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Thomas24
07.11.2020, 15:20
Interactive Brokers. Günstige Kostenstruktur, gute Produktauswahl, Order Plattform (Tws) zwar auf den ersten Blick sehr unübersichtlich, aber sehr mächtig. Wenn dir deutschsprachiger Support wichtig wäre, kannst du einen Re-Seller von IB nehmen, z. B. Captrader oder Lynx. Diese lassen sich den Support aber durch höhere Gebühren als beim Original IB natürlich bezahlen.

h3nni
07.11.2020, 15:35
Sollte man da nicht nen Depotwert von >100k haben oder so? Ist für euch vielleicht kein Problem, aber ich hab noch nicht so viel unterm Bett.

Und: nicht steuereinfach, soweit ich weiß?

Thomas24
07.11.2020, 17:27
Nein, der Depotwert kann auch recht klein sein. Mindesteinzahlung für ein Depot bei IB sind nur 10 K USD, nicht 100 K. Die Berichte sind auch steuereinfach strukturierbar, solange du keine Derivate handelst. Falks du Optionen, Futures etc handelst, musst du das über Excel in die verschiedenen Töpfe buchen und für deinen Steuerberater so schonmal vorbereiten (denn es gibt leider wenige Steuerberater, die sich wirklich gut mit der Materie auskennen, die wenigen auf dem Gebiet versierten StBs sind oft ausgebucht).

CrashStudios
07.11.2020, 19:59
IB ist der beste Broker weltweit. Hat seine Gründe warum viele hedgefonds und family offices deren Dienste nutzen. Für den Privatanleger lohnt es sich meiner Meinung nach nur wenn du mehr als 50 Order im Jahr tätigst. Für den typischen Buy&Holder der einmal im Monat diese tollen ETFs kauft, reichen auch Broker wie onvista.

Cor_magna
08.11.2020, 11:32
Ich bin bei onvista und smartbroker und kann beide empfehlen .
Smartbroker läuft über die BNP Paribas, die sind ja schon ewig am Markt.

Wer buy und hold mit Aktien oder etfs betreibt ist bei beiden genannten kandidaten gut aufgehoben.

DrSkywalker
08.11.2020, 12:47
Ich muss ja zugeben, dass ich seit 2008 bei Comdirect bin und noch nie wechseln wollte, bisher.

Ich habe ein Depot mit ca 30 Positionen, Einzelwerte und wenige ETFs. Volumen sechsstellig.

Habt ihr Erfahrung mit einem Depotwechsel von einer konventionellen Bank zu einem "modernen" Broker? Sollte ich das mal in Angriff nehmen? Ich kaufe tätige ca. 3 Käufe pro Monat, kein Sparplan.

Cor_magna
08.11.2020, 18:12
Ich muss ja zugeben, dass ich seit 2008 bei Comdirect bin und noch nie wechseln wollte, bisher.

Ich habe ein Depot mit ca 30 Positionen, Einzelwerte und wenige ETFs. Volumen sechsstellig.

Habt ihr Erfahrung mit einem Depotwechsel von einer konventionellen Bank zu einem "modernen" Broker? Sollte ich das mal in Angriff nehmen? Ich kaufe tätige ca. 3 Käufe pro Monat, kein Sparplan.

Die Frage ist wieso du das machen solltest. Welche Vorteile erhoffst du dir dadurch?

Comdirect ist ja schon ein Online Broker mit durchaus guten Preisen und auch gutem Support, was ich so höre. Wegen den paar Euro Ersparnis einen Depotübertrag zu machen, halte ich für unnötig.

Mometasonfuroat
09.11.2020, 10:28
Ich habe ausschließlich seit mehreren Jahren in Immobilien investiert, aber auch weils mir Spaß macht, ich gerne renoviere/saniere und den Mieterkontakt habe, kaufen kann man bei den aktuellen Preisen allerdings kaum noch was ohne in den Verlust zu gehen.

][truba][
09.11.2020, 16:12
Gut zu wissen, falls ich mal wieder umziehen will/muss ;-)
In Berlin mit Immobilien zu arbeiten ist sicherlich kein leichtes Pflaster oder hast du deine Immobilien in anderen Städten?

Chriman
09.11.2020, 16:33
aber auch weils mir Spaß macht, ich gerne renoviere/saniere und den Mieterkontakt habe, .

Das hört man auch eher selten;)
Wie wirkt sich denn der Mietendeckel auf deine Kalkulation aus?

hebdo
10.11.2020, 07:10
Würde auch gerne in Immobilien investieren, aber ich bin bei den Preisen erstmal wieder davon abgekommen. Habe im Hinterkopf die Entwicklung der Bevölkerungszahl und Telearbeit. Denke mal, dass sich letzteres auch auf den Wohnungsmarkt in Großstädten auswirken wird.

Andere Frage:
Macht es Sinn 100% des Kapitals (z.B. Sparmodell für Kinder) in ETF anzulegen. Direkt in Immobilien zu investieren ist gerade zu teuer und über ETF kann ma ja auch streuen z.B. Rohstoffe, Immobilien etc. Alternativ würde mir noch Agrarflächen einfallen...

