Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
DrSkywalker
27.08.2020, 12:58
Das Problem mit euren ETFs ist das "Emittentenrisiko"; ihr seid null diversifiziert, sondern setzt zu 100% auf Vanguard und Co . Wenn so eine Bank pleite geht, dann viel Spass euer Geld in Irland oder Luxemburg (wo diese Fonds aufgelegt wurden) einzuklagen. Schaut euch doch die Wirecardaktionäre an wie sie aktuell in den Medien heulen, weil sie ein Großteil ihres Kapitals in das Unternehmen gesteckt haben und jetzt verzweifelt versuchen ein paar Euros noch zurückklagen zu können.
ETFs sind nicht schlecht, nutze selber VIX ETF aber als langfristiger konservativer Investor sollte man sich die größten Positionen in den ETFs lieber selber in sein Depot holen, anstatt über Indexfonds. Diversifikation dient nicht nur dem Verlustrisiko sondern auch dem Vermögensschutz und letzterer lässt sich nicht durch ETFs sicherstellen.
Ich glaube du solltest dich noch mal schlau machen bevor du hier solche Posts zum Besten gibst. Wenn Vanguard oder Blackrock pleite gehen haben wir ein Problem, dass man sich kaum ausmalen kann. Und trotzdem sind die Aktien in den physisch replizierenden ETFs Sondervermögen. Ich hätte keine Lust darauf mich damit rumzuschlagen, aber eine ETF wird nicht wertlos.
Wo ich mitgehen kann ist, dass man seine komplette Altersvorsorge nicht in ETFs betreiben sollte. Man sollte auch Einzelaktien, Immobilien, Versorgungswerk, Gold und Cash haben.
CrashStudios
27.08.2020, 13:12
Mir ist das gleich ob eure ETFs physisch repliziert werden oder per SWAPS abbilden, deren Vermögen zur Sonderklasse gehören oder nicht usw.
Cor_magna
27.08.2020, 13:17
Mir ist das gleich ob eure ETFs physisch repliziert werden oder per SWAPS abbilden, deren Vermögen zur Sonderklasse gehören oder nicht usw.
:D Da hat jemand den heiligen Gral der überlegenen Argumentation gefunden, meinen Respekt, jetzt hast du mich aber überzeugt.
Habt ihr euch schon mal klar gemacht, wenn jetzt ein Atomkrieg ausbricht oder ein Asteroid von der Größe Texas die Erde trifft; dann sind eure ETFs völlig wertlos! Wohl dem, der dann in ein autarkes Ferienhaus auf dem Mars investiert hat. ;-)
Vielleicht reichen auch ein Haus in St. Helena, Kerguelen Inseln (etwas stürmisch) oder Pitcairn.
Matzexc1
27.08.2020, 15:32
Habt ihr euch schon mal klar gemacht, wenn jetzt ein Atomkrieg ausbricht oder ein Asteroid von der Größe Texas die Erde trifft; dann sind eure ETFs völlig wertlos! Wohl dem, der dann in ein autarkes Ferienhaus auf dem Mars investiert hat. ;-)
Dann ist mein Beruf immer noch die beste Altersvorsorge(sofern mich die hirnfressenden Teddybärzombies nicht aufgefressen haben)
Matzexc1
27.08.2020, 15:33
Synthetische/SWAP ETF dürfen meiner Kenntniss nach in den USA gar nicht vertrieben werden und das reicht mir als Grund sie zu meiden
GelbeKlamotten
27.08.2020, 17:21
Habt ihr euch schon mal klar gemacht, wenn jetzt ein Atomkrieg ausbricht oder ein Asteroid von der Größe Texas die Erde trifft; dann sind eure ETFs völlig wertlos! Wohl dem, der dann in ein autarkes Ferienhaus auf dem Mars investiert hat. ;-)
Wenn das mit dem Asteroid passiert, dann hoffe ich, dass man ihn ein paar Wochen zuvor kommen sieht. Mich würde sehr interessieren, wie die Menschheit sich verhält, wenn ihr Ende unmittelbar und unausweichlich bevorsteht.
