PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium: Fehler meines Lebens



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50

Cor_magna
13.07.2020, 15:16
Anderes Fach, kleinere Klinik, und doch kann ich nahezu alle Gedanken des TE 1:1 nachvollziehen (bis auf die Klinikklamotten - die sind echt ganz bequem! *gefaelltmir*).

Bequeme Klamotten alleine reichen aber leider nicht, um zufrieden mit seinem Job zu sein. Der Stress/Druck von allen Seiten, die Verantwortung und die erbärmlichen Arbeitsbedingungen in der Klinik sind leider auch bei mir harte Realität. Das Monetäre interessiert mich gar nicht wirklich, aber in Relation zur Wochenarbeitszeit ist auch das ein deprimierender Faktor.

Daher informiere auch ich mich aktuell über Alternativen, wobei ich zunächst insbesondere einen (notfalls auch zwei) Fachrichtungs- und Klinikwechsel in Betracht ziehe, falls das nicht fruchtet, bin ich raus aus der Medizin und suche mir irgendwas ganz anderes. Schließe mittlerweile auch nicht aus, nochmal studieren zu gehen, um die Chancen zu erhöhen, irgendwo anders mit guten Karrierechancen unterzukommen.

Wie auch immer: TE, du bist nicht allein! Das Gefühl der Reue hinsichtlich der naiven Entscheidung für das Medizinstudium begleitet mich auch täglich. Genauso würde ich auch lieber jeden Tag Rasen mähen anstatt mir diesen Mist weiter anzutun (lustigerweise hatte ich ähnliche Gedanken auch schon in den letzten Wochen/Monaten).

Trotzdem: Irgendwas ändern muss man, das Leben ist zu kurz um es mit einer Arbeit zu vergeuden, die einem keinen Spaß bereitet.

An meiner Uniklinik sind die Assistenten in der Radio sehr zufrieden, zumindest was man mir in der Famulatur so gesagt hat. Guter Kumpel von mir hat in der Abteilung nach Famulatur auch PJ gemacht und fängt eben auch im September da an.
Laut ihm bewerben sich da aber auch immer sehr viele Assis und PJ dort gemacht zu haben ist für eine Stelle als frischer Studienabgänger praktisch Pflicht. Gute Stellen sind eben umkämpft.
Also auch hier wieder: Kommt auf die Abteilung an.
Notfalls wechsel ich so lange bis ich ne gute Abteilung finde.

Bluej
13.07.2020, 15:20
Anderes Fach, kleinere Klinik, und doch kann ich nahezu alle Gedanken des TE 1:1 nachvollziehen (bis auf die Klinikklamotten - die sind echt ganz bequem! *gefaelltmir*).

Bequeme Klamotten alleine reichen aber leider nicht, um zufrieden mit seinem Job zu sein. Der Stress/Druck von allen Seiten, die Verantwortung und die erbärmlichen Arbeitsbedingungen in der Klinik sind leider auch bei mir harte Realität. Das Monetäre interessiert mich gar nicht wirklich, aber in Relation zur Wochenarbeitszeit ist auch das ein deprimierender Faktor.

Daher informiere auch ich mich aktuell über Alternativen, wobei ich zunächst insbesondere einen (notfalls auch zwei) Fachrichtungs- und Klinikwechsel in Betracht ziehe, falls das nicht fruchtet, bin ich raus aus der Medizin und suche mir irgendwas ganz anderes. Schließe mittlerweile auch nicht aus, nochmal studieren zu gehen, um die Chancen zu erhöhen, irgendwo anders mit guten Karrierechancen unterzukommen.

Wie auch immer: TE, du bist nicht allein! Das Gefühl der Reue hinsichtlich der naiven Entscheidung für das Medizinstudium begleitet mich auch täglich. Genauso würde ich auch lieber jeden Tag Rasen mähen anstatt mir diesen Mist weiter anzutun (lustigerweise hatte ich ähnliche Gedanken auch schon in den letzten Wochen/Monaten).

Trotzdem: Irgendwas ändern muss man, das Leben ist zu kurz um es mit einer Arbeit zu vergeuden, die einem keinen Spaß bereitet.

Was planst du denn dann noch zu studieren?

daCapo
13.07.2020, 17:13
Inzwischen bin ich fast so weit zu sagen: Scheiß drauf. Werde ich halt Allgemeinmediziner und lebe mein Leben in der Mittelschicht. Habe ich halt dumme Fehler gemacht (dazu gehört das Medizinstudium). Hätte ich besser Informatik an der FH studiert oder BWL oder irgendetwas anderes. Schlechter als Ärzte trifft es die wenigsten Akademiker (die nicht gerade irgendein Orchideenfach studieren).

