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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium: Fehler meines Lebens



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daCapo
09.04.2021, 12:35
Wo Habe ich jetzt anignu beleidigt?
Ich empfinde die Beiträge als beleidigend. Allein der Begriff Spalter Ist eindeutig. Das Ist nicht nur unhöflich.

Evil
09.04.2021, 12:37
Du hast ihn genausowenig beleidigt wie er Dich. Ihr schreibt da in vergleichbarer Schärfe.
Wenn Du das so empfindest, liegt das evtl an Deiner Wahrnehmung, objektiv nachvollziehen kann ich es nicht. Konsequenterweise musst Du dann aber ebenfalls Deinen Schreibstil ändern.

daCapo
09.04.2021, 12:39
Ich verwende grundsätzlich keine beleidigenden Begriffe wie Spalter und sehe meine Beiträge als deutlich sachlicher an. Meine Meinung. Gut, wenn das für dich beides nur unhöflich ist. Lassen wir es damit sein. Bringt uns nicht weiter.

Evil
09.04.2021, 12:43
Du hast es erfasst!

anignu
10.04.2021, 00:09
Der Job des Arztes erfordert hohe Gewissenhaftigkeit. Kreativität jedoch ist hier nicht gefragt. Von Vorteil ist es extrovertiert zu sein. Ein kreativer Mensch sollte besser nicht Arzt werden. Da geht es um Leitlinien anwenden und präzise und ordentlich untersuchen, dokumentieren, bilanzieren und zielgerichtet entscheiden. Im Studium wird auch keine Kreativität wie in anderen Studiengängen (Hausarbeiten etc.) gefordert, sondern Wissen abgefragt.
Es ist sowas von offensichtlich dass du noch niemals eine Shuntrevision gemacht hast. Um eine Shuntrevision gut hinzubekommen muss du nicht nur sämtliche Techniken der Gefäßchirurgie (offen, endovaskulär etc.) beherrschen sondern auch während der OP auf Basis des intraoperativen Befundes ständig neue Entscheidungen treffen. Da geht es um technisches Können, Gewissenhaftigkeit, Kreativität und es ist auch eine intellektuelle Herausforderung. Nicht umsonst werden teilweise Shuntrevisionsvarianten in Fachzeitschriften diskutiert.
Kurz gefasst: solche Pauschalaussagen wie "Kreativität ist nicht gefragt" kann nur derjenige von sich geben der [hier stand was von eher weniger Erfahrung, das aus Gründen der Netiquette entfernt wurde]

Zu daCapo:

Als Facharzt hat man dann wieder normale Arbeitsbedingungen und erfährt mehr Respekt für seine Arbeit.

Sagt der Nicht-Facharzt der es ja wissen muss...

Tja das ist Vergangenheit. Ich bin Facharzt. Angeblich soll hier eine neue Nettiquette kommen,von der du offensichtlich noch garnix gehört hast. Mal schauen,wie konsequent sowas umgesetzt wird. Der Beitrag Ist und wirkt für mich beleidigend, respektlos, aggressiv und provozierend. Sowas wollten wir eigentlich hier nicht Mehr. Darum solltest du dich entschuldigen für deine Art und demnächst sachlich und mit Respekt antworten.

Yo anignu hat mit dem beleidigenden Beiträge hier begonnen.
Lieber daCapo,

ich entschuldige mich selbstverständlich in aller Form dafür dass ich dich fälschlicherweise als Nicht-Facharzt bezeichnet habe, was du anscheinend nicht bist. Das du dies als die beleidigendste Beleidigung aller jemals in diesem Forum ausgesprochenen Beleidigungen aufgenommen hast tut mir natürlich unendlich leid. Das war niemals meine Absicht. In Zukunft werde ich dich natürlich nicht mehr in dieser aggressiven Form bzgl. deiner eigenen Person angreifen sondern nur noch die intellektuellen Ergüsse deiner Person beurteilen.

