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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Kliniksstudenten



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davo
14.02.2020, 22:54
Die Betonung würde ich halt auf meist setzen. Klar, das schon, aber bei uns werden nächste Woche definitiv Leute durchfallen, das passiert bei den Klausuren immer. Und da gibt es Leute in Zweit- und Drittversuchen (und in anderen Klausuren auch, da kenne ich selbst einige). Da macht man sich über nahezu alles Gedanken. Mal eben so während des Semesters die komplette Innere lernen plus Pharma ist einfach scheiße. Und da es Fallfragen sind, Länge ungefähr wie die alten beim IMPP, aber nur 30 Fragen, kann einen ein Thema schon fast in den Abgrund reißen.
Da kommt echt der Nervenzusammenbruch...

Ja, kann schon vorkommen, klar. Aber darauf sollte man sich gedanklich nie konzentrieren. Sonst kommt eben wirklich der Nervenzusammenbruch. Denk lieber an den Normalfall - meist klappt ja doch alles. So lebt es sich viel entspannter.

Dooly
14.02.2020, 23:04
Danke für die Erklärung. Eigentlich nervt mich dieses „Keiner fällt durch“-Mantra aber ich versteh es jetzt besser.

PrinzessinAmygdala
15.02.2020, 09:04
Kann ich verstehen. Irgendwie hat uns das auch oft nervöser gemacht. Wenn "keiner durchfällt", ist es ja noch peinlicher, wenn man tatsächlich durchfallen würde. So zumindest unsere Gedanken. Und irgendwer fällt ja wirklich immer durch. Auch wenn es nur fünf Leute sind.
Ich drück dir die Daumen, dass es klappt.

FuchsiBuchsi
15.02.2020, 09:42
Versteh ich gut.

Wir hatten auch Klausuren, bei denen das Niveau sprunghaft deutlich angezogen wurde und dann eben doch die Aussage nicht mehr stimmte. Das hat für viel Unmut gesorgt. Aber war dann eben so. Ich würde mich aus heutiger Sicht nie mehr absolut auf solche Aussagen verlassen.

Ich hab dieses Semester langfristig gelernt und es ist notenmäßig das Beste bisher :-dance Die Hektik hielt sich zum Semesterende auch in Grenzen (wir schreiben fast alles innerhalb einer Prüfungszeit).
Darüber hinaus bleibt bei mir auch auf Dauer mehr hängen, wenn ich nicht so knapp lerne. Das ist so meine Lehre aus der Vorklinik.

Jetzt kann ich endlich wieder entspannt arbeiten, Urlaube planen.:love::love: *gefaelltmir*
Bei uns geht es erst Ende April weiter. Da sind aber noch keine wirklichen Pflichttermine. Das geht im Grunde erst so richtig im Juni los.

belanglosigkeiten
16.02.2020, 15:16
Wie läuft es so bei den restlichen Famulanten hier?

Ich genieße gerade ungeteilte Aufmerksamkeit als einzige Studentin und bin mit dem Team soweit super zufrieden. Die AÄ geben sich echt Mühe mit mir. Sie sind allerdings selbst hoffnungslos ausgelastet. Wenn nicht gerade irgendwo ein klassischer Famulantenjob anfällt (ich übernehme inzwischen so ziemlich alles mit Kusshand) sitze ich oft einfach wie ein Haustier mit im Arztzimmer. Vermutlich kennen das Gefühl aber noch mehr Famulanten?

Im März famuliere ich eigentlich in einer anderen Abteilung des gleichen Hauses, habe nun aber schon erfahren, dass sich dort wohl die PJler stapeln. Die Stimmung soll immerhin gut sein. Würdet ihr dabei bleiben oder euch eher stattdessen in einem ganz kleinen Haus bewerben, das kein Lehrkrankenhaus ist? Ich tendiere fast dazu, dabei zu bleiben (denn ein nettes Team ist ja viel wert), bin aber gerade etwas verunsichert.

pashtunwali
16.02.2020, 16:02
Einfach im Arztzimmer rumsitzen bringt dir nichts.... würde in die Ambulanz gehen oder in den OP/Endoskopie etc je nachdem in welchem Fachbereich du bist

Wegen der anderen Station würde ich die PJler einfach mal ansprechen was die einem empfehlen! Das ist eigentlich immer am besten, weil du dann 1:1 Auskunft bekommst

davo
16.02.2020, 16:06
Wie läuft es so bei den restlichen Famulanten hier?

