Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
DrSkywalker
31.12.2022, 09:22
Der Stundenlohn, sich das Wissen selbst anzueignen, kann besser nicht sein.
Geldanlage ist extrem einfach, zumindest wenn man nicht das Ziel hat den Markt regelmäßig zu schlagen.
Es gibt nicht sehr viele Assetklassen die für dich Sinn machen. Die Hauptaufgabe wird sein teure Fehler zu vermeiden.
Man muss nicht besonders schlau sein um Geld sinnvoll anzulegen, man darf nur nicht dumm sein.
Die Chance auch mit "unabhängigen" Beratern an einen schlechten zu geraten ist immer noch sehr hoch.
Hast Du konkrete Fragen zur Geldanlage, stell sie doch mal.
Aktuell habe ich einen niedrigen sechsstelligen Betrag in breit gestreuten ETFs liegen. Die will ich bis zur Rente nicht anrühren, außerdem läuft ein Sparplan auf einen FTSE All-World ETF. Sonst habe ich in keine anderen Anlageklassen investiert. Damit fühle ich mich wohl bislang. Bei Finalisierung des Landverkaufs würde ein niedriger aber deutlich siebenstelliger Betrag herausspringen. In etwa so viel, dass ich mir davon eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung kaufen könnte (so wäre dann der Plan) und auch danach noch ein siebenstelliger Betrag übrig bliebe. Den würde ich ebenfalls, vielleicht etwas mehr als die Hälfte, in Aktienfonds stecken. Beim Rest bin ich mir unsicher. Vielleicht eine Mischung aus Anleihen, Gold und Festgeld. Aber da stehe ich noch ganz am Anfang. Auch der Immobilienkauf ist eigentlich nicht in Stein gemeißelt, ich wohne gerne zur Miete. Wohnungen vermieten kommt für mich nicht in Frage, darauf habe ich keine Lust.
DrSkywalker
31.12.2022, 09:54
Ist doch eine schöne Ausgangssituation. Du solltest dir über deine Ziele im Klaren sein und die Geldanlage so gestalten dass sie zu deiner Lebenssituation passt.
Schön dass Du schon am Aktienmarkt Erfahrungen hast, damit ist das Ding doch schon fast geschaukelt.
Die verfügbaren Assetklassen hast du schon alle aufgezählt.
Ich persönlich habe es grob so gemacht, ganz einfach:
Eigenheim (kein totaler Luxus), drei verschiedene ETFs bei verschiedenen Anbietern, einige bluechip Einzelaktien (Hobby), eigene Praxis, ein paar vermietete Wohnungen (gekauft ab 2012, würde ich im aktuellen Markt eher nicht mehr machen, mittlerweile mit einer Mietverwaltung die sich um alles kümmert ich habe auch keine Lust mehr auf Anrufe von Mietern), einige Anteile an REITs, dann noch für die laufenden Kosten wie Steuerzahlungen etc einen höheren Betrag auf dem Girokonto. Thats it.
Damit kannst du auch deinen siebenstelligen Betrag gut anlegen ohne hohe Kosten und ohne komische Konstrukte, die du nicht verstehst. Anlageberater braucht man meiner Meinung nach nicht höchstens einen guten Steuerberater aber so jemanden zu finden ist sehr schwierig. Die Rendite in den letzten 10 Jahren war ganz okay ohne dass ich ein Genie bin oder zu viel Zeit für Geldanlage aufwende.
Sonic the Hedgehog
01.01.2023, 09:41
Würdest du wieder in Wohnungen investieren oder lieber gleich in Mehrfamilienhäuser?
Die Rendite in den letzten 10 Jahren war ganz okay ohne dass ich ein Genie bin oder zu viel Zeit für Geldanlage aufwende.
Aber mit Verlaub, die Rendite über die letzten 10 Jahre war eigentlich für jeden ok, der nicht völlig unglückliches Stockpicking betrieben hat.
DrSkywalker
01.01.2023, 11:07
Aber mit Verlaub, die Rendite über die letzten 10 Jahre war eigentlich für jeden ok, der nicht völlig unglückliches Stockpicking betrieben hat.
Nein, eben nicht! Die meisten Mediziner(Menschen) haben als Kapitalanalge meist einige Verträge bei MLP, Ärztefinanz oder Apobank. Rürup, Bausparvertrag, Fondsgebundene Lebensversicherung, BU-Kombiprodukt und 0% Tagesgeld. Damit darf man sich vergleichen, denn das macht mMn die Mehrheit.
