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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium: Fehler meines Lebens



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juke5489
15.07.2020, 18:50
..wo gibt es 100.000 nach 5 Jahren als angestellter Arzt? ( jetzt wirklich naiv gefragt). Als auch Facharzt kommt man auf Grundgehalt von ca. 72.000..woher die 100.000?

assistent ende des 4. wbj hier. plastische + handchirurgie, hohe dienstbelastung bei moderater dienstmenge (5-6/monat), aktuell noch rufbereitschaft mit daher guter vergütung. kratze dieses jahr wenn es weiter so geht wie bisher an den 100k bruttojahreseinkommen.
städtisches haus mit haustarifvertrag.

MissUmbrella
15.07.2020, 18:55
Edit wg. Doppelpost

MissUmbrella
15.07.2020, 18:56
Ich verschütte eine stille Träne für die armen Krankenhäuser, die so gerne ihre Ärzte besser behandeln würden, das aber einfach nicht können.





Ich sehe das genauso. An Geld im Krankenhaus mangelt es meistens nicht..aber man kann ja dem Personal viel verkaufen. Bin ja glücklicherweise in einem überstundenarmen Fach, aber hab mir von Anfang an gesagt ich mache keine Überstunde kostenlos..gehe immer superpünktlich nach Hause, auch in den stressigsten Zeiten. Wenn das nicht bezahlt wird..tja, Pech , dann punktgenau adios und nach Hause!

Bin auch immer wieder erstaunt, dass viele Assis überhaupt nichts wissen über tarifrechtliche Grundlagen usw. Auch solche, die schon länger dabei sind..aber gut, das ist eine andere Diskussion :-notify

Ja panisch
15.07.2020, 19:08
wo kriege ich solche infos her? wenn noch arbeit ist, kann man ja nicht einfach gehen oder doch?
Ich sehe das genauso. An Geld im Krankenhaus mangelt es meistens nicht..aber man kann ja dem Personal viel verkaufen. Bin ja glücklicherweise in einem überstundenarmen Fach, aber hab mir von Anfang an gesagt ich mache keine Überstunde kostenlos..gehe immer superpünktlich nach Hause, auch in den stressigsten Zeiten. Wenn das nicht bezahlt wird..tja, Pech , dann punktgenau adios und nach Hause!

Bin auch immer wieder erstaunt, dass viele Assis überhaupt nichts wissen über tarifrechtliche Grundlagen usw. Auch solche, die schon länger dabei sind..aber gut, das ist eine andere Diskussion :-notify

ehem-user-21-08-2020-1502
15.07.2020, 19:58
Ich sehe das genauso. An Geld im Krankenhaus mangelt es meistens nicht..aber man kann ja dem Personal viel verkaufen. Bin ja glücklicherweise in einem überstundenarmen Fach, aber hab mir von Anfang an gesagt ich mache keine Überstunde kostenlos..gehe immer superpünktlich nach Hause, auch in den stressigsten Zeiten. Wenn das nicht bezahlt wird..tja, Pech , dann punktgenau adios und nach Hause!

Bin auch immer wieder erstaunt, dass viele Assis überhaupt nichts wissen über tarifrechtliche Grundlagen usw. Auch solche, die schon länger dabei sind..aber gut, das ist eine andere Diskussion :-notify

Welches Fach machst du denn?

Im Übrigen gibt es durchaus Kliniken, in der jeder Arzt sein eigenes Zimmer mit eigenem PC und Diktierfunktion hat. Habe ich in unserer KJP selbst gesehen

ProximaCentauri
15.07.2020, 20:00
wo kriege ich solche infos her? wenn noch arbeit ist, kann man ja nicht einfach gehen oder doch?

Es ist immer noch Arbeit zu tun. Entweder hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen dass jemand da ist der übernimmt, z.B. bei einem Schichtsystem, dass die Arbeitsbelastung so ist dass man sie in der vorgegebenen Arbeitszeit zu erledigen ist - und im schlimmsten Fall, wenns mal vorkommt - dass die Überstunden bezahlt werden.
Es macht absolut niemand in der ganzen Spital-Administration unbezahlte Überstunden. Da werde ich die angesichts der Verantwortung und der sowieso schon höheren Arbeitszeit sicher nicht machen.

FirebirdUSA
15.07.2020, 20:30
assistent ende des 4. wbj hier. plastische + handchirurgie, hohe dienstbelastung bei moderater dienstmenge (5-6/monat), aktuell noch rufbereitschaft mit daher guter vergütung. kratze dieses jahr wenn es weiter so geht wie bisher an den 100k bruttojahreseinkommen.
städtisches haus mit haustarifvertrag.

Radiologie, Uniklinik, ab FA mit ca 5 Diensten im Monat & Pool hier auch an der Grenze dazu gewesen.

Reflex
15.07.2020, 20:42
..wo gibt es 100.000 nach 5 Jahren als angestellter Arzt? ( jetzt wirklich naiv gefragt). Als auch Facharzt kommt man auf Grundgehalt von ca. 72.000..woher die 100.000?

