Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
DrSkywalker
18.03.2022, 08:48
ganz ehrlich: Ich habe auch keinen Bock mehr auf die immer wiederkehrenden hohen Benzin/Dieselpreise. Immer dieses auf und ab, oft auch willkürlich. Totale Abhängigkeit von Staaten wie Rußland, Saudi Arabien, dem OPEC Kartell. Will man das langfristig?
Das nächste Auto wird auf jeden Fall elektrisch oder zumindest hybrid.
Mal ganz davon abgesehen, dass man große Städte nicht mehr mit Abgasen verpestet.
Der Despot Putin spielt den Grünen unfreiwillig in die Hände.
Ich habe hier schon vor über einem Jahr vorgerechnet, warum ein Elektroauto deutlich günstiger ist als ein Golf. E-Autos sind super, das Fahrgefühl ist der Hammer, Wartungskosten ein Witz, Steuerbefreit, etc....
wenn man auf der Arbeit laden kann und/oder eine PV-Anlage auf dem Dach hat macht es richtig spaß. Hat/kann nicht jeder, aber auch wenn man einfach nur an der Steckdose lädt ist es noch eine gute Sache. Zugegebendermaßen ist es schwierig für Mieter in MFH ohne Steckdose am Stellplatz. Hier am Ikea gibt es Rentner, die ihre Renault Zoes kostenlos vollladen, die finde ich ulkig.
Ich habe hier schon vor über einem Jahr vorgerechnet, warum ein Elektroauto deutlich günstiger ist als ein Golf. E-Autos sind super, das Fahrgefühl ist der Hammer, Wartungskosten ein Witz, Steuerbefreit, etc....
wenn man auf der Arbeit laden kann und/oder eine PV-Anlage auf dem Dach hat macht es richtig spaß. Hat/kann nicht jeder, aber auch wenn man einfach nur an der Steckdose lädt ist es noch eine gute Sache. Zugegebendermaßen ist es schwierig für Mieter in MFH ohne Steckdose am Stellplatz. Hier am Ikea gibt es Rentner, die ihre Renault Zoes kostenlos vollladen, die finde ich ulkig.
Mit heimischer Ladebox natürlich am besten. Bei der derzeitigen Entwicklung auf jeden Fall die beste Option, selbst im MFH und Angewiesenheit auf Ladesäulen. Immer mehr Eigentümerversammlungen diskutieren inzwischen über eine zentrale Wallbox in der Tiefgarage. Aus nun mehreren Gründen bin ich nun dafür:
a) Keine Abhängigkeit mehr von Putin, OPEC & Co
b) Bei durchaus möglichen Fahrverboten für Verbrenner in Innenstädten, wäre man weiter individuell mobil
c) Zur Not ein Hybrid mit Reichtweite 50-60 km elektrisch. Damit schafft man 90% der Fahrten.
Obwohl er mir optisch nicht so zusagt, würde ich den ID3 nehmen wegen der Reichweite. Mal sehen, ob außerhalb des Luxussegment andere Hersteller endlich mal nachziehen mit der hohen Reichweite.
Vom ÖPNV hier vor Ort bin ich enttäuscht. Sorry, ich zahle keine 80€/Monat für die Stadtbahn und U-Bahnhöfe und Bahnen sind voller Junkies, die sich die Spritze in der Bahn setzen oder Alkoholiker, die rumpöbeln. Verstehe nicht, warum es keine Zugangsbeschränkungen für Personen ohne Fahrschein bereits am Eingang der U-Bahn gibt anstatt lustloser Kontrolleure, die auch keinen Bock auf Kontakt mit dem Klientel Junkies/Alkoholiker haben und die Kontrollen auch nur stichprobenartig. Ein paar Zugangsschranken kosten nicht die Welt und sind andernorts in Europa auch zu haben.
cartablanca
18.03.2022, 14:37
Ich habe hier schon vor über einem Jahr vorgerechnet, warum ein Elektroauto deutlich günstiger ist als ein Golf. E-Autos sind super, das Fahrgefühl ist der Hammer, Wartungskosten ein Witz, Steuerbefreit, etc....
Tatsächlich? Hatte gedacht, dass die Batterie alle paar Jahre ausgerauscht werden muss und das in die Tausende geht.
DrSkywalker
18.03.2022, 14:55
Die Garantie auf Batterie ist oft bis inkl 160.000 Kilometer respektive 8 Jahre und mehr. Die Batterie wird schlechter, aber sollte lange funktionieren
cartablanca
18.03.2022, 22:41
Wow, klingt gut. Muss mich mal über die Modelle der Hersteller informieren. Die Ruhe beim Fahren ist natürlich ein mega Plus. Die Aufladezeit eher ein Minus. Wünschte mir man würde auch das autonome Fahren endlich zulassen.
