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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium: Fehler meines Lebens



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Bonnerin
14.07.2020, 06:55
Ergänzung: Kein Wunder, dass sich Ärzte bei Gehalt oft über den Tisch ziehen lassen. Informiert euch doch mal :)

Ergänzung 2: Der TE ist bei 2,7 k netto im Monat, das dürften also ein wenig über 50k bei Steuerklasse 1 sein.

Naja, kommt aber auch so ein bisschen auf die geographische Lage in D an. Hier in NRW sind tatsächlich sehr viele Häuser noch kirchlich geführt, also mit dem tollen Caritas-Tarifvertrag ohne freie WE und mit weniger Gehalt. Da hat man dann oft nicht so die große Auswahl, wenn man ortsgebunden ist.

Bei uns hat z.B. die Uniklinik natürlich den TV-Ä des Landes, ansonsten noch eine Klinik (nur Neuro/Psych mit VKA). Etwas außerhalb einmal Helios (aber historisch bedingt mit VKA-Vertrag) und einmal Asklepios.
Dann ist man auch schon in Köln (Uniklinik und städtische Kliniken mit Vertrag, sonst auch nur kirchlich). Etwas Richtung Westen dann glaube ich 1x VKA in Düren und dann ist man auch schon in Aachen, wo auch ein großer Teil der Kliniken kirchlich sind. Von Köln aus nach Norden gibts einmal VKA in Leverkusen und dann ist man schon in Düsseldorf.
Richtung Eifel hat Mechernich den VKA. Den Rhein runter nach Süden kommt bis Koblenz/Mainz auch erstmal nix mit VKA.

Klar, jetzt kann man sagen, dass es persönliches Pech ist, wenn man im Rheinland leben will. Ich hab jetzt hier auch von keinem gehört, dass die Kliniken tricksen oder den falschen/fehlenden Tarif im Vertrag haben. Aber dafür muss man überhaupt erstmal an eine Uniklinik o. VKA-Arbeitgeber kommen. Ist aber nicht so unfassbar repräsentativ, es gibt sicher deutlich weniger kirchlich geprägte Regionen, wo es leichter ist.

Parotis
14.07.2020, 07:42
Ich denke es ist kein Geheimnis, dass es andere Berufe gibt, in denen man mehr verdienen kann als ein Arzt.

Der Arzt verdient im Gesamtdurchschnitt immer noch mit am Besten, aber das liegt dann auch daran, dass die "low-Performer" mit reingerechnet werden, die trotz eher schlechter Noten und wenig Engagement auch relativ viel verdienen. Das gibt es so in anderen Fächern nicht, dass die Jahrgangsschlechtesten auch quasi eine Jobgarantie haben und zum Anfang genauso viel verdienen wie die Besten. Aber wenn man Ärztemangel hat und jeder Arzt gebraucht wird, dann muss man eben auch gut bezahlen, unabhängig von der "Performance". Das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil des Fachs, dass man die Gewissheit hat, immer ganz gut zu verdienen und nicht arbeitslos zu werden, auch wenn man nicht der größte Überflieger ist.

Auch in der Medizin wird sich Leistung und Anstrengung langfristig lohnen und in einem höheren Verdienst münden, aber das dauert hier eben etwas länger und ist nicht gleich zum Einstieg sichtbar. Als Top-Jurist oder BWL-Absolvent hast du diese Vorteile schon sehr viel früher. Natürlich hätte ich selber auch nichts dagegen mehr Geld zu bekommen. Ein Bekannter von mir arbeitet bei Mc.Kinsey und hat zum Einstieg schon mehr bekommen als ich nach mehreren Jahren verdiene, mittlerweile hat er sicherlich das Doppelte von meinem Gehalt und dürfte mich da auslachen. Aber mein Gehalt ist trotzdem nicht schlecht und es wird noch mehr werden, sicherlich mehr als die meisten Menschen je bekommen werden.

Die wichtige Frage ist an dieser Stelle auch nicht ob irgendjemand besser verdient als man selbst, sondern vielmehr ob man selbst für diesen anderen Job geeignet wäre, selbst mehr verdienen und mit der Jobwahl dann auch zufriedener wäre als jetzt.

