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Kackbratze
26.09.2020, 09:08
In meiner Sprechstunde sitzt nicht ein Assistent und bei den ambulanten OPs zeige ich den Assistenten wie es geht.
"Für mich" arbeitet kein Assistent extra, die arbeiten für das Krankenhaus und bekommen weiterhin ihr Gehalt. Extra-Cash wandert auch in die Krankenhauskasse oder das Drittmittelkonto von wo aus Fortbildungen/Kurse der Assistenten bezahlt werden. Das Haus würde eine Spezialsprechstunde nicht unterstützen, wenn es nicht selber auch seinen Schnitt machen würde. Betriebswirtschaft sollte man schon im Blick haben, wenn man über Geld redet. Brot und Butter-Maßnahmen und Extrasprechstunde. Oder halt eine Spezialklinik, die nur eine Erkrankung behandelt. Gibt es Alles.

Vielleicht willst Du nicht verstehen, dass Du nach dem Studium bis auf eine Approbation nix in der Tasche hast.
Das ist kann man 1000 diskutieren, ändert aber nix an der Tatsache, dass du dich in einem akademischen Ausbildungsberuf befindest und erst die Facharztreife brauchst, damit Du entsprechend tätig werden kannst und deine ausbeuterischen Klauen in junge unschuldige Absolventenkörper rammen kannst um ihnen das Blut auszusaugen.

Die normalen Assistenten nehmen an "diesem Deal" teil, weil es 1. die Berufsordnung so vorsieht (Augen auf bei der Berufswahl), 2. Diese Zeit endlich ist und man danach entsprechend aufsteigen kann und 3. Man auch in dieser Zeit sich die Stelle, Arbeitsbedingungen und Kollegen zu einem gewissen Teil aussuchen kann.

Allen Anderen bleibt die Empfehlung sich einen Job zu suchen, dessen Berufsordnung und Tarifvertrag man vorher (!) gelesen hat, damit man bloss nicht enttäuscht werden kann.

pineapple
26.09.2020, 09:09
weil du für die Klinik kein extra Cash generiert.


was immerhin weh tut: Schlaflabor und Funktionen mussten bei uns temporär geschlossen werden, weils keine Assistenten gab, die auf Station waren. der leitende Oberarzt hat dann allein die Stationsarbeit erledigt :D

pineapple
26.09.2020, 09:29
Niemand von Oberärzten/Chefärzten oder Niedergelassenen hat Interesse an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen von nachrangigen Krankenhausärzten. Ganz im Gegenteil, nachher muss die alte Garde noch federn lassen.

kann ich nicht unbedingt bestätigen, aber solange die Verwaltung keine Geldeinbuße hat, stellen die niemanden ein, auch wenn der Chef will... der Verwaltung helfen nur Zahlen, um zu verstehen, dass sie am Ast sägt, auf dem sie sitzt... die juckts momentan auch nicht, dass keine Honorarärzte mehr wegen mieser Bezahlung kommen wollen. naja, gegen Ende des Jahres wird sich zeigen, in welche Richtung sie zu steuern, wenn sich bald nix ändert

Trüffel
26.09.2020, 09:38
Betriebswirtschaft sollte man schon im Blick haben, wenn man über Geld redet.
Ein Abteilungsleiter, der glaubt, seine Abteilung würde nur wegen ihm und seiner Kundenakquise profitabel laufen, und nicht auch wegen seines guten Teams, das 80% der alltäglichen Routinetätigkeit gewissenhaft, zügig und kosteneffizient abarbeitet, ist schon eine Lachnummer.


Vielleicht willst Du nicht verstehen, dass Du nach dem Studium bis auf eine Approbation nix in der Tasche hast.
Doch. Nennt sich Arbeitskraft und ist dasselbe Gut, das Absolventen anderer Fächer nach dem Studium anzubieten haben. Wenn du der Meinung bist, du kannst die Arbeit der Assistenzärzte einfach durch Ungelehrte ersetzen oder komplett auf sie verzichten und weiter deine schicken Fallzahlen und deine Oberarztsprechstunde wie zuvor fahren, dann schlag das doch deiner Klinikleitung vor. Die wird frohlocken! Wozu beschäftigt der die überhaupt. Wohlfahrtsgedanke eines empathischen Arbeitgebers?

