Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
Thomas24
18.08.2020, 20:58
Also, Koks und Nutten bis zum Crash und dann den Markt fluten? :-dance
Ah, George Best. Ein Kenner :D
Thomas24
18.08.2020, 21:16
Ich stimme dir prinzipiell zu, nur bei deinem fazit nicht. Gut diversifizierte ETFs sind eine sehr konservative, ziemlich risikoarme Geldanlage. Da gilt das prinzip „Investier nur das, was du bereit bist zu verlieren“ nicht, auch wenn ein Totalverlust nicht gänzlich ausgeschlossen ist.
Es dürfte wahrscheinlicher sein, dass der Wert des Geldes auf dem Girokonto auf 0 sinkt als dass ein großer MSCI World ETF das tut.
Von daher kann man mangels sichererer Alternativen durchaus auch Beträge investieren, bei denen ein Totalverlust sehr weh tun würde. Alternativ könnte man das Geld natürlich direkt verkonsumieren. Das wäre der sicherste Weg, einen realen Gegenwert für sein Geld zu bekommen.
Bei physischen ETFs auf marktbreite Aktienindizes dürfte man eher safe sein.
Bei ETFs auf Anleihen, Rohstoffe, Volatilität etc. besteht konstruktionsbedingt durchaus ein Totalverlustrisiko, dessen man sich bewusst sein sollte.
schnix25
21.08.2020, 20:25
Was haltet ihr eigentlich von Dividenden ETFs? Ist das was, was man mit ins Portfolio nehmen sollte oder ist das eher was fürs Alter, wenn man gerne ein nettes Zusatzeinkommen möchte?
Thomas24
22.08.2020, 00:37
Was haltet ihr eigentlich von Dividenden ETFs? Ist das was, was man mit ins Portfolio nehmen sollte oder ist das eher was fürs Alter, wenn man gerne ein nettes Zusatzeinkommen möchte?
Wer ist denn 'man'? Du? Ich?
Oder der 55 jährige Niedergelassene mit abbezahlter Immobilie, und die eigenen Kinder sind schon aus dem Haus?
Was ist dein Anlagehorizont, welche Risikotoleranz hast du, was ist dein Anlagestil- passiv oder aktiv? Wie viel Zeit willst du investieren? Welches Know How hast du schon? Welche Verlusttoleranz hast du?
Kurzum: es kommt auf deine individuelle Situation an, ob Dividenden ETF für dich Sinn machen.
Wenn du jünger und Risikoaffin bist, könnten sogar höher ausschüttende CEF was für dich sein (Stichwort: sog. Hochdividendenwerte), wenn du älter bist und eine andere Risikodisposition hast, weil du z.B. innerhalb von 5 Jahren auf einen Betrag x angewiesen bist, weil du eine Immobilie erwerben möchtes, kann es wieder ganz anders aussehen. :-wow
Logisch, oder?
pineapple
22.08.2020, 12:15
Gelöscht
Matzexc1
23.08.2020, 07:15
Wer ist denn 'man'? Du? Ich?
Oder der 55 jährige Niedergelassene mit abbezahlter Immobilie, und die eigenen Kinder sind schon aus dem Haus?
Was ist dein Anlagehorizont, welche Risikotoleranz hast du, was ist dein Anlagestil- passiv oder aktiv? Wie viel Zeit willst du investieren? Welches Know How hast du schon? Welche Verlusttoleranz hast du?
Kurzum: es kommt auf deine individuelle Situation an, ob Dividenden ETF für dich Sinn machen.
Wenn du jünger und Risikoaffin bist, könnten sogar höher ausschüttende CEF was für dich sein (Stichwort: sog. Hochdividendenwerte), wenn du älter bist und eine andere Risikodisposition hast, weil du z.B. innerhalb von 5 Jahren auf einen Betrag x angewiesen bist, weil du eine Immobilie erwerben möchtes, kann es wieder ganz anders aussehen. :-wow
Logisch, oder?
Besser kann man es nicht zusammenfassen. Hängt alles von der persönlichen Planung und Lebenssituation ab.
Besser kann man es nicht zusammenfassen. Hängt alles von der persönlichen Planung und Lebenssituation ab.
Und trotzdem bringt einen die Antwort nicht weiter...
Matzexc1
24.08.2020, 05:53
Und trotzdem bringt einen die Antwort nicht weiter...
