Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
GelbeKlamotten
17.08.2021, 18:55
Wenn man allerdings nicht alles auf einmal, sondern tranchenweise investiert, ist man nicht vom Risiko betroffen, zum falschen Zeitpunkt zu kaufen.
Wenn man das Geld, dass man investieren will, schon liquide auf dem Konto liegen hat, dann sollte man es an sich sofort investieren. Sonst ist es Market-Timing auf Raten und damit vor allem für einen Anfänger eher schädlich als nützlich.
Psychologisch vielleicht ein Vorteil, da gebe ich die Recht. Vielleicht würde ich es sogar genau so machen.
Aber letztenendes zählt der aktuelle Zeitpunkt und was vorher mit dem Geld passiert ist, spielt keine Rolle mehr. Demnach müsstest du, wenn du einem Anfänger rätst sein Geld tranchenweise zu investieren, konsequenterweise auch einem bereits voll in einen Welt-ETF investiereten Anleger raten, alles zu verkaufen und tranchenweise neu zu kaufen (mal von steuerlichen Aspekten abgesehen). Das würdest du wahrscheinlich nicht tun, selbst wenn es keine Kapitalertragssteuer gäbe.
Die Chance, damit einen Crash signifikant zu vermeiden ist eh eher gering, außer man zieht das Investment des bereits vorhandenen Kapitals über einen sehr langen Zeitraum und dann entgeht einem zu viel Rendite wenn doch kein Megacrash kommt.
Meiner Meinung nach ist die sinnvollste Lösung: das Kapital immer dann investieren, wenn man welches übrig hat. Time in the market beats timing the market. Bei einem reinen Welt-ETF Investor würde ich definitiv dazu raten.
Wenn man das Geld, dass man investieren will, schon liquide auf dem Konto liegen hat, dann sollte man es an sich sofort investieren. Sonst ist es Market-Timing auf Raten und damit vor allem für einen Anfänger eher schädlich als nützlich.
Ich würde das andersherum sehen: Es ist der Versuch, Market timing zu vermeiden, den man mit einer niedrigeren erwarteten Rendite bezahlt (auch in der Zeit, in der man das Geld auf dem Konto lässt, wäre der Erwartungswert der Aktienrendite ja positiv).
Aber letztenendes zählt der aktuelle Zeitpunkt und was vorher mit dem Geld passiert ist, spielt keine Rolle mehr. Demnach müsstest du, wenn du einem Anfänger rätst sein Geld tranchenweise zu investieren, konsequenterweise auch einem bereits voll in einen Welt-ETF investiereten Anleger raten, alles zu verkaufen und tranchenweise neu zu kaufen (mal von steuerlichen Aspekten abgesehen). Das würdest du wahrscheinlich nicht tun, selbst wenn es keine Kapitalertragssteuer gäbe.
Ich kenne das Argument und es ist nicht von der Hand zu weisen.
Psychologisch vielleicht ein Vorteil, da gebe ich die Recht. Vielleicht würde ich es sogar genau so machen.
Ist für mich das Hauptargument. Ich habe einen mittleren fünfstelligen Betrag geerbt und ihn vor allem aus psychologischen Gründen so investiert. Gab mir ein besseres Gefühl, eine für mich recht große Summe Geld so anzulegen - zumal die Aktienmärkte seit einiger Zeit "überbewertet" wirken, abgesehen von dem kurzzeitigen Corona-Einbruch.
Gerade Menschen, die mit Aktien nicht so vertraut sind, kann das Investieren in Tranchen ein langsames Herantasten an das Thema ermöglichen. Und gerade bei diesem Thema spielen Psychologie und Nervenstärke eine wichtige Rolle.
McLaren422
18.08.2021, 20:30
Hallo ihr lieben, nachdem ich anfangs sehr skeptisch war, hab ich mich jetzt auch entschieden, mal langsam mit ETF anzufangen. Ich will nicht, dass die Inflation mein Geld wegfrisst... Ich will nicht reichwerden dadurch, ich will halt, dass mein Geld seinen Wert hält und das ganze soll auch möglichst sicher sein.
