Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium: Fehler meines Lebens
GelbeKlamotten
12.07.2020, 16:11
Ich muss ja sagen, das ist mit das Beste an unserem Job: Kasak und Pyjamahose statt schickes Kostümchen und Highheels :-)).
Ich komme oft trotzdem im schicken Kostüm und High Heels und sage darin den Kollegen kurz hallo, bevor ich mich umziehe. Und auch für die Berufskleidung gibt‘s möglichkeiten, sie etwas hübscher aussehen zu lassen :)
JungerArzt92
12.07.2020, 16:11
Davon abgesehen: Leute, die ein erfolgreiches Start-Up gründen etc., sind natürlich überdurchschnittlich wohlhabend.
Aber es geht hier explizit um die Arbeitsbedingungen im Angestelltenverhältnis. Und die sind in praktisch allen Bereichen besser als bei uns Ärzten.
Cor_magna
12.07.2020, 16:15
Davon abgesehen: Leute, die ein erfolgreiches Start-Up gründen etc., sind natürlich überdurchschnittlich wohlhabend.
Aber es geht hier explizit um die Arbeitsbedingungen im Angestelltenverhältnis. Und die sind in praktisch allen Bereichen besser als bei uns Ärzten.
Les doch die Antworten nochmal. ALLES deutet darauf hin dass DU zurzeit an einer Scheiss Stelle klebst und dich ausbeuten lässt. Bevor du das so verallgemeinerst geh erstmal woanders hin und schau ob es da besser ist. Wenn nicht, geh nochmal woanders hin, notfalls anderes Fach. Wenn es wieder mindestens genauso scheisse ist , dann wäre vielleicht eine verallgemeinerung hier ok.
Ich komme oft trotzdem im schicken Kostüm und High Heels und sage darin den Kollegen kurz hallo, bevor ich mich umziehe. Und auch für die Berufskleidung gibt‘s möglichkeiten, sie etwas hübscher aussehen zu lassen :)
Haha die Lösung gefällt mir. Guter Kompromiss :)
juke5489
12.07.2020, 16:22
Das mit den Patenten habe ich noch nie gehört, und ich bin jetzt kein kompletter Anfänger mehr. Kannst du das etwas präzisieren? Kommt mir sonst leider sehr unglaubwürdig vor :)
das ist doch jetzt wirklich nix obskures.
gerade in der forschung zu medizinischen devices kann durch die entwicklung neuer lösungen ein erhebliches finanzielles potential generiert werden.
genauso in der forschung zu regenerativer medizin.
ob du es glaubst oder nicht ist mir persönlich ehrlicherweise ziemlich wurscht. nur weil du es nicht kennst, heißt das nicht, dass es nicht existiert ;)
GelbeKlamotten
12.07.2020, 16:27
das ist doch jetzt wirklich nix obskures.
gerade in der forschung zu medizinischen devices kann durch die entwicklung neuer lösungen ein erhebliches finanzielles potential generiert werden.
genauso in der forschung zu regenerativer medizin.
ob du es glaubst oder nicht ist mir persönlich ehrlicherweise ziemlich wurscht. nur weil du es nicht kennst, heißt das nicht, dass es nicht existiert ;)
Möglich sicherlich, aber ohne sehr gute Beziehungen etwa so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.
Les doch die Antworten nochmal. ALLES deutet darauf hin dass DU zurzeit an einer Scheiss Stelle klebst und dich ausbeuten lässt. Bevor du das so verallgemeinerst geh erstmal woanders hin und schau ob es da besser ist. Wenn nicht, geh nochmal woanders hin, notfalls anderes Fach. Wenn es wieder mindestens genauso scheisse ist , dann wäre vielleicht eine verallgemeinerung hier ok.
So sieht es aus. Vor allem Innere Medizin ;-) Schlechte Wahl. Änder etwas , bevor die Innere dich verändert.
Ich komme oft trotzdem im schicken Kostüm und High Heels und sage darin den Kollegen kurz hallo, bevor ich mich umziehe. Und auch für die Berufskleidung gibt‘s möglichkeiten, sie etwas hübscher aussehen zu lassen :)
Ja die Berufskleidung an Unikliniken ist echt wenig ansprechend und modisch. Auch die langen Ärmel sind unhygienisch.
