Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
Matzexc1
25.04.2020, 13:09
Ich bin Berufsanfänger (erstes Jahr) und es ist für mich tatsächlich noch "komisch" so viel Geld zu verdienen. Da ich es recht schwer finde mich mit nicht-Ärzten zu vergleichen (Gehaltsentwicklung usw.) möchte ich euch einmal um eure Meinung zu meiner Situation bitten (DINKS).
Geplant ist für 2021/2022 ein Hausbau (ca. 750.000€), dafür aktuell Rücklagen von ca. 40.000€
Für dieses Jahr ein Auto für mich.
Ist das so realistisch darstellbar?
Mir wurden bei MLP und der DÄF die ganze Zeit die hohen Einkünfte angepriesen^^. Schön zu wissen das da was dran ist, man muss aber höllisch aufpassen das man damit nicht zig Versicherungen abschließt, bzw. aufgequatscht werden.
Die 700 bleiben nach deiner Rechnung nach ETF Sparplänen übrig, ich würde mir dafür ein Tagesgeldkonto suchen und die 300 € laufen lassen. ETF Sparplänen lassen sich auf null stellen, vermögenswirksame Leistungen lassen sich auch in ETF Sparpläne anlegen. Momentan fliessen 1000€ auf ein Tagesgeldkonto, hast du einen Maximlabetrag definiert denn du als Rücklage willst?
Was man noch bedenken sollte ist, dass sich die Situation in 1-2 Jahren im Bereich Hauskredite und Kaufkosten ganz anders darstellen kann.
DrSkywalker
25.04.2020, 14:27
Unser Haus hat mit nk und Renovierung ca. 750k gekostet. Allerdings verdienen wir als Paar circa das vierfache und hatten >200k Eigenkapital . Der Kaufpreis ist mmn für euch viel zu hoch aktuell. Lieber warten, sparen, Gehalt steigern. Kleine Brötchen haben noch nie geschadet.
Ihr habt 15k Netto Skywalker? Respekt!
Denke aber auch das 750k etwas hochgegriffen ist mit 40k Eigenkapital.
vanilleeis
25.04.2020, 14:30
Genau, zumal ihr als junges Paar vermutlich Kinder plant und entsprechend ein Gehalt für einige Zeit wegfallen wird.
DrSkywalker
25.04.2020, 14:35
Ihr habt 15k Netto Skywalker? Respekt!
Denke aber auch das 750k etwas hochgegriffen ist mit 40k Eigenkapital.
Danke! Ja, die Niederlassung ist finanziell doch sehr gut, meine Frau ist aber auch Partnerin in einer Kanzlei. Dank elternzeit ( toll!) und Corona (shit!) wird es jetzt etwas weniger werden erstmal, aber hoffentlich nicht dauerhaft..
Wem Geld nicht unwichtig ist empfehle ich wirklich die niederlassung, wenn es möglich ist.
Matzexc1
25.04.2020, 14:36
Danke! Ja, die Niederlassung ist finanziell doch sehr gut, meine Frau ist aber auch Juristin und Partnerin in einer Kanzlei. Dank elternzeit ( toll!) und Corona (shit!) wird es weniger werden erstmal.
Wem Geld nicht unwichtig ist empfehle ich wirklich die niederlassung, wenn es möglich ist.
Welche Fachrichtung?
DrSkywalker
25.04.2020, 14:39
Welche Fachrichtung? Allgemeinmedizin! Dank den selektivverzrägen und null Konkurrenz kann man expandieren so viel man schafft! Irgendwann kommt man an einen Punkt an dem man nicht mehr verdienen will sondern weniger arbeiten.
Banane123
25.04.2020, 16:34
Ich halte €750 für seeehr hoch angesetzt. Und würde euch ebenfalls empfehlen, 20% Eigenkapital zu haben.
Hier kostet der qm im Bestand leider bei durchschnittlicher Lage ab 6000€, daher haben wir das als Richtwert genommen
Was hast du für eine Ärzteversicherung? Hab mich beim Marburger Bund beraten lassen, das ist ja unbezahlbar als Student.
So ne Rentenversicherung. Hab ich mir, retrospektiv, aufschwätzen lassen. Im Endeffekt ist es einfach nur ein (teurer) Fondssparplan. Aber wegen 50€ mach ich mir keinen großen Kopf.
Momentan fliessen 1000€ auf ein Tagesgeldkonto, hast du einen Maximlabetrag definiert denn du als Rücklage willst?