Wie gesagt, ich behaupte nicht, den Markt über Jahre schlagen zu können. Hier geht es nicht um die heißen Trading-Tipps, sondern darum, seine Finanzen mit wenigen Handgriffen solide aufzustellen, so dass man über die Jahre nicht Zehn- oder gar Hundertausende an irgendwelche Banken oder Versicherungsfuzzis gezahlt zu haben.
Ich möchte hier alle Kolleginnen und Kollegen einfach ermutigen, sich selbst ohne teure Berater ein langfrsitiges Konzept zum Vermögensaufbau zu erarbeiten, das sie verstehen und wofür sie selbst Verantwortung übernehmen können.
Bonnerin
01.01.2023, 11:32
Nein, eben nicht! Die meisten Mediziner(Menschen) haben als Kapitalanalge meist einige Verträge bei MLP, Ärztefinanz oder Apobank. Rürup, Bausparvertrag, Fondsgebundene Lebensversicherung, BU-Kombiprodukt und 0% Tagesgeld. Damit darf man sich vergleichen, denn das macht mMn die Mehrheit.
Wer lässt sich denn als Ärzt:in gerade auf Rürup ein?! Das ist ja wirklich nur in den absolutes Ausnahmefällen marginal sinnvoll für uns. Ebenso die BU-Kombisachen, die nur einem Geld bringen, nämlich den ekelhaften Strukkis von MLP und Ärztefinanz...am besten schauen, dass da niemals jemand die eigenen Kontaktdaten von erfährt.
Naja, das ist staatlich gefördert, Steuervorteile, und es ist eine gute Alternative zur bösen DRV. Oder der ärzteversorgung. Oder so.
Und man spart Steuern, der Deutschen liebstes Hobby.
Und wenn man mit 24 anfängt zu arbeiten oder kurz davor ist und sich von den netten Herren der DÄF oder der absolut unabhängigen (leider nicht...) MB Treuhand Gesellschaften einlullen lässt, ist das eben schwierig.
Bonnerin
01.01.2023, 15:08
Naja, das ist staatlich gefördert, Steuervorteile, und es ist eine gute Alternative zur bösen DRV. Oder der ärzteversorgung. Oder so.
Und man spart Steuern, der Deutschen liebstes Hobby.
Und wenn man mit 24 anfängt zu arbeiten oder kurz davor ist und sich von den netten Herren der DÄF oder der absolut unabhängigen (leider nicht...) MB Treuhand Gesellschaften einlullen lässt, ist das eben schwierig.
Darauf einmal diesen unterhaltsamen Link: https://m.youtube.com/watch?v=727EWAY4xuk
Ist aber eigentlich ganz einfach (zumindest sollte man es denken, wenn man ein Abitur in D geschafft hat): Wenn die Produkte alle so gut sind und den Markt schlagen, warum arbeiten diese Typen und Damen denn überhaupt noch für so nen Verein, anstatt mit 20 den wohlverdienten finanziellen Ruhestand auf den Bahamas zu genießen?
Aus Selbstverwirklichung, um den Leuten zu helfen? Weil noch mehr noch mehr ist?
Weil Ärzte einfache Opfer sind und das Spaß macht?
Und selbst wenn du dauerhaft 50% Rendite hättest, brauchst du ja erstmal nen Grundstück.
Matzexc1
01.01.2023, 21:58
Darauf einmal diesen unterhaltsamen Link: https://m.youtube.com/watch?v=727EWAY4xuk
Hartmut Walz ist auch klasse
Naja, das ist staatlich gefördert, Steuervorteile, und es ist eine gute Alternative zur bösen DRV. Oder der ärzteversorgung. Oder so.
Und man spart Steuern, der Deutschen liebstes Hobby.
Und wenn man mit 24 anfängt zu arbeiten oder kurz davor ist und sich von den netten Herren der DÄF oder der absolut unabhängigen (leider nicht...) MB Treuhand Gesellschaften einlullen lässt, ist das eben schwierig.
Steuervorteile und vorgebliche Sicherheit die 2 beliebtesten verkaufsargumente in Deutschland
Ines-Lucia
03.01.2023, 14:11
Darauf einmal diesen unterhaltsamen Link: https://m.youtube.com/watch?v=727EWAY4xuk
Ist aber eigentlich ganz einfach (zumindest sollte man es denken, wenn man ein Abitur in D geschafft hat): Wenn die Produkte alle so gut sind und den Markt schlagen, warum arbeiten diese Typen und Damen denn überhaupt noch für so nen Verein, anstatt mit 20 den wohlverdienten finanziellen Ruhestand auf den Bahamas zu genießen?
das ist wirklich gut!