Ohje die obere Mittelschicht. Ganz schlimm.
Und Forschung an Unikliniken in DE hat ja einen TOP-Ruf, total relevant alles., geht direkt in die Praxis.
Noch besser ist aber das WB Konzept ohne Qualitätskontrolle, das man selbst zusammenstellen darf.
Aber immerhin das finanzielle stimmt, dank der hohen Kassenbeiträge.

OhDaeSu
13.07.2020, 17:52
Was ist deine Mission hier, TE? Du merkst doch, dass die Leute dein Problem nicht nachvollziehen können, weil das Studium für sie (wie für die Mehrheit der Mediziner) in Anbetracht ihrer Fähigkeiten ein super Deal war. Erinner dich, wie sich deine ehemaligen Kommilitonen ausdrücken, wie sie mit Zahlen umgehen, wie es um ihr logisches und abstraktes Denken bestellt war. Ein Großteil ist mit €60k zum Einstieg und €100k angestellt bzw durschnittlich €170k als Freiberufler sehr, sehr gut bedient.

Bring den Facharzt zu Ende, schließ meinetwegen die Habil ab und verlass die Uni. Nutze den Vorteil der Medizin mit überschauberem Einsatz ein ordentliches Gehalt rausholen zu können und/oder sich quasi risikolos selbstständig zu machen.

Was den Einstieg als experienced hire in die UB angeht, bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Du besitzt keine relevante Erfahrung.

cartablanca
13.07.2020, 18:34
Ich kann sein Problem nachvollziehen. So wie ich das gelesen habe, können es auch mehrere Teilnehmer nachvollziehen. Inzwischen arbeitet auch fast die Hälfte der Mediziner nicht mehr in der kurativen Medizin von daher würde ich das Problem mal nicht als isolierten Einzelfall sehen.

davo
13.07.2020, 18:52
@TE:

Ich versteh echt nicht, warum du so sehr auf Uni-Innere beharrst. Und als kostenloser, abendlicher Forschungssklave wirst du von deinem PI natürlich "wertgeschätzt" - weil du seine Karriere voranbringst.

Forschung, Patientennähe und gute klinische Versorgung wirst du zumindest in einem großen Fach kaum unter einen Hut bekommen können. Und selbst in der Psychiatrie (das Beispiel deshalb, weil ich mir da einige Kliniken angeschaut habe) wirst du das IMHO nur selten finden. Klar, du hast an einer Uniklinik spannende Fälle, seltene Erkrankungen, aber die menschliche Komponente fehlt IMHO in der Regel. Die Patientenzufriedenheit ist in den kleineren Häusern meist größer. Ich finde es gut, dass du gerne in allen drei Bereichen sehr gut wärst, aber ich halte das systembedingt für nahezu unmöglich.

Trotzdem ist für mich recht eindeutig, dass du mit einem Informatik- oder BWL-Bachelor auch nicht mehr verdienen würdest. Ganz im Gegenteil, du würdest mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit spürbar weniger verdienen. Um mit so einem Abschluss wirklich gut zu verdienen, muss man ein Macher sein, einer der gestalten und sich durchsetzen kann. Nicht einer der rumjammert und auf seinen Fehlern beharrt. Deine Vorstellungen von den Karrierechancen anderer Hochschulabsolventen sind fernab der Realität.

Vielleicht findest du eine Uniklinik, an der deine Subspezialisierung einem bessere Arbeitsbedingungen bietet. Und man kann durchaus auch in der Uni-Inneren, z.B. in der Kardio, sehr schnell PD und OA (nicht FOA) werden. Aber halt nur, wenn man sehr gut ist, sich selbst gut promoten kann, gut im Netzwerken ist, und bereit ist, auf Privatleben zu verzichten. Ich kenn ein paar solcher Beispiele. Sie sind einerseits erfolgreich, klar, werden sicher in wenigen Jahren irgendwo eine Professur an einer Uniklinik haben, aber insgesamt sind das für mich dennoch eher abschreckende Beispiele. Klar, es ist gut, dass es Leute gibt, die bereit sind, sich so zu opfern, aber ich find es weder bewunderns- noch beneidenswert.