In GB und AU kommt man mit Hemd&Hose (ggfs Krawatte). Also eher schick.
Du kannst auch einfach einen wirksamen SARS-CoV-2 Impfstoff raushauen oder einen der gegen HIV schützt. Oder Krebs heilen. Egal welches davon, du findest dich dann ziemlich schnell in der Top10 der reichsten Menschen der Welt wieder. Möglich ist alles. :-winky
juke5489
12.07.2020, 16:31
natürlich ist das nicht alltäglich. aber das sind wundergehälter in anderen branchen eben auch nicht.
wer überdurchschnittlich verdienen will muss eben überdurchschnittliches leisten. oder andere wege gehen, als die große masse.
wer als kleines licht als einer von vielen an der uniklinik in der inneren unter miesen bedingungen arbeitet braucht sich da eben nicht zu wundern, wenn er keinen überfliegerlohn bezieht.
WackenDoc
12.07.2020, 16:34
Oder man verkauft ein NLP-Abnehmprogramm. Oder erfindet sonst einen Schrott, den man irgendwelchen Leichtgläubigen verkauft. Oder man erfindet halt irgendwas sinnvolles und vertreibt das.
FirebirdUSA
12.07.2020, 16:37
Möglich sicherlich, aber ohne sehr gute Beziehungen etwa so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.
Was hat das mit Beziehungen zu tun?! An jeder Uniklinik kannst du Patentanträge über AG stellen. Als Erfinder bekommst du in der Regel 1/3 der Gewinne.
][truba][
12.07.2020, 16:42
Warum explodieren solche Threads immer? Hatten doch letztens erst die gleiche Diskussion. Ist doch langweilig.
Mach einfach was anderes wenn es dir damit so schlimm geht (was ich verstehen kann). Lieber nochmal was neues studieren als das Leben lang unglücklich sein. Viel Glück.
ehem-user-21-08-2020-1502
12.07.2020, 16:45
Frage mich warum von meinen Bekannten kaum einer nochmal Jura studieren würde, wenn es doch da soviel Geld zu verdienen gibt. In die genannten Unternehmensberatungen kommt man auch als Mediziner rein. Allerdings gilt für McKInsey und Co.: Man muss zu den besten gehören. Das es Leute gibt die ein höheres Einstiegsgehalt als AÄ bekommen stimmt. Aber es handelt sich um ein EINSTIEGSgehalt. Man muss auch bedenken, dass z.B. Lehrer kaum Aufstiegschancen haben, immer angestellt bleiben und einige wegen Burnout in den Vorruhestand gehen. Für mich wäre ein Beamtenjob nichts.
Innere Medizin an der Uniklinik aber auch nicht. Da hast du dir das so ziemlich arbeitsintensivste Fach an den heftigsten Kliniken ausgesucht. Das "Preis-Leistung-Verhältnis" stimmt da sicher nicht. Und als Anfänger als einer unter vielen gibt's halt keinen Superlohn. Wer mehr will, muss sich nach dem FA auf höher dotierte Stellen bewerben oder einfach auch mal den Mut haben, sich überlegt niederzulassen. Wem manche Stellen zu viel Verantwortung und Niederlassung finanziell zu riskant ist, der muss mit dem zufrieden sein was er bekommt. Du bist dann einer unter vielen. Bei unserer UK sehen die Ärztezimmer übrigens auch nach Messiewohnung aus. Habe mich da auch nicht wohl gefühlt. alles mit Papier zugestopft, noch nichtmal ein Wandhaken um die Jacke aufzuhängen. Ich frage mich allerdings schon, was du mit deinem Post bezweckst. Glaubst du irgendwer bricht jetzt sein Studium ab und studiert Jura?
Es gibt eine riesige Auswahl an med. Fächern und Arbeitgebern, da müsste doch was passendes dabei sein.
Als Jungassi ist man wahrscheinlich überall erst mal der DVD, aber es gibt z.B. Fächer ohne Nacht- und Wochenenddienste und/oder mit reduziertem Pat.kontakt, das macht es deutlich erträglicher.
Und das Gehalt lässt sich spätestens als FA deutlich steigern.
