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Christoph_A
24.09.2020, 14:55
Muhaha und wir kompensieren so gar nix, was bei den Kliniken nicht oder mies läuft. Wenn ich allein daran denke, wie viele verkackte Schrittmacherimplantationen ich in diesem Jahr aus der sogenannten Uniklinik hier revidiert habe, muß ich bei dem Satz grinsen.
Ansonsten bedank Dich bei Herrn Gröhe, der hat die NA für alle Patienten geöffnet, die 4 Wo keinen FA Termin bekommen haben. Overflow mit Ansage.
Ach und kleine Message am Rande, Niedergelassene sind nicht dazu da, Zuarbeiter oder Kompensatoren von Kliniken zu sein.

Muriel
24.09.2020, 14:56
Dann müsste aber auch der ganze Schwachsinn aus den Praxen verbannt werden, der da so tagtäglich aufläuft.

BlackVelvet
24.09.2020, 15:24
Nein, nicht Kay, und nein, es wird Dir nicht unterstellt, sondern Du forderst dauernd Einstiegsgehälter im Bereich der wenigen Toppositionen in der freien Wirtschaft. Wenn man Durchschnittsgehälter zum Vergleich ranzieht, wird sich ja Deinerseits darüber beschwert, daß das unzulänglich sei.

Dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung. Für den niedergelassenen Bereich passt der Deal aus Gehalt/Arbeitszeit, da bin ich bei dir. Für den TV-Ärzte aber nicht und das nicht nur im Vergleich zu wenigen Top-Positionen in der freien Wirtschaft, sondern auch deutlich in der Breite. Wie gesagt, mich interessiert da nicht das absolute Gehalt zur Beurteilung, wenn es mir nur darum genau ginge könnte ich auch 3 Vollzeitjobs zum Mindestlohn machen (salopp gesagt). Für mich persönlich spielt Freizeit für die Lebensqualität eine wichtige Rolle (was nicht heiß, dass man nicht bereit ist viel zu arbeiten, wenn der Deal stimmig ist) und da stimmt im TV-Ärzte als WBA, FA und OA der Deal für Gehalt/Arbeitszeit im Vergleich imo nicht.

Was man daraus für sich selbst ableitet, was die Gründe dafür sind und ob und wie sich daran etwas ändern lässt ist dann noch einmal etwas völlig anderes.

Mr. Pink online
24.09.2020, 15:26
Gibt sowohl in die eine als auch in die andere Richtung Beispiele. Aber ambulante SM-Implantation ist ja z. B. ein gutes Beispiel dafür, wie man Kliniken entlasten kann.



Ach und kleine Message am Rande, Niedergelassene sind nicht dazu da, Zuarbeiter oder Kompensatoren von Kliniken zu sein.
Kliniken sind aber auch nicht dafür da eigentlich ambulant durchführbare Diagnostik oder Interventionen standardmäßig stationär durchzuführen. Geht halt anders oft nicht und wie gesagt, war auch kein Vorwurf gegenüber Niedergelassenen.

Christoph_A
24.09.2020, 15:33
Oh, ambulante Interventionen mögen Kliniken schon, die kann man manchmal ganz fluffig abrechnen, aber das kannste ja noch nicht wissen.
Und gerade Schrittmacher, insbesondere CRTs, schlag das doch bitte mal dem CA Eurer Kardiologie vor, die an die Niedergelassenen abzugeben, der Gesichtsausdruck dürfte interessant werden :-blush

Christoph_A
24.09.2020, 15:46
Nein. Zum allerletzten Mal:

Und was ändert das an Deinem Wunsch nach deutlich mehr Geld, nix? Aber nette Textarbeit, mit dem unterstreichen und so.....
Ich würd mich ja eher um eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen kümmern, da kann man mehr erreichen, als ein ohnehin schon angemessenes Gehalt pushen zu wollen.
P.s.: Unterstreich doch bitte auch noch das oder, das verbessert die Dramaturgie.

