Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
RussianAngel
06.04.2022, 22:40
Nicht böse gemeint, aber wenn du aktuell diese Fragen stellst solltest du nichts zur Kapitalanlage kaufen, bis sich die Lage am Immobilienmarkt nicht deutlich in Richtung käufermarkt geändert hat. Die Renditen sind sehr bescheiden und die Zinsen gestiegen. Eigennutz ist etwas anderes, wenn man es sich leisten kann.
Ich muss unterstreichen, da kenne ich mich echt schlecht aus, daher die etwas naive Frage...Habe Freunde und Familie in vielen Städten: Berlin, München, ausländische Hauptstädte...Immer dasselbe --- Blase, Blase, ach, schau Mal, 5 Mal teurer in 10 Jahren...Klar, man muss einen Käufer finden, aber habe nicht den Eindruck, dass dies mega schwer ist bei einer vertretbaren Immobilie, oder irre ich mich??
Ich wollte dieses Buch von Gerd Kommer über Immobilien lesen, werde aber jetzt eher die Poor Dad, Rich Dad Reihe zu Ende lesen und mich über NFTs erstmals mehr informieren...Laut Rich Dad sollte Investieren nicht schwer und kompliziert sein :D
in einer angesagten Stadt, die sich für 50 000 Eigeninvestition in 15-20 Jahren selber mit Miete auszahlt kann doch keine "schlechte" Investition sein
:-wand
Fang doch einfach mal mit Google an. Stichwort Kaufpreisfaktor zum Beispiel. Und wenn du dann drauf kommst dass dieser in einer angesagten Stadt wie München in Richtung 50-80 geht, dann denk einfach nochmal drüber nach...
RussianAngel
06.04.2022, 22:45
:-wand
Ich muss vielleicht auch noch etwas sagen: ich spreche nicht vom Penthouse am Marienplatz, sondern von einer 1-2 Zimmerwohnung in vertretbarer Lage...Eventuell sogar ausserhalb des Stadtgebietes...Mache ich mich lächerlich ? Ojeee...:P
Wie weit ist bei dir denn dann außerhalb des Stadtgebiets? Also in München sind die Immobilienpreise extrem (!) bis ca. 50km außerhalb und werden dann hoch noch weitere viele Kilometer.
RussianAngel
06.04.2022, 22:55
Okay, es muss nicht unbedingt München sein, war ein blödes Beispiel...Auch Köln, Berlin, Stuttgart etc. tun es :D
Google auch brav, aber hat jemand das auch probiert oder sprechen alle von potenziellen Gedankenexperimenten? Gerade folgendes Beispiel gefunden: Eine Wohnung in Schwabing 30 m2 für 299 000 Euro, Miete habe ich dort für 20 m2 600 kalt gezahlt, also machen wir optimistisch 700, das wäre ein Preisfaktor (Miete zu Preis) von ca. 35...Klar, das ist vielleicht ein Extrembeispiel, aber irgendwie habe ich den Eindruck, Immobilien werden immer verteufelt, dabei wenn der Preisfaktor 35 in Schwabing wäre, wie wäre er wohl in Ismaning? Oder Dachau etc? Oder gar in Berlin :) Muss wohl das Buch lesen von Kommer :D Plus man kann daraus auch ein AirBnB machen...Oder ein Tarotkarten-Laden für Vorhersagen :) Oder oder...Habe Unternehmergeist :) In München wäre sicherlich ein Dating-Club für Single Ärzte nicht schlecht :)
PS: Ich hasse München über alles und man wird mich nie im Leben wieder dort wohnen sehen, nur über meine Leiche...Allerdings meinte ich hypothetisch: man kann es mit Berlin, Stuttgart, Heidelberg, Köln, Dortmund, London, Bratislava etc. beliebig austauschen ....
Off-Topic: Wo ist eigentlich diese lustige Userin GelbeKlamotten, ich habe mich immer über ihre Beiträge totgelacht :)
dissection
06.04.2022, 23:00
Wieso gibt es eigentlich kein Popcorn Emoji, wenn man eins braucht? :-dance
Bin gespannt wie die MSCI World "Investoren" dreinschauen wenn wir nochmal in ein ähnliches Szenario wie 1971-81 geraten, in dem der S&P 500 über 10 Jahre -15 % gemacht hat haha. Wir haben ja heute gelernt: Stonks und Immobilien only go up.
Zum Themer: aktuell in der teuersten Stadt Deutschlands Immobilien als Kapitalanlage kaufen L O L
Kackbratze
06.04.2022, 23:11
Da Amerika ja die gesamte Welt abbildet und damit der MSCI world nur aus amerikanischen Aktien besteht und ein ETF niemals auch nur ansatzweise seine Zusammensetzung ändert, werden die alle bis März geimpft, genesen und gestorben...ach nee, das war was Anderes.