Klar könnte es besser sein, aber auch schlechter. Kenne einige Biologen, die sind deutlich bescheidener dran.
Und wie schon erwähnt wurde: Innere an der Uni ist eher was für Masochisten.
Man sieht im PJ Innere bereits wie es in der Uniklinik auf den Stationen läuft, wie die Arztzimmer aussehen, wie die Stimmung ist, wie lang die Leute bleiben (also täglich und überhaupt), wie die Pflege so ist, wie wenig Hilfe man hat. Daher wollte ich sowas als Basiswissen maximal 1 Jahr machen und auch nicht an der Uni.
[truba][;2148075']Warum explodieren solche Threads immer? Hatten doch letztens erst die gleiche Diskussion. Ist doch langweilig.
Mach einfach was anderes wenn es dir damit so schlimm geht (was ich verstehen kann). Lieber nochmal was neues studieren als das Leben lang unglücklich sein. Viel Glück.
Weil das Gras woanders IMMER grüner ist...
Und man sich dann herrlich theatralisch in seinem Selbstmitleid suhlen kann und neidisch auf die anderen schielen kann. Das ist bequemer als etwas zu verändern...
LasseReinböng
12.07.2020, 17:10
Wenn Du wirklich Innere + S ubspezialisierung anstrebst wirst Du die Poperze wohl leider für mindestens 6-8 Jahre zusammenkneifen müssen, Uniklinik oder nicht - auch an kommunalen, kirchlichen bzw. privaten Häusern ist Innere leider oft ein Desaster.
WackenDoc
12.07.2020, 17:15
Wichtig wäre, sich gegen objektive Missstände zu wehren:
- wenn die Schreibtischstühle kaputt sind- neue Anfordern, ggf. die Sicherheitsfachkraft oder Sicherheitsbeauftragten involvieren.
- wenn die Räumlihckeiten zu klein sind- umschauen, wo ggf. Alternativen zu finden sind und einfordern.
- Pflege- ist je nach Haus ein größeres oder kleineres Problem. Je nach dem ob es sich um Einzelpersonen handelt oder das Verhalten institutionalisiert ist. Da können Gespräche unter 4 Augen helfen. Und keiner muss sich dumm anmachen lassen. Ja, ich weiss in der Praxis ist das oft schwer.
Und zur Not die Notbremse ziehen und gehen.
Feuerblick
12.07.2020, 17:23
Das Geld und das Prestige (Porsche, Privatschule... naja, wers braucht) ist die eine Sache. Ich würde mich aber immer fragen, ob ich das, was die hochbezahlten WiWiler oder Juristen tun, jeden Tag tun wollte und ob das hohe Gehalt dann als „Schmerzensgeld“ für den gefühlt langweiligen Job ausreicht. :-nix
EDIT: Was mich an Medizinern aber am meisten nervt, ist diese allgegenwärtige Jammermentalität. Da wird groß auf Arbeitsbedingungen und Bezahlung geschimpft, aber wenn man sagt „Dann geh hin und wehr dich“ tauchen alle ab.
Nulllinie
12.07.2020, 17:24
Ich falle hier eventuell etwas aus dem Rahmen, aber ich muss sagen: ich liebe meinen Job.
Ich selbst komme aus einem "bildungsfernen" Haushalt, habe eine Krankenpflegeausbildung abgeschlossen, war berufstätig und hab dann mit 26 angefangen zu studieren. Für das Studium habe ich mich ordentlich verschuldet. Aber das Finanzielle war sowieso nur ein kleiner Teil der Motivation für das Studium.
Und natürlich werden die Arbeitsbedingungen zunehmend schlechter. Ich hänge seit 14 Jahren in Kliniken rum und habe die Veränderungen (leider nicht zum Guten) seither durchaus wahrgenommen. Trotzdem glaube ich, dass wenn man seinen Job mag seine Nische finden wird, in der man auch glücklich wird.
Und ja, ich stimme WackenDoc zu, dass es auch an einem selbst liegt gegen Missstände anzugehen ;)
Ich finde aber übrigens auch, dass die Bereichskleidung ein großer Pluspunkt an unserem Job im KH ist. Ganztags in Anzug und Krawatte würde ich nicht rumlaufen wollen. Im Schlafanzug arbeiten ist leider geil. :-))
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