Zur Erklärung: ich bin fälschlicherweise auf die verallgemeinernde Aussage dass ein Facharzt quasi grundsätzlich normale Arbeitsbedingungen hat reingefallen bei der ich als (ebenfalls Facharzt) Gefäßchirurg einfach mal sagen muss: diese Pauschalisierung ist so grenzenlos weit von der Realität entfernt dass sie aufgrund der völlig verzerrten Realitätswahrnehmung mich dazu hinreißen hat lassen von einem Nicht-Facharzt auszugehen. Von einem Facharzt, von dem ich davon ausgehe dass derjenige mehrere Jahre in der Medizin zugebracht hat, würde ich eigentlich erwarten dass dieser differenziert genug ist zu sehen dass es Bereiche gibt in denen man als Facharzt eher bessere Bedingungen hat als als Assistenzarzt und andere in denen es eher nicht besser wird.

Wie gesagt: aufgrund des unterirdischen Niveaus deiner falschen Aussage hast du mich auf die falsche Fährte gelockt und ich hab mich zu dieser Beleidigung "Nicht-Facharzt" hinreißen lassen. Fett sorry. Ich hätte mich zusammenreißen sollen und nur schreiben sollen "Die Aussage ist sowas von undifferenziert und in ihrer Pauschalität neben falsch auch noch ..." statt provokant "Sagt der Nicht-Facharzt der es ja wissen muss..." zurückzuschreiben.

Ich werde mich in Zukunft bemühen diese Angriffe auf deine Person, insbesondere der Herabwürdigung deinerseits als "Nicht-Facharzt" zu unterlassen und nur noch auf die [aufgrund der Netiquette entfernt] deiner Aussagen einzugehen.

Mit besten kollegialen Grüßen, ein ebenfalls Facharzt

ehem-user-05-04-2023-1001
10.04.2021, 00:14
Es ist sowas von offensichtlich dass du noch niemals eine Shuntrevision gemacht hast. Um eine Shuntrevision gut hinzubekommen muss du nicht nur sämtliche Techniken der Gefäßchirurgie (offen, endovaskulär etc.) beherrschen sondern auch während der OP auf Basis des intraoperativen Befundes ständig neue Entscheidungen treffen. Da geht es um technisches Können, Gewissenhaftigkeit, Kreativität und es ist auch eine intellektuelle Herausforderung. Nicht umsonst werden teilweise Shuntrevisionsvarianten in Fachzeitschriften diskutiert.
Kurz gefasst: solche Pauschalaussagen wie "Kreativität ist nicht gefragt" kann nur derjenige von sich geben der [hier stand was von eher weniger Erfahrung, das aus Gründen der Netiquette entfernt wurde]


Cartablanca hat allerdings von Ärzten gesprochen, nicht von Chirugen..

anignu
10.04.2021, 00:27
Cartablanca hat allerdings von Ärzten gesprochen, nicht von Chirugen..
Und das heißt? Chirurgen sind keine Ärzte?
Die Pauschalaussage von cartablanca ist einfach falsch. Wer behauptet "Ärzte müssen nicht kreativ sein" verkennt dass es Bereiche gibt in denen Kreativität auch ein Teil des Jobs ist. Also kennt cartablanca diese Bereiche nicht oder ignoriert sie.

ehem-user-05-04-2023-1001
10.04.2021, 00:52
Naja , bei einer Shuntrevision hast du vermutlich recht. Ist aber auch wirklich ein Sonderfall und sehr speziell.

Ich für meinen Teil kann cartablanca nur zustimmen, 99 % der Medizin läuft eben nach dem " Wenn Schema A nicht klappt dann Schema B usw". Kreativ austoben ist da eher weniger

