Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
Thomas24
17.01.2021, 21:12
Theoretisch kannst du auch mit 100 Euro Anlagevolumen mit entsprechenden Hebelzertifikaten innerhalb von kurzer Zeit zum Millionär werden (oder dich dank der Nachschusspflicht bis an die Kinnlade verschulden).
Wenn er das mit CFDs machen sollte- da ist seit 2017 in Europa keine Nachschusspflicht mehr vorhanden. Er kann nur sein ganzes Vermögen verballern. Wenn er Futures, oder Future Optionen nehmen sollte, gilt natürlich weiterhin der Grundsatz: du kannst mehr verlieren, als du eingezahlt hast. Aber dann hat er es auch nichts anderes verdient :-slap
GelbeKlamotten
17.01.2021, 21:28
Wenn er das mit CFDs machen sollte- da ist seit 2017 in Europa keine Nachschusspflicht mehr vorhanden. Er kann nur sein ganzes Vermögen verballern. Wenn er Futures, oder Future Optionen nehmen sollte, gilt natürlich weiterhin der Grundsatz: du kannst mehr verlieren, als du eingezahlt hast. Aber dann hat er es auch nichts anderes verdient :-slap
Danke für die Info mit den CFDs, das wusste ich nicht. Die Zeiten, in denen ich noch mit sowas gehandelt habe liegen länger zurück als 2017.
Du bist in der Pathologie, oder? Entgegen meines Nicknames hier bin ich in der Psychiatrie. Da sind die Möglichkeiten der Erhöhung des Cashflows nach dem Facharzt begrenzt ;)
Eine Oberarztstelle sollte bei fachlicher Eignung auf jeden Fall möglich sein. Da ist nach Tarifvertrag nach 6 Jahren ein Jahresgehalt von 106.440.36 € drin. Grundgehalt. Und bei einem Stellenwechsel lässt sich je nach Marktsituation evtl. noch was extra raushandeln. Wie es in der Niederlassung für Psychiater aussieht weiß ich nicht.
Matzexc1
18.01.2021, 06:00
Wenn es nur um das Return of Capital geht, könnte ich das Geld aber auch auf meinem Tagesgeldkonto für aktuell 0,1 Prozent Zinsen liegen lassen, oder sehe ich das falsch? Ein bisschen Risikobereitschaft ist schon vorhanden. Ich möchte das ganze gerne aber auch nicht zu kompliziert werden lassen. Wenn ich mir den Verlauf des MSCI World so ansehen, scheint ein Anlagehorizont unter 15 Jahre aber tatsächlich nicht günstig. Vor Einzelaktien scheue ich etwas zurück, da ich es für recht unwahrscheinlich halte, dass ausgerechnet ich den Markt schlage. Ein Bekannte hatte mir geraten, einfach auch einen fünfstelligen Betrag in eine Aktie wie Amazon zu stecken. Aber das klingt mir irgendwie „zu einfach“ bzw. risikofreich. Wenn das so einfach wäre, könnte ja jeder leicht zu Geld kommen an der Börse.
Eine andere Option wäre noch, mit dem Geld in einer mir gut bekannten, noch recht günstigen aber aktuell „boomenden“ Großstadt eine kleinere Wohnung zu kaufen, diese zu vermieten und dann einfach auf einen anhaltenden Immobilientrend zu hoffen. Die Prognosen sehen da ja mehrheitlich ganz gut aus.
Die berühmten Tipps von "Bekannten", meistens Leute die auch wenig Ahnung haben.
Ein Immobilieninvestor hat mal einem Freund, der ins Geschäft einsteigen wollte ein echtes Schnäppchen vermittelt. Der Freund lehnte ab weil ein "Bekannter", der null Ahnung hatte, es als schlechtes Geschäft bezeichnete, das Haus war später das mehrfache wert.
ich habe vor Kurzem eine nicht unerheblich Menge Geld geerbt, so ein unter- bis mittlerer sechsstelliger Betrag. Eigentlich wollte ich das in ein Immobilienprojekt investieren, die entsprechende Baugemeinschaft ist aber leider nun doch nicht zustande gekommen.
Du hast einen größeren Betrag geerbt, wolltest eigentlich in Immobilien investieren und nach einem einmaligen kurzen Versuch der nicht geklappt hat brichst du ab? Keine Überlegungen mehr ob es nicht Alternativen zu dem einen Immobilienprojekt gibt? Dann lass es. Immobilien brauchen meiner Meinung nach schon eine gewisse Form von Interesse und Pflege sonst kann man es gleich sein lassen. Also wenn man selbst eine Immobilie ernsthaft erwirbt (und nicht bloß irgendwelche Anteile an irgendeinem gehypeten Immobilien-Fond)...