Ich genieße gerade ungeteilte Aufmerksamkeit als einzige Studentin und bin mit dem Team soweit super zufrieden. Die AÄ geben sich echt Mühe mit mir. Sie sind allerdings selbst hoffnungslos ausgelastet. Wenn nicht gerade irgendwo ein klassischer Famulantenjob anfällt (ich übernehme inzwischen so ziemlich alles mit Kusshand) sitze ich oft einfach wie ein Haustier mit im Arztzimmer. Vermutlich kennen das Gefühl aber noch mehr Famulanten?

Im März famuliere ich eigentlich in einer anderen Abteilung des gleichen Hauses, habe nun aber schon erfahren, dass sich dort wohl die PJler stapeln. Die Stimmung soll immerhin gut sein. Würdet ihr dabei bleiben oder euch eher stattdessen in einem ganz kleinen Haus bewerben, das kein Lehrkrankenhaus ist? Ich tendiere fast dazu, dabei zu bleiben (denn ein nettes Team ist ja viel wert), bin aber gerade etwas verunsichert.

Ich hab fünf Monate Famulatur gemacht, plus natürlich das PJ, und hab jetzt PJ-Studenten auf meiner Station.

Jede einzelne meiner Erfahrungen spricht ganz eindeutig dafür, sich ein kleines Haus auszusuchen. Am besten eines, wo du eine Rarität bist. So wie es jetzt gerade bei dir der Fall ist. Da lernst du tausendmal mehr. Ja, klar, an einer Uniklinik hast du viele spannende Fälle, aber die bringen dir für später IMHO nichts. Ausnahmen sind kleine, spezialisierte Fächer. Wenn du z.B. an einer renommierten rheumatologischen Abteilung einer Uniklinik bist, kann das anders sein. Das kann bei entsprechendem Spezialinteresse dann schon lohnenswert sein. Aber für Chirurgie oder Innere: never ever. Und wenn sich die PJler dort stapeln, werden schon die PJler nichts lernen, und du als Famulantin erst recht nicht. Würde ich also nicht empfehlen. Mit dem üblichen Disclaimer: Ausnahmen bestätigen die Regel :-p

belanglosigkeiten
16.02.2020, 16:59
@pashtunwali: Gerade die Ambulanz war tatsächlich öfter meine Rettung. Allerdings gibt das Fach nicht allzu viele Notfälle her, sodass es keinen richtigen Dauerbetrieb gibt.

Im OP war ich zwar bereits mit, so recht "eingeladen" fühlte ich mich aber nicht. Das hatte ich bereits in den PJ-Rankings exakt so gelesen. Aber vielleicht habe ich doch mal Glück und kann mich an den richtigen Operateur klemmen.

@davo: Ja, Uniklinik wollte ich bewusst nicht (bzw. mache ich nur für ein selteneres Fach). Deshalb habe ich viele Berichte gelesen und mir für beide Fächer bewusst diesen netten mittelgroßen Regelversorger ausgesucht. Gab leider offenbar viele PJler, die ähnlich gedacht haben.

Aber danke für den Input, ich schreibe direkt mal eine Mail an eines der ganz kleinen Häuser hier, fragen kostet ja nichts. :)

Markian
16.02.2020, 20:08
Es kommt zwar selten vor, aber hier muss ich davo 100% recht geben. Wenn man was lernen will ist es eher schlecht, wenn viele andere Studenten dort sind. Wenn du dir einen chilligen machen willst, dann ist es sicher lustig mit vielen PJlern.

Choranaptyxis
18.02.2020, 15:34
Definitiv auch das kleine Haus. Ich war von 3 Famulaturen bei zweien in Lehrkrankenhäuser. In der Radio war ich als Famulant was seltenes für die, die haben da selten welche, war ok, aber leider überlastet, und daher zwar viel erklärt, aber wenig selbst Vorbefunden können (war etwas schwierig mit den Arbeitsplätzen). In der Anästhesie war es an sich gut, aber wir standen uns als Famulanten und PJler auf den Füßen.
Da habe ich in der Ortho Famu in nem kleinen Haus wesentlich mehr mitgenommen. Da war ich seit langem überhaupt die 2. Famulantin, sozusagen Exot, jeder kannte einen, man konnte mit allen reden, fragen, echt gut.


