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hiddl
28.04.2020, 18:09
Ich versuche unsere Diskussion mal zusammenzufassen:

Pro PKV:
- bessere Leistungen und schnellerer Zugriff auf Ärzte

Das mit den besseren Leistungen ist sicher vertragsabhängig und genau zu prüfen (gerade auch so Sachen wie Psychotherapie, Hilfsmittelversorung etc.). Wenn die Leistungen gut sind, wird's wahrscheinlich auch nicht billiger.
Schnellerer Zugriff auf Ärzte ist als Arzt weitgehend zu vernachlässigen. Erstens kennt man immer wen und selbst wenn nicht, hat man in der Regel einen Kollegen-Bonus.

Matzexc1
28.04.2020, 18:14
Ich finde wir sollten solche Diskussionen häufiger zusammenfassen und dann in einem Extra Thread abspeichern

2.Variante:

Pro PKV:
- bessere Leistungen und schnellerer Zugriff auf Ärzte, je nach Vertrag.
Achtung, Ärzte haben häufig den Kollegenbonus
- je nach Vertrag sogar eine Ersparnis zur GKV
- neue Therapien/Behandlungen teilw. schneller verfügbar

Contra:
- keine Familienversicherung, spätestens ab mehr als 2 Kindern nicht mehr sinnvoll
- im Alter Wegfall des Arbeitgeberanteils
- In der Elternzeit zahlt man selbst den vollen Beitrag
- Keine Lohnfortzahlung wenn man wegen eines kranken Kindes zu Hause bleibt

Pro GKV:
- Familienversicherung, kein Prämienzuschlag für jedes Kind
- Lohnfortzahlung bei Krankheit eines Kindes
- Beitrag wird politisch wahrscheinlich nicht übermäßig hoch(Spekulation auf die Politik)
- je nach Kasse auch Zusatzleistungen buchbar auf Niveau der PKV
- Beitragsfreiheit in der Elternzeit

Contra GKV:
- schlechtere Leistungen im Vergleich zur PKV
- im Alter bei freiwilliger Versicherung Schlechterstellung von Einnahmen,Renten usw.
- Beitrag abhängig vom Einkommen

In jedem Fall: Beratung durch einen Honorarberater vor Wechsel in die PKV, auch Klärung welche Krankenkasse(GKV/PKV) das beste Preis-Leistungsverhältnis anbietet
Eine gute Zahnzusatzversicherung(GKV), oder ein ordentlicher Tarif(PKV) sind wichtig.

Was vergessen?

vanilleeis
28.04.2020, 18:19
Richtig, aber das sollte wohl allgemein bekannt sein. Hat aber mit der GKV/PKV Diskussion nichts zu tun.

Joa. Darum hab ich das Argument ja nicht gebracht, sondern du.
Konstellation ein Partner PKV/ein Partner freiwillig gesetzlich: die Kinder können in die GKV, dann aber als eigenständig versichertes Mitglied der GKV (um die 150 € pro Monat pro Kind)

Matze: In der PKV gibts keine Kindkrank-Tage

Evil
28.04.2020, 18:25
Das ist eigentlich eine relativ einfache Rechnung.
Junge gesunde Männer, die selbstständig sind, für die lohnt sich die PKV idR. Das ändert sich erst dann, wenn sie Alleinverdiener einer größeren Familie sind.

Für die meisten anderen, insbesondere Frauen mit Vorerkrankungen, lohnt sich die PKV nicht, da müsste schon eine sehr günstige Anwartschaft vorbestehen. Oder sie sind von Geburt an schon in der PKV.

Und was die Leistungen angeht, GKV + Zusatzversicherung + Arztbonus ist gleichwertig mit PKV.

MissGarfield83
28.04.2020, 18:26
Und was die Leistungen angeht, GKV + Zusatzversicherung + Arztbonus ist gleichwertig mit PKV.

Absolut.

vanilleeis
28.04.2020, 18:27
Das ist eigentlich eine relativ einfache Rechnung.
Junge gesunde Männer, die selbstständig sind, für die lohnt sich die PKV idR. Das ändert sich erst dann, wenn sie Alleinverdiener einer größeren Familie sind.