Melina93
24.09.2020, 15:49
Ich frag mich schon seit Jahren wie das Gesundheitswesen noch weitergehen soll, bei dem demographischen Wandel. Ein großer Punkt ist in meinen Augen auch die "deutsche" Einstellung zum Arztbesuch. Wegen jedem Schnupfen geht's zum Hausarzt, jedes Sodbrennen soll sofort vom Facharzt abgeklärt werden und natürlich der Rückenschmerz Patient in der ZINA. Weist man die Patienten darauf hin, reagieren sie meistens entsetzt. Ist ja auch nicht wirklich ihre Schuld, dass der Arztbesuch lapidar ähnlich wie ein Friseurbesuch gehandhabt wird.
Ich bin jetzt kein Verteidiger des Schweizer Systems. Aber hier überlegt man sich halt schon zwei Mal, ob man zum Arzt geht und ob das wirklich notwendig ist. Alles mit Haus- bzw Fachärzten ist strukturierter geregelt und wer chronisch krank ist bzw es sich nicht leisten kann wird berücksichtigt (auch wenn es natürlich generell extrem teuer ist).
Wenn die Pflege morgen streiken würde, wäre es eh vorbei. Dass die sich das überhaupt noch geben, verwundert mich und bekommt meinen höchsten Respekt. Wir sind zumindest körperlich nicht immer an unseren Grenzen.

Trüffel
24.09.2020, 15:57
Und was ändert das an Deinem Wunsch nach deutlich mehr Geld, nix?
Tief durchatmen, meinen Text noch ein drittes Mal lesen. Wenn dir der Unterschied zwischen meiner Aussage und deiner Interpretation dann immer noch nicht aufgeht, vielleicht mal jemanden bitten, ihn dir vorzulesen?

Cor_magna
24.09.2020, 16:03
Ich frag mich schon seit Jahren wie das Gesundheitswesen noch weitergehen soll, bei dem demographischen Wandel. Ein großer Punkt ist in meinen Augen auch die "deutsche" Einstellung zum Arztbesuch. Wegen jedem Schnupfen geht's zum Hausarzt, jedes Sodbrennen soll sofort vom Facharzt abgeklärt werden und natürlich der Rückenschmerz Patient in der ZINA. Weist man die Patienten darauf hin, reagieren sie meistens entsetzt. Ist ja auch nicht wirklich ihre Schuld, dass der Arztbesuch lapidar ähnlich wie ein Friseurbesuch gehandhabt wird.
Ich bin jetzt kein Verteidiger des Schweizer Systems. Aber hier überlegt man sich halt schon zwei Mal, ob man zum Arzt geht und ob das wirklich notwendig ist. Alles mit Haus- bzw Fachärzten ist strukturierter geregelt und wer chronisch krank ist bzw es sich nicht leisten kann wird berücksichtigt (auch wenn es natürlich generell extrem teuer ist).
Wenn die Pflege morgen streiken würde, wäre es eh vorbei. Dass die sich das überhaupt noch geben, verwundert mich und bekommt meinen höchsten Respekt. Wir sind zumindest körperlich nicht immer an unseren Grenzen.

Dinge, die unbedingt benötigt werden, werden immer irgendwie finanziert. Je älter die Bevölkerung, desto wichtiger das Gesundheitsystem. Zumindest grundlegende Leistungen. Zurzeit gibts ja für fast jeden ne sehr gute Behandlung. Möglicherweise wird halt immer mehr selbst bezahlt werden müssen (wenn man zb das teurere, aber vielleicht auch bessere Verfahren haben möchte.)

Rein aus Interesse: Inwiefern läuft das in der Schweiz anders?

Christoph_A
24.09.2020, 16:05
Tief durchatmen, meinen Text noch ein drittes Mal lesen. Wenn dir der Unterschied zwischen meiner Aussage und deiner Interpretation dann immer noch nicht aufgeht, vielleicht mal jemanden bitten, ihn dir vorzulesen?

Süß, jetzt fühle ich mich aber richtig schlecht, daß ich Deiner wohlfeilen Argumentation und intellektuellen Überlegenheit nicht folgen kann. Vlt solltest Du einfach etwas weniger jammern, dann nehmen Dich auch mehr Menschen ernst, wäre vlt. sogar im real life außerhalb des Forums möglich.