Thomas24
18.03.2023, 21:29
Ich kann Thomas24, DrSkywalker, Cormagna etc nur zustimmen. Günstiger wird es bei einigen wenigen Objekten minimal aber allein der Wertverlust des Geldes in Bezug auf Zeit macht die Summe X nicht günstiger.
Die derzeitigen 300.000€ werden in 10 Jahren nicht die heutigen 300.000€ sein. Wer weiß - womöglich bekommt man später für den Preis nur noch eine Standard-Küche mit Ausstattung
Die derzeit starke Inflation tut ihr Übriges hinzu und viele Investoren haben enorme Cash-Rücklagen.
Es darf zudem nicht vergessen werden, dass der deutsche Immobilienmarkt für alle geöffnet ist und der schwache Euro gerade deutsche Immobilien für viele Ausländer interessant macht. Insbesondere bei der Zuverlässigkeit der Mietzahlungen.
Der Neubaumarkt und das Immobilienentwicklergeschäft ist ja (absehbar) kollabiert, weil derzeit infolge der raschen Anstiege bei Fremdfinanzierungskosten/ Material/ Bürokratie etc. kaum kalkulierbar. Die Projektierer bauen vieler Orts derzeit nur noch die vor knapp 2 Jahren durchfinanzierten Projekte zu Ende, während Deutschlands größte Vermieter (Vonovia) ja öffentlich bekannt gemacht hat, dass er seine Bautätigkeit einstellt, da er die eigentlich benötigten Mieten, um den Bau zu refinanzieren in einem sozial regulierten Mietmarkt für nicht erzielbar hält. Eigentlich goldene Zeiten für Bestandsimmobilien- die Nachfrage ist durch Flüchtlinge etc. nochmal angezogen, der Neubau steht. Käuferschichten, die eigentlich Eigentum gekauft hätten, werden nun wieder Mieter sein müssen. Mometasonfumoarat, hast du die Preisrückgänge genutzt und nochmal deutlich dein Portfolio aufgestockt? Du bist doch schwerpunktmässig im Osten unterwegs, oder? In Leipzig etc. gab es ja Preisrückgänge im deutlich zweistelligen Bereich, in einigen Lagen sind/ waren Deals mit Abschlägen um 25% möglich, wie man hört? Wie siehst du die EU Wohngebäuderichtlinie? Kaufst du nur noch bewusst Energieeffizienz E und besser, oder kalkulierst du direkt eine energetische Sanierung beim Ankauf gedanklich bereits ein?
Würde mich freuen, deine Einschätzung zu deinem lokalen Markt mal zu hören.
Ich hatte die Tage eine Youtube-Werbung für eine für uns ganz passende Investment-Gelegenheit - ich will die natürlich nicht verlinken, hier nur die Kernpunkte:
Die Ärztehaus-Invest-Strategie
Wie man sich erstmals an Ärztehäusern beteiligen kann und von sicheren und langfristigen Mieteinnahmen profitiert.
Eine Anlagemöglichkeit mit einem erstklassigen Risiko/Rendite-Profil.
Wer also Angst hat, dass er in seiner eigenen Praxis in Zukunft nur noch für irgendeinen Investor ackert, kann sich diese Sorge nehmen, indem er einfach selbst dieser Investor wird ;-) Macht das Sinn?
