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Matzexc1
19.08.2024, 06:23
*Hochhol*

Dochope
01.09.2024, 11:13
Hallo,ich wollte mich erkundigen ob ihr alleine die Steuererklärung macht oder doch einen Steuerberater beauftragt?
Ich bin auch neugierig zu wissen ob die Kosten für den Internetanschluss als Arzt auch teilweise absetzen kann?

Danke und schönes Rest-Wochenende!

TaraTamm
01.09.2024, 11:56
Laut meiner Steuerberaterin kann man das in der Regel teilweise steuerlich geltend machen, wobei der Anteil nicht klar festgelegt ist. Das ist wohl auch von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich.

Üblicherweise werden wohl generell 20% Anrechnung akzeptiert, ohne dass man einzelnachweise bringen muss. Aus Erfahrung mit ihren anderen Klienten wusste sie aber, dass das lokale Finanzamt bei Ärzten auch 40% durchgehen lässt. Hat sie dann so angegeben und ging problemlos durch.

Ich bin sehr froh eine Steuerberaterin zu haben. Habe früher die Steuererklärung immer ewig rausgeschoben. Jetzt muss ich nur ein paar Unterlagen raussuchen und ihr schicken und sie erledigt alles. Die Sachen, die ich dank ihr zusätzlich absetzen kann, decken wahrscheinlich nicht ganz die zusätzlichen Kosten. Aber das ist es mir trotzdem wert.

FirebirdUSA
01.09.2024, 14:29
Hab bisher 20% von Telefon und Internetkosten angegeben.

Matzexc1
01.09.2024, 15:09
Bin auch froh das ganze über meinen Steuerberater zu machen, ich kann den Konz als Zusatzlektüre empfehlen. Das Buch ist absetzbar und beinhaltet gute Tipps

h3nni
01.09.2024, 15:10
Ich sehe den Steuerberater nicht ein, bislang reicht mir als Angestellter mit ein paar Kapitalerträgen ohne Vermietung usw lockerst ein Steuerprogramm (ich nutze WISO von buhl, vermute aber, dass sich das alles nicht viel schenkt).

Meine Freundin arbeitet im Finanzamt und meint, viele Steuerberater seien schlecht, geben teilweise nicht alles an, was man angeben könnte (war bei meinen Eltern auch so) und machen dann Einsprüche, weil sie dadurch ggf. mehr Geld verlangen können als wenn man alles direkt auf einmal angegeben hätte.

Man könnte sich natürlich auch noch nen Lohnsteuerhilfeverein überlegen, der ist günstiger als ein Steuerberater, man hat ne persönliche Ansprache, aber ich weiß nicht, ob mir das das wert wäre.

Am wichtigsten ist für mich, daran zu denken, Belege aufzubewahren für Hotels, Kongresse usw.

Mich würde interessieren, was zB Thomas24 zu dem Thema zu sagen hat. Ich kann mir vorstellen, dass es in größeren Praxiskonstellationen mit entsprechenden Einnahmen bestimmt Gestaltungsoptionen gibt, auf die man eher mit Steuerberater als ohne kommt und teilweise vermutlich einen braucht (vermögensverwaltende Gesellschaften etc.)

Für mich als (noch?) Angestellten sehe ich aber wenig Vorteile.

Trenn
01.09.2024, 16:24
Ich glaube als Praxisinhaber muss man einen Steuerberater haben, der die Gewinnermittlung macht und so zumindest ein bisschen prüft (bei einer Prüfung durch das Finanzamt muss er dann seine Kontrolle rechtfertigen). Unser Steuerbüro erledigt auch die Gehaltsabrechnung, ich muss sie nur noch online abrufen und verteilen. Steuer wird im Bereich Niederlassung so kompliziert, dass man besser jemanden hat, der sich auskennt und auch beraten kann bei Bedarf. Als damals hauptberuflich Angestellter habe ich das noch selbst erledigt, es hilft auch einen besseren Überblick über seine Finanzen zu kriegen.

oktagon
26.09.2024, 10:32
Hallo, ich würde gern mal eure Meinung hören.
Folgende Situation:
Ich möchte einen mittleren 5-stelligen Betrag anlegen. Habe zusätzlich eine vermietete Eigentumswohnung. In diese möchte ich in 3 bis 5 Jahren einziehen. Dann würde ich einen größeren Teil des Geldes für eine Sanierung in Anspruch nehmen.
Wie würdet ihr das Geld für die nächsten 3 bis 5 Jahre anlegen? Nur Tagesgeld? Einen Teil (vielleicht 1/3) in einen ETF (MSCI) und den größeren Teil aufs Tagesgeldkonto?
Welche Strategie kann empfohlen werden?

h3nni
26.09.2024, 10:52
3-5 Jahre sind kein guter Horizont für Aktien, wenn an Zeitpunkt x das Geld in voller Höhe da sein muss.
Wenn man dips aussitzen kann, kann man sich schon nen Teil überlegen.

Du hast Festgeld gar nicht erwähnt, wäre das eine Option? Könnte man ggf eine Leiter machen, dann kommt man zB jedes Jahr an sein Geld.

