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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Reise-Thread



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Dr.Hackenbush
30.08.2014, 23:10
Das liegt daran das ich, was stalking betrifft, längst in Rente bin :-))

Abgesehen davon, als wenn DU Lenchen Oskar anvertrauen würdest ... :-oopss

Aber ich werde überwachen ob du sicher wegfliegst -> http://www.dus.com/dus/webcams/


Hat jemand Tipps für Martinique?

Man sagt das die Maracuja-Schorle dort noch deftiger sei,
macht aber nix, weil dort garantiert nicht dein Teppich liegt ... :-D

Hoppla-Daisy
30.08.2014, 23:14
Du irrst, lieber Hacki..... ich werde sehr wohl meinem Lenchen den kleinen Ozzy überlassen. Sie fährt schon recht passabel und lässig :-))

EDIT: Ach ja, the "eagle" has landed :-D

Dr.Hackenbush
02.09.2014, 18:50
Gut, das der Eagle, pfft, hätte sie wohl gerne, also die Ente gelandet
ist hat hier niemand mitbekommen. Um nochmal kurz zu einem Vorwurf
Stellung zu nehmen:


Er scheint ein Entenproblem zu haben. Erst macht er das Lenchen volljährig, dann lässt er Dich in die Luft gehen. Er lässt definitiv nach.

Nein, Frollein Muri, es ist wohl so das ich in der Vergangenheit zugegebener
Maßen sehr Entenfixiert war, ich konnte ja sogar mal 158 Beiträge auswendig
aufsagen. Nun, als sie sich dann in Richtung Ossi-Koch orientierte löste sich
jene Entenfixierung und ich tendierte mehr in Richtung OWL :-oopss

Wie wir mittlerweile wissen - auch vergebens ...

Das war die beste Entschuldigung für meinen Fauxpas die mir einfiel
- zu mehr hat meine Kreativität nicht gereicht. :-))

Anyway, wird es denn einen Reisebericht von der grünen Insel geben?

Wenn ja, wird auch Hacki sich nicht lumpen lassen einen Reisebericht
von seinen USA Trip kredenzen und dabei erstmals (!) nicht nur per
PN die Maske fallen lassen ... :-D

Miss
02.09.2014, 23:46
Hat jemand Tipps für Martinique?

Niemand? :-winky
:-):-):-)

Hoppla-Daisy
05.09.2014, 18:36
1. Reiseziel: Dublin :-love

2. Pauschal- oder Individualreise: Individualreise

3. Eigene Reisezeit / Beste Reisezeit: Ende August/Anfang September / je nachdem, was man sehen/erleben möchte, sollte man die Jahreszeit entsprechend wählen. Wenn es der St. Patrick's Day sein muss, eben März. Ansonsten denke ich, dass Dublin zu jeder Zeit eine Reise wert ist. Die Sommer werden nicht so heiß (also bei 22-24° sprechen die Iren schon von tropischer Hitze :-))), die Winter sind mild. Ich fand meine Reisezeit jetzt absolut phantastisch! Es war trocken, es war warm (immer so um die 20 °C, mal mehr, mal weniger Sonne).

4. Besondere Highlights (die vielleicht nicht unbedingt in einem Reiseführer zu finden sind): Ich fand, dass alles ein Highlight war :-))

5. Empfehlenswerte Unterkünfte: Ich war in einem Hotel in den Docklands (4*), am Ende der roten LUAS (Straßenbahn-) Linie, the Gibson Hotel. Absolut empfehlenswert. Während ich durch Dublin lief (und ich lief verdammt viel, bin nur zweimal in der Innenstadt mit dem Bus gefahren!), hab ich einige Hotels, die ich von meiner vorherigen Internetsuche her kannte, gesehen. Bei einigen dachte ich "gut, dass du DAS nicht genommen hast!", und bei anderen wiederum "och, dat wär auch nett gewesen!". Kann dabei natürlich nur vom Äußerlichen/Lage her bewerten, aber wenn man in Dublin mind. 3* wählt, dürfte man gut bedient sein :-). Ich hingegen war sehr, sehr zufrieden mit meinem Hotel und es würde es jederzeit wieder buchen, Lage etwas außerhalb des Zentrums hin oder her. Der gemütliche Spaziergang an der Liffey entlang ins Zentrum (ca. 20 Min) hatte was für sich :-). Wer sich das Hotel mal im Internet anschaut, wird vielleicht denken "naja, Papier/Internet ist geduldig", aber die Darstellungen entsprechen absolut der Realität. Ein sehr unkompliziertes, unprätentiöses Hotel mit einem feinen Frühstücksbuffet, architektonisch schon ein Highlight!
Was ich persönlich meiden würde, wären die Hotels direkt im Innenstadtbereich, z. B. in der Nähe von Temple Bar. Da wär es mir zu laut, zu wuselig. Ich hab meine Ruhe in der o. g. feinen Oase echt genossen :-).
Auch mit public transport gut zu erreichen. Wie gesagt, zum einen die LUAS direkt vor der Haustür (knappe 10 Min bis zur Innenstadt). Auf der anderen Seite auch direkt ne Haltestelle direkt beim Hotel, von der man aus den Flughafen mit nem Airlink Bus problemlos und auf direktem Wege erreicht, ohne erstmal ne Odyssee durch die Innenstadt machen zu müssen ;-).