Kackbratze
26.09.2020, 09:50
Ein Abteilungsleiter, der glaubt, seine Abteilung würde nur wegen ihm und seiner Kundenakquise profitabel laufen, und nicht auch wegen seines guten Teams, das 80% der alltäglichen Routinetätigkeit gewissenhaft, zügig und kosteneffizient abarbeitet, ist schon eine Lachnummer.

Hat keiner als alleinigen Grund angeführt. Bleib beim Hauptthema.


Doch. Nennt sich Arbeitskraft und ist dasselbe Gut, das Absolventen anderer Fächer nach dem Studium anzubieten haben. Wenn du der Meinung bist, du kannst die Arbeit der Assistenzärzte einfach durch Ungelehrte ersetzen oder komplett auf sie verzichten und weiter deine schicken Fallzahlen und deine Oberarztsprechstunde wie zuvor fahren, dann schlag das doch deiner Klinikleitung vor. Die wird frohlocken! Wozu beschäftigt der die überhaupt. Wohlfahrtsgedanke eines empathischen Arbeitgebers?

Deine Arbeitskraft wird bereits per Tarifvertrag vergütet, die anderen Faktoren, die bemängelt wurden wie Ausbildung, Umfeld und ähnliches kann durch geschickte Klinikwahl beeinflussen. Deine Arbeitskraft ist nicht mehr wert, als die der anderen Absolventen zu dem Zeitpunkt.

Wenn Du mir noch die Stelle kurz zeigen könntest, an der ich geschrieben habe, dass man alle Assistenten durch Ungelernte ersetzen kann, wäre ich Dir sehr verbunden.

Letztendlich höre ich da Neid, wenn es um die höheren Gehälter geht, raus, nicht den Ruf nach Gerechtigkeit. Da kann man nix machen. :-nix

medicinentia
26.09.2020, 09:51
Und da stehen wir wieder bei dem doofen Tarifvertrag. Den kann man durch o.g. Maßnahme sicherlich anpassen, aber Du wirst als WBA nicht mal eben so mit einem AT Vertrag nach Hause gehen, weil du für die Klinik kein extra Cash generiert.
Das passiert durch Spezialsprechstunden/Spezialabteilung (Facharzt), Forschung mit Drittmitteln oder ein ausgeprägtes Arbeitsbewusstsein mit gezielter Repräsentation des Krankenhauses nach aussen (Jede Pups-Fortbildung für Externe hat deinen Namen drauf stehen(Facharzt)). Das sind ähnliche Dinge, die dich auch in den hochgelobten Kanzleien oder Unternehmensberatungen zu den höheren Nummern auf dem Lohnzettel führen.
........
Wenn Du es für alle forderst, dann geh zum MB, Verdi und Co und verhandelte mit. Oder wechsele den Job. Oder kneif die Backen an ein paar Stellen zusammen und zieh durch.
Durch lamentieren wird es nicht besser.

Das mit dem Namen dranstehen und außenwirkung ist wirklich branchenübergreifend wirklich falsch, da ich selbst Informatik angefangen hatte und zu Medizin gewechselt bin kenne ich dementsprechend viele aus der IT Branche. NIEMAND Interessiert dein Name, sondern dass du solide und zuverlässige Arbeit leistest. Du musst kein Überflieger sein um dort sehr gut Geld zu verdienen und das auch in Angestelltenverhältnissen von einer eigenen GmbH möchte ich jetzt mal überhaupt nicht anfangen zu reden. Die Firmen sind generell froh dass Sie dich haben und dass du bleibst , ganz im Gegensatz zu Medizin offenbar.