Für die meisten anderen, insbesondere Frauen mit Vorerkrankungen, lohnt sich die PKV nicht, da müsste schon eine sehr günstige Anwartschaft vorbestehen. Oder sie sind von Geburt an schon in der PKV.

Und was die Leistungen angeht, GKV + Zusatzversicherung + Arztbonus ist gleichwertig mit PKV.

Super zusammengefasst :-)

freak1
28.04.2020, 19:15
Liest hier vielleicht ein Zahni mit? Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung mit 100% auf alles? Aktuell hab ich eine die letztlich 85% der Extrakosten übernimmt, aber ich überlege auf die 100% Variante zu wechseln. Aktuell kaum Aufpreis, ab 60 Jahren dann aber doch knapp 70€/Monat.

GelbeKlamotten
28.04.2020, 19:18
Versicherer können von sich aus die Prämien anpassen

Das würde ich so nicht sagen. Der Versicherer kann die Prämie nur dann erhöhen, wenn die von den Versicherten verursachten Kosten die Beitragseinnahmen um einen bestimmten Prozentsatz übersteigen und das durch einen unabhängigen Sachverständigen geprüft wurde.



Gesundheitszustand und Einnahmen bestimmen Beitrag

Den Punkt kann ich nicht nachvollziehen. Bei der PKV hängen die Beiträge ja eben nicht von den Einnahmen ab. Und der Gesundheitszustand ist nur bei Abschluss des Vertrages oder der Anwartschaft relevant. Wenn man da schon eine ernsthafte Vorerkrankung hat, dann macht PKV in der Regel eh keinen Sinn mehr.



Pro GKV:
- Beitrag wird politisch wahrscheinlich nicht übermäßig hoch(Politik)

Das ist reine Spekulation. Gerade Anpassungen der Beitragsbemessungsgrenze treffen ja nur die "Reichen", da kann man schon noch einiges drehen. Und wie gesagt, historisch gesehen steigen die PKV Beiträge nicht schneller als die GKV Beiträge.




Eine gute Zahnzusatzversicherung bietet sich bei beiden an.

Zahnärztliche Behandlungen sind in der Regel im normalen PKV-Tarif enthalten. Lieber da einen ordentlichen Leistungsumfang vereinbaren, das ist weniger umständlich und meistens günstiger als eine zusätzliche Zahnzusatzversicherungen. Übrigens bieten viele Anbieter solche Zusatzversicherungen eh nur für gesetzlich Versicherte an.



Ändert nichts an der Tatsache, dass in der PKV Kohorten nach Jahrgängen gebildet werden und der Versicherer einfach die Kosten im nächsten Jahr dementsprechend anpasst. Mit den immer neu dazukommenden Antikörper- und Co Therapien ist das nur eine Frage der Zeit. Und im Gegensatz zu GKV (hier wird politisch ein Limit vorgegeben werden weil es nicht anders geht) die PKV den Beitrag theoretisch unendlich hoch setzen.

Neue teure Therapien gab es schon immer. Wenn die sich durchsetzen wollen, müssen sie irgendwann günstiger werden. Dann werden sie auch für die PKV günstiger. Das wird sich in einem ähnlichen Verhältnis einspielen wie bei anderen Therapien und Medikamenten. Anders wäre es nur, wenn die GKV die entsprechenden Therapien gar nicht zahlt. Dann wären wir wieder beim Thema "wie viel sind dir bessere Leistungen wert".




Von den Assistenten in meiner Abteilung (>50 Stück) hat sich übrigens nur ein einziger privat versichert. Und vom Rest hat es keiner vor...
Interessant wäre, wie viele sich überhaupt sinnvoll mit dem Thema beschäftigt haben. Meistens hört es bei "xy hat gesagt, das wäre im Alter viel zu teuer, also will ich das nicht" auf. Ich weiß bei mir auch von keinem einzigen WBA-Kollegen, der privat versichert ist. Aber ich glaube auch nicht, dass auch nur ein einziger sich vernünftig mit dem Thema befasst hat. Einige ausländische Kollegen wissen nicht mal so richtig, was eigentlich der Unterschied ist.