6. Empfehlenswerte Restaurants/Gasthäuser/Bistros etc.: Da ich mir morgens so dermaßen den Bauch vollgeschlagen habe, hatte ich meistens erst spät nachmittags wieder Hunger :-)). Da ich jetzt auch keine rechte Lust hatte, mich allein in ein Restaurant zu setzen, um dort feine Speisen zu vertilgen, hab ich auf solche Besuche verzichtet. Ich hab mich treiben lassen und mich dort niedergelassen, wo es mir gefiel:

* das Bobo's auf der Dame Street, am Rande des Temple Bar Districts: Ein Laden, der von außen eher wie ein Fastfood-Laden aussah, nix Schickes also. Drinnen ist es auch eher zweckmäßig eingerichtet, aber dafür geh ich auch nicht in ein Restaurant/Bistro/sonstwas, wenn ich Bock auf Essen hab :-)). Die Burger sind einfach nur richtig, richtig lecker. Eine Riesenauswahl, für jeden etwas dabei, auch für Veggies! Der Service ist fix, der Laden ist eigentlich auch immer gut gefüllt (war zwar nur einmal drin, aber hab es im Vorbeilaufen immer wieder gesehen). Ich hatte einen "Sex on the Farm" :-))

* das "Queen of Tarts" in der Cows Lane, ebenfalls am Rande des Temple Bar Districts: Ich gebe zu, den Tipp hab ich aus nem Reiseführer. Aber ich hätte den Laden auch so gefunden, für SOLCHE Läden hab ich nen Riecher :-)). Ein sehr liebevoll und im Detail eingerichtetes, unkompliziertes kleines Café, in dem man die allerfeinsten Tarts, Cupcakes, Meringues, fette Kuchen etc. serviert bekommt, aber auch Herzhaftes ist zu bekommen. Der Service war sehr aufmerksam ("do you want me to take a photo of you when your order is being served?"), die Tarts waren granatenhammermäßig geil :-love. Da ich mich nicht entscheiden konnte, nahm ich einfach zwei - danach war ich pappsatt, und Abendessen fiel aus :-)). Wer auf solche kleinen süßen Schweinereien steht, dem empfehle ich auch das ...

* "Il Fornaio" auf der Dame Street: Ich war zwar nicht drin, weil ich entweder zu spät dran oder schon satt war :-)). Superkleiner Laden, wo man die geilsten Törtchen, Cupcakes, Meringues, Macarons etc. bekommt, die man sich nur vorstellen kann. Ich hab sie zwar wie gesagt nicht probieren können, aber die sahen so spitzenmäßig aus.... die MÜSSEN schmecken :-love

7. Was man unbedingt gesehen/gemacht haben sollte: Ich hatte mir am Flughafen ein sog. "Freedom Ticket" für drei Tage gekauft, Kostenfaktor 30 €. Dafür konnte man die grünen Hop-on Hop-off Busse unbegrenzt nutzen, die Airlink Busse sowie alle Dublin Transport Busse. Return-Ticket von/zum Flughafen kostet allein schon 10 €. Wenn man eine Sightseeing Tour machen möchte (empfiehlt sich m. E. immer, allein schon um zu sehen, wo was ist und man auf die Art und Weise schon ne Idee bekommt, wo man nochmal hinmöchte), steigt man dann einfach in einen der grünen Busse. Die Tour selbst war (mit Live-Kommentar durch den Busfahrer) sehr amüsant. John gab echt alles :-)). Die LUAS war jetzt nicht inbegriffen, aber das war zu verschmerzen. Ein Einzelticket in die Innenstadt kostet 1,70 €. Wenn das mal nicht ein Schnäppchen ist! Und abends wollte ich einfach nur schnell ins Hotel zurück, also war da die LUAS die schnellste und (für mich persönlich) sicherste Form des Transports. Man bedenke, dass mein Hotel in den Docklands lag, die leider aufgrund der Finanzkrise mitten in ihrem Aufstrebungsprozess jäh ausgebremst wurden. Da ist drumherum nicht so viel los. Viel Leerstand, leider...

