Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
Relaxometrie
25.04.2021, 22:27
Das mit dem Perpetual Travelling war durchaus ernst gemeint. Ich würde es niemals machen wollen, denn dann ist das Steuersparen, bzw. Steuervermeiden, ja der größte und fast einzige Lebensinhalt.
Aber wenn man nach Möglichkeiten fragt, auf das Perpetual Travelling hingewiesen wird und dann kneift, isses halt etwas komisch.
Kackbratze
26.04.2021, 07:21
Die Frage ist ja, was man hier vor Ort tun kann um die erhöhte Steuerlast zu umgehen.
"in die richtige Krypto Währung investieren und zack ist man Millionär"
*seufz* Ja. Sicher. Wollen wir nicht lieber über realistische und mögliche Wege diskutieren?
Die richtigen Kryptowährungen kann man halt nicht nachverfolgen (Monero z.B.); ideal um Steuer zu "sparen". ;-)
Matzexc1
26.04.2021, 07:41
Die Frage ist ja, was man hier vor Ort tun kann um die erhöhte Steuerlast zu umgehen.
"in die richtige Krypto Währung investieren und zack ist man Millionär"
*seufz* Ja. Sicher. Wollen wir nicht lieber über realistische und mögliche Wege diskutieren?
Ich finde es schwierig vor der Wahl das auszudiskutieren, weil die Regeln werden sich ändern. Es ist dann eher die Frage wie man sich am besten anpasst, aber machen wir ein Brainstorming:
https://www.gruenderstory.de/aktien-und-etfs-als-gmbh-kaufen/
Robert Kyosaki schreibt das die Gründung eines eigenen Unternehmens ein sehr guter Vermögensschutz ist, stimmt durchaus.
Der eine oder andere hat wahrscheinlich sein Auto über die Praxis abgerechnet. Problem hier ist die Frage ab wieviel sich das lohnt. Ein aktiver Börsenanleger hat mir gesagt, dass es sich erst ab ca. 50000 € Jahreseinkommen(als Anleger) rechnet. Ich denke bei Immobilien wird das vielleicht anders aussehen, dabei muss man aber auch den Aufwand berücksichtigen.
Die Frage ist nur wie die Besteuerung nach der Wahl für solche Unternehmen aussieht, wenn die Umfragen stimmen müssen CDU und Grüne noch mindestens die FDP oder SPD hinzunehmen. Bei letzterem werden wir einen Mietendeckel sehen
Alternativen die ich sehen würde:
1) Physische Edelmetalle kaufen und einlagern, am besten so das diese nicht in einer nachverfolgbaren Bilanz auftauchen. Gold nur in bar bis zur erlaubten Grenze, ab dann muss man wegen Geldwäschevermeidung seine Personalien angeben.
Alternative sind Silber oder Platin. Wobei Silber wenigstens leichter als Zahlungsmittel verwendet werden kann.
2)Koffer packen und zwar bevor die Besteuerung nach Staatsbürgerschaft kommt, ich halte diese zwar für recht unwahrscheinlich, aber bei den Grünen ist die Milchmädchenrechnung ja grundsätzlich beliebt. Vielleicht ist auch es eine Idee innerhalb der europäischen Union das Unternehmen zu gründen.
Cor_magna
26.04.2021, 07:58
Nichts für ungut, ich denke das führt hier zu nichts. Werde mir einen anderen Ort suchen um das zu diskutieren.
Schau lieber mal ins Wertpapierforum. Hab dort schon öfter mal so Diskussionen gelesen.
Matzexc1
26.04.2021, 13:05
Über finanzblogroll:
http://www.getmad.de/ein-gespenst-geht-um-in-deutschland
GelbeKlamotten
26.04.2021, 17:28
Ich finde es schwierig vor der Wahl das auszudiskutieren, weil die Regeln werden sich ändern. Es ist dann eher die Frage wie man sich am besten anpasst, aber machen wir ein Brainstorming:
https://www.gruenderstory.de/aktien-und-etfs-als-gmbh-kaufen/
Robert Kyosaki schreibt das die Gründung eines eigenen Unternehmens ein sehr guter Vermögensschutz ist, stimmt durchaus.
