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Ackerland und Wald! Ackerland und Wald!
GelbeKlamotten
06.01.2021, 21:45
[truba][;2176451']Ja, ich denke du könntest mir auch gar keinen Text servieren wie Thomas. Niemand hat hier geschrieben, dass er 50k in Gold angelegt hat. GK hat geschrieben einen "mittleren 5-stelligen Betrag" Betrag. Das kann man verschieden definieren. Thomas schrieb nur, dass man aktuell für ein Kilogramm ca. 50k investieren müsste.
Und wenn GK jetzt 2010 ein Kilogramm Gold gekauft hätte, hätte sie dann wirklich keine Rendite gehabt?
Meine prozentuale Rendite mit Gold war sicherlich insgesamt deutlich geringer als die mit Aktien. Das habe ich auch nicht anders erwartet. Und wie gesagt, ich finde es nachvollziehbar, wenn man das nicht so macht wie ich. Natürlich ist das jetzt aber auch nicht der Hauptteil meines Vermögens. ich liege immer noch unter dem, was oft so als „Goldquote“ empfohlen wird.
@GK: Das was du beschreibst ist eine Mischkalkulation. Risiko+Rendite und dazu Sicherheit+wenigerRendite. Fertig. Viele vernünftige Anleger raten dazu, manche machen das einfach über ETFs, andere über spekulative Aktien + Gold oder Staatsanleihen oder was auch immer. Ist doch völlig egal. Es muss jedem klar sein dass man mit Gold an sich eine gewisse Sicherheit hat, die Rendite ist dafür voraussichtlich geringer als mit Aktien. Ein völlig normaler Ansatz im Rahmen der Vermögensbildung.
Ich steh halt mehr auf Immobilien als auf Gold. Aber das ist halt meine Sache.
][truba][
08.01.2021, 08:27
Wann veräußert ihr eure Positionen? Habt ihr ein festes Schema? Geht ihr nach "Gefühl" (die sollte man ja möglichst immer raus lassen).
Ein entfernter Bekannter von mir verkauft "immer" bei +20% und reinvestiert woanders. Halte ich in Anbetracht der Transaktionskosten, Steuern etc. nicht unbedingt für sinnvoll.
Das ist etwas, worüber man eher weniger liest. Fände ich interessant zu hören.
MissGarfield83
08.01.2021, 09:50
Buy and Hold. Wann ich meine Positionen mal veräußere steht noch in den Sternen. Aktuell bin ich ja gerade in der Aufbauphase meines Portfolios - da ich nix von kurzfristigen Anlagestrategien halte und es unwahrscheinlich ist damit den Markt zu schlagen, habe ich jetzt erstmal einen Horizont von mindestens 15 Jahren - eher mehr. Ansonsten bleib ich mit Tagesgeld liquide und investiere in Bildung und damit meinen persönlichen Wert.
Sebastian1
08.01.2021, 14:29
So. 2020 gut abgeschlossen. Den Versuch mit einem Robo-Advisor vor Jahresablauf beendet, das hat schlecht performt (mit Einstiegszeitpunkt direkt vor dem Corona-Crash...bah). Kommt dann wenigstens der Verlust noch in den Steuerausgleich, denn, wie gesagt, 2020 war insgesamt sehr erfolgreich.
Das Kapital aus dem Advisor habe ich in Einzelaktien umgeschichtet. Vor paar Monaten gemachter indirekter Rohstoffinvest (Kupfer u.a. über Teck Resources) scheint sich bisher auch gut auszuzahlen.
Und aus den wenigen Verlustpositionen bzw Low performern noch raus. Habe auch kalte Füße bekommen bei den wenigen chinesischen Aktien - ich glaube zwar, dass ALibaba, Tencent, JD grundsätzlich viel Potential nach oben haben, aber da ist mir die politische Situation selbst bei solchen Riesen zu unsicher. Alles aufgelöst und umgeschichtet.
Andere Frage: Macht hier jemand was mit SPACs und hat dazu eine Strategie entwickelt? Finde es ganz spannend, aber noch recht undurchsichtig. Im Moment fühle ich mich da nicht hinreichend informiert, um da Geld reinzustecken.
Andere Frage: Macht hier jemand was mit SPACs und hat dazu eine Strategie entwickelt? Finde es ganz spannend, aber noch recht undurchsichtig. Im Moment fühle ich mich da nicht hinreichend informiert, um da Geld reinzustecken.
