Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
Matzexc1
02.01.2021, 23:13
Ich finde es echt toll, dass einige hier so viel Ahnung haben und so viel Rendite machen und überhaupt so viel Glück hatten. Ich frage mich nun für mich: in was soll ich denn investieren, ohne "Glück" zu haben, irgendwas mit gesundem Menschenverstand zu kaufen und dann damit richtig krass zu profitieren?
Es soll Menschen geben (wie mich), die (zumindest derzeit) für Geldanlage gern eine fire-and-forget-Strategie hätten. Ich will mich nicht unbedingt mit irgendwelchen Rohstoff-Papieren beschäftigen.
Ich sehe die Rangfolge mit Aufwand / Rendite ungefähr so: Girokonto > Festgeld/Anleihen > Fonds von der Sparkasse > ETF auf marktbreit/weltweit > Immobilien > Einzelaktien/Sektorwetten > Crypto?
Das wichtigste ist erstmal anfangen, Anleihen gehören für mich aktuell mehr in den Bereich Einzelaktien und haben ihre eigenen Risiken.
Ich hab meine ETF Sparpläne und einen VL-ETF über ebase, Einzelaktien finde ich aber interessanter. Deswegen hatte ich von 2017-2019 mehrere Sparpläne auf Einzelaktien. nestle, Novo Nordisk und Novartis haben sich in meinem Depot gar nicht gerührt.
Ich glaube den Fire and Forget gibt es bei Finanzen einfach nicht, vor allem weil die Entwicklung des letzten Jahrzehnts da nicht mitspielt.
Die meisten Menschen werden ex ante IMHO mit nichts signifikant besser fahren als mit den o.a. (oder vergleichbaren) ETFs. (Was ja auch aus der Finanzmarkttheorie, geradezu zwingend, logisch hervorgeht.) Ex post in Einzelfällen natürlich schon, aber das bringt einem ja nichts. Kryptowährungen sind pure Spekulation, Einzelaktien sind nur was fürs Spielgeld, aber nicht für die eigene Zukunft. Und Girokonto kannst du natürlich völlig vergessen, da ist der Verlust garantiert.
Einzig und allein Immobilien würde ich als ernsthafte Alternative zu den o.a. (oder vergleichbaren) ETFs in Erwägung ziehen, da sie eben andere Vorteile haben.
Bei Immobilien muss man sich auskennen, genau wie bei Aktien. Das Risiko ist hier auch nicht gerade klein und man braucht immer einen der einem das Haus/die Wohnung abkauft.
Ja das Girokonto und das Festgeld sind quasi nur bedingt sinnvoll, eine Reserve braucht jeder aber investieren ist anders. Warren Buffet hält seinen Cash in kurzfristigen US-Staatsanleihen
Thomas24
02.01.2021, 23:33
Ich glaube den Fire and Forget gibt es bei Finanzen einfach nicht, vor allem weil die Entwicklung des letzten Jahrzehnts da nicht mitspielt.
Sehr richtig. Das muss man erstmal für sich akzeptieren.
Bist du neben den ETFs noch im Trading unterwegs?
BTW: zu deiner Frage vom letzten September- es war dann nach der US Wahl tatsächlich das angenommene Szenario B gekommen.
Long Commodities zu spielen über Proxies wie: Caterpillar (CAT), John Deere (DE) und der Short Dollar hat gut performt.
Der Short TIPS Trade hat von September bis November auch gut funktioniert, dann sind die TIPS zurückgekommen. Übrigens ist das lange Ende der Kurve in den 30 jährigen Bonds seit September tatsächlich ganz schön nach unten gekommen. Bekommen wohl tatsächlich langsam etwas Inflation3278532786327873278832789
Hoffe, du konntest damit etwas Geld machen :-winky
Matzexc1
03.01.2021, 00:00
Hier werden ja teils sehr riskante Anlagestrategien beschrieben, wo ich mich schon frage ob es das Risiko wert ist. Mich (als Investment Anfänger) würde ja mal interessieren was so eure Gesamtrendite im letzten Jahr war.
Kann ich dir morgen abend per pn sagen, ich muss aber gestehen das ich die Erholung im Frühling für ein kurzes Aufbäumen hielt und deshalb gewartet habe(siehe Warren Buffet). Was Techwerte angeht war ich auch bis dahin schlecht aufgestellt, rückblickend(10 Jahre) muss ich aber sagen: Es hat sich gelohnt, nur ist Risikomanagement das Wichtigste und das fängt mit der Verwendung des eigenen Gehirns an
Risiko hast du überall, beim Vermögensaufbau ist es da wie bei der Patientenbetreuung, meine Meinung, je besser das Wissen und die Erfahrung desto geringer ist das Risiko. Ich hab im März ohne Ahnung intraday trading versucht, nicht sonderlich erfolgreich.