Und sorry aber dieser letzte Satz ist einfach nur TYPISCH, was soll das bitte ? Wer profitiert von solch leeren Floskeln?
Wenn die Fach/Oberärzte doch soviel mehr in der "Waagschale" habt dann bricht doch kein Zacken aus der Krone sich auch aktiv für jüngere Kollegen einzusetzen ? Passiert de facto NULL, GAR NICHT, niemals.
Ich denke intelligenter wäre junge Kollegen zu unterstützten statt ihnen zu raten den Job zu wechseln oder fahle Durchhaltestammtischparolen zu posaunen, vielleicht kommt aber irgendwann dieser Boomerang zurück wenn kein Assistent die Drecksarbeit mehr macht, eventuell sollte man auch daran mal denken. Und wenn ich das hier so lese wird es zwangsläufig dazu kommen müssen.

Und immer die Argumente "man hat nur die Approbation" - klar jeder an der Straße hat ein einser Abi , studiert 6 Jahre Medizin (in Deutschland, hier ist eh alles geschenkt im Vergleich, kriegt jeder die Approbation nachgeworfen wenn man nett lächelt) mit zig unbezahlten Praktika und keinen Semesterferien , auch die Promotion hat praktisch jeder und ist sowieso geschenkt und im übrigen könnte den Job auch jeder Dressuraffe aus dem Zoo machen. Wahnsinn , ich frage mich echt wie geringschätzend und überheblich es noch geht.
Soll ich bald noch vor Dankbarkeit auf den Knien im Personalcasino kriechen dass ich vergünstigen minderwertigen Einheitsstampf, von dem mir regelmäßig schlecht wird, bekomme ?
Vielen Dank für diesen tollen Input bin wirklich begeistert, so bewegt man etwas, ein echter Motivationsguru und Life Coach ist hier verloren gegangen.

Trüffel
26.09.2020, 09:58
@Kackbratze
Natürlich: Wenn du behauptest, der Assistenzarzt könne nichts und habe für das KH im Gegensatz zum OA keinen verhandelbaren Mehrwert, weil er im Gegensatz zu dir kein Extra-Geld in der Spezialsprechstunde erwirtschaftet oder keine Fallzahlen erzeugt, dann ignorierst du damit, dass du deine tolle Spezialsprechstunde ohne Assistenzärzte nicht am laufen hättest und dass deine Fallzahl ohne Assistenzärzte 0 wäre. Ergo bist du ein Teamleiter, der behauptet, die Teamleistung würde ausschließlich auf dich selbst entfallen.

Ich erwarte ja kein Oberarztgehalt und bin mir bewusst, dass ich kein Oberarzt bin. Aber wenn der Oberarzt mir sagt, ich wäre nicht mehr Geld wert, als ich aktuell bekomme, weil ich Dinge nicht leisten kann, die er leistet, meine Arbeit aber vonnöten ist, damit er diese Arbeit leisten kann, dann ist das Argument unvollständig und zumindest partiell falsch.

Kackbratze
26.09.2020, 10:10
Wo habe ich geschrieben, dass ein Assistenzarzt nix kann?
Du bemängelst, dass die Assistenten für die Sprechstunde ausgebeutet werden, jetzt beute ich keinen Assistenten aus, sondern bilde ihn sogar dabei aus, dann ist das auch falsch.
Du verlangst einen verhandelbaren Mehrwert. Ich sage Dir, dass ein Weiterbildungsassistent im Vergleich zu anderen Weiterbildungsassistenten meist keinen MEHRwert generiert, was einen AT-Vertrag für dich rechtfertigt. Ansonsten gibt es für die Arbeitskraft den Tarifvertrag.

In anderen Branchen mag der Name an der Tür angeblich irrelevant sein, in der Medizin ist er es nicht. Garantiert. Oder warum waren alle bei Dr. Mang? Oder bei Prof. XY? Warum gehen denn die Emeritierten noch in kleinere Privatkliniken oder Praxen? Weil die Leute danm erst wahrnehmen, dass das ein guter Laden sein könnte?


Wisst ihr was? Ihr habt recht. Ihr solltet nach dem Studium so viel verdienen wie ihr wollt. Einfach zur Verwaltung gehen, verlangen und dann mal schauen.
Oder macht direkt nach dem Examen eine Praxis auf.
Werdet reicher als all die blasierten Niedergelassenen hier im Forum oder in freier Wildbahn.
Wer soll euch stoppen?
Wer kann euch stoppen?

Trüffel
26.09.2020, 10:17
Wo habe ich geschrieben, dass ein Assistenzarzt nix kann?
Du bemängelst, dass die Assistenten für die Sprechstunde ausgebeutet werden, jetzt beute ich keinen Assistenten aus, sondern bilde ihn sogar dabei aus, dann ist das auch falsch.
Nochmal: Dein Argument war, dass du in der Spezialsprechstunde gutes Geld fürs KH erwirtschaftest, im Gegensatz zum Assistenten. Das kannst du aber nur, weil der Assistent den Laden am Laufen hält auf Station und ZNA, sonst müsstest du das tun und könntest nicht mehr in deiner Sprechstunde hocken. Deshalb ist das Argument Quatsch, dass der Assistenzarzt nichts zu diesen Extra-Einkünften beiträgt.


Du verlangst einen verhandelbaren Mehrwert. Ich sage Dir, dass ein Weiterbildungsassistent im Vergleich zu anderen Weiterbildungsassistenten meist keinen MEHRwert generiert, was einen AT-Vertrag für dich rechtfertigt.
Mag sein, aber dann leiste ich eben auch keine MEHRArbeit mehr. Die bleibt dann bei pünktlichem Feierabend liegen und plötzlich muss der OA die Briefe zuende schreiben oder vom Hintergrund in den Vordergrund wechseln. Oooooder es wird ein neuer Assi eingestellt, damit die Arbeit fairer delegiert wird, ergo muss mehr Geld für die Angestelltengehälter allokiert werden, ergo ist die Ausgangslage dieselbe als wenn ich für mich selbst mehr Gehalt bei gleicher Arbeit fordern würde. Aber das Geld existiert nicht, sagt ihr Oberärzte. Tja, was machen wir denn nun?

Kackbratze
26.09.2020, 10:34
Dann mach doch Dienst nach Vorschrift. Ich verlange von Assistenten keine Überstunden oder sowas. Das ist unlauter.
Dienst nach Vorschrift ist aber wieder was Anderes als dein gewünschter AT-Vertrag.

Wenn es keine Assistenten mehr gibt, mache ich den Job eben. Dann verdiene ich vermutlich weniger. Da mir aber solche Zusammenhänge klar sind und als Assistent auch klar waren, stelle ich mich nicht so an.
Was vielleicht hilft ist das Wissen, wenn man als Assistent durch Ausbildung zusätzliche Fortbildungen auch profitiert. Aber darum geht es hier ja nicht, hier geht es nur um Geld.

ehem-user-02-08-2021-1033
26.09.2020, 10:47
Du verlangst einen verhandelbaren Mehrwert. Ich sage Dir, dass ein Weiterbildungsassistent im Vergleich zu anderen Weiterbildungsassistenten meist keinen MEHRwert generiert, was einen AT-Vertrag für dich rechtfertigt. Ansonsten gibt es für die Arbeitskraft den Tarifvertrag.


Das mit dem Mehrwert ist wirklich das KardinalProblem der Anästhesie. Wer den Patienten betäubt ist nämlich in aller Regel nicht erlösrelevant.
Ähnlich ist es mit Assistenzärzten. Die Spannweite der geleisteten Arbeit ist wirklich enorm. Dieser Wert spiegelt sich natürlich nicht direkt im Controlling wieder.

Wenn man allerdings etwas schaut, dann sieht man, dass eine niedrige Verweildauer sich nur durch eine qualitativ hochwertige Stationsarbeit erzielen lässt. Diese basal Erkenntnis kommt aber nie in der Verwaltung an und soll auch nie ankommen...

Sonst würde man ja an anderer Stelle sparen müssen...