Mein persönlicher Rat wäre deshalb eher, auf Forschung und Uniklinik zu sch....n. Oder sich zumindest ein kleines Fach zu suchen, in dem man auch an einer Uniklinik die Chance auf etwas Leben hat.


Ich kann sein Problem nachvollziehen. So wie ich das gelesen habe, können es auch mehrere Teilnehmer nachvollziehen. Inzwischen arbeitet auch fast die Hälfte der Mediziner nicht mehr in der kurativen Medizin von daher würde ich das Problem mal nicht als isolierten Einzelfall sehen.

Diese Zahl halte ich für ein Märchen. Lt. Ärztestatistik zum 31. 12. 2019 arbeiteten von deutschlandweit insgesamt 402.100 berufstätigen Ärzten 366.800, also gut 91%, in der stationären und ambulanten Versorgung. Wenn man dann noch die 10.100 Ärzte abzieht, die bei Behörden oder Körperschaften arbeiten, bleiben nur 25.200 Ärzte, also 6% aller Ärzte, übrig, die wirklich woanders arbeiten.

Ist ja auch nicht überraschend - denn wo sollen, wenn es fast die Hälfte der Mediziner wäre, all diese nicht kurativ tätigen Mediziner sein? Ich seh sie einfach nicht, so sehr ich mich auch umsehe :-))

WackenDoc
13.07.2020, 19:37
Ob jemand, der nicht einmal einen intakten Bürostuhl organisiert bekommt, so der begnadete Anwalt oder Unternehmensberater ist- ich weiss ja nicht...

ehem-user-21-08-2020-1502
13.07.2020, 19:53
Ich kann gut nachvollziehen, dass der TE in der internistischen Abteilung einer Uniklinik überarbeitet ist und mal "Dampf ablassen" möchte. Das würde mir genauso gehen. Aber der TE sollte wissen, das er das Gehalt eines Arztes in WEITERBILDUNG im ÖD nicht mit dem Gehalt der "Highperformer" Juristen und BWL´ler vergleichen kann. Das ist der sprichwörtliche "Äpfel mit Birnen" Vergleich. Und nochmal: Wenn man wie der TE immer zu den besten 5% gehört hat, hat man gute Chancen nach der M3 in einer Top-Unternehmensberatung unter zu kommen. Man muss sich dann halt mal bewerben. Und ja, es dauert bis man Chefarzt, Sektionsleiter oder niedergelassen ist. Dafür braucht man nunmal den Facharzt. Und im ÖD gibt es in der Weiterbildung eben keine 120k zum Einstieg. Innere mit Subspezialisierung an der Uni ist so ziemlich die längste FA-Ausbildung. Allerdings kann man damit auch vernünftig Geld verdienen.
Es hindert den TE auch Niemand daran, ein Jurastudium anzuhängen oder an einer Fern-Uni einen BWL-Abschluss zu erlangen. Das es aber fast allen Absolventen anderer Studiengänge finanziell besser gehe als Medizinern (hat der TE ja genau so geschrieben), braucht nicht weiter kommentiert werden. Wenn ich das lese, frage ich mich, ob der TE möglicherweise ein Troll ist.

Und ja, es gibt Informatiker die zum Einstieg mehr bekommen. Es gibt auch Informatiker die ein erfolgreiches Start-up gründen. Das ist aber nicht typisch Informatiker.
Wenn du so gut bist und dich so unterbezahlt fühlst, dann kündige an der Uniklinik und schreibe Bewerbungen für Stellen in der freien Wirtschaft, wo du dein Gehalt aushandeln kannst

Trüffel
13.07.2020, 20:38
Aber der TE sollte wissen, das er das Gehalt eines Arztes in WEITERBILDUNG im ÖD nicht mit dem Gehalt der "Highperformer" Juristen und BWL´ler vergleichen kann. Das ist der sprichwörtliche "Äpfel mit Birnen" Vergleich.
Warum? Der frisch ausstudierte "High Performer" in der Großkanzlei ist genau so "in Weiterbildung". Es ist reine Nomenklatur, dass er nicht erstmal 5 - 6 Jahre "Assistenzjurist" heißt. Der Vergleich ist alles andere als abwegig.

hiddl
13.07.2020, 21:38
Mal jenseits von jeder "der hat aber mehr"-Diskussion sollte vielleicht mal erwähnt werden, dass man als Arzt in aller Regel aus öffentlichen Geldern finanziert wird und die sind nun mal - bei sicher möglicher sinnvollerer Verteilung - endlich. Ein Jurist im Staatsdienst verdient auch nicht mehr, obwohl für viele Positionen durchaus zwei Prädikatsexamen gefordert sind.