Das Fenster wird sich imo 2021 mit Ende der Corona-Krise schließen. Ich habe oft pre-LOI gekauft und dann jeweils pre-merger (~+50%) verkauft. Das Verlustrisiko ist bei halbwegs vernünftiger DD ziemlich gering im Vergleich zum potentiellen Gewinn bei diesem Vorgehen. Würde aber die Finger von Warrants lassen, wenn du dich nicht sehr tief in die Thematik eingräbst.
MissGarfield83
08.01.2021, 14:49
Häh? Irgendwie ist eure Beiträge zu lesen für mich genauso unverständlich wie Schamanen-Arztbriefe...
Sebastian1
08.01.2021, 14:55
Das Fenster wird sich imo 2021 mit Ende der Corona-Krise schließen.
Worauf begründet sich diese Vermutung? Das grundsätzliche Modell gab es ja auch schon verbreitet vor Corona (gut, nicht wirklich in D, aber in anderen Märkten).
Ich denke, dass a) viele Firmen in diesem Corona-bedingt instabilen Markt den verhältnismäßig aufwendigen und langwierigen herkömmlichen IPO scheuen, während man bei SPACs nur das jeweilige Board überzeugen muss und dann ziemlich zügig das entsprechende Geld (gegen Anteile) bekommt und b) es einfach nicht unendlich viele gute Targets gibt. Schon jetzt sind gefühlt 80% Schrott dabei.
Sebastian1
08.01.2021, 16:00
Das finde ich halt schwierig. Du setzt halt dein Vertrauen in den Track Record des Dealmakers. Du weisst nicht, was du für dein Geld bekommst. Das kann natürlich sehr lukrativ sein, aber wie du schon schreibst, da ist auch viel Schrott dabei.
Da brauche ich schon viel Vertrauen. Und es bleibt am Ende Zockerei....
John Silver
08.01.2021, 16:33
Was haltet ihr eigentlich in der aktuellen Zeit vom Immobilienerwerb in beliebten Großstädten als Kapitalanlage. Ich verfüge über ein bisschen Eigenkapital und könnte mir in der bundesdeutschen Hauptstadt gerade noch so eine 3-Zimmer-Wohnung finanzieren, die ich in 15 Jahren abbezahlen könnte. Wäre dann auf jeden Fall zur Selbstnutzung. Die Preise in Berlin sind ja schon enorm und vor allem enorm angestiegen in den letzten 10 Jahren, zudem stagnieren die Mietpreise momentan (wohl auch nicht nur auf Grund der politischen Rahmenbedingungen). Mein etwas exaltierter Finanzberater und ein solider Mitarbeiter der lokalen Sparkasse haben alle vollumfänglich zum Immobilienkauf geraten. Die gängigere Meinung ist wohl auch, dass die Preise eher noch weiter steigen und dass nicht von einer Blase ausgegangen wird.
Eindeutig jein.
Wie anignu empfehle ich viel eher Satelliten als die Großstädte selbst. In den Großstädten ist es schwierig, an Wohnungen zu guten Preisen zu kommen. In anständigen Gegenden sind die Preise schon weitgehend ausgereizt, weil sie schon in einer Höhe liegen, die sich außer schwerreichen (ausländischen) Investoren kaum noch jemand leisten kann und will. Investoren dieser Art haben große, sonst schwer legalisierbare Summen in der Tasche, und kaufen nicht als Anlage für die Preise Eigennutzung oder Rendite, sondern als safe harbour. Aus diesem Grund weichen seit 2-3 Jahren immer mehr potenzielle Käufer, die für sich bzw. für die Vermietung kaufen, aufs Umland aus. Corona wird diesen Trend zumindest zunächst noch verstärken. Dies zeigt sich u.a. daran, dass die Preise in Satellitenstädten 2019 und 2020 am stärksten gestiegen sind.
Wenn man eine Immobilie über einen Kredit finanziert, muss man halt die ganzen Zinsen, die man dafür zahlt, bis der Kredit abbezahlt ist, von der „Rendite“ abziehen. Andererseits bekommt man aktuell bei ausreichendem Eigenkapital so niedrige Zinsen, dass es sich durchaus lohnen kann. Meine Immobilie, die ich Ende 2018 ca. 100.000 € unter Marktwert gekauft habe, hat in den letzten 2 Jahren geschätzt 100 bis 150 Tsd. € an Wert zugelegt, womit ich aktuell eine „Rendite“ von mindestens 200 Tsd. € hab. Davon bleiben auch nach „Abzug“ der Zinsen noch viele Euros übrig.