Also, was sollte man gesehen haben?

* Das Viertel rund um den Merrion Park. Sehr schöne georgianische Häuser mit den berühmt-bunten Haustüren. In einem der Häuser wurde Oscar Wilde geboren, der im übrigen im Merrion Park selbst ein sehr lässiges Denkmal bekommen hat :-)). Der Park selbst ist ein absolutes MUSS! Ein wild anmutender Park, der nur auf den ersten Blick so erscheint. Er ist sehr liebevoll gepflegt und eine Oase der Ruhe inmitten der Stadt. Auf einem Spielplatz ganz in der Nähe des Oscar Wilde Denkmals gibt es eine echt schräge Holzfigur zu sehen, die scheinbar im Gras "badet" :-top. Es gibt übrigens überall hier und da eingestreute kleine Denkmäler, sehr schön alles! Sollte man gesehen haben.

* Trinity College, klar, keine Frage. Schönes Gelände. Hier gibt es auch das Book of Kells zu sehen, eine mittelalterliche Bibel, die man besichtigen kann. Allerdings immer nur zwei aufgeschlagene Seiten (nicht immer die gleichen, es wird von Zeit zu Zeit auch mal umgeschlagen ;-)), und dafür - ganz ehrlich gesagt - waren mir 13 oder 15 Euro echt zuviel! Das ist mir dann schon wieder zu touristisch, mich für sowas anzustellen ;-).

* St. Stephen's Green: Noch so eine geile Oase der Ruhe und Glückseligkeit inmitten der wuseligen Innenstadt! Man hat das Gefühl, als fände das Leben der Dubliner eh die meiste Zeit draußen statt. Wenn es das Wetter zulässt (was ja während meines Aufenthaltes der Fall war), lassen sich die Dubliner irgendwo auf nem Fleckchen Rasen oder einer Bank nieder, genießen ein kleines Picknick oder den Inhalt ihrer Lunchboxen oder packen einfach ne Klampfe oder andere Instrumente aus und fangen an zu singen :-love.

.... geht noch weiter..... brauch mal eben ne Pause :-))

ehemaliger User_29072015
08.09.2014, 15:08
Hört sich super an Daisy, ich fliege morgen in 4 Wochen nach Irland zur Rundreise :-)

jijichu
09.09.2014, 02:20
1. Reiseziel
Sri Lanka

2. Pauschal- oder Individualreise
Pauschalreise, Ayurveda-Kur

3. Eigene Reisezeit / Beste Reisezeit
Eigene Reisezeit August, davon wird normalerweise wegen den Monsun abgeraten, aber der war dieses Mal nicht präsent.

4. Besondere Highlights (die vielleicht nicht unbedingt in einem Reiseführer zu finden sind)
Massagen. Und mehr Massagen. Und danach noch mehr Massagen. Entspannung und ein Zu-sich-finden pur.

5. Was man unbedingt gesehen/gemacht haben sollte
Man sollte ein wenig Zeit mit einplanen, um nach der Kur das Land zu bereisen. Was man auf gar keinen Fall machen sollte, ist das Weisenhaus in der Nähe von Kandy besuchen, durch den Besuch unterstützt man diese Tierquälerei nur, der Name trügt sehr.

Antracis
28.09.2014, 14:52
Falls sich jemand auch für Trekkingtouren per Pedes interessiert:

1. Reiseziel
Norwegen. Oberhalb des Polarkreises, ziemlich im Norden Norwegens findet sich der Saltfjellet-Svartisen Nationalpark. Wir waren 2011 schon mal da und haben Ihn von West nach Ost durchquert, dieses Jahr gings von Nord nach Süd.