Im Mai und Juni klappte es etwas besser, nachdem ich mich mit Risikomanagement beschäftigt habe. Mit einigen Einzelwerten habe ich da von 2017-2019 bessere Ergebnisse erzielt, hier aber auch mit mehr Ahnung.
Es gibt auch eine Reihe von Podcasts die ich mir anhöre und das halte ich für eine der besten Sachen für lange Autofahrten
Sehr richtig. Das muss man erstmal für sich akzeptieren.
Bist du neben den ETFs noch im Trading unterwegs?
BTW: zu deiner Frage vom letzten September- es war dann nach der US Wahl tatsächlich das angenommene Szenario B gekommen.
Long Commodities zu spielen über Proxies wie: Caterpillar (CAT), John Deere (DE) und der Short Dollar hat gut performt.
Der Short TIPS Trade hat von September bis November auch gut funktioniert, dann sind die TIPS zurückgekommen.
Ja, ich mache aktuell auch einen Kurs der sich mit einer Trendfolgestrategie beschäftigt und bin mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. vor allem was Risikomanagement angeht hab ich da einiges gelernt. Im Moment läuft das noch mit einem Demokonto, ich rechne aber das es bald richtig losgeht.
Dieses Jahr war auch das lehrreichste was ich bisher erlebt habe, ich muss nur gestehen das ich die Chancen nicht in bare Münze umgesetzt habe. Problem dabei war eine Mischung aus Kopf woanders und Reserven die woanders nötiger waren
Immobilien haben etwas unhandliche Portionsgrößen, es sei denn man ist Multimillionär. Bei wenigen Objekten im Besitz sehe ich das Risiko wie bei Einzelaktien. Und man muss sich um den Kram ständig kümmern. Nein danke.
Ein Eigenheim kann Lebensqualität bringen, vor allem wenn man Kinder hat, aber finanziell rechnet es sich wahrscheinlich nicht.
GelbeKlamotten
03.01.2021, 02:59
Hier werden ja teils sehr riskante Anlagestrategien beschrieben, wo ich mich schon frage ob es das Risiko wert ist. Mich (als Investment Anfänger) würde ja mal interessieren was so eure Gesamtrendite im letzten Jahr war.
Regel Nummer 1 für erfolgreiches Investieren: Sich NIEMALS von Momentaufnahmen von Renditen anderer Leute beeindrucken lassen. Das ist einer der besten Wege geraderaus in den finanziellen Ruin zu laufen.
Wenn derjenige dann noch was von Trendfolgestrategie erzählt, dann lauf weg so schnell du kannst. Du kannst ja mal versuchen zu Googlen und dich durch die ersten 20 Seiten mit Werbe- und Abzockerartikeln zu den ersten Ergebnissen durchkämpfen, die das ganze tatsächlich faktenbasiert untersuchen und zeigen, dass man mit Trendfolge zwar die Volatilität senken kann, aber nicht die Rendite steigern. Ist auch logisch, denn jegliche Vorteile, die sich aus so einer Strategie ergeben könnten, würden sofort automatisiert von institutionellen Anlagern abgeschöpft werden. Für den Privatanleger reine Zeitverschwendung mit einem Ergebnis, das im Schnitt schlechter ist als reines Buy&Hold.
Was haltet igr eigentlich von Zwangsversteigerungen?
Für den typischen Nutzer eines Ärzteforum: Finger weg!
Man braucht relativ viel Ahnung von Immobilien, es gilt gekauft wie gesehen. Wie auf einem Automarkt....Zweitens sollte man auch sehr viel Zeit und eine handwerkliche Begabung mitbringen, um die gröbsten Mängel angehen zu können, ohne in exorbitanten Handwerkerkosten zu ertrinken. Denn es ist nicht der ungenutzte Neubau, der da versteigert wird. Sondern Objekte mit oft erheblichem Sanierungsstau (die Voreigentümer waren ja klamm...). Drittens gibt es da relativ wenig zu finanzieren, üblicherweise wird eine sofortige Begleichung des Kaufpreises innerhalb ein paar Tagen erwartet.