Bedenken muss man auch, dass die Immobilie ständig „kostet“. Renovierungen, Reparaturen, mal die Heizung austauschen, mal den Garten neu gestalten... Man sollte eine Immobilie als reine Geldanlage nur dann kaufen, wenn man sich damit sehr gut auskennt, den Markt gut einschätzen kann, und viel selbst machen kann. Im Grunde gilt also das gleiche wie für Fonds und Aktien. Wenn man ein eigenes Haus bzw. eine eigene Wohnung kauft, ist es m.E. besser, wenn eine gewisse emotionale Komponente dabei ist, weil man dann mit den Kosten eher klarkommt.
Du weisst nicht, was du für dein Geld bekommst.
Meine Strategie ist wie gesagt stets vor dem Merger auszusteigen, insofern ist der Plan nichts für mein Geld zu bekommen (bis auf mehr Geld natürlich). Bei einem Einstieg <11$ sind es hauptsächlich die Opportunitätskosten, falls nach 24 Monaten keine Übernahme zu Stande kommt, die mir Sorgen machen. Zockerei ist es natürlich trotzdem.
Thomas24
09.01.2021, 00:45
Zumal das Thema SPACs in der letzten Zeit durch Protagonisten wie Chamath P. doch ein bisschen sehr gepusht worden ist für den Retail Markt. Das traditionelle IPO Verfahren mit Audits und Underwritern ist da zwar träger und langsamer- aber in der DD doch besser geeignet, die allergrößten Gurken vom Markt fernzuhalten. Siehe das Debakel um den gecancelten IPO von we suck, äh, "We work".
Warrants sind natürlich auch so ein zweischneidiges Schwert- für den durchschnittlichen Anwender (vor allem nicht in diesem Board) eher nichts. Finger weg, nicht hinsehen. Habt ihr nie von gehört. Period. Aber für einen accredited Investor, der bereit ist, seine Hausaufgaben zu machen, seine eigene Gier im Griff hat (sprich: Positionsgröße) und ein gutes Management Team an Bord hat mit entsprechendem Track Record- why not? Die Restlaufzeit der Warrants darf natürlich nicht zu kurz sein.
Thomas24
09.01.2021, 00:49
Ich denke, dass a) viele Firmen in diesem Corona-bedingt instabilen Markt den verhältnismäßig aufwendigen und langwierigen herkömmlichen IPO scheuen, während man bei SPACs nur das jeweilige Board überzeugen muss und dann ziemlich zügig das entsprechende Geld (gegen Anteile) bekommt und b) es einfach nicht unendlich viele gute Targets gibt. Schon jetzt sind gefühlt 80% Schrott dabei.
Amen. Viel Narrativ - getriebener Unfug dabei, "ESG" hier, "Disruptive" dort. Und wenn man sich mal die Zahlen, das Team und den Track Record ansieht, dann bleibt von der gepushten tollen Story oft nicht viel übrig.
Thomas24
09.01.2021, 01:01
Und aus den wenigen Verlustpositionen bzw Low performern noch raus. Habe auch kalte Füße bekommen bei den wenigen chinesischen Aktien - ich glaube zwar, dass ALibaba, Tencent, JD grundsätzlich viel Potential nach oben haben, aber da ist mir die politische Situation selbst bei solchen Riesen zu unsicher. Alles aufgelöst und umgeschichtet.
Man darf auch halt nicht vergessen, dass China noch keinen reifen Kapitalmarkt hat. Erst in den 90ern ist den Kommis aufgefallen, dass man Kapital auch effizienter allozieren kann, als über zentralistisch vorgegebene 5 Jahrespläne. Seitdem hat sich zwar viel getan, aber der Kapitalmarkt ist noch sehr jung- die ganze Infrastruktur, die man um einen gereiften Kapitalmarkt erwartet, fehlt oder steckt in den Kinderschuhen. Und das allergrößte Manko: es gibt dort ganz einfach kein "Rule of Law", oder Eigentumsrechte, die den Namen verdienen. Die Story um das Verschwinden von Jack Ma erinnert doch ein bisschen sehr an das Vorgehen in Russland mit Putins Vorgehen gegen Mikhail Khodorkovsky und Yukos. Die politische Führung möchte den Milliardären eine klare Message senden: "Wir sind kein freies Land, ihr seid zwar reich, mächtig und gut vernetzt. Das macht euch trotzdem für uns nicht unantastbar. Lots of love, eure KP."
Jetzt gibt es gleich bestimmt wieder die "Spezialisten", die sagen: "Jaaaa... Man kann aber doch Alibaba Aktien etc. über die New Yorker Börse kaufen, und dort gelten doch Gesetze etc.". Denen sag ich nur: viel Spaß beim Erwerb einer Alibaba ADR (American Depository Receipt), die an einer Holding auf den Bermudas beteiligt ist, die auf dem Papier Anspruch auf den Cash Flow von Alibaba hat. Das ist ja quasi genau dasselbe, wie eine Aktie... Enjoy :-slap.