Mr. Pink online
24.09.2020, 16:18
Oh, ambulante Interventionen mögen Kliniken schon, die kann man manchmal ganz fluffig abrechnen, aber das kannste ja noch nicht wissen.
Und gerade Schrittmacher, insbesondere CRTs, schlag das doch bitte mal dem CA Eurer Kardiologie vor, die an die Niedergelassenen abzugeben, der Gesichtsausdruck dürfte interessant werden :-blush

Woher kommen eigentlich diese Unterstellungen ständig, dass andere es nicht wissen? Keine Sorge, die neuen Kodier-Tools in den Kliniken zeigen uns ganz genau an was wieviel bringt, immerhin dürfen wir ja hin und wieder auch selber nen Code reinkloppen. Aber dass es das inzwischen gibt, wusstest du vielleicht nicht?
Was hier durchscheint ist, dass du Kritik an dem bestehnden System sehr empfindlich wahrnimmst, obs nun um Bezahlung oder um die Zustände in der Klinik geht. Du hast weder mit deiner Meinung zu den Arbeitsbedingungen, noch zu den Vorstellungen wie man Krankenversorgung in D organisieren könnte die absolute Wahrheit gepachtet.

Nur weil sich eine ambulante Untersuchung gut abrechnen lässt, muss sie trotzdem nicht stationär durchgeführt werden. Der CA in der Kardio brüstet sich ja auch nicht mit seinen Schrittmachern, sondern eher mit TAVI, PVI, HS-Eingriffen usw. Sowas gehört von mir aus in die Klinik. Genau wie in der Gastro die TIPS-Versorgung. So seh ich ne gute Aufteilung der Zuständigkeiten. Was ambulant geht so gut wie möglich ambulant und den Rest in der Klinik. Die werden in der Klinik trotzdem noch genug SM implantieren, damit die Assis auf ihre Zahlen kommen. Ist mir schon klar, dass das meine naive Idee von einem guten System ist, schön wärs trotzdem.

Christoph_A
24.09.2020, 16:39
Woher kommen eigentlich diese Unterstellungen ständig, dass andere es nicht wissen? Keine Sorge, die neuen Kodier-Tools in den Kliniken zeigen uns ganz genau an was wieviel bringt, immerhin dürfen wir ja hin und wieder auch selber nen Code reinkloppen. Aber dass es das inzwischen gibt, wusstest du vielleicht nicht?
Was hier durchscheint ist, dass du Kritik an dem bestehnden System sehr empfindlich wahrnimmst, obs nun um Bezahlung oder um die Zustände in der Klinik geht. Du hast weder mit deiner Meinung zu den Arbeitsbedingungen, noch zu den Vorstellungen wie man Krankenversorgung in D organisieren könnte die absolute Wahrheit gepachtet.

Nur weil sich eine ambulante Untersuchung gut abrechnen lässt, muss sie trotzdem nicht stationär durchgeführt werden. Der CA in der Kardio brüstet sich ja auch nicht mit seinen Schrittmachern, sondern eher mit TAVI, PVI, HS-Eingriffen usw. Sowas gehört von mir aus in die Klinik. Genau wie in der Gastro die TIPS-Versorgung. So seh ich ne gute Aufteilung der Zuständigkeiten. Was ambulant geht so gut wie möglich ambulant und den Rest in der Klinik. Die werden in der Klinik trotzdem noch genug SM implantieren, damit die Assis auf ihre Zahlen kommen. Ist mir schon klar, dass das meine naive Idee von einem guten System ist, schön wärs trotzdem.