Wer sich aber in Immobilieneinschätzung auskennt, ausreichend Zeit hat, sich regelmäßig auf diese Veranstaltungen zu begeben und anschließend auch viel selbst zu machen, und die ganze Zeit mit einem Sack voll Geld herumrennt, der kann in der Tat Schnäppchen machen.
Bei stagnierender Bevölkerungszahl und sogar einigen Faktoren, die potentiell dafür sprechen, dass wir einen Trend in Richtung "Entstädterung" erleben könnten.
Daß die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren mal eben um knapp 3Mio aufgestockt wurde und ein Ende nicht in Sicht ist, ist Dir entgangen? Zumal das Gros der Zuzüge sich sehr fortpflanzungsfreudig zeigt, um es mal so zu formulieren. Die Entstädterung findet durchaus auch statt, zielt aber auf den Speckgürtel. Und nicht auf Nester 30km von der nächsten Autobahnausfahrt
Nein die Bankvermögen lösen sich sicher nicht in Luft auf.
In diesem Jahrhundert dachten sich das schon viele, nicht nur in Deutschland. Daß die Einlagensicherung nur bis 100.000 EUR greift, ist Dir bewußt?
Keine Ahnung ob in 30 Jahren immer noch alle CocaCola trinken? Vllt wird Windows mal abgelöst? Apple uncool? Alles fragen, die keiner so genau beantworten kann.
Meine Einschätung: es wird auch in 100 Jahren überall auf der Welt CocaCola getrunken, so wie die letzten 100 Jahre auch. Und die Oberklasse wird immer und überall Mercedes fahren wollen, und nicht irgendwelche chinesischen Luxuswagen. Auch wenn die dann vielleicht besser sind...reine Imagefrage.
Was(Unterhaltungs)elektronik angeht: nach Nixdorf in den 70ern, Commodore und Atari in den 80ern und 90ern werden bei extrem kurzen Produktzyklen und ständigen Innovationen auch wieder andere das Rennen machen.
Bei welchen Fondsanbietern seid ihr denn? Ebase hab ich schon gelesen, onvista wurde mir empfohlen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass meine Haussparkasse diesbezüglich nicht konkurrenzfähig ist ^^
Abiturient2010
03.01.2021, 08:29
Bei welchen Fondsanbietern seid ihr denn? Ebase hab ich schon gelesen, onvista wurde mir empfohlen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass meine Haussparkasse diesbezüglich nicht konkurrenzfähig ist ^^
eBase und OnVista sind Broker, keine Fondsanbieter.
Grundsätzlich gilt zumindest in der ETF-Welt, dass man sich erst das Produkt aussucht, welches man besparen will, und dann den dazu passenden Broker. Empfehlenswert sind hier aber vor allem die Direktbanken (DKB, ING, Comdirect).
OnVista habe ich nie benutzt, soll nicht besonders intuitiv sein und ist wohl eher für Leute geeignet die viel traden wollen.
Mit der Sparkasse hast du Recht, die vertreiben nur ihre eigenen überteuerten Deka-Fonds.
Matzexc1
03.01.2021, 08:41
Regel Nummer 1 für erfolgreiches Investieren: Sich NIEMALS von Momentaufnahmen von Renditen anderer Leute beeindrucken lassen. Das ist einer der besten Wege geraderaus in den finanziellen Ruin zu laufen.
Wenn derjenige dann noch was von Trendfolgestrategie erzählt, dann lauf weg so schnell du kannst. Du kannst ja mal versuchen zu Googlen und dich durch die ersten 20 Seiten mit Werbe- und Abzockerartikeln zu den ersten Ergebnissen durchkämpfen, die das ganze tatsächlich faktenbasiert untersuchen und zeigen, dass man mit Trendfolge zwar die Volatilität senken kann, aber nicht die Rendite steigern. Ist auch logisch, denn jegliche Vorteile, die sich aus so einer Strategie ergeben könnten, würden sofort automatisiert von institutionellen Anlagern abgeschöpft werden. Für den Privatanleger reine Zeitverschwendung mit einem Ergebnis, das im Schnitt schlechter ist als reines Buy&Hold.
Den ersten Punkt unterschreibe ich sofort, die Renditen des Vorjahres sagen nichts darüber aus wie es dann weitergeht.
Beim 2.Teil würde ich gerne von dir wissen: Woher nimmst du die Erfahrung und wie wählst du deine Aktien aus?
