Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 [70] 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100

Thomas24
08.03.2022, 21:37
Wer seine Depots immer noch nicht in Richtung Stagflationszenario umgestellt hat, sollte langsam mal aktiv werden. Europa tendenziell aus dem Short, Australien und Kanada aus dem Long. Übergewicht in Nahrungsmittel, Düngemittel (Ammoniumnitrat, Phosphat), Energiekomplex (z.B. Off Shore Öl inkl. Dienstleistern wie Pipeline Betreibern), Uran, Basismetalle wie Kupfer. Untergewichten: Tech und Financials. Vola long (wenn man Sie billig kaufen kann).

anignu
08.03.2022, 23:05
Also doch Immobilien ;-)

WiWi18
08.03.2022, 23:05
Wer seine Depots immer noch nicht in Richtung Stagflationszenario umgestellt hat, sollte langsam mal aktiv werden. Europa tendenziell aus dem Short, Australien und Kanada aus dem Long. Übergewicht in Nahrungsmittel, Düngemittel (Ammoniumnitrat, Phosphat), Energiekomplex (z.B. Off Shore Öl inkl. Dienstleistern wie Pipeline Betreibern), Uran, Basismetalle wie Kupfer. Untergewichten: Tech und Financials. Vola long (wenn man Sie billig kaufen kann).

Die meisten Privatanleger verlieren nur Geld mit aktivem Portfoliomanagement. Mit einem weltweiten diversifizierten Portfolio dürften die meisten besser fahren auf die lange Sicht (5-10 Jahre).

Zumal die Stagflation nicht vorhersehbar ist, weil es zu viele nicht-bestimmbare Einflussfaktoren gibt - zum Beispiel die Inflationserwartungen der Privathaushalte.

Thomas24
08.03.2022, 23:08
Die meisten Privatanleger verlieren nur Geld mit aktivem Portfoliomanagement. Mit einem weltweiten diversifizierten Portfolio dürften die meisten besser fahren auf die lange Sicht (5-10 Jahre).

Zumal die Stagflation nicht vorhersehbar ist, weil es zu viele nicht-bestimmbare Einflussfaktoren gibt.

Mitdenken und hoch gewinnen :-oopss
Oder stupide 15 Jahre long MSCI ACWI und warten. Geht auch... :-?

Kaas
09.03.2022, 07:00
MSCI ACWI oder FTSE All World oder auch 70/30 dürfte für so ziemlich jeden hier im Forum die beste Option sein. Hat ja einen Grund, dass selbst aktiv gemanagte Fonds selten den Markt schlagen. Ich hab die Erkenntnis übrigens auch erst nach einem Jahr blutiger Nasen gewonnen. Ich persönlich habe jetzt außer dem Vanguard FTSE All World nur noch ein bisschen Bitcoin und (leider?) auch noch einen Europe Small Cap ETF, der gerade megamäßig in die Knie geht. Bei letzterem bin ich mir gerade auch nicht sicher, ob ein Verkauf mit Verlust nicht vielleicht doch Sinn machen könnte (trotz angepeiltem Investitionszeitraum von 15+ Jahren).

cartablanca
09.03.2022, 09:28
Ich hab meine komplette Kohle im MSCI WORLD USD (DIst) eingesetzt. Auf Trade Republic. Wird das die kommende Krise überstehen? Sorry ich hab nicht so viel Ahnung von Aktien.

agouti_lilac
09.03.2022, 09:44
Meinst du das jetzt sarkastisch oder sollen wir jetzt unsere Glaskugeln hervorholen?

cartablanca
09.03.2022, 09:51
Danke für den hilfreichen Beitrag. Befindet sich sonst jemand in dieser Situation?

Nefazodon
09.03.2022, 10:12
@cartablanca: ich hoffe, mit "komplette Kohle" meinst Du nicht alles, sondern nur einen Teil deiner liquiden Mittel...
Von wieviel reden wir?

Ansonsten kann halt niemand in die Zukunft sehen...:-nix

Ich bin selbst ja kein Fachmann, aber ETF auf einen breiten Index scheint mir immer noch sicherer als das meiste andere, zumindest langfristig.
Wobei...breiter Index...meistens liegt der Fokus bei den World-Indices halt doch irgendwie auf den USA....was aber ja in der gegenwärtigen Situation nicht unbedingt schlecht ist...