Ansonsten: ich mag Immobilien.
Wie wäre es denn mit niederlassung?
Als Psychiater vielleicht nicht die beste Idee.
Nur so ein paar Aspekte:
-Unterdurchschnittlich Selbstzahler (wegen Ausschluß von F-Diagnosen bei Wechsel in die PKV oder Verbeamtung), kombiniert mit einem überdurchschnittlichen Prozentsatz an Transferleistungsempfängern im Patientengut wg. Erwerbsunfähigkeit
-keine "Verdünnerscheine"
-unbefriedigende Abrechnungsmöglichkeit im KV-System (mit einem Besuch im Quartal wird es kaum getan sein)
-und Regressrisiko durch teils teure, (Dauer-) Medikamente
So ähnlich wie bei der Neurologendiskussion vor ein paar Wochen. Natürlich kann man aber auch noch was draufsatteln, in die Psychosomatik-Ecke wechseln und sich auf burnoutgeplagte Lehrerinnen mit Doppelnamen spezialisieren.
So ähnlich wie bei der Neurologendiskussion vor ein paar Wochen. Natürlich kann man aber auch noch was draufsatteln, in die Psychosomatik-Ecke wechseln und sich auf burnoutgeplagte Lehrerinnen mit Doppelnamen spezialisieren.
Aber ist das sehr lukrativ?
Ist es in der Klinik für Psychiatrie nicht eher vorteilhaft zu arbeiten, wenn man Big Money sucht (Zufriedenheit mit der Arbeit und normale Arbeitszeiten seien hier etwas zurückgestellt) ? (nur eine Vermutung)
Aber ist das sehr lukrativ?
Ist es in der Klinik für Psychiatrie nicht eher vorteilhaft zu arbeiten, wenn man Big Money sucht (Zufriedenheit mit der Arbeit und normale Arbeitszeiten seien hier etwas zurückgestellt) ? (nur eine Vermutung)
Es gibt auf jeden Fall in der Selbstzahlermedizin ganz andere Abrechnungsmöglichkeiten, und die Vorhalte/Betriebskosten einer psychosomatischen Praxis dürften auch sehr gering sein, das Risiko eines Medikamentenregress (bei GKV) sowieso. Aber da können sich sicher die KollegInnen aus den entsprechenden Fachgebieten besser dazu äußern. Natürlich gerät man dann in eine Konkurrenzsituation mit nichtärztlichen Psychotherapeuten und ähnlichen Berufsgruppen.
Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit eines selbstständig niedergelassenen Arztes übertrifft in vielen Fällen aber auch die aus dem Krankenhaus.
Eiegentlich geht es hier aber um Anlagemöglichkeiten und nicht die finanzielle Situation der Fachgruppen in der Niederlassung.
-keine "Verdünnerscheine"
-unbefriedigende Abrechnungsmöglichkeit im KV-System (mit einem Besuch im Quartal wird es kaum getan sein)
Nochmal OT:
Ambulante Psychiater können bestens 5-Minuten-Medizin betreiben und entsprechend verdienen. Es gibt sehr viele Pat., die nichts weiter wollen/brauchen als 1x/Quartal ihr Fortsetzungsrezept. Selbst in der PIA für die "Schwerkranken" ist der weit überwiegende Teil der Klientel von dieser Sorte.
GelbeKlamotten
20.01.2021, 20:57
Zudem bietet die Psychiatrie hervorragende Möglichkeiten, nebenbei als Gutachter zu arbeiten. Noch besser wenn man zusätzlich Neurologe ist. Mit gut organisierter Praxis + gutachtertätigkeit kann man deutlich besser verdienen als ein Oberarzt. Und da reden wir locker vom doppelten Tarifgehalt.
Sebastian1
20.01.2021, 22:38
Andere kurze Frage zwischendurch: Aktuell
Ethereum CFD mit kleinem Hebel, zB 1 zu 2? Kleiner Betrag, spekulativ. Verlustrisiko ist klar.
Guter Einstiegszeitpunkt?
Meinungen von Kryptoerfahrenen?
Thomas24
20.01.2021, 23:12
Kurze Gegenfrage: warum über einen CFD? (Cave Emittentenprodukt!!! Der Emittent garantiert dir weder Liquidität, noch Handelbarkeit, noch faire Preisfindung des CFDs und behält sich auch das Recht vor, das Instrument zu canceln - steht auch so in den Bedingungen drin). Daher: wieso nicht direkt long ETH? Wenn du annnimmst, dass Kryptos eine eigene Assetklasse bleiben werden (also eben nicht durch staatliche Stellen tot reguliert werden können), kann man das mit etwas Spielgeld so machen.