Ich finde es schwer eine pauschale Empfehlung auszusprechen, außerdem besteht noch ein Risiko:
Das ich falschliege und Geld verloren geht, ich kann nur empfehlen sich genauer damit zu beschäftigen. Extraetf, Gerd Kommer, Finanzfluss, Finanzwesir, Finanzrocker, finanztip....
Auch in der Jugend kann ein Dividenden ETF toll sein.
In welche Werte geht er? Wie nachhaltig ist die Dividende?(Dividende ist nämlich kein Zins) US-Dollar oder Euro?
Das sind so die Fragen die ich mir stelle, außerdem gibt es die meisten ETF auf World Indizes als thesaurierend oder ausschüttend
Thomas24
24.08.2020, 21:08
Das ich falschliege und Geld verloren geht, ich kann nur empfehlen sich genauer damit zu beschäftigen.
Das ist eben der springende Punkt- sich selber damit beschäftigen, lohnt sich wirklich.
Man gibt seine Freundin ja auch nicht an einen Verwalter und sagt 'kümmer dich mal bitte' -und erwartet dann, dass das Ergebnis in deinem Interesse liegt :-D.
'Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.' Rockefeller
Relaxometrie
24.08.2020, 21:26
Und trotzdem bringt einen die Antwort nicht weiter...
Hättest Du eine Antwort, die so klingt, besser gefunden?
"Google nach ETF, kaufe den dritten von oben, lege 20.000€ an, gucke erst in 50 Jahren wieder nach dem Wert des ETFs."?
Die Antwort, dass man den Kauf an seine aktuelle Situation anpassen muss, ist die einzig seriöse Antwort gewesen.
GelbeKlamotten
24.08.2020, 22:14
Wenn Leute was von einer „Dividendenstrategie“ erzählen, weiß ich immer sofort, dass ich dem dem/derjenigen gar nicht erst versuchen sollte, ernsthaft über geldanlage zu diskutieren, er/sie kapiert es in der regel sowieso nicht.
Eine Aktie oder einen Fonds kauft man, wenn man hinter dem oder den Unternehmen steht, nicht aufgrund einer Dividendenausschüttung.
Eine Dividendenzahlung ist aus Sicht des anlegers vom Cashflow her nichts anderes als ein Teilverkauf seiner Unternehmensanteile. Zahlt das Unternehmen 4% Dividende, sinkt automatisch der Aktienwert um 4%. Das selbe hätte ich auch mit einem Verkauf von 4% meiner Aktien eines nicht ausschüttenden Unternehmens erreichen können. Und jetzt kommt mir nicht mit Ordergebühren. Bei einem relevanten Anlagebetrag machen die 5 Euro keinen Unterschied.
Nur warum sollte ich als junger Mensch eine Aktie oder einen Fonds gleichzeitig besparen und dann wieder regelmäßig automatisch Geld entnehmen?
Noch dümmer wirds, wenn man sich die sicht des Unternehmens anschaut. Die Verlieren mit jedes Ausschüttung an Substanz. Wenn 4% der Aktien an einem Wachstumsunternehmen den Besitzer wechseln, bleibt die Substanz des Unternehmens erhalten. Wenn 4% Cash ausgeschüttet werden, fehlt das Geld für die Entwicklung des Unternehmens.
Warum sollte ich Anteile an einem Unternehmen kaufen, dass sich selbst regelmäßig Kapital entzieht? Das macht nur dann Sinn, wenn ich glaube dass das Unternehmen mit dem Geld schlechter wirtschaften würde als ich selbst. Dann sollte ich die Aktie aber eben von vorne rein nicht kaufen.
Rein der Dividende wegen Aktien oder Fondsanteile zu kaufen ist während der Sparphase mit das dümmste, was man machen kann. Da braucht man nicht groß die weitere Situation zu analysieren, es ist einfach dumm.
Wenn man in einem Unternehmen sowieso Potential sieht, dann kann man die Aktie trotz Dividende natürlich kaufen. Aber eine Aktie WEGEN der Dividende zu kaufen, zeugt davon dass man keine Ahnung von der Börse hat.
Die Antwort, dass man den Kauf an seine aktuelle Situation anpassen muss, ist die einzig seriöse Antwort gewesen.
Das ist es auch nicht was unsere Patienten von uns erwarten. Wenn die mich fragen "Herr Doktor, was soll ich tun?" dann sag ja ich auch nicht "Das hängt von ihrer individuellen Situation ab".
Sinnvoll finde ich Beispiele damit man endlich mal vom abstrakten "individuelle Situation" auf was konkretes kommt. Beispiele wie: wenn man in jungen Jahren Geld ansparen will, das man theoretisch auch schnell verfügbar haben könnte was aber nicht das Ziel sein sollte, das einigermaßen sicher ist, dafür vielleicht nicht maximale Rendite und sich auch als dauerhafte Geldanlage eignet, dann würde ein ETF der Art wie es ein MCSI World ist vermutlich gut passen. Bei den MSCI-World wiederum gibt es mehrere verschiedene die sich nach Kosten und Volumen unterscheiden. Dabei macht es Sinn usw...
Sowas meine ich. Aber klar. Man kann auch die Worthülse "individuelle Situation" in den Raum werfen und alle klatschen begeistert weil es ja sowas von richtig ist... und seriös. Ich vergaß. Die "einzig seriöse Antwort". Ich bin begeistert.
Cor_magna
24.08.2020, 23:27
Das ist es auch nicht was unsere Patienten von uns erwarten. Wenn die mich fragen "Herr Doktor, was soll ich tun?" dann sag ja ich auch nicht "Das hängt von ihrer individuellen Situation ab".
Sinnvoll finde ich Beispiele damit man endlich mal vom abstrakten "individuelle Situation" auf was konkretes kommt. Beispiele wie: wenn man in jungen Jahren Geld ansparen will, das man theoretisch auch schnell verfügbar haben könnte was aber nicht das Ziel sein sollte, das einigermaßen sicher ist, dafür vielleicht nicht maximale Rendite und sich auch als dauerhafte Geldanlage eignet, dann würde ein ETF der Art wie es ein MCSI World ist vermutlich gut passen. Bei den MSCI-World wiederum gibt es mehrere verschiedene die sich nach Kosten und Volumen unterscheiden. Dabei macht es Sinn usw...
Sowas meine ich. Aber klar. Man kann auch die Worthülse "individuelle Situation" in den Raum werfen und alle klatschen begeistert weil es ja sowas von richtig ist... und seriös. Ich vergaß. Die "einzig seriöse Antwort". Ich bin begeistert.
Ein Patient fragt das aber auch nicht in einem Internetforum, sondern im Krankenhaus oder der Praxis. Wenn du dein geld verwalten lassen willst, dann geh am besten zu einem Honorarberater (Wichtig ist hier der Begriff Honorarberater !! NIEMALS zu einem Berater der auf Provsionsbasis berät, der zieht dich über den Tisch).
Wie man es dreht und wendet ist eine solche Beratung aber immer suboptimal, die beste Lösung ist immer: Selbst das Wissen aneignen, es wurde hier genug genannt, wie gesagt finde ich Finanzwesir und Gerd Kommer super.
Passend dazu ein oft zitierter Satz: Man muss sich als Mann/Frau um zwei Dinge selbst im Leben kümmern: Die Wahl des richtigen Partners und die eigene Geldanlage. (Wieso? Es ist beides sehr individuell und beides hängt auch extrem stark von psychologischen Faktoren ab, welche sich zudem im Verlauf des Lebens ändern, und niemand weiss genauer was du willst als du selbst :) )
Edit: Da du konkrete Tipps willst: Die Allzweckwaffe mit der man nichts falsch macht, ist ein breit gestreuter World ETF wie zb der Vanguard FTSE All World (ob thesaurierend oder ausschüttend ist geschmackssache, aus rein finanzmethematischen Gesichtspunkten ist thesaurierend auf Dauer besser, aber viele bevorzugen die Quartalsausschüttungen als psychologisches Leckerli.)
Hier zb die ausschüttende Variante:
https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=IE00B3RBWM25&groupField=index&from=search&isin=IE00B3RBWM25
Vanguard bevorzuge ich als Anbieter im Allgemeinen aufgrund seiner Fiemenpolitik und, zumindest in den USA anzutreffenden, Genossenschaftsstruktur, aber auch mit einem ETF von iShares usw zb auf den ACWI Index macht man nix falsch. Das da oben war nur ein Beispiel.
Einfach so viel Geld da rein wie es der eigenen Risikotoleranz enspricht und das du die nöchsten 15 Jahre nicht brauchst und Ende.
Mit so einer Geldanlage in solch einen ETF hat man meiner Erachtens 90% des Problems erschlagen, alles weitere sind Ergänzungen nach eigenem Gutdünken.
Von Dividenden ETFs halte ich persönlich nicht viel, es ist scheissegal ob die Rendite aus Kurssteigerungen oder Dividenden stammt, und es gibt meines Wissens keine Belege dafür, dass Dividendenstrategien auf Dauer besser abschneiden. Ein guter Artikel hierzu:
https://www.gerd-kommer-invest.de/dividendenstrategien-fakten-und-fantasien/
Ergänzung: Das hier ist natürlich keine Anlageberatung, jeder ist selber verantwortlich was er so treibt, ich sag hier nur meine Meinung.
Matzexc1
25.08.2020, 05:38
Ein Patient fragt das aber auch nicht in einem Internetforum, sondern im Krankenhaus oder der Praxis. Wenn du dein geld verwalten lassen willst, dann geh am besten zu einem Honorarberater (Wichtig ist hier der Begriff Honorarberater !! NIEMALS zu einem Berater der auf Provsionsbasis berät, der zieht dich über den Tisch).
Wie man es dreht und wendet ist eine solche Beratung aber immer suboptimal, die beste Lösung ist immer: Selbst das Wissen aneignen, es wurde hier genug genannt, wie gesagt finde ich Finanzwesir und Gerd Kommer super.
Passend dazu ein oft zitierter Satz: Man muss sich als Mann/Frau um zwei Dinge selbst im Leben kümmern: Die Wahl des richtigen Partners und die eigene Geldanlage. (Wieso? Es ist beides sehr individuell und beides hängt auch extrem stark von psychologischen Faktoren ab, welche sich zudem im Verlauf des Lebens ändern, und niemand weiss genauer was du willst als du selbst :) )
Edit: Da du konkrete Tipps willst: Die Allzweckwaffe mit der man nichts falsch macht, ist ein breit gestreuter World ETF wie zb der Vanguard FTSE All World (ob thesaurierend oder ausschüttend ist geschmackssache, aus rein finanzmethematischen Gesichtspunkten ist thesaurierend auf Dauer besser, aber viele bevorzugen die Quartalsausschüttungen als psychologisches Leckerli.)
Hier zb die ausschüttende Variante:
https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=IE00B3RBWM25&groupField=index&from=search&isin=IE00B3RBWM25
Vanguard bevorzuge ich als Anbieter im Allgemeinen aufgrund seiner Fiemenpolitik und, zumindest in den USA anzutreffenden, Genossenschaftsstruktur, aber auch mit einem ETF von iShares usw zb auf den ACWI Index macht man nix falsch. Das da oben war nur ein Beispiel.
Ergänzung: Das hier ist natürlich keine Anlageberatung, jeder ist selber verantwortlich was er so treibt, ich sag hier nur meine Meinung.
Das mit dem Honorarberater kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. Alles andere sind Verkäufer, die verkaufen wollen.
Was mehrere Aktionen meines "Finanz- und Karriereberaters" aus einem Strukturvertrieb belegen.
@anignu.
Ich hab vor ein paar Seiten geschrieben wie ich aktuell investiere, ich bin aber kein Profi sondern nur im Nebenfach mit der Geldanlage beschäftigt. Du gehst auch nicht mit einer Appendizitis zu einem Gastroenterologen der noch ein bisschen Chirurgie nebenher betreibt. Geh bitte auf Extraetf und schau dir dort mal die Beispielportfolio an, die ganze Sache kann unheimlich viel Spass machen.
Edit: Die Basis ist ür mich auch ein ACWI ETF, egal ob FTSE oder MSCI. Diese kann man über ebase auch für vermögenswirksame Leistungen verwenden
schnix25
25.08.2020, 05:51
Wenn Leute was von einer „Dividendenstrategie“ erzählen, weiß ich immer sofort, dass ich dem dem/derjenigen gar nicht erst versuchen sollte, ernsthaft über geldanlage zu diskutieren, er/sie kapiert es in der regel sowieso nicht.