Nachtrag: Aber das gilt eher für konservative, denn operative Fächer.
Nach der OP entlässt man halt dann einfach jeden einfach.. irgendwie..

pineapple
26.09.2020, 10:47
Wenn es keine Assistenten mehr gibt, mache ich den Job eben.
wird der Verwaltung sicher gefallen. Höchstens du operierst dann dafür keine Mägen mehr (die man aber dank abnehmender Intensivkapazität eh schon seltener operiert... oder man nimmt die steigende mortalität nach Op in kauf, die sich negativ aufs Qualitätsmanagement auswirkt...), dann vlt. doch eher weniger und es gibt wieder ne Assistenten-Stelle mehr.

medicinentia
26.09.2020, 11:34
....
Ich sage Dir, dass ein Weiterbildungsassistent im Vergleich zu anderen Weiterbildungsassistenten meist keinen MEHRwert generiert, was einen AT-Vertrag für dich rechtfertigt. Ansonsten gibt es für die Arbeitskraft den Tarifvertrag.

....
Wisst ihr was? Ihr habt recht. Ihr solltet nach dem Studium so viel verdienen wie ihr wollt. Einfach zur Verwaltung gehen, verlangen und dann mal schauen.
Oder macht direkt nach dem Examen eine Praxis auf.
Werdet reicher als all die blasierten Niedergelassenen hier im Forum oder in freier Wildbahn.
Wer soll euch stoppen?
Wer kann euch stoppen?

Schlimm wie kann man so kommunizieren zwischen Kollegen mit denen auch DU zusammenarbeitest.
Wenn das so weitergeht wirst du auch sehen dass bald Assistenzärzte AT Verträge kriegen weil sie niemand mehr finden der so arbeiten will und sich dermaßen dispektierlich behandeln lassen möchte.



Wenn es keine Assistenten mehr gibt, mache ich den Job eben. Dann verdiene ich vermutlich weniger. Da mir aber solche Zusammenhänge klar sind und als Assistent auch klar waren, stelle ich mich nicht so an.


Prima dann viel Spass , hau die ganzen Assistenten raus und mach alles alleine, du scheinst doch ein clevereres Konzept als alle hier zu haben !
Verhandel das AT mit der Klinik und werde der Super-Mega-All-In-One Achiever.
Wer soll dich stoppen ?
Wer kann dich stoppen ?

pineapple
26.09.2020, 11:45
in ein paar Jahren gibts eh keine ärztlichen Chefs mehr. Wird durch jemanden mit Führungsposition in der Wirtschaft ersetzt, der im Leben noch keine Klinik von innen gesehen hat.

daCapo
26.09.2020, 12:07
Hui, jetzt hast es aber krachen lassen. Krudes Gefasel ohne Substanz.
Der Covid muß Dir echt wehtun, so verzweifelt Du ihn kleinreden willst. Ist ja auch wirklich blöd, daß das miese Deutschland da den versorgungstechnisch phantastisch aufgestellten Nachbarn überlegen ist.
Kleiner Denkansatz, wie bereits oben jemand erwähnte, liegt der Erfolg auch zu Teilen in der deutlich größeren Anzahl ambulanter Versorgungsmöglichkeiten begründet.
Ansonsten, cancdl culture hättest Du gerne, hier im Forum gibts das nicht, hatte ich auch so formuliert, aber gut.
Wie gesagt, Deine Halbwahrheiten und populistischen Nebelkerzen werden weiter kommentiert, damit wirst Du leben müssen.


Nee du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.Vielleicht hat der Verlauf der Pandemie auch etwas mit Kultur (z.B. in Italien ist man deutlicher herzlicher, berührt sich dauernd im Gegensatz zu Dänemark) und poltischen Entscheidungen zu tun. Es geht hier nicht um die Qualität des Gesundheitswesens für Patienten in DE, sondern um Arbeitsbedingungen und Ausbildungsqualität von nachrangigen Krankenhausärzten.



Ansonsten bin ich es Leid, mit einem (...)Dauermotzer zu debattieren.

Achja, jetzt mochtest du doch diskutieren, obwohl anders angekündigt (siehe oben) , aber eigentlich möchtest du lieber beleidigen ("Nebelkerzen" "Halbwahrheiten" "ideologisch" "verbohrt" "wirr" usw.). Kein einziger Post sachlich ohne Beleidigungen. Sachlich bleiben ist nicht so deine Sache?



Die Unterstellung, ich würde nichts auf Leitlinien geben oder an hoher Versorgungsqualität interessiert sein ist mit lächerlich noch freundlich kommentiert.