Ich hab mich mal bisschen eingelesen (Youtube, google und den Thread hier) und hab mir scalable runterladen.
Ich hab aufm Konto einiges an Geld rumliegen, das brauch ich aber bald, will mir ein neues Auto kaufen. Deswegen tendier ich zu einem Sparplan, erst mal klein anfangen mit 50 Euro im Monat.
Als ETF hab ich den A1JJTC im Sinn. Mehrere kombinieren (All world + Emerging Markets) will ich erst mal nicht, wills am Anfang einfach halten.
Wenn das neue Auto da ist, hab ich mir gedacht, dass 10k auf dem Girokonto bleiben sollen (bzw Tagesgeld) und der Rest in den ETF kommt.
Klingt mein Plan vernünftig und sinnvoll? Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge sind willkommen! Gerne auch per PN.
Danke!
][truba][
18.08.2021, 20:47
Also, meiner Meinung nach schadet der berühmt berüchtigte 70/30 Ansatz von world zu emerging markets nicht und ist auch weit von kompliziert entfernt. Dafür diversifiziert man (noch) breiter. Wenn du jetzt schon weißt, was du an Geld behalten wirst; würde ich es direkt mit anlegen.
@McLaren
Ich finde, es klingt sinnvoll, ein ACWI ist auch eine gute Sache, man braucht nur einen Sparplan, kein rebalancing und mit world+EM diversifiziert man auch nicht signifikant mehr.
Prinzipiell solltest du dir vielleicht Gedanken machen, wie du dein "Geld auf die Seite" aufteilen willst hinsichtlich Risikoklassen, Welt-Aktien-ETFs sind auch nicht "sicher" wie ein Tagesgeld, nur sicherer als Wetten auf Einzelaktien.
Also wieviel Prozent der monatlichen Sparrate in Aktien (die theoretisch 50% verlieren könnten in ner Krise) und wieviel in Staatsanleihen, Tagesgeld, andere low-risk-Investments.
Und 50€ können zum Einstieg gut sein, ob man damit signifikant die Rente aufbessern wird, weiß ich nicht ;)
McLaren422
18.08.2021, 21:12
[truba][;2207093']Also, meiner Meinung nach schadet der berühmt berüchtigte 70/30 Ansatz von world zu emerging markets nicht und ist auch weit von kompliziert entfernt. Dafür diversifiziert man (noch) breiter. Wenn du jetzt schon weißt, was du an Geld behalten wirst; würde ich es direkt mit anlegen.
ah ok danke, ich hab nen ACWI gewählt, weil hier mal jemand gesagt hatte, dass man damit mehr diversifiziert. Oder täusch ich mich da? Ich guck nochmal die ETFs an, welche sich für 70 zu 30 eignen.
Wieviel Geld nach dem Autokauf übrig bleibt, weiß ich noch nicht, bin mir auch noch nicht ganz so sicher, was es für eins wird...
@McLaren
Ich finde, es klingt sinnvoll, ein ACWI ist auch eine gute Sache, man braucht nur einen Sparplan, kein rebalancing und mit world+EM diversifiziert man auch nicht signifikant mehr.
Prinzipiell solltest du dir vielleicht Gedanken machen, wie du dein "Geld auf die Seite" aufteilen willst hinsichtlich Risikoklassen, Welt-Aktien-ETFs sind auch nicht "sicher" wie ein Tagesgeld, nur sicherer als Wetten auf Einzelaktien.
Also wieviel Prozent der monatlichen Sparrate in Aktien (die theoretisch 50% verlieren könnten in ner Krise) und wieviel in Staatsanleihen, Tagesgeld, andere low-risk-Investments.