Ansonsten muss ich innerlich lachend feststellen, dass ich nach den Kriterien einiger hier offenbar formal ein Highperformer bin, überraschenderweise aber trotzdem mit meinem Leben als mäßig bezahlter angestellter Arzt sehr zufrieden.
@JungerArzt1234, hast du mal drüber nachgedacht, was der Sinn des Lebens ist?
Und den sehe ich sicher nicht in unbezahlten Überstunden auf kaputten Stühlen, aber eben auch sicher nicht im größer, schöner, weiter.

Kackbratze
13.07.2020, 21:42
... Und damit sind wir bei "Augen auf bei der Berufswahl" angekommen.
Es ist nicht unser Problem, dass gefühlte Highflyer sich unterbezahlt fühlen in einer Branche in der nach Tarif bezahlt wird.
Wir sind Alle zu Höherem berufen, manche arbeiten an sich selber und passen ihre Umgebung ihren Zielen an.
Andere müssen ihre Ziele ihrer Umgebung anpassen.

Ich versuche es mal Anders:

Da du aus privaten Gründen nicht Wechseln kannst:

Deal with it

Cor_magna
13.07.2020, 21:49
Deal with it


Im Gründe trifft dieser eine Satz auf das komplette Erwachsenenleben zu. Man muss mit allem zurechtkommen was einem das Leben so zwischen die Beine schmeisst...

Oder Kackbratzes Weisheit etwas poetischer auf neudeutsch ausgedrückt:
Love it, change it, or leave it :)

daCapo
13.07.2020, 22:10
Warum? Der frisch ausstudierte "High Performer" in der Großkanzlei ist genau so "in Weiterbildung". Es ist reine Nomenklatur, dass er nicht erstmal 5 - 6 Jahre "Assistenzjurist" heißt. Der Vergleich ist alles andere als abwegig.

Jo er hat aber keinen TV Ärzte Uniklinik. Auch ein Low-Performer (also kommt ab und zu zur Arbeit, macht das allerdnötigste, natürlich keine Forschung, um 5 Uhr draußen, um 8 Uhr am Arbeitsplatz, besteht auf 10 Min Umziehzeit, schaltet das Telefon in der Mittagszeit aus (das ist korrekt in einer Pause) usw.) mit 5 Jahres Vertrag kriegt dasselbe Gehalt wie er. Performance lohnt sich gehaltstechnisch nicht bei einem Tarifvertrag. Man kriegt nur die Karrierechance in der Inneren. Wäre für mich auch nix.
Und die Habils/Veröffentlichungen der Internisten...sind mäßig-ok, aber nix weltbewegendes aus meiner Sicht.
In den 60er Jahren hieß es noch im Thieme Lehrbuch normaler Blutdruck ist 100+Alter


Augen auf bei der Berufswahl

So ist es!

schnix25
13.07.2020, 22:27
Jo er hat aber keinen TV Ärzte Uniklinik. Auch ein Low-Performer (also kommt ab und zu zur Arbeit, macht das allerdnötigste, natürlich keine Forschung, um 5 Uhr draußen, um 8 Uhr am Arbeitsplatz, besteht auf 10 Min Umziehzeit, schaltet das Telefon in der Mittagszeit aus (das ist korrekt in einer Pause) usw.) mit 5 Jahres Vertrag kriegt dasselbe Gehalt wie er. Performance lohnt sich gehaltstechnisch nicht bei einem Tarifvertrag. Man kriegt nur die Karrierechance in der Inneren. Wäre für mich auch nix.
Und die Habils/Veröffentlichungen der Internisten...sind mäßig-ok, aber nix weltbewegendes aus meiner Sicht.
In den 60er Jahren hieß es noch im Thieme Lehrbuch normaler Blutdruck ist 100+Alter



So ist es!