Für die meisten anderen, insbesondere Frauen mit Vorerkrankungen, lohnt sich die PKV nicht, da müsste schon eine sehr günstige Anwartschaft vorbestehen.
Das gilt für alle, die eine wesentliche Vorerkrankung haben. Wenn keine Anwartschaft besteht ist damit die Chance auf einen sinnvollen PKV Tarif in der Regel dahin.




Und was die Leistungen angeht, GKV + Zusatzversicherung + Arztbonus ist gleichwertig mit PKV.
Das stimmt halt eben genau dann, wenn die Zusatzversicherung alle Leistungen umfasst, die ein guter PKV-Vertrag über die GKV-Leistungen hinaus bietet. Damit fährt man dann eigentlich immer deutlich teurer, als wenn man gleich in die PKV wechselt.

freak1
28.04.2020, 19:24
Wobei ich noch auf den Fall warte bei dem die PKV relevante Therapien zahlt und die GKV nicht. Kennst du Beispiele? Bei uns in den Tumorboards hört man im Gegenteil eher, dass die mega teuren Therapien in der GKV meistens einfacher bewilligt werden.

Für die Bildgebung bekommen Private manchmal schneller Termine. Aber erstens zieht der Kollegenbonus da genauso und zweitens sitze ich persönlich da an der Quelle...

GelbeKlamotten
28.04.2020, 19:30
Wobei ich noch auf den Fall warte bei dem die PKV relevante Therapien zahlt und die GKV nicht. Kennst du Beispiele? Bei uns in den Tumorboards hört man im Gegenteil eher, dass die mega teuren Therapien in der GKV meistens einfacher bewilligt werden.

Für die Bildgebung bekommen Private manchmal schneller Termine. Aber erstens zieht der Kollegenbonus da genauso und zweitens sitze ich persönlich da an der Quelle...

Wie das bei Chemotherapien genau aussieht weiß ich nicht. SIRT gibt es bei uns im Haus z.B. nur noch für privat Versicherte, scheint bei der GKV so gut wie nicht mehr durchzukriegen sein.
Mein CGM wurde von der PKV schon anstandslos gezahlt, als das für gesetzlich Versicherte noch lange undenkbar war.

vanilleeis
28.04.2020, 19:34
Wobei ich noch auf den Fall warte bei dem die PKV relevante Therapien zahlt und die GKV nicht. Kennst du Beispiele? Bei uns in den Tumorboards hört man im Gegenteil eher, dass die mega teuren Therapien in der GKV meistens einfacher bewilligt werden.

Für die Bildgebung bekommen Private manchmal schneller Termine. Aber erstens zieht der Kollegenbonus da genauso und zweitens sitze ich persönlich da an der Quelle...

Akupunktur zB ist in der GKV bis auf zwei Indikationen nicht durchzukriegen. Migräne wäre hier ein Beispiel, wo die GKV nicht zahlt, der Nutzen aber durchaus gegeben sein kann. Psychotherapie ist in der PKV je nach Vertrag auch mit mehr Sitzungen drin, wobei das eher die Ausnahme ist (meist weniger Sitzungen/mehr Bedingungen)
Physiotherapie kriegst du als P-Patient häufig auch einfacher verordnet, weil die Budgedierung keine Rolle spielt.
Das sind so Beispiele, die ich kenne. Alles in allem aber nichts wirklich gravierendes

freak1
28.04.2020, 19:37
Kommt bei SIRT halt auf die Indikation an. Metastasen sind natürlich schwieriger als HCC. Ob SIRT bei HEP+ Mamma-Ca was bringt sei natürlich dahingestellt...

Wenn sich das nicht zahlen auf Indikationen wie Akupunktur bei Migräne beschränkt hab ich da kein Problem mit...

tragezwerg
28.04.2020, 19:40
Wobei ich noch auf den Fall warte bei dem die PKV relevante Therapien zahlt und die GKV nicht. Kennst du Beispiele? Bei uns in den Tumorboards hört man im Gegenteil eher, dass die mega teuren Therapien in der GKV meistens einfacher bewilligt werden.

