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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?



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milz
29.04.2020, 18:59
.....

schnix25
29.04.2020, 19:51
Neben dem Versorgungswerk sollte man ja wenn man bis zur Rente in der Klinik war nochmal über 1000€ von der vbl bekommen. Oder wenn man in die Selbständigkeit gegangen ist, sollte man aufgrund der höheren Einnahmen auch mehr aus dem Versorgungswerk bekommen.

FirebirdUSA
29.04.2020, 21:56
kartoffelbrei redet natürlich vom rentenalter. Dass während einer Angestelltentätigkeit der Arbeitgeber seinen Anteil zahlt - sowohl bei GKV als auch bei PKV - ist unstrittig.

Auch wer freiwilliges GKV Mitglied war kann aber meines Wissens nach in den allermeisten Fällen im Rentenalter in die gesetzliche Krankenversicherung der Rentner und zahlt dann nicht den AG-Anteil zusätzlich. Nagelt mich da aber nicht fest, als PKV Versicherte habe ich mich damit nicht eingehend beschäftigt.

Da die wenigsten von uns Bezüge von der DRV haben sind es die wenigsten

Thomas24
29.04.2020, 22:14
Neben dem Versorgungswerk sollte man ja wenn man bis zur Rente in der Klinik war nochmal über 1000€ von der vbl bekommen. Oder wenn man in die Selbständigkeit gegangen ist, sollte man aufgrund der höheren Einnahmen auch mehr aus dem Versorgungswerk bekommen.

Vorausgesetzt, es wird in einigen Jahrzehnten noch sowas wie ein berufständisches Versorgungswerk geben :-oopss
Wenn du dir ihre Anlagepolitik (negativ verzinsende Staatsanleihen, die noch nichtmal einen Inflationsausgleich schaffen) und die korrespondierenden politischen Kommentare der letzten Jahre ("mehr Solidarität, mehr Gerechtigkeit etc."), das ist das aber nicht garantiert.

Fun fact: 1. Versorgungswerke unterliegen nicht (!) der Bafin Aufsicht.
2. ca 2/3 der Assets werden in kaum oder negativ verzinsenden Staatsanleihen im Euroraum "investiert".
3. Wenn das Verhältnis der Einzahler/ Empfänger kippt, dürfen Versorgungswerke auch ihre laufenden Auszahlungen nach unten anpassen - entsprechend ihrer Statuten. Auch langjährigen Einzahlern darf rückwirkend der Rechnungszins gekürzt werden. Es gibt keinen (irgendwie einklagbaren) Garantiezins.
4. Ach, das sind doch alles nur theoretische Katastrophenszenarien- sowas würde doch nieee passieren. Doch ist schon passiert, sogar mehrfach.

Beispiele: Versorgunsgwerk der Zahnärztekammer Niedersachsen 2003/2004 hat alle laufenden und künftigen Ansprüche um glatt die Hälfte gekürzt. Wurde gerichtlich angegriffen und abgesegnet. Begründung: „wegen rückläufiger Marktzinsen hohe Abschreibungen nötig gewesen seien“. Versorgungswerk wurde verurteilt, ihr Berechnungswesen für die Altersrenten zu ändern (dem klagenden Zahnarzt nutzte das aber nichts. Dessen Rente wurde von ca 1580 auf 750 Euro gekürzt).
https://www.iww.de/zp/archiv/versicherung-und-vorsorge-zahnaerzte-versorgungswerk-niedersachsen-hat-rechtswidriges-finanzierungssystem-f8637
Versorgungswerk der Berliner Juristen 2010. Kürzung um 30%. https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-94139302.html
Das Versorgungswerk der bayr. Juristen hat daraufhin ihre Berechnungsgrundlage für die zukünftigen Leistungsbezieher prophylaktisch geändert (entsprechend auch einer ca. 30% Kürzung). usw. pp
5. Aber europäische Staatsanleihen sind doch BOMBENSICHER, was macht das schon, wenn mein Versorgungswerk zu knapp 70% meiner Altersvorsorge in europäische Staatsanleihen investiert? Ähm, danke für das Gespräch. https://www.marketwatch.com/story/italy-avoids-downgrade-into-junk-as-sp-affirms-its-credit-rating-at-bbb-2020-04-24 Die drittgrößte Volkswirtschaft Europas steht 2 Stufen über der Abwertung zu Junk Bonds.