2. Pauschal- oder Individualreise
Total Individual. :-)) Das Gebiet ist außerhalb von Skandinavien sehr wenig bekannt, in deutschsprachigen Reiseführern, auch in der Spezialliteratur zu diesem Thema, findet man kaum mehr als einen Satz. Im Internet finden sich aber diverse informative Reiseberichte (Auch von mir :-)) ) und in den einschlägigen Foren erhält man alle notwendigen Infos.

3. Eigene Reisezeit / Beste Reisezeit
Wir waren Anfang bis Mitte August unterwegs. Die mögliche Reisezeit (sofern man keine Wintertour machen möchte), beginnt ab Ende Juni/Anfang Juli (Ende der Schneeschmelze) und endet Ende September/Anfang Oktober (Da können schon die ersten Meter Schnee fallen..). Am einsamsten ist es ab Mitte August (Ende der Ferien) bis Mitte September (Begin der Jagdtsaison).

4. Besondere Highlights (die vielleicht nicht unbedingt in einem Reiseführer zu finden sind)
Das Saltfjell gilt als der abwechslungsreichste Nationalpark Norwegens, in der Tat kommt man jeden Tag durch eine anderen Landschaft.

5. Empfehlenswerte Unterkünfte
Zelt (ausreichend stabil) ist natürlich super, allerdings ist der Park auch gut durch unbewirtschaftete Selbstversorgerhütten des DNT ( = Norwegischer Alpenverein) abgedeckt. Mitgliedschaft im Verein ca. 70€ / Person/ Jahr (die zweite zahlt 30€), eine Übernachtung kostet ca. 25€ pro Person. Dafür bekommt man eine in der Regel total kuschelige Hütte, Holz für den Ofen ist vor Ort, nur Essen muss man halt komplett mitschleppen. :-))

6. Empfehlenswerte Restaurants/Gasthäuser/Bistros etc.
Norwegen ist ja grandios teuer. Wenn man in Bodø startet, ist das Bodø-Hotel empfehlenswert und mit 120€ für zwei Personen pro Nacht fast geschenkt. :-oopss

7. Was man unbedingt gesehen/gemacht haben sollte
Frisch gepflückte Blau-und Moltebeeren in einen Liter Vanillepudding rühren und mit Sicht auf die Gletscher futtern. :-))
und so weiter und so fort.

Ein ausführlicher Reisebericht findet sich unten verlinkt. Bei Fragen fragen!

Reisebericht mit vielen Fotos (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82330-NO-Von-%C3%85seli-nach-Dunderland-2014-%28Saltfjellet-Svartisen%29)

McDübel
29.09.2014, 13:58
Reisebericht mit vielen Fotos (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/82330-NO-Von-%C3%85seli-nach-Dunderland-2014-%28Saltfjellet-Svartisen%29)

:-top Ick les mich grade durch. Bin jetzt bei "Freitag, 08.08. Oksvassheia – Bjellåvasstua" :-lesen

Antracis
29.09.2014, 14:23
:-top Ick les mich grade durch. Bin jetzt bei "Freitag, 08.08. Oksvassheia – Bjellåvasstua" :-lesen

Ab da wurde das Wetter so richtig unskandinavisch. Ich hab dort oben ja schon viele Probleme erlebt aber das die Sonnencreme zur Neige geht, war neu. :-))

*milkakuh*
29.09.2014, 15:29
@Antacis: Wow, das sieht so toll aus! Ich werde den ausführlichen Reisebericht auf jeden Fall lesen. Kann man so eine Tour eigentlich auch als relativ unerfahrener und untrainiert machen?

Ich könnte mal einen Reisebericht über meine Kajaktour durch Weißrussland schreiben. :-)

mathematicus
29.09.2014, 16:35
Da die Suche hier nicht wirklich was ergeben hat: war hier jemand schonmal in den VAE und könnte ein bisschen was erzählen (was man unbedingt getan/gesehen/gegessen haben sollte usw usf)? :-)

EVT
29.09.2014, 17:27
Wir waren leider nur ein paar Tage in Dubai und haben eben die Touriklassiker gemacht: Burj Khalifa (fand ich sehr cool, auch die Fontänenshow abends), Souks, Dubai Creek, die Malls, Heritage Village... Eine Dinnercruise und Wüstentour hätte ich gerne noch gemacht.
Für Strand oder Freizeitparks war es uns zu heiß.
In das Unterwasserrestaurant würde ich auch mal gerne.
Wenn du Hotelempfehlungen brauchst, kannste mir ne PN schicken. ;-)

Antracis
30.09.2014, 07:58
Kann man so eine Tour eigentlich auch als relativ unerfahrener und untrainiert machen?