Aber dieses Werbezitat gilt in dem Fall dann wohl nicht mehr:
„Wer sein Geld möglichst sicher und ruhig für sich arbeiten lassen möchte, der sollte sich das Investment in Ärztehäuser definitiv näher ansehen.“
Mometasonfuroat
20.03.2023, 16:12
Der Neubaumarkt und das Immobilienentwicklergeschäft ist ja (absehbar) kollabiert, weil derzeit infolge der raschen Anstiege bei Fremdfinanzierungskosten/ Material/ Bürokratie etc. kaum kalkulierbar. Die Projektierer bauen vieler Orts derzeit nur noch die vor knapp 2 Jahren durchfinanzierten Projekte zu Ende, während Deutschlands größte Vermieter (Vonovia) ja öffentlich bekannt gemacht hat, dass er seine Bautätigkeit einstellt, da er die eigentlich benötigten Mieten, um den Bau zu refinanzieren in einem sozial regulierten Mietmarkt für nicht erzielbar hält. Eigentlich goldene Zeiten für Bestandsimmobilien- die Nachfrage ist durch Flüchtlinge etc. nochmal angezogen, der Neubau steht. Käuferschichten, die eigentlich Eigentum gekauft hätten, werden nun wieder Mieter sein müssen. Mometasonfumoarat, hast du die Preisrückgänge genutzt und nochmal deutlich dein Portfolio aufgestockt? Du bist doch schwerpunktmässig im Osten unterwegs, oder? In Leipzig etc. gab es ja Preisrückgänge im deutlich zweistelligen Bereich, in einigen Lagen sind/ waren Deals mit Abschlägen um 25% möglich, wie man hört? Wie siehst du die EU Wohngebäuderichtlinie? Kaufst du nur noch bewusst Energieeffizienz E und besser, oder kalkulierst du direkt eine energetische Sanierung beim Ankauf gedanklich bereits ein?
Würde mich freuen, deine Einschätzung zu deinem lokalen Markt mal zu hören.
Hi Thomas,
Du hast den Markt wie erwartet weiter super im Überblick, bei vielen Projektentwicklern ist absoluter Baustopp. Bei einigen geht es an die Existenz, was paradox ist da der Markt ja eigentlich nach Neubau aufgrund des starken Zuzugs ruft. Viele double income Familien fallen als Käuferschicht aufgrund der gestiegenen Zinsen weg und strömen den Mietmarkt - gut für uns Vermieter da dadurch die Auswahl an bonitätsstarken Mietern seit einigen Monaten spürbar steigt. Ich nutze tatsächlich die Gunst der Stunde und vergrößere mein Portfolio etwas, allerdings bin ich durch die Inflation fast dazu gezwungen da ich viele Cash Reserven habe. Müsste ich hoch fremdfinanzieren (über 85%) würde ich derzeit inne halten. Bestes Beispiel ist ein Mehrfamilienhaus in der Nähe von Hannover was wir aufgrund der starken Panik mancher Privatverkäufer auf knapp 50% vom ursprünglichen Kaufpreis reduzieren konnten. Im Osten habe ich ehrlicherweise weniger starke Preisrückgänge beobachtet, aber vermutlich eher deswegen da die Preise dort per se deutlich geringer waren als in anderen Regionen. Leipzig und insbesondere der Speckgürtel finde ich weiterhin hoch attraktiv zum Investieren, da die Objekte "leistbarer" und die Region dank Windkraftanlagen und Ansiedlung größerer Unternehmen (Intel in Magdeburg) attraktiver wird. Auch scheint die östliche Region weniger von den wirtschaftlichen Krisen gebeutelt zu sein. Wenn ein Objekt von der Bausubstanz gut ist nehme ich auch schlechtere Energieeffizienzen mit in Betracht. Nach der jahrelangen Erfahrung war ich geschockt festzustellen dass viele Energieausweise nur über den Daumen erstellt werden, meist die mit sehr schlechter Energieeffizienz ohne dass die verantwortlichen das Objekt je gesehen hatten. Bestes Beispiel war ein Haus mit Energieeffizienz G bei Kauf und als wir feststellten dass das Haus so gut wie kaum Energie verbraucht zum Heizen habe ich eines nach Verbrauchswert erstellen lassen (siehe da wir waren bei Energieeffizienz D). Der Makler gestand dass der Energieausweis von einem befreundeten Handwerker für den Verkauf erstellt wurde. Später habe ich solche Fälle reihenweise im Netzwerk gehört. Ich kalkuliere die energetische Sanierung dennoch meist mit ein, allerdings weil ich spüre dass man nun viel leichter an Handwerker herankommt und die Preise sich normalisieren (die Preise der Dienstleistung, nicht der Materialien). Hinzukommt dass man die Sanierungen von den Mieteinnahmen in voller Höhe absetzen kann. Zwar habe ich am Ende des Jahres nur ein kleines Plus mit den Mieteinnahmen aber dafür wird das betreffende Objekt nach und nach saniert und ist aus meiner Sicht während man fest angestellt ist mit hohen Einkommen eine gute Strategie. Man muss nur mit der 15% Klausel aufpassen. Nur Dach und Heizung sollte nicht älter als 15 Jahre sein - das ist ein von meiner Seite festgelegtes Kriterium zur Risikominimierung, aber das ist dann eher wie eine Ticstörung bei mir. Die EU Wohngebäuderichtlinie nehme ich in der Form wie sie derzeit angedacht ist nicht ernst, da sie einfach nicht realistisch ist. Es würden um die 100.000e Eigentümer ihr Zuhause verlieren, da sie sich schlichtweg die Sanierung nicht leisten könnten und wir haben im Vergleich zu anderen Ländern sehr hohe Baustandards, das darf nicht vergessen werden (London, Süditalien oder Südfrankreich hatte in den Regionen in denen ich unterwegs war grausige energetische Zustände). Das würde auf kurz oder lang zu starken Protesten und Klagen an den Gerichten führen. Letztlich auch die Frage wer das alles kontrollieren möchte. Schließlich gibt es trotz seit 15 Jahre bestehender Verordnung die Pflicht bei Vermietung Dächer dämmen zu lassen oder nicht mehr mit veralteten Heizungen über 30 Jahren zu heizen. Diese sind aber weiterhin verbaut und werden auch unsaniert genutzt- es fällt nur niemanden auf.