Conclusio: besser so wirtschaften, dass das Versorgungswerk + VBL im Alter ein nettes Zubrot wären, aber es für euch und eure Familien eben keine Katastrophe wäre, wenn das Versorgungswerk nicht mehr existiert oder seine Zahlungen zusammenkürzt. Lieber selber nachdenken und selber Verantwortung übernehmen. Wird im Regelfall bessere Ergebnisse liefern, als sich auf andere zu verlassen

GelbeKlamotten
29.04.2020, 22:26
Ja, das sehe ich auch so. Egal ob nun Versorgungswerk oder DRV: Wer noch 20+ jahre bis zur Rente hat, der sollte besser so planen, dass er - zumindest mit Vermögensverzehr - auch ohne Rentenzahlungen gut auskommt.

Auch da kann einem allerdings die Politik einen Strich durch die Rechnung machen. Es braucht nur eine Linke Regierung, die eine übertriebene Vermögenssteuer durchsetzt, dann sind die privaten Altersvorsorgepläne schnell zunichte gemacht.

Absolute finanzielle Sicherheit ist über einen so langen Zeitraum in der Gehaltsklasse eines Arztes nicht erreichbar.

Thomas24
29.04.2020, 22:34
Ach, das passt schon. Man darf halt die Dinge nicht immer nur durch die Perspektive als Angestellter sehen- und sollte sich ein wenig für Wirtschaft, Steuern und Recht interessieren (*und das ist eben das Manko bei vielen). Dann eröffnen sich auch für den oberen Mittelstand interessante Möglichkeiten- auch im Angestelltenverhältnis (und als selbständiger Unternehmer sowieso). UHNWI wird man vielleicht nicht, aber Flaschen sammeln muss man auch nicht.

DrSkywalker
30.04.2020, 03:48
Absolute finanzielle Sicherheit ist über einen so langen Zeitraum in der Gehaltsklasse eines Arztes nicht erreichbar.

Wenn ein Arzt das nicht erreichen kann, dann kann es niemand. Der lebensverdienst ist bei vollzeit Arbeit und halbwegs guter karriere schon sehr gut, bei erfolgreicher eigener Praxis sehr sehr gut.

Parotis
30.04.2020, 07:28
Bisher war das so und ich hoffe es bleibt auch so. Aber man darf sich seiner Sache nie zu sicher sein, man weiß nie was noch alles kommt bzw. was politisch so beschlossen wird. Auf das Versorgungswerk würde ich mich jedenfalls auch definitiv nicht verlassen, da sollte wirklich jeder auch privat sparen/investieren. Wie gut das möglich sein wird und ob der Staat noch auf Ideen kommt wie man Leuten wie uns das Geld noch besser aus der Tasche ziehen kann, das wird man sehen...

h3nni
30.04.2020, 08:47
(...) und sollte sich ein wenig für Wirtschaft, Steuern und Recht interessieren. Dann eröffnen sich auch für den oberen Mittelstand interessante Möglichkeiten- auch im Angestelltenverhältnis (und als selbständiger Unternehmer sowieso).

Meinst du dann, komplett selbst denken? Ohne Beratung oder fachliche Unterstützung? Kann man wirklich in allen Angelegenheiten up to date bleiben?

Wie ist deine Definition von oberem Mittelstand? Ich denke, auch unter Ärzten gibt es Unterschiede zwischen öffentlichem Dienst und Privatklinik, blöd gesagt. Haben da wirklich alle ähnlich gute Perspektiven?

tragezwerg
30.04.2020, 08:59
Ganz ehrlich, wenn man nicht das ganze Berufsleben Vollzeit arbeitet mit vielen Diensten bzw. frühzeitig Karriere macht mit entsprechendem außertariflich verhandeltem Gehalt, häuft man als Arzt nicht gerade Reichtümer an. Gerade wenn man es auf die Arbeitszeit runterrechnet (Stichwort Bereitschaftsdienste) ist die Vergütung eher desillusionierend. Bei mir bleibt abgesehen vom Geld, das ich für Sondertilgungen fürs Eigenheim nutze, im Prinzip nix übrig für irgendwie geartete Investitionen. Und ich fahre weder teure Autos, noch habe ich teure Hobbies.

