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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?



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ehem-user-21-08-2020-1502
20.06.2020, 22:12
ich könnte mir wohl auch irgendwie leisten von Tellern aus purem Gold zu essen, aber ist das irgendwie sinnvoll?

Nein, das ist nicht sinnvoll. Ich habe einiges an Immobilen geerbt (privat und z.T. auch geschäftlich) und lebe selbst zur Miete, weil die vermieteten Immobilien viel Geld einbringen und ich mich evtl. nochmal räumlich verändern will. Wichtig ist ein Grundsatz: Bleibe IMMER unter deinen Möglichkeiten! Also leiste dir lieber zu wenig als zuviel. Und nach Möglichkeit das Investitionsrisiko verteilen. Nicht Dinge kaufen nur um andere vermeintlich zu beeindrucken.
Nie mit Glücksspiel anfangen (auch keine Sportwetten). Die Suchtgefahr wird unterschätzt. Nicht unendlich viele unbezahlte ÜS machen und dadurch viel Geld verschenken, ohne dass man dabei beruflich weiterkommt. Kann auch in eine Sackgasse führen, wie gewisse Befragungen zeigen.
Ach ja, und sich als Mann keine "teure" Geliebte zulegen :)

anignu
21.06.2020, 00:20
Nie mit Glücksspiel anfangen
Wie gut dass Aktien nicht zu "Glücksspiel" zählen... damit besteht kein großes Risiko und keine Suchtgefahr.

ehem-user-21-08-2020-1502
21.06.2020, 01:58
Wie gut dass Aktien nicht zu "Glücksspiel" zählen... damit besteht kein großes Risiko und keine Suchtgefahr.

Mit Aktien haben sich ja schon genug Leute ruiniert, weil sie deutlich mehr Geld in unsichere Märkte investiert haben, als sie verschmerzen konnten. Jeder ist seines Glückes Schmied.

DrSkywalker
21.06.2020, 08:07
Wie gut dass Aktien nicht zu "Glücksspiel" zählen... damit besteht kein großes Risiko und keine Suchtgefahr.

Aktien zählen nicht zu Glücksspiel. Jemand der so etwas sagt zeigt wie ahnungslos er ist.

FirebirdUSA
21.06.2020, 08:32
Aktien zählen nicht zu Glücksspiel. Jemand der so etwas sagt zeigt wie ahnungslos er ist.

Gut wer Ironie erkennt...

DrSkywalker
21.06.2020, 09:17
Gut wer Ironie erkennt...

Die Ironie ist hier nicht zu erkennen, da mmn nicht vorhanden. Bzw ist sie vorhanden, aber nicht pro aktien sondern anti aktien.

Sealwolf
21.06.2020, 09:39
M.M. nach kann Börse beides sein. Ich hab früher mal mit Optionen gezockt (zugegeben nicht das was man unter "Aktien" versteht..) Das war teilweise schon echt Casino. Innerhalb einer halben Stunde mal ein hoher vierstelliger Gewinn, dann aber auch verzockt und plötzlich schuldet man der Bank einige tausend Euro (und das in der Promotion mit Einnahmen von 600 Euro/Monat). Musste mir die Kohle dann mühsam bei Freunden leihen. Es gibt aber auch solides Investment (keine Angst, das mach ich heute ausschließlich...), die einem Investment in eine Immobilie in Werthaltigkeit in nichts nachstehen. Crashs gibt es in jeder Investmentklasse, und letztlich spekuliert man doch immer, selbst wenn man Bargeld hortet. Wie sagte der große Kostolany: Wer viel Geld hat kann, wer wenig hat darf nicht und wer kein Geld hat muss spekulieren. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

anignu
21.06.2020, 09:40
Gut wer Ironie erkennt...
Ich fand die Vorlage einfach zu gut um sie nicht zu nutzen ;-)

Mit Aktien haben sich ja schon genug Leute ruiniert, weil sie deutlich mehr Geld in unsichere Märkte investiert haben, als sie verschmerzen konnten. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Definitiv korrekt. Ist übrigens dasselbe mit Immobilien. Hier die falsche Investition und alles ist weg oder sogar noch schlimmer!
Die Ironie ist hier nicht zu erkennen, da mmn nicht vorhanden. Bzw ist sie vorhanden, aber nicht pro aktien sondern anti aktien.
Mei, man muss halt wissen was man tut und meiner Meinung nach schon eine gewisse Vorsicht walten lassen. Ich seh bei reinen Aktien und vor allem in den Kombinationen mit Hebel, Optionen, Leerverkäufen etc. schon ein gewisses Suchtpotential.
Für mich bleibt es daher dabei dass ich ausschließlich vorhandenes Geld (keine Kredite!) und das ausschließlich auf gemanagte Fonds und ETFs setze. Fertig. Risiko ist damit überschaubar, das Suchtpotential auch.

GelbeKlamotten
21.06.2020, 10:53
M.M. nach kann Börse beides sein. Ich hab früher mal mit Optionen gezockt (zugegeben nicht das was man unter "Aktien" versteht..) Das war teilweise schon echt Casino. Innerhalb einer halben Stunde mal ein hoher vierstelliger Gewinn, dann aber auch verzockt und plötzlich schuldet man der Bank einige tausend Euro (und das in der Promotion mit Einnahmen von 600 Euro/Monat). Musste mir die Kohle dann mühsam bei Freunden leihen. Es gibt aber auch solides Investment (keine Angst, das mach ich heute ausschließlich...), die einem Investment in eine Immobilie in Werthaltigkeit in nichts nachstehen. Crashs gibt es in jeder Investmentklasse, und letztlich spekuliert man doch immer, selbst wenn man Bargeld hortet. Wie sagte der große Kostolany: Wer viel Geld hat kann, wer wenig hat darf nicht und wer kein Geld hat muss spekulieren. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

Ging mir ähnlich. Hatte mich während dem Studium auch mal ordentlich mit Optionen verzockt, relativ schnell 25.000 Euro verzockt und mich damit in fast 10.000 Euro Schulden geritten. Zum Glück habe ich damals jemanden gefunden, der mir da großzügig sehr schnell wieder rausgeholfen hat.

Ich denke aber es war wichtig, diese Erfahrung gemacht zu haben. Lieber früh, wenn man noch nicht so viel Geld zum Verzocken hat als mit 50, wenn man schon gut 20 Jahre lang gespart hat und dann alles auf einen Schlag vernichtet.

Seitdem habe ich feste Grundsätze: Keine Optionen, keine "Shorts", kein Hebel, keine Schulden für Aktien, mindestens 40% in World ETF, sehr spekulative Anlagen nur bis 1000 Euro.

Sehr wichtig ist auch, dass man Verluste hinnehmen kann. Gefährlich wird es, wie beim Glücksspiel, wenn man das Gefühl entwickelt "Ich muss meinen Verlust jetzt sofort wieder ausgleichen" und dann noch mehr verliert. Dann landet man schnell in einer Abwärtsspirale.

Sealwolf
21.06.2020, 18:46
Wow 25k ist schon ne Hausnummer... ein befreundeter (naja bekannter) Augenarzt hat beim Crash im März doch tatsächlich um die 1 Mio Miese gemacht (also auf dem Papier, nix verkauft). Ist zwei Tage später dann nochmal mit 600k frisch reingegangen. Dazu muss man schon ne coole Sau sein. Aber so geht Zocken eben auch mit Blue Chips heutzutage. :-D

freak1
21.06.2020, 19:21
600k Bargeld auf der Seite helfen auch so eine coole Sau zu sein. :-dance

Parotis
22.06.2020, 10:20
Die Börse hat eben von sehr solider sicherer Anlage bis zum hochspekulativen Investment so ziemlich alles zu bieten. Man muss eben wissen, bzw. lernen, dass es beide Extreme und ganz viel dazwischen gibt, und wie man damit umgeht.

Wenn man es vernünftig anstellt und sein Geld breit diversifiziert in Fonds/ETFs oder durchaus auch in eine ausgewogene Mischung aus nicht hochspekulativen Einzelaktien anlegt, der kann damit auf Dauer eine gute Rendite machen.

Mit dieser Strategie machst du halt im Jahr durchschnittlich 8-10%, aber dafür eben dauerhaft ohne dein Geld komplett zu verlieren.

Spekulative Anlagen können natürlich wesentlich mehr Rendite aber eben auch den Totalverlust bringen, insofern wird man auf diesem Weg langfristig kaum Erfolg haben. Insofern sollte man wenn überhaut nur mit einem kleinen Teil seines Vermögens zocken und den Rest etwas konservativer anlegen.

cartablanca
22.06.2020, 13:26
Mit dieser Strategie machst du halt im Jahr durchschnittlich 8-10%, aber dafür eben dauerhaft ohne dein Geld komplett zu verlieren.

Kannst du gute Literatur dazu empfehlen?

LasseReinböng
22.06.2020, 13:37
Als Argument pro Aktien verweise ich gerne auf langfristige Charts. Wenn man sich z.B. die letzten Hundert Jahre des Dow Jones anguckt verliert man etwas die Angst vor temporären Kursrückgängen bzw. nutzt diese stattdessen zum günstigen Einstieg.

Parotis
22.06.2020, 14:36
Kannst du gute Literatur dazu empfehlen?