Was man noch bedenken sollte ist, dass sich die Situation in 1-2 Jahren im Bereich Hauskredite und Kaufkosten ganz anders darstellen kann.
Nein, kein Limit nach Oben. Soll alles fürs Haus gespart werden. Aber wir spekulieren auch etwas auf das Platzen der Blase.
Danke euch für die Einschätzung - wenn auch sehr ernüchternd :D
Matzexc1
25.04.2020, 16:46
Danke euch für die Einschätzung - wenn auch sehr ernüchternd :D
Schau mal nach Zwangsversteigerungen, das ist meist etwas güntiger als ein Neubau, ein Platzen der Blase wird aktuell diskutiert.
https://www.capital.de/immobilien/was-die-corona-krise-fuer-den-immobilienmarkt-bedeutet
https://www.handelsblatt.com/video/live/handelsblatt-live-wohnimmobilien-koennten-als-gewinner-aus-der-krise-herausgehen/25745650.html?ticket=ST-733444-112u6eaC0A6xogtiaDft-ap5
Ist es win reinder Fondssparplan oder hängt noch eine Berufsunfähigkeit daran?
Ich würde das ruhend stellen, bei Rentenversicherungen geht das nämlich. Vor allem wenn du einen teuren aktiven Fonds besparst ist das sehr gut. Wärst du bereit zu sagen welcher Fonds das ist?
Banane123
25.04.2020, 17:02
Ist es win reinder Fondssparplan oder hängt noch eine Berufsunfähigkeit daran?
Ich würde das ruhend stellen, bei Rentenversicherungen geht das nämlich. Vor allem wenn du einen teuren aktiven Fonds besparst ist das sehr gut. Wärst du bereit zu sagen welcher Fonds das ist?
Grundstück haben wir zum Glück schon, muss nur aus der Erbengemeinschaft gekauft werden.
Der Sparplan setzt sich zusammen aus (jew. ISIN): DE000A2AQYV6, LU1656812408 & DE000A2DUZY3
Banane123
25.04.2020, 17:07
Wenn in so naher Zukunft ein Hausbau sicher geplant ist, würde ich das mit den ETFs sein lassen. Bei einem Anlagehorizont von nur einem Jahr bist du da im Bereich „Glücksspiel“ und nicht im Bereich „Investition“.
Ich würde dann momentan alles Ansparen für euer Bauvorhaben und das auch weiterhin bis die Bude abbezahlt ist.
Alles war in mein Depot geht hatte ich bei meinen Berechnungen für den Bau mal außer Acht gelassen. Aber du hast sicher Recht, auf 2 Jahre sind auch 300€/Monat nicht wenig.
Vielen Dank für die bisherigen Antworten! Ich muss zugeben, dass mir das Thema viel Spaß macht und mit Sport & neue Gerichte ausprobieren (hab jetzt endlich einen kleinen Kräutergarten- yeah!) mein Ausgleich zur Medizin ist. Bin dazu übergegangen einen festen Sparbetrag wie Miete etc. direkt im Budget einzuplanen, da ich vorher zwar auch gespart habe, aber wenn mir das Geld zur Verfügung steht, also nicht fest verplant ist, finde ich auch irgendeinen Grund es auszugeben :-D. Vor allem die kleinen Beträge, die man weniger bewusst wahrnimmt - da kommt über die Zeit schon was an potenziellem Investitionskapital zusammen. Das hatte ich vorher nicht so auf dem Schirm. V.a. Extrazahlungen wie Urlaubsgeld etc. schiebe meist sofort zum Sparkonto, da ich mein Budget mit dem normalen Gehalt berechne. Aber wie gesagt, mir macht das Investieren bzw. "mein Geld im Blick haben" auch Spass und wenn man sich einmal eingerichtet hat, geht das auch zügig.
Wie viel Zeit nehmt ihr euch im Durchschnitt für eure Finanzen - also auch inklusive Lektüre etc.? Gibt es Bücher, Autoren o.ä., die ihr besonders empfehlen könnt? Wo ihr meint, dass sie euch wirklich einen Schritt weiter gebracht haben?… Und wo spart ihr das Geld, das jederzeit zur Verfügung stehen soll? Gibt es eine bessere Alternative zum Tagesgeldkonto als Sparkonto? Also für die Ersparnisse, die beweglich bleiben sollen und nicht investiert werden? Suche da noch eine passende Lösung…
Diejenigen, die in Einzelaktien investieren- habt ihr auch ausschüttende Aktien? Wie sind da eure Erfahrungen? Gibt es da einen weiteren Vorteil neben der Ausschüttung, den ich noch nicht auf dem Schirm habe? Ich habe thesaurierende Aktien, aber manche schwärmen ja richtig von den ausschüttenden… Ich hab auch mit ETFs angefangen, da das ja quasi DAS Einsteigerprodukt ist - zumindest kommt es mir so vor. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, hört man überall nur noch ETF :-D …habe dann aber meinen Schwerpunkt verschoben auf Einzelaktien und Immobilien. Evaluiere auch immer wieder mein Portfolio- schliesse ETFs also nicht per se aus.