Natürlich kann man das mindeste machen was möglich ist und das Gehalt bleibt das gleiche. Das ist ja auch kein Geheimnis, dass an der Uni Forschung überwiegend in der Freizeit stattfindet. Ist anders halt auch schwierig. Mann kann nicht gleichzeitig auf 3 Hochzeiten (Klinik, Lehre und Forschung) an einem 8h Tag tanzen. Zumindest nicht wenn man eine anständige klinische Ausbildung möchte. Die Zeit, die in die Forschung investiert wird, dient doch meistens einem höheren Zweck. Entweder es interessiert einem persönlich so sehr und macht einfach Spaß, dass man gerne auch Freizeit darauf verwendet, oder man erhofft sich durch ein paar Jahre Mehrarbeit später Vorteile im Berufsleben (Professur, Chefarztposten, usw.). Mittlerweile gehört eben bei den meisten Chefarztposten die Habil zur Voraussetzung. Da hebt man sich dann wieder von den Kollegen ab, die immer nur das mindeste gemacht haben und eben lebenslang Fach- oder Oberarzt bleiben.

ehem-user-21-08-2020-1502
13.07.2020, 22:36
Jo er hat aber keinen TV Ärzte Uniklinik. Auch ein Low-Performer (also kommt ab und zu zur Arbeit, macht das allerdnötigste, natürlich keine Forschung, um 5 Uhr draußen, um 8 Uhr am Arbeitsplatz, besteht auf 10 Min Umziehzeit, schaltet das Telefon in der Mittagszeit aus (das ist korrekt in einer Pause) usw.) mit 5 Jahres Vertrag kriegt dasselbe Gehalt wie er. Performance lohnt sich gehaltstechnisch nicht bei einem Tarifvertrag.

Es kann sogar sein, dass der Low-Performer im kleinen Kreiskrankenhaus auf den Stundenlohn heruntergerechnet mehr verdient als der promovierte High-Performer in der Herzchirurgie einer Uniklinik.
Und in Fächern wie Jura und BWL gibt es Leute, die das Gleiche studiert haben, die gleich alt sind und beide am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Da gerade in Jura die Noten stark mit dem Einstiegsgehalt korrelieren, kann es sein, dass Absolvent A 30k zum Einstieg bekommt, und Absolvent B 130k. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie hoch das übliche Einstiegsgehalt bei Assistenzärzten ist weiss ich nicht genau, schätze so 45k brutto bei Vollzeit.

Diese Begriffe Low- High- und was weiss ich nicht alles Performer kann ich mir auch nicht geben. Gut dass ich nicht BWL studiert habe. Da wäre ich wahrscheinlich "Young professionel". Als sich das erste Mal eine Mitstudentin so vorgestellt hat, dachte ich die geht anschaffen um sich das Studium zu finanzieren.

anignu
13.07.2020, 22:37
Wenn ich das lese, frage ich mich, ob der TE möglicherweise ein Troll ist.
So passend: genau diese Gedanken hatte ich im Forum in letzter Zeit auffallend häufiger...


Wie hoch das übliche Einstiegsgehalt bei Assistenzärzten ist weiss ich nicht genau, schätze so 45k brutto bei Vollzeit.
es sind nach TVÄ VKA 55k ohne Dienste. Also eher 60-65k. Und wenn später mehr Dienste dazu kommen noch mehr...

Bluej
13.07.2020, 22:40
Wie hoch das übliche Einstiegsgehalt bei Assistenzärzten ist weiss ich nicht genau, schätze so 45k brutto bei Vollzeit.

45k brutto?

Kackbratze
13.07.2020, 22:51
Warum schaut ihr nicht auf die Tariftabellen am Ende des Tarifvertrages? Dann noch eigene Steuerklasse, Taschenrechner....



MAGIE!!!

Cor_magna
13.07.2020, 23:12
Das schaffen Sie aber nicht :D
Ich helfe euch: Kommt je nach Krankenhaus (Uni, kommunal, Helios etc.) drauf an. Die haben alle eigene Tarif verträge die aber nicht super weit auseinander liegen. Zu diesem Grundgehalt kommt noch die Vergütung für Dienste etc.

Summa Summarum für einen Einstieger ab 50 k aufwärts. Brutto wohlgemerkt. Kann auch deutlich mehr sein, eben je nach Klinikvertrag, Fach und die dortige Dienstbelastung.

Ergänzung: Kein Wunder, dass sich Ärzte bei Gehalt oft über den Tisch ziehen lassen. Informiert euch doch mal :)

Ergänzung 2: Der TE ist bei 2,7 k netto im Monat, das dürften also ein wenig über 50k bei Steuerklasse 1 sein.

Kackbratze
14.07.2020, 06:06
Das ist, im Vergleich zu Joe Kaeser sehr gering, insbesondere wenn sich ein Einstiegsgehalt auf dem Niveau bewegen muss bei Ärzten.
Ich würde nachverhandeln oder zu Deloitte gehen