Eine Aktie oder einen Fonds kauft man, wenn man hinter dem oder den Unternehmen steht, nicht aufgrund einer Dividendenausschüttung.
Eine Dividendenzahlung ist aus Sicht des anlegers vom Cashflow her nichts anderes als ein Teilverkauf seiner Unternehmensanteile. Zahlt das Unternehmen 4% Dividende, sinkt automatisch der Aktienwert um 4%. Das selbe hätte ich auch mit einem Verkauf von 4% meiner Aktien eines nicht ausschüttenden Unternehmens erreichen können. Und jetzt kommt mir nicht mit Ordergebühren. Bei einem relevanten Anlagebetrag machen die 5 Euro keinen Unterschied.
Nur warum sollte ich als junger Mensch eine Aktie oder einen Fonds gleichzeitig besparen und dann wieder regelmäßig automatisch Geld entnehmen?
Noch dümmer wirds, wenn man sich die sicht des Unternehmens anschaut. Die Verlieren mit jedes Ausschüttung an Substanz. Wenn 4% der Aktien an einem Wachstumsunternehmen den Besitzer wechseln, bleibt die Substanz des Unternehmens erhalten. Wenn 4% Cash ausgeschüttet werden, fehlt das Geld für die Entwicklung des Unternehmens.
Warum sollte ich Anteile an einem Unternehmen kaufen, dass sich selbst regelmäßig Kapital entzieht? Das macht nur dann Sinn, wenn ich glaube dass das Unternehmen mit dem Geld schlechter wirtschaften würde als ich selbst. Dann sollte ich die Aktie aber eben von vorne rein nicht kaufen.
Rein der Dividende wegen Aktien oder Fondsanteile zu kaufen ist während der Sparphase mit das dümmste, was man machen kann. Da braucht man nicht groß die weitere Situation zu analysieren, es ist einfach dumm.
Wenn man in einem Unternehmen sowieso Potential sieht, dann kann man die Aktie trotz Dividende natürlich kaufen. Aber eine Aktie WEGEN der Dividende zu kaufen, zeugt davon dass man keine Ahnung von der Börse hat.
Danke für die Antworten.
Aber wenn ich bei einem thesaurierenden Fond Anteile verkaufe um sozusagen meine “dividende“ zu erhalten, sind ja nach x jahren alle Anteile weg (sofern nicht weiterbespart wird). Bei z.B. einem Dividenden ETF sind nach x jahren noch 100% der Anteile da und die Dividende fließt weiterhin. Oder hab ich hier einen rechenfehler drin?
Dogs4Life
25.08.2020, 07:00
Eine Dividendenzahlung ist aus Sicht des anlegers vom Cashflow her nichts anderes als ein Teilverkauf seiner Unternehmensanteile. Zahlt das Unternehmen 4% Dividende, sinkt automatisch der Aktienwert um 4%. Das selbe hätte ich auch mit einem Verkauf von 4% meiner Aktien eines nicht ausschüttenden Unternehmens erreichen können. Und jetzt kommt mir nicht mit Ordergebühren. Bei einem relevanten Anlagebetrag machen die 5 Euro keinen Unterschied.
Was ist das denn für eine Rechnung?! Meine Güte, da hat jemand anderes was nicht so wirklich verstanden. Weil immer alle Unternehmen unbegrenzt Wachstum haben und jeder Cent, der reingesteckt wird, mit Gewinn korreliert? Und stetige Unternehmen, die kein Wachstum, aber auch keinen Rückgang haben mit High Yield Dividends werden außer Acht gelassen? Right?
Wenn man in einem Unternehmen sowieso Potential sieht, dann kann man die Aktie trotz Dividende natürlich kaufen. Aber eine Aktie WEGEN der Dividende zu kaufen, zeugt davon dass man keine Ahnung von der Börse hat.
Wer macht das denn bitte? Aber in den älteren Jahren oder wenn man schon sehr gut betucht ist, in denen man stetige Ausschüttungen braucht, wo es tatsächlich einige gibt, die, auch wenn sie ein stagnierendes Wachstum haben, genau das liefern, macht das dann doch wieder Sinn. Aber, was du hier runterbetest, ist das 1x1, dass sich jeder in 2 Minuten anlesen kann, deswegen auch vorheriger Satz, dass man das auf die individuelle Situation anpassen soll.
Danke für die Antworten.