Mein Problem beim Buy and Hold ist das man auch hier das Thema Risikomanagement beachten sollte. Eine Thyssen-Krupp, eine general Electric oder eine Wirecard machen da nicht unbedingt Spass, ich hab aus meiner Anfangszeit und aus meiner Zeit mit einer reinen Dividendenstrategie auch noch ein paar tiefrote Positionen.
eBase und OnVista sind Broker, keine Fondsanbieter.
Grundsätzlich gilt zumindest in der ETF-Welt, dass man sich erst das Produkt aussucht, welches man besparen will, und dann den dazu passenden Broker. Empfehlenswert sind hier aber vor allem die Direktbanken (DKB, ING, Comdirect).
OnVista habe ich nie benutzt, soll nicht besonders intuitiv sein und ist wohl eher für Leute geeignet die viel traden wollen.
Mit der Sparkasse hast du Recht, die vertreiben nur ihre eigenen überteuerten Deka-Fonds.
Volle Zustimmung. Ich empfehle hier extraetf und justetf wo man sich den passenden ETF aussuchen kann und die einem auch sagen wo man ihn besparen kann, vor allem extraetf ist da klasse. Diese Webseiten zeigen dir auch die Kosten die beim Broker entstehen.
Zur genaueren Aufschlüsselung:
Deine Sparkasse ist eine Filialbank die ein großes Netz an zweigstellen und beratern finanzieren muss, was die Kosten erheblich antreibt.(gilt auch für die Apobank und die Volksbanken, in der Vermögensverwaltung macht die Apobank komplett in ETF dem Privatkunden bieten sie bis dahin nur teure aktive Fonds)
DKB,ING,Comdirect,Consors sind reine Internetbanken, kein Filialnetz aber alle Bank-
und Brokerdienstleistungen
Onvista, Trade Republic, Scalable Capital, Lynx und viele mehr sind reine Broker, ihre Rolle ist die eines Vermittlers zwischen dir und der Börse.
Die große Anbieter an ETF sind Vanguard, ishares, Franklin, Lyxor, Amundi, UBS.
Matzexc1
03.01.2021, 08:47
In diesem Jahrhundert dachten sich das schon viele, nicht nur in Deutschland. Daß die Einlagensicherung nur bis 100.000 EUR greift, ist Dir bewußt?
Die Einlagensicherung wird nur solange 100000€ betragen bis die Politik das ändert, im Falle eines Crashs mehrerer Banken wird dies wahrscheinlich passieren.
Die Bausparkassen haben ihren eigenen Einlagensicherungsfonds bereits abgeschafft um die Defizite zu decken und hängen jetzt nur noch an der staatlichen Sicherung.
Im Falle einer europäischen Einlagensicherung(findet die SPD ganz toll) wäre ich äußerst vorsichtig wieviel Geld ich noch auf einem Konto herumliegen lasse unter der Matratze ist es da wahrscheinlich besser aufgehoben.
Eben nicht. Vielleicht einfach mal richtig informieren, wie sich reale Immobilienpreise bei sehr starker Inflationen tatsächlich verhalten und nicht nur Klischees nachplappern.
Huh?
z.B. die Hyperinflation 1923: Das Geld war irgendwann vollkommen wertlos, das Haus in München Innenstadt jedoch nicht, auch wenn der Wert in der Wirtschaftskrise niedriger ist als in goldenen Zeiten.
Eben. Und direkt nach der Krise war das Haus gleich wieder viel wert, während die Aktien, da es die Unternehmen gar nicht mehr gab, nur noch als Klopapier zu nutzen waren.
Eben. Und direkt nach der Krise war das Haus gleich wieder viel wert, während die Aktien, da es die Unternehmen gar nicht mehr gab, nur noch als Klopapier zu nutzen waren.
Oder auch zum Tapezieren von Wänden (hat man damals mit Geldscheinen gemacht).
Ähnlich ist es auch mit Rohstoffen wie Palladium, Gold, Silber: Ganz wertlos können die nicht werden, es sei denn es werden unerwartet riesige Goldmengen gefunden/am Markt frei, was sehr unrealistisch ist.
DrSkywalker
03.01.2021, 11:18
Ein Eigenheim kann Lebensqualität bringen, vor allem wenn man Kinder hat, aber finanziell rechnet es sich wahrscheinlich nicht.
So ist es. Das Eigenheim ist was ganz ganz besonderes und es fühlt sich sehr gut an, das eigene Haus.