Und 50€ können zum Einstieg gut sein, ob man damit signifikant die Rente aufbessern wird, weiß ich nicht ;)
Danke auch an dich, an Rente denk ich erst mal nicht. :D Das mit den 50 Euros is nur am Anfang, wie gesagt, nach dem Autokauf hab ich vor, alles Geld, was 10k auf dem Girokonto übersteigt, ins ETF zu stecken. Aber da muss ich nochmal ne Nacht drüber schlafen. Arg viel mehr will ich erst mal nicht machen (so Aktien oder gar Kryptos etc, mir ist Sicherheit sehr wichtig). Und ich hab bei meinem Verdienst eh erst mal nicht das Gefühl, dass ich da allzu viel auf die Seite legen kann.
Könnt ihr scalable empfehlen? Bin gerade dabei, das einzurichten (Identifizierung).
DrSkywalker
18.08.2021, 21:20
Scalable ist Mist! Unzuverlässig und die tollen Algorithmen haben komplett versagt. Ich empfehle comdirect oder dkb, einfach einen sparplan und fertig
Scalable ist Mist! Unzuverlässig und die tollen Algorithmen haben komplett versagt. Ich empfehle comdirect oder dkb, einfach einen sparplan und fertig
Naja, scalable hat ja nen robo advisor und den broker. Sparpläne noch günstiger als bei dkb (oder zumindest der erste) und Algorithmen braucht man dafür nicht im großen Stil.
Aber wenn die Bank, bei der man ist, Sparpläne anbietet, sehe ich die Notwendigkeit zum Wechsel tatsächlich nicht. Und wenn nicht, vielleicht gleich die ganze Bank wechseln.
McLaren422
18.08.2021, 21:38
hm, interessant, tatsächlich bin ich auch bei der DKB. Scalable hat aber halt gute Bewertungen und ist billiger wie DKB...
GelbeKlamotten
18.08.2021, 22:05
Ob die Sparplanausführung 1,50 Euro oder 6 Euro kostet, bzw. die Ordergebühr generell ist auf lange Sicht für Buy and Hold Anleger gar nicht so relevant.
Gebühren auf das gesamte Depot-/Anlagevolumen sind viel schädlicher. Bei Flatex zahle ich neuerdings mehr als 1000 Euro Gebühren im Jahr seit man eine Depotführungsgebühr eingeführt hat. Hab es leider trotzdem noch nicht geschafft mich zu überwinden und zu einem anderen Anbieter zu wechseln, bzw. mich mal richtig zu informieren wie das am einfachsten und vor allem sichersten geht.
@GK
Neues Depot eröffnen, kompletten Depotübertrag beantragen (bieten viele direkt bei der Eröffnung auch mit Formular an), fertig.
Ein bisschen komplizierter wird es wenn du nur einen Teil des Depots übertragen willst. Kompletter Übertrag ist einfach.
Ob die Sparplanausführung 1,50 Euro oder 6 Euro kostet, bzw. die Ordergebühr generell ist auf lange Sicht für Buy and Hold Anleger gar nicht so relevant.
Gebühren auf das gesamte Depot-/Anlagevolumen sind viel schädlicher. Bei Flatex zahle ich neuerdings mehr als 1000 Euro Gebühren im Jahr seit man eine Depotführungsgebühr eingeführt hat. Hab es leider trotzdem noch nicht geschafft mich zu überwinden und zu einem anderen Anbieter zu wechseln, bzw. mich mal richtig zu informieren wie das am einfachsten und vor allem sichersten geht.
Das überrascht mich etwas bei dir ;) Hätte gedacht, dass du bei so etwas früher gehst.
Habe mein Flatex-Depot in dem Moment geschlossen, wo diese Gebühr kam. Die Übertragung geht ziemlich problemlos.
GelbeKlamotten
19.08.2021, 10:16
Das überrascht mich etwas bei dir ;) Hätte gedacht, dass du bei so etwas früher gehst.
Habe mein Flatex-Depot in dem Moment geschlossen, wo diese Gebühr kam.