Kandra
09.03.2022, 10:41
Mein Sparplan läuft einfach weiter. Entweder es gibt den Atomkrieg, dann ists eh egal. Ansonsten werden die Kurse irgendwann wieder steigen und ich hab bis dahin günstig Anteile eingekauft. Weder steckt hier mein ganzes Vermögen drin, noch brauche ich das Geld absehbar in den nächsten Jahren. Bei meinen Einzelpositionen überlege ich, zu versuchen „den Dip“ zu kaufen, aber eigentlich hab ich dafür zu wenig Zeit um den Markt ausreichend zu beobachten.

cartablanca
09.03.2022, 10:53
Von einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Ein weiterer fünfstelliger Betrag verbleibt auf meinem Konto. Aktuell hab ich aber auch keine Kredite, die ich abbezahlen müsste.

Matzexc1
09.03.2022, 11:43
Ich hab meine komplette Kohle im MSCI WORLD USD (DIst) eingesetzt. Auf Trade Republic. Wird das die kommende Krise überstehen? Sorry ich hab nicht so viel Ahnung von Aktien.

Wahrscheinlich ja, kann aber sein daß es noch weiter runtergeht oder massiv ansteigt oder in 10-30 Jahren die Werte von heute erreicht.

docdean
11.03.2022, 20:23
Ich hab meine komplette Kohle im MSCI WORLD USD (DIst) eingesetzt. Auf Trade Republic. Wird das die kommende Krise überstehen? Sorry ich hab nicht so viel Ahnung von Aktien.

Klar, was soll denn sonst damit passieren? Solange nicht die ganze Welt und der Kapitalismus untergeht, wird er nicht komplett wertlos. Es kann aber sein, dass es mehrere Jahre dauert, bis du wieder grün bist.


Die meisten Privatanleger verlieren nur Geld mit aktivem Portfoliomanagement. Mit einem weltweiten diversifizierten Portfolio dürften die meisten besser fahren auf die lange Sicht (5-10 Jahre). ... Hat ja einen Grund, dass selbst aktiv gemanagte Fonds selten den Markt schlagen.

Die meisten geben sich aber auch nicht so viel Mühe oder haben nicht so viel Ahnung wie Thomas24. Und die "großen" haben das Problem, dass sie groß sind und Verpflichtungen an ihre Anleger haben, die können nicht so flexibel agieren wie die kleinen. Und Ahnung haben sie genauso wenig.

Thomas24
17.03.2022, 21:18
Everybody, brace for Impact...

Nachdem die Corona Pandemie bereits die globalen Versorgungsketten gestresst hat und eine Trendumkehr weg von einer immer stärker verflochtenen Handels- und Verkehrswegen in einer immer enger kooperierenden globalen Ökonomie zu einer wieder stärker regionalisierten (und damit weniger effizienten) Ökonomie angestoßen hat (Zunahme des Stellenwerts Resilienz vs. Kosteneffizienz in der politischen Debatte), haben wir in einigen Bereichen tatsächlich mit Bottlenecks zu kämpfen.

Namentlich der Energiesektor war bereits vor der aktuellen Krisensituation Ukraine/ Russland bereits angeschossen und hat an jahrelanger systematischer Unterfinanzierung im Bereich Exploration und Entwicklung neuer fossiler Energien gelitten. Verstärkt wurden diese Tendenzen durch die gleichlautenden Bemühungen westlicher Staaten in Richtung ESG Compliance, weg von den "schmutzigen Energien" in Richtung "grüne Energien" und z.T. exazerbiert durch aktivistische Investoren, die notwendige Investitionen in Exploration und Ausbau neuer Erdöl und Gasquellen unterbunden haben.

