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freak1
16.04.2022, 16:58
Hängt natürlich Alles auch mit der Eurokrise und der wirtschaftlichen Situation in einigen Euroländern zusammen, dennoch finde ich das Nicht-Reagieren mittlerweile sträflich.

Da mache ich mir vor allem Sorgen um die Generation meiner Eltern. Kurz vor der Rente, Haus abbezahlt und noch ein bisschen Bargeld angespart. Wenn jetzt die Hyperinflation + Crash kommt, stehen die erstmal vor dem Scherbenhaufen.

Ich bin noch keine 30; soll der Reset halt kommen, dann hab ich die Chance günstig einzukaufen in 10 Jahren. ;-)

Mometasonfuroat
16.04.2022, 23:14
Warum stehen sie vor einem Scherbenhaufen?
Die jetzigen Generationen werden durch steigende Immopreise und weiter leicht steigende Bauzinsen aber wenig bis „unter Inflation“ Lohnsteigerungen viel mehr die A-Karte haben.

Kaas
17.04.2022, 01:42
Warum stehen sie vor einem Scherbenhaufen?
Die jetzigen Generationen werden durch steigende Immopreise und weiter leicht steigende Bauzinsen aber wenig bis „unter Inflation“ Lohnsteigerungen viel mehr die A-Karte haben.

Bezüglich der Immobilienpreise deuten alle Zeichen eigentlich auf ein Ende des Booms und eine anstehende Korrektur hin. Die wird wohl in den USA wie gewohnt crashiger ausfallen auf Grund der fehlenden Zinsbindung der Finanzierungs-Darlehen und in Deutschland langsamer ablaufen über die kommenden Jahre und in der Peripherie stärker durchschlagen als etwa in Berlin oder so.

Kackbratze
17.04.2022, 06:08
Immerhin abbezahlt. Irgendjemand kann ja dann im leeren Kinderzimmer zur Miete wohnen...

DrSkywalker
17.04.2022, 07:09
Wer ein abbezahltes Haus hat, um den muss man sich keine Sorgen machen, sehe ich auch so.

Matzexc1
17.04.2022, 09:50
Ich bin noch keine 30; soll der Reset halt kommen, dann hab ich die Chance günstig einzukaufen in 10 Jahren. ;-)

Ich mus gestehen ich hab dich für älter gehalten;-)

Ich denke das für die meisten hier der nächste Crash eine Zukaufschance wird, ich bringe mal ein Zitat was Gelbe Klamotten vor längerem mal in den Thread eingebracht hat: Im Crash wird der Grundstein für vermögen gelegt.(stammt nicht original von ihr)

Ich denke schuldenfreie Leute werden es noch am besten haben, alle anderen...das würde ich vom Beruf abhängig machen

DrSkywalker
17.04.2022, 10:20
Der covid Crash war ja da. Da muss man sich dann halt auch trauen zu kaufen. Das schaffen die meisten nicht weil es im Crash immer sehr sehr düster aussieht. Da braucht man ziemlich Courage um groß einzukaufen.

Für die meisten ist es besser regelmäßig zu kaufen egal wie die Kurse stehen, aber das ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit.

cartablanca
17.04.2022, 13:47
Wie würdet uhr denn investieren, sobald der Crash da ist?

DrSkywalker
17.04.2022, 14:03
Im Corona Crash habe ich vor allen Dingen günstig defensive Werte gekauft, März 2020 große Mengen an Procter & gamble, pepsico, Johnson & johnson, REITs, die es extrem gebeutelt hatte und, das war das schlauste: sehr viele Nasdaq ETF Anteile. Im nächsten Crash würde ich es ähnlich machen: Blue Chips möglichst günstig kaufen und einfach behalten.

Cor_magna
17.04.2022, 14:39
Wie würdet uhr denn investieren, sobald der Crash da ist?