Mich überrascht es selbst auch, dass ich in dieser Hinsicht so träge bin ;) habe mich aber auch einfach sehr an die Benutzeroberfläche von Flatex gewöhnt, die finde ich schon recht komfortabel und übersichtlich. Z.B. die Apobank ist da im Vergleich finde ich eine Katastrophe.
Wohin hast du gewechselt? Zur DKB?
Ich würde das andersherum sehen: Es ist der Versuch, Market timing zu vermeiden, den man mit einer niedrigeren erwarteten Rendite bezahlt (auch in der Zeit, in der man das Geld auf dem Konto lässt, wäre der Erwartungswert der Aktienrendite ja positiv).
Vielleicht können wir uns darauf einigen: Das verzögerte Investieren ist eine Form von Market Timing, deren Ziel aber nicht eine Renditemaximierung, sondern eine Risikoreduktion ist?
Flatex verlangt 0,1%, oder? Ist das denn prozentual wirklich so wichtig oder Kriegsentscheidend? Da unterscheiden sich teilweise ja die world etfs um diesen Betrag.
Und ibkr oder so? Ausreichende Depotgröße hast du ja. Und tradest vermutlich auch genug? Ist halt nicht soo steuereinfach
Thomas24
19.08.2021, 11:30
Zunehmend Signale in Richtung Stagflationszenario, sowohl in den US, als auch in China.
GS hat den US GDP Forcast für Q3 bereits zum zweiten Mal nach unten revidiert. Dieses Mal auf 5,5% (zuvor 9,5% und dann erste revision Ende Juli auf 8,5%).
GDP Forcast für das ganze Jahr auf unter den Konsensus 6% revidiert (vorher 6,4%. Konsensus 6,2%). Forcast GDP 2022: 4,5%. Könnte für alle langfristigen Investoren interessant werden, wenn big money ihr Portfolio von Reflation/Growth auf Stagflation (weniger Wachstum, bei konstanter Inflation) umpositioniert.
Da derzeit keine wirkliche Alternative für die Aberwitzigen Milliardensummen frisch gedruckten Fiatgeldes aus 2020/2021 existiert, würde ich einen 10 bis 15% Dip in den großen Indizes für Kaufenswert halten.
Mich überrascht es selbst auch, dass ich in dieser Hinsicht so träge bin ;) habe mich aber auch einfach sehr an die Benutzeroberfläche von Flatex gewöhnt, die finde ich schon recht komfortabel und übersichtlich. Z.B. die Apobank ist da im Vergleich finde ich eine Katastrophe.
Wohin hast du gewechselt? Zur DKB?
DKB, genau. Auch wegen des sehr guten Sparplan-Angebotes. Und ja, ApoBank ist furchtbar.
Vielleicht können wir uns darauf einigen: Das verzögerte Investieren ist eine Form von Market Timing, deren Ziel aber nicht eine Renditemaximierung, sondern eine Risikoreduktion ist?
Kann man so stehen lassen, denke ich.
Kackbratze
19.08.2021, 12:05
@GK
Neues Depot eröffnen, kompletten Depotübertrag beantragen (bieten viele direkt bei der Eröffnung auch mit Formular an), fertig.
Ein bisschen komplizierter wird es wenn du nur einen Teil des Depots übertragen willst. Kompletter Übertrag ist einfach.
Selbst Einzelpositionen lassen sich gut übertragen, dauern aber dann ein bißchen.
Depot Wechsel ist zum Glück nicht so kompliziert.
Matzexc1
19.08.2021, 16:38
Demletzt bei mir:
Depotübertrag zur ING(nachdem ich das Theater mit der comdirect fertig hatte) innerhalb von 14 Tagen,
danach Auflösung der Bankverbindung.
pashtunwali
06.09.2021, 21:35
Krypto is the Future!
Thomas24
06.09.2021, 21:42
Will jetzt noch jemand was von "Diamond Hands" und "to the moon" posten :-??
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