Der eine oder andere hat wahrscheinlich sein Auto über die Praxis abgerechnet. Problem hier ist die Frage ab wieviel sich das lohnt. Ein aktiver Börsenanleger hat mir gesagt, dass es sich erst ab ca. 50000 € Jahreseinkommen(als Anleger) rechnet. Ich denke bei Immobilien wird das vielleicht anders aussehen, dabei muss man aber auch den Aufwand berücksichtigen.
Was genau würdest du dir denn von der Unternehmensgründung versprechen? Und inwiefern ist deiner Meinung nach die Gründung eines unternehmens per se „durchaus ein guter Vermögensschutz“? Einfach nur dein Kapital in eine GmbH übertragen ist überhaupt kein Schutz vor irgendetwas. Im Gegenteil, sobald du mit deiner GmbH irgendwelche geschäftlichen Tätigkeiten ausübst, ist es ein zusätzliches Risiko, wenn du dein ganzes Kapital in die Haftungsmasse übertragen hast.
Ein Auto von der Steuer absetzen ist ein vollkommen anderes Thema. Und selbstverständlich darfst du das nur, wenn du das Auto eben geschäftlich nutzt.
Steuerlich ergibt sich ein Vorteil des Investierens über eine GmbH nur dann, wenn du von der GmbH verdientes Geld investierst. Dann kannst du nämlich investieren, bevor die Besteuerung der Ausschüttung an dich erfolgt. Wenn ich einfach mein Geld in eine GmbH einzahle und darüber investiere, dann werden die Gewinne einmal als Unternehmensgewinne versteuert und dann noch mal von mir persönlich versteuert, wenn ich sie mir auszahlen lasse. Ich wüsste nicht, wieso dabei ein Vorteil für mich entstehen sollte.
Was das mit 50.000 Euro Jahreseinkommen (???) zu tun haben soll erschließt sich mir auch nicht.
Die Frage ist nur wie die Besteuerung nach der Wahl für solche Unternehmen aussieht, wenn die Umfragen stimmen müssen CDU und
1) Physische Edelmetalle kaufen und einlagern, am besten so das diese nicht in einer nachverfolgbaren Bilanz auftauchen. Gold nur in bar bis zur erlaubten Grenze, ab dann muss man wegen Geldwäschevermeidung seine Personalien angeben.
Alternative sind Silber oder Platin. Wobei Silber wenigstens leichter als Zahlungsmittel verwendet werden kann.
Einfach mal ein bisschen Lesen, Gold vs. Aktien. Dann merkst du, dass das unsinnig ist.
Über finanzblogroll:
http://www.getmad.de/ein-gespenst-geht-um-in-deutschland
Hast du dir das wirklich durchgelesen und kurz darüber nachgedacht? Sinngemäß schreibt er zur Besteuerung von Kapitalerträgen: „Wer eh wenig verdient, der zahlt ja dann trotzdem nicht viel. Wer mehr verdient zahlt dann viel mehr aber das ist mir eigentlich egal.“
Jeder von uns verdient bereits zum Berufsstart so viel, dass er unter den Grünen 45% Kapitalertragssteuer zahlen müsste - ab dem ersten Euro an Kapitalerträgen. Dieser Blogpost wurde von jemandem verfasst der nicht nur von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, sondern zusätzlich auch noch völlig ignorant ist. Eine Diskussionsgrundlage für eine Diskussion unter Erwachsenen bietet er nicht.
CrashStudios
26.04.2021, 17:46
ich habe es schon einmal gesagt; asset protection bzw. steuervermeidungskonstrukte durch stiftungen o.ä. ist ohne physische wohnsitzverlagerung ins ausland völlig unsinnig, vielmehr riskiert ihr dadurch eure approbation wenn die staatsanwaltschaft wegen steuerhinterziehung ermittelt.
im übrigen gibt es tatsächlich assistenzärzte mit 7 stelligen depotvermögen dank bspw. derivate und kryptowährungen. die hängen das aber nicht an die große glocke.