Finanztip hat im letzten Newsletter diese Angebote gehabt (schreiben die jede Woche Freitag):

Tagesgeld-Angebote für Neukunden
3,70% p. a. für 3 Monate bei Advanzia*
3,50% p. a. für 6 Monate bei Volkswagen Financial Services*

Festgeld-Angebote für 6 Monate
3,58% p. a. bei Klarna Festgeld+ (App)
3,45% p. a. bei Bank11

Festgeld-Angebote für 36 Monate
3,50% p. a. bei LeasePlan Bank
3,24% p. a. bei Klarna Festgeld+ (App)

TaraTamm
26.09.2024, 12:09
Hallo, ich würde gern mal eure Meinung hören.
Folgende Situation:
Ich möchte einen mittleren 5-stelligen Betrag anlegen. Habe zusätzlich eine vermietete Eigentumswohnung. In diese möchte ich in 3 bis 5 Jahren einziehen. Dann würde ich einen größeren Teil des Geldes für eine Sanierung in Anspruch nehmen.
Wie würdet ihr das Geld für die nächsten 3 bis 5 Jahre anlegen? Nur Tagesgeld? Einen Teil (vielleicht 1/3) in einen ETF (MSCI) und den größeren Teil aufs Tagesgeldkonto?
Welche Strategie kann empfohlen werden?

Sicher dass du die Wohnung genau dann sanieren willst, wenn die Sanierung nicht mehr steuerlich absetzbar ist?

oktagon
27.09.2024, 11:31
Sicher dass du die Wohnung genau dann sanieren willst, wenn die Sanierung nicht mehr steuerlich absetzbar ist?

Ja, ich möchte das erst erledigen, wenn ich selbst wirklich dort wohne bzw. nach Auszug der Mieter.

oktagon
27.09.2024, 11:40
3-5 Jahre sind kein guter Horizont für Aktien, wenn an Zeitpunkt x das Geld in voller Höhe da sein muss.
Wenn man dips aussitzen kann, kann man sich schon nen Teil überlegen.

Du hast Festgeld gar nicht erwähnt, wäre das eine Option? Könnte man ggf eine Leiter machen, dann kommt man zB jedes Jahr an sein Geld.

Finanztip hat im letzten Newsletter diese Angebote gehabt (schreiben die jede Woche Freitag):

Tagesgeld-Angebote für Neukunden
3,70% p. a. für 3 Monate bei Advanzia*
3,50% p. a. für 6 Monate bei Volkswagen Financial Services*

Festgeld-Angebote für 6 Monate
3,58% p. a. bei Klarna Festgeld+ (App)
3,45% p. a. bei Bank11

Festgeld-Angebote für 36 Monate
3,50% p. a. bei LeasePlan Bank
3,24% p. a. bei Klarna Festgeld+ (App)

Danke für die Infos. Da ich evtl. nicht den gesamten Betrag benötige, hatte ich an die Option gedacht, dass 1/3 in einen ETF gehen könnten. Bei den flexibleren Möglichkeiten bleiben also als gängige Methoden Tagesgeld oder Festgeld.
Gibt es noch andere Strategievorschläge?

Nilani
27.09.2024, 14:06
Bei dem kurzen Anlagezeitraum gibt's wohl keine anderen halbwegs sicheren Stragien. Für ETFs sollte man so 10-15 Jahre veranschlagen. Wenn ich sehe, wie meine in 5 Jahren zugelegt haben, wäre das möglicherweise eine Option, bei 3 wäre es mir schon zu eng. Aber kann eben auch passieren, dass man das Geld genau dann braucht, wenn es tief steht.

sammy123
27.09.2024, 20:08
Für deine Zwecke wäre Festgeld schon die beste Option. Vergiss bei deiner Kalkulation nicht ausreichend Puffer einzuplanen, da man Kosten für Sanierungen schnell unterschätzt. Der Rest kann dann ruhigen Gewissens in einen ETF.

oktagon
01.10.2024, 09:21
Danke für die Antworten.
Tagesgeld, Festgeld und ein kleiner Teil geht in einen ETF.

Moorhühnchen
12.01.2025, 13:35
Ich bräuchte mal einen Rat von den Füchsen hier.

Bisher bin ich so ne Spar-Nulpe ohne größeren Plan, die letzten beiden Jahre habe ich nur Tagesgeldkonten-Hopping betrieben und war damit ganz zufrieden. So langsam nervt es aber, da man kaum noch etwas für 12 Monate bekommt, sondern alle besseren Angebote nur noch auf 3 Monate begrenzt sind.

Nun hatte ich im November zufällig Kontakt zu einem "Finanzberater" bei der Deutschen Vermögensberatung - allerdings quasi noch Lehrling und ich merke schon, dass der keinen Durchblick hat und auch nicht der Cleverste ist. Der hat mir (zuletzt mit seinem 'Coach' zusammen) einen Plan zum Vermögensaufbau vorgestellt, der sich für mich als faule Socke zunächst sehr charmant angehört hat, da ich mich persönlich um kaum etwas kümmern muss. Natürlich aber auch ein wenig im Netz quergelesen und da schneiden solche Angebote wie "Vermögenseinkommensplan" aufgrund der hohen Nebenkosten sehr schlecht ab, zudem Schneeballsystem und so weiter.... Schade! :-))
Also Fazit: das werde ich wohl nicht machen!