Ich weiß jedenfalls genau, dass ich als Jurist oder Unternehmensberater schlichtweg nicht geeignet wäre, insofern käme ich nicht in diese Gehaltssphären und wäre mit der Arbeit unzufrieden. Demnach war Medizin weiterhin die richtige Wahl, ganz einfach weil ich hier Talent habe und die Arbeit mag, die besten Voraussetzungen um auch karrieretechnisch voran zu kommen.

GelbeKlamotten
14.07.2020, 17:25
Auch in der Medizin wird sich Leistung und Anstrengung langfristig lohnen und in einem höheren Verdienst münden, aber das dauert hier eben etwas länger und ist nicht gleich zum Einstieg sichtbar.

In Einzelfällen, wenn man tatsächlich auf einem Chefposten landet schon. Aber wenn du dich bis dahin mit massig Überstunden und Forschung in der Freizeit kaputtgearbeitet hast und dann den Lebens-Stundenlohn vergleichst, könnte es selbst da in einigen Fällen eng werden.

Ansonsten ist der Weg des geringsten Widerstandes ausreichend für ein hohes Gehalt. Facharzt in Mindestzeit an irgendeinem kleinen Haus mit niedrigem Arbeitsaufkommen und VKA Vertrag, dann direkt in die Praxis und einen möglichst hohe Patientenzahl durchschleusen. Dafür reicht mittelmäßiges medizinisches Talent, da muss man kein Overachiever für sein. Gehaltstechnisch ist das auch für sehr gute und bemühte Leute nur schwer zu schlagen.

Medizin ist in Deutschland halt in weiten Teilen quasi Kommunismus. Anders siehts zB in den USA aus. Zugunsten der Ärzte und zu Ungunsten der Kranken. Dort kommt dafür zum Papierkrieg in der Klinik noch der Papierkrieg mit Rechtsschutz und Rechtsanwälten dazu, weil vor jeder größeren Klinik direkt 10 Kanzleien angesiedelt sind, die für Schadenersatzklagen wegen Behandlungsfehlern werben.

CrashStudios
14.07.2020, 17:49
Als angestellter Arzt wird man sowieso nicht reich. Deine primäre Aufgabe ist es hier für die Aktionäre von Helios und Co. eine ausreichend hohe Dividende zu erwirtschaften oder die Misswirtschaft von maroden kommunalen Krankenhäuser zu kaschieren und als Dank zahlst du dann auf deine paar Groschen, die du von deinen spendablen Gutsherren hinterher geworfen/überwiesen bekommst, noch 60-80% direkte und indirekte Steuern.

Ich bereue auch jeden Tag meine Studienwahl aber plane schon seit meinem PJ den Exit: Immobilien, Aktien und beteilige mich aktiv in unserem eigenen Unternehmen. Wenn es so weiter läuft, bin ich spätestens ab Facharzt raus aus dieser modernen Sklaverei. Ich kann es kaum abwarten.



EDIT: Was mich an Medizinern aber am meisten nervt, ist diese allgegenwärtige Jammermentalität. Da wird groß auf Arbeitsbedingungen und Bezahlung geschimpft, aber wenn man sagt „Dann geh hin und wehr dich“ tauchen alle ab.

this!

JungerArzt92
14.07.2020, 17:59
Als angestellter Arzt wird man sowieso nicht reich. Deine primäre Aufgabe ist es hier für die Aktionäre von Helios und Co. eine ausreichend hohe Dividende zu erwirtschaften oder die Misswirtschaft von maroden kommunalen Krankenhäuser zu kaschieren und als Dank zahlst du dann auf deine paar Groschen, die du von deinen spendablen Gutsherren hinterher geworfen/überwiesen bekommst, noch 60-80% direkte und indirekte Steuern.

Ich bereue auch jeden Tag meine Studienwahl aber plane schon seit meinem PJ den Exit: Immobilien, Aktien und beteilige mich aktiv in unserem eigenen Unternehmen. Wenn es so weiter läuft, bin ich spätestens ab Facharzt raus aus dieser modernen Sklaverei. Ich kann es kaum abwarten.

Exakt so ist es. Ich weiß leider nicht so recht, wie ich aus diesem Scheißdreck noch rauskommen soll.