Schade eigentlich, sowohl Russland als auch China gibt es sehr interessante Unternehmen, an denen man sich eigentlich gerne beteiligen würde. Aber das jurisdiktionale und politische Risiko ist leider wie bei einer Vermietungs- Immobilie in einem Rot- Rot- Grün regierten Bundesland :-nix.
GelbeKlamotten
09.01.2021, 01:45
Wer im Nachhinein erst merkt, was China-Aktien für große politische Risiken bergen, der hat aber auch bei der Erstinvestition ordentlich geschlafen.
Und dass in China desöfteren mal jemand mächtiges von der Bildfläche verschwindet ist ja nun wirklich nichts neues. Da ist Jack Ma nicht der erste und sicherlich auch bei weitem nicht der letzte. Das war sicher auch ihm bewusst, genau wie jedem anderen erfolgreichen Unternehmer in China. Denn um in so eine Position zu kommen, muss man das Spiel selbst lange genug aktiv gespielt haben. Wichtig für Alibaba ist Ma aber schon lange nicht mehr. Und für besonders klug und weitsichtig halte ich ihn auch nicht unbedingt. Spätestens nach der legendären Diskussion mit ihm und Elon Must habe ich da doch Zweifel.
China wird Alibaba nicht vor die Hunde gehen lassen, da bin ich mir sicher. Ich habe schon einen relativ großen Chinaanteil im Depot, ansonsten würde ich den aktuellen Kursrücksetzer bei Alibaba als Chance nutzen, meine Position zu vergrößern.
Das größte Risiko für die chinesischen Aktien ist aber derzeit gar nicht China selbst, sondern die USA. Und das könnte sich mit Trumps Abdanken bald ändern. Von daher sehe ich die Aussichten für chinesische Aktien mittelfristig durchaus eher positiv. Im Rahmen eines international diversifizierten Portfolios gerade jetzt ausgerechnet auf China komplett zu verzichten, halte ich nicht für schlau. Außer man möchte bewusst eine sehr konservative Strategie fahren.
Ja, obwohl ich es nicht (bewusst) investiert nennen würde. Hab aus Neugier vor langer Zeit mal BCs gekauft und damit rumexperimentiert. Hab jetzt nach ein paar Jahren das Wallet rausgekramt und scheibchenweise was abverkauft.
Interessant finde ich, dass medial deutlich weniger gehypt wird als bei der letzten Rallye Ende 2017.
Ergänzung:
das war als Replik auf Beitrag #562 von CrashStudios gedacht.
Rudiologe
17.01.2021, 11:53
Hey Leute,
nur um mal eine paar Meinungen außerhalb meines Bekanntenkreises einzuholen: ich habe vor Kurzem eine nicht unerheblich Menge Geld geerbt, so ein unter- bis mittlerer sechsstelliger Betrag. Eigentlich wollte ich das in ein Immobilienprojekt investieren, die entsprechende Baugemeinschaft ist aber leider nun doch nicht zustande gekommen. Ich bleibe jetzt vorerst Mieter, will das Geld aber nicht auf meinem Girokonto liegen lassen. Ich hatte vorher schon einen überschaubaren Betrag über meine Hausbank ING in einen MSCI World und einen MSCI EM Fond gelegt. Jetzt überlege ich, den großen Betrag einfach dazu zu legen, also auch so 70 Prozent MSCI World und 30 Prozent MSCI EM. Mit geht nur ein bisschen die Muffe, weil es für mich eben so viel Geld ist und ich kein größeres Risiko eingehen möchte. Benötigen werde ich das Geld wahrscheinlich frühestens in ein paar Jahren. Mir geht es nicht um absolute Gewinnmaximierung sonder eher um eine sichere Anlage. Würde mich freuen, ein paar Meinungen zu hören.
Tja, was ist "sicher"? Auf dem Giro-/Tagesgeldkonto bleibt die Summe gleich, wird aber schleichend entwertet, da keine Zinsen.
Aktien sind volatil (wirst du ja letztes Jahr mit deinen beiden ETFs gesehen haben), bei entsprechendem Anlagehorizont verringert sich das Verlustrisiko erfahrungsgemäß.
Wenn du bei deinen beiden Produkten bleiben möchtest, sagt die Empirie, dass eine Einmalanlage besser ist. Psychologisch eignet sich für die meisten Menschen hingegen ein gestaffelter Einstieg.
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