Persönlich: mehrere vermietete Eigentumswohnungen + Eigenheim + ETFs und aktien.
Empfehlung für jemanden, der sich damit nicht befassen will: Jeden Monat einen festen Betrag in einen All-World-ETF stecken für die Jahre bis zur Rente, ein mal im Jahr ins Depot schauen, ggf. Sonderzahlungen ins Versorgungswerk. Niemals zu MLP, Ärztefinanz oder DVAG gehen! Keine verrückten Konsumausgaben tätigen, Auto immer eher eine Klasse kleiner wählen etc.
Danke für deinen Einblick. Darf ich fragen wieviele Einheiten du verwalten musst und wieviel Zeit dich das ungefähr kostet? Oder lässt du es jemand anderen verwalten? Wir haben ein MFH mit 3 Einheiten und überlegen ein 2. zu kaufen- bisher ist aber alles wirklich gut gelaufen, hatten keine großen Ausfälle und mussten dementsprechend nicht übermäßig viel Zeit aufwenden. Bin etwas unsicher wie es dann in solchen Fällen wäre, da wir beide ja VZ arbeiten. Aber du und deine Frau seid zeitlich ja auch sehr eingespannt in euren Hauptjobs. Magst du vielleicht erzählen, wie ihr euch da organisiert? Habt ihr gezielt auf Immobilien gesetzt oder seid ihr eher zufällig zum Vermieten gekommen?
LasseReinböng
25.04.2020, 17:58
In letzter Zeit frage ich mich immer öfter, ob es so klug ist, so viel monatlich für Miete auszugeben...zahle 820 Euro/Monat Warmmiete...eine Eigentumswohnung wäre da sicherlich sinnvoller - aber wie stehe ich da, wenn ich z.B. nach zwei Jahren wieder umziehe und eine noch nicht abbezahlte Wohnung wieder verkaufen würde ?
Banane123
25.04.2020, 18:06
Diejenigen, die in Einzelaktien investieren- habt ihr auch ausschüttende Aktien? Wie sind da eure Erfahrungen?
Die Dividende ist bei meinen Aktien überwiegend lächerlich gering. Ich hab "aus Spaß" mal 100 Aktien von Vector (874420) gekauft die in den letzten Jahren immer 1,6USD/a/Aktie ausgeschüttet haben. Dieses Quartal war es zum ersten Mal nur die Hälfte.
Sonst in Q1:
Franklin res. (870315) 0,27 USD/Aktie
Apple 0,77 USD/Aktie
Matzexc1
25.04.2020, 18:15
Wie viel Zeit nehmt ihr euch im Durchschnitt für eure Finanzen - also auch inklusive Lektüre etc.? Gibt es Bücher, Autoren o.ä., die ihr besonders empfehlen könnt? Wo ihr meint, dass sie euch wirklich einen Schritt weiter gebracht haben?… Und wo spart ihr das Geld, das jederzeit zur Verfügung stehen soll? Gibt es eine bessere Alternative zum Tagesgeldkonto als Sparkonto? Also für die Ersparnisse, die beweglich bleiben sollen und nicht investiert werden? Suche da noch eine passende Lösung…
Diejenigen, die in Einzelaktien investieren- habt ihr auch ausschüttende Aktien? Wie sind da eure Erfahrungen? Gibt es da einen weiteren Vorteil neben der Ausschüttung, den ich noch nicht auf dem Schirm habe? Ich habe thesaurierende Aktien, aber manche schwärmen ja richtig von den ausschüttenden… Ich hab auch mit ETFs angefangen, da das ja quasi DAS Einsteigerprodukt ist - zumindest kommt es mir so vor. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, hört man überall nur noch ETF :-D …habe dann aber meinen Schwerpunkt verschoben auf Einzelaktien und Immobilien. Evaluiere auch immer wieder mein Portfolio- schliesse ETFs also nicht per se aus.