GelbeKlamotten
26.04.2021, 17:55
ich habe es schon einmal gesagt; asset protection bzw. steuervermeidungskonstrukte durch stiftungen o.ä. ist ohne physische wohnsitzverlagerung ins ausland völlig unsinnig, vielmehr riskiert ihr dadurch eure approbation wenn die staatsanwaltschaft wegen steuerhinterziehung ermittelt.
im übrigen gibt es tatsächlich assistenzärzte mit 7 stelligen depotvermögen dank bspw. derivate und kryptowährungen. die hängen das aber nicht an die große glocke.
Selbst wenn du es schon 27 mal gesagt hättest, würde es dadurch nicht richtig werden. Eine wohnsitzverlagerung ins Ausland ist für die Gründung einer Stiftung im Ausland (abhängig vom Land natürlich) nicht erforderlich und das ganze lässt sich als vollkommen legales Konstrukt von Deutschland aus mit entsprechender professioneller Hilfe aufziehen. Die Frage ist nur, ab welchem Vermögen sich die entstehenden Kosten lohnen und wie hoch das politische Risiko in dem Land ist, in dem die Stiftung ansässig ist.
Dieses ach so unsinnige Konzept wird vielfach auf absolut legalem Wege praktiziert und auch von professionellen Vermögensverwaltern (zB der sehr renommierte Herr Kommer) in einigen Situationen so empfohlen, von den meisten aber eben erst in den Sphären ab einem Vermögen von 5 Mio.
CrashStudios
26.04.2021, 18:05
Der hier (https://www.zeit.de/online/2008/08/zumwinkel-hintergrund/seite-2) hat schon Erfahrungen mit Stiftungen gesammelt:-oopss aber mach ruhig, is ja nicht meine Approbation (https://www.zm-online.de/news/praxis/approbationsentzug-wegen-steuerhinterziehung-ist-rechtens/).
GelbeKlamotten
26.04.2021, 18:18
Der hier (https://www.zeit.de/online/2008/08/zumwinkel-hintergrund/seite-2) hat schon Erfahrungen mit Stiftungen gesammelt:-oopss aber mach ruhig, is ja nicht meine Approbation (https://www.zm-online.de/news/praxis/approbationsentzug-wegen-steuerhinterziehung-ist-rechtens/).
Jetzt hast du mich überzeugt. Weil man mit Stiftungen auch illegal Steuern hinterziehen kann, sind sämtliche Steuerkonstrukte mit Stiftungen natürlich illegal. Ein knapper Artikel aus der Zeit, der keinerlei genauere Hintergründe liefert, ist der ultimative Beweis. Kennt man ja auch von Gerd Kommer, der gibt ja bekanntlich ständig Tipps zum Steuern hinterziehen :-oopss
Bin endgültig wieder raus hier. War einen Versuch wert, aber ist eben einfach nicht das richtige Forum für solche Themen.
][truba][
26.04.2021, 18:22
Denke Thomas kann sicherlich noch einige Infos dazu beitragen. Nur ob er es machen wird/möchte ist die andere Frage.
Ich bin da eher weit von Summen entfernt bei denen sich etwas rechnet aber interessant finde ich es trotzdem.
Matzexc1
27.04.2021, 05:45
Bin endgültig wieder raus hier. War einen Versuch wert, aber ist eben einfach nicht das richtige Forum für solche Themen.
Das hast du schon einmal gesagt, wenn du so eine Riesenpanik vor Steuern hast geh zu einem Steuerberater und heul dich bei dem aus. In einem Medizinerforum nach Steuersparmöglichkeiten zu fragen, wo fast alle weniger Ahnung haben als du ist natürlich sinnig, außer du wolltest mal wieder uns allen klar machen wie unwissend wir sind.
Was willst du eigentlich? Den heiligen Gral, der dir natürlich kostenlos serviert wird, für eine Situation die vielleicht gar nicht eintritt? Nach allem was man von dir liest dachte ich du hättest genug "Bekanntschaften" die sich ökonomisch top auskennen und die du besser um Informationen biten kannst.
Den Vorteil den ich bei einem Unternehmen sehe ist der, dass die Abzugsmöglichkeiten ganz andere sind, wie gesagt meine Mittel sind zu gering als das ich sowas aktuell in Betracht ziehe.
Wenn ich Geld in eine GmbH stecke dann soll das auch dort erstmal verbleiben und nicht dazu dienen den nächsten Luxusurlaub zu finanzieren.
Ich finde das Thema eigentlich zu interessant, um es jetzt einfach abzubrechen - auch für (hier wohl Mehrheit) diejenigen, die über keine 7-stelligen Beträge verfügen. Wenn ich mir heute einen Aktien-ETF zulege und den dann bis zum Ruhestand so liegen lassen und dann peu à peu abschmelze betrifft es mich u.U. tatsächlich kaum.
Aber das ist ja keine realistische Betrachtung. In der Regel wird man doch irgendwann Geld umschichten wollen oder müssen - wenn dann jedesmal ca. die Häfte der Erträge an den Staat gehen, dann wird aus einer durchschnittlichen Rendite von ~7% eine Rendite von 3.5%, nach Abzug der Inflation von 1.5% - da wird physisches Gold fast tastsächlich zur ernsthaften Alternative ;-) Noch gravierender wird der Einfluss natürlich, wenn man aktiv in einzelne Aktien oder Themen-Fonds investiert. Da wäre eine Ausgliederung in eine GmbH ja vielleicht tatsächlich eine Alternative - v.a. falls man dann noch Immobilienbesitz darüber verwalten (und abschreiben) kann.
Aus meiner Sicht stellt die Abschaffung der Kapitalertragssteuer vor allem eine erneute massive Unterstützung für Lebensversicherungen & Co. dar :-nix
LasseReinböng
27.04.2021, 18:25
Wenn selbst in God's Own Country eine capital gains tax von bis zu 43,4% möglich ist kriegen die Grünen das in Deutschland aber locker hin.
https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-04-22/biden-to-propose-capital-gains-tax-as-high-as-43-4-for-wealthy
GelbeKlamotten
27.04.2021, 20:58
Ich finde das Thema eigentlich zu interessant, um es jetzt einfach abzubrechen - auch für (hier wohl Mehrheit) diejenigen, die über keine 7-stelligen Beträge verfügen. Wenn ich mir heute einen Aktien-ETF zulege und den dann bis zum Ruhestand so liegen lassen und dann peu à peu abschmelze betrifft es mich u.U. tatsächlich kaum.
Aber das ist ja keine realistische Betrachtung. In der Regel wird man doch irgendwann Geld umschichten wollen oder müssen - wenn dann jedesmal ca. die Häfte der Erträge an den Staat gehen, dann wird aus einer durchschnittlichen Rendite von ~7% eine Rendite von 3.5%, nach Abzug der Inflation von 1.5% - da wird physisches Gold fast tastsächlich zur ernsthaften Alternative ;-) Noch gravierender wird der Einfluss natürlich, wenn man aktiv in einzelne Aktien oder Themen-Fonds investiert. Da wäre eine Ausgliederung in eine GmbH ja vielleicht tatsächlich eine Alternative - v.a. falls man dann noch Immobilienbesitz darüber verwalten (und abschreiben) kann.
Aus meiner Sicht stellt die Abschaffung der Kapitalertragssteuer vor allem eine erneute massive Unterstützung für Lebensversicherungen & Co. dar :-nix
Vielleicht könntet ihr GmbH-Verfechter ja einfach mal konkret nennen, welche Vorteile ihr euch davon erwartet, eure Wertpapierinvestitionen über eine GmbH abzuwickeln. Nicht nur "Kiyosaki sagt, Unternehmen gründen ist toll", sondern ganz konkret wo ihr da einen finanziellen Vorteil sehr. Das soll keine Besserwisserei sein, ich verstehe tatsächlich nicht, was ihr euch davon versprecht.
Die Bücher von Kyosaki habe ich auch zum Teil gelesen, sind ganz nette Unterhaltung, aber viel mehr auch nicht. Zur Motivation können sie dienen, aber der fachliche Gehalt ist ziemlich klein und die wenigen konkreten inhaltlichen Aspeke sind nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar.
Dinge steuerlich absetzen? Was denn? Den privat genutzten PKW? Ganz sicher nicht. Die Fahrt nach Berlin oder Frankfurt zur Hauptversammlung eines Unternehmens, in das ihr investiert habt? Das könnte klappen, wenn ihr da wirklich hin wollt, selbstverständlich mit Teilnahmenachweis. Und wenn ihr auch nur einen Tag länger dort bleibt wirds schon schwierig, das vor dem Finanzamt zu begründen. Viele Möglichkeiten fallen mir ansonsten nicht ein, da in dieser Hinsicht irgendwelche Vorteile draus zu ziehen.
Vermietete Immobilien über eine GmbH verwalten? Das kann vermutlich Vorteile bringen - ist nicht mein Metier. Immobilien in einer GmbH verwalten und über die gleiche GmbH sein Wertpapiervermögen verwalten? Wirklich? Der große Vorteil einer GmbH ist ja gerade, dass man (von Ausnahmen abgesehen) nicht mit seinem Privatvermögen für Verluste der GmbH haften muss. Und du willst freiwillig dein gesamtes Wertpapiervermögen in die Haftungsmasse der GmbH übertragen? Damit schön alles weggepfändet werden kann, wenn du dein Immobiliengeschäft an die Wand fährst? Wozu??
ehem-user-02-08-2021-1033
27.04.2021, 21:18
Dinge steuerlich absetzen?
Bei einer Kapitalgesellschaft gibt es kein "absetzen". Es gibt Aufwendungen... diese können manchmal eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen... ein klassisches "absetzen" gibt es nicht. Es erfolgt eine Gewinn- und Verlustrechnung.
Der große Vorteil einer GmbH ist ja gerade, dass man (von Ausnahmen abgesehen) nicht mit seinem Privatvermögen für Verluste der GmbH haften muss. Und du willst freiwillig dein gesamtes Wertpapiervermögen in die Haftungsmasse der GmbH übertragen? Damit schön alles weggepfändet werden kann, wenn du dein Immobiliengeschäft an die Wand fährst? Wozu??
Bei allen anderen Gesellschaftsformen (außer der AG, der UG und der GmbH) haftet man unbeschränkt mit seinem Privatvermögen.
Was aber die "Großen" machen ist, dass sie "verschachteln", d.h. es werden unterschiedliche Vermögen auf unterschiedliche Gesellschaften verteilt... denn auch Gesellschaften (juristische Personen) können als Gesellschafter auftreten...
(Geburtstunde der Briefkastenfirmen ;-)
GelbeKlamotten
27.04.2021, 21:22
Bei einer Kapitalgesellschaft gibt es kein "absetzen". Es gibt Aufwendungen... diese können manchmal eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen... ein klassisches "absetzen" gibt es nicht. Es erfolgt eine Gewinn- und Verlustrechnung.
Das stimmt, absetzen war das falsche Wort. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass du nur Kosten geltend machen kannst, die tatsächlich aufgrund der Geschäftstätigkeit entstehen. Und die sind recht überschaubar, wenn man nur seinen ETF über das Unternehmen verwalten will.
Bei allen anderen Gesellschaftsformen (außer der AG, der UG und der GmbH) haftet man unbeschränkt mit seinem Privatvermögen.
Was aber die "Großen" machen ist, dass sie "verschachteln", d.h. es werden unterschiedliche Vermögen auf unterschiedliche Gesellschaften verteilt... denn auch Gesellschaften (juristische Personen) können als Gesellschafter auftreten...
(Geburtstunde der Briefkastenfirmen ;-)
Das hat aber für den privaten Anlager mit nur 7-stelligem Vermögen wenig Relevanz. Und da muss man tatsächlich aufpassen, nicht in der Illegalität zu landen.
Dinge steuerlich absetzen? Was denn? Den privat genutzten PKW? Ganz sicher nicht.
Reite doch nicht ständig auf dem privat genutzten PKW rum wenn du die einfachsten Dinge nicht kennst.
Google einfach mal nach der "1-Prozent-Regel", dann google nach "1-Prozent-Regel Elektroauto" und du kommst auf mehrere Sachen: Fahrtenbuch braucht es nicht, kann man schön absetzen und es werden sogar teurere Plug-in-Hybrid-SUV noch besser gefördert... Das Ganze als Leasing, Leasing komplett absetzen etc...
Da geht schon was bei Autos. Natürlich nicht wenn man eigentlich eh Bahnfahrer ist oder einen 37 Jahre alten Fiat Panda fährt.
Vermietete Immobilien über eine GmbH verwalten? Das kann vermutlich Vorteile bringen - ist nicht mein Metier.
Wissen wir dass das nicht dein Metier ist. Aber als Vermieter braucht man schon sehr viele Sachen. Ich mein das ganze Werkzeug, die ganzen Handwerker die irgendwelche Sachen machen etc. Es geht unter anderem drum dass man sich die Einnahmen einfach runterrechnet.
Aber wie gesagt: wenn du nicht mal so Basics wie die 1-Prozent-Regel kennst und wie solche Sachen funktionieren, dann solltest du vielleicht tatsächlich mal zum Steuerberater gehen.
wenn man nur seinen ETF über das Unternehmen verwalten will.
Mei, wenn du tatsächlich nur das machst dann akzeptier die 25% Kapitalertragssteuer und lass es. Zumindest auf dem Papier solltest du schon mehr machen. Fällt dir da wirklich gar nichts ein? Als Ärztin? Als Radiologin? Als ...
Thomas24
27.04.2021, 23:01
Naja also Steuern auf Kapitalerträge in Höhe von 3-5k pro Monat (Nettogehalt sagtest du), da gehe ich schon von 7 stellig aus.
48k€/Steuern pro Jahr sind selbst bei knapp 50% Steuern an die 100k€ Gewinn pro Jahr.
Wer so viel Vermögen hat, kann und sollte sich auch einen guten Steuerberater leisten.
Ok, meines Erachtens liegt dieser Aussage neben einem gerüttelten Maß an Spott zwischen den Zeilen auch ein Missverständnis zu Grunde. Der Großteil der Steuerberater ist -qua Ausbildung- nicht dafür trainiert worden, wirklich gestalterisch zu "beraten", sondern sieht sich eher als Steuer- Compliance- Mitarbeiter. Von der Mehrzahl der Steuerberater in Deutschland schätze ich, dass nur eine geringe Minderheit wirklich firm in der Materie von kreativen Gestaltungen ist. Und bei denen wird es im Ernstfall so sein, wie immer in einem Panikereignis- wenn alle gleichzeitig durch eine Tür wollen: es können nicht alle gleichzeitig durch die Tür. Es macht also Sinn, sich pro- aktiv Gedanken zu machen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist (aka entsprechende Spezialisten ausgebucht sind). Und nach der Kandidatur von Herrn Laschet ist es für mich hochwahrscheinlich, dass die Grünen - in welcher Form auch immer- an einer Regierung beteiligt sein werden.