anignu
10.04.2021, 01:28
Ok, dann schauen wir uns doch nochmal die Aussagen von cartablanca an was einen Arztberuf ausmacht:
- Gewissenhaftigkeit: ok, sicher nicht schlecht. Lies dir mal Arztbriefe von Assistenzärzten durch und du denkst dir nur "wie sollen diese Menschen jemals echte Verantwortung übernehmen" weil die Briefe von maximaler Schlampigkeit nur so strotzen. Für später mag das wichtig sein, in manchen Bereichen mehr, in anderen weniger...
- Kreativität: ja, braucht es in manchen Bereichen. Nicht in allen. Aber zu sagen: "ist nicht gefragt" ist falsch.
- Extrovertiert: "wäre von Vorteil". Mei. Genauso wie in allen anderen beruflichen Bereichen (Wissenschaft, Firmen, Beamte etc.). Der Introvertierte tut sich mit Karriere halt meist eher schwerer weil er die eigene Leistung nicht so hervorhebt. Ansonsten? Wieso sollte man extrovertiert sein? Oder sein müssen? Ernsthaft, wofür? Wenn ich einen Job im Krankenhaus oder einem MVZ oder wo auch immer wo ich mich selbst nicht an vorderste Fronst stellen will, dann ist das doch total easy. Dann stell ich mich irgendwo hintenan, lass diese ganzen aufgeblasenen Extrovertierten die Frontarbeit incl. Außendarstellung machen und mach im Hintergrund meinen Job. Chef sein ist dann halt nix, aber dafür muss ich mich auch nicht mit den idiotischen Patienten rumschlagen die in epischer Breite erzählen von wievielen Professoren an wievielen Unikliniken sie schon behandelt wurden (statt dass ein einziger Nicht-Professor mal was richtig gemacht... ok, anderes Thema). Der Introvertierte kann sich in verschiedenen Settings wunderschön hinter vielen Extrovertierten verstecken, macht seine Arbeit, ist damit glücklich und wird aufgrund der Qualität seiner Arbeit von den Kollegen die Ahnung haben hoch geschätzt.
- Leitlinien, dokumentieren, bilanzieren: alles schön und gut. Leitlinien sind das Eine, Patienten das Andere. Primär behandeln wir Patienten, die Patienten haben (zumindest in meinem Bereich) oft nicht eine Erkrankung sondern mehrere und Leitlinien sind da dann schon in gewisser Weise beschränkt. Sie geben einen gewissen Rahmen vor und das wars dann aber auch. Es ist erlaubt davon abzuweichen...

Mr. Pink online
10.04.2021, 08:27
Die Medizin ist ein weites Feld. Wer ärztlich tätig sein will hat in Deutschland die Wahl zwischen fast 60! Weiterbildungsbezeichnungen. Dementsprechend kann man grundsätzlich nicht pauschalieren. Man kann es als FA recht entspannt und auch finanziell attraktiv haben, es geht aber auch genau andersrum. Es gibt mit Sicherheit Weiterbildungsbezeichnungen, wo es schwierig wird sich einen schlanken Fuß zu machen, insbesondere bei klinischer Tätigkeit. Bspw. Innere, ACH, Neuro. Dann gibt es natürlich noch X Zusatzbezeichnungen. Wer will findet seine Nische.

Soviel zur Karriereoption. Man darf darüber hinaus aber auch nicht vergessen, dass zur Gesundheitsversorgung auch gehört, dass irgendwelche Leute die Drecksarbeit machen. Der Anteil an Patienten der eine komplizierte Shunt-Revision braucht beläuft sich auf den Promille-Bereich. Gallenblase, Ileus, Herzinfarkt usw. sind häufiger und müssen ebenfalls versorgt werden. Die Möglichkeiten sich dabei "künstlerisch kreativ" zu verwirklichen sind eher eingeschränkt. Trotzdem ist es wichtig. Hier immer nur zu betonen, man könne ja dies und jenes in seiner kleinen Spezial-Klinik/Ambulanz machen bringt das große Ganze auch nicht weiter.
Die Forderung, dass auch der Intensiv/Notaufnahme-Internist oder ACH adäquate Arbeitsbedingungen haben sollte finde ich absolut in Ordnung und sollte hier nicht immer als Mimimi und mit "such dir doch was anderes" abgestempelt werden. Am Ende machts dann keiner mehr.

daCapo
10.04.2021, 12:05
Letztendlich eine Geschmacksfrage: In der Medizin behandelt man Patienten, macht Rö-Bilder oder Labor- Pathobefunde von ihnen. Meistens alles nach Schema F. Bei Private Equity oder Unternehmensberatung saniert man Firmen (= Entlassungen, Umsatz/Gewinn steigern), bei Investmentbanken generiert und verkauft man Finanzprodukte. Bei beiden Tätigkeiten wird man begrenzt "kreativ" sein.