Mit den Schnellladesäulen ist das nun auch besser. Leider noch ziemliche Chaos wegen fehlender Kompatibilität. Manche Autos laden schnell andere nicht. Idealerweise hat man zu Hause die Box.
Ich warte auf ein Auto a la ID3 , nur andere Marke. Oder VW wagt Mal ein bisschen mehr beim Design.
LasseReinböng
19.03.2022, 03:15
Die Frage ist wann die sog. demand destruction bei immer weiter steigenden commodity-Preisen wirksam wird...kann natürlich sein daß wir jetzt tatsächlich in einen sog. Superzyklus eintreten.....vielleicht killt aber auch nur die schwache Wirtschaft den sog. Commoditiy /Energy-Hype wie sonst immer...
LasseReinböng
19.03.2022, 03:22
ganz ehrlich: Ich habe auch keinen Bock mehr auf die immer wiederkehrenden hohen Benzin/Dieselpreise. Immer dieses auf und ab, oft auch willkürlich. Totale Abhängigkeit von Staaten wie Rußland, Saudi Arabien, dem OPEC Kartell. Will man das langfristig?
Das nächste Auto wird auf jeden Fall elektrisch oder zumindest hybrid.
Mal ganz davon abgesehen, dass man große Städte nicht mehr mit Abgasen verpestet.
Der Despot Putin spielt den Grünen unfreiwillig in die Hände.
Oh je... ich glaube kaum daß Tesla o.ä. die Lösung auf das Problem Putin und Co sind...
Man braucht in der Weltwirtschaft eine derart gewaltige Menge an fossiler Energie....deine Tankstellenrechnung interessiert da mit Sicherheit einen feuchten Furz !!!
Die 0815-Fabrik wird nicht mit Tesla-Batterien oder Wasserstoff-Energie betrieben...und für die Herstellung sog. nachhaltiger Energiequellen wird eine "shit load" an fossiler Energie benötigt. Man kann sich dann geil fühlen weniger getankt zu haben aber es ändert an der Gesamtbilanz so gut wie nichts.
cartablanca
19.03.2022, 10:07
Oder halt Atomkraft/Uran... Weiss nicht ob es sich jetzt noch lohnt da zu investieren.
Oh je... ich glaube kaum daß Tesla o.ä. die Lösung auf das Problem Putin und Co sind...
Die Modelle sind einfach zu teuer und nicht für die breite Masse.
Ansonsten ist für mich Elektro oder Hybrid definitiv die Zukunft für die Mobilität. Außerdem müsste man in den Städten den ÖPNV/Bahn billiger und attraktiver machen. Das ist deutlich günstiger als Autos zu subventionieren.
Wasserstoff höchstens für die Eisenbahn/große LKWs.
Man braucht in der Weltwirtschaft eine derart gewaltige Menge an fossiler Energie....deine Tankstellenrechnung interessiert da mit Sicherheit einen feuchten Furz !!!
Das stimmt. Industrie und Co verbrauchen ebenfalls viel Energie neben dem Verkehr.
Ich habe einfach keinen Bock mehr abhängig zu sein von ÖL&Gas aus Putin's Reich oder der OPEC. Je mehr Leute so denken, umso besser.
Die 0815-Fabrik wird nicht mit Tesla-Batterien oder Wasserstoff-Energie betrieben...und für die Herstellung sog. nachhaltiger Energiequellen wird eine "shit load" an fossiler Energie benötigt. Man kann sich dann geil fühlen weniger getankt zu haben aber es ändert an der Gesamtbilanz so gut wie nichts.
Warum sollen Fabriken nicht mit Strom aus Wasserkraftwerken & Co betrieben werden?
Aus Batterien oder Wasserstoff macht keinen Sinn. Fabriken sind in den seltensten Fällen mobil unterwegs und brauchen daher keine gespeicherte Energie.
Thomas24
23.03.2022, 21:44
Warum sollen Fabriken nicht mit Strom aus Wasserkraftwerken & Co betrieben werden?
Aus Batterien oder Wasserstoff macht keinen Sinn. Fabriken sind in den seltensten Fällen mobil unterwegs und brauchen daher keine gespeicherte Energie.
Oha... Bitte mal ein bisschen mit den Basics der Thematik beschäftigen. Danke.