Im Schnitt 1-2h pro Woche(hatte auch viel Zeit). Kostolany, Robert Kiyosaki, Finanzbuchverlag, Börse Stuttgart, Comdirect Akademie, Finanzbuchverlag, Gerd Kommer, Christian Röhl, es gibt tausende an Webseiten. Finanzblogroll sammelt die meisten.
Ich empfehle sich auch mit Risiko- und Moneymangement zu beschäftigen, ein Verlust von 50% muss mit einem Gewinn von 100% ausgeglichen werden.
Meine Reserven liegen auf dem Tagesgeldkonto, Sparpläne laufen auf ETF und Aktien. Das ist aber Geld das ich für mind. 5 Jahre nicht mehr brauchen will. Du hast mit ETF aufgehört?
Bei den auschüttenden Aktien muss man aufpassen, Nachteil ist nämlich das der Firma dann Geld zum Wachsen fehlt. Es gibt Werte wo es die Firma durch den Cashflow schafft viel zu generieren und/oder die Ausschüttungen sehr niedrig sind, aber jedes Jahr steigen.
Wenn der Kurs allerdings mit über 20% im Keller steht nützt dir auch die Dividende nichts mehr, gefährlich wird es auch wenn das Geschäftsmodell einer Firma unter die Räder kommt und der Cashflow einbricht.
Die Pharma- und Konsumgüterindustrie bietet sich hier aber auch für gute Dividenden und Kursentwicklungen an. J&J, Novo Nordisk, Novartis, Nestle,....
Grundstück haben wir zum Glück schon, muss nur aus der Erbengemeinschaft gekauft werden.
Der Sparplan setzt sich zusammen aus (jew. ISIN): DE000A2AQYV6, LU1656812408 & DE000A2DUZY3
3xApobank Spezial, Normalsterbliche kommen meiner Erfahrung nach fast gar nicht dran.
Mir hat man den DWS Top Dividende empfohlen, hab das Depot dann abgezogen als ich merkte das eine andere Bank keine Ausgabeaufschläge verlangt.
LasseReinböng
25.04.2020, 18:15
Später vielleicht Immobilien, eigenes Haus, eine Ladung Silbermünzen, Whisky, P2P Kredite(aktuell nicht)
Rücklagen als Tagesgeld oder in Bar. Rente wird in den Säulen 1 über DRV und Versorgungswerk laufen, in Säule 2 über die VBL.
Silber hat sich ja nun dem allgemeinen Abwärtstrend der Märkte nicht gerade entziehen können - gut 37% ging es maximal in der Februar-März andauernden Bewegung nach unten. Die krisensichere, wertstabile Anlage ist Silber m.E. definitiv nicht, im Gegenteil.
Matzexc1
25.04.2020, 18:21
Silber hat sich ja nun dem allgemeinen Abwärtstrend der Märkte nicht gerade entziehen können - gut 37% ging es maximal in der Februar-März andauernden Bewegung nach unten. Die krisensichere, wertstabile Anlage ist Silber m.E. definitiv nicht, im Gegenteil.
Aktuell stimme ich zu, in der Zukunft setze ich ein Fragezeichen. https://www.gold.de/artikel/silberpreis-hinkt-goldpreis-noch-hinterher/
Aktuell würde ich gar nichts kaufen. Die Spreads bei den Edelmetallhändlern sind aktuell irre hoch.
LasseReinböng
25.04.2020, 18:27
Aktuell würde ich gar nichts kaufen. Die Spreads bei den Edelmetallhändlern sind aktuell irre hoch.
Das glaube ich... und Zertifikate, ETFs usw. machen leider keinen Sinn wenn man Edelmetalle als Absicherung gegen maximale Krisen ( WW3, Kometeneinschlag et. al.) einsetzen möchte.
Matzexc1
25.04.2020, 18:34
Das glaube ich... und Zertifikate, ETFs usw. machen leider keinen Sinn wenn man Edelmetalle als Absicherung gegen maximale Krisen ( WW3, Kometeneinschlag et. al.) einsetzen möchte.
Mir reicht schon das aktuelle Theater, wenn es erstmal soweit kommt würde ich auch eher in Lebensmittel und ein gutes Versteck investieren.
Banane123
25.04.2020, 18:39
3xApobank Spezial, Normalsterbliche kommen meiner Erfahrung nach fast gar nicht dran.
Ist das gut oder schlecht? Hab grad mal den Kurs angeschaut, zumindest scheinen sie von der Krise nicht allzu betroffen zu sein.
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