Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Kliniksstudenten
Meiner Wahrnehmung nach hat sich da nicht viel geändert. Die, die in der Vorklinik gut waren, waren auch in der Klinik gut. Wäre ja auch seltsam, wenn die, die vorher fleißig und intelligent waren, das nach dem Physikum auf einmal nicht mehr wären :-p
Vereinzelt sind mir im klinischen Studienabschnitt Leute aufgefallen, denen die "klinische Intuition" fehlt, die zwar viel wissen, aber die kein Gefühl dafür hatten, was häufig ist, was typisch ist, worauf man achten muss - aber das war nur eine kleine Minderheit. Lag vielleicht auch einfach nur an unterschiedlichen bzw. unterschiedlich guten Famulaturen und wird sich vielleicht nach dem PJ ausgeglichen haben.
Absolute Arrhythmie
30.09.2018, 16:16
Ist euch eigentlich aufgefallen, wie sich die "Streber" der Vorklinik in der Klinik entwickelt haben? Hatten die immer noch gute Noten oder hat sich das Blatt gewendet?
Wieso bist du eigentlich so auf Noten fixiert? Die interessieren echt niemanden :-nix
Heerestorte
30.09.2018, 16:18
Also ich war in der Vorklinik ziemlich grottig und bin jetzt in der Klinik besser, aber das liegt einfach daran, dass die Klausuren einfacher als in der Vorklinik sind. Die die in der VK gut waren, sind jetzt aber noch genauso gut oder besser.
ehem-user-11022019-1151
01.10.2018, 14:45
Meiner Wahrnehmung nach hat sich da nicht viel geändert. Die, die in der Vorklinik gut waren, waren auch in der Klinik gut. Wäre ja auch seltsam, wenn die, die vorher fleißig und intelligent waren, das nach dem Physikum auf einmal nicht mehr wären :-p
So, als wäre plötzlich ein Schalter umgelegt worden... :D
ich hatte in der Vorklinik gute Noten und in der Klinik trotz des Wechsels ebenfalls ganz akzeptable Noten.
Und? Hat auch niemand danach gefragt.
Meine Betreuerin für die Doktorabeit interessiert nur, ob ich englisch kann :) nicht, ob ich in Physik oder Mibi eine Eins geschrieben habe.
DasComeback
02.10.2018, 19:35
Hallo
welches Buch empfehlt ihr für Neurologie & Onkologie?
Gruß.
für neuro: https://www.amazon.de/Kurzlehrbuch-Neurologie-Kurzlehrb%C3%BCcher-Andreas-Bender/dp/3437411659/ref=sr_1_16?ie=UTF8&qid=1538505853&sr=8-16&keywords=buch+neurologie
Arrhythmie
09.10.2018, 06:37
Wie sehen denn deine Noten damit aus?
Nachtrag:
Sie sehen gut aus und das obwohl ich aufgrund privater Faktoren deutlich mehr Stress und weniger Zeit zum Lernen habe als in der VK. Ansonsten kann ich mich dem Rest anschließen... Es ist uninteressant.
ich habe irgendwie so gar keine Lust auf Uni nächste Woche. :(
Luffy123
10.10.2018, 23:00
Hallo
welches Buch empfehlt ihr für Neurologie & Onkologie?
Gruß.
Kommt drauf an, wie sehr du dich für Neuro interessierst und wie viel Geld du dafür ausgeben möchtest.
Wenn du auch später mit dem Gedanken spielst Neuro im PJ oder FA zu machen, so empfehle ich Neurologie compact (ca. 100,-€), ist in etwa so wie der Herold in Innere. Alternativ "Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen" (ca. 250,- €), welches genial ist.
Ein klassisches Studentenlehrbuch wäre von Hacke (ca. 60,- €) oder nur die Basics ganz oberflächlich ein Kurzlehrbuch von Thieme o.ä.
Für den normalen Studenten, der an Neuro interessiert ist, aber weder unendlich viel lesen noch unendlich viel Geld ausgeben will: das Kurzlehrbuch Neurologie von Bender et al.
438 Seiten, €37 :-p
runningMan18
13.10.2018, 11:35
Ich hab jetzt die erste Woche der Klinik hinter mir und frage mich, wie ich eigentlich in Zukunft für die kommenden Klausuren den ganzen Stoff lernen soll. Zusammenfassungen kann ich nicht mehr schreiben bzw. hab ich keinen Bock mehr drauf, außerdem haben wir jetzt bedeutend mehr Fächer.
Daher meine Frage: Wie lernt ihr eigentlich in der Klinik? Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen nur mit Skripten und Büchern zu lernen. Ich wär euch über ein paar Ratschläge hilfreich und ich weiß, dass man nach Altklausuren lernen soll!