Auch als angestellter Facharzt (je nach Fachrichtung) in einer Praxis/MVZ kann man solche Gehälter verhandeln und auch bekommen und dass ohne Nacht-und Wochenenddienste und mit passablen Arbeitsbedingungen.

CrashStudios
15.07.2020, 20:53
Auch als angestellter Facharzt (je nach Fachrichtung) in einer Praxis/MVZ kann man solche Gehälter verhandeln und auch bekommen und dass ohne Nacht-und Wochenenddienste und mit passablen Arbeitsbedingungen.

Diese zunehmende Anstellung von Ärzten bei MVZ und wie das so unkritisch von meinen Kollegen hier hingenommen wird finde ich auch einfach zum kotzen. :-kotz

Passt aber zum Zeitgeist, dass Ärzte gefälligst nicht mehr Unternehmer/Selbständig sein sollen, wie von der Politik und "interessierter" Seite gewollt, sondern als Angestellte zu günstigen Lohnkosten für die Inhaber der MVZ arbeiten sollen. Ist ja kein Geheimnis, dass Private Equity Gesellschaften und große Klinikkonzerne reihenweise Kassensitze aufkaufen um dann dort irgendwelche MVZ hinzustellen mit angestellten Ärzten.

Wenn ich dann noch feststelle, dass 70% der Medizinstudenten weiblich sind und diese tendenziell eher die Anstellung suchen, wegen Work-Life-Balance und Life-Life-Balance und Teilzeitstellen, damit man nach den 4 Stunden Arbeit noch zum Yoga und ins Fitnessstudio kann, dann sehe ich schwarz. Ist ja alles toll, wenn man einen Ehemann hat, der dann besser verdienst (als Anwalt, Ingenieur, Informatiker) als man mit seiner Anstellung verdient und einen finanziert. Den männlichen Kollegen bleibt heutzutage nur noch die Niederlassung um einigermaßen zu finanziellem Reichtum zu kommen (wenn überhaupt).

Reflex
15.07.2020, 21:19
Es ist wahrlich eine Diskriminierung für das männliche Ego sich niederlassen zu müssen, wenn man mehr Geld verdienen möchte als in der Anstellung, wo man schon übertariflich bezahlt wird. Wenn man bedenkt, dass das Einkommen sich dann in der Regel auch noch verdoppelt ... und es ist ja auch nicht so, dass nicht dieses Jahr sogar KV-Sitze für umme (je nach Fachrichtung und Bezirk) unter das (Mediziner) Volk geworfen wurden.. es Ist echt ein Drama... ja, wirklich...

Cor_magna
15.07.2020, 21:40
Diese zunehmende Anstellung von Ärzten bei MVZ und wie das so unkritisch von meinen Kollegen hier hingenommen wird finde ich auch einfach zum kotzen. :-kotz

Passt aber zum Zeitgeist, dass Ärzte gefälligst nicht mehr Unternehmer/Selbständig sein sollen, wie von der Politik und "interessierter" Seite gewollt, sondern als Angestellte zu günstigen Lohnkosten für die Inhaber der MVZ arbeiten sollen. Ist ja kein Geheimnis, dass Private Equity Gesellschaften und große Klinikkonzerne reihenweise Kassensitze aufkaufen um dann dort irgendwelche MVZ hinzustellen mit angestellten Ärzten.

Wenn ich dann noch feststelle, dass 70% der Medizinstudenten weiblich sind und diese tendenziell eher die Anstellung suchen, wegen Work-Life-Balance und Life-Life-Balance und Teilzeitstellen, damit man nach den 4 Stunden Arbeit noch zum Yoga und ins Fitnessstudio kann, dann sehe ich schwarz. Ist ja alles toll, wenn man einen Ehemann hat, der dann besser verdienst (als Anwalt, Ingenieur, Informatiker) als man mit seiner Anstellung verdient und einen finanziert. Den männlichen Kollegen bleibt heutzutage nur noch die Niederlassung um einigermaßen zu finanziellem Reichtum zu kommen (wenn überhaupt).


Gerade jetzt macht jemand seinen Facharzt oder Medizinstudium zu Ende und wird in 20 Jahren aus eigener Arbeit reich sein, wetten? (Mit reich meine ich Jahresverdienste über 400 k und/oder Vermögen jenseits der 2 Millionen).

Mein Ziel ist es nicht, aber wenn es mir so wichtig wäre wie manchem hier dann würde ich mir mal mehr Mühe geben herauszufinden wie man sowas schaffen könnte...

Arbeitswelten ändern sich nun mal. Das ist aber überall so. Man muss dann eben schauen dass man das Beste draus macht.

Edit: Grad noch deinen letzten Absatz mit den männlichen Kollegen gelesen: 1. arbeiten auch viele Frauen Vollzeit und 2. Wenn es wirklich immer mehr Teilzeitmediziner gibt (ob jetzt männlich oder weiblich) dann wirst du als Vollzeitkraft nur umso wertvoller. bzw hast viel weniger Konkurrenz.