Selbst wenn Amerika in eine Rezession rutscht, gibt es noch genug Volkswirtschaften, die von der amerikanischen Krise profitieren könnten.
Wir werden sehen.
Ausserdem bitte ich um OT. Und strafe mich selber für diesen Ausflug.
GK wurde gebannt.
Das Ding mit Thomas ist, er investiert viel Zeit ins Investieren und sein Erfolg gibt ihm anscheinend/scheinbar Recht.
Ich finde zwar die Aussage mit dem Popcorn nicht so super sympathisch, aber gut, ich habe vom meisten auch keine Ahnung, andere Prioritäten für meine Zeit und Erfahrung erlaubt manchmal auch unsympathische Kommentare.
RussianAngel
06.04.2022, 23:21
GK wurde gebannt.
Das Ding mit Thomas ist, er investiert viel Zeit ins Investieren und sein Erfolg gibt ihm anscheinend/scheinbar Recht.
Ich finde zwar die Aussage mit dem Popcorn nicht so super sympathisch, aber gut, ich habe vom meisten auch keine Ahnung, andere Prioritäten für meine Zeit und Erfahrung erlaubt manchmal auch unsympathische Kommentare.
OT: Ojeee, GelbeKlamotten war meine Bildzeitung plus das ExtraHeft mit Witzen, wieso macht ihr denn so was :( :( :( So jemandem die Bühne zu stehlen ist einfach Verbrechen ...
Zum Topic: Ich meine, Ironie hat noch niemanden klüger gemacht, ja, ich bin doof in Thema Immobilien, daher frage ich..:Wenn ich Immobilienmogul wäre, würde ich sicher nicht im Medizinerforum danach fragen, oder :)
dissection
06.04.2022, 23:26
Da Amerika ja die gesamte Welt abbildet und damit der MSCI world nur aus amerikanischen Aktien besteht und ein ETF niemals auch nur ansatzweise seine Zusammensetzung ändert, werden die alle bis März geimpft, genesen und gestorben...ach nee, das war was Anderes.
Selbst wenn Amerika in eine Rezession rutscht, gibt es noch genug Volkswirtschaften, die von der amerikanischen Krise profitieren könnten.
Wir werden sehen.
Ausserdem bitte ich um OT. Und strafe mich selber für diesen Ausflug.
Der MSCI World hat eine Übergewichtung der USA mit 60 % dort ansässigen Firmen. Beide Indices korrelieren. Habe nochmal nachgeschaut: MSCI World hatte 1970-79 jährliche Rendite p.a. von -1,98 %.
Mein Kommentar war übrigens nicht maligne gemeint. In o.g. Zeitraum fuhr man nun mal mit Öl, Erdgas und REITs deutlich besser und es bestehen deutliche Parallelen zu damals insbesondere wenn sich der Ukrainekonflikt mit zugehörigen Sanktionen in einen länger schwelenden Krieg entwickelt.
OT: Ojeee, GelbeKlamotten war meine Bildzeitung plus das ExtraHeft mit Witzen, wieso macht ihr denn so was :( :( :( So jemandem die Bühne zu stehlen ist einfach Verbrechen ...
Zum Topic: Ich meine, Ironie hat noch niemanden klüger gemacht, ja, ich bin doof in Thema Immobilien, daher frage ich..:Wenn ich Immobilienmogul wäre, würde ich sicher nicht im Medizinerforum danach fragen, oder :)
GK war zumindest nach Kommentaren eine der finanziell am Besten gebildeten Userinnen hier im Forum, nimm dir mal ein Beispiel daran ; )
Google auch brav, aber hat jemand das auch probiert oder sprechen alle von potenziellen Gedankenexperimenten? Gerade folgendes Beispiel gefunden: Eine Wohnung in Schwabing 30 m2 für 299 000 Euro, Miete habe ich dort für 20 m2 600 kalt gezahlt, also machen wir optimistisch 700, das wäre ein Preisfaktor (Miete zu Preis) von ca. 35...Klar, das ist vielleicht ein Extrembeispiel, aber irgendwie habe ich den Eindruck, Immobilien werden immer verteufelt, dabei wenn der Preisfaktor 35 in Schwabing wäre, wie wäre er wohl in Ismaning? Oder Dachau etc?
Hilfe. Du vergisst sehr viel. Nebenkosten beim Kauf beispielsweise. Kosten für Kredit wenn du das Geld nicht hast etc.
Und dann? Dann kommen von den sagen wir 700€ Nebenkosten weg die du nicht umsetzen kannst und eine gewisse Investitionsrücklage weil es immer wieder Reparaturen geben wird die du alleine zahlst. Probleme mit Mietern, Renovierungskosten bei Mieterwechsel etc. noch nicht dabei.