Jetzt bekriegen sich zwei der größten Nahrungsmittelproduzenten der Welt und der Weltmarktführer im Bereich Weizen, Düngemittel etc. wird sanktioniert. Die Konsequenzen sind offensichtlich: die gleichzeitige Angebotsverknappung im Bereich Weizen bei gleichbleibender Nahrungsmittelnachfrage hat bereits zu einer Preisspirale geführt und wird auch nächstes Jahr zu deutlichen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln führen. Erste Staaten wie Ungarn haben bereits den Export von Getreide verboten. Durch den gleichzeitigen Sprungartigen Anstieg der Inputkosen Energie + Düngemittel wird auch nächstes Jahr eine deutliche Preissteigerung im Bereich der Nahrungsmittel zu beobachten sein. Neben dem zu erwartenden Ernteausfall aus der Ukraine (Schätzung Goldmann Sachs ca. -30% weniger Weizen dieses Jahr), wird auch Australien bedingt durch die Regenfälle weniger beitragen.

Die Auswirkungen auf die Getreidemärkte sind ja offensichtlich. Aber was bedeutet das für z.B. die Fleischmärkte?
Das Preis Niveau bei Rindfleisch liegt auf einem historischen Höchststand und wird noch weiter steigen .
(z.B. Arg Filet 40€/kg EK Großhandel , Rinder Hackfleisch 11€/kg VK Großhandel , US Entrecote 57 €/kg EK)
Verfügbarkeiten sind auf längere Sicht bei voller Bandbreite nicht gewährleistet.
Hintergründe sind z.B. Personalmangel in Betrieben und Logistik , Wenig Rinder bei Weltweit hohem Bedarf ,
Produzenten Pleiten sowie deutlich teurere Futtermittel und Energiekosten .

Beim Schweinefleisch ist man von einer wöchentlicher Schlachtzahl in der BRD von 1Mio. um 40% auf 600000 Stück gefallen. Grund ist hier u.a. akuter Personalmangel. Bereitet euch darauf vor, dass Schweinefleisch wird in wenigen Wochen ebenfalls auf Rekordhoch sein - Bei geringeren Verfügbarkeiten . Geflügel ist bereits um 35% gestiegen und auch hier ist kein Ende in Sicht , aktuell gibt es teilweise. Sogar die Situation das Sortimente bei Großproduzenten stark eingeschränkt sind.

"Die Folgen des Kriegs in der Ukraine treffen die Ernährungswirtschaft hart. Erste Hersteller wie Tönnies berichten von einer massiven Störung sämtlicher bestehender Geschäftsgrundlagen. Sie öffnen aufgrund höherer Gewalt die Kontrakte und passen die Preise an. Der Fleischkonzern Tönnies wagt sich als erster vor mit einem Brandbrief. "Mit sofortiger Wirkung" müssten die Preise angepasst und die Kontraktzeiten "bis auf Widerruf" geöffnet werden. Tönnies-Geschäftsführer Frank Duffe hat seine Geschäftspartner in einem Schreiben, das der Lebensmittel Zeitung (ebenfalls dfv Mediengruppe) vorliegt, "über die dramatischen Entwicklungen der letzten Wochen in Kenntnis" gesetzt.

Bereits die Corona-Krise habe den Fleischsektor massiv getroffen, und die Auswirkungen durch gestörte Lieferketten und Personalmangel seien weiterhin deutlich spürbar. "Dass nun ein für uns alle zutiefst erschütternder Krieg in der Ukraine diese Situation nochmals massiv und unvorhergesehen derart verschärft, hat niemand vorhersehen können", so Duffe.

Andere Unternehmen der Fleisch- und Geflügelbranche haben ihren Kunden bereits ähnliche Schritte angekündigt. Die Rede ist von Vion, Westfleisch und Wiesenhof. Auch der zweitgrößte deutsche Wursthersteller The Family Butchers (TFB) wendet sich an seine Kunden. Der Umbruch in der Branche und die weltpolitischen Ereignisse führten zu einer "wahren Kostenexplosion bei den deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten". Diese sei für viele Betriebe existenzbedrohend, so TFB. Nach ersten Gesprächen gibt ein namhafter Fleischanbieter aber auch positives Feedback: "Wir erleben eine historisch einmalige Situation, in der Preise zu Gunsten der Versorgungssicherheit in den Hintergrund treten. Wir erleben den Handel gerade als Partner für die Erzeuger."