Was hier wenig Beachtung findet ist die Zeit: Es sind 6 Jahre Studium und ca. 5-6 zum Facharzt-->12 Jahre; wenn man dann noch Karriere im Krankenhaus anstrebt, darf man noch ein paar Jahre hinzurechnen.
Ein Bachelor in Business Studies an einer Vitamin B Uni sind 3 Jahre, je nach Leistung kommt man nach 2-3 Jahren in die besseren Jobs dort. So ist es zumindest in meinem Bekanntenkreis. Und ja auch in Investmentbanken hat man miserable Arbeitsbedingungen als Junganalyst. Das sind 2-3 Jahre.

problemvektor69
10.04.2021, 14:06
Also Investmentbanking ist nun wirklich eine absolute Blase, wahrscheinlich würde da jeder ordentlicher Job der tariflichen Strukturen unterliegt angenehmer sein.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/goldman-sachs-banker-fordern-80-stunden-woche-als-maximum-17282187.html

GelbeKlamotten
10.04.2021, 14:38
Also Investmentbanking ist nun wirklich eine absolute Blase, wahrscheinlich würde da jeder ordentlicher Job der tariflichen Strukturen unterliegt angenehmer sein.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/goldman-sachs-banker-fordern-80-stunden-woche-als-maximum-17282187.html

Selbstverständlich ist ein „normaler“ Job mit Tarifvertrag angenehmer als der Einstieg als Investmentbanker bei Goldman Sachs. Dafür fahren die, die bei Goldman Sachs den Aufstieg schaffen nach wenigen Jahren im Porsche zur Arbeit und tragen 25.000 Euro Breitling Uhren. Muss jeder selbst wissen, ob es ihm das Wert ist. Aber nicht jeder, der im Investment Banking arbeitet, muss zu Goldman Sachs gehen. Ich kenne selbst mehrere Leute, die in dem Bereich tätig sind. Z.B. bei UBS in der Schweiz mit top Arbeitsbedingungen mit einem Gehalt, das etwa das 5fache eines FA-Tarifgehalts in Deutschlands beträgt.

Wohin Zustände wie bei Goldman Sachs im Privatleben der Mitarbeiter führen können, zeigt zum Beispiel der Fall von Kelly „Mayli“ Wang, der vernachlässigten Tochter des langjährigen Goldman Sachs Vice President Kevin Baltazar, die kurz nach ihrem 18. Geburtstag beschlossen hat, in die erniedrigensten Gefilde einzusteigen, die die Pornographie zu bieten hat.

https://kiwifarms.net/threads/kelly-christina-baltazar-kelly-jiayi-wang-amelia-wang-mayli-jiayiwang_inkart.64401/

problemvektor69
10.04.2021, 15:08
nicht die Dame googlen großer Fehler:-???

Auch ein heftiger Fall

https://www.theguardian.com/business/2013/oct/05/moritz-erhardt-internship-banking

daCapo
10.04.2021, 23:28
Die FA GoldmanSachs hat bereits ihren Ruf weg...
Also für mich ist es vor allem eine Geschmacks- und Zeitfrage.
Nur wegen dem Geld sollte man es nicht machen, hatten wir auch bereits mehrfach hier diskutiert.

LasseReinböng
11.04.2021, 18:16
Aha, seelisch kaputte Ärzte bzw. kaputte Arztfamilien gibt es auch, ich sehe irgendwie nicht die Relevanz der obigen Beiträge.

cartablanca
11.04.2021, 19:09
Nein ich hab noch keine Shuntrevision gemacht. Sicherlich wird es hier und da einzelne Fachrichtungen geben wo man sich relativ kreativ ausleben kann z.B. in der plastischen Chirurgie. Aber wenn man alle Fachrichtungen zusammen nimmt ist der Arztberuf eher weniger kreativ, bzw. nicht vergleichbar mit Jobs im Designbereich. Und das Studium selbst tötet jede Kreativität.