schnix25
30.04.2020, 09:20
Aber Eigenheim ist doch schon eine gute Altersvorsorge. Mietfrei wohnen in der Rente oder wenn man lieber dann was kleineres sucht eben verkaufen. Und wenn das Eigenheim abgezahlt ist, investiert man das Geld eben in andere Dinge.

h3nni
30.04.2020, 09:57
Aber Eigenheim ist doch schon eine gute Altersvorsorge.
GelbeKlamotten und der Kommer "Kaufen oder Mieten" werden dich da widerlegen/dir vermutlich widersprechen. Mieten ist wohl meist besser, was den Cashflow und die Gebundenheit angeht, Hausbau wird eher als Lifestyle Entscheidung gesehen und weniger als Investment.


Ganz ehrlich, wenn man nicht das ganze Berufsleben Vollzeit arbeitet mit vielen Diensten bzw. frühzeitig Karriere macht mit entsprechendem außertariflich verhandeltem Gehalt, häuft man als Arzt nicht gerade Reichtümer an.

Nunja, das ist vielleicht der Unterschied zwischen den Disziplinen. Wahrscheinlich, dass bei operativ tätigen Kollegen oder welchen mit viel Personal/Maschinen-Einsatz mehr über bleibt als bei einem Arbeiter an der "Front".

Matzexc1
30.04.2020, 10:10
Wenn ein Arzt das nicht erreichen kann, dann kann es niemand. Der lebensverdienst ist bei vollzeit Arbeit und halbwegs guter karriere schon sehr gut, bei erfolgreicher eigener Praxis sehr sehr gut.

Man muss auch eines bedenken, je nach Fachdisziplin bieten sich Optionen auch noch nach der 67 Jahre zu arbeiten und wenn es nur 1-2 Tage die Woche sind. Vor einiger Zeit gab es einen Bericht über eine 93jährige im Schwarzwald, pro Tag kommen 1-2 Patienten und das war es

Ich seh mich da auch im Bereich Honorarazt oder mit kleiner Praxis zum Thema Schmerz- und Palliativmedizin.

Matzexc1
30.04.2020, 10:22
Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den Disziplinen. Wahrscheinlich, dass bei operativ tätigen Kollegen oder welchen mit viel Personal/Maschinen-Einsatz mehr über bleibt als bei einem Arbeiter an der "Front".

Bin ich mir nicht so sicher, ein Problem ist Teilzeitarbeit oder auch Umstände im Privatleben die auf das Budget Einfluss haben.

Ein plastischer Chirurg (WbJ 4) hat sein Gehalt mit 4800 angegeben und gleich darauf gesagt, er wüsste gar nicht wie er mit 2500 auskommen soll.

Bei Hausbau und Eigentumswohnung sind Kredithöhe, Tilgungszeitraum, Zeitpunkt des Erwerbs, Lage und Größe entscheidend.

tragezwerg
30.04.2020, 10:37
GelbeKlamotten und der Kommer "Kaufen oder Mieten" werden dich da widerlegen/dir vermutlich widersprechen. Mieten ist wohl meist besser, was den Cashflow und die Gebundenheit angeht, Hausbau wird eher als Lifestyle Entscheidung gesehen und weniger als Investment.



Nunja, das ist vielleicht der Unterschied zwischen den Disziplinen. Wahrscheinlich, dass bei operativ tätigen Kollegen oder welchen mit viel Personal/Maschinen-Einsatz mehr über bleibt als bei einem Arbeiter an der "Front".

Na ja, ich zahle aktuell weniger Kreditrate als ich Miete für ein vergleichbares Objekt zahlen würde (zumindest hier im Süden wo die Mieten horrend sind, unter 1600 kalt für 130qm geht da gar nix) und wohne nach ca. 15 Jahren komplett mietfrei, und da es ein Neubau ist dürfte die erste größere Investition ne neue Heizung nach etwa 25 Jahren sein. Ich fahre langfristig also auf jeden Fall günstiger als wenn ich zur Miete wohnen würde. Mobilität ist für mich aus familiären Gründen ohnehin nicht gegeben.
Und als angestellter Arzt ist der Verdienst nicht wirklich vom Fach abhängig, sondern vom Tarifvertrag.