Würde Mord und Totschlag ausbrechen? Oder doch eine nie dagewesene Solidarität? Würde irgendjemand zum Spaß noch eine Atomrakete abfeuern? Wäre das Klopapier sofort wieder knapp? Es wäre das letzte spannende soziale Experiment der Menschheit.
Heerestorte
27.08.2020, 17:32
Wenn das mit dem Asteroid passiert, dann hoffe ich, dass man ihn ein paar Wochen zuvor kommen sieht. Mich würde sehr interessieren, wie die Menschheit sich verhält, wenn ihr Ende unmittelbar und unausweichlich bevorsteht.
Würde Mord und Totschlag ausbrechen? Oder doch eine nie dagewesene Solidarität? Würde irgendjemand zum Spaß noch eine Atomrakete abfeuern? Wäre das Klopapier sofort wieder knapp? Es wäre das letzte spannende soziale Experiment der Menschheit.
So endet das ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=SESt6DyTOf4
Hoffentlich ist Bruce Willis dann nicht zu alt um uns zu retten...
Der stirbt schon langsam genug.
Thomas24
27.08.2020, 22:35
Das Problem mit euren ETFs ist das "Emittentenrisiko"; ihr seid null diversifiziert, sondern setzt zu 100% auf Vanguard und Co . Wenn so eine Bank pleite geht, dann viel Spass euer Geld in Irland oder Luxemburg (wo diese Fonds aufgelegt wurden) einzuklagen. Schaut euch doch die Wirecardaktionäre an wie sie aktuell in den Medien heulen, weil sie ein Großteil ihres Kapitals in das Unternehmen gesteckt haben und jetzt verzweifelt versuchen ein paar Euros noch zurückklagen zu können.
ETFs sind nicht schlecht, nutze selber VIX ETF aber als langfristiger konservativer Investor sollte man sich die größten Positionen in den ETFs lieber selber in sein Depot holen, anstatt über Indexfonds. Diversifikation dient nicht nur dem Verlustrisiko sondern auch dem Vermögensschutz und letzterer lässt sich nicht durch ETFs sicherstellen.
ETFs, ETCs und ETNs sind zwar risiko'arme', aber bei weitem keine Risikofreie Produkte. Far from it. Wurde hier ja auch schon mehrfach erwähnt. Jetzt muss jeder seine eigene Due Dilligence machen.
Das Vol Event im Februar 2018 im Vola Komplex sollte ja jedem eindrücklich vor Augen geführt haben, was 'forced selling' ins Market Close für eine Feedback Schleife bei ETFs erzeugen kann. VIX ging ja parabolisch in die Höhe und als Konsequenz wurden inverse Vol ETFs wie XIV ja liquidiert, da intraday 80% des ETF Wertes verloren gegangen sind. SVXY hätte es ebenfalls beinahe erwischt (die Berechnungsmethode wurde daraufhin ja verändert), UVXY hingegen ist explodiert. Vola ETFs sind schöne Instrumente, man muss nur wissen, was man damit tut.
Und nein, ein inverser Vola ETF 'muss nicht immer nur steigen', weil die Terminstrukturkurve der VIX Futures normalerweise im Contango und nur selten in backwardation ist und der inverse Vola ETF ja dann die Rollgewinne realisiert. Hat man ja bei SVXY gesehen... Seit 2010 Jahr jedes Jahr fast plus 40% Performance- bis die Strategie Short Vola eben nicht mehr funktioniert.:-D Tja, wird wohl einige ruiniert haben damals, die Short Calls auf den VIX schreiben mussten, um ein paar Dollar Prämie einzunehmen :-oopss
Meines Erachtens nach werden die konstruktionsbedingten Risiken von ETFs (Wechselseitiger Einfluss von ETFs auf Futures, Forced Selling bei abnehmender Liquidität, Feedback Schleifen etc.) von Retail Anwendern nicht genügend beachtet- die Konsequenzen hat man ja auch dieses Jahr bei USO gesehen. Aber muss ja jeder selber auf sein Geld aufpassen, mehr als andere Marktteilnehmer aufzufordern, mal 'unter die Motorhaube des ETFs' zu gucken (was ist da eigentlich drin, wie wird das Underlying abgebildet, und was kann schiefgehen), kann man auch nicht machen :-oopss
Thomas24
27.08.2020, 22:42
Wie ich früher schon schrieb, ich empfinde Austausch da als sehr hilfreich. Macht einen halt nochmal auf Dinge aufmerksam, die man vielleicht bei einer beabsichtigten Investition ausser Acht gelassen hat.