Vor allem diese lächerlichen Anschuldigungen - ich hätte Medizin nur studiert, um reich zu werden, wenn man der eigenen Ausbildung und Wertschöpfung nach bezahlt werden will oder man habe sich als unterstes Glied der Kette schließlich einzuordnen (Hint: es gibt Berufsfelder, da wird man als Anfänger nicht wie ein Tier behandelt). Da merkt man schon, dass das Gros der Ärzte offensichtlich die Vorgaben des Systems so internalisiert hat, und sich auch deswegen erst einmal nichts ändern wird.

Von meinen Studienfreunden ist fast niemand zufrieden mit seinem Job, und eigentlich niemand, der in Deutschland arbeitet, wenn ich so recht darüber nachdenke. Ihr Schicksal tragen halt alle mit unterschiedlich viel Fassung, ich verliere meine so langsam.

Und klar kann man das nicht ändern. Daher "Fehler meines Lebens". Ja, ich bin ein Idiot und selbst schuld, dass ich in dieser Scheiße stecke.

Und tut mir Leid: In Bezug auf Aufwand/Ergebnis geht es eigentlich allen Akademikern (abgesehen von den Orchideenfächern) besser. Wir sind echt maximal beschissen dran.

Evil
14.07.2020, 18:02
Armer Kerl! Ich leide mit Dir! Ganz doll!

JungerArzt92
14.07.2020, 18:02
Ach ja, immer dieses Luftschloss von wegen Niederlassung: Habt ihr 300.000€ auf der hohen Kante? Nein? Dann wird das leider nichts mit dem Niederlassen. Kassensitze gibt es nicht umsonst, und eine Praxis poppt nicht aus dem Erdboden. Klar kann man die finanzieren, aber wenn man die dann erst einmal noch 20 Jahre abzahlen muss bleibt von den ach-so-hohen Einkommen kaum noch etwas übrig. Und dann kommt eine "Reform" der Vergütung, und zack, seid ihr im Minus,

Wir Ärzte sind echt die Opfer der Republik. Ich wundere mich, warum noch niemand auf die Idee kam, uns in Ställen einzupferchen und nur noch zur Arbeit rauszulassen. Schließlich hat man als Arzt kein Recht auf irgendetwas.

Feuerblick
14.07.2020, 18:12
Himmel, hör endlich auf zu jammern, bekomm den Hintern hoch und mach das, was du dir vorstellst. Was sollen wir dir denn hier helfen? Du willst dick Kohle machen, bittedanke von Chef und Kollegen hofiert werden und in einem schicken Büro residieren. Dann mach es doch einfach! Wer hält dich davon ab, wenn du so furchtbar unzufrieden bist? Das ist echt so typisch Mediziner. Jammern, jammern, jammern. Opfer spielen. Aber machen? Ach nee, lieber nicht, könnte ja schief gehen.

WiWi18
14.07.2020, 18:15
Finde, der TE hat in weiten Teilen nicht Unrecht. Er übertreibt etwas, aber man kann schon sagen, dass man eigentlich jedem, der ein Medizinstudium anstrebt, eher davon abraten muss. Die Arbeitsbedingungen sind eine Katastrophe.

Ich habe zu Beginn des Studiums gewusst, dass in der Medizin nicht alles optimal läuft, aber dass es in einem Land wie Deutschland möglich ist, mit Mitarbeitern so umzugehen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Und der durchschnittliche, etwas naive Abiturient erst recht nicht (ich habe nicht direkt nach dem Abi Medizin studiert).

rafiki
14.07.2020, 18:16
Medizin ist in Deutschland halt in weiten Teilen quasi Kommunismus.

Das ist leider mal wirklich wahr. Insbesondere in der Psychomedizin. Da gibt es z. B. Stellen, wo ein OA für tägliche 2-3 h Arbeit voll bezahlt wird. Ca. 90% der Kollegen sind fachlich Mittelmaß bis indiskutabel - macht nichts, denn Patienten werden im Allgemeinen sowieso eher verwaltet als sinnvoll behandelt.

Feuerblick
14.07.2020, 18:49
Einfach die richtige Stelle suchen vielleicht? Oder das richtige Fach? Oder beides? Ich hatte eine solide Arbeitsstelle, nette Kollegen, wenig Stress, brauchbares Gehalt (nein, ich brauche nicht horrende Kohle für Porsche und Co. Für meine Ansprüche war das Assistenzarztgehalt mehr als genug!)...
Und sich vielleicht auch mal gegen Missstände wehren?