Was die Fallzahlen angeht, haste per se Recht, allerdings darf man nicht vergessen, daß gerade in der Peripherie (Notfall) Eingriffe/OPs oft von einigen sehr erfahrenen OAs/CAs mit Hintergründen aus großen Häusern gemacht werden, da ist die Qualität auch bei geringerer absoluter Fallzahl oft nicht schlechter als anderswo, auch ein Grund, warum die Mindesteingriffzahlen fragwürdig sind.

Hier sagst du, ja es stimmt, wenn die Leitlinie Fallzahlen fordert, aber im Grunde könne man das unterlaufen, weil ja "aus der Erfahrung" und "Vom Gefuhl" her all die sehr erfahrenen OA/CA das auch bei geringen Fallzahlen, sprich wenig Übung im Laufe eines Jahres, schaffen.

Und all das wird gesagt, weil die Angst vor Veränderung da ist. Als Praxisinhaber mit hohem Gehalt oder Inhaber eines gut dotierten Position im Krankenhaus möchte man natürlich nicht, dass sich etwas verändert. Die Krankenhäuser in der Peripherie und Doppelstrukturen sind teilweise ein Garant für diese Jobs in ihrer Häufigkeit.
Der Versicherte mit Höchstbeitrag, der vllt 1x oder 0x im Jahr zum Arzt geht, hat hier andere Interessen (niedrigere Beiträge). So entsteht ein Konflikt. Bessere Arbeitsbedingungen für nachrangige Krankenhausärzte wird es auch nicht umsonst geben.


Wenn es keine Assistenten mehr gibt, mache ich den Job eben.

Yo bitte nur zu, Viel Spaß. Warum hast du das nicht vorher gesagt, würde viel Geld sparen.


Wo habe ich geschrieben, dass ein Assistenzarzt

Irgendwie hat sich dieser Begriff gehalten in Stellenanzeigen, auf Webseiten, bei Bewerbungen, dabei gilt er doch als veraltet und sollte nicht mehr genutzt werden
https://de.wikipedia.org/wiki/Assistenzarzt

Kackbratze
26.09.2020, 12:15
1. Will ich keine Assistenten loswerden, aber das könnt ihr gerne weiter behaupten.
2. Schlechte Kommunikation geht ja immer nur von alten weissen Männern aus, alle anderen wissen ja, wie man sich gut ausdrückt.
3. Ich bin da, wo ihr noch hinwollt. Mich hat bislang niemand aufgehalten und mich wird auch niemand aufhalten.

DrSkywalker
26.09.2020, 12:26
Wie interessant, dass Medi-Learn mittlerweile so lange existiert, dass hier nun die Generationen aufeinander treffen und es richtig zur Sache geht.

Die jüngste Generation war schon immer Ziel von Kritik und Unverständnis.

Die Schneeflocken(sorry :)) ) von heute werden in 15 Jahren die ersten sein, die die nachfolgende Generation kritisieren wird.

Jeder will an die fleischtöpfe (schreckliche Metapher für die vegane Bewegung btw lol) bzw seine pfründe verteidigen, die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte, aber diese Erkenntnis ist einfach zu langweilig...

Christoph_A
26.09.2020, 12:36
Ach DaCapo, Du kannst oder willst mich nicht verstehen, oder. Ich wies in besagtem Post darauf hin, daß jemand auch an ein Haus mit wenig Fallzahlen wechseln kann, der sicher genug Experise mitbringt, die entsprechenden Eingriffe auch weiter gut durchzuführen. Als Erklörung für Dummies, ich habe z.B. ungefähr 1000 Schrittmacher implantiert, auch wenn ich jetzt nur mehr 2 oder 3 die Woche an meinem Implantationstag mache, kann ich das immer noch schneller, sicherer und besser als jemand an nem Zentrum, die zwar 2000 pro Jahr machen, der betreffende Arzt aber vlt grade erst 50 gemacht hat. Hat nix mit Gefühl zu tun, sondern ist Fakt. Daher kommt auch die Forderung, eine Mindesteingriffszahl pro Operateur zu verlangen und nicht pro Klinik.
Ist ja in der Niederlassung schon lange so, siehe Herzkatheter.
Bleib also doch bitte einmal.bei Fakten, die man Dir präsentiert und laß die Unterstellungen.
Ansonsten hat Evil alles zu Dir gesagt, werde daher auch nur mehr Deine Falschaussagen und Halbwahrheiten kommentieren.