Wenn Kryptos in einigen Jahren ein reiferer Markt werden sollte, kann man sicher ganz interessante Setups -wie in anderen Märkten- handeln (zB. Einführung von Futures auch auf ETH und andere Kryptos mit Veröffentlichung von COT Daten, Arb Plays zwischen BTC und den aus BTC abstammenden Forks wie LTC usw.).
Noch handeln Kryptomärkte sehr "technisch" nach Volume, Marketprofile, Retracements etc. wie von Retail dominierten Märkten halt handeln. Man sieht, dass es noch sehr unreife Märkte mit wenig institutioneller Beteiligung und daher (noch) kaum sensibel für die in anderen Märkte relevanten Fundamentaldaten sind. Eigentlich auch logisch, denn fast die komplette Buy Side mit Pensionskassen, Versicherungen, Unternehmens Treasuries etc. ist noch nicht in diesen Märkten drin (und darf es auch noch nicht). Da fehlt es noch an den regulatorischen Vorgaben, dass eines Tages "real Money" teilnehmen kann. Wenn dieses regulatorische Korsett in einigen Jahren einmal steht und auch institutionelle Geld in diese Märkte fließen darf, dann bist du früher positionierter natürlich gut dran 😉 Long Story short: mach's ruhig, aber nimm besser nur Kleingeld.
Eine Sache noch: solange du dich noch in einem Stadium befindest, wo du in einem anonymen Internetforum Anlagefragen mit "Was haltet ihr denn von ...XYZ" stellst: *nimmst du keinen Hebel und keine gehebelten Produkte*
Hebel setzt du erst ein, wenn Du weißt, was du überhaupt tust. Wenn überhaupt.
DrSkywalker
21.01.2021, 05:47
ETH cfds kämen mir nicht in den Sinn. Das ist mir zu spekulativ, da kann ich auch ins Casino gehen und alles auf rot setzen :))
Ich seit 20 Jahren an der Börse aktiv und habe zuletzt gestern Procter & gamble nachgekauft...Ich bin da sehr konservativ unterwegs muss ich sagen. Das wildeste was ich so gemacht habe sind meine Alphabet und Amazon einzelaktien ;)
Zudem bietet die Psychiatrie hervorragende Möglichkeiten, nebenbei als Gutachter zu arbeiten. Noch besser wenn man zusätzlich Neurologe ist. Mit gut organisierter Praxis + gutachtertätigkeit kann man deutlich besser verdienen als ein Oberarzt. Und da reden wir locker vom doppelten Tarifgehalt.
Bevor hier wieder einfach Dinge in den Raum gestellt werden: bitte informiere Dich, wie die Vergütung eines von einem Sozialversicherungsträger angeforderten Gutachtens (und um die geht es in dieser Fachrichtung meistens) aussieht. Dann rechnest Du das auf den Stundenlohn um. Und dann weißt Du auch, warum viele FA nicht mehr bereit sind, solche Gutachten zu verfassen.
Vielleicht kann hier mal einer der KollegInnen die konkrete Euro-Zahl nennen, wenn ich das tue, heißt es wieder, ich wäre irgendwie verbittert oder so...
Stargutachter in z.B. einem Kannibalenprozess dürften nur die wenigsten werden- und das auch nicht auf Dauer.
Was die zitierten Fünfminutentermine für Folgeverschreibungen angeht: als FA jeglicher Richtung konkurriert man für unproblematische Folgeverschreibungen mit den Hausärzten, die dann diese "Verdünnerscheine" gerne nehmen. "Problematische", spricht teure/regressbehaftete Verschreibungen bleiben dann wieder an den Bereichsfachärzten hängen, und das ist genau das, was ich mit fehlenden Verdünnerscheinen und erhöhtem Regressrisiko gemeint habe.
PIA kann da ein Ausweg sein, es ging aber bei der Ausgangsbehauptung um eine Niederlassung in Eigenregie.
Sorry für OT.
Sebastian1
21.01.2021, 10:01
Danke, Thomas.
Zu deiner berechtigten Bemerkung: keine Sorge, das hört ist nicht meine primäre Informationsquelle. Und die Abfrage war bewusst kurz gehalten, weil ich eure unbiased Meinung hören wollte. Und weil ich halt weiß, das es hier Leute weiter dich gibt, die wissen, was sie tun.