So, nun stellt sich für mich aber die Frage: wie steige ich nun in das Thema ETFs oder Depots ein?
Mein Onkel schwärmt mir immer von der ING Diba vor, über die er sehr viel macht und von Kollegen habe ich von Trade Republic gehört, da hab ich mir zuletzt ein Tagesgeldkonto angelegt. Aber ich finde als absoluter Noob für mich gar keinen Einstieg.

Zudem will mir der eine Freund Telekom-Aktien schmackhaft machen (klar, er arbeitet da - hat aber selbst wohl ziemlich abgelost mit seinen Aktiengeschäften) und ein anderer macht wie mein Onkel ETFs über die ING.

Was soll ich lesen, machen, tun?
Wie komme ich am besten ohne Ahnung in das Thema rein?

JJ*
12.01.2025, 13:43
Ich finde die Artikel bei Finanztip, wie zum Beispiel diesen hier (https://www.finanztip.de/geldanlage/) zum grundsätzlichen Einstieg in das Thema Geldanlage, sehr hilfreich. Von vermeintlichen „Vermögensberatern“, erst recht Strukturvertriebsunternehmen (DVAG, MLP…), würde ich die Finger lassen. Diese investieren vorwiegend in ihre eigene Provision. Der Blog (https://hartmutwalz.de) von Hartmut Walz wurde hier ja auch schon öfter verlinkt, da findet sich auch reichlich Input und eine veritable Sammlung „spannender“ Produktkonstellationen, die von solchen Beratern verkauft wurden.

freak1
12.01.2025, 13:48
Alle Angaben ohne Gewähr. Wenn du dich um nichts kümmern möchtest.

1) Konto bei Trade Republic
2) Dauerauftrag zu TR mit dem Betrag den du Sparen möchtest
3) FTSE All-World Netto-Index ETF damit per Sparplan (= Gratis für dich) jeden Monat kaufen (wiederanlegend [= die Dividenden werden direkt wieder in Aktienanteile dieses ETF investiert und nicht ausgeschüttet]), z.B. von Vanguard: Vanguard (ISIN: IE00BK5BQT80 (https://www.finanzen.net/etf/vanguard-ftse-all-world-etf-ie00bk5bqt80))
4) Laufen lassen und nicht mehr kümmern.

Relaxometrie
12.01.2025, 13:54
Ich glaube, ein Problem ist, dass einem -sobald man sich für eine Geldanlagestrategie entschieden hat- Zweifel kommen, ob es so richtig und gut ist, weil es ja sehr viele Herangehensweisen an das Thema gibt.
Dann kommen manchmal auch noch die Besserwisser, sobald man sich für eine Anlageform entschieden hat, die einem dann erklären, dass diese-und-jene Geldanlage doch deutlich besser sei.
Ich bin da auch blockiert und möchte seit Jahren etwas verbessern, was Geldanlagen angeht, verzettele mich da aber oft und handele dann doch nicht.
Das Internet ist voll mit guten, und leider schlechten, Informationen. Einen YouTube-Kanal, den ich mal entdeckt habe, und den ich für ganz gut halte, ist der von "Armin Pszola" (mit dem bin ich weder verwandt, noch verschwägert, noch bekannt, noch gewinnbeteiligt). Habe vor einiger Zeit mal ein paar seiner Videos gesehen und ich glaube, man macht nicht viel falsch, wenn man sich von dort ein wenig Orientierung holt. Irgendwann muss man dann aber in den Handlungsmodus kommen, was meiner Meinung nach nicht so einfach ist, weil das Thema komplex ist, wenn man es sinnvoll angehen möchte.

h3nni
12.01.2025, 14:02
Wichtig ist, die eigene Risikotoleranz zu kennen. Wenn du 10.000 Euro Anlegst, wie viel Verlust kannst du verkraften, ohne verkaufen zu wollen? Aktienanlagen für Nicht-Profis sollten immer auf die lange Sicht gedacht werden. Panikverkauf zwischendurch kann viel kaputt machen, deswegen sollte man keine Panik kriegen, wenn es eine Krise gibt.
Je nach dem kann man sich dann eine Allokation zurecht legen, Aktienquote vs sicherer Anteil (also Tagesgeld, Festgelder oder Geldmarktfonds wie der DBX0AN, der quasi den EZB-Leitzins abbildet, also einfacher als Tagesgeldhopping, aber ggf mit Ordergebühren und ohne gesetzliche Einlagensicherung).

Und dann den risikobehafteteren Teil in ein entsprechendes Produkt wie von freak1 genannt oder auf MSCI World oder MSCI ACWI.

Finanztip als gemeinnützige Stiftung ist auch nicht schlecht für Infos zu allem möglichen, wie schon von JJ* angesprochen.