Die Zahlen kommen eben zustande wenn man sich die großen Indices wie Dow Jones über einen sehr langen Zeitraum oder auch z.B. den MSCI-World über die letzten 10 Jahre anschaut.

Wenn man sich zu dem Thema informieren und Grundlagen lernen möchte kann ich z.B. diverse You-Tube-Kanäle zu dem Thema empfehlen, z.B. Finanzfluss oder Mission Money. Da schaue ich jedenfalls gerne mal rein.

Sehr empfehlenswert finde ich auch den Kanal Finanzmarktwelt, wobei es da weniger um Grundlagen und Anlagestrategien als um Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Geschehnisse bzw. der Aktienmärkte geht. Das braucht man nicht unbedingt zur langfristigen Geldanlage, es ist aber sehr spannend anzuschauen.

cartablanca
22.06.2020, 15:13
Dankeschön für die Tipps! =)

milz
04.08.2020, 18:39
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Betriebsrente auch das "Steuerbrutto" erhöht, d.h. man deutlich mehr Steuern zahlt?
(Und ich dachte Altersvorsorge wird so toll steuerbegünstigt.)
Zusammen mit dem Eigenanteil reduziert sich das verfügbare Netto dadurch teilweise um mehrere 100 € pro Monat!
Last but not least wird die Betriebsrente in der Auszahlungsphase ebenfalls besteuert.
Und wenn man vorher stirbt hat man gar nichts davon respektive draufgezahlt.
Das Argument, der AG zahle den größeren Anteil davon ist auch nur begrenzt richtig, da schließlich der AN dieses Geld erwirtschaftet.
Oder sehe ich das alles ganz falsch?

Matzexc1
04.08.2020, 18:45
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Betriebsrente auch das "Steuerbrutto" erhöht, d.h. man deutlich mehr Steuern zahlt?
(Und ich dachte Altersvorsorge wird so toll steuerbegünstigt.)
Zusammen mit dem Eigenanteil reduziert sich das verfügbare Netto dadurch teilweise um mehrere 100 € pro Monat!
Last but not least wird die Betriebsrente in der Auszahlungsphase ebenfalls besteuert.
Und wenn man vorher stirbt hat man gar nichts davon respektive draufgezahlt.
Das Argument, der AG zahle den größeren Anteil davon ist auch nur begrenzt richtig, da schließlich der AN dieses Geld erwirtschaftet.
Oder sehe ich das alles ganz falsch?

Ja, da stimme ich zu. Was die Förderung von Altersvorsorge angeht: Das ganze ist mehr die Variante "Schaut mal was wir tolles für euch machen" und gleichzeitig wird kräftig abgesahnt, während der Anspar- oder Auszahlungsphase ist dabei egal.

Mir wurde jetzt die Allianz Invest Flex angeboten, ist nur erfolgreich für Vermittler und Allianz

Edit: Welcher Verein dient dir als Betriebsrente? Bei mir ist es die VBL

FirebirdUSA
04.08.2020, 19:37
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Betriebsrente auch das "Steuerbrutto" erhöht, d.h. man deutlich mehr Steuern zahlt?
(Und ich dachte Altersvorsorge wird so toll steuerbegünstigt.)
Zusammen mit dem Eigenanteil reduziert sich das verfügbare Netto dadurch teilweise um mehrere 100 € pro Monat!
Last but not least wird die Betriebsrente in der Auszahlungsphase ebenfalls besteuert.
Und wenn man vorher stirbt hat man gar nichts davon respektive draufgezahlt.
Das Argument, der AG zahle den größeren Anteil davon ist auch nur begrenzt richtig, da schließlich der AN dieses Geld erwirtschaftet.
Oder sehe ich das alles ganz falsch?

Ja ist leider so, du kannst es aber auch wieder z.T. als Sonderausgabe steuerlich absetzen.

GelbeKlamotten
04.08.2020, 23:34
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Betriebsrente auch das "Steuerbrutto" erhöht, d.h. man deutlich mehr Steuern zahlt?
(Und ich dachte Altersvorsorge wird so toll steuerbegünstigt.)
Zusammen mit dem Eigenanteil reduziert sich das verfügbare Netto dadurch teilweise um mehrere 100 € pro Monat!
Last but not least wird die Betriebsrente in der Auszahlungsphase ebenfalls besteuert.
Und wenn man vorher stirbt hat man gar nichts davon respektive draufgezahlt.
Das Argument, der AG zahle den größeren Anteil davon ist auch nur begrenzt richtig, da schließlich der AN dieses Geld erwirtschaftet.
Oder sehe ich das alles ganz falsch?

Diese aufgezwungene Betriebsrente ist eine pure Farce. Es wäre für die AN wesentlich sinnvoller, dieses Geld einfach auszuzahlen.