Vorweg: alles, was ich in Krypto stecken würde, dürfte im Zweifelsfall auf Null fallen. Ich betrachte das als hochspekulatives Investment mit aktuell guten Chancen.
Warum die Idee mit CFD? Erstens mit geringem Hebel überproportionale Kurspartizipation, zweitens aus Bequemlichkeit (geht wunderbar über Broker ohne Kryptowallet etc). Die Gegenargumente von dir sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.
wie die Vergütung eines von einem Sozialversicherungsträger angeforderten Gutachtens (und um die geht es in dieser Fachrichtung meistens) aussieht. Dann rechnest Du das auf den Stundenlohn um. Und dann weißt Du auch, warum viele FA nicht mehr bereit sind, solche Gutachten zu verfassen.
Vielleicht kann hier mal einer der KollegInnen die konkrete Euro-Zahl nennen, wenn ich das tue, heißt es wieder, ich wäre irgendwie verbittert oder so...
Das ist leider richtig, Sozialgutachten sind regelrecht unwürdig bezahlt. Das rotzen dann manche Kollegen in 20 Minuten runter, um auf eine akzeptable Vergütung zu kommen. (Von der nicht gegebenen Neutralität aus Angst vor fehlenden Folgeaufträgen mal ganz abgesehen). Das Problem: Diese "Gutachten" sind dann fachlich und handwerklich dermaßen schlecht, dass man sie in die Tonne kloppen muss, was wiederum der Allgemeinheit mehr Kosten verursacht - wegen oft berechtigtem Widerspruch bzw. Klage der Patienten.
GelbeKlamotten
21.01.2021, 22:46
Bevor hier wieder einfach Dinge in den Raum gestellt werden: bitte informiere Dich, wie die Vergütung eines von einem Sozialversicherungsträger angeforderten Gutachtens (und um die geht es in dieser Fachrichtung meistens) aussieht. Dann rechnest Du das auf den Stundenlohn um. Und dann weißt Du auch, warum viele FA nicht mehr bereit sind, solche Gutachten zu verfassen.
Vielleicht kann hier mal einer der KollegInnen die konkrete Euro-Zahl nennen, wenn ich das tue, heißt es wieder, ich wäre irgendwie verbittert oder so...
Stargutachter in z.B. einem Kannibalenprozess dürften nur die wenigsten werden- und das auch nicht auf Dauer.
Ich kenne zwei Psychiater, die mit Gutachten sehr ordentlich verdienen. Das geht natürlich nur dann, wenn man gut organisiert ist und eine gewissen Routine hat. Wenn man ab und zu mal ein Gutachten macht und dann an jeder Formulierung rumüberlegt, dann wird das natürlich nichts. Wenn man aber die Termine organisiert durchzieht, sich sinnvolle Notizen macht und dann zügig runterdiktiert und eine fähige schreibkraft + spracherkennungssoftware hat, dann kommt schon ein recht anständiger Stundenlohn raus.
In der Psychiatrie kannst du da problemlos mal eben fix 40 Seiten allein biographische Anamnese in sehr kurzer zeit diktieren (natürlich Zeilenabstand 1,5 + Seitenränder), die beurteilung aus den 10 vorgutachten überfliegen und zusammenfassen, dann kommt ein großer teil textbausteine, usw... Das ist der große Vorteil an der Psychiatrie bei den Gutachten, da kannst du problemlos 150 Seiten mit überwiegend Blabla füllen und das geht wesentlich schneller als wenn du nur medizinische Fakten zu berichten hast.
Ich weiß aus erster Hand, dass man damit einen deutlich besseren Stundenlohn als in der normalen Praxistätigkeit erreichen kann. Wie gesagt, wenn man entsprechende Routine hat, gut organisiert ist und mit logorrhoeischen Patienten umgehen kann.
cartablanca
23.01.2021, 16:16
Als Psychiater vielleicht nicht die beste Idee.
Nur so ein paar Aspekte:
-Unterdurchschnittlich Selbstzahler (wegen Ausschluß von F-Diagnosen bei.
Biete Gruppentherapie an und multipliziere so dein Gehalt pro Stunde.
Biete Gruppentherapie an und multipliziere so dein Gehalt pro Stunde.
Per Zoom sind 150+ Patienten auf einmal kein Problem. :-dance
cartablanca
23.01.2021, 18:30
Per Zoom sind 150+ Patienten auf einmal kein Problem. :-dance
Es gibt für sowas Obergrenzen. Bei Teilnehmerzahlen im Bereich 150 plus gilt man eher als Guru einer Psychosekte denke ich.
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