Die Not ist unübersehbar groß. Tönnies nennt als zusätzliche massive Auswirkungen aufgrund des Krieges folgende Themen für sein Unternehmen: Bestehende Strom- und Gaskontrakte stehen unter Force Majeure-Vorbehalt, ebenso wie Logistikkontrakte auf Grund des Ausfalls ukrainischer Fahrer. Diese Themen betreffen die komplette Branche. Die Fleischproduzenten werden zusätzlich durch eine Explosion der Futtermittelkosten und allgemein massiven Kostensteigerungen in der Landwirtschaft und die mangelnde Verfügbarkeit von CO2 für die Betäubung der Schlachttiere belastet. Alles zusammen stört sämtliche bestehenden Geschäftsgrundlagen, heißt es. Hinzu kommt der aktuelle Anstieg der Schweinepreisnotierung um 25 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht. Damit ist der Preis innerhalb von zwei Wochen um 55 Cent auf 1,75 Euro gestiegen. Eine historische Verteuerung seit Einführung des Euro. Auch für alle anderen Lebensmittelhersteller wird es enger. Die Unternehmen müssen mit Rekordkosten für Energie sowie wichtigen Agrarrohstoffen wie Weizen, Mais und Sonnenblumenöl umgehen – und sich auf Engpässe vorbereiten. Alleine der Palmölpreis ist signifikant wegen des Mangels an Alternativen gestiegen."

Ergo: Die Gesellschaft wird sich an hohe, teils sehr hohe Nahrungsmittelpreise gewöhnen müssen.
Deswegen nochmal, wer die absehbar steigenden Lebensmittelpreise (und anhaltend hohe Energiekosten) des nächsten Jahres und die damit einhergehenden Wohlstandsverluste für seine Familie abfedern möchte, sollte überlegen, sein Porfolio in entsprechende Sektoren zu diversifizieren (z.B. für unsere ETF Fraktion im Forum: VEGI oder DBA). Zusätzlich sollte man ein sehr genaues Augenmerk auf die Länder legen, die bereits jetzt politisch instabil sind und durch weiter steigende, bzw. anhaltend hohe Nahrungsmittelpreise bei erhöhter Inflation innere Unruhen erleben könnten, hier fallen mir vor allem wie Ägypten, Türkei und Indonesien ein, deren ETFs man ggf. shorten kann.

Darüber hinaus bleibe ich dabei, dass wir im derzeitigen Wirtschaftszyklus das Top bereits überschritten haben und uns in Richtung Abschwung bewegen. Die abnehmende Kaufkraft (u.a. durch anhaltend hohe Inflation) breiter Bevölkerungsschichten wird sich zusätzlich zu den bereits avisierten Liquiditätsentzug der Zentralbanken (weniger Bond Purchases und Einleitung des Zinssteigerungszyklus) auch negativ auf die Assetpreise auswirken. Deswegen Vorsichtig mit dem reflexhaften "Buy the Dip" der letzten Jahre und eine Einkaufsliste mit Werten bereithalten, die man zu geringeren Preisen kaufen möchte- hierfür ausreichend Cash bereithalten. Die Kaufkraftverluste durch die Inflation sind die Opportunitätskosten dieser Cash Position.

Etwas positives hat das Ganze ja auch: nicht nur das die globale Prävalenz der Adipositas etwas zurückgehen sollte ;-), eine ganze Generation von jungen Menschen, die in den letzten Jahren aus allen relevanten Assetklassen ausgepreist wurde, wird eine Chance bekommen, sich doch beteiligen zu dürfen- und zwar zu faireren Preisen.

Seid vorsichtig und stay safe

cartablanca
17.03.2022, 23:48
Bei den Aussichten investier ich lieber in Konserven und einen Ofen.

DrSkywalker
18.03.2022, 06:26
Untergangsszenarien hören sich immer so smart an, langfristig lag aber jeder pessimist an der Börse falsch, am Immobilienmarkt übrigens auch. Wie viele haben sich über den Preis unseres Hauses gewundert 2017,heute würden viele es auch für 50% Aufschlag nehmen.

Fleisch sollte wesentlich teurer werden, vielleicht werden dann irgendwann auch mal wieder weniger als 1.000.000 schweine pro Woche in industriellen tötungsfabriken hingerichtet und zerkleinert. Die Aussagen eines Herrn toenies sollten einen wirklich nicht interessieren,er hat massive finanzielle Interessen und labert gerne auch mal bullshit.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/clemens-toennies-empoert-mit-rassistischen-aussagen-ueber-afrikaner-a-1280178.html

Matzexc1
18.03.2022, 07:10
Bei den Aussichten investier ich lieber in Konserven und einen Ofen.