Habe hier im direkten Freundeskreis 2 Leute, die selber langjährig investieren (und auch beide wirtschaftlich ganz gute Einblicke haben in MDAX-Unternehmen in entsprechender Position), wir tauschen uns auch in einer WhatsApp-Gruppe regelmäßig aus.
Was für mich immer wichtig ist bei der Auswahl von Einzelwerten:
Wie solide ist das Geschäftsmodell? WIe ist die langfristige Entwicklung? KUV, KGV, EBITDA.
Ist es ein Markt, in dem man konkurrenzlos dasteht oder können andere Big Player das Geschäft schnell an sich reissen?
Damit bin ich bei meinen "Langweiler"-Investments immer ganz gut gefahren, die einen soliden Anteil bilden (halt Werte wie Johnson&Johnson, Coca Cola, Microsoft...).
Bei anderen, spekulativeren Investments setze ich halt auf wachsende Werte, zB im Februar mal Nel als Wasserstoffspezialisten gekauft, hat sich sehr gut entwickelt, warte aber noch ab, da geht noch mehr...
Wie ist das bei euch? Welche Überlegungen stellt ihr an? Welche Quellen nutzt ihr?
Die Fed stellt sehr gute Seiten zur Verfügung. Z.B. den Nowcast zu GDP und die 5y5y Inflation Expectation Swaps.
https://www.newyorkfed.org/research/policy/nowcast
https://fred.stlouisfed.org/series/T5YIFR
Bei ETF.com seh ich mir die kummulativen ETF Flows der letzten Tage an
https://www.etf.com/etfanalytics/etf-fund-flows-tool
Wichtige Termine bei Tradingeconomics
https://tradingeconomics.com/
Kostenfreier Screener (z.B. für Aktien, Dividendenrenditen, KGV etc. aber auch für Futures etc)
https://finviz.com/
Die kostenlose Version ist meines Erachtens nach völlig ausreichend.
Charting über Tradingview
https://www.tradingview.com/
Eigentlich unglaublich, was man heutzutage für kleines Geld alles geboten bekommen kann.
Thomas24
27.08.2020, 23:02
ETFs zählen als Sondervermögen und sind deswegen schon per se nicht in der Konkursmasse des Emittenten enthalten
Theoretisch zwar richtig. Aber die Sondervermögensregelung nützt dir nicht so wahnsinnig viel. Die Haftung ist pro Anleger und Institut nämlich begrenzt auf, 90% der Summe, aber maximal 20.000 Euro pro Person und Institut.
Siehe Paragraph 4 Anlegerentschädigungsgesetz, Satz 2.
https://www.gesetze-im-internet.de/eaeg/__4.html
Meines Wissens nach gab es mal Überlegungen, das Sondervermögen analog zum Schutz des Cash Bestandes auf dem Girokonto ebenfalls nicht nur bis 20 K, sondern bis 100 K abzusichern. Aber diese Pläne wurden 2010 nie in nationales Recht umgesetzt. Es gilt: Cash bis 100 K pro Person und Institut geschützt, Aktien, ETFs und sonstiges Sondervermögen bis 20 K pro Person und Insitut.
Spoiler: im Ernstfall sind diese Garantien außer zur psychologischen Beruhigung vermutlich nichts wert, weil nicht genügend Kapital in den Sicherungstöpfen vorhanden ist- ist aber kein europäisches Problem. Auch das US Sicherungssystem (Federal Deposit Insurance Corporation), stünde im Ernstfall ebenfalls blank da.
PS: Deine Depotführende Bank bzw. Broker kann natürlich ggf. in den allgemeinen Geschäftsbedingungen auch einen großzügigeren Schutz für dein Sondervermögen anbieten, dazu musst du aber mal in deine AGBs schauen.