Selbst wenn du also bei einem Kaufpreisfaktor von 35 wärst, zahlt sich die Wohnung eher in deutlich mehr als 50 Jahren ab.
In Ballungsbereichen rentieren sich Immobilien daher eher als stabile oder gefühlt stabile Geldanlage und weniger als Renditeobjekte. Außer man kennt sich wirklich gut aus. Dann kauft man günstig oder investiert in Gewerbeimmobilien. Letzteres ist noch sehr viel komplexer, da muss man den Markt wirklich kennen. Für Ersteres muss man ran kommen. Was glaubst du wie man an günstige Immobilien kommt? Über Internetportale? Vergiss es. Schau einfach mal rein. In den Internetportalen gibt es fast nur Maklerangebote. Neben deren Kosten, die man zusätzlich zahlt, versuchen die meist den Preis am obersten Limit zu halten, wenn nicht sogar drüber. An meine günstigeren Immobilien bin ich fast nur über Connections gekommen. Beispielsweise haben Schornsteinfeger oft einen guten Überblick wo grad was frei wird oder bestimmte andere Handwerker, Stadt- oder Gemeinderäte oder oder oder... aber nicht auf dem übertrieben teuren "freien" Markt.
Und was du auch bedenken solltest: man muss sich drum kümmern. Mich um mein Haus zu kümmern ist einfach eines meiner Hobbys. Die anderen Immobilien betrachte ich da ähnlich, Kombination Hobby und Investition. Wenn einem das nicht Spaß macht, lass es.
Insofern ja, habs probiert bzw. mache es. Aber auch weil ich es mag. Mein Geld steckt zum größten Teil in Immobilien, da kenn ich mich aus, das interessiert mich. Während bei anderen Leuten das Geld eben in ETFs oder Aktien steckt. Aber es ist schon deutlich mehr Arbeit sich um Immobilien zu kümmern als einfach nur sein Geld per Dauerauftrag in ETFs zu stecken mit dem ziel erst 20 Jahre später wieder nachzuschauen was sie dann wert sind.
RussianAngel
07.04.2022, 08:31
Danke für die ausführliche Antwort, sehr nett, dass Du Dir die Zeit genommen hast...Ja, muss wohl noch einiges aufholen, und ETFs bin ich Gott sei Dank schon dabei...Es geht mir auch wie gesagt nicht um den super tollen Gewinn, es hat auch mehr Wert zu sagen: ich habe Wohnungen, als ich habe Aktien :)
... aber nicht auf dem übertrieben teuren "freien" Markt.
Danke für den Kommentar. Die Erfahrung habe ich auch gemacht in beliebten Ballungsgebieten. Die Preise auf Immoscout & Co sind extrem teuer. Viele interessante Objekte kommen dort garnicht erst hin, oder wenn dann zu übertrieben hohen Preisen.
Viele Immobilien (auch Mietimmobilien) gehen unter der Hand weg via Mundpropaganda oder über Makler, die eine Interessenliste haben. Der Markt ist vieles, aber alles andere als "frei" oder "fair".
Cor_magna
07.04.2022, 17:06
Bin gespannt wie die MSCI World "Investoren" dreinschauen wenn wir nochmal in ein ähnliches Szenario wie 1971-81 geraten, in dem der S&P 500 über 10 Jahre -15 % gemacht hat haha. Wir haben ja heute gelernt: Stonks und Immobilien only go up.
Falls das wieder so kommt freu ich mich. Bzw ich hoffe sogar drauf. Weil ich dann günstig Aktien kaufen kann und ich erst am Anfsng meines Berufslebens stehe.
Mal ein anderes Thema:
Habt ihr Erfahrungen bezüglich vermieteten Eigentumswohnungen und Anmeldung von Eigenbedarf, um selbst einzuziehen?
Ich trage mich mit dem Gedanken eine solche Immobilie zu erwerben, um ggf. später selbst einzuziehen.
So wie ich das mitbekommen habe, ist das ja in den letzten Jahren etwas schwieriger geworden.
Vielleicht kann jemand mal aus Erfahrung berichten. Würde mich sehr interessieren.
Falls das wieder so kommt freu ich mich. Bzw ich hoffe sogar drauf. Weil ich dann günstig Aktien kaufen kann und ich erst am Anfsng meines Berufslebens stehe.
Wer 1971 in den S&P500 investiert hat und 40 Jahre gehalten hat (geschätzte Dauer unseres Berufslebens) konnte sich 2011 über ~7% Rendite p.a. freuen. Quelle: Diverse Rendite-Dreiecke im Internet.