Ich würde sagen, dass ist immer ziemlich individuell. Ein großer Faktor ist ja das Rucksackgewicht. Wenn Du jetzt beispielsweise eine Route wählst, wo Du zwischendurch einkaufen kannst, schleppst Du deutlich weniger. Je nach Tourlänge, Erfahrung, Komfort- und Sicherheitsansprüchen sind dann Rucksackgewichte zwischen ca. 15kg und 35kg möglich und da muss man halt wissen, was man so komfortabel tragen kann und auch die Etappen als Anfänger und/oder Untrainierter, entsprechend kurz planen.

Und je nach Skills wählt man halt die Route, markierte Wege und Hütten sind schonmal eine gute Versicherung, mit Karte und Kompass sollte man umgehen können und der Rest kommt von selbst. Wie bei Bergtouren auch, würde ich immer dazu raten, die Route lieber einen Schwierigkeitsgrad leichter zu planen, damit man noch Luft hat. Denn bei schlechtem Wetter (Und gerade in Norwegen und Schottland gibt es wirklich ziemliche Wetterchen...) kann schon ein leichter Weg anspruchsvoll sein. Bei konkreten Frage ist das Outdoorseitenforum eine sehr wertvolle Ressource. ;-)


Ich könnte mal einen Reisebericht über meine Kajaktour durch Weißrussland schreiben. :-)

Mach mal, klingt sehr spannend. :-)

Hypnos
30.09.2014, 08:58
Also, wer was über die Seychellen wissen will - melden :-)

*milkakuh*
30.09.2014, 10:01
Mach mal, klingt sehr spannend. :-)

Dann mal los:

Kajaktour in Weißrussland (Sommer 2011)

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7200334.jpg

Zunächst mal etwas zum Land:
Wie es so schön auf der Homepage des Auswärtigen Amtes heißt begegnen Reisende in Belarus/Weißrussland einem "System eigener Wertvorstellungen sowie gesetzlicher und administrativer Bestimmungen, die oft erheblich von westlichen Vorstellungen abweichen". Außerdem wird darauf hingewiesen, dass ausländische Staatsangehörige, insbesondere Angehörige der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, der besonderen
Aufmerksamkeit staatlicher Organe unterliegen. Eine Reise in dieses Land erfordert also einiges an Vorbereitung.

Als ich diese Informationen zum Land gelesen habe war mir gar nicht mehr so wohl bei dem Gedanken an die bevorstehende Reise. Aber ich hatte schon zugesagt, ohne etwas über das Land zu wissen und eigentlich mag ich ja auch Abenteuer! :-) Mit der Beantragung des Visas gab es dann kein Zurück mehr.

Die Anreise:
Von Deutschland aus bin ich zusammen mit meinem Onkel nach Ostpolen (Białystok) gereist. Zunächst ging es mit dem ICE nach Berlin, von dort aus sollte es dann weiter nach Warschau und dann schließlich nach Białystok mit dem Zug gehen. So war zumindest unser Plan. Wir hatten den letzten ICE Richtung Berlin gebucht, aufgrund eines Oberleitungsschadens wurden wir umgeleitet und kamen schließlich über eine Stunde zu spät in Berlin an und hatten somit unseren geplanten Zug nach Warschau verpasst. Letzendlich haben wir dann den nächsten Zug nach Posen genommen und dort den nächsten Zug nach Warschau. Allerdings haben wir den letzten Zug nach Białystok verpasst, dort sollte am nächsten Morgen um 7 Uhr unser Treffpunkt mit der polnischen Gruppe sein. Letzendlich sind wir etwa gegen 1 Uhr nachts in Warschau angekommen, haben uns ein Hostel genommen. Morgens wurden wir dann glücklicherweise von einem Polen unserer Reisegruppe abgeholt (der extra eine Stunde zurück nach Warschau gefahre ist), sodass unsere Tour mit ca. 2h Verspätung starten konnte.