Parotis
14.07.2020, 19:02
Also ich habe ein sehr angenehme Arbeitsstelle, nette Kollegen, eine Tätigkeit die ich gerne mache und dabei ein nicht ganz schlechtes Gehalt. Und damit bin ich sicher nicht der einzige.

Wenn man in so einem Haus mit furchtbaren Arbeitsbedingungen gelandet ist, dann muss man da eben weg. Ärzte sind gesucht, insofern wird es nicht so furchtbar schwierig eine deutlich bessere, vielleicht auch eine richtig gute Stelle zu kriegen. Es wird natürlich immer irgendwas geben was nicht passt, was nicht toll ist und was einen ärgert, aber wo ist das denn nicht so. Aber man kann sich da sicherlich verbessern. Also frage ich mich schon, was den Threadersteller denn an seiner miserablen Stelle kleben lässt.

Falls das Fach nicht passt, dann kann man das auch wechseln, Innere wäre auch nichts für mich, aber es gibt doch genügend Alternativen.

Wenn einem natürlich Medizin generell nicht liegt und man nichts damit anfangen kann, dann hilft das alles nichts. Dann hätte man das aber auch nicht studieren sollen. In dem Fall gibt es aber immer noch Möglichkeiten das beste daraus zu machen, das Stichwort Unternehmensberatung wurde ja schon genannt. Die nehmen durchaus auch Mediziner, ein Versuch wäre es wert.

Bezüglich der finanziellen Situation stimme ich ja zu, dass es unter Umständen woanders mehr zu holen gibt. Aber wer sagt, denn, dass genau du zu den wenigen Juristen oder BWLern gehört hättest, die wirklich die Spitzengehälter verdienen. Dafür reicht keine sehr gute Abinote, sondern man braucht auch Talent für den entsprechenden Studiengang und die konkrete Arbeit die man dann macht. Auch ein High-Performer performt nicht in allen Bereichen super gut, sondern muss heraus finden, was er besonders gut kann.

Ich finde es übrigens absolut realistisch im Lauf der Zeit die oben genannten 300.000 Euro für die Niederlassung anzusparen oder zumindest einen Ordentlichen Teil um den Rest finanziert zu bekommen. Natürlich muss man dafür sparen, sich einschränken, Geduld haben, aber das gilt doch überall, wenn man sich selbstständig machen will. Man braucht sicherlich keine 20 Jahre um da hin zu kommen.

Cor_magna
14.07.2020, 19:03
Meine Fresse. Da badet aber jemand in Selbstmitleid.

Dann kündige doch deine beschissene Stelle endlich!
Beispielplan: Geh in die Labormedizin. Dort in einen großen Laborkonzern (da kommt man nicht schwer rein, es werden Labormnediziner gesucht!), n MBA drauf (wenn du Glück hast zahlt dir den da dein Arbeitgeber, und nein das ist nicht utopisch, ein Bekannter von mir bei Sy***b hat den bezahlt gekriegt) und arbeite dich da zum ärztlichen Manager hoch !

ZACK, schon bist du praktisch BWLer mit eigenem Büro! Ohne Nachtdienste!

Hat jetzt 3 min für mich als blöden Studenten gedauert diesen Plan zu entwerfen. Es gibt unzählige weitere Wege aber nein hier wird nur rumgeheult anstatt sich mal zu informieren wie man die eigene Lage seinen Wünschen und Bedürfnissen anpassen könnte !

Nix gegen dein Problem, es ist scheisse ja, aber es werden im Leben noch ganz andere Herausforderungen auf dich zu kommen, die sich nicht so einfach mit einem Jobwechsel lösen lassen. Stell dir vor ich hatte schon so welche Probleme und viele andere Menschen auch...

Wenn mich das Leben in der Klinik ankotzt dann hab ich jetzt schon Plan B , C und D in der Hinterhand um die Situtaion zu änern oder notfalls komplett aus blöden Kliniken raus zu kommen. Aber weisst du was nicht zu meinen Plänen dazugehört? Der Plan mich in ein Medizinerforum einzuloggen und anderen was von meinen Problemem vorzuheulen. Die anderen Kollegen um Rat bitten und Fragen was man machen könnte: JAAA!!! Guter Plan. Aber nur reumheulen und allen abraten und die Welt verurteilen: NEIN..