Heerestorte
13.10.2018, 11:37
Nur Skripte und Altklausuren und ab und zu Amboss.
In ein Buch habe ich in der gesamten Klinik bisher fast gar nicht rein geschaut und auch keines gekauft.
runningMan18
13.10.2018, 15:50
Nur Skripte und Altklausuren und ab und zu Amboss.
In ein Buch habe ich in der gesamten Klinik bisher fast gar nicht rein geschaut und auch keines gekauft.
Und wie lernst du dann damit? Nur lesen oder auswendig lernen?
Und wie lernst du dann damit? Nur lesen oder auswendig lernen?
Vorklinik und Klinik sind, zumindest meiner Meinung nach, fast grundlegend unterschiedliche Studienabläufe. Für mich war es wirklich treffend, dass man es als 1. Abschnitt und 2. Abschnitt bezeichnet hat. An meiner Uni war die Vorklinik, wie überall anders aber auch, sehr lernlastig und es ging darum, dass du auch wirklich Wissen aktiv im Detail abrufen konntest. In der Klinik reichte es hier in den allermeisten Fächern, die absoluten Basics draufzuhaben (die z.B. auf den Skripten standen), das mit Amboss zu kombinieren und die Altklausuren zu machen. In der Klinik bin ich nirgendwo durchgefallen und ich war wirklich kein guter Student ;)
Du musst letzten Endes auch einfach für dich wissen, wie du am besten lernst.
Ich hab auch in der Klinik Zusammenfassungen geschrieben, z.B hab ich mir oft alle Infos von Vorlesungensfolien auf einen Zettel zusammengeschrieben. Ich lernen halt hauptsächlich durchs schreiben und hab deshalb einfach immer viel aufgeschrieben (Zettel, Lernkarten, Post-its, Notizen von Folien...). Das waren jetzt nicht immer ausführliche Zusammenfassungen aber eben die „Hard-Facts“ auf einem Zettel.
Andere lernen halt durch lesen, die empfinden Zusammenfassungen als reine Zeitverschwendung. Oder sie lernen durch zuhören und besuchen deshalb jede Vorlesung, was ich widerum als Zeitverschwendung empfunden habe.
Aber unterm Strich muss man in der Klinik tatsächlich weniger detailreich und in die Tiefe lernen. Bücher braucht’s quasi gar nicht und man besteht Klausuren teilweise auch in dem man einfach alle Altklausuren mal durchgeht.
ich habe im ersten Jahr schon ein paar Bücher gekauft und nur mit zwei wirklich gelernt. Sonst auch eher Skripte oder mal Zusammenfassungen aus höheren Semestern.
Für Pharma kann ich dir das Kurzlehrbuch von Claudia Dellas empfehlen. Meiner Meinung nach definitiv kein Kurzlehrbuch. Habe damit alles in Pharma gelernt (nachgeschlagen, ergänzt) und mit den Uni-Skripten lief es auch hervorragend. Kommt natürlich auch auf deine Uni an wie schwer das da ist. Das ist zumindest das Buch, was ich am meisten aufgeschlagen haben.
Ansonsten noch die Duale Reihe Mikrobiologie (aber nur, wenn bei euch auch mehr gefordert ist). Von daher würde ich dir eher empfehlen mit den Skripten zu lernen und dann ggf. mal was nachschlagen. Spart Zeit und Nerven. ;)
Echinococcus
15.10.2018, 08:54
Ich hab jetzt die erste Woche der Klinik hinter mir und frage mich, wie ich eigentlich in Zukunft für die kommenden Klausuren den ganzen Stoff lernen soll. Zusammenfassungen kann ich nicht mehr schreiben bzw. hab ich keinen Bock mehr drauf, außerdem haben wir jetzt bedeutend mehr Fächer.
Daher meine Frage: Wie lernt ihr eigentlich in der Klinik? Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen nur mit Skripten und Büchern zu lernen. Ich wär euch über ein paar Ratschläge hilfreich und ich weiß, dass man nach Altklausuren lernen soll!
Für Fächer in denen mir die Note scheissegal war und die Inhalte mich 0 interessiert haben (Chirurgie, Anästhesie, HNO und so Kram) hab ich einfach die Vorlesungsfolien einmal angeschaut, danach die Altklausuren gekreuzt und dabei geschaut, wo die Lücken waren und dann noch einmal in den Folien gelesen. Lernaufwand: 1-2 Nachmittage pro Fach
Für Fächer wo mir eine gute Note wichtig war (Mibi, Infektio etc.) hab ich die Folien angeschaut um die Themen zu sondieren, und dann alles in 1-2 Lehrbüchern (meist ein Standardwerk + 1 KLB) durchgelesen, die Altklausuren gekreuzt und alles nachgearbeitet, was ich falsch hatte. Lernaufwand: je nach Fach 2-7 Tage.