Thomas24
23.03.2022, 22:11
Untergangsszenarien hören sich immer so smart an, langfristig lag aber jeder pessimist an der Börse falsch, am Immobilienmarkt übrigens auch. Wie viele haben sich über den Preis unseres Hauses gewundert 2017,heute würden viele es auch für 50% Aufschlag nehmen.
Fleisch sollte wesentlich teurer werden, vielleicht werden dann irgendwann auch mal wieder weniger als 1.000.000 schweine pro Woche in industriellen tötungsfabriken hingerichtet und zerkleinert. Die Aussagen eines Herrn toenies sollten einen wirklich nicht interessieren,er hat massive finanzielle Interessen und labert gerne auch mal bullshit.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/clemens-toennies-empoert-mit-rassistischen-aussagen-ueber-afrikaner-a-1280178.html
Haarscharf durch den Rücken ins Auge getroffen.
Es ging mir im vorangehenden Post nicht um die Interessen von Herrn Tönnies. Es ging auch nicht um die moralische Bewertung der Fleischindustrie. Und ebenso wenig geht es um die Verbreitung von irgendwelchen "Untergangszenarien". Es geht ganz einfach - wie immer- um den Rate of Change.
Und wir steuern sowohl im Bereich Energieversorgung, als auch in der Nahrungsmittelgrundversorgung in ein wirkliches Knappheitszenario hinein, dass wir seit mind. 30 Jahren so nicht mehr gehabt haben. Und zwar nicht langsam -damit kann eine Gesellschaft umgehen-, sondern richtig disruptiv. Mit einem hohen Rate of Change. Die Geschwindigkeit der Veränderung ist der springende Punkt.
Die Reaktion auf die Angebotsverknappung wird Preissteigerung sein- und zwar solange, bis entweder das Angebot wieder steigt, oder die Nachfrage sinkt. Wie immer eben. Aber während du, ich, und die meisten Forenteilnehmer eine Nahrungsmittelinflation von ca. 5- 6 % unerfreulich, aber nicht kriegsentscheidend finden, werden- (bzw. die Gelegenheit ergreifen, nochmal darauf hinzuweisen, dass "Nahrungsmittel eh zu billig waren") sieht es unterhalb der Rotary Schnittchenesseretage unseres Landes schon ganz anders aus. Von den nachgelagerten Effekten der ungebremsten Energiepreisinflation für Krethi und Plethi mal ganz zu schweigen.
Denn was ich hier lapidar als "Nachfrage wird aus dem Markt ausgepreist" beschreibe, bedeutet für viele Millionen Menschen Hunger. https://www.wfp.org/publications/hunger-hotspots-fao-wfp-early-warnings-acute-food-insecurity-february-may-2022-outlook Denn auch die EU wird, wenn es hart auf hart kommt, dem Beispiel Ungarns folgen und Nahrungsmittelexporte z.B. für Weizen untersagen.
Selbst die -notorisch langsame EZB- geht von einer Inflationsrate zwischen 5,1 % aus (obere Range der Schätzung über 7% Inflation in 2022). Dir ist das egal, mir ist es willkommen, weil meine Investitionsschulden durch den negativen Realzins noch schneller entwertet werden. Aber hier im Forum gibt es noch Mitglieder, die Lohnabhängig sind. Und denen sind 5% Inflation pro Jahr durchaus nicht egal, wenn der MB gerade mal 2% tarifliche Lohnsteigerung erkämpfen sollte. Und von der Perspektive breiter Bevölkerungsschichten, die deutlich weniger verdienen als Weiterbildungsassistenten nach MB Tarif, wollen wir gar nicht erst sprechen.
Es bleibt dabei: wir werden Wohlstandsverluste sehen. Und nicht nur die Spanier werden stinksauer sein.
https://www.france24.com/en/live-news/20220320-spain-hit-by-yet-another-mass-protest-over-rising-prices
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2022-03/spanien-verbraucherpreise-protest-ukraine
Aus dem Artikel: "In der Landwirtschaft schrumpfen die Gewinne angesichts niedriger Erzeugerpreise und steigender Kosten für Dünger und Treibstoff. Bereits im vergangenen Jahr waren die Energiepreise in Spanien um 72 Prozent gestiegen. Das war einer der höchsten Anstiege in der Europäischen Union. Der Krieg, den Russland seit dem 24. Februar gegen die Ukraine führt, und die deshalb verhängten Sanktionen treiben die Preise für Gas, Öl und Treibstoff weiter in die Höhe." Exakt 1 zu 1 das Szenario, auf das ich schon vor Wochen hingewiesen habe.
Untergangsszenarien hören sich immer so smart an, langfristig lag aber jeder pessimist an der Börse falsch, am Immobilienmarkt übrigens auch.