Cor_magna
28.08.2020, 00:40
Theoretisch zwar richtig. Aber die Sondervermögensregelung nützt dir nicht so wahnsinnig viel. Die Haftung ist pro Anleger und Institut nämlich begrenzt auf, 90% der Summe, aber maximal 20.000 Euro pro Person und Institut.
.
Das gilt aber auch für alle anderen UCITS zertifizierten Fondsprodukte, also bei weitem nicht auf etfs begrenzt sondern zb auch auf alle aktiven Fonds . Und der Markt für aktive Produkte ist ja nochmals deutlich größer als für passive. Lieschen Müller und Otto Durchschnitt haben viel öfter einen aktiven Fonds zb von Union investment oder Deka, ganz einfach weil dahinter grosse Vertriebsteams stecken in Gegensatz zu etfs, und hier besteht das Risiko theoretisch also auch.
Ich denke weiterhin, dass wir größere Probleme haben als über Etfs nachzudenken wenn relevante Big Player den Bach runtergehen und bei so einem Szenario hätte ich tatsächlich lieber n Bauernhof mir viel Acker und paar Kühe.
Wenn man mir solche theoretischen Risiken vor 5 Jahren als ich mit Aktien und ETF investments anfing gesagt hätte, hätte ich es wrs sofort gelassen, weil ich es nicht hätte einordnen können.
Ich sehe jedoch genau das Gegenteil als notwendig an : am besten sollte jeder einen Teil der Altersversorgung durch Sachwerte realisieren , Gründe hast du ja genannt. Und hier sehe ich Etfs als einen guten Baustein.
Und ich denke dass sie eben einen hohen Nutzen produzieren zu einem Verhältnissmässig kleinem Risiko. Zumindest wenn man physisch replizierende Varianten wählt und breit diversifiziert.
Ich persönlich mache mir eher Gedanken dass die grossen Player Vanguard und Ishares bzw Blackrock und statestreet zu viel macht gewinnen und dass wenn da doch mal einer wirklich dominiert kartellamtliche Szenarien greifen.
PS : danke für deine genannten Tools!! Werde mir das mal angucken :)
Sebastian1
28.08.2020, 06:58
Vielen Dank, Thomas!
Ansonsten freu ich mich grad. Hab am Haus viel auf Vordermann bringen können und mit der Hausbank für die Anschlussfinanzierung gute Bedingungen aushandeln können. In nicht mehr so vielen Jahren sind wir komplett schuldenfrei und haben ein abbezahltes megageiles kleines Häuschen mit Bergblick. Hab ich schon erzählt wie schön Berge sind? Und noch dazu sind die gratis. Ok, die Grundstückspreise dafür nicht. Aber die waren vor vielen Jahren auch bezahlbar...
Und ich rede von Bergen. Berg, nicht Buckel/Hügel/Anschüttung/Kieshaufen. Berg. Ich liebe Berge. Und meine Kinder auch.
Apropos Anschlussfinanzierung: es scheint sich zu rentieren wenn man sich bei Mietmäulern (provisionsgetriebene Kreditvermittler) Angebote machen lässt und dann der Hausbank erklärt dass deren Bedingungen zu schlecht sind und man woanders bessere Bedingungen bekommt. Auch wenn es möglicherweise irgendwoanders noch bessere Bedingungen geben könnte hat das deutlich reingeschlagen...
Die letzten Beiträge Bundys wurden entfernt, da sie nichts zum Thema beitragen und Spam in diesem Thread nichts zu suchen hat. Alle anderen Beiträge, die sich darauf bezogen, wurde logischerweise ebenfalls entfernt, da sie so keinen Sinn mehr ergeben.
Und Bundy, Du wurdest bereits wegen Verstößen gegen Forenregeln verwarnt, noch ein Spam-Beitrag von Dir außerhalb des Schwurbel-Threads und Dein Account wird stillgelegt.
Evil, Admin
DrSkywalker
29.08.2020, 12:14
Das wertpapierforum ist auch empfehlenswert
Investiert jemand von euch in größeren Ausmaß in Kryptowährungen/Blockchain-Technologien wie Bitcoin, Ethereum etc.?
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