GelbeKlamotten
30.04.2020, 11:11
Na ja, ich zahle aktuell weniger Kreditrate als ich Miete für ein vergleichbares Objekt zahlen würde (zumindest hier im Süden wo die Mieten horrend sind, unter 1600 kalt für 130qm geht da gar nix) und wohne nach ca. 15 Jahren komplett mietfrei, und da es ein Neubau ist dürfte die erste größere Investition ne neue Heizung nach etwa 25 Jahren sein. Ich fahre langfristig also auf jeden Fall günstiger als wenn ich zur Miete wohnen würde. Mobilität ist für mich aus familiären Gründen ohnehin nicht gegeben.
Und als angestellter Arzt ist der Verdienst nicht wirklich vom Fach abhängig, sondern vom Tarifvertrag.


GelbeKlamotten und der Kommer "Kaufen oder Mieten" werden dich da widerlegen/dir vermutlich widersprechen. Mieten ist wohl meist besser, was den Cashflow und die Gebundenheit angeht, Hausbau wird eher als Lifestyle Entscheidung gesehen und weniger als Investment.



Ganz so hart widersprechen will ich gar nicht. Ob sich ein Immobilienkauf lohnt oder nicht hängt ja immer auch von der persönlichen Situation ab. Für tragezwerg scheint es ja durchaus das richtige zu sein mit der Immobilie. Und es gibt durchaus viele ungünstigere Wege, sein Geld anzulegen.

Dennoch werden einige Fragen gerne außer Acht gelassen, wenn man sich den finanziellen Aspekt beim Immobilienkauf schönredet. Ein paar Punkte:

1. Man wohnt als Eigentümer oft "luxuriöser" und unflexibler als ein Mieter: Hättest du vor 15 Jahren überhaupt schon 130qm in gleicher Lage gebraucht? Oder waren da evtl. die Kinder noch gar nicht geboren? Wenn die Kinder vor 15 Jahren schon geboren waren, wohnen sie dann in 5 Jahren überhaupt noch im Haus? Wenn man allein oder zu zweit wohnt, braucht man nämlich keine 130qm. In den meisten Fällen zahlt man Jahrzehntelang für Wohnraum, den man überhaupt nicht benötigt, auch was Nebenkosten angeht.

2. Immobilienbesitzer gehen, sofern nicht genug weiteres Vermögen für eine Diversifikation da ist, ein enormes Klumpenrisiko ein. Das kann gutgehen, kann aber auch schiefgehen.

3. Es sind Kaufnebenkosten und - wenn man das ganze als reine und alleinige Altersvorsorge sieht - auch Verkaufsnebenkosten zu berücksichtigen. Wenn die Immobilie die einzige Vorsorge ist und wir hier bei dem Thema bleiben, dass man ohne Zahlungen vom Versorgungswerk seine Ausgaben im Alter mit Erspartem decken möchte, dann ist ein Verkauf (oder eine erneute Beleihung) im Rentenalter zwangsläufig nötig. Vom mietfreien Wohnen kann man sich nämlich im Alter keine Lebensmittel, keine Klamotten und kein Seniorenticket für den ÖPNV kaufen.
Die Immobilie bindet enorm viel Kapital. In den meisten Fällen wird sie im Alter eben nicht verkauft. Das bedeutet aber dann, dass in der Rente nicht mehr, sondern deutlich weniger Liquidität zur Verfügung steht. Wenn du im Alter eine 1 Mio. Immobilie hast, in der du Mietfrei wohnst (obwohl du so viel Platz gar nicht mehr brauchen wirst) und ich stattdessen 1 Mio. liquides Kapital habe, das ich langsam aufzehren kann, dann habe ich trotz Mietzahlungen wesentlich mehr liquide Mittel zur Verfügung. Von deiner Immobilie profitierst du dann vor allem Lifestyle-technisch, weil du in deiner gewohnten Wohnumgebung bleiben kannst. Finanziell profitieren eher deine Kinder, die die Immobilie irgendwann erben. Das ist natürlich auch eine gute Sache. Es muss einem nur bewusst sein, dass man, wenn man eine Immobilie für immer selbst bewohnt, in erster Linie nicht für sich selbst spart, sondern für die Nachkommen.