Ja, kann schon vorkommen, klar. Aber darauf sollte man sich gedanklich nie konzentrieren. Sonst kommt eben wirklich der Nervenzusammenbruch. Denk lieber an den Normalfall - meist klappt ja doch alles. So lebt es sich viel entspannter.

Klar im Normalfall schon, aber wenn man wie bei uns momentan dann zu den falschen 15-20% gehört, verliert das echt an Bedeutung. Da ist man angespannt und hofft, irgendwie richtig zu raten.
Die eine Klausur heute hat zum Großteil Facharzt-Niveau, keiner war sich sicher, bestanden zu haben, die andere etwas besser, und trotzdem mit vielen Fragen, die so für Studenten nicht zu erwarten sein sollten.
Und dabei ist der Super-Gau erst für Donnerstag zu erwarten ( da war letztes Mal der Schnitt um die 19,5 von 30), da ist durchfallen durchaus realistisch und nichts, wo man denkt, achja, passiert ja eigentlich nicht. Und versprochen, da sind 95% der Studenten die Noten völligst egal, da ist durchkommen das Ziel, egal ob mit ner 1 oder ner runtergesetzten 4.

Chamomilla10
18.02.2020, 19:36
Choranaptyxis, viel Glück für Donnerstag! Hab auch am Donnerstag noch ne harte Klausur und dann geht's endlich mit meiner letzten Famulatur los. Ich freu mich schon sooo :-wow:-))

Confused.
19.02.2020, 17:01
Zur Famulatur: Bin einen Monat in der ZNA, kleineres Haus & super freundliches Team. Hab ich noch nie erlebt und bin immer noch positiv überrascht.
Sowohl Schwestern als auch Ärzte erklären einem viel + ich durfte schon am zweiten Tag eigenständig Anamnese erheben & untersuchen, darf Zugänge & Katheter legen und durfte sogar beim Rea-Alarm mit. Die Patienten werden nicht als nervend angesehen und mit Respekt behandelt, das hab ich schon ganz anders erlebt. Echt top. :)

Nur Innere muss ich immer noch wiederholen...ich hab aber so gar keine Lust auf lernen :(

belanglosigkeiten
20.02.2020, 09:13
Bei mir haben sich die Zustände in der aktuellen Famulatur geändert, dort gab es echt viel zu tun diese Woche und ich hatte großes Glück mit den AÄ, die mich mitgeschleppt haben. :) Eigentlich schade, dass es nächste Woche schon vorbei ist.

Für die andere Famulatur hat sich kein Plan B ergeben (hatte 3 kleinere Abteilungen angeschrieben), insofern bleibe ich wohl bei dem Haus mit den vielen PJlern. Mit nur anderthalb/zwei Wochen Vorlauf in einer Großstadt war es eh unwahrscheinlich, dass ich noch fündig werde.

Dooly
20.02.2020, 17:13
Hey, auch ich famuliere momentan. Es ist richtig gut und wird immer besser. Trotzdem kenn ich das auch, dass man sich so blöd und lästig fühlt. Das ist anfangs immer besonders schlimm. Jetzt geht bei mir die 3. Woche schon zu Ende und ich habe mein Plätzchen gefunden.
Zum ersten Mal laufe ich meistens mit einer recht erfahrenen und selbstbewussten AÄ mit und lerne viel von ihr, auch schon nur beim Beisein.
Tja, letzte Famulatur ...merkwürdig. Kein Schnuppern mehr unter Welpenschutz.

Chamomilla10
04.03.2020, 19:49
Hier auch die letzte Famulatur gerade und die coolste bisher! Soviel Wertschätzung, einem wird viel zugetraut und wahnsinnig viel erklärt! :-love

Ida96
05.03.2020, 16:32
Was habt Ihr generell so für Famulaturen gemacht und wo waren eure Erfahrungen positiv?

Also das heißt, wo konntet Ihr viel mitnehmen/lernen und durftet auch viel machen?