Reflex
15.07.2020, 21:52
Hier geht es doch gar nicht um realistische Jobaussichten. Das ist für einige eine reine Neid Debatte, weil der P.... äh Porsche zu klein ist...

Cor_magna
15.07.2020, 21:56
Hier geht es doch gar nicht um realistische Jobaussichten. Das ist für einige eine reine Neid Debatte, weil der P.... äh Porsche zu klein ist...

Wahrscheinlich hast du Recht :D Ich schicke die alle mal zu meinem Onkel in die Schreinerei. Der arbeitet auch jedes Wochenende, noch dazu ist die Arbeit körperlich ganz schön hart. Wenn ich dem das Gejammer hier und die Löhne um die es geht erzähl, kotzt der im Strahl :D

GelbeKlamotten
15.07.2020, 22:21
Wahrscheinlich hast du Recht :D Ich schicke die alle mal zu meinem Onkel in die Schreinerei. Der arbeitet auch jedes Wochenende, noch dazu ist die Arbeit körperlich ganz schön hart. Wenn ich dem das Gejammer hier und die Löhne um die es geht erzähl, kotzt der im Strahl :D

Wie viele Jahre hat der noch mal studiert, ohne jegliches Einkommen? Wieviele Jahre war er auf der Schule? Wie viele Nachtdienste hat er pro Monat?

Und wie viel verdient eigentlich ein selbstständiger Handwerksmeister, der so viele Angestellte hat wie eine durchschnittliche Arztpraxis?

ehem-user-21-08-2020-1502
15.07.2020, 23:04
Wie viele Jahre hat der noch mal studiert, ohne jegliches Einkommen? Wieviele Jahre war er auf der Schule? Wie viele Nachtdienste hat er pro Monat?

Und wie viel verdient eigentlich ein selbstständiger Handwerksmeister, der so viele Angestellte hat wie eine durchschnittliche Arztpraxis?


Und wieviel Nachwuchsmangel haben Handwerker? Und warum wollen immer weniger Handwerker werden? Warum machen nicht deutlich mehr Abiturienten eine Handwerkerlehre?

GelbeKlamotten
16.07.2020, 01:08
Und wieviel Nachwuchsmangel haben Handwerker? Und warum wollen immer weniger Handwerker werden? Warum machen nicht deutlich mehr Abiturienten eine Handwerkerlehre?

Weil diejenigen, die 12 oder 13 Jahre zur Schule gegangen sind und Abitur gemacht haben, oft eine Tätigkeit anstreben, die auf intellektueller Ebene anspruchsvoller ist als die eines Handwerkers.

Die Eintrittsbarrieren für den Arztberuf sind wesentlich höher und die Mindestausbildungszeit bis zum ersten verdienten Euro ist um knapp 10 Jahre länger als bei einem Schreiner. Da ist es durchaus gerechtfertigt, wenn der Arztberuf besser bezahlt ist als der des Schreiners.

JumpRopeQueen
16.07.2020, 05:55
Weil diejenigen, die 12 oder 13 Jahre zur Schule gegangen sind und Abitur gemacht haben, oft eine Tätigkeit anstreben, die auf intellektueller Ebene anspruchsvoller ist als die eines Handwerkers.

Die Eintrittsbarrieren für den Arztberuf sind wesentlich höher und die Mindestausbildungszeit bis zum ersten verdienten Euro ist um knapp 10 Jahre länger als bei einem Schreiner. Da ist es durchaus gerechtfertigt, wenn der Arztberuf besser bezahlt ist als der des Schreiners.

Ein Tischlermeister im Unternehmen meines Mannes arbeitet nebenbei auch selbstständig und ist mit einer Zahnärztin verheiratet. Verdient mehr als sie.

Evil
16.07.2020, 06:05
Mein Kamin ist bestimmt trotzdem größer!

Salzi19
16.07.2020, 08:11
Das Einkommen von Zahnärzten (v.a. Den Angestellten) ist auch nicht mehr das, was es mal war :-)) zum Überleben reichts aber normalerweise schon noch ;-)

Bluej
16.07.2020, 09:31
Ich kann immer nicht ganz nachvollziehen, wie man 6 -7 Jahre in einen der arbeitsaufwendigsten, längsten und teuersten Studiengänge (Medizin, Zahnmedizin) investieren kann, um dann späterer in Teilzeit bzw. Anstellung für wenig Geld zu arbeiten. Die durchschnittliche Zahnarztpraxis müsste wohl auch ca. 160k Gewinn machen, in einschlägigen Praxisbörsen gibt es auch zahlreiche Praxen mit >200k Gewinn, da muss das Ziel klar sein, dass man sich eben so schnell wie möglich selbstständig macht. Wenn man das im vornherein ausschließen kann, ist es meiner Meinung sinnvoller etwas anderes zu machen z.B. ein duales Studium bei Siemens ( komme auch aus Erlangen).