Lernen findet in der Klinik einfach nicht statt. Was ich sehr schade finde.
Was ich auch bescheiden finde ist, dass sich viele Fächer in den Klausuren auch immer mehr auf irgendwelche Spezialthemen konzentrieren.
Was interessiert mich bspw. in der Inneren irgendeine Genetik vom multiplen Myelom, wenn ich keine Ahnung von den Standards wie KHK, Lungenembolie oder Niereninsuffizienz habe?
Auf sowas sollte einfach in jedem Fach wertgelegt werden, dass ich die wichtigsten Fälle erkennen und ggf. behandeln oder an die richtige Stelle weiterschicken kann.
locumo123
11.11.2017, 12:25
Vieles ist einfach nur Bulimielernen. Bei der geballten Ladung von Wissen vergisst man halt wieder recht schnell. In Ulm sind im 7. Semester Fächer wie Gyn, Uro, Ortho usw. beisammen und am Ende des Semesters für die einzelnen Klausuren alles mal schnell gelernt und dann wieder vergessen, da ja die nächsten Klausuren anstanden.
Ich fand es gut, dass man das Examen vor dem PJ hat, weil ich fand es effektiv sich nochmals mit den Themen auseinanderzusetzen und nicht komplett wie ein Schweizer Käse in das PJ geht. Gute Kliniktheorie habe ich nicht mit den Klausuren, sondern erst mit dem Examen gelernt. :-meinung Ich bin schon mal gespannt wie es nun werden wird. Übernächste Woche geht es los.:-oopss
Ich hätte mal ne Frage an die Runde.. habt ihr bei Euren Famulaturen den Chef oder auch die anderen Ärzte auf ne Bewerbung angesprochen? In meinen bisherigen Famus habe ich gesehen dass ich im Vergleich zu den PJlern halt noch langsam gearbeitet habe und auch vieles halt noch nicht so präsent war.. da hab ich mir dann öfters gedacht oh je so das beste Bild gibt das jetzt auch nicht ab.. es vergeht zudem auch noch Zeit bis man dann fertig wird und wahrscheinlich erinnert sich dann niemand mehr wirklich an einen..
Differenzialdiagnose
11.11.2017, 13:17
Da erhoffe ich mir vom 2. Stex auch nochmal einen halbwegs guten Überblick zu kriegen. Ich bin gespannt.
Auf das HEX baue ich in dieser Hinsicht ebenfalls. Viele Dinge hab ich erst beim Lernen fürs Physikum verstanden - wird diesmal wohl wieder so sein.
Ich hätte mal ne Frage an die Runde.. habt ihr bei Euren Famulaturen den Chef oder auch die anderen Ärzte auf ne Bewerbung angesprochen? In meinen bisherigen Famus habe ich gesehen dass ich im Vergleich zu den PJlern halt noch langsam gearbeitet habe und auch vieles halt noch nicht so präsent war.. da hab ich mir dann öfters gedacht oh je so das beste Bild gibt das jetzt auch nicht ab.. es vergeht zudem auch noch Zeit bis man dann fertig wird und wahrscheinlich erinnert sich dann niemand mehr wirklich an einen..
Ich selbst hab nie gefragt, da ich bis jetzt nur Famulaturen hatte, und man als Famulant (im Gegensatz zum PJler) ja doch noch eher in der Rolle des Studenten als des zukünftigen Mitarbeiters ist. In drei meiner vier Famulaturen wurde ich allerdings von den Oberärzten bzw. Praxisinhabern ermutigt, mich gegen Ende des Studiums hin zu bewerben - aber ich befürchte, dass das nicht daran lag, dass ich so toll bin, sondern eher daran, dass man in diesen Fächern (Allgemeinmedizin, Psychiatrie, KJPP) über jeden ernsthaften Bewerber froh ist :-)) :-p Dass sich PJler mit dem Chef zusammensetzen und über eine Bewerbung sprechen hab ich allerdings des öfteren mitbekommen.