Die Methode hat immer geklappt, bin nie mit einer wirklich schlechten Note aus den Prüfungen gegangen (auch wenn Medizingeschichte haarscharf war :-)) ) und hab nix nachgeschrieben.
Das Problem in der Klinik ist, oder war es zumindest bei uns, dass sinnvolles Lernen nicht belohnt, meist sogar bestraft wurde.
Wer zweimal alle Altklausuren gekreuzt hat, hat meist sehr gute Chancen auf ein Sehr gut gehabt, wer hingegen ein Buch genommen hat und normal gelernt hat musste in vielen Klausuren ums Bestehen bangen (oder hätte es müssen). Das haben die Studenten natürlich sehr schnell gelernt, und alles war auf Altklausuren basiert.
Dazu kam, dass wir bis zu 12, 13 Klausuren pro Semester hatten, und es rein zeitlich, selbst bei maximalem Arbeitseinsatz, de facto unmöglich gewesen wäre, für alle Klausuren sinnvoll zu lernen.
Die Klinik ist also eine etwas seltsame Welt, und man kann/muss sich schon oft fragen, inwieweit diese Art der Studienorganisation, des "Lernens" und der Leistungskontrolle sinnvoll ist.
In Chirurgie hab ich ein sehr gutes Buch verwendet, das ich von einem Verwandten geschenkt bekommen hab (hat für die Klausur absolut nix gebracht, aber war natürlich trotzdem glaube/hoffe ich mittelfristig sinnvoll), in Innere hab ich mir die wichtigsten Sachen auf Amboss durchgelesen, in Pharma hab ich mir ein 200-seitiges Skript erstellt und dann mit dem gelernt (mein Sehr gut war allerdings rein ein Resultat des Altklausuren Kreuzens - obwohl ich schon behaupten würde, dass mir das Lernen dann z.B. auch im Hammerexamen was gebracht hat), in den "frühklinischen" Fächern (wie z.B. Patho, Mibi, KliChe oder Humangenetik) hab ich großteils mit den (sehr guten) Vorlesungsunterlagen gelernt, in Psychiatrie musste ich eigentlich nichts lernen da mir die Antworten auf die Klausurfragen eigentlich fast alle aus meiner Famulatur klar waren, aber in der großen Mehrheit der klinischen Fächer hab ich mich einfach auf Altklausuren konzentriert und hin und wieder mal ein paar Sachen (die entweder für das Fach oder die Klausuren besonders wichtig waren, oder mich irgendwie fasziniert haben) nachgelesen.
Du wirst also wahrscheinlich sehen, dass die Klinik eine ganz andere Welt als die Vorklinik ist, dass es sehr schwer ist wirklich nachhaltig zu lernen, und dass es sehr stark von einem selbst abhängt, ob man was lernen will oder ob man mit Minimalaufwand (und wohlgemerkt trotzdem guten Noten!) durchkommen will.
*milkakuh*
15.10.2018, 10:30
Das Problem in der Klinik ist, oder war es zumindest bei uns, dass sinnvolles Lernen nicht belohnt, meist sogar bestraft wurde.
Das musste ich auch schmerzlich erfahren! Ich studiere ja erst seit der Klinik in Deutschland. Die erste Klausur war Immunologie I. Habe mir dafür extra ein Buch aus der Bib ausgeliehen und es komplett durchgearbeitet und richtig gelernt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass tatsächlich alte Fragen in der Klausur genommen werden, weshalb ich mir die gar nicht wirklich angeschaut habe. Das Ende vom Lied war, dass ich die Klausur total schwer fand und gerade so mit einer 4 bestanden habe, während meine Kommilitonen die alle total easy fanden und mit einer 1 oder 2 rausgegangen sind (90% Altfragen oder so). Die Fragen waren einfach so detailliert, dass ich die mit meinem Wissen kaum beantworten konnte.
Differenzialdiagnose
15.10.2018, 10:52
Klinik war irgendwie gefühlt auch total viel Quatsch. Da war die Vorklinik irgendwie intensiver. Nicht unbedingt besser, aber da habe ich mich noch mehr hingesetzt.
Insgesamt empfand ich das gesamte Studium auch eher als so lala vom Schwierigkeitsgrad her. Natürlich musste man sich für so "Auswendiglern-Fächer" wie BC, Makro und eben Mibi, Infektio, Pharma hinsetzen und auswendig lernen, aber dadrüber hinaus war das Schwierigste am Studium die Zulassung..
Großen Intellekt hat's da nicht gebraucht und passenderweise ist auch genau so wenig hängen gelieben..
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