Zudem rechne ich felsenfest mit sinkenden Zinsen in den nächsten Quartalen. Die Banken geraten derzeit ins Strudeln und sobald die Zinsen anfangen werden zu sinken, werden die Immobilienpreise mit großer Sicherheit schneller steigen als zuvor. Der Immobilienmarkt beginnt ebenso volatiler zu werden.
agouti_lilac
20.03.2023, 17:28
Wie bestimmst du, ob ein "Objekt von der Bausubstanz her gut" ist? Nimmst du einen Gutachter mit, ggf. zu einem 2. Termin?
Mometasonfuroat
22.03.2023, 10:28
Nach über 10 Jahren erkenne ich es selbst tatsächlich meist - man kann nicht immer alles ausschließen aber den Großteil und habe auch das entsprechende Equipment dafür angeschafft. Klar habe ich anfangs auch Lehrgeld bezahlt aber bei jemanden der sich nicht sicher ist würde ich stets einen Gutachter empfehlen. Die paar hundert Euro sind im Vergleich zur Investition wirklich nicht groß und sehr zu empfehlen.
Möglicherweise habe ich einen Denkfehler oder vielleicht kanns mir jemand erklären:
Ich war kürzlich erneut auf der Suche nach einer privaten Altersvorsorge. Es werden ja diverse Rentenversicherungen nach Rürüp/Riester angeboten.
Ein abstraktes Beispiel: ich (jetzt 43) zahle die nächsten 24 Jahre jeden Monat 110 Euro und bekomme dann eine "garantierte" Rente von 137 Euro und eine "mögliche" Rente von 267 Euro. Soweit so gut. Statistisch werde ich die Rente 12 Jahre beziehen. Wenn ich nun meine Einzahlungen mit niedrig angesetzten 2% Zinsen zusammenrechne komme ich auf ca. 40.500 Euro. Wenn ich die dann wiederum über die 12 Jahre mit 2% Zinsen runterrechne komme ich auf rd. 250 Euro im Monat.
Wieso sollte ich so eine Versicherung abschließen? Das rechnet sich doch hinten und vorne nicht?! Ich meine klar, wenn ich deutlich länger als die Statistik lebe dann ja, aber statistisch lebt niemand länger als die Statistik :D
Matzexc1
06.12.2023, 09:12
Ich halte das für eine psychologische Frage:
Eine Versicherung "gilt" als sicher und die meisten Deutschen lieben Sicherheitsversprechen. es gibt Leute die vor der Senkung des Garantiezinses für Kapitallebensversicherungen noch schnell eine abschließen weil sie glauben das sie so ein gutes Geschäft machen.
Falls du eine Versicherung zur Altersvorsorge suchst gibt es Dienstleister die Nettopolicen anbieten
Was liebt der Deutsche? Sicherheit und Steuern sparen - siehe auch das sehr unterhaltsame und für den ein oder anderen vielleicht Augen öffnende, von Bonnerin weiter oben verlinkte Video zur Rürup-Rente (https://m.youtube.com/watch?v=727EWAY4xuk) :-oopss
Die meisten verkauften Finanzprodukte lohnen sich primär für den Emittenten und bei den üblichen (also nicht Netto-) Policen den Verkäufer, der sich gerne Berater oder Vermittler nennt. Zu dem Thema kann ich die Videos von Prof. Hartmut Walz, wie das verlinkte, und auch dessen Blog (https://hartmutwalz.de/finanzblog/) sehr empfehlen.
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