3 Monatsgehalter auf Girokonto und den ganzen Rest in ftse all world etf.

Matzexc1
17.04.2022, 18:19
Bei ING
ETF Sparpläne auf ftse high dividend/ftse em/ ftse developed.
Traderepublic
ishares(water,clean energy,forestry, gold producers, developed property, small cap)
Dazu einige Eizelwerte u.a. Novo Nordisk

anignu
18.04.2022, 00:27
Bezüglich der Immobilienpreise deuten alle Zeichen eigentlich auf ein Ende des Booms und eine anstehende Korrektur hin.
Das kommt doch extrem auf die Lage an! Ein Ende des Booms und eine Korrektur wird seit vielen (!) Jahren vorhergesagt und sie kommt einfach nicht. Die Blase in München sollte schon so oft geplatzt sein und tut dies einfach nicht. Und wieso sollte sie aktuell platzen? Ernsthaft: wieso? Wohnraum/Grundstücke sind ein endliches Gut und, in entsprechender Lage, eine relativ sichere Geldanlage. Ich merk ja selbst was Leute bei Immobiliengeschäften erzählen warum sie sich z.B. eine Wohnung kaufen: um das Geld sicher anzulegen. Diese Leute glauben eher an einen Börsencrash als an einen Immobiliencrash. Und diese Leute verkaufen dann ja auch nicht. Wieso sollte man aktuell eine Immobilie verkaufen? Weil man Angst hat vor der Blase? Um dafür in Aktien zu investieren die aktuell sicherlich genau richtig bewertet sind, wo sicherlich bald kein Crash kommt, wo nicht Milliarden Euro von der EZB reingepumpt wurden usw.? Die Leute die aktuell in München Wohnungen/Häuser kaufen, machen dies als Kapitalanlage (also langfristig) oder zum selbst Bewohnen (also eher langfristig). Und wenn somit keiner mehr was hergibt aber viele was wollen, wieso soll es dann eine Blase geben die platzt?

Die jetzigen Generationen werden durch steigende Immopreise und weiter leicht steigende Bauzinsen aber wenig bis „unter Inflation“ Lohnsteigerungen viel mehr die A-Karte haben.
Außer man hat geerbt. Aber selbst was aufbauen ist schwierig.

Ich denke auch dass die Immopreise weiter steigen. Es wird gebaut wie blöd. Und weil auch die Energiepreise steigen wie blöd, werden Häuser entweder aufwändig saniert (=hohe Kosten) oder abgerissen und neu gebaut (=hohe Kosten). Wen interessiert den aktuell ein Haus aus den Jahren 1990 oder früher? Jeder weiß dass ein solches Haus entweder aufwändig saniert werden muss, neu gebaut oder man mit hohen Energiepreisen rechnen muss. Kostenpunkt: wahnsinn. Und seien wir doch mal ehrlich: glaubt ihr dass die Energiepreise wieder nachhaltig und deutlich sinken? Und was man früher unkompliziert einfach gemacht hat ist heute deutlich aufwändiger und damit teurer... Es geht also nicht nur um die Grundstücke an sich, auch die Kosten für den Hausbau sind massiv gestiegen.

DrSkywalker
18.04.2022, 05:08
Ich denke nicht dass es zu einem Immobiliencrash kommt aber die steigenden Zinsen werden sich sicher bemerkbar machen.

Wenn die Zeiten der 0,8 % Finanzierung vorbei sind müssen die die Preise sich zwangsläufig etwas anpassen. Die monatliche Annuität steigt deutlich wenn die Zinsen sich verdreifachen.

Allerdings sind die Neubau Kosten dermaßen hoch dass die Bestandsimmobilien nicht wesentlich günstiger werden.

GP1001
18.04.2022, 11:24
Die einfachste Option an Vermögen zu kommen ist tatsächlich das Erben. :-)

Zum Immoboom in München und Co: solang die Wirtschaft floriert, wird sich da nicht viel tun.

Matzexc1
18.04.2022, 14:56
Die einfachste Option an Vermögen zu kommen ist tatsächlich das Erben. :-)

Zum Immoboom in München und Co: solang die Wirtschaft floriert, wird sich da nicht viel tun.

Kann ich beidem nur zustimmen, ich rechne mit einer Änderung am Immobilienmarkt erst wenn etwas von folgendem Eintritt:

1) Zinsen steigen, was seitens Politik und EZB nicht gewünscht ist
2) Ein höheres Angebot als Nachfrage oder ein Angebot das so teuer ist das es niemand mehr nutzt und der Anbieter runtergehen muss. Beides ziemlich unwahrscheinlich
3) Ein wirtschaftlicher Einbruch der viele Besitzer zum Verkauf zwingt. Möglich

Ich schaue gelegentlich in Zwangsversteigerungen rein und muss sagen, dass auch hier das Angebot sehr sparsam ist und wie anignu erwähnt hat häufig sehr heruntergekommen ist. Die Bauten aus den 1950er/1960er Jahren kann man meist komplett vergessen, da hes nach WW2 nur darum ging schnellstens zu bauen. Ab den 1970ern wurde es besser, aber der Sanierungsbedarf ist auch da nicht unerheblich. Mein Elternhaus ist Baujahr 1978 und man merkt ihm sein Alter an, zum Glück hatten meine Eltern einen guten Architekten.