Mr. Pink online
26.09.2020, 12:39
Was vielleicht hilft ist das Wissen, wenn man als Assistent durch Ausbildung zusätzliche Fortbildungen auch profitiert. Aber darum geht es hier ja nicht, hier geht es nur um Geld.

Nein. Und das hab ich jetzt auch mehrfach wiederholt. Ich würde mir für mich und meine Kollegen einfach nur eine Bezahlung und Arbeit nach bestehendem TvÄ oder TdL wünschen, das wäre schon eine Revolution. Von Ausbildung und bezahlten Fortbildungen fange ich jetzt am besten gar nicht an, das wäre sicher der Gipfel der Unverschämtheit sowas zu fordern. Im Übrigen gebe ich dir aber Recht, es ist dumm sich jetz selbst zu bemittleiden, wenn man doch eigentlich mit Stunde 0 des Studiums die späteren Bedingungen kannte. Ich hab mich da keiner Illuision hingegeben und wurde auch nicht kalt erwischt. Deshalb finde ich es trotzdem ok wenn im Forum ein Austausch darüber stattfinden kann, was in der Theorie verbessert werden könnte.

Ich glaube es wird in gar nicht so ferner Zukunft der Moment kommen, wo der Assistenzarzt von den Kliniken bekniet wird dort zu arbeiten. Ich werde es nicht mehr erleben, aber es zeichnet sich ab. Es gab diverse PJ-Häuser in meiner Region, die vor dem Examen mit saftiger PJ-Vergütung, Fortbildungen, Wohnung usw. geködert haben. Die haben es einfach nicht mehr geschafft deutschsprechende, oder überhaupt irgendwelche Assistenten anzustellen. Was, wenn man sich die Vorgeschichten anhörte, nicht selten auch an rückwärtsgewandten OA und CA lag, die dann bald selber Teil der Geschichte wurden. Der Assi ist nämlich nicht nur billige Hilfskraft sondern auch ein gutes Stück Investition in den eigenen Laden bzw. hält den FÄ/OÄ den Rücken frei, damit rentable Interventionen laufen können. Was sich damals in den kleinen Häusern abzeichnete, wird mit Verzögerung auch in den größeren Versorgern kommen. Die Zustände die ich selbst kenne und von meinen Kommilitonen höre, lassen keinen anderen Schluss zu. Und die Erfahrung hat mich gelehrt, dass wenn die Klinik oder die Abteilung personaltechnisch aus dem letzten Loch pfiff, doch plötzlich ein Geldtopf aufging und Zeitarbeits-Ärzte oder -Pflege rekrutiert wurde. Ich bin was die Zukunft meiner Kollegen angeht eher entspannt. Ich muss noch durch die Mühle, wie viele vor mir. Aber mittelfristig wird das Nachwuchsproblem vielleicht sogar bessere Arbeitsbedingungen hervorbringen.

medicinentia
26.09.2020, 12:41
1. Will ich keine Assistenten loswerden, aber das könnt ihr gerne weiter behaupten.
2. Schlechte Kommunikation geht ja immer nur von alten weissen Männern aus, alle anderen wissen ja, wie man sich gut ausdrückt.
3. Ich bin da, wo ihr noch hinwollt. Mich hat bislang niemand aufgehalten und mich wird auch niemand aufhalten.

1. Keine Sorge die Assistenten werden bei deiner Art von alleine gehen. So dumm sind wir auch nicht wie wir aussehen.
2. Will hier keine Umfrage machen aber was die "alten Männer" ,wie du es nennst, hier offenbaren liegt teilweise deutlich unterhalb des Leistenkanals. Auch ein Oberarzt der sich Kackbratze nennt spricht nicht gerade für Seriösität und guten Umgangston.
3. Wenn man so wird um da hinzukommen wo du bist, will ich das ganze lieber sein lassen.