Und auch das ist richtig und völlig logisch. Denn Menschen sind kreativ und passen sich den neuen Gegebenheiten an. Nur: in der Zwischenzeit wird auch hier in Europa ungemütlich werden. 2022 und 2023 wird nicht eitel Sonnenschein herrschen. Depot wetterfest machen und brace for impact. Auch das gesellschaftlich politische Klima wird selbstverständlich deutlich rauer werden, wenn es in Zukunft weniger Wohltaten zu verteilen geben wird. Die deutsche Innenpolitik, jeglichen gesellschaftlichen Konflikt mit Geld zuzukleistern ist nicht nachhaltig.
Ich habe gerade 40.000 Euro aus einem Landverkauf auf der hohen Kante, die ich absehbar nicht brauchen werde. Bin unsicher, ob ich die jetzt einfach direkt in meinen FTSE All World ETF stecken soll oder ob ich nicht doch erstmal warte, ob die Märkte nicht abrauschen. Aber das wäre dann ja auch wieder Market Timing. Gar nicht so einfach aktuell.
cartablanca
24.03.2022, 08:34
Naja wer weiß. Vielleicht geht die Geschichte in der Ukraine ja anders aus als man zu Beginn angenommen hatte.
Oha... Bitte mal ein bisschen mit den Basics der Thematik beschäftigen. Danke.
Ich will keine Grundsatzdebatte anstoßen. Mir ist auch klar, dass wir hier nicht soviele Wasserkraftwerke wie in Norwegen oder der Schweiz gebaut werden können. Trotzdem sollten wir mittel- langfristig unabhängig oder zumindest deutlich unabhängiger werden von Öl&Gas. Wenn Putin dann in Polen oder Baltikum einmarschiert übernächstes Jahr geht wieder die Debatte los...."aber wir brauchen doch sein Gas&Öl. Mit dem armen Mann sollte man nicht straiten oder es sich verscherzen. Er meint das doch nicht so"
:-oopss
Naja wer weiß. Vielleicht geht die Geschichte in der Ukraine ja anders aus als man zu Beginn angenommen hatte.
Und wie?
Ein Teil wird russisch+Waffenstillstand irgendwann.
Keine Ahnung, warum hier jetzt Angstmacherei bei Fleischpreisen betrieben wurde.
Eher afrikanische Länder, die auf Weizenimporte angewiesen sind, haben jetzt ein Problem. Es wird dann wieder mehr Weizen in anderen Ländern produziert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Weizenproduzenten ausfallen. Dann warden andere einspringen (Angebot und Nachfrage).
Hier ein interessantes Video dazu, falls jmd das näher interessiert.
https://www.youtube.com/watch?v=6pSm0YSqtro
Global betrachtet ist es doch erfreulich, dass Hunger in den letzten zwanzig Jahren weiter abnimmt
https://de.wikipedia.org/wiki/Welthunger-Index
Interessant auch, dass die Fettleibigkeit weiter zunimmt, aber das insgesamt kaum Beachtung findet. Zuckersteuer oder Steuer auf Softdrinks...nee; Nutri-Score....nur freiwillig. Auch diese verursacht extreme Kosten für die Gesundheitssysteme.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbergewicht
cartablanca
24.03.2022, 11:38
Da gibts viele Möglichkeiten. Putin wird gestürzt, wenn die wirtschaftlichen und militärischen Verluste zu hoch sind. Was passiert wenn WMD eingesetzt werden? Kann man alles nicht vorher sehen.
Glaube ich nicht.
Seine Mühlen werden weiter mahlen.
Entweder wird er den östlichen Teil der Ukraine annektieren oder als Satellitenstaat mit Marionettenregierung etablieren oder er erobert das komplette Land und setzt dann seine Leute ein.
cartablanca
24.03.2022, 18:20
Unabhängig vom Ausgang scheint eines sicher zu sein: die Nahrungsmittelkrise kommt.
Thomas24
24.03.2022, 19:42
Unabhängig vom Ausgang scheint eines sicher zu sein: die Nahrungsmittelkrise kommt.
Sie ist schon längst da. Genau wie die Energiekrise.
Ich schließe derzeit binnen Jahresfrist noch nicht mal mehr Rationierung von Kraftstoffen aus (insb. Diesel), sowie Fahrverbote bzw. Beschränkungen.
Und eine Nahrungsmittelkrise würde dann mehr oder weniger automatisch auch Fonds wie etwa den iShares Agribusiness oder ähnliche Investments attraktiver machen?
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