Grüße

Edit: Sorry hab heute einen leicht angepissten Tag. Das da oben gibt meine Meinung wieder, aber denkt euch einfach paar Ausrufezeichen weniger....

OhDaeSu
14.07.2020, 19:10
Habt ihr 300.000€ auf der hohen Kante? Nein? Dann wird das leider nichts mit dem Niederlassen. Kassensitze gibt es nicht umsonst, und eine Praxis poppt nicht aus dem Erdboden. Klar kann man die finanzieren, aber wenn man die dann erst einmal noch 20 Jahre abzahlen muss bleibt von den ach-so-hohen Einkommen kaum noch etwas übrig.

Hast du eine Null vergessen oder kannst du bloß nicht rechnen?

WackenDoc
14.07.2020, 19:43
Ich mach irgendwas falsch- ich hab zwei Büros. Und ordentliche Bürostühle.

daCapo
14.07.2020, 20:06
Ich mach irgendwas falsch- ich hab zwei Büros. Und ordentliche Bürostühle.

Arbeitsmedizin? Oder?

Verstehe trotzdem nicht das Gejammer. Bereits im Pflegepraktikum, Famulatur und PJ bemerkt man den ruppigen Umgang im KH, sieht den baulichen Zustand mancher Kliniken und kennt die Arbeitszeiten von Internisten. Warum jetzt im Berufsleben drüber jammern?
Es gibt Praxen mit sehr guten Gehältern und sehr moderner Ausstattung (Geräte und Büros). Muss man nicht mal Inhaber sein (zumindest anfangs) An meiner alten Uniklinik waren die Büros auch modern eingerichtet (zugegeben an meiner aktuellen Klinik nicht, das hängt aber auch mit fehlplatzierten Denkmalschutz für ein Gebäude aus den 70er Jahren zusammen).
Es gibt soviele CA ohne Habil. Das Fach Innere Medizin ist nicht dafür ausgelegt mit einer Kanzlei/Beraterfirma mithalten können. Man vergleicht da Äpfel und Birnen

Bluej
14.07.2020, 20:16
Arbeitsmedizin? Oder?

Das Fach Innere Medizin ist nicht dafür ausgelegt mit einer Kanzlei/Beraterfirma mithalten können. Man vergleicht da Äpfel und Birnen

Welche Fächer sind stattdessen dafür ausgelegt?

WackenDoc
14.07.2020, 20:56
Ja, Arbeitsmedizin. Und ja ich musste dafür auch irgendwann mal 2 Jahre Innere machen- ich habe es gehasst. Aber man kann ja dem Krankenhaus den Rücken kehren.
Meinen letzten Job habe ich verlassen, weil mein Arbeitgeber in der Probezeit nicht überzeugen konnte- sowas ist eine beidseitige Sache.

In der Selbständigkeit könnte ich als Arbeitsmediziner wohl ganz gut Geld verdienen. Aber mein Job ist in Ordnung und außer, dass es manchmal etwas langweilig ist, eigentlich eine ganz gute Art Medizin zu machen. Es bleibt ja auch noch genug Zeit für Nebenjobs.
unternehmensberatung? Im Leben nicht.

cartablanca
14.07.2020, 21:13
Merkt ihr eigentlich nicht wie destruktiv diese ganzen "hör auf zu jammern" Beiträge sind? Wenn du nicht jammerst, wirds immer schlimmer und es bessert sich nichts. Man muss den Mund aufmachen. Ein Kollege, der jetzt bald in den Ruhestand geht, meinte kürzlich "in den letzten Jahrzehnten hat sich die Position der Ärzte kontinuierlich verschlechtert und daran sind die Ärzte selbst Schuld". Nein man soll nicht in ein Fach wechseln, dass einen nicht interessiert. Man soll sich dafür einsetzen, dass das eigene Fach bessere Arbeitsbedingungen bietet.

Feuerblick
14.07.2020, 21:17
Nein, wenn du NUR jammerst, aber den Hintern nicht hochbekommst und nichts änderst, DANN wird es immer schlimmer und es ändert sich nichts. Wie sagte schon meine Oma immer? „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Und ja, die Ärzte sind selbst schuld. Denn immer wenn man ihnen sagt, sie sollen sich wehren und was ändern, dann kneifen sie.