Die Einreise nach Weißrussland:
Vor der Grenze erwartete mich etwas, was ich noch nie zuvor gesehen hatte: Ein LKW reihte sich an den anderen, vor der Grenze waren in regelmäßigen Abständen Dixi Klos aufgebaut und Supermärkte vorhanden. Wie ich dann erfuhr stehen LKWs dort im Schnitt 3 Tage bis diese die Grenze passieren dürfen. Für PKWs geht es etwas schneller, wenn man früh genug an der Grenze ist. Wir haben nur wenige Stunden gewartet...:-)) An der Grenze bekommt man schnell zu spüren, wer dort die Autorität hat. Nach der Kontrolle der Pässe und Visa durften wir dann passieren und so ging es endlich los....:-)

Die Kajaktour:

Geschlafen haben wir in Zelten, die wir jeden Abend auf- und jeden Morgen wieder abgebaut haben. Gekocht haben wir an einer Feuerstelle. Zeltplätze gibt es dort nicht, sodass wir auf Lichtungen oder Feldwegen gecampt haben. Somit haben wir auf jeglichen Luxus verzichtet: kein Strom, keine Toiletten, keine Duschen,...Aber ich muss sagen, dass ich es geossen habe und es eine super Erfahrung war! :)

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7170098.jpg

Teil 1: Islocz
Den ersten Teil unserer Strecke befuhren wir auf der Islocz. Ein sehr kleiner, flacher Fluss aber teilweise mit ordentlicher Strömung, die man leicht unterschätzen konnte. Der Fluss schlängelte sich durch die Landschaft, hinter jeder Kurve wartete ein neues Hindernis auf uns: zerfallene "Brücken", Telegrammmasten, Sand, Steine, umgefallene Bäume,...

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7160031.jpg

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7160043.jpg


Teil 2: Beresina
Nach ein paar Tagen mündete die Islocz in die Beresina und der Fluss wurde etwas breiter, blieb aber weiterhin sehr abwechslungsreich, denn plötzlich war das Wasser in einer Sumpflandschaft verschwunden und wir mussten unsere Kajaks für etwa 1,5km ziehen ;-)

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7200258.jpg


http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7200268.jpg

Teil 3: Memel
Dieser Teil der Kajaktour war ganz anders: Wir fuhren auf einem breiten Fluss und hatten eine undendlich weite Sicht!

http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7220444.jpg

Die Ausreise:
Das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Wir standen für mehrere Stunden an der Grenze und man wollte uns erst nicht passieren lassen. Wir waren insgesamt 6 Tage im Land und wurden von unserem polnischen Organisator mit zwei Fahrzeugen abgeholt. Ein Fahrzeug war auf die Firma angemeldet, das andere ein Privatfahrzeug. Wie wir dann erfuhren darf laut dem weißrussischen Gesetz ein Privatfahrzeug nur ein mal pro Woche die Grenze passieren. Nach einer etwa 5-stündigen hitzigen Diskussion durften wir dann schließlich doch passieren.

Wer in dieses Land reist sollte sich wirklich mit den geltenden Gesetzen vertraut machen. Eine Kajaktour darf man nur mit einem weißrussischem Guide machen, auf eigene Faust ist das verboten (und auch nicht empfehlenswert).

Ich könnte noch viele Geschichten erzählen aber ich glaube das sprengt hier etwas den Rahmen. Nur ganz kurz zusammengefasst: Ich war für diese Woche Millionärin, durfte eine wundervolle Naturbanja erleben und habe den Männern gezeigt was es heißt trinkfest zu sein! :-))


Daraus entstand die Naturbanja! :-)http://img.photobucket.com/albums/v611/ann1990/Kajaking%20Islocz%202012/P7170104.jpg

Wer sich für die genaue Route interessiet: http://www.kaylon.pl/de/die-islocz

Wer Fragen zur Tour hat oder so etwas gerne mal selber mal machen möchte kann mich gerne anschreibe! ;-)

McDübel
30.09.2014, 16:16
Ab da wurde das Wetter so richtig unskandinavisch. Ich hab dort oben ja schon viele Probleme erlebt aber das die Sonnencreme zur Neige geht, war neu. :-))

Hihi :-)

War mal wieder ein schöner Bericht! :-)

Habt Ihr die Farbe von Eurem Zelt eigentlich bewusst ausgewählt? Quasi als Signalfarbe (für andere, aber auch für Euch)?
Habt Ihr keine Bauchschmerzen von dieser ganzen Beeren(fr)esserei bekommen? :-)) :-oopss
Gibts eigentlich sowas wie OutdoorWaschzeugs? Also darf man in Seen und Flüssen Duschgel/Shampoo/Seife verwenden?