MsLifeunderRock
12.11.2017, 02:19
Mündliche Prüfungen (und/oder Antestate wie in der Vorklinik) in den klinischen Fächern wären IMHO echt ein Segen. Man müsste viel mehr lernen, aber man würde auch viel mehr lernen. Die MC-Fixiertheit in Deutschland ist nicht sehr effektiv - führt dazu, dass man viele isolierte Details lernt (bzw. oft nur Altfragen auswendiglernt) aber kaum logisch denken kann, kaum die Zusammenhänge versteht. Sehr viele meiner Kommilitonen halten das MC-System für schwachsinnig - es wird immer wieder Kritik daran geübt. Aber es ist halt sehr bequem - und zwar für beide Seiten. Deshalb wird sich so schnell nichts dran ändern.
Bei uns werden seit dem Sommersemester zum Teil aufeinander aufbauende Fallfragen gestellt. Nach dem Motto "Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie", "Welche Diagnostik führen Sie durch", etc. pp. Das soll dann dem Klinikalltag näher sein. Da die zweite Frage beispielsweise die Antwort der ersten enthalten kann, wird die Frage nach der gegebenen Antwort gesperrt, so dass man seine Antwort im Nachhinein nicht mehr ändern kann.
Klingt prinzipiell vernünftig. Zumindest besser als der status quo :-p
Trotzdem bin ich überzeugt, dass es vieles gibt, was man mit solchen bemüht standardisierten Verfahren nicht erfassen kann. Denn selbst wenn zwei Leute exakt dieselbe Diagnostik nennen, kann man in einer mündlichen Prüfung ja nachhaken, warum, und so herausfinden, wer verstanden hat warum was wichtig ist und warum was sinnlos wäre. Das geht in einem standardisierten Verfahren nicht, da beschränkt man sich dann weiterhin aufs Auswendiglernen von Kochrezepten/Flussdiagrammen.
Miniwini
12.11.2017, 17:32
Ich fand es gut, dass man das Examen vor dem PJ hat, weil ich fand es effektiv sich nochmals mit den Themen auseinanderzusetzen und nicht komplett wie ein Schweizer Käse in das PJ geht. Gute Kliniktheorie habe ich nicht mit den Klausuren, sondern erst mit dem Examen gelernt. :-meinung Ich bin schon mal gespannt wie es nun werden wird. Übernächste Woche geht es los.:-oopss
Das Gefühl habe ich auch grad... Mit den ganzen MC-Klausuren, die man eig meist mit Altfragen-Kreuzen bestanden hat, habe ich nicht das Gefühl iwie auf meine Tätigkeit als Arzt vorbereitet zu werden. Abgesehen davon, dass es bei uns sogar Fächer gibt die "alternative facts" in den Klausuren prüfen, die jeglicher Lehrbuchmeinung widersprechen. Ich hoffe, dass wir nach dem Examen besser sein...
Ich hätte mal ne Frage an die Runde.. habt ihr bei Euren Famulaturen den Chef oder auch die anderen Ärzte auf ne Bewerbung angesprochen? In meinen bisherigen Famus habe ich gesehen dass ich im Vergleich zu den PJlern halt noch langsam gearbeitet habe und auch vieles halt noch nicht so präsent war.. da hab ich mir dann öfters gedacht oh je so das beste Bild gibt das jetzt auch nicht ab.. es vergeht zudem auch noch Zeit bis man dann fertig wird und wahrscheinlich erinnert sich dann niemand mehr wirklich an einen..
Also in den Famulaturen habe ich nicht gefragt, bekam aber wegen akuten Mangel an Nachwuchs schon diverse "Angebote". Egal ob Klinik oder Niedergelassen. Im PJ habe ich allerdings vor mich zu empfehlen und danach auch mal höflich zu fragen, ob nicht eine Stelle zu Ende meines Studiums vakant wäre.
roxolana
13.11.2017, 14:31
Ich glaube, alternative facts gibts in jeder Abteilung. War bei mir im PJ jedenfalls so...
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