Ein Preistreiber sind natürlich auch Neben-, Handwerker- und Materialkosten. Was den Boden angeht ist auch Vorsicht nötig, die Stadt Freiburg hat vor ein paar jahren Personen mit Erbpacht das Leben sehr unangenehm gemacht

cartablanca
18.04.2022, 15:19
Es wird zu einer Abwertung von Immobilien kommen. Schaut euch um. Die Häuser werden hauptsächlich von alten Paaren bewohnt. Wenn die sterben, werden die Häuser auf den Markt geworfen. Die Bevölkerungspyramide ist in Deutschland umgekehrt und der Großteil der Häuser gehört den Alten.

WiWi18
18.04.2022, 16:45
Ich würde nicht mit einem wirklichen Einbruch am Immobilienmarkt rechnen.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wohnungsbau-koennte-naechstes-jahr-massiv-einbrechen-a-4d8f2bfc-f30c-47b4-8c86-4a14f9c1edf3

Selbst wenn die Zinsen steigen heißt das wahrscheinlich erst einmal nur, dass die Preise weniger schnell steigen als sie es sonst täten.

Heerestorte
18.04.2022, 16:55
Es wird zu einer Abwertung von Immobilien kommen. Schaut euch um. Die Häuser werden hauptsächlich von alten Paaren bewohnt. Wenn die sterben, werden die Häuser auf den Markt geworfen. Die Bevölkerungspyramide ist in Deutschland umgekehrt und der Großteil der Häuser gehört den Alten.


Schon mal was von Erben gehört?

GP1001
18.04.2022, 20:38
Kann ich beidem nur zustimmen, ich rechne mit einer Änderung am Immobilienmarkt erst wenn etwas von folgendem Eintritt:

1) Zinsen steigen, was seitens Politik und EZB nicht gewünscht ist
2) Ein höheres Angebot als Nachfrage oder ein Angebot das so teuer ist das es niemand mehr nutzt und der Anbieter runtergehen muss. Beides ziemlich unwahrscheinlich
3) Ein wirtschaftlicher Einbruch der viele Besitzer zum Verkauf zwingt. Möglich



1) Die Zinsen sind der Faktor mit der geringsten Bedeutung
2) Höheres Angebot als Nachfrage setzt quasi 3) vorraus. Grundsätzlich werden schon ab den 30er einige Häusle oder 4 Zimmer Wohnungen frei, die von 1-2 Personen bewohnt sind. Wenn aber die Wirtschaft brummt und in einer Stadt die Zuwanderung anhält ist das der Tropfen auf den heißen Stein
3) der wirtschaftliche Einbruch kann kommen, egal wo, dann dürften Immopreise fallen
4) auch zunehmend genossenschaftlicher Wohnungsbau oder Sozialwohnungen bringen "nur" eine Abmilderung steigender Immopreise (solang die Wirtschaft läuft)



Ich schaue gelegentlich in Zwangsversteigerungen rein und muss sagen, dass auch hier das Angebot sehr sparsam ist


Komm auch drauf an wo du schaust: München, Hamburg, Köln oder ländliche Regionen/wirtschaftlich schwache Regionen. In letzteren hört man auch relativ wenig Klagen über hohe Immopreise.

ehem-user-20-04-2022-0939
19.04.2022, 01:10
Der Käufer bzw. Mieterpool für "Luxusimmobilien" in München, Hamburg ist aber auch sehr klein. Deshalb kann ich mir das mit der hohen Nachfrage schwer vorstellen, da ja nur ein minimaler Prozentsatz der Bevölkerung sich diese Immobilien leisten kann. Familien mit Kindern, junge Akademiker, Gutverdiener etc. wollen auch gerne ein Haus in HH haben, aber da sich die wenigsten das leisten können, kann die nachfrage doch gar nicht so hoch sein?