Apropos Verwandte/Arbeitskollegen und fehlender Komfort: Das Einzige, was mich an solchen Trekkingtouren stören würde, wären tatsächlich fehlende Waschmöglichkeiten. Da bin ich ganz Tusse. :-)) Aber wenn ich täglich die Möglichkeit hätte, in einen See zu hüpfen, um mich dort zu waschen...kein Problem! :-peng

So ein Hüttenbuch find ich übrigens echt ne feine Sache! Und so ne Angel lohnt sich doch bestimmt...:-)

Ach, und: Eine Schlange taucht aus einem Tümpel hervor, schlängelt sich um einen Baumstamm und taucht dann wieder parallel in den Tümpel hinein. Ohne Tötungsabsicht! :-D


@milka: Auch nicht schlecht! :-)

Organspende
30.09.2014, 18:58
@Antacis:
Mit welcher Kamera wurden die Bilder gemacht?

Miss
30.09.2014, 19:16
Also, wer was über die Seychellen wissen will - melden :-)
*meld* ging da die Hochzeitsreise hin? Herzlichen Glückwunsch übrigens noch! Ihr seht sehr glücklich aus :-)

Das wäre bestimmt was für meinen Freund. Ich selbst könnte mir auch die Kanutour in Weißrussland gut vorstellen. Die Bilder von Antracis sind auch ganz phantastisch, aber mein Gepäck die ganze Zeit zu schleppen, könnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen (jetzt gerade mit fiesesten Schulterschmerzen eh nicht).

Im November gehts nach Myanmar. Kann da jemand was zu sagen?? :-) ich freu mich schon sehr!

Antracis
30.09.2014, 20:11
@Milka: Schöner Bericht, eine urige Gegend, der Spaß kommt gut rüber. :-) Kanutour würd mich ja auch mal reizen, aber ich hab so viele Pläne...:-oopss




Habt Ihr die Farbe von Eurem Zelt eigentlich bewusst ausgewählt? Quasi als Signalfarbe (für andere, aber auch für Euch)?

Ja, fotogenes Signalrot, ein Markenzeichen von Hilleberg, die stellen das Zelt her. Wir haben auch noch ein unauffölligeres kleines grünes. ;-)


Habt Ihr keine Bauchschmerzen von dieser ganzen Beeren(fr)esserei bekommen?
Nee, prophylaktische Einnahme von Vanille- und Griespudding hats verhindert. :-))


Gibts eigentlich sowas wie OutdoorWaschzeugs? Also darf man in Seen und Flüssen Duschgel/Shampoo/Seife verwenden?

Man sollte halt möglichst schonend arbeiten, was meint: Ja, es gibt vollständig biologisch abbaubare Outdoorseife, die man dann aber nie direkt in den Fluss kippt, sondern das Abwasser möglichst in einiger Entfernung vom Fluss - und halt sehr sparsam verwenden.


Das Einzige, was mich an solchen Trekkingtouren stören würde, wären tatsächlich fehlende Waschmöglichkeiten. Da bin ich ganz Tusse. :-)) Aber wenn ich täglich die Möglichkeit hätte, in einen See zu hüpfen, um mich dort zu waschen...kein Problem! :-peng

Ja, da bin ich gar nicht so anders. Wenn ich durchgeschwitzt nach 8h Wanderung ankomme, brauche ich auch erstmal Waschen im Fluss oder See, Wasser hat man in der Regel genug, auch wenn es saukalt ist. Auf den Hütten kann man sichs ja sogar warm machen. In der Regel spülen wir auch alle paar Tage mal die Wanderklamotten durch - irgendwann hilfts natürlich nicht mehr viel. :-))

Nur, wenns draußen in Strömen regnet und/oder wir vollkommen kaputt vom Tag sind, gibts nur Katzenwäsche mit so feuchten Tüchern im Zelt vorm Klamottenwechsel. Aber auch da fühlt man sich wie neugeboren - wobei das ein zufällig vorbeiriechender vermutlich anders sehen würde. ;-)


@Organspende: Eine Canon G11, mit auf dieser Tour zugezogenem Objektivkratzer, den ich oft mehr schlecht als recht rausretouchiert habe. Seit 2 Tagen haben ich deshalb eine Fuji X-E2. :-)