Finanziell rechnen? Tut sich weder Haus, Hund oder Kind. Mir ist es völlig egal. Geld ist Mittel zum Zweck und niemals Selbstzweck , man sollte halt zusehen genug davon zu haben... ;)
Die Zahlen auf dem depotauszug haben mich früher mal zufrieden gemacht, jetzt sind es andere Dinge
Cor_magna
03.01.2021, 11:26
Ich bespare klassisch Vanguard ETFs(developed world und emerging markets) bei onvista. Dkb oder Ing kann ich aber auch empfehlen.
Die Wahl des Brokers ist scheißegal solange es einer der etablierten am Markt ist. Ob man 1 Euro oder 10 für den Kauf zahlt ist auf Dauer gesehen ebenfalls egal (vorausgesetzt man betreibt buy and hold).
Wichtig ist den Sprung vom Bankguthaben zur Beteiligung am Produktiv- und damit Sachvermögen zu schaffen. Wie genau da gibt es unterschiedliche Meinungen (etfs, einzelaktien, etc..)
Man kann auch mit einzelaktien das Risiko gezielt managen indem man auch hier überlegt diversifiziert. Vor allem für die Leute interessant die etfs ablehnen aber trotzdem diversifiziert buy und hold betreiben wollen..
Ich persönlich hab mich für etfs entschieden, im Bewusstsein der bereits angesprochenen Risiken, aber absolut jedes investment hat Risiken (auch das Sparbuch) man muss nur für sich entscheiden welche man bereit ist zu stemmen. Viele treffen diese Entscheidung jedoch nie bewusst, hier liegt das Problem
Für so Analysen wie von Thomas fehlt mir das Wissen und Erfahrung und ich habe zurzeit nicht die Freizeit mich in diese Thematik so tief einzuarbeiten. Deswegen lasse ich die Finger von solchen Finanzinstrumenten wie von ihm genannt. Auch von Trading.
PS: Mein Ziel des Investierens ist es nicht reich zu werden sondern nicht arm zu sterben. Das kann ich mit etfs erreichen. Für mehr braucht es wrs andere Techniken (unternehmen gründen, extremeerfolgreich Investieren etc)
.
my 2 cents
DrSkywalker
03.01.2021, 12:10
@ cormagna: Ah, ein finanzwesir jünger ;)
Cor_magna
03.01.2021, 12:24
@ cormagna: Ah, ein finanzwesir jünger ;)
Richtig :-))
GelbeKlamotten
03.01.2021, 15:04
Huh?
z.B. die Hyperinflation 1923: Das Geld war irgendwann vollkommen wertlos, das Haus in München Innenstadt jedoch nicht, auch wenn der Wert in der Wirtschaftskrise niedriger ist als in goldenen Zeiten.
Puh, ok, also noch mal langsam.
Ja, das Geld wird in einer Hyperinflation irgendwann völlig wertlos, egal ob Papiergeld oder Bankguthaben. Zumindest da sind wir offenbar mittlerweile auf einen Nenner gekommen. Der einzige, der das mal angezeifelt hat, warst du:
Nein die Bankvermögen lösen sich sicher nicht in Luft auf.
Es hat sich hier noch nie jemand dafür ausgesprochen, sein Geld Cash zu halten, von daher brauchst du das auch nicht manipulativ als Scheinvergleich ranziehen. Hier ging es um den Vergleich Immobilien vs. diversifiziertes Aktienportfolio.
Eben. Und direkt nach der Krise war das Haus gleich wieder viel wert, während die Aktien, da es die Unternehmen gar nicht mehr gab, nur noch als Klopapier zu nutzen waren.
Ähm, what? Nach der Hyperinflation hatten Immobilienbesitzer vor allem deswegen profitiert, weil deren Kredite sich mit der Inflation in Luft aufgelöst hatten. Eine Freude, die von kurzer Dauer war, denn 1924 hat man diese "Gewinne" mittels Hauszinssteuer wieder komplett abgeschöpft. Man hätte es auch Enteignungssteuer nennen können. 20% der gesamten Steuereinnahmen kamen nur aus der Enteignung von Immobilieneigentümern, ein Großteil musste seine Immobilie verkaufen. Der ohnehin angeschlagene Immobilienmarkt brach noch mal um 50% ein.
Kaum ein Immobilienbesitzer stand jetzt noch besser da als ein Aktienbesitzer, sofern letzterer nicht den Fehler gemacht hat, in der tiefsten Krise alles zu verkaufen (das ist entscheidend).