Für die Bildgebung bekommen Private manchmal schneller Termine. Aber erstens zieht der Kollegenbonus da genauso und zweitens sitze ich persönlich da an der Quelle...

Bei Protonenbestrahlung (also quasi die teuerste Bestrahlung überhaupt) ist die GKV unkomplizierter in der Kostenübernahme, ebenso bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Rehabuggys, Pflegebetten etc. pp..
Die PKV ist eher bei "Lifestyle"-Dingen kulanter, wie Keramikbracketts bei der Zahnspange oder Narben lasern. Bei tatsächlich relevanten Dingen eher nicht (und unsere Onko-Patienten berichten von übelstem Papierkrieg mit ihrer PKV wegen jedem kleinen Pups...was natürlich total belastend ist wenn man Krebs hat und eigentlich andere Sorgen.)

Salzi19
28.04.2020, 20:01
Liest hier vielleicht ein Zahni mit? Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung mit 100% auf alles? Aktuell hab ich eine die letztlich 85% der Extrakosten übernimmt, aber ich überlege auf die 100% Variante zu wechseln. Aktuell kaum Aufpreis, ab 60 Jahren dann aber doch knapp 70€/Monat.

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Zum einen kommt es auf den jeweiligen Gebisszustand an. Wenn man z.B. in allen Backenzähnen Füllungen hat, kann man damit rechnen in den nächsten 5 bis 20 Jahren bei der Kronenversorgung angekommen ist, dann wird es teuer. Wenn man da keine größeren Sachen hat, wird sich das eher nicht lohnen. Auf was bezieht sich "alles" bzw. was sind bei denen "Extrakosten"? Muss da die GKV leisten oder gilt das auch für reine Privatbehandlungen?
Das näher auszuführen würde hier zu weit führen, ich kann gerne einen Blick auf die Versicherungsbedingungen werfen, die Entscheidung abnehmen kann ich natürlich nicht ;-)

h3nni
28.04.2020, 20:14
Für die Bildgebung bekommen Private manchmal schneller Termine. Aber erstens zieht der Kollegenbonus da genauso und zweitens sitze ich persönlich da an der Quelle...

Da gabs bei uns auch den Fall, dass ein PET-CT zuerst nicht übernommen werden sollte, bis dann ein Mitarbeiter einer örtlichen GKV Bedarf hatte. Seitdem geht das bei uns auch für alle Indikationen.


Mein CGM wurde von der PKV schon anstandslos gezahlt, als das für gesetzlich Versicherte noch lange undenkbar war.
Andererseits habe ich von einer Patientin gehört, die vermutlich auf Cochlea-Implantate angewiesen sein wird, dass die PKV oft sagt "eins reicht, dann kannst du ja hören" und die GKV "du hast zwei Ohren, also kriegst du auch 2 CIs"
Auch, wenn das jetzt n=1 und nachgeplappert ist, zeigt das wieder, dass die PKV nicht immer die besten Leistungen bietet.

Bei Protonenbestrahlung (also quasi die teuerste Bestrahlung überhaupt) ist die GKV unkomplizierter in der Kostenübernahme, ebenso bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Rehabuggys, Pflegebetten etc. pp..
Die PKV ist eher bei "Lifestyle"-Dingen kulanter, wie Keramikbracketts bei der Zahnspange oder Narben lasern. Bei tatsächlich relevanten Dingen eher nicht (und unsere Onko-Patienten berichten von übelstem Papierkrieg mit ihrer PKV wegen jedem kleinen Pups...was natürlich total belastend ist wenn man Krebs hat und eigentlich andere Sorgen.)

Das kann natürlich auch sein, weil man im krassen Bedarfsfall und die GKV zahlt nicht, schnell an die Boulevardpresse gehen kann. Und wenn dann viele GKV-Versicherte sehen, dass eine Chemo nicht übernommen wird, ist da mehr Impuls dahinter als wenn der eine Privatversicherte, mit dem ich ja eh nichts zu tun habe, das nicht bekommt.

GelbeKlamotten
28.04.2020, 20:22
Da gabs bei uns auch den Fall, dass ein PET-CT zuerst nicht übernommen werden sollte, bis dann ein Mitarbeiter einer örtlichen GKV Bedarf hatte. Seitdem geht das bei uns auch für alle Indikationen.