Einen ersten Einstieg in die Thematik "Asset Protection" im Allgemeinen bietet auch folgendes Buch von Kommer und Gierhake
https://www.amazon.de/Souver%C3%A4n-Verm%C3%B6gen-sch%C3%BCtzen-Asset-Protection-Ratgeber-Book-ebook/dp/B08Q819YKY/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3 %91&dchild=1&keywords=gierhake&qid=1619557801&sr=8-2
Vielleicht könntet ihr GmbH-Verfechter ja einfach mal konkret nennen, welche Vorteile ihr euch davon erwartet, eure Wertpapierinvestitionen über eine GmbH abzuwickeln. Nicht nur "Kiyosaki sagt, Unternehmen gründen ist toll", sondern ganz konkret wo ihr da einen finanziellen Vorteil sehr. Das soll keine Besserwisserei sein, ich verstehe tatsächlich nicht, was ihr euch davon versprecht.
Die Bücher von Kyosaki habe ich auch zum Teil gelesen, sind ganz nette Unterhaltung, aber viel mehr auch nicht. Zur Motivation können sie dienen, aber der fachliche Gehalt ist ziemlich klein und die wenigen konkreten inhaltlichen Aspeke sind nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar.
Da gibt es mehrere Aspekte. Neben der Abschirmung in Haftungsfragen, auch z.B. bei Veräußerungsgewinnen bei Aktien. Stark vereinfacht werden Gewinne, die eine Kapitalgesellschaft durch Veräußerung an einer anderen Kapitalgesellschaft erzielt (z.B. eine vermögensverwaltende GmBH an einer Aktiengesellschaft), anders besteuert, als wenn eine Privatperson dieselbe Transaktion durchführen würde. Vergleiche Veräußerung von Kapitaleinkünften (z.B. Kursgewinne aus Aktien) als Privatperson nach § 32d EStG vs. § 8b KStG bei Veräußerung über eine GmbH.
Vereinfachtes Beispiel: Privatperson veräußert eine Aktienposition und erzielt einen rechnerischen Gewinn von 10 K Euro. Abgeltungssteuer 25% (ggf. plus 5,5 % Solidarzuschlag).
Zum Vergleich: deine vermögensverwaltende GmbH veräußert dieselbe Aktienposition und erzielt ebenfalls einen rechnerischen Gewinn von 10 K Euro. Hierbei sind allerdings 95% deines Kursgewinns steuerfrei. Nur auf die verbliebenen 5% werden Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidarzuschlag aufgeschlagen. Effektive Steuerlast auf deinen Veräußerungsgewinn von 10 K also um die 1,5%.
Bis 2012 galt diese vorteilhafte Regelung sogar für Dividendeneinnahmen, wurde damals aber abgeändert und ist nur noch gültig, wenn eine Kapitalgesellschaft mindestens 10 % an der anderen Kapitalgesellschaft hält.
Ob sich ein solches Set Up rentiert, muss jeder für sich selber prüfen. Es fallen nicht nur Gründungskosten an, sondern auch jährliche Strukturkosten wie Steuerberatung, Buchführung, Jahresabschlüsse, Veröffentlichung über den Bundesanzeiger usw. Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass das Geld *in der GmbH* "gefangen" ist, und bei Entnahme aus der GmbH auf die Ebene der Privatperson nachversteuert werden muss, insofern nur eine Steuerverschiebung darstellt, wenn man plant, das Geld irgendwann aus der GmbH in die Ebene der natürlichen Person zu holen. Selbstverständlich kann -durch Zinseszinseffekt- nach einigen Jahren dennoch eine erheblich Summe in der GmbH angespart werden, die man dann aus der GmbH auf die Ebene der Privatperson holt.
Wie man mit GmbHs und anderen Gesellschaften sein Vermögen etwas eleganter als eine Privatperson strukturieren kann, wird von Herrn Köber hier anschaulich erklärt:
https://www.amazon.de/Steuern-steuern-richtigen-Steuerstrategie-Wohlstand/dp/3959723555/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3 %91&crid=2V2I2XWESSHMM&dchild=1&keywords=k%C3%B6ber+steuern+steuern&qid=1619558009&sprefix=k%C3%B6ber+steuern+%2Caps%2C168&sr=8-1
Die GmbH wiederum selbst kann wiederum einige interessante Dinge für dich tun, auch wenn das Geld in der GmbH verbleiben sollte. z.B. Rückstellungen für den geschäftsführenden Gesellschafter (also dich) für eine zusätzliche Altersvorsorge bilden, die ja nach versicherungsmathematischen Gesichtspunkten erstmal angespart werden müsste, dir als Privatperson ein günstiges Darlehen geben zwecks Erwerb einer Privatimmobilie etc.