Stell Dir vor, Kodier Tools haben andere auch und schauen da sogar öfter mal drauf, weil ihr Einkommen davon abhängt.
Womit sich sich euer Kardio Chef brüstet, ist mir ehrlich gesagt, ziemlich wumpe, allerdings wird er sich kaum lukrative Interventionen oder Eingriffe entgehen lassen wollen, außer, er wiederum hätte gern ein Date mit dem Medizincontrolling, das ihn dann dezent fragen würde, warum er die vereinbarten Zielkorridore bei den Interventionen für dieses Jahr nicht erreicht.
Ich persönlich würde mir nie anmaßen, zu glauben, ich hätte irgendwo die absolute Wahrheit gepachtet, habe auch nie absolutistische Behauptungen aufgestellt, wenn doch, bitte mit Zitat anfügen.
Was mich gestört hat, war, wie jovial Du Schrittmacheranlagen in den niedergelassenen Bereich verschieben wolltest, wenn Du ein DRG Tool benutzt, kennst ja ungefähr die Gewinne, die Du aus diesen Prozeduren erlösen kannst. Und die machen den Hauptumsatz einer Abteilung aus, nicht irgendwelche Aushängeschilder. Und kein CA verzichtet freiwillig auf dieses Geld, darauf wollte ich hinaus.
Kritik am bestehenden System äußere ich wahrscheinlich schon länger, als Du Medizin überhaupt machst, gibt hier genug Beispiele im Forum zu.
Was hier durchscheint ist, daß Du ein Problem damit hast, wenn andere nicht deiner Meinung sind, das scheint dann oberlehrerhafte Reflexe auszulösen.

Mr. Pink online
24.09.2020, 16:51
.
Was hier durchscheint ist, daß Du ein Problem damit hast, wenn andere nicht deiner Meinung sind, das scheint dann oberlehrerhafte Reflexe auszulösen.
Dito.

Kackbratze
24.09.2020, 17:55
Also sind wir von "ich bekomme zu wenig Geld" zu "mein DRG-Pillermann ist wohl länger als Deiner" angekommen.
Von Niedergelassenen zu Assistenzarzt.
Was ein Assistenzarzt gerne vergisst, die weiteren Klinikkosten wie Zimmer, Essen, Krankenschwester, Anästhesist, Medikamente sind in dieser achsogrossen Zahl mit verdammt gutem Geld mit drin. Die Geräte oder Klappen werden da mit eingepreist, nicht extra abgerechnet.
Und schon wird die Kalkulation spannender mit jedem Schritt und jedem weiteren Teilhaber an den Kosten.
Beschwerden über fehlende Kostendeckung kann man an den gemeinsamen Bundesausschuss schicken.
Juckt die nicht.
Wenn Oma Hilde in einem Aufenthalt 26 Interventionen benötigt und davon nur die Hälfte erlösrelevant abgerechnet werden können.... Geht der Schuppen eben pleite. Dafür wurden Notaufnahmen eingerichtet, damit man nix ablehnen kann.
Is nix Problem Krankenkasse oder Politik.
Jeder Autoschrauber verweigert die Reparatur, wenn du einen Pauschalpreis unter Kostendeckung aushandeln willst.
Wir müssen es machen.
Womit wir wieder bei "organisiert euch, nehmt Einfluss an den richtigen Stellen" sind.

daCapo
24.09.2020, 18:04
Genau das verstehen aber Leute wie DaCapo nicht, diese Diskussionen hatten wir hier im Forum schon xmal. Da wird sozialistisch angehauchten Vorstellungen von Polikliniken im niedergelassenen Bereich und wenigen Großkrankenhäusern in bester lauterbachscher Natur nachgehangen. Wie wir dann z.B. ne flächendeckende 24h Katheterbereitschaft in D oder Traumaversorgung erhalten können, bleibt offen, aber Hauptsache alles periphere ist erst einmal 3.klassig.....

Achja wir sind unterschiedlicher Meinung und schon gehts ins Persönliche/Unterstellungen und Falschbehauptungen, wie eh und je, nix hat sich geändert. Die Whipple OP 2x im Jahr durchführen und anbieten.:-D


Dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung. Für den niedergelassenen Bereich passt der Deal aus Gehalt/Arbeitszeit, da bin ich bei dir. Für den TV-Ärzte aber nicht ...

Das stimmt. Ich sehe nicht das Grundgehalt im Krankenhaus als Problem. Problematisch sind die Dienste, die zu viel Zeit rauben in Anbetracht des Zeitaufwands schlecht bezahlt sind und zu viele sind. Zwei freie Wochenende laut Tarifvetrag sind auch ein Witz. Und die Auslegung der elektronischen Zeiterfassung (die man selbst eintragen soll), ist auch fragwürdig. Zeiterfassung bei jedem LKW Fahrer funktioniert besser, selbst die KH-Verwaltung hat eine Karte zur Zeiterfassung...Bezeichnend.

ehem-user-02-08-2021-1033
24.09.2020, 18:14
Wenn Oma Hilde in einem Aufenthalt 26 Interventionen benötigt und davon nur die Hälfte erlösrelevant abgerechnet werden können.... Geht der Schuppen eben pleite.