GelbeKlamotten
10.11.2020, 07:59
Würde auch gerne in Immobilien investieren, aber ich bin bei den Preisen erstmal wieder davon abgekommen. Habe im Hinterkopf die Entwicklung der Bevölkerungszahl und Telearbeit. Denke mal, dass sich letzteres auch auf den Wohnungsmarkt in Großstädten auswirken wird.

Andere Frage:
Macht es Sinn 100% des Kapitals (z.B. Sparmodell für Kinder) in ETF anzulegen. Direkt in Immobilien zu investieren ist gerade zu teuer und über ETF kann ma ja auch streuen z.B. Rohstoffe, Immobilien etc. Alternativ würde mir noch Agrarflächen einfallen...


Ich würde 70% in aktien-ETFs und 20-30% in Gold o.ä. investieren.
REITs performen im Schnitt schlechter als der Aktienmarkt und sind gleichzeitig komplizierter. Außerdem hast du in den großen Welt-ETFs auch automatisch einen Immobilienanteil. Z.B. McDonalds ist in erster Linie ein Immobilieninvestor und erst an zweiter Stelle ein Verkäufer von ekelhaften Hamburgern.

SarahJulia90
10.11.2020, 08:32
Ich habe gerade einen Sparplan begonnen mit einer überschaubaren Direkteinzahlung und einer monatlichen Sparrate von mehreren hundert Euro und investiere bislang ausschließlich in einen einzigen MSCI World ETF. Haber vorher ein wenig recherchiert und das schien mit zumindest eine gängige Möglichkeit zu sein, solange ich mich nicht intensiver mit der Materie auseinandersetzen will. Was meint ihr?

GelbeKlamotten
10.11.2020, 08:54
Ich habe gerade einen Sparplan begonnen mit einer überschaubaren Direkteinzahlung und einer monatlichen Sparrate von mehreren hundert Euro und investiere bislang ausschließlich in einen einzigen MSCI World ETF. Haber vorher ein wenig recherchiert und das schien mit zumindest eine gängige Möglichkeit zu sein, solange ich mich nicht intensiver mit der Materie auseinandersetzen will. Was meint ihr?

Kann man machen, ist allerdings sehr USA-lastig (knapp 70% USA-Anteil). Das muss nicht schlecht sein, in den letzten Jahren liefen US-Aktien sehr gut. Wenn du aber noch mehr diversifikation willst, wären ein Umstieg auf einen MSCI All Country World ETF oder ein zusätzlicher Emerging Markets ETF die gängigsten Methoden für Anfänger.

romme
10.11.2020, 09:48
Kann man machen, ist allerdings sehr USA-lastig (knapp 70% USA-Anteil). Das muss nicht schlecht sein, in den letzten Jahren liefen US-Aktien sehr gut. Wenn du aber noch mehr diversifikation willst, wären ein Umstieg auf einen MSCI All Country World ETF oder ein zusätzlicher Emerging Markets ETF die gängigsten Methoden für Anfänger.

In den letzten ~90 jahren liefen USA sehr gut und es gibt wenig gründe zu glauben dass das in den nächsten 90 nicht so bleibt. Die US-Konzerne sind ja nicht auf die USA beschränkt sondern eher global aufgesetzt.

GelbeKlamotten
10.11.2020, 10:10
In den letzten ~90 jahren liefen USA sehr gut und es gibt wenig gründe zu glauben dass das in den nächsten 90 nicht so bleibt. Die US-Konzerne sind ja nicht auf die USA beschränkt sondern eher global aufgesetzt.

Das kann ja durchaus sein und ich habe ja auch gar nichts gegen einen MSCI World ETF, bin selbst auch teilweise in einen investiert. Aber viele kaufen einen solchen ETF, weil sie eben denken sie diversifizieren damit auf die ganze Welt. Und dafür ist ein MSCI ACWI EFT eben eigentlich besser.

Cor_magna
10.11.2020, 14:15
Ganz ehrlich, das wichtigste ist überhaupt diversifiziert zu investieren... Wer also den Sprung vom Sparbuch zum breit diversifiziertem Aktien ETF geschafft hat, gehört eh schon zu den "schlausten" 10 Prozent der Deutschen. Einfach weil er sein Geld für sich arbeiten lässt und nicht der Inflation zum Fraß vorwirft.
Die Frage ob MSCI World oder eben MSCI ACWI ist dann noch die Kirsche obendrauf.

Aber ja, GK hat grundsätzlich Recht: ACWI ist natürlich aufgrund der Emerging Markets nochmal breiter diversifiziert.

h3nni
10.11.2020, 15:55
Oder man wechselt von MSCI ACWI zu FTSE All world und hat einen ETF mit sehr geringer Total Expense Ratio :)

Muriel
10.11.2020, 16:45
Ich glaube, so fühlen sich echte Ärzte, wenn sie ophthalmologische Briefe lesen...

nie
10.11.2020, 16:57
Ich glaube, so fühlen sich echte Ärzte, wenn sie ophthalmologische Briefe lesen...

:D
Das trifft es ziemlich gut.

Versuche mich gerade in die Materie einzulesen, hab aber irgendwie weder Zeit noch Nerv da richtig durchzusteigen. Glücklicherweise ist mein Vater seit vielen Jahre voll im Thema und verwaltet gerade meine (Spar-)Finanzen für mich. Da er das aber nicht ewig machen kann, muss ich wohl früher oder später selbst wissen, was mein Geld da so treibt.