Durch den Cost Average Effect hat man bei sukszessivem Sparen auch durch die 70er hinweg wahrscheinlich noch mehr Rendite gemacht.
Trotzdem, aktuell ist das gerade mal so Inflationsausgleich (aber damit besser als die Erhöhung der Ärzteeinkommen von, wie viel, 3%? - oder der lächerlichen EBM-Punktwerterhöhung von ~1% jährlich).
Cor_magna
14.04.2022, 19:57
Der Knackpunkt ist, ob es renditestärkere Alternativen gibt. Laut den Vergleichen zwischen den einzelnen Anlageklassen haben die letzten Jahrzehnte Aktien durchschnittlich deutlich mehr Rendite gebracht als Immobilien oder Gold. (Quelle: ist Die Bücher von Gerd Kommer).
Wenn es etwas gäbe, dass bei vergleichbarem Zeiteinsatz mehr Rendite bringen würde als mein aktuelles Vorgehen würde ich das machen. Dass die erwartete Rendite annähernd Inflation ist ändert nix an alledem.
Habt ihr Erfahrungen bezüglich vermieteten Eigentumswohnungen und Anmeldung von Eigenbedarf, um selbst einzuziehen?
Ich trage mich mit dem Gedanken eine solche Immobilie zu erwerben, um ggf. später selbst einzuziehen.
Prinzipiell ist dies möglich und wird regelmäßig gemacht. Zu beachten sind dabei vor allem die Wünsche der aktuellen Mieter, die Kündigungsfristen und soziale Aspekte bzw. Härtefälle.
Was meine ich damit:
- Wünsche der Mieter: ein Mieter wird informiert wenn es einen Wechsel des Eigentümers gibt, denn sowohl der Mietvertrag als auch alle sonstigen Rechte und Pflichten gehen direkt an den neuen Eigentümer über. Mieter wissen dass es zu Eigenbedarfskündigungen in so einem Fall kommen kann. Manche stellen sich darauf ein und suchen von sich aus gleich was neues, mit manchen kann man sich irgendwie sonst einigen und anderen muss man einfach kündigen.
- bei der Kündigung selbst sind vor allem die Kündigungsfristen zu beachten, da ist es wie beim Arbeitsvertrag wichtig wie lang die Mieter dort schon wohnen
- und letztlich kommt es auf soziale Aspekte bzw. Härtefälle an. Da gibt es dann die Klagefälle in denen die 90jährige Oma nicht mehr aus dem angestammten Zuhause gerissen werden soll weil die das nicht verkraftet aber auch ganz ganz andere Dinge. Bei einem Freund von mir ging es darum dass die mit ihren Kindern in die Einliegerwohnung der Schwiegereltern ziehen wollten. Darin war eine alleinerziehende Mutter auf >100qm super günstig zur Miete. Die hatten der die Wohnung vermietet mit schon dem Hinweis im Mietvertrag dass in einigen Jahren eine Eigenbedarfskündigung voraussichtlich erfolgen wird. Daher hatten sie auch eine relativ niedrige Miete vereinbart. Als dann das Ende des gekündigten Mietverhältnisses näher rückte wollte die Mieterin aber nicht ausziehen. Sie hat einfach in dem angespannten Wohnungsmarkt als alleinerziehende Mutter keine große Wohnung zu einem super günstigen Preis gefunden. Welch Wunder. Und andere Sachen wollte sie nicht. So richtig suchen und sich um was neues kümmern auch nicht. Und was machst dann? Schwierig... Da, und wegen ein paar Vorfällen bei meinen eigenen Wohnungen, hab ich gelernt dass man nie zu wenig Miete verlangen darf. Lieber grenzwertig hoch dass man auch Puffer hat Mist auszubügeln oder Leute wieder rausbekommt etc.
Ich würde das gleich fragen bei der Wohnungsbesichtigung. Was ist mit den Mietern, sind die gewillt auszuziehen, gibt es schon eine Kündigung etc. Und lieber mit dem eigenen Einzug bissl Puffer einplanen...
Wieso gibt es eigentlich kein Popcorn Emoji, wenn man eins braucht? :-dance
🍿 bittesehr
Nefazodon
16.04.2022, 08:15
https://www.spiegel.de/wirtschaft/inflation-deutsche-bank-vize-warnt-vor-zweistelliger-teuerungsrate-a-447e0fb9-d36b-4535-91dd-db593704805b
Quelle: Spiegel
Ich frage mich, wann die EZB endlich in die Puschen kommt....
Hängt natürlich Alles auch mit der Eurokrise und der wirtschaftlichen Situation in einigen Euroländern zusammen, dennoch finde ich das Nicht-Reagieren mittlerweile sträflich.
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