Ich habe z.b überlegt Anästhesie (aber ob man dann zum beatmen/intubieren kommt?) oder Intensivmedizin (..?), vielleicht Palliativ/Onkologie...?

Würde mich mal interessieren mit welchen Fächern Ihr diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht habt

Heerestorte
05.03.2020, 16:42
Ich finde am Anfang sowas wie Notaufnahme oder Chirurgie sinnvoll, dann Anästhesie etc und am Ende Hausarzt.

Und klar kommt man in der Anästhesie zum intubieren. Und da kannst auch auf die Intensiv rotieren.

davo
05.03.2020, 18:43
Innere und Allgemeinmedizin sind IMHO erst am Ende des klinischen Studienabschnitts sinnvoll. Vorher fehlt einem einfach sehr viel Wissen. (Und selbst im Innere-PJ hatte ich sehr oft das Gefühl, dass mir viel Wissen fehlt... :-wow:-oopss)

Unfallchirurgie ist als Ambulanzfamulatur sehr empfehlenswert. Da kann man viel machen, und das auch schon ganz am Anfang des klinischen Studienabschnitts. Anästhesiologie ist da sicher auch ein guter Tipp. In der Psychiatrie konnte ich auch immer viel machen, aber "machen" hat da halt eine andere Bedeutung als in der Unfallambulanz oder als in der Anästhesiologie :-p

ZNA ist sehr genial, kann man viel machen und viel lernen, macht auch viel Spaß, aber so richtig sinnvoll ist es eigentlich auch erst am Ende des klinischen Studienabschnitts.

Ich hab u.a. Unfallchirurgie als Ambulanzfamulatur nach dem 1. klin. Sem. gemacht, das war vom Timing her perfekt, und Allgemeinmedizin nach dem 3. klin. Sem., das war rückblickend ein Jahr zu früh. Hat aber trotzdem viel Spaß gemacht :-))

Arrhythmie
05.03.2020, 20:03
Ich hab chirurgische Famulaturen, Hausarzt (weil man ja muss) und Anästhesie gemacht. Vielleicht hätte ich noch irgendwas spezielleres machen sollen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer.
Eigentlich hätte ich noch sehr gerne Rechtsmedizin (aber gibt ja eh später kaum Stellen) oder ein anderes Aussenseiterfach gemacht, aber bin auch Dank der Dr. Arbeit nicht mehr dazu gekommen.

PS: Klar darf man in der Anästhesie beatmen und intubieren.

Dooly
05.03.2020, 20:39
Meine Famulaturen waren alle sehr gut! Ich hab in jeder viel dazu gelernt.

In meiner ersten Famulatur (nach dem 5.) war ich 30 Tage in einem kleinen Krankenhaus auf Station (Innere und UCH) als auch in der Ambulanz. Während meiner Zeit dort konnte ich viel herumschauen, so wurden mir Hospitationstage im Augen-OP oder in Spezialambulanzen vermittelt. Das war so mega gut dort. Ich konnte tun oder lassen, was ich wollte und jedes Fach hat mich wirklich herzlich aufgenommen und angeleitet. Die Famulatur war wie ein richtig guter Untersuchungskurs.

Danach war in verschiedenen Bereichen der Kinderheilkunde (im weiteren Sinne und teilweise recht speziell) auch für die Hausarzt-Famulatur.
War auch alles super und in der Praxis am anstrengendsten aber auch lehrreichsten. Ich hab jeden Morgen vor Praxisbeginn im benachbarten Krankenhaus die U2s (jeden Säugling nachuntersucht) und einen Notdienst mitgemacht. Die Famulatur war noch bevor ich Kinder in der Uni hatte und ich hatte nen ordentlichen Wissensvorsprung. Schade ist, dass ich bis jetzt schon wieder viel vergessen hab.

Jetzt komm ich ins 10. und mir fehlten noch 30 Tage Station. Die hab ich in der Neuro gemacht. Leider war’s auch ziemlich gut, sodass meine relative Sicherheit, dass ich Kinder machen will, hinüber ist. Da ich in einem Maximalversorger/Uni einer anderen med. Fak. war, hab ich gerade noch eine Hospitation in einer Neuro aus meiner Gegend vereinbart. Schnuppern, vielleicht fürs PJ ...