Die betriebswirtschaftlichen Profis können nur 2 der 26 Interventionen anbieten (meistens die lukrativsten) und schicken Oma Hilde, sobald sich die Komplikationen ankündigen "noch lebend" nach Hause, damit sie dann notfallmäßig in das kommunale defizitäre Krankenhaus eingewiesen werden kann, damit die dann die 24 anderen Baustellen behandeln..
Aber wenn sie wieder betriebswirtschaftlich gut aufgestellt sind, kaschiert man alle 24 Probleme bestmöglich und turft Oma Hilde in die ambulante Versorgung ab...

Kackbratze
24.09.2020, 18:42
Die Frage ist, wollen wir das so?
Wollen wir später die Hilde sein?

Christoph_A
24.09.2020, 19:09
Achja wir sind unterschiedlicher Meinung und schon gehts ins Persönliche/Unterstellungen und Falschbehauptungen, wie eh und je, nix hat sich geändert. Die Whipple OP 2x im Jahr durchführen und anbieten.:-D



Das stimmt. Ich sehe nicht das Grundgehalt im Krankenhaus als Problem. Problematisch sind die Dienste, die zu viel Zeit rauben in Anbetracht des Zeitaufwands schlecht bezahlt sind und zu viele sind. Zwei freie Wochenende laut Tarifvetrag sind auch ein Witz. Und die Auslegung der elektronischen Zeiterfassung (die man selbst eintragen soll), ist auch fragwürdig. Zeiterfassung bei jedem LKW Fahrer funktioniert besser, selbst die KH-Verwaltung hat eine Karte zur Zeiterfassung...Bezeichnend.

Dito, wobei Falschbehauptungen und Unterstellungen ja eher Deins sind. Oder habe ich nicht Recht, daß Dir z.B. das niederländische Modell mit weniger und größeren Krankenhäusern sowie Poliklinikartigen MVZs zusagt, oder nicht? Wo ist da jetzt genau die Falschbehauptung?
Richtig, nix hat sich geändert.

John Silver
24.09.2020, 19:13
Kinners, es bleibt beim Grundproblem: Wie sollen höhere Gehälter etc. finanziert werden, wenn die Finanzierung bewusst defizitär angelegt ist?

Beispiel Ambulantisierung: Ich könnte die meisten proktologischen Eingriffe, ebenso wie die meisten Leistenhernien ambulant machen. Wird in vielen Ländern mit Erfolg praktiziert. Dumm nur, dass die Kassen und die Politiker das zwar unentwegt fordern, aber zu einem Tarif, der nicht anders als lächerlich bezeichnet werden kann. 700 € für einen Hämorrhoideneingriff. Stapler, Mikrowelle oder Laser? Zu diesem Preis utopisch. Nur der gute alte Milligan-Morgan, alt und primitiv, mit deutlich mehr Schmerzen und der Notwendigkeit, eine offene Wunde wochenlang zu versorgen. Manchmal eine gute Wahl; aber solange ich wählen kann, wähle ich diese Technik in weniger als 10% der Fälle. Weil ich an die Patienten denke, und nicht an die Kohle. Besser noch, 450 € für eine ambulante Leistenhernie. Echt jetzt? Nö. Außer Shouldice null rentabel, und Shouldice ist in weniger als 5% indiziert, außer man hat ein ambulantes OP-Zentrum, dann macht man die Technik nur noch und findet sie endgeil, warum wohl? Ist ein Beruf, kein Hobby. Ich will mehr als nur die Erstattung der laufenden Kosten.

Krankenhausschließungen werden an der Unterfinanzierung der einzelnen Leistungen nichts ändern.

ehem-user-02-08-2021-1033
24.09.2020, 19:50
Die Frage ist, wollen wir das so?
Wollen wir später die Hilde sein?

Diese Oma Hilde gibt es leider deutschlandweit täglich... Tendenz steigend.