Haffi
11.04.2021, 20:09
Hier immer nur zu betonen, man könne ja dies und jenes in seiner kleinen Spezial-Klinik/Ambulanz machen bringt das große Ganze auch nicht weiter.
Die Forderung, dass auch der Intensiv/Notaufnahme-Internist oder ACH adäquate Arbeitsbedingungen haben sollte finde ich absolut in Ordnung und sollte hier nicht immer als Mimimi und mit "such dir doch was anderes" abgestempelt werden. Am Ende machts dann keiner mehr.

Hier kommt die ganze Misere des Systems und die Glorifizierung des Spezialistentums zum Ausdruck.

GelbeKlamotten
11.04.2021, 21:24
Nein ich hab noch keine Shuntrevision gemacht. Sicherlich wird es hier und da einzelne Fachrichtungen geben wo man sich relativ kreativ ausleben kann z.B. in der plastischen Chirurgie. Aber wenn man alle Fachrichtungen zusammen nimmt ist der Arztberuf eher weniger kreativ, bzw. nicht vergleichbar mit Jobs im Designbereich. Und das Studium selbst tötet jede Kreativität.

Ja natürlich ist nicht so viel Kreativität gefragt wie als Designer. Und nicht so viel Sitzfleisch wie als LKW-Fahrer. Und nicht so viel Steuerwissen wie als Steuerberater.

Die allermeisten Mediziner würden auch nicht in einen Designerberuf passen. Designer sind schon oft sehr sehr spezielle abgefahrene Leute. Wer so veranlagt ist würde andersrum auch in der Regel kein Medizinstudium durchhalten.

Aber ganz so stupide wie es hier zum Teil hingestellt wird ist der Arztberuf auch nicht. Klar gibt es oft die völlig unspektakuläre Cholezystitis und Appendizitis. Aber mir begegnen trotzdem auch nach 5 Jahren als Ärztin jede Woche spannende Dinge, die ich oft noch nie gesehen habe und teils auch gar nicht für möglich gehalten hätte. Und viele Befunde - das wird in anderen Fächern nicht anders sein als in der Radiologie - lassen einiges an Interpretationsspielraum zu und laden zum Nachdenken und Nachforschen ein. Das Problem ist meistens nicht, dass das nicht gefordert oder sinnvoll wäre, sondern dass die meisten Ärzte einerseits keine Zeit, andererseits aber oft auch einfach keinen Bock darauf haben.

Ich kommuniziere zB sehr ungewöhnliche Befunde im Dienst auch gerne mal telefonisch an den anfordernden Kollegen, auch wenn sie keine ganz akute Relevanz haben. 80% schalten sofort auf komplett auf Durchzug, wenn sei merken, dass es um etwas geht, das nicht unbedingt dazu beiträgt, den Patienten so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Klar, ist auch ein Zeitproblem. Aber dann gibt es komischerweise auch diejenigen, die sich dann doch ab und an die 2 Minuten Zeit nehmen können, sich ein bisschen eindenken und sich eben tatsächlich interessieren. Wie gesagt eine Minderheit. Dass sind dann auch die, die ab und zu sogar mal Rückmeldung geben, wie sich z.B. der undefinierbare CT-Befund intraoperativ dargestellt hat. Wie gesagt - Ausnahmen. Die meisten suchen explizit die langweilig Routine.

Wenn der Arztjob für jemanden nur Routine und Anwenden von Leitlinien ist, dann arbeitet er entweder in einer sehr kleinen und unspektakulären Nische oder er presst eben selbst alles in seine Routinen, obwohl es da nicht hingehört. Menschen sind sehr individuell. Immer. Da kann es normalerweise keine reine Routine geben.

cartablanca
12.04.2021, 13:38
Ich kommuniziere zB sehr ungewöhnliche Befunde im Dienst auch gerne mal telefonisch an den anfordernden Kollegen, auch wenn sie keine ganz akute Relevanz haben.

"Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist"

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreativit%C3%A4t

Naja ist das wirklich kreativ Dinge zu untersuchen und einzuordnen?