Wenn man das Spiel noch weiter treiben möchte und wissen möchte, was finanziell für die Erben am besten ist, müsste man jetzt noch viel mehr Punkte berücksichtigen (Erbschaftssteuer, Rückzug aus dem Aktienmarkt im Alter bei Nicht-Immobilienbesitzern mit entsprechend kleinerer Rendite, etc pp)

JumpRopeQueen
30.04.2020, 12:55
Ich bin zwar noch im PJ, folge aber mit großem Interesse diesem Beitrag.
Mein Mann (selbstständig, kleines (25 Mitarbeiter) Familienunternehmen, Baubranche) und ich sind z.Z. mit Zukunftsplanung beschäftigt.

Was haltet ihr eigentlich von Immobilien an beliebten Reiseorten, die ausschließlich für die künftige Miete an Touristen, gebaut werden? Z.B. ein Haus mit 4-6 Ferienappartements an der Küste. Würdet ihr in so etwas investieren? Kleiner Vermerk: es geht alleine nur um Hausbau, Grundstück ist schon da.

GelbeKlamotten
30.04.2020, 13:53
Ich bin zwar noch im PJ, folge aber mit großem Interesse diesem Beitrag.
Mein Mann (selbstständig, kleines (25 Mitarbeiter) Familienunternehmen, Baubranche) und ich sind z.Z. mit Zukunftsplanung beschäftigt.

Was haltet ihr eigentlich von Immobilien an beliebten Reiseorten, die ausschließlich für die künftige Miete an Touristen, gebaut werden? Z.B. ein Haus mit 4-6 Ferienappartements an der Küste. Würdet ihr in so etwas investieren? Kleiner Vermerk: es geht alleine nur um Hausbau, Grundstück ist schon da.


Kann alles sein von sehr lukrativ bis zum Millionengrab, je nach Rahmenbedingungen. Ist doch irgendwie klar, dass das so pauschal keiner beantworten kann.

Meine Standardantwort wäre jetzt: Wenn du erstmal in einem Internetforum nachfragen musst, dann lass es lieber einfach :-p

Aber wenn dein Mann in der Baubranche ist, wird er da wohl schon mehr Überlegungen angestellt haben, als deine Frage hier vermute ließe ;-)

Parotis
30.04.2020, 14:27
Der Rechenfehler, der bezüglich einer selbst genutzten Immobilie gemacht wird ist auch der, dass nicht verglichen wird, was aus dem Geld dafür geworden wäre, wenn man die Immobilie nicht gekauft hätte. Natürlich hat man im Alter mehr davon, wenn einem eine abbezahlte Immobilie gehört, als wenn man das Geld vorher verlebt hätte.

Aber wenn man statt des Immobilienkaufs das Geld z.B. in Aktien angelegt hätte, dann wäre in vielen Fällen deutlich mehr dabei rausgekommen. Natürlich kann man das nie pauschal beantworten, da es davon abhängt, ob die Immobilie im Wert steigt, wie erfolgreich man alternativ im Aktienmarkt wäre usw. Es hängt natürlich auch immer davon ab, wie viel Ahnung man denn von der Materie hat, wo man Ahnung hat da macht man auch die besseren Geschäfte.

In der Tendenz würde ich, wenn es nur um Geldanlage geht eher am Aktienmarkt investieren, da man dort sehr viel einfacher sein Geld breit streuen und die Aktien auch sehr viel schneller und unproblematischer wieder zu Geld machen kann. Bei Immobilien ist wie schon gesagt wurde ein erhebliches Klumpenrisiko vorhanden, das man nicht so einfach eliminieren kann, solange man sich nur eine oder auch wenige Immobilien leisten kann.

Aber das ist immer eine individuelle Frage, wenn man aus dem selbstgenutzten Haus einen erheblichen Nutzen ziehen kann, unabhängig von der reinen Rendite, dann kann das absolut sinnvoll sein.

CrashStudios
30.04.2020, 14:46
Zum Thema eigene Immobilie kaufen empfehle ich euch das Video. Immobilien kauft man um von den Mieteinnahmen zu leben, selber wohnt man zur Miete.
www.youtube.com/watch?v=ZpmItB8oSqY