Aber wenn ich bei einem thesaurierenden Fond Anteile verkaufe um sozusagen meine “dividende“ zu erhalten, sind ja nach x jahren alle Anteile weg (sofern nicht weiterbespart wird). Bei z.B. einem Dividenden ETF sind nach x jahren noch 100% der Anteile da und die Dividende fließt weiterhin. Oder hab ich hier einen rechenfehler drin?
Ich empfehle hier einmal sich selbst mit dem ganzen Thema zu beschäftigen außerhalb des Forums, sonst wirst du nicht einmal die Basics verstehen. Da wurden schon einige Platformen genannt.
Cor_magna
25.08.2020, 16:25
Ich empfehle hier einmal sich selbst mit dem ganzen Thema zu beschäftigen außerhalb des Forums, sonst wirst die nicht einmal die Basics verstehen. Da wurden schon einige Platformen genannt.
+1
So schwierig ist das Ganze nicht :) Man muss nur erstmal verstehen, dass es in der Geldanlage keine Patentlösung gibt und jeder etwas anderes bevorzugt.
Dr.Bundy
25.08.2020, 18:47
nicht nur das, sondern, dass jeder eine andere Frustrationstoleranz hat und deswegen ein anderes Risikoprofil, denn an der Börse geht es auch mal nach unten und sie bleibt da eine längere Zeit, irgendwann dreht es wieder ins Plus.
Relaxometrie
25.08.2020, 19:00
Eine Aktie oder einen Fonds kauft man, wenn man hinter dem oder den Unternehmen steht, nicht aufgrund einer Dividendenausschüttung.
Aha. Du stehst also hinter den Unternehmen, die in dem ETF abgebildet sind, von dem Du Anteile besitzt?
Ich vermute ja, dass die Mehrheit der Menschen, die Aktien kaufen, das machen, weil sie eine rentable Geldanlage haben möchten und nicht, weil sie gutmenschentumartig hinter dem Unternehmen stehen.
Noch dümmer wirds, wenn man sich die sicht des Unternehmens anschaut. Die Verlieren mit jedes Ausschüttung an Substanz. Wenn 4% der Aktien an einem Wachstumsunternehmen den Besitzer wechseln, bleibt die Substanz des Unternehmens erhalten. Wenn 4% Cash ausgeschüttet werden, fehlt das Geld für die Entwicklung des Unternehmens. .
Dass eine Aktie kurz nach der Dividendenausschüttung weniger wert ist, ist ja einzusehen. Aber ein gutes Unternehmen wird sich davon auch wieder erholen. Sonst wäre jegliche Dividendenausschüttung ja ein kleines Stück Suizid für das Unternehmen.
GelbeKlamotten
25.08.2020, 20:40
Aha. Du stehst also hinter den Unternehmen, die in dem ETF abgebildet sind, von dem Du Anteile besitzt?
Ich vermute ja, dass die Mehrheit der Menschen, die Aktien kaufen, das machen, weil sie eine rentable Geldanlage haben möchten und nicht, weil sie gutmenschentumartig hinter dem Unternehmen stehen.
Hier geht es ums Investieren. Mit "hinter dem Unternehmen stehen" meine ich, dass man das Geschäftsmodell und die Zahlen für solide und zukunftsträchtig hält. Ob das Unternehmen nun öko-vegane Dinkelcracker herstellt oder Schlachtanlagen für Rinder aus Massentierhaltung ist mir vollkommen egal. Glaub mir, "gutmenschentumartig" ist ein (fiktives) adjektiv, das mit mir absolut nichts zu tun hat.
Dass eine Aktie kurz nach der Dividendenausschüttung weniger wert ist, ist ja einzusehen. Aber ein gutes Unternehmen wird sich davon auch wieder erholen. Sonst wäre jegliche Dividendenausschüttung ja ein kleines Stück Suizid für das Unternehmen.
Fakt ist, dass das Unternehmen mit der Dividendenausschüttung einen Teil seiner Unternehmenssubstanz an die Anleger verschenkt. Für den Anleger macht das nur Sinn, wenn er denkt, dass das Geld besser bei ihm aufs Konto ausgezahlt wird, anstatt dass das Unternehmen damit arbeiten kann. Da muss man sich schon fragen, wieso man dann überhaupt Anteile an dem Unternehmen kauft.
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