Dann vergiß nicht den Wald, oder wie willst du den Ofen heizen? Für ETf Fans empfehle ich hier den ishares Timber and Forestry.

@Thomas, deine Vorschläge scheinen eher was für Kunden von Interactive Brokers zu sein. Die beiden vn dir genannten ETF haben nämlich keine vertreibszulassung in der EU, soweit ich sehen kann.

Als Alternative scheint es diesen hier zu geben: https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B6R52143#sparplan

cartablanca
18.03.2022, 07:21
Dann vergiß nicht den Wald, oder wie willst du den Ofen heizen?

Mit der ganzen Bürokratie, die bei der Arbeit anfällt. Dann ist die wenigstens für irgendwas nützlich.

GP1001
18.03.2022, 07:21
Sorry, Fleisch ist in Deutschland so dermaßen billig. Dass das nicht ewig so weitergehen kann, dürfte wohl allen klar gewesen sein. Einfach mal in unseren Nachbarstaaten schauen...nirgends ist das so preiswert wie hier. Tja und dann hat man dem Subunternehmen&Ausbeutertum in Fleischindustrie inkl. Tönnies einen Riegel vorgeschoben. Übrigens wurde dies z.B. in Frankreich mehrfach zu Recht als unfaires Lohndumping kritisiert.
So ist das nunmal: Höhere Löhne bzw. Mindestlohn bedeuten höhere Preise. Der Zusammenhang dürfte nicht so schwer zu verstehen sein.
Über den medizinischen Aspekt sich nicht täglich Fleisch reinzuhauen, kann man übrigens auch diskutieren.

Investitionen in fossile Energien im Ausland: Gott sei Dank hat man es unterlassen sich komplett von Rußland bei Gas & Öl abhängig zu machen. Und die Alternativen zu Rußland sind jetzt auch nicht so rosig: Venezuela, Iran, Algerien. Zuverlässigkeit sieht anders aus. In Deutschland selbst haben wir kein Öl&Gas in größeren Mengen. GB oder Norwegen können auch nicht unseren Bedarf decken. Langfristig sehe ich es als sinnvoll an sich von fossilen Energieträgern weitgehend unabhängig zu machen, weil sie begrenzt sind, in Deutschland nicht ausreichend zur Verfügung stehen und wir dadurch durch zwielichtige Personen wie Putin erpressbar werden.

ganz ehrlich: Ich habe auch keinen Bock mehr auf die immer wiederkehrenden hohen Benzin/Dieselpreise. Immer dieses auf und ab, oft auch willkürlich. Totale Abhängigkeit von Staaten wie Rußland, Saudi Arabien, dem OPEC Kartell. Will man das langfristig?
Das nächste Auto wird auf jeden Fall elektrisch oder zumindest hybrid.
Mal ganz davon abgesehen, dass man große Städte nicht mehr mit Abgasen verpestet.

Der Despot Putin spielt den Grünen unfreiwillig in die Hände.

agouti_lilac
18.03.2022, 08:24
Sorry, Fleisch ist in Deutschland so dermaßen billig. Dass das nicht ewig so weitergehen kann, dürfte wohl allen klar gewesen sein. Einfach mal in unseren Nachbarstaaten schauen...nirgends ist das so preiswert wie hier. Tja und dann hat man dem Subunternehmen&Ausbeutertum in Fleischindustrie inkl. Tönnies einen Riegel vorgeschoben. Übrigens wurde dies z.B. in Frankreich mehrfach zu Recht als unfaires Lohndumping kritisiert.
So ist das nunmal: Höhere Löhne bzw. Mindestlohn bedeuten höhere Preise. Der Zusammenhang dürfte nicht so schwer zu verstehen sein.
Über den medizinischen Aspekt sich nicht täglich Fleisch reinzuhauen, kann man übrigens auch diskutieren.


:-dance:-dance Fleisch darf gerne so teuer werden, wie es seinem wahren Preis entspricht und nicht quersubventioniert und -finanziert.