Der deutsche Aktienmarkt an sich entwickelte sich übrigens 1923 gar nicht schlecht, von Januar bis Jahresende hatte sich der realwert etwa verdoppelt. Die großen Verluste gab es hier zeitversetzt bereits in den Jahren 1913 bis 1922. Aktien 1923 nur noch als Klopapier? Sorry, aber da erzählst du von Dingen, von denen du keine Ahnung hast. Spezifisch im Jahr 1923 wären Aktien die bestmögliche Geldanlage gewesen.
Nach 1923 folgte dann eine sehr volatile Zeit, sowohl für Aktien, als auch für Immobilien. Beide konnten sich wieder relativ rasch erholen, aber spätestens am Schwarzen Donnerstag 1929 wurde es wieder sehr turbulent.
Ob man im Schnitt aus dieser Zeit als Immobilien- oder als Aktieninvestor besser herausgekommen wäre, lässt sich nicht pauschal sagen. Was sich sagen lässt ist: Beides wäre kein ultimativer Inflationsschutz gewesen, auch eben die Immobilie nicht.
Und was man noch berücksichtigen muss: Die obrigen Angaben beziehen sich nur auf den Deutschen Aktienmarkt. Aktieninvestments international zu diversifizieren wäre damals deutlich schwieriger gewesen, heute ist das überhaupt kein Problem mehr. Direktinvestitionen in Immobilien international zu diversifizieren ist immer noch schwierig.
bonziusbilatis
03.01.2021, 15:14
Puh, ok, also noch mal langsam.
Ja, das Geld wird in einer Hyperinflation irgendwann völlig wertlos, egal ob Papiergeld oder Bankguthaben. Zumindest da sind wir offenbar mittlerweile auf einen Nenner gekommen. Der einzige, der das mal angezeifelt hat, warst du:
Es hat sich hier noch nie jemand dafür ausgesprochen, sein Geld Cash zu halten, von daher brauchst du das auch nicht manipulativ als Scheinvergleich ranziehen. Hier ging es um den Vergleich Immobilien vs. diversifiziertes Aktienportfolio.
Ähm, what? Nach der Hyperinflation hatten Immobilienbesitzer vor allem deswegen profitiert, weil deren Kredite sich mit der Inflation in Luft aufgelöst hatten. Eine Freude, die von kurzer Dauer war, denn 1924 hat man diese "Gewinne" mittels Hauszinssteuer wieder komplett abgeschöpft. Man hätte es auch Enteignungssteuer nennen können. 20% der gesamten Steuereinnahmen kamen nur aus der Enteignung von Immobilieneigentümern, ein Großteil musste seine Immobilie verkaufen. Der ohnehin angeschlagene Immobilienmarkt brach noch mal um 50% ein.
Kaum ein Immobilienbesitzer stand jetzt noch besser da als ein Aktienbesitzer, sofern letzterer nicht den Fehler gemacht hat, in der tiefsten Krise alles zu verkaufen (das ist entscheidend).
Der deutsche Aktienmarkt an sich entwickelte sich übrigens 1923 gar nicht schlecht, von Januar bis Jahresende hatte sich der realwert etwa verdoppelt. Die großen Verluste gab es hier zeitversetzt bereits in den Jahren 1913 bis 1922. Aktien 1923 nur noch als Klopapier? Sorry, aber da erzählst du von Dingen, von denen du keine Ahnung hast. Spezifisch im Jahr 1923 wären Aktien die bestmögliche Geldanlage gewesen.
Nach 1923 folgte dann eine sehr volatile Zeit, sowohl für Aktien, als auch für Immobilien. Beide konnten sich wieder relativ rasch erholen, aber spätestens am Schwarzen Donnerstag 1929 wurde es wieder sehr turbulent.
Ob man im Schnitt aus dieser Zeit als Immobilien- oder als Aktieninvestor besser herausgekommen wäre, lässt sich nicht pauschal sagen. Was sich sagen lässt ist: Beides wäre kein ultimativer Inflationsschutz gewesen, auch eben die Immobilie nicht.
Und was man noch berücksichtigen muss: Die obrigen Angaben beziehen sich nur auf den Deutschen Aktienmarkt. Aktieninvestments international zu diversifizieren wäre damals deutlich schwieriger gewesen, heute ist das überhaupt kein Problem mehr. Direktinvestitionen in Immobilien international zu diversifizieren ist immer noch schwierig.
Bin ehrlich beeindruckt. Hat sie jetzt 5 Stunden Googlerecherche betrieben, oder ist sie auch noch Wirtschaftshistoriker?
Das sicherste und anspruchsloseste Investment ist eigentlich an der Spitze eines "Multilevelmarketing" Dingsbums zu sitzen.
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