Nun zum Punkt ausländische Stiftung. Das bekannte Set Up, Familienstiftung in Liechtenstein, lohnt sich - nach Rücksprache mit Herrn Gierhake- als Standardlösung ab 1 Mio liquides Vermögen. Individualisierte Lösungen ab ca 10 Mio Euro. Darunter stehen Aufwand und Ertrag nicht in adäquatem Verhältnis.
Wer von diesem Set Up einer ausländischen Stiftung nach Liechtensteinischem Recht noch nie gehört haben sollte, kann sich dieses Video ansehen. https://www.youtube.com/watch?v=T2IMJ5yIvpo
Auch bei diesem Modell gibt es einige Haken und Ösen. Erstens die Kosten zur Errichtung und Unterhaltung der Stiftung. Zweitens die anfallende Schenkungssteuer an die Stiftung (da die Stiftung eine eigene juristische Entität besitzt und das eigene Vermögen unwiderbringlich an die Stiftung geschenkt wird). Drittens für Ärzte mit eigener Praxis bzw. MVZ ist es- aus berufs- und Standesrechtlichen Gründen- nach Rücksprache mit mehreren Medizinrechtlern, Steuerberatern und auch Herrn Gierhake leider nicht möglich, die eigene Praxis in ein solches Stiftungskonstrukt zu überführen. Das wäre für mich die interessanteste Gestaltungsoption gewesen, fällt aber leider weg. Ausnahme: man würde ein Krankenhaus besitzen, diese würde als Holding dann eigene MVZs besitzen können und das Krankenhaus selbst wiederum kann in eine Liechteinsteiner Stiftung überführt werden. Ein geeignetes Krankenhaus als Übernahmeziel muss man aber erstmal finden. Aber vielleicht ist es für den ein oder anderen interessant, andere Assets über eine ausländische Stiftung zu steuern.
ich habe es schon einmal gesagt; asset protection bzw. steuervermeidungskonstrukte durch stiftungen o.ä. ist ohne physische wohnsitzverlagerung ins ausland völlig unsinnig, vielmehr riskiert ihr dadurch eure approbation wenn die staatsanwaltschaft wegen steuerhinterziehung ermittelt.
im übrigen gibt es tatsächlich assistenzärzte mit 7 stelligen depotvermögen dank bspw. derivate und kryptowährungen. die hängen das aber nicht an die große glocke.
@Crash Studios: ja, Herrn Zumwinkel hat eine Liechteinsteiner Stiftung damals das Genick gebrochen, aber Sie ist damals wohl nicht richtig "transparent" genug für die Finanzbehörden aufgesetzt worden, also ein Verstoß § 15 Abs. 6 AStG https://www.youtube.com/watch?v=xp58jC2bmkU Damit ist aber nicht automatisch jedes ausländische Stiftungskonstrukt ohne Wohnsitzverlagerung aus Deutschland per se sinnlos. Aber du hast recht, am besten funktionieren viele Konzepte, wenn man nicht mehr in Deutschland wohnhaft ist, sondern im Ausland - am besten in einem Staat mit Territorialbesteuerung, das ausländisches Einkommen nicht besteuert.
Nochmal vielen lieben Dank an Relaxometrie für den Tipp mit Herrn Gierhake!
Die einzigen Tipps, die ich euch geben kann: wendet euch an eure Steuerberater, die sich optimalerweise auch als euer "Berater" und nicht nur als Steuer- Compliance Mitarbeiter des Finanzamts verstehen. Und lesen, lesen, lesen. Ansonsten bin ich hier raus.
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