Andererseits habe ich von einer Patientin gehört, die vermutlich auf Cochlea-Implantate angewiesen sein wird, dass die PKV oft sagt "eins reicht, dann kannst du ja hören" und die GKV "du hast zwei Ohren, also kriegst du auch 2 CIs"
Auch, wenn das jetzt n=1 und nachgeplappert ist, zeigt das wieder, dass die PKV nicht immer die besten Leistungen bietet.


Das kann natürlich auch sein, weil man im krassen Bedarfsfall und die GKV zahlt nicht, schnell an die Boulevardpresse gehen kann. Und wenn dann viele GKV-Versicherte sehen, dass eine Chemo nicht übernommen wird, ist da mehr Impuls dahinter als wenn der eine Privatversicherte, mit dem ich ja eh nichts zu tun habe, das nicht bekommt.

Sorry, aber das ist einfach von vorne bis hinten purer unsinn.

h3nni
28.04.2020, 20:27
Ich denke nicht, dass wir in der Vorlesung angelogen werden. Cui bono?

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei, da meine Vorstellung von PKV sehr von Beamten-Beihilfe geprägt ist und ich mit Privatversicherten aufgrund von JAEG eher wenig Kontakt habe.

Naja, ich finde nicht, dass ein politischer Hintergrund ausgeschlossen werden kann. Hatten wir ja schon eher, dass bei zu hohen Kosten vielleicht die Leistungen der GKV eingeschränkt werden können. Und wenn der Ärger hierüber auf "die Reichen" kanalisiert werden kann, ist das natürlich besser als auf "die Politik"

Evil
28.04.2020, 20:57
Das stimmt halt eben genau dann, wenn die Zusatzversicherung alle Leistungen umfasst, die ein guter PKV-Vertrag über die GKV-Leistungen hinaus bietet. Damit fährt man dann eigentlich immer deutlich teurer, als wenn man gleich in die PKV wechselt.
Nein. Deswegen erwähnte ich den Arztbonus.
Wenn Du als Ärztin im Kh liegst und 2-Bett-versichert bist, bekommst Du trotzdem die Behandlung durch den Wunsch-Oberarzt, wenn Du das vorher abgesprochen hast. Auch ohne Chefarztbehandlung (die man ja vernünftigerweise oft gar nicht möchte ;-) ). Und dann fährst Du damit keineswegs teuer, auf lange Sicht schon gar nicht.

Salzi19
28.04.2020, 21:23
Wir Zahnis bevorzugen im Übrigen auch die Variante GKV-Patient mit Zahnzusatzversicherungen ;-) Die machen am wenigsten Arbeit, lassen gerne auch eine hochwertige Versorgung machen ("machen Sie das beste, ich hab ja ne Zusatzversicherung") und es gibt wenig Stress mit der Rechnung (Kostenzusage der Zusatzversicherung wird schon vor der Behandlung eingeholt, keine DIskussion im Nachhinein).

Privatpatienten, die am liebsten an jeder einzelnen Abrechnungsposition rumdiskutieren wollen ("Ja, aber meine Beihilfe bezahlt nicht die 80 Cent für das Lokalanästhetikum" -> ja, na und, das ist nicht mein Problem...), immer noch nicht begriffen haben, dass die meisten Privatversicherungen keine 100% bei zahnmedizinischen Leistungen mehr übernehmen und dann auch noch mit Labor-Sachkostenlisten ankommen ("meine Versicherung erstattet nur 5€ für das Gipsmodell, Sie haben aber 7,50€ in Ihrem Praxislabor berechnet" -> Ja, na und, beim Handwerker um die Ecke kann ich auch nicht meine eigenen Preise mitbringen....) sind der Alptraum einer jeden Praxis und wirklich ein zunehmendes Problem.
Deswegen kann ich zumindest von uns aus sagen, dass es bei uns nahezu keinen PKV-"Bonus" im Sinne von schnelleren Terminen oder anderen Behandlungen gibt.

schnix25
28.04.2020, 21:29
Man sollte bei der PKV auch auf jeden Fall darauf achten eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen.